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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de

 
 
 
   

News vom 08. - 17. April 2014

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Gewollt Kinderlose in Deutschland - Eine Minderheit ohne Stimme

"Keine Kinder. Darf man das überhaupt denken, und seien die Argumente (...) noch so plausibel? Zwar leistet sich Deutschland heute schwule Außenminister und Bürgermeister sowie eine kinderlose Kanzlerin, doch wehe, man bekennt sich offen zum vorsätzlichen Leben ohne Kind. Es kommt dem Bruch eines ungeschriebenen Gesetzes gleich. Das lautet: Nur wer Kinder in die Welt setzt, lebt wirklich im Einklang mit den Werten der Gesellschaft. Und besitzt folglich die Deutungshoheit".
(aus: Mathias Schneider "Glücklich ohne Kind", Stern Nr.16 v. 10.04.2014)

 
 
       
   

TILLMANN, Stefan u.a. (2014): Auf gute Nachbarschaft.
Wieviel Nähe erträgt der Großstadtmensch? So sehr mancher Nachbar auch nerven mag, so sehr wünschen wir uns doch ein wenig Dorf im Kiez. Mehr Zusammenhalt, weniger Anonymität. Etliche Veranstaltungen überzeugen auch den schlimmsten Eigenbrötler: Ein bisschen Nachbarschaft muss sein!
in: zitty Berlin v. 17.04.

Die Titelgeschichte bietet eine Typologie des Nachbars, die - man lebt schließlich in der angeblichen Single-Hauptstadt - außer glücklichen Paaren, keine Familien kennt. Singles sind entweder glücklich (wenn sie gerade eine Affäre habe) oder unglücklich (wenn sie gerade keine haben). Paare sind glücklich, wenn sie Kinder haben, und unglücklich, wenn die Frau fremdgeht. Ansonsten gibt es die WG, den Harmoniesüchtigen, den Technonachbar, das Phantom, den Blockwart und den Sozialfall. Wenn überhaupt ist aber Berlin die Hauptstadt des multilokalen Wohnens, aber was nicht sein darf, das wird tabuisiert... 

 
       
   

NOWAK, Peter (2014): Facetten der Care-Arbeit.
Die Care-Revolution von den Lohnkämpfen zu trennen, ist ebenso falsch wie die Ausblendung der marxistischen Debatten,
in: Jungle World Nr.16 v. 17.04.

"Mittelklassefrauen können sich in einem (...) von Staat und Kapital geförderten Kapitalismus mit feministischem Antlitz vielleicht gut einrichten. Für die vielen Care-Arbeiterinnen aus unterschiedlichen Ecken der Welt, die oft im Haushalt dieser Mittelklassefrauen arbeiten und sogar leben und deren Karriere ermöglichen, gilt das allerdings nicht,"

meint NOWAK. Dagegen rechtfertigt der Transnationalisierungsansatz à la Elisabeth BECK-GERNSHEIM und Ulrich BECK genauso wie Gøsta ESPING-ANDERSEN eine solche Politik für die Mütterelite, deren Kampfblatt die Zeitschrift Emma ist.

 
       
   

Das Single-Dasein in Österreich

FREYNSCHLAG, Sophia (2014): Das Geschäft mit einsamen Herzen.
Eine Partnervermittlung verlangte von einem Steirer mehr als 6000 Euro - auch beim Online-Dating lauern Fallen,
in: Wiener Zeitung Online v. 15.04.

 
       
   

PRASCHL, Peter (2014): Neuer Hipster-Trend ist unerträglich selbstgefällig.
Normcore: Der Individualismus verschwindet, niemand will mehr exzentrisch sein: "Normcore" heißt der neue Hipster-Trend, der anmutet wie die große Koalition: redlich, manierlich und unerträglich selbstgefällig,
in: Welt Online v. 15.04.

Individualisierung - oder poptheoretisch gesprochen Differenz - war spätestens Mitte der 1990er Jahre nur noch in Kreisen cool, die keinen Blick für das heraufziehende Zeitalter der Demografiepolitik mit seiner neuen Klassengesellschaft hatten. Vor allem Karrierefrauen aus dem Aufsteigermilieu trugen noch in den 1990er Jahren diesen zukunftsblinden Trend. Normcore (De:bug 12/2013) ist Ausdruck eines Wandels des Wertewandels, der mit Büchern wie Konsumrebellen bereits Mitte der Nuller Jahre offensichtlich wurde. Wenn Jugend keine Massenbewegung mehr ist, dann verschiebt sich der Motor des Wandels hin zu den Älteren. Der flexible Kapitalismus und seine Krisendynamik beschleunigt zudem die Wiederkehr der Konformität. Normcore macht aus dieser Not eine Tugend.

 
       
   

Die Rente vor dem Kollaps wegen dem Geburtenrückgang und der steigenden "Altenlast" in Deutschland?

SCHMERGAL, Cornelia (2014): Drohung in der roten Ecke.
Ausgerechnet die Gewerkschaften hadern mit dem Rentenpaket, das sie beglücken sollte. Weil die Wohltaten die Alterskasse leeren, fehlt für andere Reformen Geld,
in: Spiegel Nr.16 v. 14.04.

 
       
   
WELT AM SONNTAG-Titelgeschichte: Wenn die Frau plötzlich geht.
40 Jahre lebten sie zusammen - dann war Schluss. Männer sind oft überrascht, wenn die Beziehung scheitert. Doch es gibt Warnsignale

BECKER, Claudia (2014): Wie bleiben wir zusammen?
Sie waren 40 Jahre verheiratet. Dann zog die Frau aus und begann ein neues Leben. Allein. So wie immer mehr Frauen. Warum? Claudia Becker geht der Geschichte eines Paares nach,
in:
Welt am Sonntag v. 13.04.

Die Ehe in der Debatte

BRODER, Henryk M. (2014): "Es geht darum, Verbundenheit zu schaffen".
Der Paar-Berater und Autor Christian Thiel über Irrtümer, an denen Beziehungen scheitern, die Bedeutung von Küssen im Alltag und die Frage, warum Menschen viel öfter Sex haben als Fledermäuse,
in:
Welt am Sonntag v. 13.04.

 
       
   

Multilokalität in der Debatte

KLOEPFER, Inge (2014): Nichts wie nach Berlin.
Die Zweitwohnung in Berlin ist das neue Statussymbol der Mittelschicht. Das lässt die Preise steigen. Die Berlin Politik kontert rabiat,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 13.04.

 
       
   

Bodo Morshäuser - Und die Sonne scheint

WEIDERMANN, Volker (2014): Es muss alles anders werden.
Der Schriftsteller Bodo Morshäuser war mal wer. Suhrkamp-Autor, Chronist der Stadt, weltberühmt zumindest in Berlin. Dann ist er herausgefallen aus dem System. Jetzt schreibt er wieder. Endlich. Eine Begegnung,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 13.04.

 
       
   

SCHÄFERS, Manfred (2014): Der deutsche Single zahlt und zahlt.
Die Ahnung wird zur Gewissheit: Wie neue Zahlen zeigen, schröpft kaum ein Land seine Arbeitnehmer so stark wie die Bundesrepublik,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 12.04.

 
       
   

RATZESBERGER, Pia (2014): Arm und abhängig.
SZ-Serie Geld? In jeder Beziehung (5): Immer mehr Rentner reicht das Geld nicht. Oft können sie nur auf ihre Kinder hoffen - manchmal vergebens,
in: Süddeutsche Zeitung v. 12.04.

 
       
   

Der Jahrgang 1964 in der Debatte

PIELEN, Birgit (2014): Aufgepasst: Hier kommen die Babyboomer!
Schon im Kinderwagen war es eng: Wer zwischen 1964 und 1965 geboren wurde, der lernte schnell, Platz zu machen für die kleinen Geschwister. Die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten Babyboomer, rückten früh zusammen. Das war die Normalität - und sollte es bleiben: in der Schulklasse, im Hörsaal, auf dem Arbeitsmarkt und irgendwann in der Rente. Doch was macht diese Generation aus, außer dass es sehr viele sind? Nach welchen Prinzipien gestalten die heute (fast) 50-Jährigen ihr Leben?
in: Rhein-Zeitung v. 12.04.

PIELEN, Birgit (2014): Historiker Paul Nolte: Legt euch doch lieber fest!
Paul Nolte, Jahrgang 1963, ist Historiker und Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Mit den Babyboomern hat er sich in seinem Buch "Generation Reform" befasst. Er appelliert: "Legt euch doch lieber fest! Dann führt ihr ein Leben, das freier gestaltbar ist als ein Leben in Unsicherheit",
in: Rhein-Zeitung v. 12.04.

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin als Stütze der bürgerlichen Kleinfamilie

MAYR, Peter (2014): "Eine Samenspende ist fast ein Vergnügen".
Kulturwissenschafter Andreas Bernard über die Reproduktionsmedizin und ihre Gefahren, das Diktat der Fruchtbarkeit, ungewollte Kinderlosigkeit und die bösen Stiefmütter,
in: Der Standard v. 12.04.

 
       
   

Was das Statistische Bundesamt nicht meldet: Es gibt bei den Hundertjährigen und älteren Personen über 7 mal mehr Frauen als Männer

DESTATIS (2014): Zensus 2011: Knapp ein Viertel der Ausländer stammt aus der Türkei,
in: Pressemeldung Statistisches Bundesamt v. 10.04.

Nicht was das Statistische Bundesamt meldet, sondern was es nicht meldet, macht die Brisanz aus. Während die Pressemeldung suggeriert, dass es kaum Abweichungen durch den Zensus 2011 gebe, so ist das nur die halbe Wahrheit, denn vor dem Zensus fand bereits die Bereinigung der Melderegister statt, die nach und nach in die amtliche Statistik eingeflossen ist. Würde man also die Bereinigung der Melderegister zusammen mit dem Zensus 2011 betrachten, dann ergäben sich ganz andere Abweichungen.

Im Gegensatz zur Pressemeldung sind die veröffentlichten Grunddaten zu Alter und Geschlecht viel aufschlussreicher. So zeigt sich z.B. dass es bei den Hundertjährigen und älteren Personen über 7 mal mehr Frauen als Männer gibt. Bei den 85 jährigen Personen sind es immerhin noch doppelt so viele Frauen als Männer. Was bedeutet dies aber für die Entwicklung der Pflegebedürftigen und den Pflegebedarf?

Wenn die Lebenserwartung für Männer und Frauen derart weit auseinanderklafft, warum spielt das bei der Debatte um die Zukunft der Sozialsysteme keinerlei Rolle?

In letzter Zeit wird gerne über die Heidelberger Hundertjährigenstudie berichtet. Es stellt sich deshalb die Frage, wie aussagekräftig Studien sind, bei denen von vielen Frauen und wenigen Männern, die zwei Weltkriege überlebt haben, auf die zukünftige Entwicklung des Lebens von Hochbetagten geschlossen wird.

Wann also beginnt eine Debatte ohne Scheuklappen jenseits eines von diversen Lobbygruppen inszenierten demografischen Wandels, der nichts anderes als eine Demografisierung gesellschaftlicher Probleme ist? Welche Auswirkungen hat der gesellschaftliche Wandel auf das zukünftige Leben? Und was bedeutet die politisch betriebene Zunahme sozialer Ungleichheit (Klasse, Geschlecht, Region usw.) für das Leben im Alter? Keine dieser Fragen wird heutzutage ernsthaft diskutiert.

Stattdessen erleben wir ein Spektakel um eine angebliche Rente mit 63 oder gar mit 61, die kommt. Oder um eine Mütterrente. Diese Debatten sind aber Sinnbild für die politisch betriebene Zunahme sozialer Ungleichheiten: Die Rente mit 63 und die Mütterrente steht für die Zunahme von intragenerationeller Ungleichheit und nicht für weniger Generationengerechtigkeit, wie die Wirtschaftslobby weismachen möchte. Durch die Mütterrente wird die Beitragsäquivalenz geschwächt und durch die angebliche Rente mit 63 wird die soziale Ungleichheit innerhalb der geburtenstarken Jahrgänge vergrößert. Diese Politik ist kein Bruch mit den rentenpolitischen Traditionen der letzten Jahre, sondern die konsequente Weiterführung einer Rentenpolitik, deren Anfänge bis in die 1970er Jahre ("Rente mit 63") bzw. Mitte der 1980er Jahre (Mütterrente) zurückreichen.

Und es kommt noch schlimmer: Die über 40 jährige Debatte um die Finanzierungsprobleme des Rentensystems hat nichts mit dem Steigen des Altenquotienten zu tun, sondern wurde im Gegenteil in der Bonner Republik in Zeiten eines sinkenden bzw. stagnierenden Altenquotienten geführt. Wenn es überhaupt einen Zusammenhang gab, dann durch die Überschwemmung des Arbeitsmarktes durch die geburtenstarken Jahrgänge. Die Anzahl der Erwerbsfähigen und nicht der Rentner war das Problem in den 1970er und 1980er Jahre. Hätte man durch Bevölkerungspolitik den Babyboom der 1960er Jahre verhindert, denn hätte man sich die Frühverrentungspraxis seit den 1970er Jahren sparen können. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wäre dann kein Problem mehr gewesen. Aber Bevölkerungspolitik wird merkwürdigerweise ganz anders verstanden...       

 
       
   
STERN-Titelgeschichte: Braucht man Kinder zum Glücklichsein?
Immer mehr Deutsche sagen: Nein. Im stern erzählen Paare, warum sie lieber zu zweit bleiben

SCHNEIDER, Mathias (2014): Glücklich ohne Kind.
In Deutschland entscheiden sich viele Paare gegen Nachwuchs. Dafür haben sie gute Gründe. Hier erzählen Männer und Frauen, warum es ihnen an nichts fehlt - und wie empfindlich unsere Gesellschaft auf ihr Lebensmodell reagiert,
in: Stern Nr. 16 v. 10.04.

Zufriedenheit und Glück in der Debatte

 
       
   

Gentrifizierung: Von Yuppies, Yetties, Bobos, digitaler Bohème, Nerds, Hipstern und Latte macchiato-Müttern

SCHMID, Florian (2014): Es geht um Verdrängung.
Im Gespräch: Die Latte-Macchiato-Mütter sollten nicht im Vordergrund stehen, wenn wir über Gentrifizierung nachdenken, sagt Andrej Holm,
in: Freitag Nr. 15 v. 10.04.

 
       
   

Die Rente vor dem Kollaps wegen dem Geburtenrückgang und der steigenden "Altenlast" in Deutschland?

FAZ (2014): Rente mit 63,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 09.04.

 
       
 

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Zu den News vom 01. - 07. April 2014
 

   
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