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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 06. - 30. April 2004

 
       
     
     
     
       
   

Zitat des Monats:

"Sie haben das Privileg, zu einer Generation zu gehören, die nicht aufs Abstellgleis geschoben werden kann. Der Grund dafür ist einfach: Die Alterspyramide erfährt eine dramatische Umkehrung, die Tanne verwandelt sich in einen Atompilz.
      
   Altwerden als Massenphänomen wird vor allem die Industriegesellschaften grundlegend verändern.
(...).

      
   Während diese Entwicklung gemeinhin als Schreckensszenario dargestellt wird, das der Jugend ihr Recht auf Zukunft nimmt und generell unfinanzierbar ist, birgt es für die Alten von morgen - und das sind wir- ungeahnte Chancen.
(...). Die umworbene Masse ist automatisch die privilegierte Klasse. Nur was uns interessiert, lässt sich verkaufen oder politisch durchsetzen. (...).

      
   Die Investmentbank UBS Warburg vertritt die These, dass die Gesellschaft zwar altert, aber alle davon profitieren. Da sich in der Gruppe der heute 30- bis 49-Jährigen ein überdurchschnittlich großer Anteil von Singles oder »Dinks« (Double income, no kids) tummelt, ständen der Wirtschaft goldene Zeiten bevor - ganz unabhängig von der US-Wirtschaft oder strukturellen Reformen in Europa. Dinks und Singles geben ihr Geld aus, statt es für die Nachkommen fest anzulegen.
      
   Die Rentendiskussion ist wie ein letztes Aufbäumen der Angstmacher."
(aus: Martin Schacht "Die ewige Zielgruppe", 2004, S.12ff.)

 
       
       
   
HIEB & URBAN machen schon einmal Vorschläge für Steuern zur Rettung unserer neuen Bourgoisie: "Ein modernes, zukunftstaugliches und »wetterfestes« (Franz Müntefering) Steuersystem muss sich allerdings den grundsätzlichen Fragen des menschlichen Daseins widmen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wie lange bleiben wir? Eine Kopfpauschale bei Antritt des Lebens in Deutschland, zahlbar in den ersten drei Monaten, wäre nicht zu viel verlangt, schließlich kommt man danach in den Genuss großzügiger Sozialleistungen. Eine Todesgebühr für Menschen, die im Alter unter 30 Jahren sterben, könnte den Schaden minimieren, den ein verfrühtes Ableben der deutschen Bevölkerungspyramide zufügt.
Im Sinne einer gesunden Entwicklung der deutschen Bevölkerung sollte weiterhin über eine Kinderlosensteuer nachgedacht werden; Kinderlose bemühen sich nicht ausreichend um den Erhalt des Sozialsystems und belasten die Rentenkassen doppelt; eine zusätzliche Singlesteuer könnte dem Egoismus in einer modernen Gesellschaft wie der deutschen Einhalt gebieten.
Im Sinne der Generationengerechtigkeit wäre es angebracht, wenn sich auch Heranwachsende an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen, denn sie profitieren in hohem Maße von den heutigen Reformen. In diesem Zusammenhang sollte über eine Taschengeldsteuer nachgedacht und auch das Tabu der Kinderarbeit gebrochen werden. Viele Kinder wollen arbeiten und sich im Rahmen eines Minijobs legal etwas dazuverdienen."
 
   
  • RUNDE, Peter & Reinhard GIESE (2004): Wer wird künftig Vater und Mutter pflegen?
    Kommentar zu den Reformvorschlägen der Rürup- und der Herzog-Kommission für die Pflegeversicherung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 14.04.

 
   
  • KOHSE, Petra (2004): Kinder, Kinder!
    Was Deutschland tun müsste, wenn es die jüngste Generation als Teil der Gesellschaft ernst nähme,
    in: Frankfurter Rundschau v. 14.04.

Die FR möchte in ihrem Plus-Teil einen Mehrwert an Analysen und Hintergründen liefern. Der Artikel von Petra KOHSE hätte jedoch eher auf die Meinungsseite gehört. KOHSE mokiert sich über die Pläne der SPD sich für mehr Tagesmütter einzusetzen, statt ein Recht auf Kinderbetreuung in Krippen oder Kindergärten einzuführen:

"Familie wird im tiefsten Innern der Volksseele noch immer als Gegensatz zur Öffentlichkeit verstanden. (...). Biedermeierlich verstandener Protestantismus und Reste faschistischer Mütterideologie wirken hier zusammen und noch immer nach, wie Barbara Vinken in ihrem Buch Die deutsche Mutter schon vor drei Jahren (...) deutlich gemacht hat. Jahrzehnte des Feminismus konnten daran nichts ändern."

KOHSE sieht in Deutschland nicht nur strukturelle  (Franz-Xaver KAUFMANN), sondern persönliche Kinderfeindlichkeit am Werk:

"Immer wieder lässt sich feststellen, dass Kinder in Deutschland spontan als Feinde betrachtet werden, als Existenzbedroher und Störenfriede."

Diese Reaktionen könnten eher die Konsequenz jener Volksumerziehung sein, die KOHSE vorschwebt, wenn sie Vorrang für Eltern mit Kind bei Behörden oder die "Bevorzugung von Kinder habenden Bewerbern bei gleicher Qualifikation im Beruf" fordert.

Elinor BURKETT hat in dem Buch The Baby Boon beschrieben, wie sich das Klima zwischen Kinderlosen und Eltern in den USA durch eine singlefeindliche Politik vergiftet hat. Ob dadurch potentielle Eltern, also Singles, zum Kinderkriegen motiviert werden, ist eher fraglich. In Zukunft werden aufgrund der höheren Lebenserwartung immer mehr Menschen eine lange Zeit ihres Lebens als "Singles" verbringen. Wer wie KOHSE Single-Dasein und Elternschaft als sich ausschließende Lebensformen und nicht als Lebensphasen begreift, der verfällt gerne auf veraltete Konzepte, die unsere zukünftigen Probleme einer Gesellschaft der Langlebigen nicht löst, sondern verschärft.  

 
   
Ex-Maoist Christian SEMLER kann den CSU-Generalsekretär Markus SÖDER nicht leiden. Er belehrt die taz-Leser deshalb erst einmal darüber, dass es Unsinn sei von "Alt-68ern" ("grob gesagt die Jahrgangskohorte von 1938 bis 1948") zu sprechen. Zum Schluss kontert SEMLER dann ein typisch rechtes Stereotyp (negativ) mit einem typisch rechten Stereotyp (positiv):

"Fast überflüssig zu erwähnen, dass der Großteil der APO-Aktivisten in keiner Weise dem Bild des leistungsverweigernden, hedonistischen und egomanischen Tunichtguts entsprach, das die rechte Propaganda von ihnen zeichnet. Sie waren vielmehr fleißig, oft erfinderisch, sie waren rastlos tätig, allerdings häufig in der falschen Richtung. Und sie handelten altruistisch, stets auf das Gemeinwohl und nicht auf ihre eigenen Interessen bezogen."

Es ist offensichtlich, dass die Ex-Linke ihre Debattenhoheit längst verloren hat, wenn sie sich nur noch durch die Übernahme rechter Gemeinschafts- und Gemeinwohlideologien zu retten glaubt. 

 
   
  • STURM, Daniel Friedrich (2004): Christlich, pragmatisch, pro Schröder: Kerstin Griese, SPD,
    in: Welt v. 14.04.

 
     
   
  • PICKERT, Bernd (2004): "Utopisches Denken ist zyklisch".
    1974 erschien Ernest Callenbachs Utopie "Ökotopia". Einiges, Windenergie und Mülltrennung etwa, ist Wirklichkeit geworden. Anderes nicht: Die große Abhängigkeit vom Auto, die Entwicklung vieler Städte sind Rückschritte, sagt Callenbach - höchste Zeit für junge Autoren mit neuer Vision,
    in: TAZ v. 13.04.

Bernd PICKERT befragt Ernest CALLENBACH, Jahrgang 1929, zum Buch Ökotopia und was davon heute noch Bestand hat: "Was ist mit den politischen Vorstellungen und dem Verhalten der Leute in Ökotopia? Das liest sich doch alles eher wie eine große Hippiegemeinde der 70er.
Vielleicht klingt es so. Aber es ist ein Evolutionsgedanke dahinter. Jede Gesellschaft entwickelt sich weiter. Und ich bin überzeugt, dass eine Gesellschaft, deren Hauptbestandteile Neid, Konkurrenz und Gemeinheiten sind, nicht überdauern wird. Sie braucht andere, menschlichere Verhaltensweisen, um zu bestehen. Eine Gesellschaft, in der die Menschen frei leben, hat - auch wenn das heute schwer vorstellbar ist, weil der Ausschlag gegenwärtig in die andere Richtung geht - nicht viel mit einer Hippiekommune der 70er zu tun, sondern einfach mit natürlichen Konditionen der Menschlichkeit. Wenn heute junge Leute das Buch lesen, sind sie voller Hoffnung und Neid, und sagen, sie würden gern an so einem Ort leben. Und wenn sie damit anfangen, sich in ihrem Umfeld auch nur ein bisschen wie Ökotopianer zu verhalten, dann kommen wir da vielleicht einmal hin."
T. C. Boyle - Drop City
 
   
  • WESTPHAL, Gesche (2004): "Literatur muss hochinfektiös sein."
    Feridun Zaimoglu ist der neue Samuel-Fischer-Gastprofessor an der Freien Universität,
    in: Tagesspiegel v. 13.04.

Feridun ZAIMOGLU u.a. über seine Samuel-Fischer Gastprofessur: "Das Konzept heißt »Literature to go«. Ich werde Prominente aus dem öffentlichen Leben einladen, von Redenschreibern über Pressesprecher bis zu Literaturkritikern und Feuilletonisten. Sie können andere Gäste mitbringen und sich mit ihnen auf dem Podium unterhalten. Sie können aus eigenen Büchern vortragen, aus Lieblings- oder Hassbüchern zitieren – ohne Hoffnung auf Honorar. Zugesagt haben bislang Maxim Biller und Volker Weidemann. Eingeladen habe ich Verona Feldbusch. Henryk M. Broder, Lilo Wanders. Auch Johannes B. Kerner, der ist jetzt mal dran! Ich war bei Kerner. Jetzt will ich mal sehen, wenn er sich denn auf dieses Spiel einlässt, wie er sich verhält, wenn er Rede und Antwort stehen muss."
 
   
  • SCHNEIDER, Rolf (2004): Auslaufmodell Familie?
    in: Signale - Gedanken zur Zeit. Sendung des DeutschlandRadio Berlin v. 12.04.

Im Gegensatz zu den gängigen Klischees beschreibt SCHNEIDER die Geschichte der Familie nicht als Geschichte des Niedergangs: "Befindet sich die traditionelle Familie in der Krise?
Ein Blick in die Geschichte beweist: Frauen und Kinder in Not gab es auch früher schon, bloß das Angebot einer telefonischen Hilfe gab es nicht, weil es das Telefon noch nicht gab. Wenn damals die einschlägigen Konflikte im Familienkreis entschieden wurden, musste dies nicht zu Vorteil und Nutzen des Hilfesuchenden geschehen; Märchen, Volksballaden und andere literarische Zeugnisse erzählen von Beispielen familiärer Grausamkeit und den daraus resultierender Frustrationen. Die heutigen Hilfseinrichtungen mit ihren geschulten Personal und ihrem berufsbedingten Altruismus sind dem in manchen Fällen wohl vorzuziehen."
 
   
  • WEIGUNY, Bettina (2004): Und ein Gläschen zum Dessert.
    Deutschland vergreist. Die Geburtenrate erreicht den tiefsten Stand in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Hersteller von Baby-Produkten brauchen dringend eine neue Zielgruppe: Die Senioren. Jedes fünfte Obst-Gläschen ißt bereits ein Erwachsener,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.04.

 
     
     
   
  • PETERS, Maren (2004): Wie sie sich finden.
    In Deutschland gibt es 7,5 Millionen Singles. Tendenz steigend. Partneragenturen sind gefragt wie noch nie,
    in: Tagesspiegel v. 11.04.

In Deutschland leben ca. 13,5 Millionen Alleinlebende. Wie Maren PETERS auf ihre Teilmenge von 7,5 Millionen Menschen kommt, das weis nur PETERS ganz allein. Das Thema des Artikels ist die Partnersuche, wobei nicht zwischen Online- und Offline-Partnersuche unterschieden wird.
 
   
  • CORSTEN, Volker (2004): Was geht uns das an?
    Ostersonntag wird es hart: Bridget Jones kommt - und viele Männer werden gezwungen, sie sich anzusehen. Eine Verständnishilfe,
    in: Welt am Sonntag v. 11.04.

    • Bridget Jones ist eine von uns!« In der Riege der modernen Frauen-Ikonen - alle aus dem Fernsehen - steht sie schließlich für das bodenständige, normal-verrückte Wesen. Nicht so neurotisch wie Ally McBeal, nicht so glamourös, schön und im Zweifel zupackend wie die vier Schönheiten aus »Sex and the City« und nicht so langweilig wie die Damen in »Friends«", meint CORSTEN.
 
     
     
   
  • GAPP, Christian (2004): Paradox einfach.
    Politik und Wirtschaft werden immer komplexer. Seit Jahren wird dennoch vor allem mehr individuelle Eigenverantwortung gefordert,
    in: Telepolis v. 10.04.

    • "Wieso sollten Politiker ein Interesse daran haben, Menschen zu demotivieren? Weil die Verbindung von Demotivation und Eigenverantwortung dazu führt, dass Menschen die Gründe für ihr Scheitern individualisieren und deshalb nicht versuchen werden, sich politisch zu artikulieren. Gefährdet, der Eigenverantwortungs-Propaganda zu erliegen, sind nicht zuletzt die gut Gebildeten, die hinter ihren Zielen zurück geblieben sind. So kann es der Politik gelingen, relativ einfach von ihrem eigenen Versagen gegenüber den überindividuell-komplexen Herausforderungen abzulenken", behauptet GAPP, der sich u.a. kritisch mit dem Artikel von Elisabeth NIEJAHR in der ZEIT auseinandersetzt.
 
     
   
  • ROHDEN, Tilman von (2004): Keine intellektuellen Versager.
    Langzeitstudenten haben oft psychosoziale Defizite und wenig konkrete Berufsperspektiven. Dennoch ist Druck der falsche Weg, denn fachliche und psychologische Betreuung ist individuell wie gesellschaftlich erfolgversprechender
    in: TAZ v. 10.04.

    • Tilman von ROHDEN relativiert die Ergebnisse von Werner HABERMEHL anhand einer Göttinger Studie: "Eine kürzlich abgeschlossene Studie der Universität Göttingen weist jetzt nach, dass Langzeitstudenten nicht nur Häme und Spott als ständigen Begleiter kennen, sondern häufig auch unter erhöhtem Leistungsdruck leiden und mit psychosozialen Defiziten kämpfen.
      Die Studie greift auf Befragungen von Studenten mit 14 oder mehr Hochschulsemestern zurück, die sich in der ärztlich-psychologischen Beratungsstelle der Universität Göttingen gemeldet haben.
      Auffällig ist, dass männliche Studenten offensichtlich größere Schwierigkeiten haben, ihre akademische Ausbildung zu bewältigen. Immerhin waren 60 Prozent der Ratsuchenden männlich. (...).
      Auffällig seien Langzeitstudierende auch, weil sie verstärkt psychosoziale Defizite haben. (...). Hinzu komme, dass die Betroffenen ein vermindertes Selbstwertgefühl und vermehrt Probleme mir ihren Partnern hätten. Andererseits lebt ein nicht unerheblicher Teil der Befragten in festen Beziehungen.
      Es zeige sich auch, dass Langzeitstudenten zu Unrecht als faul gelten."
 
     
     
     
   
  • ACHLEITNER, Ann-Kristin (2004): Die kinderlose Republik.
    Das "Mutter-Sein" wird nicht gewürdigt - weil Kinder in unserer Gesellschaft nur einen geringen Stellenwert haben,
    in: Rheinischer Merkur Nr.15 v. 08.04.

Ann-Kristin ACHLEITNER beklagt sich darüber, dass der Geburtenrückgang zu keinem Aufschrei führt. Obgleich ACHLEITNER als Professorin für Unternehmensgründung an der TU München arbeitet, plädiert sie nur scheinbar für die berufstätige Mutter:

"Berufstätige Frauen stoßen auf eine Front von Vorurteilen und Negativreaktionen, die – anders als vielfach postuliert – heute bestehen wie eh und je. Dabei ist es angesichts der hohen Scheidungsraten zynisch, die Frage zwischen Berufstätigkeit und Kinderbetreuung als reine Wahlentscheidung zu begreifen, nach dem Motto: Das sind doch die, die mehr wollen. Viele Frauen in Deutschland können nicht anders, als berufstätig zu sein, obwohl sie Kinder haben."

 
     
     
     
   
  • STEGLICH, Philipp (2004): Der Griff in die Mottenkiste.
    In einem neuen Buch über die Krise des Sozialstaats greift der Ökonom Horst Afheldt auf vermeintliche Allheilmittel von gestern zurück,
    in: Jungle World Nr.16 v. 07.04.

    • Philipp STEGLICH wundert sich über die neoliberal daherkommende Neoliberalismuskritik von Horst AFHELDT in dem Buch Wirtschaft, die arm macht: "Gern zitiert Afheldt den Autor Meinhard Miegel und dessen Buch »Die deformierte Gesellschaft«. Miegel ist ehemaliger Mitarbeiter des CDU-Politikers Kurt Biedenkopf und jetzt Sprecher des »BürgerKonvents«, einer wirtschaftsfreundlichen Organisation, die neoliberalen Ideen folgt und dennoch die autoritären Bedürfnisse ihrer Mitglieder nicht vernachlässigt wissen möchte (Jungle World 23/2003). Dass Afheldt hier einen dubiosen Charakter, der genau die von ihm verurteilte Politik á la »den Gürtel enger schnallen« verfolgt, als Kronzeugen anführt, ist ein deutlicher Mangel des Buches."
 
     
   
  • SCHULZ, Daniel (2004): Allein es fehlt der Glaube.
    Was bleibt nach den Protesten gegen Sozialabbau? Auf jeden Fall keine neue soziale Bewegung. Vor allem die Jungen und Gebildeten zweifeln an den Zielen, die diese Bewegung zu bieten hätte,
    in: TAZ v. 06.04.

Daniel SCHULZ beschreibt die Demo gegen den Sozialabbau aus der Perspektive der kritischen Ungebundenen. Das sind die "große Menge der mobilen, gebildeten, städtischen Jungen", abwertend auch als "Polityuppies" bezeichnet. Diese kritischen Ungebundenen können sich gemäß SCHULZ weder für die Gewerkschafts- noch für die ATTAC-Alternative zur Mitte-SPD so richtig begeistern.
 
   
  • PFOHLMANN, Oliver (2004): Albtraum oder Stimmenvielfalt?
    Die Literaturkritik im Zeitalter des Internets,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 06.04.

Blickt man in die FAZ, dann ist das Internet der Tod der Qualitätszeitungen. Dies führt dann gewöhnlich zur Abwertung dessen, was im Internet geleistet wird. Oliver PFOHLMANN ist dagegen souveräner. Er anerkennt, dass im Internet durchaus Beachtenswertes zu finden ist und fordert seine Kritikerkollegen auf, die Herausforderung anzunehmen:

"Äusserungen einer eher schlichten Urteilskraft mögen in der Überzahl sein, doch finden sich ebenso passable, ja erhellende Beurteilungen. In Einzelfällen und im Lauf der Zeit kann eine solche Ansammlung von Leserkommentaren zu einer Debatte anwachsen, die an Lebendigkeit jede Fernseh-Kritikerrunde übertrifft. Überhaupt scheinen Ressentiments nicht angebracht. Realisieren doch die Laienkritiker im Netz eben jene Medienutopien, von denen einst Brecht und Walter Benjamin mit Blick auf den Rundfunk noch vergeblich träumten: die Aktivierung der Konsumenten." 

 
   

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Zu den News vom 01. - 05. April  2004

 
       
   
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