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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 07. - 14. Dezember 2014

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Späte Mutterschaft liegt im Trend

"Ich habe der Statistik ein Schnäppchen geschlagen, hurra! Im jüngsten Fachbericht der Bundesregierung, dem »Familienreport 2011«, zählte ich noch zu den 22 Prozent meines Jahrgangs (1968), die im Jahr 2009 41 Jahre alt und kinderlos waren. Mit mir haben die deutschen Demografen nicht mehr gerechnet. Und meine Familie auch nicht. Wie sagte so charmant meine 80-jährige (kinderlose) Tante, als ich ihr von meiner Schwangerschaft erzählte? »Ich dachte ja eher, du kommst jetzt in die Wechseljahre«.
Mutter mit 43 - darf frau das? (...).
Zu meiner Beruhigung kann ich sagen: Ich bin nicht allein. (...). Die Zahl der Frauen, die mit über 35 Jahren (noch) ein Kind bekommen, steigt von Jahr zu Jahr, vor allem in Westdeutschland und da vor allem in den Städten und unter den Akademikerinnen. Jede vierte Frau in Deutschland bringt inzwischen mit über 35 Jahren ihr erstes Kind zur Welt. Schaue ich mich unter meinen Freundinnen um, kommt es mir sogar vor, als müssten es noch viel mehr sein. Und auch die Zahl der (Erst-)-Mütter über 40 wächst. 2008 lag der Anteil der verheirateten Frauen, die bei der Geburt ihres ersten Kindes 40 Jahre oder älter waren, bei 3,4 Prozent, Tendenz steigend. In München machen die Mütter über 40 sogar schon fünf Prozent aus, in anderen Großstädten sieht es ähnlich aus."
(Susanne Fischer "Ansichten einer späten Mutter" 2013, 22f.)

 
       
       
   

KAUBE, Jürgen (2014): Liebe ist eine Frage der Strategie.
Der Sonntagsökonom: Die romantischen Verwicklungen bei Jane Austen lassen sich spieltheoretisch erklären,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.

 
       
   

KAUBE, Jürgen (2014): Bildungsgleich gesellt sich gern.
Ist Emanzipation daran schuld, dass Menschen unterschiedlich viel verdienen?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.

Jürgen KAUBE referiert den Artikel Ist der Anstieg der westdeutschen Einkommensungleichheit auf die Zunahme bildungshomogener Partnerschaften zurückführbar? von Martin SPITZENPFEIL & Hans-Jürgen ANDREß in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie Heft 4/2014. Die These, dass die Partnerwahl von Akademikerinnen zu größeren sozialen Ungleichheiten führt, wurde von einer Forschungsgruppe um Hans-Peter BLOSSFELD vertreten. Gleichfalls wurde jedoch die These popularisiert, dass Karrierefrauen gerade aufgrund ihres Partnerwahlverhaltens Probleme haben, überhaupt einen bildungshomogenen Partner zu finden.

Aufgrund der Tatsache, dass weniger bildungshomogame Paare zustande kommen als dies von Akademikerinnen gewünscht wird, ergibt sich das Problem, dass die empirische Widerlegung der These zum Einfluss des Partnerwahlverhaltens auf die Einkommensungleichheit gar nicht so einfach zu leisten ist. Denn dann müssten in Szenarien auch die nicht zustande gekommenen Partnerschaften miteinbezogen werden.

Hinzu kommt das Problem, dass Bildung nur eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für hohes Einkommen ist. Von daher wäre die Frage interessanter, inwiefern das Elternhaus eine entscheidende Rolle spielt, denn die These von Hans-Peter BLOSSFELD bezieht sich nicht einfach auf die Höhe des Einkommens von bildungshomogenen Paaren, sondern auf die Vererbung von Generation zu Generation:

"Da Bildung in nachindustriellen Gesellschaften ein zentraler Faktor für den Berufserfolg (den sozialen Status, das Einkommen, die Klassenlage und die Mobilitätschancen) ist, bedeutet steigende Bildungshomogamie über die Generationen, dass es im Prozess der Paarbildung zu einer wachsenden Kumulation sozialer Ungleichheiten, zur Schließung sozialer Kreise und indirekt zu einer Vergrößerung der sozialen und ökonomischen Unterschiede kommt, unter denen dann die jeweils nächste Generation der Kinder aufwächst. Mit anderen Worten, in den meisten Industrieländern hat sich im Zuge der Bildungsexpansion und der Abnahme geschlechtsspezifischer Bildungsungleichheiten - gleichsam hinter dem Rücken der Individuen und völlig ungeplant - die soziale Ungleichheit verstärkt." (BLOSSFELD & TIMM 2003)

Inwiefern SPITZENPFEIL & ANDREß diese Aspekte in ihrer Untersuchung berücksichtigt haben, wird hier zu einem späteren Zeitpunkt überprüft werden.

 
       
   

STRAUß, Simon (2014): Ich sehne mich nach Streit.
Jung zu sein, das bedeutet den Autopiloten des Lebens endlich abzuschalten. Die großen Fragen noch einmal zu stellen. Und keine Angst zu haben vor dem Spott all derer, die alles besser zu wissen glauben! Eine Art Manifest,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.

 
       
   

BAUM, Antonia (2014): Die Frau, die allen gehört.
Dem Feminismus fehlen das Programm und eine Anführerin. Aber es gibt doch Lena Dunham,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.

 
       
   

REINSCH, Michael (2014): Stadt, Sex und Strom.
Für ein paar Jahre war Düsseldorf die Weltmetropole der Popmusik. Was bis heute wichtig ist an Sounds, von Techno bis HipHop, das haben sich in den Siebzigern ein paar Typen vom Rhein ausgedacht. Erinnerungen an eine fast vergessene Heldengeschichte,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.

 
       
   

MARON, Monika (2014): Die radikale Realistin.
Keiner schreibt so kühl, genau und zärtlich über Sehnsucht und die Angst unserer Zeit wie Judith Hermann,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.

 
       
   

WARNER, Ansgar (2014): Länger lieben.
Come Together: Schwellschwund und Lustlücken sind nur ein Problem der "Generation Silver Sex". Zuerst einmal geht es darum, überhaupt einen Partner zu finden,
in:
TAZ v. 13.12.

Der Begriff "Generation Silver Sex" stammt aus der Trendforschung, einer Art Unterabteilung der Werbebranche.

"Doch was man beim Thema Silver Sex gerne vergisst: Oft müssen sich die passenden Partner auch überhaupt erst mal finden. In der Generation 50 plus nimmt gerade die Zahl der weiblichen Singles von Jahr zu Jahr überproportional zu. Nicht ganz zufällig ist die »Generation Silver Sex« deswegen auch die der »Silver Surfer« und tummelt sich auf Online-Partnerbörsen",

reimt sich Ansgar WARNER aus dem gesammelten Nichtwissen zusammen. Wenn man ältere, alleinlebende Witwen mit "Singles" bezeichnen will, dann stimmt das tendenziell, lässt aber zum einen die zunehmende Heterogenität der Lebensformen von älteren Menschen außer Acht und zum anderen die Tatsache, dass erstens die so genannte Generation der Kriegerwitwen wegstirbt und zweitens sich das Partnerwahlverhalten und das Wohnverhalten verändert. Das könnte zur Abnahme des Alleinlebens bzw. zur Zunahme multilokaler Partnerschaften zumindest bei den jungen Alten führen, die ja die eigentliche Zielgruppe der Silver Sex-Propaganda ist. Auf alle Fälle ist die heutige Amtstatistik hoffnungslos veraltet und kann die Heterogenität der Lebensformen in Deutschland längst nicht mehr abbilden. Die Folge: Forschungsartefakte und gesammeltes Nichtwissen.

Einen Überblick über die amtsstatistische Entwicklung der älteren Alleinlebenden von 1972 bis 2003 in Westdeutschland gibt es hier. Die Alleinlebenden in Westdeutschland nach Alter und Geschlecht im Jahr 2011 werden hier betrachtet. 

 
       
   

KATZENBERG, Gregor (2014): Wie wir leben müssen.
Hartz IV und die Linke in Zeiten der Selbstoptimierung,
in: Jungle World Nr.50 v. 11.12.

 
       
   

Sarah Diehl - Die Uhr, die nicht tickt

MAYR, Lisa (2014): "Die Frauen wollen nicht so leben wie ihre Mütter".
Sarah Diehl hat ein Buch über freiwillige Kinderlosigkeit geschrieben und berichtet über die Motive der Frauen: Um die Karriere geht es den wenigsten,
in: Der Standard Online v. 11.12.

HAUSBICHLER, Beate (2014): Das Ende der Erklärungsnot.
Kinderlose Frauen: Warum müssen sich Frauen laufend erklären, wenn sie keine Kinder wollen? Sarah Diehl gibt in ihrem Buch "Die Uhr, die nicht tickt" Antworten,
in: Der Standard Online v. 11.12.

 
       
   

HAAF, Meredith (2014): Junge Frauen.
Wie der Fall Tuğçe in der Feminismusdebatte instrumentalisiert wird,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.12.

 
       
   

Der Jahrgang 1964 in der Debatte

ETTE, Andreas/DORBRITZ, Jürgen/SULAK, Harun (2014): Zunehmende ethnische Diversität: Die Babyboomer-Kohorte 1964 im sozialen Wandel der Bundesrepublik Deutschland.
Das Elterngeld wirkt sich vor allem auf das Einkommen und die Fertilität hoch qualifizierter Frauen,
in:
Bevölkerungsforschung Aktuell, Nr.6 v. 10.12.

 
       
   

Das Single-Dasein in Japan

DORBRITZ, Jürgen (2014): Deutschland und Japan: Ein demografischer Vergleich,
in: Bevölkerungsforschung Aktuell, Nr.6 v. 10.12.

 
       
   

BUJARD, Martin (2014): Mehr Kinder von Akademikerinnen.
Das Elterngeld wirkt sich vor allem auf das Einkommen und die Fertilität hoch qualifizierter Frauen,
in:
Demografische Forschung Aus Erster Hand v. 10.12.

Demografische Forschung Aus Erster Hand? Aktuell ist nur die Veröffentlichung der Geburtenrate am Montag durch das Statistische Bundesamt. Der Newsletter nutzt dagegen nur diese Aufmerksamkeit, um längst Bekanntes nochmals aufzuwärmen! Aktuelle Analyse? Fehlanzeige! Denn die Entwicklung der Geburtenrate der Jahre 2012 und 2013 bleibt unberücksichtigt. Von Demografischer Forschung aus erster Hand müsste man mehr erwarten können als Pseudoaktualität.

 
       
   

Sarah Diehl - Die Uhr, die nicht tickt

GOTTSCHALK, Katrin (2014): "Die Frau als Wärmequell der Gesellschaft".
Sie sind liebevoll, fürsorglich und von Natur aus gebärfreudig: Das Frauenbild könnte im 21. Jahrhundert nicht klassischer sein. Besonders deutlich ist das derzeit in dem Buch "Die Uhr, die nicht tickt" der Berliner Autorin Sarah Diehl nachzulesen. Ein Gespräch über kinderlose Frauen,
in:
Frankfurter Rundschau v. 10.12.

 
       
   

DESTATIS (2014): 41 % aller Haushalte sind Einpersonenhaushalte,
in: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes v. 09.12.

Das Statistische Bundesamt zeichnet gerne das Bild von der Single-Gesellschaft. Dabei gibt es nicht einmal 20 % Alleinlebende in Deutschland (siehe Bevölkerung und Erwerbstätigkeit 2013 Fachserie 1 Reihe 3, S.113f). Davon leben mehr Alleinlebende in Ostdeutschland (23 %) als in Westdeutschland (19 %).

Es gibt also nicht einmal einen Zusammenhang zwischen der Zunahme der Alleinlebenden und der Geburtenrate, denn dann müssten in Ostdeutschland weniger Alleinlebende wohnen, da bekanntlich die Geburtenrate im Osten (1,49) höher ist als im Westen (1,41).

Das Statistische Bundesamt klärt nicht auf in seiner Pressemeldung, sondern verdummt uns. Denn nun verwechseln die Zeitungen wieder Einpersonenhaushalte und Alleinlebende (fälschlicherweise mit gut verdienenden Singles gleichgesetzt), obwohl es hier eine Differenz von 3 % gibt, denn als Alleinlebende gelten nur Menschen, die einen Einpersonenhaushalt am Sitz der Hauptwohnung führen. Seit Städte vermehrt eine Zweitwohnungssteuer eingeführt haben ist die Differenz zwischen Einpersonenhaushalten und Alleinlebenden geringer geworden, was auf den Einfluss der Politik auf die Lebensformstatistik hinweist.

 
       
   

Die Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland

BERNDT, Christina & Ulrike HEIDENREICH (2014): Es geht aufwärts, Baby.
Das Statistische Bundesamt meldet für 2013 ein leichtes Plus bei den Geburten: 682000 Kinder kamen in Deutschland zur Welt. Aber was bedeutet das schon, wenn man die ganze Gesellschaft im Blick hat? Informationen aus den Kreissälen der Nation,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.12.

DESTATIS (2014): 682 000 Kinder kamen im Jahr 2013 zur Welt,
in: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes v. 08.12.

 
       
   

NIENHAUS, Lisa (2014): Die Stadt ist jetzt für alle da.
Spätestens, wenn die Kinder kamen, zogen die Städter früher aufs Land. Heute ist alles anders: Die Familien bleiben und fühlen sich wohl wie nie,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.12.

Nichts wirklich Überraschendes hat Lisa NIENHAUS zu berichten. Die Renaissance der Großstädte wird bereits seit einem Jahrzehnt diskutiert. Auf den Trend, dass Paare in den Städten verbleiben, statt im Zuge der Familiengründung ins Umland zu ziehen, wurde auf dieser Website bereits im Jahr 2002 hingewiesen. Paare, die Beruf und Familie besser vereinbaren wollen, wurden als Family-Gentrifier bezeichnet. Spätestens mit den Müttern vom Prenzlauer Berg wird dieses Phänomen auch in den Medien breitgetreten. Aufgrund bevölkerungspolitischer Interessen wurde das Phänomen lange Zeit heruntergespielt. Solange Elterngeld und Kinderbetreuung noch nicht politisch durchgesetzt waren, dienten die Latte-Macchiato-Mütter als Phänomen für die Kinderarmut der Städter.  Massenstatistiker sind gewöhnlich keine Trendsetter, sondern beschreiben Trends lediglich retrospektiv. Erst mit der Gentrifizierungskritik der letzten Jahren wurde deutlich, dass sich zumindest die angesagten Akademikerstadtteile von den einstigen Single-Hochburgen in den 1980er Jahren zu Hochburgen der Family-Gentrifier weiterentwickelt haben.

Die Stadt ist für alle da? Gerade nicht, sondern nur noch für jene, die sie sich leisten können.

 
       
   

HANK, Rainer & Ralph BOLLMANN (2014): Leben heißt Scheitern.
Der Schriftsteller Michael Kleeberg beschreibt in seinem neuen Roman den Werdegang eines deutschen Angestellten samt Konkurrenzkampf, Karrieresprung und Burnout. Und erklärt, wie wichtig Scheitern dabei ist,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 07.12.

 
       
 

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Zu den News vom 01. - 06. Dezember 2014
 

   
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