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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 01. -  07. Oktober 2014

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Der Optimierungswahn führt zur genetischen (Klassen)gesellschaft

"Den »Geburtenfatalismus«, von dem Peter Sloterdijk einmal gesprochen hat, wird in absehbarer Zeit eine Zuchtwahl auf wissenschaftlicher Basis ersetzen.
Diese Vision beflügelt die äußerst profitablen Reproduktionszentren. Auch wenn die Befruchtungen mit wachsender Routine preiswerter werden, so lässt sich doch voraussehen, dass die optimierte Menschenherstellung den gebildeten und gut situierten Schichten vorbehalten bleibt, während sich das Volk am Boden auf hergebrachte Weise fortpflanzt. (...).
Die Optimierungsvision, die zugleich ein Optimierungswahn ist, fügt sich gut in die herrschende Ideologie der Selbstertüchtigung um jeden Preis. Lediglich altmodische Christen und wertkonservative Bildungsbürger erheben ihre Stimme."
(Ulrich Greiner in der Zeit Nr. 40 v. 25.09.2014)

 
       
       
   

BORCHARDT, Alexandra (2014): Die Ökonomie der Liebe.
Warum wir einen neuen Generationenvertrag brauchen, unterstützt vom Staat und Unternehmen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 07.10.

 
       
   

MPIDR (2014): Späte Rente, längeres Leben.
Männer, die bereits mit 60 Jahren aufhören zu arbeiten, haben eine deutlich verringerte Lebenserwartung,
in: Demografische Forschung Aus Erster Hand,
Nr.3 v. 07.10.

Frührentner sterben früher als länger Arbeitende, weil Arbeit gesund erhält, behaupten neoliberale Verfechter einer Rente mit 70 (90)... Das Gegenteil trifft jedoch zu: der Zusammenhang zwischen schlechtem Gesundheitszustand und frühem Renteneintritt ist bei Männern bislang stärker als es die neoliberale Ideologie behauptet. Dies gilt nach einer neuen Untersuchung zumindest für die Anfang der 1930er Jahre geborenen Männer. KÜHNTOPF & TIVIG kommen deshalb zu dem Schluss, dass "die Lasten für das deutsche Rentensystem insgesamt geringer sein könnten als allgemeinhin angenommen."

 
       
   

MÜLLER, Katrin Bettina (2014): Das Private ist nicht Material der Kunst.
Treffpunkte: Dries Verhoevens Kunstaktion "Wanna Play. Liebe in Zeiten von Grindr" war Teil des HAU-Projekts zur Bedeutung des Privaten im öffentlichen Raum. Nach Protesten wurde sie jetzt vorzeitig abgebrochen,
in:
TAZ v. 07.10.

GÖBEL, Malte/IPPOLITO, Enrico/REICHERT, Martin (2014): Wanna play? No!
Grindr: Der Künstler Dries Verhoeven projizierte Dating-Chats in den öffentlichen Raum. Nun wurde die Installation vorzeitig abgebrochen. Fragen bleiben,
in:
TAZ v. 07.10.

 
       
   

BECKER, Lisa (2014): Die Aufstiegsangst der Arbeiterkinder.
Studium: Immer mehr Deutsche studieren. Doch die Herkunft beeinflusst den Bildungsweg. Ihren Eltern zuliebe verzichten manche Kinder von Nichtakademikern auf ein Studium,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.10.

 
       
   

NEUMANN, Horst (2014): Eine große Chance für die Arbeit.
Forum: Industrie 4.0 - In den nächsten Jahren gehen die "Babyboomer" in Rente. Fabriktätigkeiten können weiter automatisiert werden,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.10.

 
       
   

SIEDENBIEDERL, Christian (2014): Lob der Aufmüpfigkeit.
Die Weltverbesserer (64): Unzufriedene haben immer zwei Möglichkeiten: Protestieren oder Abhauen. Das gilt für die Ehe wie für den Euro. Die Theorie dazu stammt von Albert Hirschman,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.10.

 
       
   

KNIPPHALS, Dirk (2014): Zwei unterschiedliche Helden der Freiheit.
Bücherherbst: Lutz Seilers Roman "Kruso" und Michael Kleebergs "Vaterjahre" gehören zusammen,
in:
TAZ v. 04.10.

 
       
   

LANG-LENDORFF, Antje (2014): Das wird alles einmal dir gehören.
Werte: 25 Jahre nach dem Mauerfall läuft eine neue Grenze durchs Land. Die Westkinder erben, im Osten gehen viele leer aus. Die Ungleichheit wächst mit jedem Jahr,
in:
TAZ v. 04.10.

Passend zum gestrigen Tag der Deutschen Einheit thematisiert Antje LANG-LENDORFF die Ost-West-Unterschiede bei der Erbengeneration. Das bleibt zwangsweise unterkomplex, wie hier bereits am Beispiel der Jobkrise der Generation Golf gezeigt wurde.

 
       
   

OESTREICH, Heide (2014): Feminismus? Fuck, yeah!
Frauen: "Weil ein Aufschrei nicht reicht": Der Twitter-Feminismus von Anne Wizorek wirbt nicht mehr, er fordert,
in:
TAZ v. 04.10.

 
       
   

LOTT, Isabel (2014): Planwirtschaft wie in einem DDR-Kombinat,
in: TAZ v. 04.10.

"Abteilung Oberbekleidung. Da hingen dann 4.000 Blusen in ähnlicher Farbe".

So viel zum Thema, wir hätten zu viele Optionen und das wäre unser heutiges Problem. Stattdessen haben wir Pseudooptionen, die uns kostbare Zeit stehlen. Ein schönes Beispiel dafür hat auch Susanne SCHNEIDER im aktuellen SZ-Magazin:

"Ikea hat 2009 die Selbst-Scan-Kassen eingeführt, für Kunden mit maximal 15 Artikeln. Andere Unternehmen zogen nach. Die Kunden müssen ihre Einkäufe dort eigenhändig scannen und die Rechnung ausdrucken. Das könne zwei- bis dreimal länger dauern als bei einer geübten Kassiererin, erklärt das Kölner Handelsforschungsunternehmen EHI. Trotzdem verkürzt sich die subjektiv empfundene Wartezeit – weil man beschäftigt ist. Und ein Ikea-Kunde, der glaubt, kürzer gewartet zu haben, wirft sich dann gleich frohgemut in die Schlange für den Hot Dog."

Noch Fragen zu unserer Multioptionsgesellschaft und zum angeblichen Terror der Möglichkeiten? Uns umgibt stattdessen der Terror von Nicht-bzw. Pseudo-Optionen. Wer das mit Optionsvielfalt verwechselt, der ist selber schuld oder im Marketing tätig.

 
       
   

THEISOHN, Philipp (2014): Schlüsselroman ohne Schlösser.
Thomas Melles Roman "3000" Euro bleibt lieber draussen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 04.10.

 
       
   

KÄMMERLINGS, Richard (2014): In eigener Sache: Haruki Murakami erhält "Welt"-Literaturpreis 2014.
Am 7. November wird Haruki Murakami der "Welt"-Literaturpreis 2014 verliehen. Die Jury würdigt ihn als "bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Japans". Die Laudatio hält Clemens J. Setz,
in:
Welt Online v. 03.10.

Haruki MURAKAMI bedient wie Michel HOUELLEBECQ - nur auf nicht-provokante Art - das typische Figurenensemble der Single-Gesellschaft: "Durchschnitts-Single Mitte dreißig, beruflich recht erfolgreich, privat unglücklich", meint Richard KÄMMERLINGS und liegt damit daneben. Denn es ist entscheidend, dass es männliche statt weibliche Singles sind - und keineswegs sind es Durchschnitts-Singles, sondern Akademiker, die dem individualisierten Milieu angehören. Männer ohne Beziehungserfahrung bzw. unfreiwillige Singles sind seit einigen Jahren ein kontrovers diskutiertes Thema. Sie sind Zielgruppe von Ratgebern oder werden politisiert als Gewalttätige.

Von Männern, die keine Frauen haben heißt der neue Erzählband von MURAKAMI, der rechtzeitig zur Buchmesse erscheinen soll.

 
       
   

Nerds - die kommunikationsunfähigen, unfreiwilligen Singles der Informationsgesellschaft

SCHOLZ, Nina (2014): Nerds.
Die Geschichte eines amerikanischen Außenseiters,
in:
Jungle World Nr.40 v. 02.10.

Auszug aus dem Buch Nerds, Geeks und Piraten von Nina SCHOLZ, in dem es um die Umwertung des Nerd-Begriffs geht sowie um die Frage, ob die Nerds eine neue fortschrittliche, gesellschaftliche Kraft sind.

 
       
   

SCHWARZ, Malina (2014): Sehnsuchtsort Authentizität.
Leihmutterschaft ist auch ein gesellschaftlicher Ausdruck der Suche nach Echtheit,
in:
Jungle World Nr.40 v. 02.10.

Maline SCHWARZ sieht in den Vorstellungen der Feministin Shulamith FIRESTONE zum Outsourcen des Gebärens eine Glorifizierung der Natürlichkeit und einen technologischen Machbarkeitswahn.

 
       
   

ACHTELIK, Kirsten (2014): "Weißer, heteronormativer Mainstream".
Am 20. September zogen auf dem "Marsch für das Leben" 5 000 Abtreibungsgegner und -gegnerinnen durch Berlin. Welche gesellschaftliche Bedeutung hat diese Bewegung? Eike Sanders, Ulli Jentsch und Felix Hansen, Mitarbeiter des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums in Berlin (Apabiz), haben kürzlich das Buch "Deutschland treibt sich ab" veröffentlicht, eine Analyse der Bewegung der »Lebensschützer«,
in:
Jungle World Nr.40 v. 02.10.

 
       
   

PANY, Thomas (2014): Budget 2015: Frankreich spart bei den Zuschüssen für Familien und Kinder.
...aber insgesamt nicht genug für die Kritiker des "Sorgenkinds der Euro-Zone",
in:
Telepolis v. 01.10.

 
       
   

KAULEN, Hildegard (2014): Gut altern.
Demografischer Wandel: Produktiver, reicher und gesünder: Was Max-Planck-Forscher jetzt der alternden Gesellschaft in Deutschland prophezeien, hat man so noch nicht gehört. Liefert der demographische Wandel Gründe für Optimismus?
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.10.

 
       
   

REINHARDT, Nora (2014): Willst du mit mir Pferde stehlen?
Beste Freunde lernt man meist früh im Leben kennen. Aber auch im Erwachsenenalter kann man noch Seelenverwandte finden,
in: Neon,
Oktober

 
       
   

SCHULTZ, Marie (2014): "Lieber Papa, wirst du es Mama sagen?"
Unsere Autorin findet heraus, dass ihr Vater eine Affäre hat. In Briefen macht sie ihm Vorwürfe und versucht, ihn aufzuhalten - anfangs,
in: Neon,
Oktober

 
       
   

BUCHHOLZ, Jenny (2014): "Ich bin eine schlimme Drama-Queen".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon,
Oktober

 
       
   

MÜNKLER, Herfried (2014): Politische Urteilskraft.
Zum Wandel von Entscheidungs- und Deutungseliten,
in: Merkur Nr.785,
Oktober

 
       
   

EMMA (2014): Dein Bauch gehört mir!
in: Emma, September/Oktober

Die Zeitschrift Emma schlägt sich bei der Leihmutter-Debatte auf die Seite der Philosophin Sylviane AGACINSKI, statt auf die Seite der Befürworterin Elisabeth BADINTER. In der Debatte um die Leihmutterschaft wird die Diskussion analog zur Debatte um die Prostitution geführt.

HEIL, Christiane (2014): Leihmutter? Kein Problem!
Zum Wandel von Entscheidungs- und Deutungseliten,
in: Emma, September/
Oktober

Christiane HEIL berichtet aus den USA, wo Leihmutterschaft von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich gehandhabt wird. Während Leihmütter in den Medien das Stereotyp der Nicht-Akademikerin anhaftet, porträtiert HEIL den Weg der Wirtschaftsanalytikerin Holly HEARTSO zur Leihmutterschaft. Leihmütter werden gemäß HEIL in erster Linie von homosexuellen Paaren und weniger von lesbischen Paaren engagiert:

"Das Gesetz AB 1217, das der kalifornische Gouverneur Jerry Brown vor zwei Jahren unterzeichnete, garantiert homosexuellen Männern wie Frauen, »verheiratet oder nicht verheiratet«, zumindest im Golden State inzwischen dieselben Rechte wie heterosexuellen Eltern.
Das »Center for Surrogate Parenting« (CSP) in Encino bei Los Angeles, das die entsprechende Gesetzesvorlage des demokratischen Abgeordneten Felipe Fuentes unterstützte, hatte fast 30 Jahre zuvor bereits dem weltweit ersten gleichgeschlechtlichen Paar zur Elternschaft verholfen. Inzwischen werben amerikanische Vermittlungsagenturen bei Veranstaltungen von Homoverbänden gezielt für die bis zu 150000 Dollar teure »Gay Surrogacy«.
Die Leihmutterschaft ist bei lesbischen Paaren eher die Ausnahme. In der Regel beschäftigen sie nur dann eine »Geburtsmutter«, wenn keine der beiden Frauen aus gesundheitlichen Gründen ein Kind austragen kann.

Der "Gayby-Boom" wurde von Popstars wie Elton JOHN und Schauspielern wie Neil Patrick HARRIS befördert, entfachte aber auch eine Debatte um die Leihmutterschaft.     

 
       
 

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Zu den News vom 20. - 30. September 2014
 

   
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