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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 15. - 20. April 2004

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

"Sie haben das Privileg, zu einer Generation zu gehören, die nicht aufs Abstellgleis geschoben werden kann. Der Grund dafür ist einfach: Die Alterspyramide erfährt eine dramatische Umkehrung, die Tanne verwandelt sich in einen Atompilz.
      
   Altwerden als Massenphänomen wird vor allem die Industriegesellschaften grundlegend verändern.
(...).

      
   Während diese Entwicklung gemeinhin als Schreckensszenario dargestellt wird, das der Jugend ihr Recht auf Zukunft nimmt und generell unfinanzierbar ist, birgt es für die Alten von morgen - und das sind wir- ungeahnte Chancen.
(...). Die umworbene Masse ist automatisch die privilegierte Klasse. Nur was uns interessiert, lässt sich verkaufen oder politisch durchsetzen. (...).

      
   Die Investmentbank UBS Warburg vertritt die These, dass die Gesellschaft zwar altert, aber alle davon profitieren. Da sich in der Gruppe der heute 30- bis 49-Jährigen ein überdurchschnittlich großer Anteil von Singles oder »Dinks« (Double income, no kids) tummelt, ständen der Wirtschaft goldene Zeiten bevor - ganz unabhängig von der US-Wirtschaft oder strukturellen Reformen in Europa. Dinks und Singles geben ihr Geld aus, statt es für die Nachkommen fest anzulegen.
      
   Die Rentendiskussion ist wie ein letztes Aufbäumen der Angstmacher."
(aus: Martin Schacht "Die ewige Zielgruppe", 2004, S.12ff.)

 
       
       
     
       
     
       
   
  • Das Single-Dasein in den USA

    • STEINBAUER, Agnes (2004): Brüchige Schulkarriere mit Happy End.
      In den USA gibt es seit langem Klassen für Teenage-Mütter, nun ermöglicht auch ein Bremer Projekt Jugendlichen mit Kind einen Abschluss,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 19.04.

 
       
   
Der aktivierende Sozialstaat, der ein unternehmerisches Selbst (Heinz BUDE) voraussetzt, läuft bei so manchem auf eine Zwangsindividualisierung hinaus:

"Das Unternehmertum aus Not hat in der Tat nichts mehr mit dem Unternehmer zu tun, den die Politik da immer so vorstellt, mit Kreativität, Innovationskraft und Risikofreude. Wir haben beispielsweise Ausfahrer von Pizzen oder Tiefkühlkost befragt und sind dabei oft auf tragische Existenzen gestoßen, die immer am Rande der persönlichen und ökonomischen Überforderung arbeiteten. Ein Großteil der Berufstätigen sucht einen gesicherten Arbeitsplatz und Anbindung, gerade auch Leute, die Familie haben."

 
       
     
       
   
  • HARRIEHAUSEN, Christiane (2004): Die Lebensabschnittsimmobilie - passend zum Partner.
    Auf den Wohnungsmärkten wird wieder experimentiert. Mobilität und Wohnen sollen zusammenkommen, 
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 18.04.

 
       
     
       
   
  • SACK, Adriano (2004): Die Medicis des 21. Jahrhunderts.
    Sie beherrschen Latein und kennen die Texte von Beyoncé Knowles, sie googeln täglich, aber lesen trotzdem noch Romane. Außerdem sind sie perfekte Bluffer. Wie das Bildungsbürgertum eine Zukunft hat
    in: Welt am Sonntag v. 18.04.

    • Bildungsbürgerliche Kanons sind in, sie haben In-und-out-Tabellen und sonstige Pop-Listen abgelöst. Manche Bildungskanons lesen sich jedoch wie Flirtguides: eine Liste von Themen, bei denen das Gegenüber auf alle Fälle smalltalkfähig ist. Bei Adrian SACK ist alles Generation Golfmäßig massentauglich.
 
       
   
  • LINDEMANN, Thomas (2004): Freiheit, Gleichheit, Bierseligkeit.
    Die Rückkehr der Kneipenehrlichkeit: "Kolks blonde Bräute" von Frank Schulz feiert den kleinen Mann am Tresen, 
    in: Welt am Sonntag v. 18.04.

Thomas LINDEMANN verkauft Popmythen als Rockismus: "Die »Glocke« in Hamburg-Eppendorf ist eine von tausenden Eckpinten, einer jener Orte, an denen - so der Mythos - das Land zusammentrifft: vom Arbeitslosen bis zum Manager, alle gleichgemacht durch die Kraft des Bieres. Ein Modell, das gerade seine Renaissance erlebt. Es scheint, als seien Lounges und Clubs nicht mehr das, wonach der Zeitgeist am lautesten ruft. (...) In der Popmusik kam die Neuorientierung zuerst. (...) Und nun kommen Anzeichen für den neuen Stil der ehrlichen Gefühle auch aus der Literatur. Doch wer die beiden Bedienungen der »Glocke« fragt, ob sie schon einmal von dem Schriftsteller Frank Schulz gehört haben, erntet Kopfschütteln. Dabei hatte der Autor eben dieser Hamburger Kneipe ein literarisches Denkmal gesetzt: Hauptsächlich in der nur leicht verfremdeten »Glocke« spielt sie sich ab, die ungestüme, verschlungene und ergreifende Säufernovelle »Kolks blonde Bräute«, die vor elf Jahren im Schweizer Haffmans-Verlag erschien, bald vergriffen war und von da an ein Dasein als Geheimtipp führte. Morgen kommt der Roman wieder auf den Markt."
 
       
     
       
     
       
   
Oliver FUCHS zitiert erst einmal Christian KRACHTs Bekenntnis zum Rock - aus - natürlich: Tristesse Royale (wird meistens falsch geschrieben!).  Danach führt er das typische Erwachsenwerden eines Achtzigerjahrejugendlichen (ziemlich second order) aus, um danach den Unterschied zwischen Pop und Rock zu erklären:

"Pops Programm: Zerstreuung, Irreführung, Ironie. Verwirrend-betörendes Spiel mit Zeichen.
Dagegen Rock: Klartext reden; sich selbst treu bleiben; »Ich« sagen, zu allem eine »Meinung« haben".

Um dann definitely maybe zu behaupten, dass Kapitalismus und Rockismus die beiden mächtigsten Welterklärungssysteme des Westens seien. Bei soviel 80erjahrejungend darf Prophet DIEDERICHSEN nicht fehlen, der Anfang der 1990er den Rock für tot und HipHop zum neuesten Trend erklärte. Und zum Schluss noch ein richtiger Popmythus für alle, die aufgepasst haben:

"Die Mission ist längst erfüllt, alle Forderungen sind durchgesetzt, Spaß, Spannung und jede Menge Sex gibt es längst in jeder Oberammergauer Reihenhaussiedlung". 

 
       
     
       
     
       
   
  • 25 Jahre werktäglich taz

Die Glückwünsche zum Jubiläum sind in erster Linie Nachrufe auf die Alternativzeitung, die die taz einst war. Joseph von WESTPHALEN gratulierte bereits am Ostersonntag in der FAS. Die ZEIT hat ehemalige taz-Journalisten die "gute alte Zeit" beschwören lassen. Auch der Tagesspiegel hat von Deutschlands billigster Journalistenschule profitiert.

Im DeutschlandRadio kritisierte der Ex-taz-Chefredakteur Michael SONTHEIMER die heutige taz als zu unpolitisch, was wohl eher einem spezifischen Politikverständnis geschuldet ist. Nie war die taz politischer als heutzutage - gemessen an traditionellen Politikmaßstäben. Bascha MIKA legte in der FR vom 16.03. den taz-Führungsanspruch dar:

"In zehn Jahren hat die taz 100 000 Auflage und ist schön, reich und berühmt. Nun sind wir schon ziemlich schön, in gewissem Rahmen auch berühmt, nur immer noch nicht reich. In zehn Jahren möchte ich auch das geschafft haben, und dass wir das entscheidende und meinungsführende Blatt für die gesellschaftliche und intellektuelle Elite in diesem Land sind."

Wie das zu bewerkstelligen ist, das hat das taz-Gespräch mit Heinz BUDE und Katrin GÖRING-ECKARDT gezeigt. Mit der gelifteten Mitte-taz wird das rot-grüne Bündnis ins schwarz-grüne Projekt überführt werden.

Paul NOLTE, den die ZEIT gerade porträtiert hat, ist neben BUDE jener Mitte-Intellektuelle, der diese neue Melange zwischen Wertkonservatismus und  Family-Gentrification verkörpert, mit dem das neue Bürgertum seine Vormachtstellung in der neuen Klassengesellschaft behaupten möchte. Man darf gespannt sein, welche Brüche dieser Kurswechsel zur Folge hat. Und ob er überhaupt gelingt...

  • LAU, Mariam (2004): Grüße aus der Gegenöffentlichkeit: die "taz" wird 25.
    Ihr Kapital waren ihre Leidenschaften, der galoppierende Irrsinn und der zähe Professionalismus ihrer Redakteure: Seit einem Vierteljahrhundert behauptet sich die andere Stimme der deutschen Presselandschaft,
    in: Welt v. 17.04.

 
       
   
  • SEEßLEN, Georg (2004): Madonna mit Kind.
    Freundliche Übernahme. Oder warum auch dieser Superstar verschwinden muss,
    in: Freitag Nr.17 v. 16.04.

    • "Madonna Ciccione spielt den Familienroman der nachpatriarchalen Gesellschaft; sie ist die Frau, die ihre Identität finden muss jenseits der Organisation einer verlässlichen Familie (aber nicht unbedingt gegen sie, wie der traditionelle »ödipale« Rebell)", schreibt Georg SEEßLEN in einem ausufernden Artikel
 
       
     
       
     
       
   
  • DIETSCHREIT, Frank (2004): "Ich liebe es, zu weit zu gehen".
    Der französische Autor Frédéric Beigbeder hat es als Erster gewagt, einen Roman über den 11. September zu schreiben. Ein Gespräch,
    in: Tagesspiegel v. 16.04.

 
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
   
  • THADDEN, Elisabeth von (2004): Rentenbeiträge oder Kinder.
    Der Bundesgerichtshof drückt sich um die wichtigen Fragen,
    in: Die ZEIT Nr.17 v. 15.04.

Eine Adlige bläst zum Krieg gegen die Kinderlosen! Die ZEIT hat den Artikel nicht ins Netz gestellt. Offenbar sollen Singles nicht lesen, was Elisabeth von THADDEN fordert:

"Entweder man erzieht Kinder mit allem was das an Kosten und Einbußen bedeutet, oder man finanziert die Renten der Alten",

fordert die Autorin. Sie schließt sich damit Singlefeinden wie Jürgen BORCHERT und Hans-Werner SINN an.

 
       
     
       
   
  • SCHNEIDER, Markus (2004): Die Gedanken danach.
    Fortpflanzung und Altersversorgung gehören zusammen wie Mann und Frau. Was also soll der Staat mit Leuten machen, die kinderlos bleiben wollen? Ihnen die Rente kürzen? Das Stimmrecht entziehen?
    in: Weltwoche Nr.16 v. 15.04.

 
       
     
       
   

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Zu den News vom 06. - 14. April  2004

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

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