[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]

   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 01.-05. August 2004
News 22.-31. Juli 2004
News 16.-21. Juli 2004
News 11.-15. Juli 2004
News 06.-10. Juli 2004
News 01.-05. Juli 2004
News 23.-30. Juni 2004
News 16.-23. Juni 2004
News 01.-15. Juni 2004
News 22.-31. Mai 2004
News 11.-21. Mai 2004
News 05.-10. Mai 2004
News 01.-04. Mai 2004
News 21.-30. April 2004
News 15.-20. April 2004
News 06.-14. April 2004
News 01.-05. April 2004
News 24.-31. März 2004
News 16.-23. März 2004
News 09.-15. März 2004
News 01.-08. März 2004
News 20.-29. Februar 2004
News 15.-19. Februar 2004
News 08.-14. Februar 2004
News 01.- 07. Februar 2004
 
News 25.- 31. Januar 2004
News 15.- 24. Januar 2004
News 08.- 14. Januar 2004
News 01.- 07. Januar 2004

News 17.- 31.Dezember 2003
News 08.-16.Dezember 2003
News 01.-07.Dezember 2003
News 16.- 30.November 2003
News 01.-15.November 2003
News 26.-31. Oktober 2003
News 21.-25. Oktober 2003
News 11.-20. Oktober 2003
News 01.-10. Oktober 2003
News 26.-30. September 2003
News 16.-25. September 2003
News 06.-15. September 2003
News 01.-05. September 2003

News 21.-31. August 2003
News 11.-20. August 2003
News 01.-10. August 2003
News 16.-31. Juli 2003
News 01.-15. Juli 2003
News 21.-30. Juni 2003
News 11.-20. Juni 2003
News 01.-10. Juni 2003
News 16.-31. Mai 2003
News 01.-15. Mai 2003
 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 06. - 15. August 2004

 
 
     
     
     
 
   

Zitat des Monats:

"Die bislang für einen westdeutschen Geburtsjahrgang niedrigste endgültige Kinderzahl wird mit 1439 für die 1968 geborenen Frauen geschätzt. Für die danach geborenen Frauen (1969, 1970) erwarten wir mit 1456 bzw. 1472 leichte Anstiege der endgültigen Kinderzahl. Der Rückgang der endgültigen Kinderzahlen, der bereits seit dem Jahrgang 1933 (2224) bestand, ist damit abgeschlossen."
(Jürgen Dorbritz in den BIB-Mitteilungen, Nr.2 v. 22.06.2004)

 
 
     
 
 
  • Sophie Dannenberg - Das bleiche Herz der Revolution

    • BESSING, Joachim (2004): "Zeig doch mal" oder: So unfrei war die freie Liebe.
      Wie die Autorin Sophie Dannenberg in ihrem Debütroman die deutsche Generation Woodstock demaskiert,
      in: Welt am Sonntag v. 15.08.

    • WEIDERMANN, Volker (2004): Der Kampf, die Liebe und die Müdigkeit.
      Vier neue Bücher, vier Erinnerungen an jene Jahre vom langen heißen Sommer 1968 zum deutschen Herbst,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 15.08.

 
  • Kristin Rübesamen - Später, Baby

    • RÜTHER, Tobias (2004): Diese Stadt, diese Jahre.
      "Später, Baby", der erste Roman der Journalistin Kristin Rübesamen, ist ein Loblied auf New York in Zeiten der deutschen Medienkrise,
      in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 15.08.

 
 
Ob jede dritte Ehe (Welt) oder 11 von 1000 Ehen (taz) geschieden werden, das ist Teil des statistischen Ringkampfs um Ehe und Familie, den der Familiensoziologe Kurt LÜSCHER als Familienrhetorik bezeichnet. Alljährlich dienen die Veröffentlichungen der Scheidungszahlen durch das Statistische Bundesamt als Gelegenheit zum Bekenntnis zu Ehe und Familie. Dass zwischen taz und Welt Einigkeit darüber besteht, dass Scheidungen von denen minderjährige Kinder betroffen sind, ein Grund zur Empörung sind, ist Ausdruck des Elitenkonsens von alter und neuer Mitte.
  • GRAUPNER, Heidrun (2004): Kurzes Glück.
    Noch nie wurden so viele Ehen geschieden wie im Jahr 2003,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.08.

  • DRIBBUSCH, Barbara (2004): Eheretten in 15 Minuten.
    Die Zahl der Scheidungen steigt, weil die Erwartungen zu hoch sind,
    in: TAZ v. 14.08.

"Man weiß, dass sich Großstädter eher scheiden lassen als Dörfler, Protestanten eher als Katholiken, Paare, die zur Miete wohnen, eher als Hauseigentümer, gebildete Frauen eher als weniger Qualifizierte. Man hat errechnet, dass die meisten Ehen zwischen dem dritten und dem siebten Jahr zerbrechen und dass bei der Scheidung eine nicht unerhebliche Rolle spielt, welche weitere Paarungshoffnung Männer und Frauen auf dem Partnerschaftsmarkt noch hegen",

erklärt uns Barbara DRIBBUSCH, um dann zu den pragmatischen Eheberatern in den USA zu blicken, die in ihren Augen den Stein des Weisen gefunden haben.

  • EHRENSTEIN, Claudia (2004): Meist gehen Frauen zum Scheidungsrichter.
    Jede dritte Ehe hat keinen Bestand - Bei der Hälfte der Trennungen sind minderjährige Kinder betroffen,
    in: Welt v. 14.08.

  • LOSSAU, Norbert (2004): Trennung,
    in: Welt v. 14.08.

 
  • HUMMEL, Katrin (2004): Ein Anschluß unter dieser Nummer.
    Barbara Hoffmann-Fliedner, die dienstälteste deutsche Telefonseelsorgerin, hört seit 45 Jahren Menschen zu,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.08.

 
  • BÖRSCH-SUPAN, Axel (2004): Aus der Not eine Tugend.
    Die Zukunft der alternden Gesellschaft,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.08.

 
  • PONGS, Armin (2004): Demokratien ohne Demokraten.
    Es ist eine Bürgerpflicht, sich einzumischen: Ein Gespräch mit Lord Dahrendorf, Soziologe und Mitglied des britischen Oberhauses,
    in: Frankfurter Rundschau v. 14.08.

 
  • KAHLWEIT, Cathrin (2004): Endlich eine Aufgabe.
    Jugendliche wissen heute meist viel über Verhütung - trotzdem steigt die Zahl der Teenager-Schwangerschaften,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.08.

 
  • HOLERT, Tom (2004): Der "Wow"-Quotient.
    Tod einer magischen Formel: Wie der Glamour aus unserem Leben verschwand,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.08.

 
  • SEIBT, Gustav (2004): Die neue Notgemeinschaft,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.08.

 
  • HERRMANN, Ulrike (2004): Wende zum Weniger bei den Grünen.
    Statt ABM-Stellen werden von den Grünen jetzt Billigjobs bei den Wohlfahrtsverbänden für ein bis zwei Euro Stundenlohn akzeptiert. Beschäftigung soll sechs bis neun Monate lang dauern, etwa für arbeitslose Migrantinnen in der Pflege,
    in: TAZ v. 14.08.

 
 
  • SEESSLEN, Georg (2004): Überall, wo wir nicht sind.
    Seit es Kino gibt, handelt es von Arbeit: Der Industrielle Lumière drehte, wie Arbeiter nach Feierabend seine Fabrik verlassen. Chaplin machte fachgerecht kaputt, was ihn kaputtmachte, später träumten Sekretärinnen von der Ehe mit dem Chef. Doch die Arbeit selbst, sie blieb dabei im Vagen. Ein Überblick,
    in: TAZ v. 14.08.

 
 
  • OSWALD, Georg M. (2004): Was verdient eigentlich ein Schriftsteller?
    Wer schreibt, bleibt. Aber was bleibt dem, der schreibt? Der Schriftsteller und Jurist Georg M. Oswald hat zum Start der Büchersaison nachgerechnet,
    in: Welt v. 14.08.

 

DESTATIS (2004): Zahl der Ehescheidungen steigt auf fast 214 000 im Jahr 2003,
in: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes v. 13.08.

"Die Zahl der Ehescheidungen hat im Jahr 2003 erneut zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden fast 214 000 Ehen geschieden, das waren 4,8% mehr als 2002. Das heißt, dass im Jahr 2003 von 1 000 bestehenden Ehen elf geschieden wurden. Seit 1993 ist die Zahl der Ehescheidungen mit Ausnahme des Jahres 1999 beständig angestiegen und hat im Jahr 2003 einen neuen Höchststand erreicht. Anfang der 90er Jahre waren vorübergehend deutlich weniger Ehen geschieden worden. Diese zeitweilige Abnahme war auf einen starken Rückgang der Ehescheidungen in den neuen Ländern zurückzuführen. Dort war mit der Wiedervereinigung das bundesdeutsche Scheidungsrecht mit seinen Vorgaben bestimmter Fristen und finanziellen Folgen eingeführt worden und ein Umbruch der sozialen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse eingetreten. Von den im Jahr 2003 geschiedenen Ehepaaren hatte die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber 2002 hat sich die Zahl der von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minderjährigen Kinder um 6,3% erhöht, von 160 100 auf 170 260", meldet das Statistische Bundesamt.

 
 
  • BAUREITHEL, Ulrike (2004): Wenn Tugend zur Pflicht wird.
    Chronische Unsicherheit. Von den Produktionsmitteln abgeschnitten, sind die Menschen gezwungen, ihre individuelle Existenz zu versichern - doch was passiert, wenn das Versicherungssystem dazu nicht mehr in der Lage ist und die Familie als Hilfstruppe aufgerufen wird?
    in: Freitag Nr.34 v. 13.08.

 
 
  • BAUMGARTEN, Robert (2004): Acht Jahre arbeitslos.
    Der Held von Magdeburg. Andreas Ehrholdt, bislang vom Leben nicht verwöhnt, hat seine Rolle gefunden,
    in: Freitag Nr.34 v. 13.08.

    • Robert BAUMGARTEN porträtiert Andreas EHRHOLDT, den Initiator der Magdeburger Montagsdemonstrationen als arbeitslosen, partnerlosen Nesthocker.
 
  • Das Single-Dasein in Frankreich

    • RICHTER, Dörte (2004): Die Schizophrenie, eine Frau zu sein.
      Im Gespräch. Die französische Regisseurin Catherine Breillat über Sexualität, Identität und Religion,
      in: Freitag Nr.34 v. 13.08.

 
  • RANKE-HEINEMANN, Uta (2004): Ach, Bräutigam.
    Linksbündig. Das päpstliche Papier zur "Zusammenarbeit von Mann und Frau" klingt wie gewohnt: Monosexuell,
    in: Freitag Nr.34 v. 13.08.

 
 
  • WOELLER, Marcus (2004): Das Cool in der Malerei.
    Sich aufregen kostet nur Energie, also: kühlen Kopf bewahren und durch. Das Werk von Edward Hopper steht am Anfang einer Kunstgeschichte des Cool. Handlung findet sich in seinen Bildern kaum, dafür erhob er die Ereignislosigkeit zum Sujet. Tate Modern in London zeigt eine Retrospektive des Malers
    in: TAZ v. 13.08.

    • Edward HOPPER wurde bislang als Maler der urbanen Einsamkeit interpretiert, neuerdings gilt das jedoch als cool...
 
  • HOUELLEBECQ, Michel (2004): Rock am Ring.
    Ausweitung der Kampfzone – für die ZEIT ist der französische Schriftsteller Michel Houellebecq zu den Festspielen nach Bayreuth gereist. Die »Ring«-Inszenierung hat ihn schwer enttäuscht. Er meint, wäre Richard Wagner unser Zeitgenosse, er hätte wohl mit Pink Floyd zusammengearbeitet,
    in: Die ZEIT Nr.34 v. 12.08.

 
  • FRAUNE, Burkhard (2004): Einsam mitten in der Stadt.
    Die Letzte Zeit des Lebens: Vergessen und isoliert. Viele Menschen sterben unbemerkt. Ihr Zahl wird steigen, fürchten Rechtsmediziner und Sozialforscher,
    in: Rheinischer Merkur Nr.33 v. 12.08.

 
  • MEVES, Christa (2004): Veraltete Klischees zwischen Mann und Frau,
    in: Rheinischer Merkur Nr.33 v. 12.08.

Christa MEVES verteidigt das Papier des Vatikans. Mann und Frau müssen als "Steinzeit-Menschen" betrachtet werden, deren biologischen Unterschiede die sozialen und kulturellen Ungleichheiten auch in der Gegenwartsgesellschaft rechtfertigen. So muss der Mann den Boss raushängen und die Frau muss ihm die Hausschuhe bringen, wenn er von seinen Jagdrevieren in die Höhle zu seinem Weibchen zurückkehrt...
 
  • WALTER, Franz (2004): Hybrid, unchristlich.
    CDU/CSU im Abschied von sich selbst,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 12.08.

  • BUDE, Heinz (2004): Ungeschminkt, schonungslos.
    Die SPD ist tot, es lebe die SPD,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 12.08.

 
  • STÜRMER, Michael (2004): Zentralnerv der deutschen Lebensform.
    Zur Geschichte und Metaphysik des Sozialstaats - Warum sich das Land mit seiner Erneuerung so schwer tut,
    in: Welt v. 12.08.

 
  • Schwangerschaft und Geburt in der Debatte

    • ALTHAUS, Nicole (2004): Bauch auf, Baby raus, Bauch weg.
      Stars wie Heidi Klum gehen voran, die Durchschnittsfrau zieht nach: Kaum aus dem Kreissaal entlassen, hetzen Neo-Mütter ins Fitnessstudio oder legen sich unters Messer, um Schwangerschaftsspuren zu tilgen. Ärzte warnen vor dem Wahnsinn. Kulturforscher klagen die Herabsetzung des Gebärens zum Null-Event an,
      in:
      Facts
      Nr.33 v. 12.08.

 
 
  • BENDER, Jesko (2004): Ode an das Volk.
    Der Protest gegen die Arbeitsmarktreformen der Bundesregierung verstärkt sich. In Ostdeutschland nehmen auch Neonazis an Montagsdemonstrationen teil
    in: Jungle World Nr.34 v. 11.08.

Aus der "globale Klasse"-Perspektive der Schöner-Arbeiten & Schöner-Leben-Menschen ist der Hartz-Protest ein geschmackloses Event von schnöden Normalarbeitsverhältnis-Menschen, mit denen man nichts zu tun haben möchte. Die Jungle World beschränkt sich deshalb darauf, den nationalistischen Charakter des Protests aufzudecken:

"Rechte waren teils an der Organisation der gegenwärtigen Proteste beteiligt oder haben sie sogar initiiert.
So auch in Magdeburg.
Andreas Ehrholdt, der Initiator der Magdeburger Demonstrationen, will, dass »die Regierenden wissen, dass es ein Volk gibt«. Es sei an der Zeit, »dass wir uns wieder auf unser Selbstbewusstsein als Volk besinnen«, zitiert ihn die Magdeburger Volksstimme. Ehrholdt trat 1998 zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für die Mittelstandspartei (DMP) an. Die Partei machte im Jahr 2002 von sich reden, als sie sich zu Gunsten der rechten Schill-Partei auflöste. Auch Ehrholdts Vorschlag, am Tag der Deutschen Einheit eine Großdemonstration in Berlin durchzuführen, stellt einen nationalistischen Bezug her.
"

 
"In ihren jeweils neuen Büchern geht es nicht darum, einen Handlungsspielraum – in beiden Fällen: Schein und Sein gegenwärtiger Arbeitsverhältnisse – auktorial zu beschreiben, sondern eher zu zitieren, wie deren Subjekte über sich und ihr Tageswerk reden bzw. denken.
In Rögglas
»wir schlafen nicht« sind es Typen des Berufsbild gewordenen Ökonomismus – Key Account Managerinnen, Coaches, eine Praktikantin –, die, in indirekter Rede, vom eigenen Leben sprechen. (...).
Während die Redeanteile verschiedener Leistungsträger sich in »wir schlafen nicht« zu einem Panoptikum neoliberaler Selbstverständlichkeiten hochschrauben, ist es in Streeruwitz’
»Jessica, 30« der gedankliche Ich-Strom einer vereinzelten Frau, der privat-berufliche Get-a-life-Versuche lesbar macht
", schreibt ACHELWILM in sprachmanieristischer Diktion.
 
 
  • OESTREICH, Heide (2004): Familienbild mit Hartz.
    Der Arbeitsmarkt wirds schon richten: Die Logik von Hartz IV behandelt Frauen und Männer gleich, ohne dass sie die Chance haben, sich auch gleich zu verhalten. Das Ergebnis: Frauen - und Mütter vor allem - werden in die gute alte Versorgerehe gedrängt. Oder in unsichere Billigjobs,
    in: TAZ v. 10.08.

 
  • TEGTMEIER, Sascha (2004): "Viele wollen sich an uns ranhängen".
    Die Montagsdemonstranten wollen sich parteipolitisch nicht vereinnahmen lassen - auch nicht von den Linken. Dass auch Rechte mitmarschieren, lasse sich nicht verhindern, sagt Initiator Andreas Ehrholdt. Bei Störern vertraut er auf die Polizei,
    in: TAZ v. 10.08.

 
Carlo Jaeger - Der Wohnflächenverbrauch von Alleinlebenden 
 
  • BAUMGÄRTEL, Tilman (2004): Liebe ist die Botschaft.
    Seit 30 Jahren organisiert David Mancuso die legendären Loft Partys in New York - hier wurde Disco geboren. Während Mancuso heute oft drei Generationen auf der Tanzfläche hat, nimmt die Disco-Erinnerung unter weißen Europäern religiöse Züge an. Auch die Universitäten entdecken Disco,
    in: TAZ v. 10.08.

Wer Studio 54, Saturday Night Fever und die Bee Gees zur Disco-Kultur zählt, der gehört nicht zum Adressatenkreis von Tilman BAUMGÄRTEL, der hier die wahre Geschichte der Disco-Kultur und ihrer mythischen Periode erzählt. Dazu liefert BAUMGÄRTEL auch noch jede Menge Literatur:

"Zu dem neusten Disco-Revival haben einige Bücher beigetragen: »Keep on dancing«, die Autobiografie des Disco-Produzenten Mel Cheren etwa, und das großartig recherchierte »Last night a DJ saved my life« von Bill Brewster und Frank Broughton. Interessanterweise sind die meisten dieser Disco-Archäologen Europäer, die nach den Wurzeln des Dance-Booms suchen, der seit Anfang der Neunzigerjahre auch das Nachtleben der Alten Welt verändert hat. Zu den Pionieren unter den Historikern des US-Nachtlebens gehören interessanterweise zwei Deutsche: Ulf Poschardt mit seiner Dissertation »DJ Culture« und Kai Fiekentscher mit seiner Magisterarbeit »You gotta work«. Und dann gibt es noch den Dokumentarfilm »Maestro«, der im September endlich auch in Deutschland starten wird."

 
  • EHRENSTEIN, Claudia (2004): Männer sind viel besser als ihr Ruf.
    Studie belegt: Sie arbeiten doppelt so viel wie Frauen und machen trotzdem den Haushalt,
    in: Welt v. 10.08.

  • KAMANN, Matthias (2004): Väter,
    in: Welt v. 10.08.

 
  • VARIAN, Hal R. (2004): Analyzing the Wedding Of Marriage and Money,
    in: New York Times-Beilage der Süddeutschen Zeitung v. 09.08.

Angeblich haben Singles ein höheres Einkommen als Familienväter. Dieses Vorurteil verdankt sich der deutschen Sozialpolitikdebatte und der dominierenden Familienlobby. Dagegen hat die wissenschaftliche Forschung - wenn überhaupt - eher das Gegenteil nachgewiesen.

In einer neuen Studie über Einkommensreichtum hat Dierk HIRSCHEL den typischen Reichen (monatliches Bruttoeinkommen 6000 Euro und mehr) als verheirateten Mann mit Kind beschrieben. In den USA gilt dagegen als sicher, dass unverheiratete Männer ein geringeres Einkommen haben als verheiratete Männer. Nur die Ursachen sind ungeklärt. In dem Artikel wird über die Zwillingsforschung berichtet, die diese Unterschiede erklären möchte.

 
  • HEIDBRINK, Ludger (2004): Die Gesellschaft ohne Eigenschaften.
    Reformen? Schön und gut. Aber sind wir uns über die Reformziele einig? Verloren gegangen ist unter Intellektuellen jedenfalls die Zuversicht, eine Antwort auf die Fragen der Zeit zu finden, die auch nur die nächsten Tage überdauern wird. Über die Rolle der Sozialkritik in Zeiten der Ungewissheit,
    in: TAZ v. 09.08.

 
  • LAU, Mariam (2004): Im Bett mit Deutschland.
    Hatten Sie jemals einen One-Night-Stand? Sex im Internet? Oder Liebe auf den ersten Blick? Darin sind die Deutschen Spitze - sagt die amerikanische Trendforscherin Marian Salzman,
    in: Welt v. 09.08.

 
  • SCHULLER, Alexander (2004): Im Garten der Liebe.
    Lady Diana war eine Ikone des Fortschritts: Ihre Jagd nach dem Glück war auch ein Kampf gegen Geschichte, Ordnung und Familie,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.08.

Alexander SCHULLER beklagt den Aufstieg der Liebe, der den Untergang der Institutionen Ehe und Familie bedeutet. Die europäischen Prinzenhochzeiten sind für SCHULLER Ausdruck dieses Paradigmenwechsels.
 
 
  • HOHMANN, Silke/MÄRZ, Ursula/MICHALZIK, Peter/NUTT, Harry/ROSENAU, Mirja/SCHLÜTER, Christian (2004): Boheme mit Lebensversicherung.
    Wovon wir reden, wenn wir von der Angst vor Abstieg reden. Ein Feuilletongespräch über den Fall durch das soziale Netz und den forcierten Kampf um Anerkennung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 07.08.

Sechs Feuilletonisten haben sich zum Stammtisch versammelt. Aufstiegswillige Einsteiger, ausstiegswillige und etablierte Neue-Mitte-Journalisten palavern - ganz unrepräsentativ - über die Angst vor dem Absturz. Jetzt weiß man endlich auch, wen Renée ZUCKER eigentlich mit ihrer Polemik gemeint hat: den selbstreferentiellen Medienbetrieb, der sich gerne selber bemitleidigt. Dank der BECKschen Individualisierungsthese kann sich die Medienelite ja als Avantgarde des sozialen Wandels betrachten. Alles neue Menschen, die uns Nicht-Eliten angeblich die Zukunft vorleben. Auf die Idee, z.B. Relikte der Vergangenheit zu sein, kommt unsere Medienelite nicht! Das würde als Kränkung  erlebt werden.  Viel lieber sieht man sich als Bobo ("Boheme mit Lebensversicherung"), der nicht das Problem ist, sondern die Lösung darstellen will. "Wild und gefährlich im Mittelklassewagen" möchte man leben...
 
  • GENAZINO, Wilhelm (2004): Wie sich Kohl und Kafka im Komischen verbinden.
    Über eine Empfindung, die sich aus den unterschiedlichsten Quellen speist: Was ist die Ursache unseres Lachens?
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.08.

 
 
  • Kathrin Röggla - Wir schlafen nicht

    • SCHLAK, Stephan (2004): Und doch sagt der viel, der schlaflos sagt.
      "all das short sleeping, quick eating und diese ganzen nummern" - Kathrin Rögglas Turbo-Protokoll der neuen Arbeitssitten,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 07.08.

 
  • RIFKIN, Jeremy (2004): Europa, du hast es besser.
    Der amerikanische Traum inspiriert nicht mehr, doch es gibt einen neuen: die EU. Eine Hommage an den alten, jungen Kontinent,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 07.08.

 
  • RAULFF, Ulrich/SCHMIDT, Christopher/ZEKRI, Sonja (2004): Politik der falschen Fünfziger.
    Vom Junggesellen bis zum Leichtmatrosen: Die Sprache der goldenen Adenauer-Jahre kehrt zurück - ein Glossar,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 06.08.

Die greisenhafte SZ hätte gerne die 1950er Jahre zurück, weswegen sie Begriffe wie den Junggesellen für ein Glossar aus der Mottenkiste holt. Gerechtfertigt wird das mit Verweis auf die Lokalzeitung Münchner Merkur. Warum jetzt von der Mitte-Presse (SZ bis Spiegel) die 1950er Jahre zum Vorbild erhoben werden, das erfährt man dagegen aus dem Glossar der Gegenwart...
 
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom  01. - 05. August  2004

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
  [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]
 
   
© 2000-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 18. Juni 2015 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002