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News vom 07. - 08. November 2006

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Der moderne Esser "geht aus dem Zusammentreffen dreier Kräfte hervor, die im Zentrum der fortgeschrittenen Moderne stehen: der Emanzipation der Frauen, die versuchen die Belastungen durch den Haushalt zu vermindern, der Autonomie der Individuen, die versuchen, der Disziplin der Tischgemeinschaft zu entkommen, und dem immer größeren Angebot an neuen Produkten und Dienstleistungen." (S.54)
(aus: Jean-Claude Kaufmann "Kochende Leidenschaft", 2006, S.196f.)

 
       
       
 
  • Studie des Deutschen Jugendinstituts: Wer betreut Deutschlands Kinder?

    • SCHMITT, Cosima (2006): Zu Oma und Opa statt in die Kita.
      Studie des Deutschen Jugendinstituts: Jedes dritte Elternpaar wünscht sich öffentliche Betreuung schon für Einjährige. Noch aber werden Kinder unter drei meist privat betreut
      in: TAZ v. 08.11.

    • HILBERTH, Iris (2006): Gravierender Mangel an Betreuung.
      Umfrage belegt: Eltern wünschen sich mehr Plätze für Kleinkinder. Gutsituierte Familien setzen Tagesmütter ein,
      in: Frankfurter Rundschau v. 08.11.

    • SCHÄFFER, Albert (2006): Wer betreut Deutschlands Kinder?
      Neue Studie des Deutschen Jugendinstituts entschärft politischen Disput mit Empirie,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.11.

     
 
Das Statistische Bundesamt hat 3 Jahre nach der letzten Bevölkerungsvorausberechnung eine erneute Vorausberechnung vorgelegt. Wie bereits beim letzten Mal wird die Geburtenrate in der mittleren Variante auf 1,4 Kinder pro Frau bis ins Jahr 2050 festgeschrieben. Aber wie realistisch ist dieses Szenario?

Junge Demografen wie Michaela KREYENFELD vom Rostocker Max-Planck-Institut für demographische Forschung oder Tomᚠ SOBOTKA vom Vienna Institute of Demography haben den Tempoeffekt durch die Erhöhung des Erstgebäralters herausgerechnet. Dieser verfälscht die Geburtenrate. Demnach liegt bereits heute die Geburtenrate bei 1,6 und nicht bei 1,4.

Die Einschätzungen zur lebenslangen Kinderlosigkeit in Deutschland unterscheiden sich gravierend. Dies zeigt ein kurzer Blick auf den westdeutschen Frauenjahrgang 1965, der seit etlichen Jahren familienfundamentalistischen Hardlinern als Paradebeispiel für das kinderlose Deutschland gilt.

Der nationalkonservative Bevölkerungswissenschaftler Herwig BIRG schätzt in seinem Buch "Die demographische Zeitenwende" (2001) den Anteil der Kinderlosen dieses Jahrgangs auf 32,1 % (S.73). Dieser Sichtweise, dass heute bereits 1/3 der Frauen lebenslang kinderlos bleiben, folgten auch die Verfassungsrichter in ihrem Pflegeurteil aus dem Jahr 2001. Im Jahr 2003 forderte Susanne GASCHKE deshalb sogar Keine Kinder, keine Rente!.

Der WSI-FrauenDatenReport 2005 der Hans-Böckler-Stiftung schätzt den Anteil der Kinderlosen im Anschluss an Berechnungen von Heribert ENGSTLER auf 31,2 % (S.29).

Jürgen DORBRITZ vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung kommt dagegen bereits im Jahr 2001 in den BIB-Mitteilungen zum Ergebnis, dass der Jahrgang 1965 aufgrund einer rapiden Zunahme von Spätgebärenden höchstens zu ca. 27 % lebenslang kinderlos bleiben wird.

Das Sonderheft Bevölkerung - Fakten - Trends - Ursachen - Erwartungen. Die wichtigsten Fragen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung aus dem Jahr 2004 kommt gar nur noch auf 26,5 %.

In einem Arbeitspapier aus dem Jahr 2005 schätzt der Demograf TomᚠSOBOTKA, dass vom Jahrgang 1965 gar nur 23,3 % lebenslang kinderlos bleiben könnten.

Wie kann es sein, dass die Einschätzungen zur Kinderlosigkeit des westdeutschen Frauenjahrgangs 1965 zwischen 23,3 und 32,1 % differieren?

Ob es in Deutschland fast 10 % Kinderlose mehr oder weniger gibt, ist nicht nur entscheidend, wenn es darum geht, den Kinderlosen die Schuld am angeblichen Aussterben der Deutschen zuzuschieben, sondern es geht auch darum, dass der Bevölkerungsrückgang wie er jetzt gerade wieder vom Statistischen Bundesamt berechnet wurde, unrealistisch ist.

Im Newsletter Demografische Forschung aus erster Hand Nr.1/2005 schreibt SOBOTKA:

"Die Differenz zwischen der gewöhnlichen Geburtenziffer und der Geburtenziffer exklusive Tempoeffekt mag zwar gering erscheinen; jedoch bedeutet dies eine beachtenswerte Veränderung des voraussichtlichen Bevölkerungsrückgangs, falls sich der Trend über längere Zeit hält: Eine Fruchtbarkeitsrate von nur 1,46 Kindern hat einen jährlichen Bevölkerungsschwund von 1,1 % zur Folge, während dieser bei 1,71 Kindern pro Frau nur 0,6 Prozent betrüge."

Das Statistische Bundesamt geht dagegen davon aus, dass bestenfalls im Jahr 2025 eine Geburtenrate von 1,6 erreicht wird.

Die Berechnungen von Michaela KREYENFELD oder TomᚠSOBOTKA legen dagegen nahe, dass ein Wert von 1,6 bei der zusammengesetzten Geburtenziffer bereits in den nächsten Jahren erreicht werden kann. Es muss dem Statistischen Bundesamt also vorgeworfen werden, dass es diese wahrscheinliche Variante nicht berücksichtigt.

Im Buch Die Single-Lüge wird der Betrug an den Kinderlosen, wie er von Nationalkonservativen wie Herwig BIRG und seinen Mitstreitern ungehindert betrieben wird, detailliert nachgewiesen. Keiner kann mehr behaupten, dass dies nicht bereits seit vielen Jahren bekannt ist.

     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
  • WALTER, Klaus (2006): Die Welle macht's.
    Kritik der Kritik (15): Was kommt nach "Satisfaction"? Ausgerechnet Pop hat sein Universal-Appeal eingebüßt. Denn vor lauter Marktförmigkeit fehlt es an klugen Kontextualisierungen durch Kritik - und an gutem Radio, das die Verhältnisse hörbar macht,
    in: TAZ v. 07.11.

     
   

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