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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 05. - 10. August 2016

 
 
     
 
   

Zitate des Monats:

2015: Von 2015 bis 2020 wird die Bevölkerung deutlich schrumpfen und altern 

"In der zweiten Hälfte des laufenden Jahrzehnts wird die Bevölkerungszahl deutlich schrumpfen und gleichzeitig wird der Bevölkerungsanteil der höheren Altersgruppen immer weiter zunehmen."
(Christoph M. Schmidt

"Der demografische Wandel als große Herausforderung für Wirtschaft und Gsellschaft - ein Überblick", 2015, S.39)

2016: Wir leben in einem kurzen demografischen Zwischenhoch

"Die finanziellen Folgen für die GRV fallen nur deshalb bislang nicht so stark aus, weil die gute konjunkturelle Lage und die günstige Situation auf dem Arbeitsmarkt zu einer unerwartet positiven Entwicklung der Beitragseinnahmen geführt haben (...). Ebenso hat sich ein kurzes demographisches Zwischenhoch günstig auf die Ausgabenentwicklung ausgewirkt".
(
in: "Altersarmut statt Altersvorsorge" von FELD, Lars/KOHLMEIER, Anabell/SCHMIDT, Christoph M. im ifo Schnelldienst Nr.12 vom 23. Juni 2016, S.4)

 
       
       
   

Landtagswahlkampf September 2016 in Mecklenburg-Vorpommern

HAHN, Thomas (2016): Von wegen.
Mecklenburg-Vorpommern wirkt an manchen Stellen wie leergefegt. Der Bürgermeister von Bollewick hat den Stall ausmisten lassen und wirbt mit der Stille. Und siehe da: es hilft,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.08.

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

 
       
   

Das Positionspapier "Rentenpolitische Forderungen des Sozialverbands VdK Deutschland" in den Medien

ÖCHSNER, Thomas (2016): "Rente ist kein Almosen".
Wie der Sozialverband VdK Altersarmut bekämpfen will,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.08.

Thomas ÖCHSNER stellt die Forderungen des VdK nach Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente in den Vordergrund, denn dies steht im Einklang mit der SZ-Linie. Dagegen gelten in der SZ Forderungen nach Anhebung des Niveaus der gesetzlichen Rente als nicht finanzierbar ("Jeder Prozentpunkt mehr kostet sechs Milliarden Euro im Jahr"). Die Aufstockung der Mütterrenten, der Ausbau zur Erwerbstätigenversicherung und die Einführung einer Mindestrente werden dagegen nur noch erwähnt. 

CREUTZBURG, Dietrich (2016): Sozialverband fordert großes Rentenpaket,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.08.

"Geht es nach den Vorstellungen des Sozialverbandes VdK, dann werden die Rentner nicht länger an den finanziellen Lasten de demografischen Wandels beteiligt",

fasst Dietrich CREUTZBURG in einer kurzen Meldung die Position des VdK kurzerhand zusammen. Wichtig sind in dieser Sicht einzig die Kosten, die er folgendermaßen beschreibt:

"Die Kosten des Pakets sollen nach Ansicht des VdK aus Steuern finanziert werden. (...). Hochrechnungen zufolge belaufen sie sich auf mindestens 50 Milliarden Euro im Jahr".

Mascher, Ulrike (2016): Gleiche Rechte für alle Mütter.
Gastwirtschaft: Es darf keine Rente erster und zweiter Klasse geben,
in:
Frankfurter Rundschau v. 10.08.

Ulrike MASCHER, Präsidentin des Sozialverbandes, befasst sich in ihrem Beitrag ausschließlich mit dem Aspekt der Mütterrente. Sie begrüßt den CSU-Vorstoß zur Mütterrente:

"Die Rente (...) nimmt kaum Rücksicht darauf, dass ein Frauenleben meistens anders verläuft als das eines fiktiven, männlichen »Eckrentners«, der für eine Vollzeittätigkeit 45 Jahre lang ein Durchschnittseinkommen erzielt.
Die Erhöhung der Mütterrente ist ein Instrument, das Frauen mit geringer Rente im Alter helfen soll und wofür der Sozialverband VDK viele Jahre gekämpft hat."

Mit Hinweis auf Zahlen des BMAS über die Entwicklung der Frauenerwerbstätigkeit und der Deutschen Rentenversicherung will MASCHER ihren Forderungen Glaubwürdigkeit verschaffen.

"Besonders erfreulich ist, dass 64.000 Frauen durch die Verbesserungen bei der Mütterrente erstmals überhaupt eine Altersrente erhalten, da sie nun erst genügend Anrechnungszeiten zusammenbekommen."

Dabei wird unterschlagen, dass die Mütterrente vor allem den Frauen in Westdeutschland dient und in Alleinverdienerehen Frauen meistens immer noch die Rolle der Zuverdienerinnen inne haben.

 
       
   

BUNZENTHAL, Roland (2016): Die Zukunft der Rente ist strittig.
ND-Serie Reicht die Rente? (3): Union, Gewerkschaften und Arbeitgeber haben recht unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie dem demografischen Wandel zu begegnen ist,
in:
Neues Deutschland v. 10.08.

Roland BUNZENTAHL stellt heute die demografische Entwicklung in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Der Rentenversicherungsbericht wird uns all alljährliche "amtliche Verkündigung der Zukunft" beschrieben.

"Sozialleistungen sind (...) nicht zwanghaft an die demografische Entwicklung gekettet.
Schon eher an die demokratische Entwicklung zwischen Pluralismus und Lobbyismus. Doch der Verlust an Gebärfreude macht sich zunehmend bemerkbar - eine Frau hat hierzulande 1,45 Kinder. Notwendig wäre für eine stabile Bevölkerung wären jedoch 2,1 Kinder",

erklärt uns BUNZENTHAL. Erstens betrug die Geburtenrate bereits im Jahr 2014 1,47 Kinder pro Frau (TFR). Für keinen einzigen Frauenjahrgang, der seinen Reproduktionszyklus beendet hat, wurde  diese niedrige Zahl jedoch tatsächlich erreicht, denn diese Kennzahl wird durch Tempoeffekte, d.h. das steigende Erstgebäralter, verzerrt. 2014 lag die Geburtenrate für die 1965 Geborenen bei 1,55 (CFR). Für das Jahr 2015 liegen noch keine Zahlen vor, aber die bereits veröffentlichten Geburtenzahlen könnten einen weiteren Anstieg bedeuten. Stabile Bevölkerung gibt es in offenen Gesellschaften wie der unseren nicht. Die Zahl 2,1 Kinder pro Frau gilt nur für das Ideal einer geschlossenen Gesellschaft, wie es der Nationalkonservatismus propagiert. Wanderungen sind nicht nur konstitutiv für offene Gesellschaften wie Deutschland.

Das demografische Problem wird ansonsten auf die Klage über einen bevorstehenden Fachkräftemangel zugespitzt. Dazu wird uns die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung und Einschätzungen des neoliberalen Prognos-Instituts präsentiert. Der in einer Variante der Bevölkerungsvorausberechnung angenommene Wanderungssaldo von 200.000 wird uns als "verkraftbare Zuwanderung" verkauft. Der Wanderungssaldo kann sich jedoch sehr unterschiedlich zusammensetzen. Im Jahr 2015 war er sozusagen nur die Spitze des Eisbergs Wanderungsgeschehen, denn auch die Auswanderung war enorm. Von daher sagt der Wanderungssaldo an sich, wenig über die Verkraftbarkeit aus. Wichtig ist das Zusammenspiel von Aus- und Zuwanderung und die Zusammensetzung der Wandernden. Beides wird von BUNZENTHAL ausgeblendet. Stattdessen werden uns für das Jahr 2040 ein Fehlbestand von 4 Millionen Erwerbstätige präsentiert, der durch eine Bildungsoffensive, die auf die Integration von "ungelernten Deutschen" und "Flüchtlinge ohne Berufsabschluss" abzielen soll. Solche Überlegungen über 25 Jahre hinweg sind jedoch nichts anderes als Kaffeesatzleserei.         

 
       
   

ROSSBACH, Henrike & Dietrich CREUTZBURG (2016): Realist statt Revoluzzer.
Mensch & Wirtschaft: Carsten Linnemann stimmt die CDU auf Steuersenkungen ein. Als politische Strategie zieht der Mittelstandspolitiker kühle Analyse dem Kampfgetöse vor,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.08.

ROSSBACH & CREUTZBURG porträtieren den Unternehmersohn Carsten LINNEMANN, Jahrgang 1977, aus Paderborn als klugen Verteidiger der Besitzstände des Mittelstands. Beispielhaft wird seine Position in der Rentendebatte folgendermaßen dargestellt:

"Obwohl ihm die neue Sozialausgabenpolitik durchaus missfiel, begab er sich 2014 nicht in eine Fundamentalopposition gegen das Paket aus Rente mit 63 und Mütterrente. Umso wirksamer konnte er in der großen Koalition dazu beitragen, dass die sogenannte Flexirente auf die Tagesordnung kam. Sie soll durch einige Neujustierungen längere Lebensarbeitszeiten fördern - einschließlich einer Weiterbeschäftigung über das normale Rentenalter hinaus. Das von einer Koalitionsarbeitsgruppe ausgehandelte Konzept hat kurz vor dem Sommer die ersten Hürden des Gesetzgebungsverfahrens genommen."

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

FREYTAG, Bernd (2016): Alle auf einen Haufen.
Die Deutschen rotten sich zusammen - die Jungen in Hochschulstädten, die Alten am Meer. Darunter leidet nicht nur das flache Land, auch unbeliebte Städte verarmen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.08.

Nachdem bereits gestern die NZZ über die Studie Schwarmstädte in Deutschland von Harald SIMONS & Lukas WEIDEN berichtete, greift nun Bernd FREYTAG das Thema in der Reihe "Ungleichheit" ebenfalls auf.

 
       
   

KANNING, Tim (2016): Was wird aus Sibylle?
Finanzplanung mit Mitte fünfzig (2): Bei der Altersvorsorge sind Frauen oft viel schlechter gestellt,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 10.08.

Tim KANNING greift den feministischen Slogan "Der Mann ist keine Altersversorgung" auf, der in Ratgeberbüchern und Zeitungsartikeln zur Altersvorsorge, die sich an Frauen richten, verbreitet ist. Sein Mustermann ist offenbar Alleinernährer - jedenfalls spielt Sibylle keine eigenständige Rolle. Er sorgt sich idealerweise um die Alterssicherung seiner Frau - anders als die bösen Männer in den (post-)feministischen Erzählungen.

 
       
   

SIEMS, Dorothea (2016): Von wegen Unsozialstaat.
Leidartikel: Politiker aller Couleur entdecken immer neue Gerechtigkeitslücken und wollen sie mit dem Geld der Steuerzahler stopfen. Das systematische Schlechtreden der gesellschaftlichen Zustände treibt die Mittelschicht direkt in die Arme der Populisten,
in:
Welt v. 10.08.

Dorothea SIEMS' kleine Welt ist schlicht. Da gibt es klare Feindbilder: Auf der einen Seite die bösen Gewerkschaften, Sozialverbände und Linken und auf den anderen die guten Besserverdienenden der Mehr-Netto-fürs-Brutto-Fraktion (FDP) und die Reichen. Schlechtreden dürfen die Gesellschaft nur Letztere wie Anfang des Jahrtausends üblich. Das Anschwellen der Profite und der Gewinne gilt als gut, während steuer- und beitragsfinanzierte Leistungen dramatisierend als "Anschwellen" diffamiert wird, obwohl diese Leistungen keinesfalls anschwellen, wenn man sie mit dem "Anschwellen" der Profite und Gewinne vergleicht oder auch nur mit dem "Anschwellen" des Bruttoinlandsprodukts (BIP). SIEMS sorgt sich stattdessen um die "wohlhabendsten zehn Prozent der Haushalte", also der Oberschicht und der obersten Mittelschicht. Jene also, die weit jenseits der Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherungen liegen und angeblich die wahren Geschröpften der kleinen Welt von SIEMS sind. Dass diese vom deutschen Steuersystem aufgrund der Nutzung zahlreicher Steuerlöcher kaum belangt werden können, das verschweigt SIEMS lieber. Die Gegner bedrohen immer die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands - Belege? Fehlanzeige! SIEMS malt den nächsten Wirtschaftsabschwung an die Wand, als ob das jemals ihren Reichen geschadet hätte, denn Daumschrauben werden in "Schwächephasen der Wirtschaft" (wie das niedlich genannt wird) immer nur den Armen und Schwachen angelegt: siehe die Umverteilung von unten-nach-oben-Politik der Agenda 2010 als Wohltaten für die Reichen in diesem Land.   

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

EISENRING, Christoph (2016): In Deutschlands "Schwarmstädten".
Etwa dreissig Wohnorte sind bei jungen Erwachsenen besonders gefragt,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.08.

 
       
   

RÜRUP, Bert (2016): Der Zombie der Rentenpolitik.
Leidartikel: Mackenroths Theorem hat längst ausgedient,
in:
Handelsblatt v. 08.08.

Nach Nikolaus PIPER in der SZ hat nun auch Bert RÜRUP das Feindbild Gehard MACKENROTH entdeckt. Er sieht in ihm sogar jenen, dank dem die von heutigen Befürwortern der Privatvorsorge gehasste Rentenreform 1957 erst durchgesetzt werden konnte. Wie PIPER versucht nun RÜRUP geradezu verzweifelt die Unterschiede zwischen Umlage- und Kapitaldeckung herauszustellen. Dazu wird der Markt verherrlicht und die Politik verdammt, denn der Markt würde in dieser Sicht ja tolle Renditen hervorzaubern, wenn die Politik ihn nicht geißeln würde ("Regulierung").

Kapitalgedeckte Renten seien eigentumsrechtlich geschützte Markteinkommen will uns RÜRUP weismachen. Das sollte er jenen erzählen, die ihre Altersvorsorge in den diversen Krisen der letzten Jahrzehnte verloren haben. Und kürzen nicht derzeit Lebensversicherer und Pensionskassen die Renten ihrer Versicherten? Es könnte jedoch noch schlimmer kommen, dann nämlich, wenn Betriebe ihre vollmundigen Zusagen für Betriebsrenten nicht mehr erfüllen können. Muss dann der Staat wieder mit Rettungsaktionen einspringen?

Man muss nur in die USA blicken, um zu erkennen, dass kapitalgedeckte Altersvorsorgesysteme genauso krisenanfällig sind. Ob ich Geld durch Politik oder die Profitgier der Unternehmen verliere, das macht einen großen Unterschied. Politik muss sich Wahlen stellen, Unternehmen können uns dagegen in den Ruin treiben, ohne dafür belangt werden zu können.

Auch RÜRUP muss eingestehen, dass die Kapitaldeckung der Umlagefinanzierung nicht überlegen ist, sondern sich nur in der Art der Risiken unterscheidet. Ende der 1990er Jahre und Anfang des Jahrtausends forderten von Spiegel bis FAZ Marktradikale die sofortige Umstellung der Altersvorsorge auf Kapitaldeckung. Die chilenische Militärdiktatur galt ihnen als Musterknabe, weil dort der Systemwechsel ohne Diskussionen durchgeführt werden konnte. RÜRUP ist nun aufgrund der unübersehbaren Probleme der Kapitalmärkte vorsichtiger:

"Ein gutes Altersvorsorgesystem sollte beide Prinzipien verbinden. Das zeigt ein Blick auf die Weltkarte. Nur in sechs Staaten gibt es rein kapitalgedeckte staatliche Alterssicherungssysteme. In der großen Mehrheit der Länder sind Systeme etabliert, bei denen Umlage und Kapitaldeckung kombiniert werden."

Nichtsdestotrotz arbeiten die Befürworter der Kapitaldeckung daran die gesetzliche Rente durch die Kapitaldeckung abzulösen, indem sie die gesetzliche Rente schwächen, wo sie nur können. Ihre Hoffnung: Sobald die Niedrigzinsphase überwunden ist, können sie wieder die Überlegenheit der Kapitaldeckung verkünden. Denn eins ist sicher: Die Profite der Finanzdienstleister!    

 
       
   

WILLMROTH, Jan (2016): Mit den Jahren lockt das Risiko.
Je älter jemand ist, desto sicherer sollte er sein Geld anlegen - theoretisch. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 08.08.

Alt und doof kennzeichnete Lea HAMPEL kürzlich in der SZ diejenigen, die ihre Altersvorsorge im Zuge der Lehmann-Pleite verloren. Alt und doof sind jedoch nur jene, die sich diesen Luxus überhaupt leisten konnten: wohlhabende Ältere. Der Rest braucht sich keine Gedanken darüber zu machen einfach so mal Zehntausende von Euros zu verzocken.

"Je länger Aktien (...) im Depot bleiben, desto geringer werden tendenziell die Risiken",

erzählt uns WILLMROTH genauso wie viele derjenigen, die in der Kapitaldeckung den Königsweg sehen. Fakt ist: Auch Traditionsfirmen können pleite gehen oder vom Aktienmarkt verschwinden. Deren Aktien sind dann keinen einzigen Cent mehr wert!

WILLMROTH präsentiert uns widersprüchliche ökonomische Theorien zur Risikoneigung im Lebensverlauf. Warum sollte ein Mensch jedoch seine Risikoneigung ändern, außer seine Lebenssituation ändert sich einschneidend. Bereits der Begriff "Lebenszyklusprodukte" weist darauf hin, dass hier mit Konzepten aus der soziologischen Steinzeit operiert wird. Lebenszyklus war ein Begriff aus den 1950er Jahre als die Welt vorhersehbar und Lebensläufe vorgezeichnet schienen. Spätestens seit den 1970er Krisenjahre ist diese Sicht hinfällig geworden. Das zeigt uns nur wie rückständig Journalisten im SZ-Wirtschaftsteil sind.

 
       
   

ROSSMANN, Robert (2016): Spielraum für Entlastungen.
Die Zeiten voller Kassen will der Wirtschaftsflügel der Union nutzen, um eine umfangreiche Steuerreform durchzusetzen. Das Konzept sieht vor, die Bürger bis zum Jahr 2020 um gut 30 Milliarden zu entlasten,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 08.08.

Während für eine Stabilisierung des Niveaus der gesetzlichen Rente angeblich kein Geld da sei, wird uns dagegen erklärt, dass stattdessen eine nutzlose Steuerreform propagiert wird. Statt die Beiträge zu den Sozialversicherungen zu erhöhen, könnte also alternativ zu einer nutzlosen Steuerreform der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung erhöht werden. Niemand sollte glauben, dass solch ein Steuerreform anderen als der Oberschicht und ihren Verbündeten in der oberen Mittelschicht zugute kommen wird. Dafür steht jedenfalls der Wirtschaftsflügel der CDU.

 
       
   

BUNZENTHAL, Roland (2016): Die Zukunft der Rente ist strittig.
ND-Serie Reicht die Rente? (2): Union, Gewerkschaften und Arbeitgeber haben recht unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie dem demografischen Wandel zu begegnen ist,
in:
Neues Deutschland v. 08.08.

Roland BUNZENTHAL geht nochmals auf die Debatte um die Rente mit 73 und die Rentenbezugsdauer ein. Im Zusammenhang mit der Flexi-Rente werden die unterschiedlichen Interpretationen der Tarifparteien zu den Beschäftigungschancen Älterer vorgestellt.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

WERNER, Uwe (2016): Aufbruch am Unteruckersee.
ND-Serie Industriestandorte (3): Prenzlau hat endlich sein Potenzial entdeckt,
in:
Neues Deutschland v. 08.08.

 
       
   

PLICKERT, Philip (2016): Die große Migrationswelle kommt noch.
Der Volkswirt: Rasantes Bevölkerungswachstum in Afrika sowie im Nahen Osten und hohe Jugendarbeitslosigkeit bilden ein explosives Gemisch. Hunderte Millionen wollen auswandern,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.08.

Die menschliche Springflut hieß ein Buch des Spiegel-Redakteurs Claus JACOBI aus dem Jahr 1969. Dort wurde uns prophezeit:

"In nur dreißig Jahren wird es heißen: eineinhalb zu fünfeinhalb Milliarden. Die Industrienationen erwartet das Schicksal Israels in der arabischen Welt: Hochentwickelte, aber bevölkerungsarme Inseln zu sein, umgeben von einem anbrandenden Meer menschlicher Leiber." (1969, S.18)

Das hätte uns im Jahr 1999 passieren sollen. Nun hat Philip PLICKERT eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hervorgekramt, die als eine Reaktion auf die Ereignisse der Sylvesternacht in Köln gelesen werden kann und in der uns die Krisenregion MENA - eine ad hoc im Nachklang dieser Ereignisse zusammen gezimmerte Drohkulisse um die nordafrikanischen Schreckensstaaten - als Dämon unserer sterbenden Nation gegenübergestellt wird. Die menschliche Springflut wandelt ihre Gestalt immer im jeweiligen Zeitgeist!

Unvermeidlich wird uns in diesem Zusammenhang Gunnar HEINSOHN als "führender Forscher zum Phänomen »Youth Bulge«" vorgestellt. Als es schick war über Hexenverfolgung zu schwadronieren, war HEINSOHN auch schon einmal führend. Heute will er von seinen Irrtümern nichts mehr wissen, denn der Zeitgeist ist weitergewandert und mit ihm HEINSOHN! Mit Schlagworten wie "Kriegsindex" will HEINSOHN eine Art von Peter SCHOLL-LATOUR der 68er-Generation werden.

Bildung wurde uns jahrzehntelang als Allheilmittel gegen die Bevölkerungsexplosion verkauft, die neuen Youth Bulge-Propagandisten sehen nun in der Bildung das Grundübel der Zeit:

"Denn es sind eher die gebildeten, urbanen Schichten, die überhaupt das Wissen und die Mittel zur Auswanderung haben. Zudem nimmt das Risiko einer sozialen und politischen Destabilisierung in den Herkunftsländern eher zu, wenn junge Leute trotz besserer Bildung keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben",

erzählt uns nun Reiner KLINGHOLZ, der mit seiner Demagogie in Sachen Demografisierung gesellschaftlicher Probleme den nationalkonservativen Zeitgeist und dessen Synthese mit den Neoliberalismus par excellence verkörpert.

 
       
   

BUDRAS, Corinna (2016): Gleich und gleich gesellt sich.
Akademiker bleiben gerne unter sich, das ist jetzt auch auf dem Heiratsmarkt zu beobachten: Ehepaare werden sich immer ähnlicher. Leider wird deshalb der Unterschied der Klassen größer,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.08.

Corinna BUDRAS kommt mit Heiratsstudien an - und das obwohl viele Paare gar nicht verheiratet sind. Sie berichtet über eine Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die nicht einmal Google kennt. Mehr als das, was bereits vor Jahren darüber geschrieben wurde (z.B. von Forschern um Hans-Peter BLOSSFELD), hat der Artikel jedoch nicht zu bieten, wenn man von einer Grafik des amerikanischen Magazins Bloomberg Business Week absieht. Ein typischer Sommerlochartikel!

 
       
   

HILDEBRANDT-WOECKEL (2016): Allein zu Haus.
Singlehäuser sind der neue Trend im Wohnungsbau. Für junge Erwachsene entworfen, ziehen vor allem Senioren ein,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.08.

Die Schlagzeilen führen wie meistens in die Irre. "Singlehäuser" soll neugierig machen. Gemeint ist damit die in Mainstreamzeitungen in letzter Zeit schick gewordene Propagierung von ökologisch-ökonomisch ressourcenschonenden Fertighäusern - auch Mikro- oder Kleinhäuser genannt. Vorgestellt wird die Idee des Österreichers Sascha HAAS, der seit 2007 auf diesem Gebiet tätig ist. Daneben wird Isabella BOSLER genannt, die in Deutschland die Vermarktung dieser Wohnidee ankurbeln möchte.

Singles beherrschen hierzulande nicht den Wohneigentums, sondern den Mietwohnmarkt. Das wollen die Verfechter dieser Wohnidee ändern. Singles sollen nicht nur allein wohnen wollen, sondern auch im eigenen Haus. Aber welcher Single will schon sein Stahlhaus wie einen Wohnwagen von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz mitnehmen. Moderne Nomaden, die sich in ihre Schneckenhäuser zurückziehen wollen?

 
       
   

ROLL, Evelyn (2016): Alles muss raus.
Diskretion ist aus der Mode gekommen. Paare leben unter dem Diktat permanenter Offenheit - dabei brauchen wir das Geheimnis,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.08.

 
       
   

BACKHAUS, Anne (2016): Aus drei mach zwei.
Zwei Frauen, ein Mann: Ohne es zu wissen, hatten Marlene und Sarah den gleichen Freund. Zur gleichen Zeit. Und wurden trotzdem Freundinnen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.08.

 
       
   

PANTEL, Nadia (2016): Kindeskind.
Buch zwei: Jana ist Schülerin, große Schwester, Praktikantin. Und Mutter. Als sie schwanger wird, ist sie 17 Jahre alt. Was geschieht eigentlich, wenn das Ich noch gar nicht fertig ist, bevor ein kleines Du dazukommt?
in:
Süddeutsche Zeitung v. 06.08.

"In Deutschland kriegen mehr Frauen mit 40 ihr erstes Kind als mit 17. Weniger als drei Prozent der Frauen werden in Deutschland vor ihrem 18. Geburtstag schwanger. Im Durchschnitt sind Frauen knapp über 30, wenn sie sich entscheiden, ein Baby großzuziehen. Der Nachwuchs ist dann entweder lange herbeigesehnt oder sorgfältig getimt. (...).
Die Statistik in Janas Familie liest sich anders. Hier passen drei Generationen in knapp 40 Jahre. Janas Mutter war selbst gerade 20 Jahre alt geworden, als Jana auf die Welt kam. Janas Vater arbeitete bei der Feuerwehr, Janas Mutter bracht ihre Ausbildung zur Reisekauffrau ab und wurde Hausfrau. Aus der jungen Liebe wurde keine junge Familie. Janas Vater ging, ein Stiefvater kam, dann eine Halbschwester. Einige Patchwork-Jahre später, mit 38 wurde Janas Mutter Oma",

schildert uns Nadia PANTEL den Gegensatz von Akademiker- und Unterschichtenmilieu anhand ihres Gebär- und Familienverhaltens.

 
       
   

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Serie (Teil 10): Samstagsessay.
Der Fakt: Die Rentenreform von 1957 veränderte die Bundesrepublik von Grund auf
Das Problem: Die Reformer vergaßen die junge Generation
Die Lösung: Länger arbeiten und rechtzeitig mehr privat vorsorgen

PIPER, Nikolaus (2016): Die Rentenschlacht.
SZ-Serie Unsere Zukunft, unsere Rente (10): Im Jahr 1957 beschloss die große Mehrheit des Bundestages eine grundlegende Reform der Altersversorgung. Die damalige Entscheidung prägt die Gegenwart - im Guten wie im Schlechten,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 06.08.

Nikolaus PIPER, neoliberaler Einpeitscher bei der SZ, erklärt uns die Geschichte der Rentenversicherung aus einseitiger Sicht, in der die Interessen der Wirtschaftslobby allein zählen und zudem nationalkonservative Elemente zur Rechtfertigung der privaten Altersvorsorge dienen. Man kann sich die ersten zwei Drittel des Artikels sparen. Entscheidend ist allein der Versuch die Erkenntnis des Volkswirtschaftlers Gerhard MACKENROTH, dass Umlageverfahren und Kapitaldeckungsverfahren keinen Unterschied machen, zu widerlegen:

"Tatsächlich gibt es, anders als Mackenroth suggerierte, durchaus Unterschiede zwischen den Rentensystemen. »In einem Umlageverfahren sind die Rentner an hohen Löhnen interessiert, bei einer kapitalgedeckten Verfahren an hohen Gewinnen«, sagt heute Norbert Blüm".

Die Präferenz für das eine oder andere System, will uns PIPER damit sagen, stärkt entweder unzulässig die Gewerkschaften oder die zu Recht die Arbeitgeber. PIPER will uns also weismachen, dass die gesetzliche Rente die Arbeitgeberseite schwächt, während die Kapitaldeckung diese stärkt. In dieser Sicht sind die Arbeitnehmer Störfaktoren, statt Faktoren, die Arbeitgebern erst zu ihren Gewinnen verhelfen.

Die Dynamisierung der Rente wird uns von PIPER als "größtes Gift" verkauft, wobei er sich dabei auf Ludwig EHRHARD beruft. Bei der Kapitaldeckung gibt es eine solche Dynamisierung von vornherein nicht, weshalb uns ständig wiederholt werden muss, dass wir immer auch die Inflation bei der privaten Altersvorsorge mitberücksichtigen müssen. Schön für die Profite der Finanzdienstleister, schlecht für die Versicherten. Ein weiteres Mantra der Profiteure der Finanzdienstleister wäscht uns zusätzlich das Gehirn: Nicht die Altersvorsorge sei unlukrativ, sondern wir müssten eben nur mehr Sparen, um das Niedrigzinsumfeld zu kompensieren. Die Finanzdiensleister freuen sich über diese Sicht der dummen Ameisen.

Und was hat es mit dem nationalkonservativen Element auf sich? Das kommt immer dann ins Spiel, wenn der berüchtigte Generationenvertrag ins Spiel kommt. Das ist eine Erfindung der katholischen Soziallehre, die vom Bund der katholischen Unternehmer in die deutsche Sozialpolitik eingespeist wurde. Angeblich ist das Rentensystem auf eine demografische Balance angewiesen, als ob wir es mit geschlossenen Systemen zu tun haben. Dass Märkte offen seien steht im krassen Gegensatz zu solcher Demografietheologie. Tatsächlich hängt das Funktionieren des Rentensystems lediglich von dem Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben ab - und dieses ist in weit geringerem Maße von der Demografie abhängig, sondern von politischen Entscheidungen und der Wirtschaftsentwicklung eines Landes.

Die Demografie ist in erster Linie eine Ideologie, die den Interessen der Wirtschaftslobbyisten entgegenkommt, während die Interessen der Arbeitnehmer ignoriert werden. PIPER weis genau, wie er uns verdummt, meint er. Er propagiert die Rente mit 70 - klingt human, wenn inzwischen die Rente mit 73 gefordert wird - und mehr private Altersvorsorge. Die Finanzbranche dankt es ihm!

 
       
   

REHAGE, Ruben & Cornelia SCHMERGAL (2016): Das 600-Milliarden-Ding.
Rente: Neue Berechnungen enthüllen die wahren Kosten der Reformvorschläge von Horst Seehofer, Sigmar Gabriel & Co. Wer das Rentenniveau stabilisieren will, muss die junge Generation stark belasten - und richtet dabei nur sehr wenig gegen Altersarmut aus,
in:
Spiegel Nr32 v. 06.08.

REHAGE & SCHMERGAL sehen ihre Leser als staunende Kinder oder zahlenehrfürchtige Erwachsene, die sich schnell durch die Präsentation von Milliarden-Beträgen einschüchtern lassen. Sie stellen deshalb einen "Rentenfachmann" der neoliberalen Prognos AG in den Mittelpunkt. Nicht dessen treffsichere Prognosen werden uns als Ausweis von Befähigung präsentiert, was wohl auch kaum möglich wäre, sondern die reine Koinzidenz von Prognos-Prognosen und großen Reformvorhaben, was uns nötigen soll zu glauben, dass hier alternativlose Sachzwänge vorhanden gewesen wären.

Während es dabei um die Herstellung von Generationengerechtigkeit gegangen sei, gehe es dagegen nun um Wohltaten für Senioren. Damit ist die Stabilisierung des Niveaus der gesetzlichen Rente gemeint. Damit ist aber implizit auch klar: Der Begriff "Generationengerechtigkeit" steht bei Autoren gar nicht für Gerechtigkeit zwischen unterschiedlichen Kohortenjahrgängen, sondern nur für "jeweils Junge" im Sinne von Beitragszahlern im Vergleich zu den "jeweils Alten" im Sinne von Transferempfängern. Generationengerechtigkeit wird damit zur Altersgruppengerechtigkeit umdefiniert. Diese implizite Umdefinition soll verschleiern, dass eine Stabilisierung des Niveaus der gesetzlichen Rente auch nachfolgenden Generationen zu Gute käme statt nur den jetzigen Rentnern, die davon sogar weniger profitieren würden, denn derzeit ist ja das Rentenniveau noch relativ hoch. Vor allem aber geht es nicht um die Arbeitnehmer, denn Beitragssatzstabilität ist vor allem den Arbeitgebern wichtig, denn steigende Beiträge gefährden angeblich den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aber erst einmal zurück zu den Zahlen, die uns die Prognos AG liefert:

"Würde man das Rentenniveau tatsächlich auf dem heutigen Niveau einfrieren, könnte das die Steuer- und Beitragszahler bis zum Jahr 2040 die unglaubliche Summe von insgesamt fast 600 Milliarden Euro kosten.
Gut 460 Milliarden Euro hätten die Beitragszahler zu tragen, weitere über 130 Milliarden Euro kämen auf die Steuerzahler durch einen höheren Bundeszuschuss und mehr Ausgaben für Kindererziehungszeiten zu."

Was heißt hier "unglaubliche Summe"? 600 Milliarden Euro sollen Ehrfurcht einflößen, denn kaum jemand wird je in seinem Leben so viel verdienen. In Anbetracht von rund 80 Millionen Menschen und über einen Zeitraum von 25 Jahren betrachtet, schrumpft die unglaubliche Summe schnell auf ein kleines Sümmchen zusammen. Pro Bundesbürger machen die 600 Milliarden Euro (bei konstanter Bevölkerungszahl) je Monat lediglich 25 Euro aus. Um sie richtig einordnen zu können, wäre ein Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und dessen Entwicklung bis 2040 notwendig - dies aber wird uns vorenthalten. Ohne relevanten Vergleichsmaßstab sind aber die uns präsentierten Zahlen lediglich Demagogie.

Bereits Mitte Mai hat die neoliberale INSM die Kosten von Stabilisierungsmaßnahmen immerhin bis zum Jahr 2029 berechnen lassen. Eine Auflistung der Kostendifferenz findet sich hier. Eine weitere Fortschreibung bis 2040 wie sie die Prognos AG vornimmt, gerät - je länger der Zeitraum - immer mehr zur Kaffeesatzleserei.

Über den Nutzen schweigen die Autoren, außer dass sie ihren impliziten Maßstab nennen: Die gesetzliche Rente soll in Zukunft nur noch für die Armutsfürsorge aufkommen - also ein Grundsicherungsniveau leisten, denn darauf läuft es hinaus, wenn Lebensstandardsicherung kein Ziel mehr ist. Dieses Ziel wird dann konsequenterweise den "linken" Gewerkschaften und ihrem Dachverband vorgeworfen. Dazu wird IG-Metall-Vorstand Hans-Jürgen-Urban zitiert.

Auch hinsichtlich der Entwicklung des Altenquotienten, der uns im Schaubild "Lastenwechsel" grafisch vor Augen geführt wird, handelt es sich um Demagogie. Es fehlen Angaben zum Jahr der Prognose und zur Variante der Vorausberechnung - stattdessen wird als Quelle lediglich das Statistische Bundesamt angegeben. Als Ausgangspunkt wird das Jahr 2010 mit einem Altenquotienten von 34 bezogen auf die 20- 64-Jährigen genannt. Im Jahr 2040 soll er auf 58 gestiegen sein.

Die aktuelle 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes beginnt mit dem Basisjahr 2013 und einem Altenquotienten von 34,2. Das Statistische Bundesamt hat mehrere Varianten berechnet. Lediglich die Variante 1 (vgl. DESTATIS 2015, S.7) mit schwächerer Zuwanderung (Wanderungssaldo 100.000 Menschen) weist für 2040 einen Altenquotienten von 57,6 aus - und entspricht damit dem Spiegel-Szenario. Warum aber nimmt der Spiegel nicht die Variante mit Wanderungssaldo 200.000, die doch unter den gegenwärtigen Zuwanderungsbedingungen wahrscheinlicher ist? Und warum wird die Altersgrenze bei 65 und nicht bei 67 gesetzt, obwohl die Rente mit 67 derzeit Gesetz ist? Man will offenbar die Rentensituation der Zukunft schlechtreden. Statt eines Altenquotient von 58 ergäbe sich selbst bei geringer Zuwanderung ein Altenquotient von nur 51 (vgl. DESTATIS 2015, S.7). Bei 200.000 Menschen pro Jahr läge der Altenquotient sogar nur bei 49 (vgl. DESTATIS 2015, S.36) Bei allen diesen Varianten wurde jedoch von einer Geburtenrate von 1,4 Kinder pro Frau ausgegangen, die jedoch bereits im Jahr 2014 bei 1,47 lag und 2015 weiter gestiegen sein dürfte, d.h. 2040 wird es mehr Berufsanfänger geben als in der Bevölkerungsvorausberechnung angenommen.

Noch unübersichtlich wird es, wenn uns die Prognos-Zahlen präsentiert werden. Auf welchen Vorausberechnungen basieren diese? Nirgendwo findet sich ein Hinweis darauf. Die Autoren tun so, als ob diese Zahlen aktuell berechnet worden wären. Dagegen weist eine Grafik das Jahr 2014 als Jahr aus, auf denen die genannten Zahlen basieren oder veröffentlicht wurden. Warum werden wir in dieser Hinsicht angelogen? Angesichts der Spannbreite der Altenquotienten, die unterschiedliche Varianten der Vorausberechnung zulassen und der Tatsache, dass der Spiegel auf Demagogie setzt, muss auch hier mit Annahmen gerechnet werden, die die Kosten hochtreiben sollen, um die Stabilisierung des Rentenniveaus zu diffamieren. Warum sonst sollte uns der Spiegel nachvollziehbare Fakten vorenthalten wollen? Seriöse Berechterstattung sieht anders aus.

Die Daten des Spiegel zu Rentenniveau (41,7 %) und Beitragssatz (23,7 %) im Jahr 2040 nach der derzeitigen Gesetzeslage entsprechen  haargenau dem Status Quo-Szenario, das von Prognos im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft berechnet wurde, das am 23. Juni dieses Jahres vorgestellt wurde. Dieses Szenario basiert wiederum auf der Variante 2, also einem Wanderungssaldo von 200.000. Warum also werden uns vom Spiegel Daten präsentiert, die sich aus ganz unterschiedlichen Annahmen zur Bevölkerungsvorausberechnung ergeben ohne diese Differenz zu erwähnen?

Als Durchschnittsverdiener mit Angst vor Altersarmut wird uns ein 45-Jähriger Single folgendermaßen vorgestellt:

"Biermanns Einkommen ist typisch für die Deutschen. Brutto verdient er mit vielen Überstunden und Nachtzuschlägen knapp 2.400 Euro im Monat, netto bleiben davon etwa 1.600 Euro. Das ist ziemlich genau die Summe, die Statistiker heute als Medianeinkommen eines Singles nennen: Würde man alle Einwohner bitten, sich nach der Höhe ihres Einkommens in einer Linie aufzureihen, stünde Biermann genau in der Mitte",

verdummen uns REHAGE & SCHMERGAL. Beim Medianeinkommen fallen im Gegensatz zum Durchschnittseinkommen die Superreichen in Deutschland nicht ins Gewicht, weshalb es niedriger ist. Was aber soll bitte der Blödsinn vom "Medianeinkommen eines Singles". Dem Wortsinn entsprechend, müsste es eigentlich die Einkommensverteilung innerhalb der Single-Bevölkerung meinen, dann macht jedoch der Bezug auf alle Einwohner keinen Sinn. Die Autoren wollen uns offenbar suggerieren, dass das Einkommen dieses Singles typisch für die deutsche Mittelschicht sei. Aber leben wir in einer Single-Gesellschaft wie das hier unterstellt wird? Und warum dann ein Single? Weil dessen Abgabenlast am höchsten ist im Vergleich zu Verheirateten?

Im Mai erklärte uns der Spiegel in einer reißerischen Story die DIW-Mittelschichtsstudie. Dumm nur, dass darin das Medieneinkommen falsch angegeben wurde, denn das DIW korrigierte die Zahlen erst nach deren Veröffentlichung. Statt der vom Spiegel publizierten 29.500 Euro Jahresbrutto für 2013 lag das Medianeinkommen fast doppelt so hoch bei 53.500 Euro. Nimmt man den falschen Wert, dann kommt man auf ein Monatsbrutto von 2.458 Euro - also in etwa auf Biermann. Das Medianeinkommen läge aber nach den korrigierten DIW-Daten bei rund 4.458 Euro Brutto monatlich. Biermann ist also - anders als der Spiegel uns glauben machen will - kein Mediandeutscher. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die DIW-Studie beim Medianeinkommen auf Nettoeinkommen von Haushalten beruft und nicht auf Bruttoeinkommen von Personen wie sie in den dazugehörigen Medienberichten verwendet wurden. Verzerrungen durch unterschiedliche Abgabenhöhen und Gewichtungen von Haushaltsmitgliedern machen deshalb die von den Autoren suggerierte Reihung der Bevölkerung so gut wie unmöglich, denn sie würde einen gesellschaftlichen Konsens unterstellen, der nicht existiert.

Die Autoren suggerieren weiter, dass dem Mediandeutschen 2038 ein Einkommen "nur knapp über der Grundsicherung" drohe. Was der WDR kann, dass kann der Spiegel offenbar genauso gut.

Die Agendareform wird uns von den Autoren in einer verfälschten Fassung präsentiert:

"Nicht mehr die Renten für die Älteren sollen seither stabil bleiben, sondern die Beiträge der Jungen."

Ersetzt man die Jungen durch die Arbeitgeber, dann ist das richtig. Niemals ging es Rot-Grün um die Probleme der Jungen, sondern um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im neoliberalen Standortwettbewerb. Die Beiträge der Jungen zu ihrer Alterssicherung wurden stattdessen abgekoppelt sowohl von der Rentenversicherung als auch von der Arbeitgeberbeitragsatzentwicklung. Dies war Sinn und Zweck der Riester-Rente für die schließlich allein die Arbeitnehmer zusätzliche Beiträge errichten müssen.

Andrea NAHLES wird von den Spiegel-Autoren zur Anwältin der Neoliberalen stilisiert, die sich heroisch gegen die Verfechter einer Stabilisierung des Rentenniveaus stemmt:

"Nahles arbeitet nun an einem eigenen Konzept (...). Dabei geht es vor allem darum, die Betriebsrente auch für kleinere Einkommen zugänglich zu machen, Minirenten aufzustocken und jene Selbständigen besser abzusichern, die als Clickworker oder Kurierfahrer nur ein bescheidenes Einkommen haben. Von Eingriffen in das allgemeine Sicherungsniveau wollen ihre Experten bislang die Finger lassen."

Mit "Minirenten aufstocken" ist die im Koalitionsvertrag vereinbarte "solidarische Lebensleistungsrente" gemeint, die merkwürdigerweise von den Autoren nicht kritisiert wird.

In diesem Zusammenhang rechnen uns die Autoren nochmals die Kosten einer Stabilisierung des Rentenniveaus folgendermaßen vor:

"Wer heute 40 Jahre alt ist und 3.000 Euro brutto im Monat verdient, müsste - gerechnet in Preisen von 2015 - bis 2040 insgesamt 9.090 Euro mehr an Arbeitnehmerbeiträgen in die Rentenkasse einzahlen als nach geltender Rechtslage. Wer mit 6.000 Euro das Doppelte verdient, zahlt 18.180 Euro mehr. Wer allerdings mit 9.000 Euro zu den sehr gut Verdienenden im Lande zählt, wird lediglich im selben Umfang belastet. Dafür sorgt die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze, mit der die Abgabenlast der Bessergestellten gedeckelt wird."

Die hohe Zahl von 9.090 Euro soll abschreckend wirken. Rechnet man sie auf einen monatlichen Beitrag um, dann sind das gerade einmal 30 Euro. Demgegenüber steht jedoch eine höhere Rente, deren Höhe uns vorenthalten wird (Das Rentenkonzept der IG Metall könnte hier weiterhelfen). Denn erst der Vergleich zum Nutzen, also der daraus sich ergebenden Rentenerhöhung wäre aussagekräftig.

Außerdem zeigt die Berechnung ein anderes Problem, das die Autoren einfach ignorieren. Man könnte ja die Beitragsbemessungsgrenze entfallen lassen und stattdessen die Rentenhöhe für Spitzenverdiener deckeln. Damit würde einerseits die Einnahmesituation der gesetzlichen Rente verbessert und andererseits die Ausgaben gedämpft. Dies wird z.B. in der Schweiz so gehandhabt und auch in Deutschland gibt es Vorschläge in diese Richtung. Stattdessen kommen uns die Autoren mit Axel BÖRSCH-SUPAN, dem es um die Schwächung der gesetzlichen Rente geht. Uns wird dann der angeblich typische deutsche Facharbeiter vorgestellt:

"Thöne war 17 Jahre alt, als er seine Ausbildung zum Mess- und Regelmechaniker bei der Bayer AG begann, er bildete sich zum Techniker weiter und arbeitet heute als freigestellter Betriebsrat bei der Bayer-Tochter Currenta, die den Chemiepark Uerdingen betreibt. (...).
Er (...) erhält einen Tariflohn von 5.500 Euro brutto monatlich. Der Branchentarifvertrag gesteht allen Beschäftigten der Chemieindustrie eine Betriebsrente zu - und dazu kommt irgendwann auch das Geld aus der Pensionskasse, die die Bayer-Mitarbeiter fast zärtlich »Penka« nennen. Die Gewerkschaften haben lang dafür gestritten.
Wenn Thöne seine Zukunft überschlägt, dann kann er als Rentner mit einem Bruttoeinko9mmen von 4.000 Euro rechnen - trotz aller Reformen."

Thöne wird uns als Beispiel für jenes Klientel beschrieben, für das die abschlagfreie Rente ab 63 im Jahr 2014 geschaffen wurde. Im krassen Gegensatz dazu werden uns dann die wirklich Bedürftigen beschrieben: jene die mit einer Erwerbsminderungsrente und zusätzlicher Grundsicherung zurecht kommen müssen:

"Das größte aller Altersrisiken tragen nicht (...) die normalen Ruheständler, sondern jene Menschen, die eine Krankheit aus dem Berufsleben gedrängt hat - die knapp 1,8 Millionen Erwerbsminderungsrentner. Fast 15 Prozent von ihnen sind darauf angewiesen, ihre karge Überweisung aus der Rentenkasse mit Stütze vom Amt aufzustocken. Zum Vergleich: bei den normalen Altersrentnern sind es nur 3 Prozent",

erzählen uns die Autoren. Bei diesem Vergleich werden sozusagen Äpfel mit Birnen verglichen. Denn die 15 Prozent beziehen sich auf die Gruppe der Erwerbsminderungsrentner, während sich die 3 Prozent auf die Altersgruppe der 65-Jährigen und Älteren beziehen - obwohl von diesen nicht alle Rentner sind und diejenigen, die hinzuverdienen müssen, weil ihr Geld sonst nicht ausreicht - ebenfalls ausgeblendet werden.

In diesem Zusammenhang wird uns erneut ein "Singlerentner" präsentiert, einem ungelernten Bauhelfer, natürlich aus "Pirmasens, der Stadt mit der niedrigsten Lebenserwartung Deutschlands". Damit wird erneut auf das Rentenpaket des Jahres 2014 abgezielt:

"Die höheren Mütterrenten flossen an Zahnarztwitwen genau wie an reifere Damen in der Grundsicherung. Mit einem Unterschied: Die Sozialhilfeempfängerinnen hatten meistens nichts davon. Sie mussten den Zuschlag mit der Stütze vom Amt verrechnen.
Die abschlagsfreie Rente mit 63 wiederum half vor allem solide abgesicherten Industriearbeitern, nicht aber Hilfskräften."

Die Absicht solcher gezielt ausgesuchten Beispiel ist klar: Arbeitnehmer sollen mittels Neidkampagne gegeneinander ausgespielt werden, um davon abzulenken, dass beides notwendig ist: Verbesserungen bei armutsbedrohten Bevölkerungsgruppen und ein ausreichender Lebensstandard für alle. Die Stabilisierung des Niveaus der gesetzlichen Rente ist notwendig, weil die kapitalgedeckte Altersvorsorge ihre vollmundigen Versprechen vom Anfang des Jahrtausends nicht halten kann. Stattdessen werden uns Placebo-Pillen verabreicht:

"Wenn man bei der Bildung ansetzt, dem Rentenalter oder den Chancen von Frauen, ließe sich das Sicherungsniveau stabilisieren, ganz ohne Verteilungskämpfe zwischen den Generationen."

Dieses Mantra wird uns seit der Jahrtausendwende ständig verkündet. Warum also ist das immer noch notwendig? Offenbar, weil mehr Bildung kein Allheilmittel ist, wenn entsprechende Arbeitsplätze fehlen. Und auch die Erhöhung der Müttererwerbsarbeit gerät ins Stocken. Auch die gerne propagierte Erhöhung des Renteneintrittsalter ist lediglich eine Rentenkürzung, wenn die notwendig zu schaffenden Arbeitsplätze fehlen oder die Menschen arbeitsunfähig sind.

Richtig ist, was Gert G. WAGNER sagt, dass es keinen gesellschaftlichen Konsens über die mögliche Beitragsbelastung und das anzustrebende Sicherungsniveau gibt. Durch die Demografisierung gesellschaftlicher Probleme wurde eine solche Debatte verhindert und stattdessen durch als alternativlos dargestellte Sachzwänge ersetzt. Diese Ära scheint langsam vorbei zu Ende zu gehen.   

 
       
   

KNOP, Carsten (2016): Pensionsverpflichtungen auf Rekordniveau.
Der Rechnungszinssatz erreicht zur Jahresmitte ein Rekordtief und setzt Unternehmen unter Druck,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.08.

"Die rechnerischen Pensionsverpflichtungen der Unternehmen, die mit ihren Aktien im Dax vertreten sind, sind im Laufe dieses Jahres um rund 65 Milliarden Euro gestiegen (....), nachdem sie Ende 2015 noch bei 361,3 Milliarden Euro lagen",

berichtet Carsten KNOP, der sich nur um die Pensionsverpflichtungen der deutschen Dax-Unternehmen sorgt, die der Rechnungslegungsvorschrift IAS 19 unterliegen, während er die anfangs der Woche von Handelsblatt und FR angeprangerte HGB-Auswirkungen als weniger dramatisch einstuft:

"Durch die Durchschnittsbildung beim Rechnungszins auf der Basis des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) sind die Auswirkungen hier weniger dramatisch."

 
       
   

ASTHEIMER, Sven (2016): Das verdienen Berufseinsteiger.
Akademiker sind am deutschen Arbeitsmarkt begehrt, Absolventen bieten sich viele Chancen - aber die regionalen Unterschiede sind groß. Wo die höchsten Gehälter locken, zeigt der Gehaltsatlas der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Gehalt.de,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.08.

Der Gehaltsatlas der FAZ ist Augenwischerei, denn was nutzen hohe Gehälter, wenn die Lebenshaltungskosten noch höher sind? Statt der Einkommenshöhe ist die Kaufkraft entscheidender, darüber erzählt uns ASTHEIMER aber nichts.

Und was bedeutet es z.B., wenn ein akademischer Berufseinsteiger im Maschinenbau auf einen Jahresdurchschnittsverdienst von 52.842 Euro kommt, während uns ein 55jähriger Babyboomer (Gehalt: 48.000 Euro) in der gleichen Branche von der FAZ als Mustermann in Sachen Altersvorsorge präsentiert wird, wenn gleichzeitig die junge Generation als Generation Abwärts gilt?

 
       
   

SIGUSCH, Volkmar (2016): Was wir so alles Liebe nennen.
Wir wollen alle lieben und geliebt werden, auf dass unsere kleine Welt voller erregter Harmonie sei und die große augenblicklich in Ordnung,
in: Welt
v. 06.08.

 
       
   

GESTERKAMP, Thomas (2016): In die Kita zum Lernen.
Nur wenige Kinder aus Einwandererfamilien besuchen bisher Betreuungseinrichtungen. Dabei sind diese ein Schlüssel zur Integration,
in:
Neues Deutschland v. 06.08.

 
       
   

SIEMS, Dorothea (2016): Gefährliche Rentenfallen.
Die Alterssicherung soll reformiert werden. Doch die Pläne der Politiker beruhen auf völlig falschen Annahmen,
in:
Welt v. 05.08.

Dorothea SIEMS präsentiert uns die angeblich 7 größten Rentenirrtümer, die ihr die Finanzdienstleistungsbranche und die Arbeitgeber eingeflüstert haben:
1) Die Altersarmut wird zum Massenphänomen
Daten zur aktuellen Rentnergeneration werden zur Verdummung der Jüngeren benutzt. Niemand behauptet, dass die derzeitigen Rentner durch hohe Altersarmut bedroht seien, sondern es wird die Jüngeren treffen.

"Nach Berechnungen des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium wird der Anteil derjenigen, die ab 2030 auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind, im ungünstigsten Fall auf rund fünf Prozent steigen. Denn zum einen hilft die gute Arbeitsmarktlage der Rentenkasse. Das Sicherungsniveau wird deshalb voraussichtlich die gesetzlich festgeschriebene Untergrenze von 43 Prozent erst deutlich nach 2030 erreichen",

erzählt uns SIEMS, obwohl solche Rentenberechnungen meist schon in kürzester Zeit überholt sind, weil sie einfach lineare Fortschreibungen der Gegenwart sind. So wie uns in den Nuller Jahren ständig das Ende der dynamischen Rente verkündet wurde, weil die Politik Nullrunden für Rentner beschloss, wird uns nun eine glänzende Zukunft prognostiziert, um die Interessen von Finanzdienstleistern und Arbeitgebern, die auf eine weitere Schwächung der gesetzlichen Rente abzielen, leichter durchsetzen zu können. Schaubilder, die der optimistischen Prognose des Rentenversicherungsberichts 2015 entstammen, sollen uns beruhigen.
2) Lebensleistungsrente hilft gegen Altersarmut
Die neoliberale INSM hat dem Kampf gegen die Lebensleistungsrente bereits im April oberste Priorität eingeräumt - aber auch sonst ist dieses Projekt eher eine Totgeburt, die von anderen Schauplätzen der Rentendebatte ablenken soll. 
3) Riesterrente ist gefloppt
Dass die Riesterrente nicht gefloppt ist, wird nur von den Finanzdienstleistern und ihren Lobbyisten in Politik und Medien behauptet. SIEMS fehlen hier die Argumente, weshalb sie lediglich die Unfinanzierbarkeit einer lebensstandardsichernden gesetzlichen Rente als Gegenargument hat. Ansonsten lautet das Motto: weil die private Altersvorsorge so unlukrativ für die Versicherten ist, müssen sie lediglich noch mehr Sparen. Die Finanzdienstleister freut dies, während die Vorsorgesparer die Dummen sind. Um die Profite der Finanzdienstleister zu steigern, wird eine stärkere Förderung gefordert. Alle diese Argumente kennen wir bereits aus dem Munde von Alexander ERDLAND, dem obersten Lobbyisten der Branche. Nur würde uns das dieser Lobbyist immer nur selber sagen müssen, dann würde das der Versicherte irgendwann kapieren, welchen Interessen er geopfert werden soll.
4) Selbständige können Rentenkasse stabilisieren
Hier macht sich SIEMS zum Sprachrohr des
Verbandes der Gründer und Selbständigen Deutschland (VGSD), der sich diesem Kampf gegen die Eingliederung in die gesetzliche Rentenkasse verschrieben hat.
5) Ostrentner sind benachteiligt
Diese Mär wird uns seit etlichen Wochen von westdeutschen Zeitungen rauf und runter dekliniert. Ostdeutsche lesen deshalb lieber die Zeitung Neues Deutschland oder andere ostdeutschen Blätter. Nur die FAZ ließ bislang einen Ministerpräsidenten die ostdeutsche Sicht verbreiten. So viel zu den Medien, die ihrer Informationspflicht nur sehr eingeschränkt nachkommen. Viel lieber generieren sie sich als vierte Gewalt im Staate, was sie gerne den sozialen Medien zuschreiben, um davon abzulenken, dass die Printmedien längst zum langen Arm der Lobbyisten geworden ist. Das ist keine Verteidigung der ostdeutschen Sicht, sondern lediglich eine Kritik an der Selektivität unserer Printmedien.  
6) Jüngere Mütter bevorzugt
Die Mütterrente ist als allgemeine Staatsaufgabe falsch finanziert. Nicht Beitragszahler, sondern Steuerzahler müssten für diese Aufgabe aufkommen. Das ist aber gar nicht das Thema von SIEMS, die hier eine familienfundamentalistische Position vertritt. Die bayerische Sozialministerin hat vor kurzem eine erneute Ausweitung der Mütterrente zur Sprache gebracht - was weniger ein Reformprojekt der gegenwärtigen Regierung ist, sondern zum Rentenwahlkampf 2017 gehört. SIEMS spielt hier jüngere gegen ältere Mütter aus - eine Spielart der Generationengerechtigkeit, die nur auf die Subgruppe der Mütter abzielt.
7) Geplante Flexirente gleicht die Rente mit 63 aus
Die abschlagsfreie Rente ab 63 wird mit dem Kampfbegriff Rente mit 63 belegt, um zu suggerieren, dass diese sozusagen für alle gelte. Sie gilt nicht einmal für Fachkräfte, denn sie gilt nur bis zu einem ganz bestimmten Jahrgang. Der Jahrgang 1964 dessen Regelaltersgrenze bei 67 Jahren liegt, kann abschlagsfrei nur mit 65 Jahren in Rente gehen. Die Flexi-Rente ist nicht als Ausgleich geplant gewesen - eine irreführende Argumentation. Die Flexi-Rente war ursprünglich eine FDP-Herzensangelegenheit, die bekanntlich aus dem Bundestag flog, weil sie nur Klientelpolitik betrieb - was inzwischen wieder in Vergessenheit gerät.
Inwiefern die Flexi-Rente so kommen wird, wie sie von SIEMS beschrieben wird - sie verkündet hier nur die Befürchtungen der Arbeitgeber und ihnen nahestehende "Rentenexperten" - bleibt dahin gestellt. Dass in Zukunft im Alter eher weniger als mehr gearbeitet wird, das ist mehr als unwahrscheinlich, denn die "Frührente für alle" (so eine WamS-Schlagzeile) muss man sich leisten können - ist also, wenn sie kommt, eher ein Wahlgeschenk an die Erbengeneration und Besserverdienende, die freiwillig Beiträge ab 50 Jahren einbezahlen könnten, um eine abschlagfreie Rente ab 63 zu beziehen.      

 
       
   

WELT (2016): Deutsche Rentner zieht es nach Amerika.
Auswanderung,
in:
Welt v. 05.08.

Kurzmeldung zur gestrigen Meldung Rund 1,75 Millionen Renten werden ins Ausland gezahlt der Deutschen Rentenversicherung

 
       
   

REICHEL, Reiner (2016): Mieten und Preise klettern weiter.
Wohnungsmarkt: München bleibt der teuerste Wohnort Deutschlands. Doch in vielen Städten sinken die Mietrenditen,
in:
Handelsblatt v. 05.08.

 
       
   

TAGESSPIEGEL-Politikthema: Ungleichheit und Reichtum.
Welche Steuerpolitik soll es sein?

FUNK, Albert (2016): "Ein Problem für die Demokratie".
Um eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern, braucht es Reformen, fordert Soziologe Jens Beckert,
in:
Tagesspiegel v. 05.08.

HASELBERGER, Stephan (2016): Steuerfragen sind Machtfragen.
Wieso die Grünen über die Vermögensabgabe streiten,
in:
Tagesspiegel v. 05.08.

 
       
   

HINCK, Gunnar (2016): Früher taz, jetzt AfD.
Wandel: Sibylle Schmidt lebte ein Sponti-Leben, war in der SPD. Nun trat sie aus ihrer Partei aus - und könnte im September für die Berliner AfD ein Mandat gewinnen,
in:
TAZ v. 05.08.

 
       
   

KROHN, Philipp (2016): Spalten Mieten die Gesellschaft?
Das Leben in der Stadt ist attraktiver geworden und wird immer teurer. Viertel werden aufgewertet. Ärmere halten nicht mehr mit, selbst die Mittelschicht klagt,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

 
       
   

SCHWENN, Kerstin (2016): CSU befeuert Debatte über Lebensleistungsrente.
"Unwirksam gegen Altersarmut und ungerecht". Auch Union und SPD prüfen Alternativen,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

Kerstin SCHWENN berichtet über einen erneuten Vorstoß der bayerischen CSU-Sozialministerin Emilia MÜLLER, die sich gegen die im Koalitionsvertrag vereinbarte Lebensleistungsrente wendet. Dazu rollt SCHWENN nochmals die Vorgeschichte auf, um dann zum wiederholten Mal die Kritik der DRV vorzubringen, denn die angeblich neue Studie ist nicht gar so neu.

Zum Schluss wird uns der Einwand von Karl-Josef LAUMANN und anderen schmackhaft gemacht, denen an Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente gelegen ist. Außerdem ist LAUMANN über das "Armutsrisiko für Selbständige" besorgt. Eine Verpflichtung zur Altersvorsorge soll dies reduzieren.

 
       
   

CREUTZBURG, Dietrich (2016): Arbeit statt Ruhestand.
Die Zahl der älteren Beschäftigten steigt um 18 Prozent,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

Dietrich CREUTZBURG bringt uns die aktuellen Zahlend er Bundesagentur für Arbeit zur Beschäftigungssituation der 60-Jährigen und Älteren nahe:

"Ende des vergangenen Jahres waren (...) in Deutschland schon 196.683 Menschen jenseits der Altersgrenze sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren fast 30.000 oder 18 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Im Jahr 2015 lag die Altersgrenze bei 65 Jahren und vier Monaten, 2014 waren es noch 65 Jahre und drei Monate gewesen",

erklärt uns CREUTZBURG, der diesen Anstieg nicht nur auf die Erhöhung der Altersgrenze, sondern auf eine Zunahme derjenigen jenseits der Altersgrenze zurückführt. CREUTZBURG will uns mit gigantischen Zahlen zum Anstieg beeindrucken, weshalb er eine intransparente Darstellungsweise wählt, die einen Nachvollzug durch einen Leser erschwert oder gar unmöglich macht.

Und natürlich wird uns auch wieder die Rente ab 63 als Bremse dieser Entwicklung präsentiert, wenn die Veränderungen in der Gruppe der 60- bis 65-Jährigen Beschäftigten betrachtet werden:

"Weniger günstig (...) hat sich die Beschäftigtenzahl in jüngster Zeit (...) in der Altersgruppe der 60- bis 65-jährigen entwickelt. Sie zählte Ende vergangen Jahres zwar immerhin 1,87 Millionen Personen. Das waren aber nur 4 Prozent mehr als Ende 2014."

CREUTZBURG bleibt jedoch vage, wenn es um die genauen Auswirkungen der Rente ab 63 geht, denn er nennt uns keine nachvollziehbaren Zahlen. Offenbar sind sie nicht beeindruckend genug, denn sonst gäbe es keinen Grund zur Verheimlichung - außer sie lägen noch gar nicht vor.

 
       
   

KROHN, Philipp (2016): Deutsche trauen der Politik ein stabiles Rentenniveau nicht zu.
Umfrage: 62 Prozent zweifeln an Umsetzungschance,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

"Wie aus einer repräsentativen Befragung des Finanzvertriebs MLP unter 1.683 Deutschen hervorgeht, glauben 62 Prozent, die Politik könne nichts dagegen tun, dass das Rentenniveau sinke. Zweifelt also ein Mehrheit der Deutschen daran, dass eine Stabilisierung realistisch ist, halten es sogar fast genauso viel nicht einmal für wünschenswert",

interpretiert Philipp KROHN eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP. Dabei wurden die Fragen schon so gestellt, dass sie den Interessen der Verfechter einer kapitalgedeckten Altersvorsorge nicht zuwiderlaufen können. Die angebliche Mehrheit, die eine Stabilisierung nicht für wünschenswert hält, bezieht sich auf die Antwortmöglichkeiten: Höherer Beitragssatz als 18,7 %, länger arbeiten als 67 Jahre oder Stärkung der betrieblichen Altersversorgung. Alternativen dazu wie z.B. Erhöhung der Steuerfinanzierung, Ausweitung des Beitragszahlerkreises usw. wurden gar nicht erst als Antwortmöglichkeiten vorgegeben.

Die Antworten müssen auch als Reaktion auf die Rentendebatte der letzten Monate gesehen werden, in der vor allem die Befürworter einer kapitalgedeckten Altersvorsorge zu Wort kommen konnten, wie diese Website deutlich zeigt.

Die Umfrage ist zudem eine Online-Umfrage, d.h. Menschen mit Online-Zugang sind dadurch überrepräsentiert, während gerade von Altersarmut betroffene Menschen kaum die Möglichkeit zu einer Teilnahme hatten.

Fazit: Die Frage danach, ob eine Stabilisierung des Rentenniveaus wünschenswert sei, wurde nicht erfragt, sondern ist zum einen durch die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten und zum anderen durch die Durchführung der Umfrage als Online-Befragung zweifach verzerrt. Sie spiegelt aber auch die Meinungshoheit der Finanzdienstleistungsbranche und der Arbeitgeber in der Rentendebatte wieder.  

 
       
   

Das Single-Dasein in Schweden

PEZZEI, Kristina (2016): Wohnungsmangel drosselt Schwedens Wachstum.
Start-ups wollen nach Stockholm, dem innovativen und kreativen Pendant zu Berlich. Doch sie finden keinen Platz zum Wohnen. Die Wirtschaft büßt wegen verpasster Wachstumschancen jährlich Milliarden ein, trotzdem dürfte sich erst mal nichts ändern,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.08.

 
       
   

FISCHER, Kristin & Judith NIEHUES (2016): Der Blick auf die Markteinkommen führt in die Irre,
in:
IW-Kurzbericht - Nr. 47 v. 05.08.

"Auf den ersten Blick führen die Marktprozesse in den beiden Ländern demnach zu einer ähnlichen Ausgangsverteilung der Einkommen, die in den USA nur weniger stark durch staatliche Umverteilung ausgeglichen wird.
Impliziert dies ebenfalls eine vergleichbare Lohnungleichheit in beiden Ländern? Keineswegs, denn zwischen der Messung der Ungleichheit der Markteinkommen und der Erwerbseinkommen gibt es einen fundamentalen Unterschied: Bei der Lohnungleichheit wird nur die erwerbsfähige Bevölkerung berücksichtigt, bei den Markteinkommen hingegen die gesamte Bevölkerung. Die Ungleichheit der Markteinkommen bildet somit nicht nur das Ergebnis von Marktprozessen ab, sondern ihre Höhe wird auch stark von denjenigen beeinflusst, die gar nicht mehr am Erwerbsleben teilnehmen: Rentner verfügen in Deutschland meist nur über sehr geringe Markteinkommen und bestreiten den Großteil ihres Lebensunterhalts durch gesetzliche Rentenzahlungen.
Dadurch lässt sich die Höhe der Ungleichheit der Markteinkommen hierzulande kaum mit den USA vergleichen: Während viele ältere Deutsche bereits eine gesetzliche Rente beziehen, arbeiten US-Amerikaner in der Regel länger und erzielen ein Markteinkommen – auch noch zu Zeiten, in denen Arbeitnehmer hierzulande bereits im Ruhestand sind. Daraus ergibt sich ein gewisses Paradoxon: Eine stärkere gesetzliche Absicherung im Alter geht in der Tendenz mit einer größeren Ungleichheit der Markteinkommen einher",

erklären uns FISCHER & NIEHUES, die versuchen Markteinkommen mit Lohneinkommen gleichzusetzen und dadurch die Alterssicherung in Deutschland zu diffamieren. Die Alterssicherung wird von den Autorinnen zur Ursache von höherer Ungleichheit in Deutschland stilisiert. Diese Argumentation zielt primär auf eine Erhöhung des Rentenzugangsalters zur gesetzlichen Rente ab bzw. flankiert die geplante Flexi-Rente mit höheren Zuverdienstmöglichkeiten. Beides ließe sich mit dieser Studie begründen.

FISCHER & NIEHUES kritisieren mit ihrem Zugang die DIW-Mittelschichtstudie von Markus GRABKA u.a. vom Mai diesen Jahres. Die Studien sind jedoch nicht vergleichbar, weil sich erstens die Mittelschichtdefinitionen unterscheiden (die IW-Studie dehnt die Mittelschicht nach oben aus: 250 % statt 200 % des Medianeinkommens) und berücksichtigt zweitens nur Lohn- und Renteneinkommen, während das DIW behauptet das gesamte Haushaltseinkommen zu berücksichtigen. Die Studie enthält jedoch keine Angaben zu den berücksichtigten Einkommensarten, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass gravierende Unterschiede bei der Messung der Einkommenshöhen beider Studien vorhanden sind, die eine Vergleichbarkeit reduzieren.

 
       
   

TUTT, Cordula (2016): Wohnst du schon?
Immobilien-Titel: In deutschen Städten steigen die Mieten auf für Normalverdiener kaum erreichbare Höhen. Die Politik agiert hilflos. Dabei ist klar: Wir müssen anders bauen. Weniger aufwendig, weniger luxuriös, weniger bürokratisch. Ein Zehn-Punkte-Plan,
in:
Wirtschaftswoche Nr.32 v. 05.08.

Cordula TUTT präsentiert uns die folgenden 10 Empfehlungen zur Lösung der Wohnsituation:
1) Konsequent Kosten kürzen
2) Bauvorschriften entrümpeln
3) Aufstocken und Lücken füllen
4) In Serie bauen
5) Großsiedlungen wiederbeleben
6) Werkswohnungen für Mitarbeiter bauen
7) Bauen für bestimmte Gruppen
8) Brachliegenlassen von Flächen bestrafen
9) Abwanderung bremsen
10) Flüchtlinge auf dem Land ansiedeln

JAHNKE, Klaus (2016): Nicht schlecht oder?
Immobilien-Titel: Gentrifizierung: Drogen, Sex, Gewalt - das Frankfurter Bahnhofsviertel beherbergte über Jahrzehnte den deftigeren Teil des öffentlichen Lebens. Nun entdecken nach und nach Besserverdiener mit Vorliebe für geschichtsträchtige Gebäude das Viertel. Die Mieten steigen, alte Bewohner werden verdrängt. Einflicke in einen Gefechtslage, die nicht ganz alltäglich ist, aber dennoch typisch für deutsche Großstädte,
in:
Wirtschaftswoche Nr.32 v. 05.08.

 
       
   

FISCHER, Malte (2016): Keine amerikanischen Verhältnisse.
Studie: Einkommensverteilung,
in:
Wirtschaftswoche Nr.32 v. 05.08.

Malte FISCHER präsentiert uns eine IW-Köln Studie von Kristin FISCHER & Judith NIEHUES als Kritik an der DIW-Mittelschichtsstudie, die im Gegensatz zur jetzigen Meldung in der Wirtschaftswoche zur Titelgeschichte aufgeblasen worden war.

 
       
   

FISCHER, Konrad (2016): Aus Mangel an Alternativen.
Bildung: Klagen bald viel mehr Eltern auf Geld für die private Kita, wenn der Staat keinen Platz bietet? Wohl kaum - denn private Tagesstätten sind rar,
in:
Wirtschaftswoche Nr.32 v. 05.08.

 
       
   

Das Single-Dasein in Japan

FRITZ, Martin & Malte FISCHER (2016): Bis das Kartenhaus einstürzt.
Japan: Rentner und Sparer müssen für die lockere Geldpolitik ihrer Notenbank zahlen. Das Land ist ein schlechtes Vorbild für Europa,
in:
Wirtschaftswoche Nr.32 v. 05.08.

 
       
 

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Zu den News vom 01. - 04. August 2016
 

   
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