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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 16. - 31. Juli 2003

 
       
     
     
   
  • Sommerpausen-Thema: Peter Oefele - alleine unterwegs in Frankreich, Spanien, Marokko und Portugal
 
       
   
  • NEIDHART, Christoph (2003): "Wir stecken in einem Chaos".
    Haruki Murakami, der populärste japanische Schriftsteller, schreibt Romane für die Erneuerung seines Volkes, betrachtet die Neue Rechte als persönlichen Feind und würde gerne mit einer Katze sprechen können, 
    in: Weltwoche Nr.31 v. 31.07.

 
   
Was Singles zu allererst interessieren wird: "Diese neuen Armen sollen mehr dazuverdienen können als bisher.
Das lohnt sich erst für Familien mit mehreren Kindern. Wer allein ist oder nur ein Kind hat, kann nicht mehr zuverdienen als bisher. Erst mit mehreren Kindern summiert sich der Zuverdienst auf einen attraktiven Betrag. Vor allem, da man für diese auch den neuen Kinderzuschlag bezieht."
 
   
  • RHEINISCHER MERKUR-THEMA: Eine neue Bevölkerungspolitik muss her

    • RUTZ, Michael (2003): Kinder für das Land.
      Die Gesellschaft wird alt. Mit Elan wird an den Symptomen kuriert. Die Therapie jedoch sieht anders aus: Deutschland braucht Nachwuchs,
      in: Rheinischer Merkur Nr.31 v. 31.07.

Demografische Niedergangsszenarien - Die Konvergenz von Neuer Mitte und Neuer Rechte
  • BIRG, Herwig (2003): Auf der schiefen Bahn.
    Deutschlands Rolle in der Welt. Sterben die Deutschen aus? Fest steht: Die derzeitige Zahl der Geburten von - statistisch gesehen - 1,3 Kindern pro Frau reicht nicht aus, den Bestand der Bevölkerung zu sichern. Doch wer das Defizit auf Dauer durch Zuwanderung ausgleichen will, betreibt "demografischen Kolonialismus",
    in: Rheinischer Merkur Nr.31 v. 31.07.

    • FLORIN, Christiane (2003): Das Reichtumsrisiko.
      Babyboom. Einst traten prominente Frauen öffentlich in den Gebärstreik, heute zeigen sie öffentlich Ultraschallfotos. Warum Schwangersein wieder schick ist. Ein Musterbeispiel,
      in: Rheinischer Merkur Nr.31 v. 31.07.

      • Berichterstattung über die Medienoffensive in Sachen Schwanger ist schick.
 
   
  • Die neuen Bürgerbewegungen

    • SCHÖNEBERGER, Markus (2003): Manager machen mobil.
      Immer mehr Initiativen, Think-Tanks und Stiftungen treiben die Modernisierungsdebatte voran. Sie verstehen sich nicht als Protestbewegung. Sie wollen vielmehr den Politikern Anstöße für Reformen liefern und die Bürger überzeugen,
      in: Rheinischer Merkur Nr.31 v. 31.07.

Es wäre völlig falsch, die neuen Bürgerbewegungen in die Nähe der sozialen Bewegungen der Post-68er-Generation zu  rücken, vielmehr geht es hier um einen Wandel des Systems der organisierten Interessen.
Im Zeitalter der Mediendemokratie ist nicht mehr das Parlament oder die Ministerialbürokratie der primäre Ort der Einflussnahme auf die Regierungspolitik, sondern vermittelt über die Medien wird der Wähler direkt angesprochen.
Meinhard MIEGEL und Daniel DETTLING sind die prototypischen Vertreter eines erweiterten Systems organisierter Interessen, in dem Vereine, Think-Tanks und Stiftungen die Wirtschaftsinteressen effektiver vertreten als traditionelle Lobbyisten.
Die Verfechter generieren sich zwar als Alternative zum Verbandswesen, sind aber nur sein aktuellster Auswuchs im Zeitalter der Mediendemokratie.  
 
     
     
     
     
   
  • RB/EPD (2003): Armut in Deutschland wächst.
    Vor allem viele Singles in der Bundeshauptstadt sind auf Sozialhilfe angewiesen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 29.07.

 
   
  • RIDDER, Michael (2003): Idole der 80er Jahre
    "Ein Colt für alle Fälle" passt in die Zeit wie nie zuvor,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.07.

Michael RIDDER meint, dass die US-Serie Ein Colt für alle Fälle einen aufschlussreichen Beitrag zum überall proklamierten 80er-Jahre-Kult leistet: 

"Lange bevor Florian Illies, Bodo Schäfer, Markus Koch - und wie die Schreibtisch-Weichspüler alle heißen - zu Topstars der Generation Golf avancierten, fieberten die um 1970 geborenen männlichen Fernsehzuschauer im ZDF den Abenteuern eines Kopfgeldjägers und Stuntmans entgegen. Damals (...) wussten die Golffahrer in spe (...) noch, wie man als Mann sein muss: wie Colt Seavers eben. Da wollten sie noch keinen Golf fahren, sondern so einen coolen Truck wie Colt.
(...).
Das Geheimnis der Serie war freilich, dass die zusehenden Jungs zwar davon träumten, so zu werden wie Colt, aber doch schon wussten, dass sie eher so enden würden wie Howie (Douglas Barr) - der sympathisch-schusselige Cousin und Assistent des Helden, der immer staunte, wenn Colt gut gebaute Bikini-Damen abschleppte."

Warum passt das so genau in unsere Zeit? In seinem neuen Bestseller Generation Golf zwei schreibt Florian ILLIES:

"Die 68er befinden sich zurzeit im Stadium eines gefährlichen Selbstbewusstseins. Bis auf Heinz sehen alle Männer aus wie Richard Chamberlain in Dornenvögel, wie Lehrer Doktor Specht oder wie Ulrich Wickert und werden plötzlich zu gefährlichen Konkurrenten um die schönsten Frauen, die sie uns in der Regel, braun gebrannt und charmant parlierend, beim Stehempfang ausspannen."

Florian Illies für Eilige - Generation Golf zwei
 
     
   
  • DETTLING, Daniel (2003): Der Lift wartet nicht auf Olaf Scholz.
    Ein Neuanfang wird der SPD nur gelingen, wenn sie die Generationengerechtigkeit thematisiert,
    in: Welt v. 28.07.

 
   
  • LEERSCH, Hans-Jürgen (2003): Abgeordnete aller Parteien fordern das Wahlrecht ab Geburt.
    Initiative will Einfluss der Familien stärker - Auf einen Schlag gäbe es 13,8 Millionen mehr Wähler in Deutschland,
    in: Welt v. 28.07.

Singles sollen Menschen zweiter Klasse werden. Dies fordern alle jene, die für ein Familienwahlrecht eintreten. Der Rückkehr zur patriarchalischen Gesellschaft mit ihrem Mythos vom ganzen Haus stünde dann nur noch das Wahlrecht der Frau entgegen. Vielleicht sollte das der Mann ausüben, denn wir leiden ja bereits unter einer Verweiblichung der Kultur, wie das Frank SCHIRRMACHER und Hans-Christoph BUCH diagnostiziert haben.
 
   
  • THIELS, Gabriele (2003): Haben Frauen ein "Verfallsdatum"?
    Selten haben sich Frauen mit dem Altern so schwer getan wie heute. Dabei ist alles nur eine Frage der Einstellung,
    in: Welt am Sonntag v. 27.07.

Gabriele THIELS setzt Singlefrauen im mittleren Lebensalter unter Druck:

"Nach 45 Jahren Frauenbewegung und 26 Jahren »Emma«, nach Gleichberechtigungsbeauftragten und Frauenquote kehrt am Anfang des 21. Jahrhunderts ein Gespenst zurück, von dem wir glaubten, es längst verbannt zu haben. Es ist der jüngere Bruder der »Torschlusspanik« und heißt »Verfallsdatum«. Es taucht auf in Zeitungen wie dem Londoner »Independent«, der kürzlich fragte: »Haben Frauen ein Verfallsdatum?« Es spiegelt sich in Statistiken. Die Zahlen über Eheschließungen in Deutschland etwa belegen, dass es in jeder Altersgruppe ab 30 mehr Männer als Frauen sind, die heiraten. Schlechte Nachrichten für reife Mädels: Ab 30 sinkt die Chance, vor den Altar zu treten, rapide, bei Männern dagegen steigt sie."

Da in Deutschland - wenn überhaupt - ein Männerüberschuss im mittleren Lebensalter besteht, argumentiert THIELS nicht mit diesen Daten, sondern weicht auf Zahlen über Eheschließungen aus. In der Kategorie, die THIELS nennt, sind auch Männer über 60 und wie jeder weiß, bevorzugen alte Männer jüngere Frauen. Das hat bereits Florian ILLIES bemerkt. Männliche Rentner sind häufiger verheiratet als weibliche Rentnerinnen, die auch die größte Gruppe der Einpersonenhaushalte stellen. THIELS aber legt nahe, dass die Karrierefrauen vom Heiratsengpaß bedroht sind. Das hat Tradition:

"Das Aquarium scheint leer gefischt. Und zu allem Überfluss erinnern sich weibliche Singles irgendwann wieder an jenes - zugegeben umstrittene - Untersuchungsergebnis amerikanischer Forscher der Universitäten von Yale und Harvard aus den 80ern, das periodisch für Fassungslosigkeit unter ihnen sorgt. Danach wird eine Frau über vierzig mit größerer Wahrscheinlichkeit von Terroristen getötet, als dass sie das erste Mal heiratet".

Susan FALUDI hat mit Backlash ein ganzes Buch über dieses Thema geschrieben. Im nächsten Schritt kommt dann der Vorwurf, dass Single-Karrierefrauen zu anspruchsvoll seien. Dazu holt sich die Autorin die Unterstützung von Regine SCHNEIDER, die mit ihrem Ratgeber Nimm die Männer wie sie sind - es gibt keine anderen gerade diese Zielgruppe anspricht. Dort hätte THIELS auch nachlesen können, dass ein Männermangel nicht existiert. Gerade deshalb sieht SCHNEIDER in überhöhten Ansprüchen das Problem:

"Daß gerade Sie noch keinen von denen erwischt haben, die wieder frei sind, liegt eventuell auch an Ihnen. Obwohl Sie eine gutaussehende, persönlich gereifte, beruflich unabhängige Powerfrau sind. An dieser Stelle kommen wir nicht umhin, mit unseren Schwestern einmal ordentlich ins Gericht zu gehen. Die sogenannte Powerfrauen müssen nämlich bisweilen noch mächtig an sich arbeiten, was ihre Beziehungsreife und ihre Beziehungsfähigkeit angeht. Das lange vorherrschende Feindbild Mann sollte langsam überholt sein".

Obwohl gerade das Peter-Pan-Syndrom aktuell ist, stellt SCHNEIDER das Petra-Pan-Syndrom vor. Leider ist noch nicht bis zu Regine SCHNEIDER vorgedrungen, dass Single-Haushalte nicht unbedingt etwas mit Partnerlosigkeit zu tun haben.  

 
   
  • WEIDENFELD, Ursula (2003): Wenn ich Königin von Deutschland wär'.
    Der Kanzler heißt Gerhard Schröder und nicht Ursula Weidenfeld. Doch was wäre, wenn sie die Macht hätte? Ihre Regierungserklärung,
    in: Tagesspiegel v. 27.07.

Junge Singles hätten nichts zu lachen, wenn Sozialpopulisten wie Hans-Werner SINN oder Meinhard MIEGEL im Kabinett von WEIDENFELD säßen. Die alten Rentner könnten sich dagegen freuen:

"Die Jahrgänge, die derzeit in Rente sind, erhalten ihr Geld wie bisher. Schließlich haben sie uns in die Welt gesetzt: die Kinder der Fünfziger- und Sechzigerjahre, von denen es so reichlich gab, dass uns nicht umsonst der Name Babyboomer umgehängt wurde. Wir dagegen, die Generation der heute Dreißig-, Vierzig- und Fünfzigjährigen, haben vorsorgetechnisch bislang versagt: Zu wenig Kinder, zu wenig Arbeitskräfte, zu wenig Beitragszahler".

Offenbar hat Frau WEIDENFELD keine eigene Meinung, sondern delegiert sie an SINN und MIEGEL...   

 
   
  • LÜTSCHER, Michael (2003): Lange lebe das Alter!
    Ruth Metzler, DJ Bobo oder Roger Federer: Die Jungen von heute können sich auf ein langes, bewegtes Leben gefasst machen. Dass wir immer älter werden, hat positive und negative Folgen,
    in: SonntagsZeitung v. 27.07.

 
   
  • BORTOLANI, Martina (2003): Die Souvenirs verpatzter Ferien.
    Nie gehen so viele Beziehungen in die Brüche wie während des langen Sommerurlaubs. Beziehungs-Ratgeber für die Ferien,
    in: SonntagsZeitung v. 27.07.

 
     
   
  • BREUER, Ingeborg (2003): "Es gibt einen enormen spirituellen Hunger".
    Der Soziologe Amitai Etzioni über den "Krieg gegen den Terror", den Verfall der Werte und die Notwendigkeit zur Neuorientierung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 26.07.

 
   
  • GOOSEN, Frank (2003): Und wer küsst Oma?
    Was kann nicht alles schief gehen bei einer Hochzeit?
    in: Frankfurter Rundschau v. 26.07.

 
   
  • METZGER, Oswald (2003): Wie Deutschland den demographischen Wandel meistern kann.
    Ohne Gegensteuer schrumpft der Gestaltungsspielraum der jungen Generation,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.07.

 
     
     
   
  • FÖRSTER, Jochen (2003): Dem Leben den Hintern zeigen.
    Popliteratur ist gleich Jürgen Lottmann: gern wütend, oft vulgär, manchmal jämmerlich. Aber selten langweilig,
    in: Welt v. 26.07.

    • Jochen FÖRSTER porträtiert natürlich nicht Jürgen, sondern Joachim LOTTMANN.
 
   
  • RADDATZ, Fritz J. (2003): Pardon, Madame.
    Nostalgie gilt als schick, wenn es sich um Himbeermarmelade oder Cocktail-Shaker handelt. Aber es ist höchste Zeit, dass auch gute Manieren wieder modern werden,
    in: Welt v. 26.07.

Ermuntert von den neuen Spiegel-Werten erteilt RADDATZ dem Nouveau Rich Nachhilfeunterricht: "»Wenn du denkst, du bist alleine, mach' dir deine Finger reine«: Das war ja noch nicht direkt der Aufruf zu Krieg und Mord und Totschlag. Letzterer droht heute eher in fast jedem Restaurant - Sterne-Etablissements keineswegs ausgenommen -, wo am Nebentisch der reich gewordene Tankstellenwart in der linken Faust das Messer ragend emporstemmt, so bedrohlich, wie man ansonsten nur die Hellebarde in schlechten Wagner-Inszenierungen sieht." 
 
     
   
  • KEEVE, Viola (2003): Der Nächste, bitte.
    Partnersuche. Romantik ist sogar nach Feierabend Zeitverschwendung. Effektive Singles verabreden sich gleich mit mehreren Interessenten. Die Idee aus den USA findet auch in Deutschland ihre Liebhaber,
    in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 24.07.

 
   
  • Dan Zevin - Uncool

    • MAYER, Rainer (2003): Biedermann und die Sinnstifter.
      Generationenroman. Warum selbst Florian Illies und all die anderen deutschen Popliteraten von Dan Zevin noch etwas lernen können,
      in: Rheinischer Merkur Nr.30 v. 24.07.

Rainer MAYER möchte den US-amerikanischen Roman Uncool (als Fortsetzung von Generation X vermarktet) für die deutsche Generation Golf zwei schmackhaft machen und preist die Familie als Alternative zur verschlossenen Karriere:

"Der kalte Wind der Rezession bläst den popliterarischen Kitt aus den Fugen der Feuilletons und treibt erbarmungslose Journalisten-Jungstars über leere Straßen in Richtung Arbeitsamt. Kein Wunder, wenn eine Else Buschheuer heuer nicht mehr bei Lilo Wanders ist, sondern Hochzeitsbücher herausgibt. Ihre Alters- und Leidensgenossinnen, neudeutsch Peergroup, dürfen erzählen, wie das so vor dem Traualtar ist. Was bleibt einem auch anderes übrig? Wenn die Pipeline zum Börsengang, neudeutsch Initial Public Offering, zu ist, bestellt man eben das öffentliche Aufgebot. Statt Startup macht man ein Kind, mit neun Monaten time to market. So eins, das auf dem Boden kriecht und Anlass zu immer neuen jammervollen Nabelschauen ist."

 
   
  • KESSLER, Manuela (2003): Liebe von Amts wegen.
    Weil die Geburtenrate sinkt, hat in Singapur der Staat die Eheanbahnung in die Hand genommen - den Frauen ist damit nicht wirklich geholfen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 24.07.

 
     
     
   
  • BÄCKER, Gerhard (2003): Wer nicht arbeitet, wird kaum etwas kaufen.
    Kräftige, aber unüberlegte Schnitte ins soziale Netz schaffen noch lange keine Jobs, fördern aber die Verarmung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 23.07.

 
   
  • MARTENSTEIN, Harald (2003): die Angst vorm großen Orang Utan.
    Er ist wie Heinz Rühmann, aber mit Muskeln. Er wurde zum Vorzeige-Achtundsechziger einer Fernseh-Generation. Heute feiert der Schauspieler Götz George seinen 65. Geburtstag. Ist er der typische deutsche Mann?
    in: Tagesspiegel v. 23.07.

 
     
   
  • IDE, Robert (2003): Generation Trabant.
    Die jungen Ostdeutschen können mit der westdeutschen Identitätskrise nichts anfangen - sie haben schon einen Crash hinter sich,
    in: Tagesspiegel v. 22.07.

"Beim Generationenkonflikt warten wir ab, wie sich die Sache entwickelt. Schlimmstenfalls bricht das Sozialsystem zusammen. Aber auch das haben wir schon einmal überstanden", meint Robert IDE aus ostdeutscher Sicht.
 
   
  • MACHNIG, Matthias (2003): Aufforderungen zur Häutung.
    Die Sozialreformen bewirken wenig - bereiten aber wirklichen Sozialreformen den Weg,
    in: Welt v. 22.07.

Der frühere SPD-Geschäftsführer Matthias MACHNIG erklärt den Welt-Lesern den Sinn der Agenda 2010: "Unter Beratern und Journalisten gibt es den Begriff der hidden agenda (versteckte Agenda), oder die Agenda der Agenda. Die Agenda 2010 ist auch eine hidden agenda. Sie kann neben der notwendigen, kurzfristigen Sanierung des Bundeshaushalts und der Sozialsysteme endlich einen Mentalitätswandel in Deutschland einleiten. Die Einschnitte (Krankengeld, Arbeitslosengeld etc.) werden an symbolischen Einzelpunkten diskutiert, die einen Paradigmenwechsel in deutscher Politik markieren können. In Wahrheit ist die Agenda ein erster Offenbarungseid und Realitätsschock. Der geschaffene Sozialstaat ist unter den Bedingungen von Globalisierung, Steuerflucht, demografischem Wandel, Massenarbeitslosigkeit und andauerndem Aufbau Ost nicht mehr zu finanzieren".
(...).
"Zunächst brauchen wir einen neuen Elitekonsens in Deutschland und über einen Elitekonsens einen neuen gesellschaftlichen Konsens. Die nächsten Jahre sind Jahre der Strategen, nicht der Taktiker, die Jahre der Politik, nicht der Verteilung, die Jahre schöpferischer Erneuerung, nicht des Verwaltens. Der kulturellen Modernisierung Deutschlands muss auch eine ökonomisch nachholende Modernisierung aus der Mitte folgen. Dies ist die Agenda der Agenda".
 
     
     
   
  • HEINE, Matthias (2003): Alle Unlust will Ewigkeit.
    In Generations-Gewittern: Das Gejammer über Altersgruppen nimmt kein Ende - man muss den Autoren beherzt "No Future" zurufen,
    in: Welt v. 21.07.

Matthias HEINE ist wenig erfreut über den Generationen-Dschungel. Nach Florian ILLIES' Generation Golf zwei bringt das 2. Halbjahr weitere Bücher:

"Bis eben gerade hatten wir uns der trügerischen Hoffnung hingegeben, dass Florian Illies mit seinem neuen Buch nicht nur die »Generation Golf«, sondern auch gleich das ganze Phänomen des Generationen-Machens zu Grabe tragen würde. Dann fiel uns die Ankündigung des Argon-Verlags in die Hände: Dort erscheint bald Reinhard Mohrs »Generation Z«, ein Versuch, den »Zaungästen« oder »78ern«, die Mohr 1992 schon einmal folgenlos erfunden hatte, ein neues zeitgeistiges Label zu verpassen. Und der Journalist Matthias Kalle schreibt für Kiepenheuer & Witsch schon mit 27 ein Buch »über das Versagen seiner Generation«.
Es nimmt kein Ende mit dem Generationsgejammer. Alle Lust will Ewigkeit. Alle Unlust offenbar erst recht. Aber wenn irgendwann der letzte Baum für das letzte Buch gefällt ist, werdet ihr feststellen, dass man Generationen nicht essen kann".

Ein Vorgeschmack darauf, was den Leser bei Reinhard MOHR erwarten könnte, das liefert bereits eine kürzlich erschienene Titelgeschichte des Spiegel

 
     
   
  • SHAHD, Maurice (2003): Flüchtige Shopping-Kicks.
    Konsumenten haben ihre Gewohnheiten geändert - die alten Kaufreflexe funktionieren nicht mehr,
    in: Tagesspiegel v. 20.07.

Maurice SHAHD berichtet über die These von Marktforschern, die den Kummer der Markenhersteller auf "Lifestyle-Verweigerung" zurückführen.
 
   
  • NZZ-Zeitfragen: Die zerbrechliche Coolness

    • HOFMANN, Markus (2003): Ach, die Jugend,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.07.

    • FARIN, Klaus (2003): Die (un?)politische Jugend
      Pragmatik und Emotion bestimmen das Engagement der Jugend,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.07.

    • TOBLER, Elsbeth (2003): Die zerbrechliche Coolness.
      Junge Menschen sehnen sich wieder nach sozialen Werten,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 19.07.

Soll die Familie-Ideologie durchgesetzt werden, entdecken die Journalisten plötzlich die Statistik als Fehlerquelle, obwohl dies seit mehreren Jahrzehnten bekannt ist:

"Auch der Basler Soziologe Ueli Mäder bestätigt: «In Zeiten des Wandels und der Auflösung gewinnen verbindliche Beziehungen als emotionale Heimat der Menschen neue Wertschätzung.» Der Privatdozent für Soziologie an der Universität Basel sieht keinen signifikanten Trend zur Single-Gesellschaft. Tendenziell steige zwar die Zahl der Einpersonenhaushalte. «Doch relativ wenige Menschen leben überzeugt ohne Partner gemäss dem Credo der Single-Bewegung.»
Fehlerquelle vieler Berichte über den Boom der Alleinlebenden ist die Statistik selbst. Zwar wies die Schweizer Volkszählung 1990 dreimal mehr Einpersonenhaushalte als 1960 aus, nämlich rund 920 000, wovon etwa die Hälfte auf die Städte Zürich, Bern, Basel, Genf und St. Gallen entfielen. Nach der vorläufigen Auswertung der Volkszählung 2000 muss dieser Wert nochmals nach oben korrigiert werden, so das Bundesamt für Statistik (BfS). Erstes Zwischenergebnis: rund 1,12 Millionen Einpersonenhaushalte. Allerdings darf man diese Zahl nicht gleichsetzen mit Single-Ideologie oder Vereinzelung. Denn darin enthalten sind viele Geschiedene und Verwitwete, die gerne wieder eine Zweierbeziehung eingehen würden, sowie jüngere allein lebende Menschen, die erst einmal mit verschiedenen Partnern «experimentieren», bevor sie sich langfristig binden. Zudem haben viele ältere Menschen zwar keinen Lebensgefährten mehr, wohl aber erwachsene Kinder und somit Familie."

Mit dem letzten Satz wird Familie nicht mit Familienhaushalt gleichgesetzt, wie das bei den sozialpopulistischen Berichten der Fall ist, sondern Familie wird als haushaltsübergreifendes Netzwerk begriffen.

 
   
  • SORRENTO, Aureliana (2003): Wir schlagen keine tiefen Wurzeln.
    Die Schriftsteller Kolja Mensing und Tobias Hülswitt über Provinzler, Öko-Eiferer, Heimatgefühl und das Leben in der Großstadt,
    in: Berliner Zeitung v. 19.07.

 
   
"Gründe, warum auch diese Zeiten ihr Gutes haben, gibt es einige, mal abgesehen davon, dass so (...) richtig abgedrehter Ghettoflachwichs nur noch auf www.dotcomtod.com zu bewundern ist.
Hier muss man nachschauen, wenn man über den
geistigen und körperlichen Verfall der Generation Golf und ihrer Plastevorläufer aus den geburtenstarken Sechziger Jahren etwas erfahren will. So viel glatt rasierte, untertemperierte Koks- und Prozacverseuchte Hohlbirnen trifft man selten auf einmal an. Schön an diesen Zeiten ist aber eindeutig, dass auch sie, wie alles hienieden, dem Untergang geweiht sind", urteilt Renée ZUCKER.
 
     
     
   
  • UNFRIED, Peter (2003): Daddy Cool.
    Schlampen, Luder, Sexsymbole sind out. Und auf Partys sieht man nur noch Frauen mit Bauch. Großartig. Für Männer,
    in: TAZ v. 19.07.

Peter Unfried fasst nochmals die Mitte-Presse zum Thema Baby-Boom und Frauenherrschaft zusammen: "Falls irgendjemand die neun spektakulärsten gesellschaftlichen Thesen der letzten Zeit nicht parat haben sollte, hier der Schnelldurchlauf:
1. Einfühlsame und doch taffe Moderatorinnen moderieren Deutschland (
FAZ).
2. Sex ist out (FAS).
3. Schlampen sind out. Luder haben geheiratet (J. Elvers-Elbertzhagen), sind verreist (A. Sommer), geplatzt (N. Abdel Farrag), verletzt worden (B. Schäfer).
4. Dosenpfand hat gute Seiten - und schlechte (Quelle: taz).
5. Ehemalige Sexsymbole werden "asexuell" inszeniert (Moore, Diaz, Barrymore).
6. Oder halten jetzt auch in D. statt der üblichen Körperteile ihren Bauch in die Kamera (Feldbusch, demnächst Connor).
7. Die Kleinfamilie ist in. (Quelle: u. a.
SZ-Magazin ).
8. Die Generation G. sitzt zu Hause und versucht das Scheitern des großen, neuen Entwurfs ("Start-up", arbeiten, leben, Tischfußball spielen mit Gleichgesinnten) durch Rückbesinnung auf die "Start-up-Familie" zu kompensieren (Quelle:
Frankfurter Rundschau ).
9. Der Bauch der Frau ist Gott.
Letzteres ist eindeutig die spektakulärste These des Monats (auch FR - hm, was ist denn mit denen los?). Deshalb soll hier auch nicht unnötig verkomplizierend die Rede sein von der
Geburtsratenrealität im Land (kaum Kinder), vom Retromoralismus oder der problematischen Neudefinition eines ohnehin seltsamen Rituals ("Heirat") als Ausstellung eines in der Regel von der Frau definierten Konsumstils. Die Frage, die sich mir stellt: Wenn Sex und Sexsymbole wie ja auch Singles out sind, aber zumindest in einem Teil der Gesellschaft Bauch, Kinder, Kleinfamilie usw. in - was hat denn das für Auswirkungen für Leben und Image eines Kleinfamilienvaters?
Tja, und sehen Sie, die Antwort ist: Rundum positive."
 
     
     
     
     
   
STERN-Titelgeschichte: Das Märchen von der Chancengleichheit.
Warum Herkunft und Beziehungen mehr zählen als Leistung
  • WÜLLENWEBER, Walter (2003): Das Märchen von der Chancengleichheit.
    Es war einmal eine Gesellschaft, die glaubte: Wer tüchtig ist, kann es nach ganz oben schaffen. Sogar Arbeiterkinder. Neue Studien enthüllen den Selbstbetrug der Deutschen: Noch immer ist die Elite eine GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT. Eines der wichtigsten politischen Ziele der Nachkriegszeit wurde verfehlt,
    in: Stern Nr.30 v. 17.07.

Die Leistungsgesellschaft in der Debatte

  • OCHMANN, Frank (2003): Chancengleichheit - biologisch gesehen.
    Persönlichkeit und verhalten sind ebenso genetisch begründet wie unsere Haarfarbe. Doch bestimmt das Erbgut noch lange nicht, wer es in den Vorstand schafft,
    in: Stern Nr.30 v. 17.07.

  • SCHEYINK, Doris & Walter WÜLLENWEBER (2003): "Mein Weg war natürlich eine Ochsentour".
    Bayer-Chef Werner Wenning hat es aus kleinen Verhältnissen bis ganz nach oben geschafft. Er ist der einzige Vorstandsvorsitzende eines Dax-Unternehmens, dem ein solcher Aufstieg gelang,
    in: Stern Nr.30 v. 17.07.

 
     
     
   
  • HEUSER, Uwe Jean (2003): Die Krise im Kopf.
    Mit ihrem Klein-Klein vergeudet die Generation Schröder - Stoiber jede Reformenergie in Deutschland. Und die Jüngeren lassen sich das gefallen,
    in: Die ZEIT Nr.30 v. 17.07.

Uwe Jean HEUSER klingt wie Florian ILLIES in seinem neuen Buch: "Vielleicht müssen sich die Machthaber von morgen heute eine andere Republik erstreiten gegen Konsenspolitiker, Verbandsfürsten und andere Würdenträger".
 
     
     
     
     
     
   
  • Feindbild Babyboomer-Generation

    • DIERING, Frank (2003): Abgerechnet wird zum Schluss.
      Die No-Future-Generation kommt in die Jahre - und wird zum Problem
      in: Welt v. 16.07.

"Jede Generation hat ihre Zeit, und in der mit Sorge beäugten Alterspyramide der Deutschen fällt eine Gruppe als letzte Bastion eines geburtenstarken Jahrzehnts besonders ins Gewicht. Die No-Future-Generation als Spitze der Baby-Boomer (1946 bis 1969). Die Jahrgänge zwischen 1959 und 1969 beschäftigen Demographen ebenso wie Banker und Arbeitswissenschaftler"

informiert uns Frank DIERING. Die Gründerväter des Punk und des Hip Hop sind das Feindbild von DIERING, der hier den Generationenkonflikt anheizen möchte und zum Schluss folgendes Szenario aufzeigt:

"Abgerechnet wird zum Schluss, könnte zum Schlachtruf der No-Future-Generation avancieren. Mit Argusaugen werden sie über die Karrieren der Damen und Herren aus der Spaßgesellschaft, der Generation Golf und X wachen. Die Pilzhaube steht auf einem dünnen Fuß. Die ehemaligen Punker werden zu Besitzstandswahrern mutieren, die ihre Saat der Vergangenheit nun kräftig abernten möchten."

Das Problem von DIERING ist offenbar, dass er sich im Generationendschungel verlaufen hat, denn Generation X und No-Future-Generation sind eher Synonyme als unterschiedliche Generationen, wobei im exakten Sinne immer nur von Generationeneinheiten zu sprechen wäre.

 
       
   

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Zu den News vom 01. - 15. Juli 2003

 
       
   
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