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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 08. November 2015

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Singlemütter, weil es keine andere Möglichkeit gab

"Unerfüllter Kinderwunsch ist ein aktuelles Thema, das mehr Menschen in Deutschland betrifft, als allgemein angenommen wird. In vielen Fällen ist der fehlende Partner der Grund dafür. Bei einer Allensbach-Umfrage von 2011 gaben 40 Prozent der Kinderlosen an, (noch) nicht den richtigen Partner für die Umsetzung ihres Kinderwunsches gefunden zu haben. Die in diesem Buch porträtierten Frauen entschieden sich dafür, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, allein aktiv zu werden und ohne Partner eine Familie zu gründen. Auch wenn diese Frauen und ihre Kinder in der öffentlichen Wahrnehmung bisher unterrepräsentiert sind, leben sie inmitten unserer modernen Gesellschaft und tragen zur Vielfalt von Lebensentwürfen und Familienmodellen bei. Die meisten dieser Frauen sind keine  »Single mothers by choice«, dieser Terminus hat sich in den USA dafür eingebürgt (etwa: freiwillige Singlemütter), sondern »Single mothers by default« (etwa: Singlemütter, weil es keine andere Möglichkeit gab)."
(aus: Anya Steiner "Mutter Spender Kind", 2015, S.10f.)

 
       
       
   

PETERS, Freia (2015): Lässig zum Kind.
Deutsche Frauen machen sich zu viele Gedanken, wenn es ums Kinderkriegen geht. So steht es im neuesten Familienreport. Die Französinnen zeigen, dass es anders geht. Muttersein wird bei unseren Nachbarn nicht idealisiert. Das entspannt schon mal ungemein,
in:
Welt am Sonntag v. 08.11.

 
       
   

SCHMID, Florian (2015): Protestverhinderungsstrategie.
Der politische Ausnahmezustand gehört in Zeiten der Krise zur Normalität,
in:
Neues Deutschland v. 07.11.

Florian SCHMID bespricht das Buch Ausnahmezustand im Sicherheits- und Krisendiskurs von Anna-Lena DIEßELMANN. Obwohl sich das Buch nur mit dem Umgang einer außerparlamentarischen Opposition befasst, gehen für SCHMID die Erkenntnisse des Buchs angesichts des Krisendiskurses der letzten Jahre weit darüber hinaus:

"Denn der Ausnahmezustand als Regierungstechnik zur Bewältigung sicherheitspolitischer Lagen und Ereignisse spielt in jüngster Zeit eine immer wiederkehrende Rolle. Das reicht von der Terrorhysterie nach dem 9/11 über die notstandsartigen Austeritätsprogramme der Finanzkrise (...) bis hin zum Umgang mit den aktuellen Flüchtlingsströmen."

Zum Regieren im Ausnahmezustand gehört auch die gezielte Falschmeldung, die - zusätzlich aufgrund der Medienkrise allzu leicht schnelle Verbreitung finden.

 
       
   
BARON, Christian (2015): Gute Freunde trennt niemand.
Was heißt Freundschaft im flexiblen Kapitalismus? Ein Gespräch mit Susanne Lang über Ideal und Wirklichkeit, Frauen und Männer - und die Gefahren des Netzwerkens,
in:
Neues Deutschland v. 07.11.
 
       
   

BRANDSTETTER, Barbara (2015): Die gesetzliche Rentenversicherung ist für Ältere unschlagbar.
Die staatliche Altersvorsorge hat keinen guten Ruf. Zu Unrecht. Für Ältere mit privater Krankenversicherung ist sie eine Alternative,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.11.

 
       
   

LESSENICH, Stephan & Reinhard MESSERSCHMIDT (2015): Weltfremde Zahlen.
Demografie: Offizielle Statistiken rechnen den aktuellen Lauf der deutschen Geschichte mit Zahlen aus der Zeit von Bundeskanzler Konrad Adenauer schön. Weil diese Methode Erklärungsmodelle stützt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.11.

Stephan LESSENICH & Reinhard MESSERSCHMIDT kritisieren die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung vom April diesen Jahres, weil sie die Migration der vergangenen Jahre zu einem "statistischen Ausreißer" erklärt, von dem

"keine Signalwirkung für die weitere demografische Entwicklung und deren Berechnung ausgeht oder ausgehen soll."

LESSENICH & MESSERSCHMIDT sehen darin den Versuch eine Vergangenheit zu bewahren, die angesichts einer "Zukunft des permanenten Migrationsdrucks" unrealistisch ist. Sie fragen deshalb was wirklich hinter dieser Fortschreibung der Vergangenheit steckt:

"Soll mit der Fortschreibung der gemittelten Erfahrungswerte seit der Adenauer-Ära die besorgte gesellschaftliche Mitte beruhigt werden? Wird hier bereits die Festung Europa der nächsten Jahrzehnte eingepreist? Oder soll am Ende die altersstrukturelle Zukunft Deutschlands nicht in helleren Farben erscheinen, um den eingeübten demografiepolitischen Dramatisierungen und den ertragreichen versicherungswirtschaftlichen Geschäftsmodellen nicht das Wasser abzugraben?"

 
       
   

SCHLÜTER, Nadja (2015): "Der Hipster ist eine gasförmige Existenz".
Endlich: Es gibt jetzt eine wissenschaftliche Abhandlung über Hipster! Der Autor, Jugendforscher Philipp Ikrath, weiß, wo der Hipster-Hass herkommt und ist sich sicher: Der Hipster wird mal Herrscher,
in:
jetzt.sueddeutsche v. 06.11.

 
       
   

DESTATIS (2015): Geburtenziffer 2013 bei 1,42 Kindern je Frau,
in: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes v. 06.11.

"Die zusammengefasste Geburtenziffer aller Frauen in Deutschland ist in den Jahren 2011 bis 2013 von 1,39 auf 1,42 Kinder je Frau geringfügig gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, trugen vor allem Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit zu diesem Anstieg bei. Ihre Geburtenziffer nahm im gleichen Zeitraum von 1,34 auf 1,37 Kinder je Frau zu. Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stagnierte dagegen die zusammengefasste Geburtenziffer um 1,80 Kinder je Frau.
Diese endgültigen Ergebnisse der Geburtenstatistik beruhen auf dem korrigierten Bevölkerungsbestand unter Berücksichtigung des Zensus 2011. Im Vergleich zu den früheren Angaben auf Basis der Bevölkerungsfortschreibung vor dem Zensus 2011 hat die Einbeziehung der Zensusergebnisse zu einer Erhöhung der bisher ausgewiesenen Geburtenziffern geführt.
Die zensusbedingte Anpassung der zusammengefassten Geburtenziffer war für Frauen insgesamt (+ 0,03 Kinder je Frau) sowie für Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit (+ 0,01) sehr gering. Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit hat sie sich dagegen stärker ausgewirkt. Im Zensusjahr 2011 betrug die zusammengefasste Geburtenziffer der Ausländerinnen nach Berücksichtigung der Zensusergebnisse 1,82 Kinder je Frau und war damit um 0,24 höher als vor der Korrektur (1,58 Kinder je Frau).
Ursächlich dafür war die infolge des Zensus überproportional stark korrigierte Anzahl der ausländischen Frauen im gebärfähigen Alter. Während die Zahl der potenziellen Mütter mit deutscher Staatsangehörigkeit nur um 0,4 % nach unten korrigiert wurde, betrug die Anpassung bei den Ausländerinnen – 11,4 %. Damit verringerte sich die Anzahl der potenziellen Mütter mit ausländischer Staatsangehörigkeit um rund 260 000, während die Anzahl der geborenen Kinder der ausländischen Frauen unverändert geblieben ist.
Zwischen 1991 und 2013 ist die zusammengefasste Geburtenziffer der Ausländerinnen von 2,04 auf 1,80 Kinder je Frau gesunken. Eine Annäherung der Ausländerinnen an das Geburtenniveau der deutschen Frauen fand demzufolge zwar statt, verlief jedoch offenbar langsamer als bisher angenommen", meldet das Statistische Bundesamt.

 
       
   

SCHMITZ, Gregor Peter u.a. (2015): Deutsche Tugenden.
Flüchtlinge: Willkommenseuphorie war gestern, heute herrscht vor allem Überforderung. Deutschland muss härter werden, gegen sich und andere. Aber auch flexibler. Dann schafft das Land das,
in:
Wirtschaftswoche Nr.46 v. 06.11.

 
       
   

PUSCHNER, Sebastian (2015): Unser Freund, der Neoliberalismus.
Alternativen: An nichts haben wir uns so abgearbeitet wie am herrschenden Dogma. Zeit für eine Wende,
in:
Freitag Nr.45 v. 05.11.

 
   
Die ZEIT-Titelgeschichte: Die Kraft aus der Krise.
Manche Menschen zerbrechen an Schicksalsschlägen, andere scheinen unverwundbar zu sein. Warum? Psychologen, Neurowissenschaftler und Hirnforscher haben Rätselhaftes entdeckt

SCHNABEL, Ulrich (2015): Die Kraft aus der Krise.
Während die einen an Schicksalsschlägen zerbrechen, wachsen andere daran. Was ist deren Geheimnis? Dieser Frage spüren Forscher unterschiedlichster Disziplinen nach. Ihr Ergebnisse machen vor allem: Mut,
in:
Die ZEIT Nr.45 v. 05.11.

In der aktuellen Psychologie Heute ist ein aufschlussreicher Artikel von Thomas GEBAUER über den Zusammenhang von Neoliberalismus und Resilienz erschienen. GEBAUER beschreibt wie das Resilienz-Konzept sich aus dem militärischen Bereich auf alle Lebensbereiche ausdehnt. Nicht mehr gesellschaftliche Ressourcen (z.B. Sozialpolitik oder Bildung), sondern nur noch persönliche Ressourcen sollen gegen die Krisen der postdemokratischen Gesellschaften schützen:

"Weil Politik kaum noch über ein reaktives Krisenmanagement hinausreicht, gilt Resilienz als zweckmäßigste Waffe gegen die herrschende Krisendynamik. (...).
Grundlage (...) ist die Überzeugung, dass die heutigen Verhältnisse extrem störanfällig und eigentlich nicht mehr zu kontrollieren sind. Solche Verhältnisse produzieren zwangsläufig Krisen, die dank Resilienz als einer Art nachgelagerter Sicherheit dennoch bewältigt werden können."

Dem militärisch-neoliberal verstandenen Resilienz-Konzept, das inzwischen auch in psychologische und pädagogische Kontexte übertragen wurde, unterliegt die Vorstellung, dass Unsicherheit keine Ausnahme mehr ist, sondern die Regel. Vor diesem Hintergrund stellt sich jedoch die Frage: Ist unsere Welt tatsächlich unsicherer geworden (und wenn ja inwiefern?) oder haben wir es heutzutage eher mit der gezielten politisch-medialen Inszenierung von Unsicherheit zu tun? Ist eine postdemokratische Politik im Ausnahmezustand nicht ideal, um die Rechte der Bürger ohne große Widerstände einschränken zu können?

Der ZEIT-Artikel ist ein Beleg dafür, wie unser Denken - im Sinne von GEBAUER - neu fokussiert wird. Wer gezwungen wird nur noch im Krisen-Modus bzw. Katastrophen-Modus zu denken, der verliert langsam aber sicher jegliche normale Kritikfähigkeit! Demokratie wird außer Kraft gesetzt...

 
       
   

MANGOLD, Ijoma & Adam SOBOCZYNSKI (2015): Wohin mit den jungen Männern?
Männlicher Geburtenüberschuss führt zu Bürgerkrieg und weltweiter Migration. Deutschland zieht dabei viele unqualifizierte Zuwanderer an. Ein Gespräch mit dem Sozialpädagogen Gunnar Heinsohn,
in:
Die ZEIT Nr.45 v. 05.11.

Der Simplifizierer und Populist Gunnar HEINSOHN schwadroniert heute über den "youth bulge" wie früher über die Hexenverbrennung. Seine dümmliche Formel eines Kriegsindexes:

"Er misst die Relation zwischen 55- und 59jährigen Männern, die sich auf die Rente vorbereiten, und 15- bis 19-jährigen Jünglingen, die den Lebenskampf aufnehmen".

Diese Demographisierung gesellschaftlicher Probleme kennt z.B. weder wirtschaftliche Faktoren (Arbeitslosigkeit vs. Vollbeschäftigung) noch Waffenexporte, politische Regimeunterschiede oder gar soziale Ungleichheit. Man sollte meinen ZEIT-Leser wären klüger!   

 
       
   

KASTNER, Jens (2015): "Empfänglich für Verbesserung".
Jede kulturelle Leistung ist für ihn nur der Versuch, die eigene Sterblichkeit zu dekonstruieren. Kurz vor seinem 90.  Geburtstag spricht der polnisch-britische Theoretiker Zygmunt Bauman von einer wachsenden Ungleichheit in der Gesellschaft, die außer Kontrolle geraten ist, und erinnert die Soziologen an die Pflicht zur Hoffnung,
in:
Jungle World Nr.45 v. 05.11.

 
       
   

Das Single-Dasein in Frankreich

WIEGEL, Michaela (2015): Frankreichs Babyboom ist vorbei.
Jahrelang galt Frankreich mit seiner hohen Geburtenrate als europäisches Vorbildland für familienfreundliche Politik. Nun sinkt die Zahl der Neugeborenen erstmals seit Jahren. Die konservative Opposition hat schon einen Schuldigen ausgemacht,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.11.

WERNICKE, Christian (2015): Baby-Blues.
Den Franzosen gehen die Kinder aus: Im bislang fruchtbarsten Land Europas geht die Zahl der Geburten stark zurück. Die Kürzung des Kindergelds für reiche Eltern scheint nur einer von mehreren Gründen zu sein,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 05.11.

 
       
   

MARTENS, Daniela (2015): Tanztee statt Disko.
Harald Martenstein schrieb vergangene Woche, wie es sich anfühlt, ein alter Vater zu sein. Aber wie ist das für das Kind? Unsere Autorin hat alte Eltern und beschreibt die andere Seite,
in:
Tagesspiegel v. 04.11.

"Meine Mutter war 44, als sie mich 1976 zur Welt brachte, mein Vater 52. Was für heutige Verhältnisse nur noch mittelmäßig ungewöhnlich ist, galt in den Siebzigern als so abwegig, dass der Gynäkologe meiner Mutter zunächst nicht darauf kam, dass sie ein Baby im Bauch haben könnte",

berichtet "Kriegsenkel" Daniela MARTENS, die selber erst mit 36 Jahren eine Mutter wurde und damit als späte Mutter gilt.

"Auch der kleine Sohne von Harald Martenstein wird es vielleicht ähnlich erleben - in einigen Jahren. Auch in seinem Zuhause werden die Uhren anders ticken als in den anderen Kreuzberger Haushalten, in denen Kinder leben, deren Eltern sie ganz durchschnittlich mit plus minus 30 bekamen",

meint MARTENS. Das Erleben richtet sich jedoch nicht nach Durchschnittszahlen, sondern nach dem milieutypischen Alter von Müttern und Vätern, wobei das Durchschnittsalter von Vätern gar nicht erhoben wird. Obwohl in den Medien viel über "neue Väter" schwadroniert wird, gelten Väter weiterhin als weniger wichtig als Mütter, weswegen die Politik keinen Druck verspürt auch das Alter von Vätern zu erfassen. Hier spielt sicherlich auch eine Rolle, dass Väter nicht unbedingt wissen, ob sie biologischer oder sozialer Vater eines Kindes sind (Stichwort Kuckuckskinder). Diese Unterscheidung wäre jedoch nur wichtig in einer biologistischen Sichtweise.

In Akademikerkreisen sind eher späte Mütter wie MARTENS typisch, dies gilt insbesondere für Großstädte.

 
       
   

JELLEN, Reinhard (2015): Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist.
Cornelia Koppetsch über neue und alte Geschlechterrollen,
in:
Telepolis v. 03.11.

 
       
   

HAGELÜKEN, Alexander (2015): Eine zu simple Formel.
Ungleiche Einkommen: Ausreichend Wohnraum, Urlaub, erfüllte Wünsche. Dies Versprechen wackelt,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 03.11.

"Die deutsche Politik sollte sich nicht mehr auf die Formel zurückziehen, wonach Arbeit schon für ausreichend Gerechtigkeit sorgt. Dieses Rezept fällt zu simpel aus. Die Reformen der Agenda 2010 waren richtig, doch sie bedürfen nun einer Flankierung, die wieder für mehr Gleichheit sorgt", meint Alexander HAGELÜKEN.

 
       
   

GAULHOFER, Karl (2015): Wie Alterung das Wachstum bremst.
Prognose: Noch wächst die Wirtschaft in Deutschland stärker als im Rest des Euroraums, auch als die in Österreich. Bald aber wende sich das Blatt, sagen Ökonomen. Grund sei die Demografie,
in:
Die Presse v. 03.11.

Ökonomen sind zwar nicht mal in der Lage das Wirtschaftswachstum über ein Jahr hinweg richtig vorauszusagen, was sie jedoch nicht daran hindert, Berechnungen bis zum Jahr 2040 anzustellen. Dabei halten sie sich für Deutschland an die unrealistischen politischen Vorgaben der 13. Bevölkerungsvorausberechnung.

 
       
   
NIGGEMEIER, Stefan (2015): Die Unwahrheit über Akif Pirinçcis "KZ-Rede",
in: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/22191/die-unwahrheit-ueber-akif-pirincis-kz-rede/

Die Medien arbeiten nicht erst seit heute an ihrer Unglaubwürdigkeit. Auf www.single-dasein.de und www.single-generation.de wird seit 15 Jahren dokumentiert wie die Medien die Unwahrheit über Singles verbreiten und damit die Demographisierung gesellschaftlicher Probleme betreiben. Im Gegensatz zum Thema "Rechtspopulismus" gibt es auf diesem Gebiet jedoch kaum jemals einen Aufschrei, nicht einmal von kritischen Journalisten, die sich lieber auf das Mainstream-Empörungspotential stürzen. Der ganz normale Medienwahnsinn ist keine Meldung wert!

 
       
   

HILDEBRANDT-WOECKEL, Sabine (2015): Palmenstrand und deutsche Rente.
Viele Deutsche träumen vom Lebensabend unter der Sonne. Doch es ist komplizierter als man denkt,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 01.11.

"Ließen sich Anfang der neunziger Jahre gerade mal 95.000 Deutsche ihre Rente ins Ausland überweisen, sind es 2015 schon rund 225.000 - Tendenz steigend.
Die beliebtesten Regionen seien die Schweiz, Österreich und Spanien, sagt Dirk von der Heide von der Deutschen Rentenversicherung. Außerhalb Europas liegen die Vereinigten Staaten an erster Stelle, gefolgt von Kanada und Australien",

berichtet Sabine HILDEBRANDT-WOECKEL über deutsche Rentner im Ausland. Anfang des Jahrtausends galten deutsche Rentner auf Mallorca als Symbol, dass es den Rentnern zu gut gehe und man die gesetzliche Rente kürzen könne.

Warum werden in dem Bericht absolute Zahlen genannt und keine Prozentanteile? Könnte dann nicht von einem Trend gesprochen werden, weil im gleichen Zeitraum der Anteil der Rentner stärker gestiegen ist? Und wie hoch ist der Anteil der Renten, die an Deutsche im Ausland gezahlt werden, im Vergleich zur Gesamtzahl aller Renten, die von der Deutschen Rentenversicherung ausbezahlt werden?

"Deutsche Rentner zieht es ins Ausland. 2013 wurden 220 000 Renten an Deutsche überwiesen, die ihren Ruhestand außerhalb der Bundesrepublik verleben. Die Zahl hat sich damit in den vergangenen 20 Jahren um 100 000 erhöht. Dies geht aus Statistiken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen.
Demnach wird die Gruppe der Bundesbürger, die Altersbezüge oder eine Witwen- und Waisenrente jenseits ihrer Heimat beziehen, seit Jahren größer. So wurden 2003 noch 161 000 Renten gezählt, die an deutsche Staatsangehörige im Ausland gingen. 1993 waren es erst 120 000",

berichtete Thomas ÖCHSNER am 21. Juni 2013 in der Süddeutschen Zeitung. Demnach wäre die Zahl der Renten an Deutsche im Ausland vom Jahr 2013 bis 2015 um 5.000 Renten gestiegen. Im Jahr 2014 wurden von der Deutschen Rentenversicherung 168.027 Renten mehr ausbezahlt als im Jahr 2013 (25,2 Millionen).

Der Anteil der Renten an Deutsche, die ihre Rente ins Ausland überweisen lassen, liegt - gemessen an der Gesamtzahl der ausgezahlten Renten unter ein Prozent! Es wird hier also von Trends gesprochen, die weniger als 1 Prozent der ausgezahlten Renten betrifft.

Dies ist nur als Grobrechnung zu verstehen, weil in den Statistiken der Deutschen Rentenversicherung nur von Renten gesprochen wird, aber nicht von Rentnern, d.h. es könnte Rentner geben, die mehr als eine Rente beziehen. Die Anzahl der Rentner wäre also niedriger als die Anzahl der Renten. Während die SZ für 2013 korrekt von "220.000 Renten an Deutsche" spricht, werden in der FAS aus 225.000 Renten an Deutsche fälschlicherweise 225.000 deutsche Rentner, die Renten im Ausland beziehen. Nur soviel zu unseren angeblichen Qualitätsmedien, die nicht immer den Unterschied zwischen der Anzahl von Renten und der Anzahl von Rentnern kennen!

 
       
   

FISCHLIN, Sabine (2015): Der letzte Klick.
Online-Dating: Sex in Paris und Sex am Strand, haufenweise Angebote von halb so alten Männern und erstaunlich wenig Langweiler: Wie das Online-Dating meinem Liebesleben völlig neuen Schwung verliehen hat,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 01.11.

 
       
   

VERLAN, Sascha (2015): Ein Vater unter Verdacht.
Wenn er mit seiner kleinen Tochter an der Hand durchs Dorf geht, treffen ihn erstaunte Blicke. Oder sind es misstrauische Blicke? Über das Dilemma, ein fürsorglicher, zärtlicher Vater zu sein,
in: Emma, November/Dezember

NOWAK, Rainer (2015): Ein Vater auf dem Beifahrersitz.
Was wäre eigentlich, wenn so einer Söhne hätte? Folgten dann Männer mit einem neuen Role-Model? Oder stellt sich bei seinen Töchtern für die Schwiegersöhne eh nicht die Frage, wer steuert?
in: Emma, November/Dezember

 
       
   

SOBOTKA, Tomᚠ& Kryštof ZEMAN (2015): Wussten Sie, dass ...
beinahe jede fünfte Frau, die im Jahr 1970 geboren wurde, bislang kinderlos blieb?
in: beziehungsweise, November

"Dieser Artikel erschien im Dezember 2013 in der Broschüre des Generations and Gender Survey »Familienentwicklung in Österreich 2009-2013«, heißt es. Tatsächlich geht der Artikel über das Kapitel 1  Kinderzahlen in Österreich hinaus. Es finden sich z.B. auch Informationen aus dem Kapitel 16 Gewollte und ungewollte Kinderlosigkeit der Broschüre. Aber auch das wäre nicht ganz richtig: Die Abbildung 2 geht über die Abbildung 1.2 der Broschüre (S.6) hinaus und benutzt aktuellere Daten aus dem Jahr 2014. Man hat es hier also zumindest mit einer aktualisierten Version des 1. Kapitels der Broschüre zu tun.

 
       
   

JACQUET, Jennifer (2015): Schämt Euch!
Moralische Anklage als gewaltloser Widerstand,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, November

Jennifer JACQUET, von der dieses Jahr das Buch Scham. Die politische Kraft eines unterschätzten Gefühls erschienen ist, sieht in der Beschämung als politisches Mittel in modernen Gesellschaften ein legitimes Mittel. Wer aber schützt uns vor dem Missbrauch dieser Methode, die nicht nur "gute" soziale Bewegungen, sondern auch Konzerne oder politische Gruppen gegen missliebige Bürger einsetzen können? Auch die Linke verabschiedet sich offenbar immer mehr von der Aufklärung...

 
       
   

STEEG, Lena (2015): Der Klick-Punkt.
Wir haben die Partnersuche perfektioniert - und dafür gesorgt, dass uns die Liebe nicht mehr überrumpeln kann. Aber das ist eine Illusion. Die Affäre oder der Urlaubsflirt sind heute der denkbar romantischste Beginn einer Beziehung,
in: Neon, November

 
       
   

WEISBROD, Lars (2015): Scharfe Regeln.
Nur ein Ja ist ein Ja: Mit neuen Gesetzen will die Political-Correctness-Bewegung Sex regulieren. Gut so. Dann wird er endlich wieder geil,
in: Neon, November

 
       
   

LIERE, Judith (2015): Möge die Nacht mit Dir sein.
Müde? Keine Lust zu feiern? Das Sofa sieht schon wieder so gemütlich aus? Willkommen in der Nightlife-Crisis,
in: Neon, November

 
       
   

KITTLITZ, Alard von & Nicole ZEPTER (2015): Wir sind Europa.
Es steht nicht gut um Europa. Politiker, Medien, viel zu viele Menschen schimpfen über den Krisenkontinent. Der generationenübergreifende Stimmungswandel richtet sich gegen vieles, was den europäischen Gedanken ausmacht: Toleranz, Offenheit, Miteinander. Viele würden sich angesichts des globalen Chaos gerne im Nationalstaat verschanzen. Die EU wird infrage gestellt. Das dürfen wir nicht zulassen. Schließlich hat keine Generation mehr von Europa profitiert als unsere. Es ist Zeit, für Europa zu kämpfen,
in: Neon, November

 
       
   

BUCHHOLZ, Jenny (2015): "Ich bin ein Flirt-Versager".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon, November

 
       
   

GEBAUER, Thomas (2015): Resilienz: Das missverstandene Konzept.
Alle Welt spricht von Resilienz. Sie wird gefeiert wie ein Allheilmittel für jegliches Problem, dem Menschen in der heutigen Welt ausgesetzt sind. Das soll uns für Krisen stärken - und bewirkt doch das Gegenteil,
in: Psychologie Heute, November

 
       
 

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Zu den News vom 16. - 31. Oktober 2015
 

   
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