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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 05. Mai 2005

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Sie wollte in die Bucht. Die Bucht war das Zentrum der Insel. Die Klippen formten einen winzigen Einschnitt der Küste. Steiles heißes Gestein sparte das Halbrund aus. Der Vulkansand des Strands erwärmte sich ab zehn, elf Uhr, wenn die Sonne über die Felskanten schien.

Gegen Mittag glühte der Körper mit dem Sand. Eine Herzkammer war die Bucht. Die Brecher zerstoben über Lavabrocken. Die Wasserschleier stiegen auf. In Regenbogenfarben wehten sie über auslaufende Wellen, über die Gischt und das Gesicht."
(aus: Hans Pleschinski "Leichtes Licht", 2005, S.37f.)

 
 
 
  • SOILAND, Tove (2005): Die Reprivatisierung des Geschlechts.
    Gender-Konzepte in der Krise.
    Was mit viel guter Absicht begann, hat sich in sein Gegenteil verkehrt: Das permanente Rekonstruieren des eigenen Gender stützt letztlich das neoliberale Geschlechterregime,
    in: Wochenzeitung Nr.18 v. 05.05.

Nicht nur die Lifestyle-Linke, sondern auch der Lifestyle-Feminismus erteilt der postmodernen Identitätspolitik, die mittlerweile re-traditionalisiert im Mainstream angekommen ist, mit Nancy FRASER eine Absage:

"Der US-Feminismus, so liess sie verlauten, sei mit seiner Fokussierung auf «Identitätspolitik» in eine Sackgasse geraten, er habe die ökonomischen Verhältnisse aus dem Blickfeld verloren, und dies just zu dem Zeitpunkt, da eine längst tot geglaubte ökonomische Ideologie als Neoliberalismus ihr zerstörerisches Comeback feiere (siehe WOZ Nr. 13/05)."

Im Sinne des FOUCAULTschen Konzepts der Gouvernementalität beschreibt SOILAND Gender als Selbsttechnologie, die optimal an das gegenwärtige neoliberale Regime angepasst ist.

     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
In der Presse wird die Studie im Auftrag des Bundesministerium des Inneren fälschlicherweise als Kinderwunsch-Studie präsentiert. Tatsächlich dient die Studie jedoch in erster Linie der Auslotung der Akzeptanz von Bevölkerungspolitik.

Kann eine Politik der Bestrafung von Kinderlosen betrieben werden, ohne dass dies auf Widerstand in der Bevölkerung trifft? Eine Frage zielt z.B. auf Finanzierungsmöglichkeiten des Rentensystems ab (2005, S.21). Der Befragte konnte zwischen 10 Maßnahmen entscheiden. Die zweithäufigste Antwort hieß jedoch, dass keine der Maßnahmen erfolgversprechend sei. An dritter Stelle rangierte das Votum für eine Rente nach Kinderzahl. Nur Frührentner haben in der Bevölkerung noch ein schlechteres Image als Kinderlose. Da es sich bei den Befragten um 18-65jährige handelt, ist es bedauerlich, dass bei den Antworten nicht verschiedene Altersgruppen unterschieden wurden. Kinderlose müssen nach diesen Befunden damit rechnen, dass die Rente nach Kinderzahl verstärkt auf die politische Agenda gesetzt wird.

Die in der Presse in den Vordergrund gestellte Frage nach der Veränderung des Kinderwunsches kann die Studie dagegen überhaupt nicht beantworten. Zwar wurde bereits 1992 eine Befragung durchgeführt. Es handelte sich jedoch nicht um eine Befragung der gleichen Personen (Längsschnitt), sondern nur um eine Querschnittbefragung. Was jedoch deutlich wird, und dies hat single-generation.de bereits als Single-Lüge und Eliteversagen kritisiert: Der Alarmismus der Neuen-Mitte-Medien hat das Gegenteil des Gewünschten bewirkt: Abschreckung statt Ermutigung zum Kind. Angesichts der Kinderlosenfeindlichkeit der Debatte ist dies kaum verwunderlich. Wer potentielle Eltern - also junge Kinderlose - bestraft, der darf nicht erwarten, dass Elternschaft als erstrebenswert wahrgenommen wird.

  • HEFTY, Georg Paul (2005): Der Wert von Kindern,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.05.

  • AMAN (2005): Der Kinderwunsch nimmt ab,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 03.05.

  • JOP (2005): Freiwillig kinderlos.
    Ein Viertel der deutschen Männer will keinen Nachwuchs,
    in: Welt v. 03.05.

  • BERTH, Felix & Jens SCHNEIDER (2005): Den Deutschen fehlt der Wunsch zum Kind.
    Jeder fünfte junge Erwachsene plant inzwischen, ganz auf Nachwuchs zu verzichten. Für Innenminister Schily ist dies "eine Absage an das Leben",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 03.05.

    • WEIDERFELD, Ursula (2005): Das Paar, das sich nicht traut,
      in: Tagesspiegel v. 04.05.

Ursula WEIDERFELD erläutert ihre "Kritische Masse-Theorie" des Kinderkriegens: "In der Kernphysik redet man von einer kritischen Masse, die nötig ist, um eine atomare Kettenreaktion auszulösen. Übertragen auf die deutsche Gesellschaft stellt sich die Frage, ob es hier eine kritische Masse für eine Kinder-Kettenreaktion noch gibt. Die klassischen stadtnahen Dörfer in Westdeutschland, ein paar Vorstädte, oder Stadtviertel wie Berlins Prenzlauer Berg zeigen, wie es gehen kann: Da, wo viele Kinder sind, ziehen Menschen hin, die auch Kinder wollen. Da, wo viele Eltern mit Kindern wohnen, wird das Leben mit Kindern unproblematischer: Weil es Nachbarn gibt, die aufpassen – und bei Lärm auch mal weghören. Weil Kindergärten und Schulen um die Ecke liegen, weil die Kinder-Infrastruktur stimmt. In diesen Gebieten ist es unaufwändiger und selbstverständlicher, Kinder zu haben."
  • ADAM, Konrad (2005): Land ohne Kinder.
    Absage an die Zukunft,
    in: DeutschlandRadio v. 04.05.

Konrad ADAM sieht einzig in der Deutschen Mutter die Lösung.
     
 
     
 
     
 
  • MALZAHN, Claus Christian (2005): Ost-Literaten.
    Republikflucht der Romanciers,
    in: Spiegel Online v. 03.05.

    • MALZAHN zieht  Parallelen zwischen Ernst JÜNGER und Uwe TELLKAMP:
            
        "Uwe Tellkamps Roman »Der Eisvogel« ist der bisher frontalste literarische Angriff auf eine demokratische deutsche Verfassung, seit Ernst Jünger 1932 mit seinem Buch »Der Arbeiter« ein Werk vorlegte, in dem die fragile Ordnung seiner Zeit beiseite gefegt und die Fundamente einer neuen Gesellschaft gelegt werden sollen. Bis heute streiten die Gelehrten darüber, ob Jünger damit dem Nationalsozialismus intellektuelle Schützenhilfe gab."
     
 
  • Das Single-Dasein in Frankreich

    • FELTIN, Michel (2005): Quand la France fait boom.
      Plus de naissances, plus d'immigration: le recensement de 2004 révèle une population bien plus dynamique que prévu. Le ministre de l'Equipement, Gilles de Robien, évoque déjà le chiffre de 75 millions d'habitants à l'horizon 2050. Si la tendance se confirme, ce sera un bouleversement pour les retraites, le logement et l'aménagement du territoire. Déchiffrage,
      in: L'Express v. 02.05.

     
 
  • SCHWAN, Anna (2005): Subkultur von oben.
    Sie lieben die osteuropäische Prärie und feiern in alten Kasernen – die Bohemiens sind wieder da,
    in: Tagesspiegel v. 02.05.

    • SCHWAN berichtet über das stilvolle Verarmen: "Eine Subkultur von oben hat sich da etabliert, deren Essenz sich auf ästhetische Formeln reduziert. Das Leben dieser Neo-Dandys ist eine Suche nach der verlorenen Zeit. Sie spielen jeden Tag ihre selbst erfundenen Rollen und zelebrieren Klischees; der Schein ist wichtiger als die Substanz. Natürlich soll es dabei auch um Abgrenzung gehen, niemand bekennt sich gern zur Masse: Den Beaus und den Beatniks, New-Age-Begeisterten wie Neo-Cons ist ihre Suche nach Individualismus gemeinsam.
      Wenn in Zeiten allgemeiner Proletarisierung also wieder einmal der Kulturkampf ausgerufen und dem Alltag »Haltung« entgegengestellt werden soll, wenn Stil als Schutzschild gegen Schmutz jeder Art dient, dann ist das auch Ausdruck unserer post-postmodernen Welt und gesellschaftlicher Dekadenz: Dieser Jeunesse doree geht es nicht mehr darum, Geld anzuhäufen. Sie will dem Verfall mit äußeren Werten begegnen, die früher oder später auch die innere Leere füllen sollen"
     
 
     
 
  • KRUSE, Katrin (2005): Vertüllt für den Bund des Lebens.
    Jede dritte Ehe wird geschieden. In schlechten Zeiten wünschen sich Heiratswillige wenigstens Romantik in der Mode,
    in: Welt am Sonntag v. 01.05.

  • LUXAT, Stefanie (2005): Mutprobe am Kindertisch.
    Heiraten tun immer die anderen: Hochzeiten sind für Singles ein Härtetest. Es sei denn, man schaut sich nach Ablenkung um,
    in: Welt am Sonntag v. 01.05.

  • WINKLER, Sandra (2005): Ganz in Schweiß.
    Hilfe, ich heirate: Vielen schlägt der schönste Tag im Leben auf den Magen. Wie man seine Hochzeit problemlos übersteht,
    in: Welt am Sonntag v. 01.05.

  • MARX, Rainer (2005): Die dunkle Seite der Nacht.
    Von wegen Erotik. Der Mythos der Hochzeitsnacht verliert jeden Glanz, wenn man sie selbst erlebt hat,
    in: Welt am Sonntag v. 01.05.

     
 
     
 
     
 
PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte: Freundschaft?
Warum wir alles dafür tun sollten
  • HECHT, Martin (2005): Das schwierige Glück der Freundschaft.
    Mit dem einen schwitzen wir im Sportstudio, mit dem anderen treffen wir uns regelmäßig in der Kneipe zum Quatschen und Essen, mit wieder anderen gehen wir wandern. Wir haben Freunde. Glauben wir. In Wahrheit ist so manche Freundschaft nur eine Bekanntschaft, ein Zweckbündnis, ein Teil unseres Networks. Worin besteht eigentlich "wahre Freundschaft"? Warum idealisieren wir sie heute (wieder) so sehr? Und was lässt sich tun, um Freunde zu finden und vor allem: zu behalten? 
    in:
    Psychologie Heute Nr.5, Mai

     
 
NEON-Titelgeschichte: Gefällt dir dein Leben?
Liebe, Beruf, Ideale - warum wir so früh eine erste Bilanz ziehen
  • STOLLE, Oliver (2005): War's das schon?
    Wer sind wir? Was wollen wir? Wo führt das alles hin? Als Kinder der Moderne stellen wir uns diese Fragen, solange wir uns erinnern können. Eigentlich verwunderlich, dass wir kurz vor dreißig auf einmal Panik bekommen. Eine Zwischenbilanz,
    in: Neon, Mai

Ein bisschen Quarterlife Crisis (Alexandra ROBBINS & Abby WILNER), ein bisschen Moratoriumsideologie à la Erik H. ERIKSON, eine Prise Individualisierungsoptimismus sowie schöne junge Welt-Anstrich. Fertig ist ein Artikel, in dem dann Sätze wie

"Ein junger Karrierist plagt sich mit den gleichen Zweifeln wie einer, der seine Jugend verschlafen hat"

die Differenzen der Lebenswelten in Deutschland verniedlicht werden.

  • STOLLE, Oliver (2005): "Wir müssen uns entscheiden".
    Der Sozialpsychologe Heiner Keupp über den Umgang mit erwartbaren Krisen und lebenslanger Ungewissheit,
    in: Neon, Mai

    • Der Münchner Sozialpsychologe Heiner KEUPP sieht im "Offenhalten aus Lebensfreude" das Ideal postadoleszenten Lebens, das gleichzeitig Voraussetzung ist für ein späteres Festlegen ohne Reue in Arbeit und Liebe. Dagegen führen Entscheidungen aus Not bzw. Zukunftsangst zum "Horror Vacui"
     
 
  • KEUL, Christian (2005): "Manchmal will ich mich nur streiten".
    Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit, 6. Teil: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
    in: Neon, Mai

     
 
  • Asexualität in der Debatte

    • LEURS, Rainer (2005): Kein Sex? Kein Problem!
      Sie wollen lieber kuscheln als küssen, könnten Sex haben, wenn sie nur wollten, bloß: Asexuelle haben einfach keine Lust. Normal? Ja, sagen Psychologen. Aber wie fühlt es sich an, wenn Sex im Leben keine Rolle spielt?
      in: Neon, Mai

     
 
  • Götz Aly - Hitlers Volksstaat

    • AGUIGAH, René (2005): Der große Ruck.
      Hitler als Stimmungspolitiker, Roosevelt als Regent im Notstand: Götz Aly und Wolfgang Schivelbusch tauchen in die Vergangenheit und schreiben an einer Geschichte der Gegenwart,
      in: Literaturen Nr.5, Mai

     
 
  • Corinne Maier - Die Entdeckung der Faulheit

    • MEISTER, Martina (2005): Schaltet den Bildschirmschoner an!
      Corinne Maier und Tom Hodgkinson empfehlen den Angestellten von heute mehr Faulheit - als Subversion. Sie verschweigen allerdings, dass Nichtstun seinen Preis hat. Über einige neue Imperative der Lifestyle-Publizistik,
      in: Literaturen Nr.5, Mai

     
 
  • Hubert Fichte - Die Palette

    • RÖGGLA, Kathrin (2005): Die Verwörterung der Welt.
      Eine Hommage an den Ethnologen, Weltreisenden und Schriftsteller Hubert Fichte zum Erscheinen des nachgelassenen Bandes "Psyche",
      in: Literaturen Nr.5, Mai

     
 
     
 
  • Uwe Tellkamp - Der Eisvogel

    • KEUL, Thomas (2005): Mit Hölderlin zur Wehrsportübung.
      In Uwe Tellkamps neuem Roman lamentieren Lyrik lesende Faschisten über die Lieblosigkeit der Welt,
      in: Volltext Nr.2, April/Mai

     
   

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Zu den News vom  27. - 30. April 2005

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

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