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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
     
       
     
       
       
   

News vom 16. - 31. Januar 2002

 
       
     
       
       
     
       
   
  • Wei Hui - Shanghai Baby

    • FUHRIG, Dirk (2002): Hautenge T-Shirts in Fernost.
      Die neue chinesische Literatur drückt aufs Tempo und Wei Hui setzt sich mit "Shanghai Baby" an die Spitze,
      in: Frankfurter Rundschau v. 31.01.

 
       
   
  • PAMPUCH, Thomas (2002): Die guten alten Jugendforscher.
    Onlinedatenbanken könnten schon heute Forschungsergebnisse viel besser speichern als herkömmliche Publikationen. Aber gerade wissenschaftliche Institutionen haben in Deutschland immer noch große Hemmungen, diese Technik zu nutzen,
    in: TAZ v. 31.01.

Thomas PAMPUCH kritisiert anlässlich der Vorstellung des 11. Kinder- und Jugendberichts, dessen Ergebnisse auch auf Forschungen des Deutschen Jugendinstitut (DJI) beruhen, die Enthaltsamkeit des Instituts in Sachen Internet-Öffentlichkeitsarbeit.

Das DJI verfügt mit den Daten des "Familiensurvey" über das einzigste repräsentative Datenmaterial, das über den dominanten Haushaltsansatz der amtlichen Statistik hinausgeht. Mit Hilfe des Netzwerkansatzes lässt sich der Gegensatz "Familien contra Singles" auflösen. Dies ist angesichts des bevorstehenden Familienwahlkampf jedoch politisch unerwünscht. Die Abhängigkeit der Wissenschaft(ler) von staatlichen Geldgebern - rationalisiert als Postulat der Wertfreiheit - erklärt wohl zum großen Teil die Zurückhaltung der Wissenschaftler, selbst an die Öffentlichkeit zu gehen.

 
       
   
  • KOCH, Hannes (2002): "Attac in den Währungsfonds".
    Der Soziologe Ulrich Beck will Stimmrecht in transnationalen Organisationen für Globalisierungskritiker,
    in: TAZ v. 31.01.

    • Der Soziologe Ulrich BECK, ein Sprachrohr der zweitmodernen, transnationalen Eliten, muss eingestehen, dass die globalen Nomaden auf die vor-zweitmodernen Sicherheitsstaaten angewiesen sind, denn sie haben ein existentielles - notgedrungen körperlich-geografisches - Interesse "an einem sicheren Leben, an Wohlstand und Bildung". BECK fordert deshalb eine "Weltinnenpolitik", d.h. eine Politik, die Nationalstaaten dazu zwingen soll, die zweitmodernen Interessen der transnationalen Eliten gegen die erstmodernen Interessen der jeweiligen Staatsbürger durchzusetzen. Damit dies auch moralisch korrekt erscheint, werden die zweitmodernen, transnationalen Eliten zu Anwälten von Flüchtlingen und Migranten.
 
       
   
  • IRLE, Katja (2002): Rückkehr zur Großfamilie.
    Die Genossenschaft Wohnsinn will in Darmstadt Alt und Jung als Zweck-WG unter einem Dach versammeln,
    in: Frankfurter Rundschau v. 29.01.

 
       
     
       
     
       
   
  • WOLFSGRUBER, Axel (2002): Unheiliger Abend.
    Anwälte und Eheberater registrieren zum Jahresanfang einen massiven Anstieg von Trennungswilligen,
    in: Focus Nr.5 v. 28.01.

    • Axel WOLFSGRUBER beschäftigt sich mit der Weihnachtskrise der Ehepaare, von der die Anwälte profitieren. Wenn die Erklärung jedoch so einfach wäre, wie der Autor es darstellt, dann wäre die Abschaffung der Weihnachtsfeiertage ein Beitrag zur Stabilisierung der Ehe.
 
       
   
  • DOTZAUER, Gregor (2002): "Ich bin ein bisschen reaktionär".
    Jonathan Franzen ist der amerikanische Romanautor der Saison. Ein Gespräch über Literatur und Erfolg,
    in: Tagesspiegel v. 28.01.

 
       
   
  • FAS (2002): Die 100 wichtigsten deutschen Intellektuellen.
    Geistige Wirkung ist meßbar: Ein erstes Internet-Ranking für die gebildeten Stände,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.01.

"Der erste Gedanke ist natürlich: Könnten wir in Deutschland auch gebrauchen", schreibt Georg DOTZAUER im heutigen Tagesspiegel und fügt hinzu:

"So eine Liste mit den 100 einflussreichsten Intellektuellen, wie sie Richard A. Posner gerade für Amerika veröffentlicht hat: errechnet aus allen Erwähnungen, die 546 zumeist universitär verankerte Kandidaten durch ihre wissenschaftlichen und publizistischen Veröffentlichungen in Leitartikeln, Essays oder Webkommentaren zwischen 1995 und 2000 gefunden haben. Denn was haben wir? Die 100 peinlichsten Berliner, die 50 meistbegehrten Singles - und in der nächsten Talkshow schon wieder Guido Westerwelle als liberalen Vordenker. Gut, dass zumindest in den Staaten endlich mal einer anhand einer solchen Aufstellung darüber nachdenkt, in welchem Verhältnis Leistung und öffentliche Präsenz stehen."

Die FAS hat DOTZAUER erhört und liefert das gewünschte Internet-Ranking für Deutschland. Auf der Basis der Suchmaschinen Google und Alltheweb, hat die FAS das Web als "Intellektuellenmacher" erforscht.
          
 Single-generation.de hat seinen Beitrag zu dieser neuen Sportart geleistet. Unter den 100 bekanntesten Google- und Alltheweb-Intellektuellen befinden sich Ulrich BECK (Platz 7), Martin WALSER (9), Elfriede JELINEK (15), Alice SCHWARZER (20), Peter GLOTZ (25), Botho STRAUß (26), Dietrich SCHWANITZ (35), Christoph HEIN (39) und Diedrich DIEDERICHSEN (84).

 
       
     
       
     
       
   
  • DPA/LSW (2002): Mehr Singles und "wilde Ehen",
    in: Stuttgarter Zeitung v. 26.01.

    • In Baden-Württemberg sind die Mehrzahl der Menschen, die einen Einpersonen-Haushalt führen, entweder jugendliche Singles in der Vor-Familien-Phase oder ältere Witwen in der Nach-Familienphase.
 
       
   
  • taz-Thema "25 Jahre Emma"
     Vor 25 Jahren gründeten Alice Schwarzer und ihre Mitstreiterinnen die feministische Zeitschrift "Emma", die noch heute die klaffende Lücke zwischen "Amica" und den "Männermedien" füllt. So streitbar es war, so viele Gegenreflexe hat das Magazin hervorgerufen. Eine Alternative gibt es nicht.

 
       
   
  • BERLINER ZEITUNG-MAGAZIN-Thema

    • LEINKAUF, Thomas (2002): Editorial. Der kleine Unterschied,
      in: Berliner Zeitung v. 26.01.

    • HAASE, Gerhard (2002): Die unversöhnlichen Frauen.
      Wie Alice Schwarzer zur engagierten Feministin wurde. Vor 25 Jahren gründete sie die Zeitschrift "Emma",
      in: Berliner Zeitung v. 26.01.

    • BERLINER ZEITUNG (2002): Alice Schwarzer
      in: Berliner Zeitung v. 26.01.

 
       
   
  • LAGER, Sven (2002): Eine Nacht in der Sukhumvit Road.
    Das literarische Kneipenquartett: Ein Gespräch in der Bangkok Bar, ebendort, über den abwesenden Herrn Houellebecq, dessen lang erwarteter und kontrovers diskutierter Sextourismusroman "Plattform" kommende Woche auf Deutsch erscheint
    in: TAZ v. 25.01.

 
       
   
  • KLAUS, Michael (2002): Frühes Leid.
    Von Spießern und Rebellen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 25.01.

Michael KLAUS erzählt den Lebenslauf eines Angehörigen der Single-Generation. Es wird deutlich, dass sich auf dem Wohnungsmarkt seit Anfang der 1970er Jahre so manches geändert hat:

"Ohne die Erlaubnis der Eltern keine Trauung, ohne Trauschein keine Wohnung zu zweit. Ich musste abwarten.
          
Der magische einundzwanzigste Geburtstag rückte näher. Die Feiern begannen schon drei Tage vorher. Die letzte Nacht wurde durchgemacht. Und am Morgen hätten Anna und ich natürlich zum Standesamt gehen können. Als Verheiratete hätten wir dann endlich den Wohnberechtigungsschein und den Mietvertrag gekriegt. Aber inzwischen war Anna abgesprungen."

 
       
   
  • Nachruf auf Pierre Bourdieu

    • SCHLÜTER, Christian (2002): Intellektueller Volkstribun.
      Dank seines Blicks für feine Unterschiede wurde alles anders: Zum Tod des französischen Soziologen Pierre Bourdieu
      in: Frankfurter Rundschau v. 25.01.

      • Der bekannteste französische Soziologe Pierre BOURDIEU ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Mit dem Buch Die feinen Unterschiede stellte er die Politik der Lebensstile in den Mittelpunkt.
 
       
     
       
     
       
   
  • PFLEIDERER, Verena (2002): Mit 30 Buchstaben zum Traumpartner.
    Nogambo: Neues Computersystem sucht bei Single-Party für jedes einsame Herz einen Partner,
    in: Augsburger Allgemeine v. 23.01.

 
       
     
       
   
  • Nachruf auf Franz Innerhofer

    • POHL, Ronald (2002): Franz Innerhofer 1944 - 2002.
      "Leibeigener", Sprachbezwinger - der Autor beging Selbstmord,
      in: Der Standard v. 23.01.

 
       
     
       
   
SPIEGEL -Titelgeschichte: Der künstliche Kindersegen.
Baby-Boom aus der Retorte
  • BLECH, Jörg/LAKOTTA, Beate/NOACK, Hans-Joachim (2002): Babys auf Rezept.
    Jedes 80. Kind in Deutschland kommt heute aus der Petrischale. Die einst verteufelte künstliche Fortpflanzung ist zum globalen Geschäft geworden. Und die "Retortenkinder" gedeihen prächtig. Nur an einem scheitern die Babymacher bisher - die biologische Uhr der Frau zu stoppen.
    in: Spiegel Nr.4 v. 21.01.

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

  • BLECH, Jörg & Gerald TRAUFETTER (2002): "Laborbabys werden mehr geliebt".
    Der Chemiker und Schriftsteller Carl Djerassi über den Erfolg der Anti-Baby-Pille, die Trennung von Sex und Fortpflanzung und die Zukunft des Kinderkriegens,
    in: Spiegel Nr.4 v. 21.01.

  • LAKOTTA, Beate (2002): Drillinge - die Schattenseite der Fortpflanzungsmedizin.
    Zwei Nürnberger Ärzte fühlen sich von den Reproduktionsmedizinern missbraucht: Der eine ist Pränatalmediziner und muss immer wieder Drillingskinder aus der Retorte im Mutterleib töten, damit ihre Geschwister eine Chance haben, der andere päppelt Mehrlinge im Brutkasten auf.
    in: Spiegel Nr.4 v. 21.01.

 
       
     
       
   
  • SONNTAGSZEITUNG-Thema: Fairplay-at-home

    • MORELL, Marco (2002): Hausgemachter Krach.
      Permanenter Streit in der Beziehung ist der Preis für die Erprobung neuer gleichheitlicher Rollenmodelle im Haushalt,
      in: SonntagsZeitung v. 20.01.

    • KRÄHENBÜHL, Eva (2002): Die Patrons spielen Krippengötti.
      Grosse Firmen investieren in Kinderkrippen, aber nur dort, wo es sich rechnet,
      in: SonntagsZeitung v. 20.01.

    • GREGORIO, Walter de (2002): Die Mammas machen sich davon.
      Italiens Frauen zeigen, was Emanzipation wirklich heisst: Für ihr Glück brauchen sie weder einen Ehemann noch dessen Karriere
      in: SonntagsZeitung v. 20.01.

 
       
   
  • HUBSCHMID, Christian (2002): "Lieber nichts machen als Quatsch".
    Sven Regener über die Zukunft von Element of Crime und seinen Herrn Lehmann,
    in: SonntagsZeitung v. 20.01.

 
       
   
  • WEIDERMANN, Volker (2002): Unter die Netzhaut.
    Der amerikanische Schriftsteller Jim Knipfel ist sechsunddreißig und fast völlig erblindet. Sein Roman "Blindfisch", der jetzt auf deutsch erscheint, erzählt von seinem Weg in die drohende Dunkelheit,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.01.

 
       
     
       
     
       
     
       
   
  • GERMIS, Carsten (2002): Krippenplätze statt Kindergeld.
    Der Kinder- und Jugendbericht fordert eine neue Politik für die Familie
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 20.01.

 
       
     
       
   
  • Das Single-Dasein in den USA

    • MÄNZ, Christina (2002): Weiblich, ehrgeizig, erfolglos.
      Viele der amerikanischen Top-Managerinnen scheiterten in den vergangenen Monaten. Frauen haben sich in der Männerdomäne noch lange nicht etabliert
      in: Welt am Sonntag v. 20.01.

Scheitern ist weiblich! Christina MÄNZ nimmt den Misserfolg von Angela MERKEL zum Anlass, um über das Schicksal der amerikanischen Top-Managerinnen zu berichten:

"Viel zu gucken gibt es da allerdings immer noch nicht. Gerade mal neun der Top-1000-Unternehmen in den Vereinigten Staaten werden von Frauen geleitet; in den Fortune-500-Unternehmen beläuft sich ihre Zahl auf sechs. Im Jahr 2000 waren es nur zwei. Und dann auch noch das: Viele der ambitionierten Business-Ladys, die die Hitliste der exklusiven Männer-Enklave ‚Top-Management' erklommen hatten, scheiterten in den vergangenen Monaten."

  • Die Geschichte des Single-Daseins in den USA seit 1950
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    • KAISER, Alfons (2002): Namenlos
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 19.01.

    Alfons KAISER beschäftigt sich auf der Titelseite angesichts "1,4 Kinder pro Frau" mit dem Problem der Namensfindung in individualisierten Ein-Kind-Familien, die er fälschlicherweise zur Regelfamilie macht. Er folgt damit zwar der weitverbreiteten Logik von Ulrich BECK, der die Neue Mitte mit der Gesamtgesellschaft gleichsetzt und damit die Mehrheit der Gesellschaft ignoriert. Aber in einer Zeitung für die Neue Mitte interessiert dies sowieso niemand. KAISER hält Namen für

    "Symptome sich verändernder Lebensstile. So wie man sich heute im Individualisierungssog seine Biographie wie aus dem Setzkasten zusammenbaut (...) so zeigt man auch gern Weltläufigkeit im Eigennamen. Man geht nicht mehr in die Welt hinaus und zeigt seine Herkunft." Denn der "Bestand an Vornamen ist größer als je zuvor. Die Erlebnisgesellschaft hat in Urlaubsbekanntschaften, Seriendarstellern, Popmusikern und Sportgrößen aus aller Welt ein gigantisches Reservoir an Vorbildern gefunden. Deren Namen umglänzt Verehrung oder auch nur Sympathie. Kevin Keegan, Kevin Costner und die Flut kleiner deutscher Kevins illustrieren die Bedeutung der Populärkultur in einer Zeit, die sich vielfach vom Herkommen gelöst hat. Das macht Vornamen auch schlicht und einfach zu Modeartikeln."

    Kulturkritik ist eben chic und wer Alfons heißt, den identifiziert man namensmäßig zwangsläufig mit untergegangenen Zeiten.

     
           
       
    • KLÜVER, Reymer (2002): Gelähmt in ein anderes Leben.
      Tumorpatienten werden medizinisch bestens betreut–aber wer hilft den Zurückgebliebenen, auf den Trümmern ihrer Familien wieder gehen zu lernen
      in: Süddeutsche Zeitung v. 19.01.

    Reymer KLÜVER berichtet über den Fall eines Mannes, der durch den Tod seiner 36jährigen Frau zum allein erziehenden Vater wurde. Martina NICOLAIDIS (siehe ZEIT vom 10.01.2002) hat aufgrund ähnlicher Erfahrungen eine Selbsthilfeorganisation für verwitwete Mütter & Väter gegründet, die auch im Web unter www.verwitwet.com präsent ist.
    Heimkinder und das Versagen der Zivilgesellschaft
     
           
       
    • KÄPPNER, Joachim (2002): Ein Professor für die CSU.
      Wie ein akademischer Außenseiter die Angst schürt, die Deutschen würden zur Minderheit im eigenen Land
      in: Süddeutsche Zeitung v. 19.01.

    Joachim KÄPPNER berichtet über die Vorstellung des Gutachtens von Herwig BIRG (siehe FR vom 18.01.) und den daran anschließenden Professorenstreit zwischen BIRG und seinen Kollegen Klaus BADE und Dieter OBERNDÖRFER.

    KÄPPNER behauptet, dass die Prognosen von BIRG wissenschaftlich unumstritten seien. Dies mag vielleicht für Deutschland stimmen, aber nicht international! Die deutsche Praxis wird z.B. von dem belgischen Demografen Ron LESTHAEGE kritisiert.

     
           
         
           
         
           
       
    • HÖFLER, Barbara (2002): Generation Kukident.
      Zu alt fürs Leben? Im Kölner "Büro Zeitsprung" wehren sich wackere Mittsechziger gegen die Altersdiskriminierung.
      in: Frankfurter Rundschau v. 18.01.

    Die alternde 68er-Generation ist zur "Generation Kukident" geworden und bereitet gerade die zweite Revolution vor, diesmal jedoch keine Jugend- sondern eine Altersrevolte. Der Verein Büro gegen Altersdiskriminierung wendet sich gegen die "neueste" Form der Diskriminierung. Seit Demografen nur noch verachtend von "Alterslasten" und "Vergreisung" parlieren, ändert sich das gesellschaftliche Klima.

    Die stärkste Altersgruppe stellt zur Zeit die Generation Golf als Inbegriff der Neuen Mitte. Sie wird deshalb von allen Parteien umworben. Bis sich das Gewicht zugunsten der Älteren verschiebt, bleibt den 68ern deshalb nur die Aufklärung mittels eigener Website: www.altersdiskriminierung.de.

     
           
       
    • GRIESE, Inga (2002): Reicher ER sucht ebensolche SIE.
      Seit über 25 Jahren bahnt sich bei Claudia Püschel-Knies etwas an. Die Annoncen ihrer Partnervermittlung haben längst Kultstatus. Ein Besuch bei der Heiratsvermittlerin
      in: Welt v. 18.01.

     
           
       
    Der Autor hat in Gelsenkirchen eine Grundschule ausfindig gemacht, in der die Ausländer in der Mehrheit sind, um Herwig BIRGs Bedrohungsszenario zum Thema machen zu können:

    "So schockierte gerade Heinz Birg, Bevölkerungswissenschafter an der Universität Bielefeld, in einem Zeitungsinterview die Öffentlichkeit: «Wir denken immer, wenn wir von Integration sprechen, an eine ‹deutsche› Mehrheitsgesellschaft, in die eine Minderheit zu integrieren ist. Es kommt aber genau umgekehrt. In den Grossstädten kippt bei den unter 40-Jährigen schon ab 2010 das Mehrheitsverhältnis Deutscher zu Zugewanderten. Integration bedeutet dann: Wie integriere ich mich als Deutscher in eine neue Mehrheitsgesellschaft aus Zugewanderten?»"

    Der Autor zitiert hier die Welt vom 02.01.2002. Dies war sozusagen die inoffizielle Eröffnung des STOIBER-Wahlkampfes, denn BIRG hat im Auftrag der bayrischen Landesregierung ein Gutachten (siehe FR vom 18.01.) erstellt, das die Kontroverse Familien contra Singles forcieren wird.

     
           
         
           
       
    • OXFORT, Christina (2002): Den Generationenvertrag "leben".
      Großes Interesse am Projekt "Gemeinschaftliches Wohnen"/Haus in der Blücherstraße im Visier,
      in: Wiesbadener Kurier v. 17.01.

      • Bericht über ein Projekt, bei dem Alleinerziehende, Singles und Familien verschiedener Altersstufen, Berufen und Interessen das gemeinschaftliche Wohnen praktizieren wollen.
     
           
         
           
       
    Die ZEIT beendet ihre Familienserie mit 4 Interviews. Die Familienministerin Christine BERGMANN darf über Kinderbetreuung reden. Der konservative Verfassungsrechtler Paul KIRCHHOF darf seine Vorstellungen über das Erziehungsgeld für Eltern verbreiten. Offensichtlich ist er der etwas naiven Ansicht, dass die Angleichung der Erziehung an die Erwerbsarbeit auf den finanziellen Aspekt begrenzbar bleiben könnte. Idylle pur! Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Beruf Mutter dann endgültig von der biologischen Mutterschaft abgelöst werden wird. Das Leistungsprinzip muss dann auch im Privathaushalt eingeführt werden - Kapitalismus pur und nicht Familiensozialismus!

    Während der Fragesteller vom SPD-Familienbegriff "Familie ist da, wo Kinder leben" (Familie als Familienhaushalt) ausgeht, antwortet KIRCHHOF jedoch, indem er einen statistisch nicht erfassten, alltagssprachlichen Familienbegriff benutzt:

    "Menschen, die keine Kinder haben, sei es, dass sie keine Kinder wollen oder dass ihnen dieses Glück nicht beschieden ist".

    Während also der Fragesteller Familie als Minderheit stilisiert, spricht KIRCHHOF von Familie als Mehrheit, aber so, als ob dies die angesprochene Minderheit wäre. So einfach lässt sich aneinander vorbei argumentieren. Dies ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel bei der Scheinkontroverse Familien contra Singles.

    Ingo RICHTER spricht über GASCHKEs "Erziehungskatastrophe". Im Gegensatz zu GASCHKE sieht er hier jedoch das Problem nicht in den Mittelschicht-, sondern bei den Migrantenfamilien und fordert deshalb Jugendhilfe, statt Bildung.

    Zuletzt darf die grüne "Familienrebellin" Katrin GÖRING-ECKARDT aus der Generation Golf ihre neoliberale Familienpolitik vertreten. GÖRING-ECKARDT sieht zumindest realistisch, dass eine kompensatorische Bildungspolitik nur erfolgreich sein kann, wenn man denjenigen Eltern Zeit mir ihren Kindern wegnimmt, die ihre Kinder selbst erziehen wollen. Aus diesem Grunde vertritt sie konsequenterweise die Interessen der neuen Mitte:

    "Am liebsten würde ich überall kostenlose Programme für die Bildungsverlierer auflegen. Aber die Eltern im Engagement für ihre Kinder einschränken: das nicht."

     
           
         
           
         
           
       
    • Lone Scherfig - Italienisch für Anfänger

      • FLEER, Cornelia (2002): Dogma ohne Dogma.
        In "Italienisch für Anfänger" leihen sich dröge Dänen das Temperament des Südens,
        in: Jungle World Nr.4 v. 16.01.

      • WEGNER, Sven (2002): Viel Witz, wenig Make-up.
        Interview mit der Dogma-Regisseurin Lone Scherfig,
        in: Jungle World Nr.4 v. 16.01.

      • ROTHER, Hans-Jörg (2002): Wenn wir Nervösen uns regen.
        Wieviel Dogma braucht der Süden? Lone Scherfig lehrt "Italienisch für Anfänger" im Kino,
        in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.01.

     
           
       
    • KOTHENSCHULTE, Daniel (2002): Der Nomade im Speck.
      Mobile Möbel für das Gepäck des modernen Wanderers: Flüchtiges von der Kölner Möbelmesse,
      in: Frankfurter Rundschau v. 16.01.

    "Die Leute ziehen oft um, und kaufen dann spontan das eine oder andere dazu, was sie sich leisten können und irgendwie zu dem passt, was sie schon haben",

    zitiert Daniel KOTHENSCHULTE den Chef-Designer Per WEISS. Sein Markenzeichen:

    "Unter jedem Tisch und Schemel stehen (...) die schlichten Rollen von Krankenhausbetten für Mobilität."

    Besser gefällt dem Autor jedoch die Idee des Jobnomadentums

    "durch den Zeltstoff ausgedrückt, der sich als ähnlich universell einsatzfähiger Werkstoff erweist wie einst Pantons Kunststoffe."

     
           
       
    • KLINGENSTEIN, Susanne (2002): Generationstexte.
      Ende der Verschiedenheit,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 16.01.

    Susanne KLINGENSTEIN berichtet über ein Treffen der Literaturwissenschaftler. Sie endet ihren Bericht damit, dass sie einen Zusammenhang zwischen Literatur und Gesellschaftsform herstellt:

    "Verbindliche Kriterien für den Umgang mit Texten gibt es nur in dogmatischen Gesellschaften. Für Demokratien gilt Emersons Wort: »Jede Generation muß ihre eigenen Bücher schreiben.«"

    Die neue Website www.single-generation.de wird sich u.a. in diesem Sinne zukünftig dem Generationenthema widmen.

     
           
       

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