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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 11. - 30. Juni 2003

 
       
     
     
     
       
   

Zitat des Monats:

"Während heute von den über 75-Jährigen in Deutschland nur 32 Prozent Männer sind, wird dieser Anteil im Jahre 2050 auf 42 Prozent steigen. Trotzdem werden es wahrscheinlich alte Single-Frauen sein, die künftig die Trends im Zusammenleben, in gegenseitiger Unterstützung und seelischer Intimität bestimmen - ungeachtet einer Werbewirtschaft, die nach wie vor das heterosexuelle Kukident-Paar am Nordseestrand als Altersmodell vorgaukelt."
(aus: Barbara Dribbusch in der TAZ vom 07.06.2003)

 
       
       
   
  • KOLWITZ, Kai (2003): Verdammt lang her.
    Don Alphonso und sein Roman über die New Economy,
    in: Tagesspiegel v. 20.06.

 
     
   
Felix SERRAO hat einer Spiegel-Meldung nachgespürt.
 
   
TIP-Titelgeschichte: Nie mehr Single.
Liebe finden in der Großstadt

BRAUN, Iris & Marcus WEINGÄRTNER (2003): Aus Eins mach zwei.
Für viele Großstädter hat das Single-Dasein als urbanes Lebensmodell ausgedient. Nicht nur Serienheldinnen wie Ally McBeal oder Carrie Bradshaw sind ständig auf der Suche nach einem Partner. Der tip zeigt was man tun kann, um endlich die bessere Hälfte zu finden,
in: Tip. Berlin Magazin v. 19.06.

Man sollte den Autoren ihre Single-Statistik um die Ohren hauen! Wer in einem Bericht über Partnersuchende eine Statistik der Einpersonenhaushalte präsentiert ohne zu erwähnen, dass Alleinlebende weder Partnersuchende noch Partnerlose sein müssen, der muss als extrem singlefeindlich eingestuft werden. Die präsentierte Single-Statistik enthält nichts als NULLINFORMATIONEN! Wer einfach nur die Einpersonenhaushalte auflistet und noch nicht einmal Alterskategorien präsentiert, der verdoppelt nur die Desinformation der Statistikämter.

Was  nützt einem Partnersuchenden die Information, wie viele Einpersonenhaushalte in einem Berliner Stadtteil existieren? Überhaupt nichts! Erst recht nicht, wenn der 18jährige ledige Student darunter genauso zu finden ist wie die 90jährige allein lebende Witwe. Die Kategorie Alleinerziehenden-Haushalte ist genauso irreführend, wenn es um Partner suchende allein Erziehende geht. Viele dieser angeblich partnerlosen allein Erziehenden leben mit einem Partner zusammen oder leben in einer Patchworkfamilie.

Seriöse Journalisten berichten über den Missstand, dass es an Statistiken über Partnerlose bzw. Partnersuchende mangelt. Die Autoren des TIP dagegen vernebeln dies! Ihnen geht es um die sozialpopulistische Darstellung des Single-Dasein, was leider kein Einzelfall ist. Dazu passen Stereotypen wie:

"Sangen Frauenzeitschriften und Szenemagazine lange ein öliges Loblied aufs Dasein als Single - wirtschaftlich unabhängig, gesellschaftlich gern gesehen und als Konsument aufgeregt umworben - hat sich das Blatt im kalten Wind der wirtschaftlichen Rezession gewendet. Da man jetzt wieder dabei ist, enger zusammenzurücken, besinnen sich viele alleinstehende Großstädter auf elementare Werte: Zweisamkeit, Partnerschaft und die Sicherheit, an der Seite eines anderen Menschen die Höhe und Tiefen des Lebens zu meistern".

Wenn überhaupt waren nur Yuppies, aber nie Singles umworben! Die Mär vom bindungslosen Single hat immer nur eine Minderheit der Einpersonenhaushalte betroffen. Im Anschluss an das sozialpopulistische Bild vom Single schließen sich Tipps zur Partnersuche an. Dabei mangelt es nicht an EIGENWERBUNG! Es werden die TIP-Singleparty und die TIP-Kontaktanzeigen beworben. Böswillig könnte man sagen, dass der ganze Artikel nur der Bewerbung von TIP-Angeboten dient!

Dienstleistungsmetropole Berlin - Die Hauptstadt der Singles?

DÖRRE, Stefanie (2003): Touren, die gut ankommen.
Zehn Orte fürs erste Date - wo die Herzen garantiert höher schlagen,
in: Tip. Berlin Magazin v. 19.06.

TIP: Fundbüros für Liebe,
in: Tip. Berlin Magazin v. 19.06.

DÖRRE, Stefanie (2003): Keine Lust auf Jammerlappen-Frauen.
Romane, in denen komplexbeladene Single-Frauen ihren Traumprinzen finden, haben Hochkonjunktur. Nun hat tip-Autorin Jenni Zylka mit "1000 neue Dinge" ein Kreuzberg-Version über Leben und Liebe geschrieben,
in: Tip. Berlin Magazin v. 19.06.

 
   
  • Das Single-Dasein in der Schweiz

    • MÜLLER, Franziska K. (2003): "Ich darf alles".
      Sie wohnen an bester Lage, tragen Massanzüge und philosophieren über den Fortgang des Lebens. Sie gehören zur Jeunesse dorée in der Schweiz. Wie gehen sie mit so viel Glück um?
      in: Weltwoche Nr.25 v. 19.06.

Eine Reportage über das Elend der neoliberalen Modemenschen. Der Artikel ist aber nur für diejenigen erträglich, die solche Beschreibungen nicht langweilen: "Marc trägt am Handgelenk eine 3000-Franken-Uhr von Patek Philippe und hat sein BMW-Cabriolet mitten auf dem Gehsteig parkiert".
 
   
  • FRITSCHI, Harald (2003): Die Linke macht mobil.
    Rote Rezepte gegen den Sozialstaat-Abbau: Sozialdemokraten und Gewerkschaften kündigen einen heissen Herbst an. Ihre Vorschläge für eine gerechte Schweiz,
    in: Facts Nr.25 v. 19.06.

    • Eine Titelgeschichte über den Umbau des Sozialstaats in der Schweiz. Das Cover ganz in rot...
 
     
   
  • ADAM, Konrad (2003): Der Sozialstaat der Zukunft,
    in: Welt v. 17.06.

 
   
GOEB kündigt die 3teilige Serie  Gesucht: Traumfrau & Märchenprinz - Die Sehnsüchte der Single-Gesellschaft an, dessen erster Teil heute auf VOX läuft. In Süddeutsche TV kann man die gedruckten Single-Mythen der SZ im Fernsehen anschauen. Wer will das jedoch?  Bereits die Vorankündigung von VOX offenbart das typische sozialpopulistische Bild:

"Deutschland vereinsamt - diesen Eindruck vermitteln zumindest die Singlestatistiken. Geschätzte zwölf Millionen Beziehungs-Solisten leben in der Bundesrepublik, die meisten von ihnen unfreiwillig. Davon profitiert der kommerzielle Kontaktmarkt: Tausende Spezialdienstleister werben um das Geschäft mit den meist gut verdienenden Singles".

In diesem Text werden Nesthocker, Fernliebende, nicht-eheliche Zusammenwohnende, WG-Bewohner, Yuppies, Väter von Spagatfamilien, alleinlebende Witwen, Partnerlose usw. - eben Personen, die von Statistikern im "schwarzen Loch" Einpersonenhaushalt zusammengefasst werden können - als Alleinlebende zum Klischee des einsamen Partnerlosen zusammengemixt. Dieses Kunststück ist eine der leichtesten Übungen eines Sozialpopulisten!

 
   
  • SPIEGEL (2003): Vom Unglück der Singles,
    in: Spiegel Nr.25 v. 16.06.

Im Mutterstolz-Spiegel müssen Singles 50+ per se unglücklich sein. Da wird nicht davor zurückgeschreckt eine noch unveröffentlichte Studie des Soziologen Walter BIEN, der nicht gerade für ein undifferenziertes Single-Bild bekannt ist, auf eine Kurzmeldung zu reduzieren, in der Unfreiwilligkeit ("Tod des Partners, Scheidung und Ähnliches") zum Unglück wird.

Unfreiwilligkeit kann auch eine Chance zum Neuanfang sein. Dass Nicht-Singles auch nicht immer glücklich sind, dieses Thema wird dabei ebenfalls verschwiegen.

 
   
In einer weiteren Kurzmeldung heißt es, dass der "BürgerKonvent" und die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM)" auf Druck von Großkonzernen" fusionieren sollen, damit mehr Spendengelder fließen. 
 
   
In den Feuilletons ist die Popliteratur totgesagt. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Christiane ZSCHIRNT hat nachgefragt und zugeschaut: "Zuckt die Popliteratur noch? Helmuth Kiesel, Germanistikprofessor in Heidelberg und einer der Veranstalter, sagt, nur weil die Popliteratur längst etabliert ist, bedeute dies noch lange nicht, dass sie nicht mehr kreativ sei. Er hat Recht. Denn auf einer Lesung präsentierte Elke Naters, gemeinsam mit ihrem Freund und Koautor Sven Lager, unveröffentlichte Momentaufnahmen über das Leben mit Kindern. Der Alltag von Popeltern mit ihren Popkindern birgt allerhand sprachliches Neuland: »Kann ich?«, sagen die Kinder andauernd wie alle Kinder und tun so, als sei das schon ein ganzer Satz."
 
     
   
  • PROFIL-Titelgeschichte: Was Frauen wirklich wollen

    • HAGER, Angelika (2003): Baustelle Liebe.
      Das Kräftemessen zwischen Selbstverwirklichung und der unheilbaren Sehnsucht nach Romantik prägt nicht nur den Alltag der "Sex and the City"-Serienheldinnen. Mit den wachsenden Ansprüchen der Frauen an die Liebe reduziert sich auch deren Haltbarkeit,
      in: Profil Nr.25 v. 16.06.

    • HAGER, Angelika (2003): Comedy-Alarm im TV.
      Warum "Sex and the City" mit der sechsten Staffel endet und welche Projekte über das Single-Leben in Planung sind, 
      in: Profil Nr.25 v. 16.06.

 
     
   
"Die Privatisierung der Erfolge und die Politisierung der Probleme ist inzwischen ein typisches Verhaltensmuster. So kann es nicht weitergehen",

mault unser Wirtschaftsminister Wolfgang CLEMENT. Der Minister ernennt sich im Artikel zum Coach von "TeamArbeit für Deutschland":

"Das Ziel von TeamArbeit für Deutschland ist ambitioniert: Wir wollen das größte Netzwerk gegen Arbeitslosigkeit in Deutschland schaffen, ein neues Zusammenspiel von Staat und Gesellschaft".

Noch eine neue Bürgerbewegung, diesmal unter Anleitung eines Ministers!

 
   
  • CASATI, Rebecca (2003): Aus dem Album der Arten.
    Heute: Der "Toller Sex"-Junge,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.

Im Gegensatz zum Generationskollegen KRÄMER bietet Rebecca CASATI Übersetzungshilfen für die Angebergesellschaft an: "Tatsächlich lauten die häufigsten Übersetzungen für den Begriff »Toller Sex« allerdings: »Ich kann nicht allein sein«, »Ich habe keinen Besseren gefunden«, »Ich bin ganz versessen auf das Geld meines Partners« oder: »Mein nächster Film darf kein Flop werden.»"
 
   
"Meine Eltern gehörten zu einer Generation, die immer noch von den Verklemmungen früherer Jahrzehnte traumatisiert war: als körperliche Scham noch mit Gefühlen der Schuld und der Schande vermischt wurde.
Inzwischen hat eine so genannte sexuelle Revolution die letzten Barrieren gesprengt. Scham gilt quer durch alle Bevölkerungsschichten als Relikt aus vormoderner Zeit, das mitleidig belächelt wird",

behauptet KRÄMER als Angehöriger der Generation Golf. Und es dauert nicht lange, bis der allgegenwärtige Gewährsmann für solche Thesen genannt wird: Michel HOUELLEBECQ. Der französische Schriftsteller gehört aber ganz und gar nicht zur Generation derjenigen, die ohne Verklemmungen aufgewachsen sind. HOUELLEBECQ ist eher ein Beispiel dafür, dass die sexuelle Revolution nur den Verstand, aber nicht das Gefühl erreicht hat. Dem Kern unserer Angebergesellschaft kommt KRÄMER erst zum Schluss näher, wenn er zugibt, dass die Schamhaftigkeit doch weiter verbreitet ist:

"Wer nicht inflationär Sex hat oder zumindest nicht offen und unverblümt darüber reden will, wer sich nicht sofort zu seinen speziellen Vorlieben bekennen kann, wer also kurzum immer noch über einen Funken sexuellen Schamgefühls verfügt - der gilt in manchen Kreisen als gehemmt und blockiert."

Der amerikanische Psychoanalytiker Michael P. NICHOLS (Nur keine falsche Scham, 1994) schreibt z.B. dass anscheinend schamloses Verhalten auf Schamhaftigkeit zurückgeführt werden kann: denn vor nichts fürchten wir uns in unserer Kultur mehr als davor, als feige zu gelten! Beim Abriss wissenschaftlicher Schamtheorien fehlt zudem ein wichtiger Verweis auf den Soziologen Sighard NECKEL, der im Essay Achtungsverlust und Scham (Sammelband Die Macht der Unterscheidung) zum Wandel der Schamhaftigkeit schreibt:

"In weiten Teilen des Alltagslebens verliert das Schamgefühl seine Bedeutung als Tugend und Wert, um als soziale Sanktion um so stärker in den Vordergrund zu treten. Das moderne Individuum sieht sich dadurch einer weit verbreiteten Erwartung auf Schamlosigkeit gegenüber, zu der sich eine latente Schamangst wie die Furcht vor Enthüllung zum Tabu der Nacktheit verhält. Scham nimmt in diesem Zusammenhang den Charakter einer heimlichen Emotion an, die ihren Ausdruck bestraft, weil er sich mit dem Individualitätscode so wenig verträgt. Wenn Scham zum Tabu des Individualitätsbewußtseins wird, eignen sich Beschämungen in besonderer Weise dazu, als soziale Waffe zu fungieren. Sie treten heute als »subtile Distinktionen« (Rudolf Richter) auf - als praktische Methode in der alltäglichen Konkurrenz individualisierter Subjekte, sich selbst als überlegen, andere dagegen als inferior darzustellen."

 
     
   
  • METZGER, Oswald (2003): Gier nach Ehrlichkeit.
    Bei ihrem Parteitag am Wochenende können sich die Grünen nicht länger durchmogeln. Sie müssen endlich ein eigenes Modell für unseren Sozialstaat entwickeln,
    in: Financial Times Deutschland v. 13.06.

Oswald METZGER dient den Grünen das Sozialstaatsmodell der Westerwelle-FDP an.
 
   
  • WALTHER, Rudolf (2003): Rund geschliffen.
    Grünen-Parteitag zur "Agenda 2010". Ankunft in jener alten Mitte, in der nur noch Konformismus zählt,
    in: Freitag Nr.25 v. 13.06.

Rudolf WALTHER beklagt die FDPsierung der Grünen: "Eine geradezu idealtypische Verkörperung rundgeschliffener grüner Mittigkeit und Mittelmäßigkeit ist Oswald Metzger, (...) der (...) in jeder Hinsicht grüne Gegenwart und Zukunft repräsentiert: In der brachial-plumpen Sprache eines Stefan Effenberg plappert er die neoliberalen Lebkuchenverse von Hans-Olaf Henkel, Meinhard Miegel oder Arnulf Baring nach (...). Und wie die drei Vorbeter des neoliberalen Clans lässt sich auch Metzger in seiner Marktverblendung ebenso wenig auf Debatten darüber ein, welchen Bevölkerungsschichten Steuern und Abgaben erspart oder mehr Eigenleistungen zugemutet werden können oder für wen sozialstaatliche Transferleistungen überflüssig sind.
Der nächste Schritt, den das grüne juste milieu vorbereitet, ist die Einstimmung von Mitgliedern, Wählern und Publikum auf eine Kooperation mit der CDU. Auch hier zählt Metzger zu den lauten Trompetern, um die Hausmusik der Klientelpartei FDP nachzuspielen."
 
     
   
  • HEINKE, Nathalie (2003): Der vermeintlich letzte Ausweg.
    Weit über zehntausend Menschen sterben jährlich in Deutschland durch Selbstmord. Das sind mehr, als im Straßenverkehr umkommen. Vor allem die über 60-Jährigen sind suizidgefährdet. Die Ursachen sind Depression und Einsamkeit,
    in: TAZ v. 13.06.

Selbstmord ist männlich: über 8000 Männer und weniger als 3000 Frauen nahmen sich 2001 das Leben. HEINKE führt dazu aus:

"Nach Depressionen und Suchtmittelabhängigkeit scheint das Kriterium Alter die dritthäufigste Gefährdungskategorie für eine suizidale Entwicklung zu sein, so die Expertensicht. Einsamkeit, der Verlust des vertrauen Umfeldes oder des Lebensgefährten, Krankheit, Isolation, Armut und Misshandlungen - die Gründe, weshalb alte Menschen an Selbstmord denken oder ihn in die Tat umsetzen, sind vielfältig."

 
   
  • Das Single-Dasein in Frankreich

    • WEILL, Claude (2003): Du baby-boom au papy-blues.
      Histoire d'une génération qui a changé la France - et changé avec elle,
      in: Nouvel Observateur Nr.2014 v. 12.06.

Jean-François Sirinelli - Les baby-boomers
 
     
   
  • SCHÄFER, Karl-Heinz (2003): Witz in der Beziehungskiste.
    Ildikó von Kürthy. Die Frauenversteherin ist derzeit Deutschlands erfolgreichste Schriftstellerin. "Sie schreiben ja über mich", urteilte eine Leserin. Für die Autorin der Beweis, wieder einmal ins Schwarze getroffen zu haben,
    in: Rheinischer Merkur Nr.24 v. 12.06.

 
   
  • DÖRRIE, Doris (2003): Ausstieg ins neue Leben.
    Ende einer Sucht. Sei brauchte Zigaretten, weil sie dabei sein wollte. Wie alle netten Typen. Die anderen waren Memmen. Doch plötzlich wurde sie eine von denen - und fühlte sich ganz stark,
    in: Rheinischer Merkur Nr.24 v. 12.06.

Die Filmemacherin Doris DÖRRIE gesteht: "Auf keinen Fall Schwäche zeigen! Filterzigaretten waren etwas für Tussis. Ich rauchte, statt zu essen.
Verklemmt, wie wir alle waren, obwohl wir natürlich sehr befreit taten, lief unsere Kommunikation ausschließlich übers Rauchen. Ohne Zigarette in der Hand oder im Mund wären wir vor
Schüchternheit umgefallen wie die Fliegen. Wie sollte man denn mit einem Mann anders ins Gespräch kommen als über eine Zigarette?"
 
     
   
  • KRAUSE, Tilman (2003): "Ich begreife auch mal was".
    Elke Heidenreich zum zweiten: Ein neuer Typ Literaturkritik setzt sich durch,
    in: Welt v. 12.06.

In der Welt wurde die Spaßgesellschaft am eifrigsten totgesagt. Tilman KRAUSE - ein Hard Core-Vertreter des Niveaumilieus - hat das verschlafen, denn in Elke HEIDENREICH sieht er einen neuen Typus der Literaturkritik: den "Literaturkritiker für die Spaßgesellschaft".

Der Leser der Spaßgesellschaft ist ein Leser, der sich mit den Romanfiguren identifizieren will. Peter UNFRIED stellte unlängst Ildikó von KÜRTHY als typischen Vertreter vor. Für KRAUSE ist das Pop-Literatur im Sinne von Trivialliteratur. Den Stand in Sachen Literaturkritik beschreibt KRAUSE zum Schluss:

"Die Überwindung des Grabens von E- und U-Kultur, die einige von uns sich in den neunziger Jahren auf die Fahnen geschrieben hatten, diese Überwindung ist damit einstweilen suspendiert. Nein, die Kluft ist zementiert."

 
   
Matthias POLITYCKI widmet sich den Rolling Stones als Sprecher und Analytiker der 78er-Generation. So wird es jedenfalls angekündigt.
 
   
  • Das Single-Dasein in der Schweiz

    • DIETSCHI, Irène (2003): Flaute im Gebärsaal.
      In der Schweiz werden immer weniger Kinder geboren. Die provisorische Zahl der Neugeborenen liegt mit 72 000 für das Jahr 2002 nochmals tiefer als im Vorjahr, als 73 509 Kinder zur Welt kamen. Der Abwärtstrend ist seit 1992 feststellbar. Schweizerinnen haben nicht nur weniger Kinder, sie werden auch immer später Mutter. Als Folge nimmt der Altersquotient zu,
      in: Weltwoche Nr.24 v. 12.06.

 
   
  • LIPICKI, Christian (2003): "Für die Altersvorsorge ist es nie zu spät",
    in: Berliner Zeitung v. 11.06.

  • LIPICKI, Christian (2003): Gesetzliche Rente.
    Bonus für Kindererziehung und Pflege von Angehörigen,
    in: Berliner Zeitung v. 11.06.

 
   
  • PAOLI, Guillaume (2003): Mitgestalter der sozialen Skulptur.
    Die Zukunft der Arbeit (Teil 5): Eigentlich, so scheint es, wird es Arbeit nur noch für Künstler geben. Zumindest die Einstellungschancen für arbeitslose Kulturwissenschaftler werden inzwischen wieder besser, und Manager bedienen sich immer häufiger künstlerischer Diskurse. Motto: No money, just fun,
    in: TAZ v. 11.06.

 
   
  • NOWAK, Peter (2003): Das Echo der Euphemismen.
    Der Kulturwissenschaftler Ivan Nagel greift die Rolle der Medien bei der Berichterstattung um die "Agenda 2010" an. Schönfärbereien wie "Ich-AG" würden eine neoliberale Gleichschaltung fördern,
    in: TAZ v. 11.06.

Peter NOWAK hat einen Artikel über die mediale Einheitsfront zusammengeschustert, der die Debattenbeiträge von Ivan NAGEL über Roderich REIFENRATH bis zu Nikolaus PIPER auf etwas eigenwillige Weise zusammenfasst. Nur eine wichtige Fehlstelle in der Debatte steuert NOWAK bei:

"Wenig liest man bei Nagel auch über Gründe für die von ihm beklagten Zustände. Da wäre darauf hinzuweisen, dass die Anzeigenkunden großer Zeitungen in erster Linie Unternehmer und nicht Gewerkschaftler sind."

 
   
  • 100. Geburtstag von Theodor W. Adorno

    • TEWINKEL, Christiane (2003): Hörer, höre strukturell!
      Teddy, der Inkommensurable (6): Eine gewaltige Wirkung übte Theodor W. Adorno nach dem Krieg auf die Musikpädagogik aus - und sie hält bis heute an. "Da könnte ich mich reinsetzen!" - Klavierlehrerinnen, die so kulinarisch über Musikstücke schwärmen, dürfte es für ihn natürlich gar nicht geben,
      in: TAZ v. 11.06.

 
       
   

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Zu den News vom 01. - 10. Juni 2003

 
       
   
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