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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. - 04. Oktober 2004

 
 
     
     
     
 
   

Zitat des Monats:

"»Um die Erfinder neuer Werte dreht sich die Welt« - so kündet Friedrich Nietzsche ostinat im Zarathustra. Jesus hat die soziale Innovation der Nächstenliebe in die Welt gebracht. Die Hingabe für Clan, Volk, Reich und Führer, die gab es lange schon. Doch Mitgefühl und Fürsorge für den Nächsten, Blutsunverwandten - das war neu. Die Provokation, alle Menschen seien vor Gott gleich, bezog sich keineswegs auf das Jenseits. (...).
Doch das Gebot der Nächstenliebe gerät in Konflikt mit dem Darwinismus des Marktes. (...). Nicht Mitleid, sondern Verachtung für die Schwachen und Armen, die Verlierer und Ausgesonderten der Märkte, greift um sich. (...). Reichtum ist Synonym für Leistung und Verdienst. Das muß nicht mehr im Einzelfall nachgewiesen werden, sondern wird unterstellt.
(...).
Streichung und Kürzungen von Sozialleistungen firmieren als »Anreize zur Stärkung der Eigenverantwortung«. Die Kürzung von Arbeitgeberbeiträgen zur Rentenversicherung wird verkauft als »Beitrag zur Generationengerechtigkeit«. Die Freistellung der Arbeitgeber vom hälftigen Anteil an wesentlichen Krankenversicherungsleistungen (...) wird als Reform zur Beitragssenkung vermarktet. (...).
Schon finden sich Forscher, die das Mitgefühl mit jemandem, der nicht zum Clan gehört, als genetische Störung erkannt haben wollen."

(Peter Ungut "Die Agonie des Sozialen" in Kursbuch 157 Die große Entsolidarisierung, S.11-31)

 
 
     
 
  • 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie "Soziale Ungleichheit und kulturelle Unterschiede" in München

Die Rückkehr der Klassengesellschaft - Oder der lange Abschied von den Individualisierungsverheißungen 
 
 
  • LAMBSDORFF, Otto Graf (2004): Leistungen vereinfachen.
    Der Umbau der gesetzlichen Rentenversicherung ist überfällig. Sie sollte wie das Gesundheitssystem künftig nur noch eine Mindestabsicherung bieten,
    in: Welt v. 04.10.

 
Bereits die Überschrift bemüht die Rhetorik des Aussterbens. Die FAS hat Schriftsteller um Familiengeschichten gebeten. Volker WEIDERMANN ist in seiner Einführung mit dem Ergebnis dieser Auftragsarbeiten offensichtlich nicht zufrieden, denn ihm geht es in den Beiträgen zu wenig, um die eigene (erfolgte oder nicht-erfolgte) Familiengründung, sondern zu viel um die Familie als "Sehnsuchts- und Schreckensort in der Vergangenheit". 
  • KENNEDY, A. L. (2004): Der Geruch der Normalität.
    Warum ich eine weitverzweigte Verwandtschaft, aber keine eigene Familie habe,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • RÜHMKORF, Peter (2004): Das Geheimnis meiner Geburt.
    Aus dem Fotoalbum,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • FRANZEN, Jonathan (2004): Motel "Zur flüsternden Pinie".
    Die Geschichte meines Cousins,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

    • HEIN, Jakob (2004): Vater Dichter.
      Bei Günter Grass zu Hause,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • KERET, Etgar (2004): Meine ultrafromme Schwester.
    Vor neunzehn Jahren starb sie in einem kleinen Hochzeitssaal, jetzt lebt sie im orthodoxesten Viertel von Jerusalem,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • BILLER, Maxim (2004): Der Übersetzer, seine Kinder und seine Frau.
    Es ist nicht leicht, ein Schriftsteller zu sein, wenn auch die Schwester und die Mutter schreiben können,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

    • LETHEM, Jonathan (2004): Die Tage der Kommune.
      Brennpunkt Brooklyn: Wie sich meine Eltern in der Subkultur der Siebziger einrichteten,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • LOTTMANN, Joachim (2004): Wege zum Sex.
    Meine Familie, die FDP und der Münchner Harem,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • ADORJÁN, Johanna (2004): Sie sehen aus, als ob ich einen Drink brauchen könnte.
    David Sedaris über eine Kindheit unter Verrückten und die Frage, wie man Eltern und Geschwister in Literatur verwandelt,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • ZILAHY, Péter (2004): Der Krieg meiner Familie.
    Kämpfen. Tanzen. Lieben. Das ist Europa. Das sind wir,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

  • MORA, Terézia (2004): Die Liebesmüden.
    So sind wir: Melancholische Bauern, todestanzende Handwerker,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.10.

 
 
  • WEWER, Antje (2004): "Süße, die Details erzähl ich später".
    Für Frauen und Männer: Die zehn Fehler der ersten Nacht, die ein Wiedersehen verhindern könnten,
    in: Welt am Sonntag v. 03.10.

 
  • Das schönste Popehefamilien-Paar der Generation Golf - sponsored by WamS

 
 
 
 
 
 
 
Anthony de JASAY polemisiert als Marktradikaler gegen die Sozialversicherungen, die er als Zwangsversicherungen und als Naturalentlohnung brandmarkt:

"Alle Sozialversicherungsbeiträge speisen sich aus Geld, das der Angestellte erarbeitet hat, aber nicht mit nach Hause nehmen und nach eigenem Gutdünken ausgeben darf. Anstelle von Geld bekommt er diverse Versicherungen gegen die meisten Risiken des Lebens, die sich einstellen mögen oder nicht (...).
Wie man dieses System auch sonst noch nennen mag, es bleibt ein System der Naturalentlohnung".

 
  • FUHR, Eckhard (2004): Alte mit Jugendwahn,
    in: Welt v. 02.10.

Eckhard FUHR mokiert sich über die neueste Titelgeschichte des Sterns, in dem das Ende des Jugendwahns ausgerufen wird. FUHR sieht stattdessen die Ausweitung des Jugendwahns auf die Generation 50 Plus drohen, nur weil die Jugend von heute zu unfähig ist:

"Er muss arbeitende 30- oder 40-Jährige,d ie meistens kontaktscheu, antriebsschwach und orientierungslos sind, aus seinem reichen Erfahrungsschatz alimentieren und ihnen den Weg weisen oder sich selbst auf einen beruflichen Neuanfang vorbereiten".

 
 
 
  • DASSLER, Sandra (2004): Neue Frauen hat das Land.
    Die Berufswelt ändert sich. Frauen kommen damit besser klar – die Humboldt-Uni hat das erforscht,
    in: Tagesspiegel v. 01.10.

Sandra DASSLER berichtet über eine soziologische Studie von Hildegard Maria NICKEL. Danach ist der flexible Mensch weiblich. Wie DASSLER von den weiblichen Bankangestellten auf die  40 % kinderlosen Akademikerinnen kommt, das bleibt ihr Geheimnis, passt aber zur politischen Konstruktion der Geburtenkrise, weswegen das gar niemand mehr so genau wissen will...
 
  • SIEMS, Dorothea (2004): Mini-Pflegereform: Eltern bereiten sich auf Sturmlauf vor.
    Juristen kritisieren "verfassungsrechtliches Roulette" - Berliner Verfassungsgerichtspräsident Sodan: Union soll in Karlruhe klagen,
    in: Welt v. 01.10.

 
 
 
LITERATUREN-Titelgeschichte: Liebe.
Bedichtet von Sibylle Berg, Peter Handke, Burkhard Driest, Martin Walser, Dylan Thomas
  • HARMS, Ingeborg (2004): Nach der Liebe ist vor der Liebe.
    Neue Bücher von Paul Nizon, Martin Walser und David Grossman beschreiben dreierlei Liebe - die nützliche, die eitle und die orphische,
    in: Literaturen, Nr.10, Oktober

Martin Walser - Der Augenblick der Liebe
  • LEITGEB, Hanna (2004): Sandburgen für zwei.
    Ein absoluter Zustand und seine sehr realen Gegebenheiten. Kleiner Streifzug durch neuere Sachbücher zum Thema Liebe,
    in: Literaturen, Nr.10, Oktober

Hanna LEITGEBs Streifzug ist wenig hilfreich für diejenigen, die sich für die vorgestellten Bücher interessieren. Die Leser erfahren viel über Allerwelts-Klischees, die bis zum Zynismus reichen:

"Hartz IV (ist) womöglich das beste staatliche Liebes- und Familienförderungsprogramm von allen".

Den narzisstischen Kult um das eigene Ego anzuprangern, gehört zum bewährten Mitte-Chic, weswegen LEITGEB den üblichen  vulgärpsychoanalytischen Blick auf die so genannte Bindungsunfähigkeit bevorzugt. Soziologische Bücher von Eva ILLOUZ ("Der Konsum der Romantik"), Jean-Claude KAUFMANN ("Der Morgen danach") und Karl Otto HONDRICH ("Liebe in den Zeiten der Weltgesellschaft") werden in wenigen Sätzen unter dem Gesichtspunkt der Vereinbarkeit von Liebe und Kapitalismus abgehandelt. Daneben werden auch Lebenshilfebücher im weiteren Sinne vorgestellt, z.B. Bas KASTs Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt.

  • BERG, Sibylle (2004): Es ist so gut.
    Liebe mit vierzig. Eine Handreichung,
    in: Literaturen, Nr.10, Oktober

 
  • Thomas Meinecke - Musik

    • NOLTZE, Holger (2004): Der Treibstoff ist Neugier.
      Literarische Fahrten im Meer der Verweise. Ein Porträt des Erzählers und Musikers Thomas Meinecke,
      in: Literaturen, Nr.10, Oktober

 
NEON-Titelgeschichte: Sind Frauen schlauer?
Was Männer noch von ihnen lernen können - und umgekehrt
  • LITZ, Christian (2004): Die Love-Stasi sieht alles!
    In Singapur werden, wie in Deutschland auch, zu wenig Kinder geboren. Der Staat lässt sich das nicht bieten, verkuppelt seine Singles selbst. Wer nicht mitmacht, kriegt Ärger. So richtig,
    in: Neon, Oktober

  • DIETRICH, Angelika (2004): Scheiden tut weh.
    Fast jede zweite Ehe zerbricht - und oft auch der Glaube an lebenslange Liebe. Scheidungskinder sind später manchmal in eigenen Beziehungen konfliktscheuer und haben Angst vor Verlust - oder wollen unbedingt alles besser machen als die eigenen Eltern,
    in: Neon, Oktober

"Fast jede zweite Ehe zerbricht", ist ein Standardsatz, der unseren postmodernen Mythos von der Single-Gesellschaft und die Mär von der instabilen Ehe begründet. Jürgen KAUBE hat diese Single-Rhetorik mit Verweis auf Hans BERTRAM vor kurzem zurechtgerückt.
 
 
  • WEIDT, Birgit (2004): Die Utopie des Weniger.
    Ein Traum geht zu Ende: Immerwährender Wohlstand und soziale Sicherheit sind in Deutschland nicht mehr zu garantieren. Wir sollen die bittere Medizin der Reformen schlucken, damit alles wieder besser wird. Aber unsre Idee vom Fortschritt ist ausgehöhlt - und es wird auch nie mehr so, wie es mal war. Zeit für ein neues Gesellschaftsideal, meint der Soziologe Ulrich Beck,
    in: Psychologie Heute, Nr.10, Oktober

Die Rückkehr der Klassengesellschaft - Oder der lange Abschied von den Individualisierungsverheißungen
 
  • Sven Regener - Neue Vahr Süd

    • FRIEBE, Jens (2004): Sven Regener über Linksradikalismus.
      Der Romanautor und Musiker spricht mit Jens Friebe über einen gewichtigen Teil seiner Vergangenheit, schließlich ist diese der von Herrn Lehmann einmal mehr nicht ganz unähnlich,
      in: Musikexpress, Oktober

 
MERKUR-Sonderheft: Ressentiment!
Zur Kritik der Kultur
 
  • ARNOLD, Heinz Ludwig (2004): Die pürierten achtziger Jahre.
    Ein Rückblick,
    in: Neue Rundschau, Heft 3, S.205-216

   

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Zu den News vom  24. - 30. September  2004

 
 
   
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