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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de

 
 
 
   

News vom 18. - 30. April 2014

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Gewollt Kinderlose in Deutschland - Eine Minderheit ohne Stimme

"Keine Kinder. Darf man das überhaupt denken, und seien die Argumente (...) noch so plausibel? Zwar leistet sich Deutschland heute schwule Außenminister und Bürgermeister sowie eine kinderlose Kanzlerin, doch wehe, man bekennt sich offen zum vorsätzlichen Leben ohne Kind. Es kommt dem Bruch eines ungeschriebenen Gesetzes gleich. Das lautet: Nur wer Kinder in die Welt setzt, lebt wirklich im Einklang mit den Werten der Gesellschaft. Und besitzt folglich die Deutungshoheit".
(aus: Mathias Schneider "Glücklich ohne Kind", Stern Nr.16 v. 10.04.2014)

 
 
       
   

KULLMANN, Katja (2014): Mach mir den Larry!
Rollenspiele: Die "Man-for-a-day"-Workshops von Diane Torr zeigen Frauen, wie es ist, ein Mann zu sein. So wurde unsere Autorin zu einer Lady mit Bart,
in: Freitag Nr.18 v. 30.04.

 
       
   

Kinderlose in der Debatte

STANZL, Eva (2014): "Ich will keine Kinder." - "Passt."
Paare besprechen die lebensprägende Entscheidung, keine Kinder zu haben, kaum,
in: Wiener Zeitung Online v. 28.04.

 
       
   

Das Elterngeld in der Debatte

FRITZEN, Florentine (2014): Teilzeit darf nicht mehr nach Frauenfalle klingen.
Gleichberechtigung: Wenn Manuela Schwesigs Vorschläge zum Elterngeld Gesetz werden, dann könnte sich unser Blick auf Teilzeitkräfte verändern. Teilzeit könnte in den Augen mancher Chefs besonders hohe Motivation bedeuten,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.04.

 
       
   

Bodo Morshäuser - Und die Sonne scheint

STRUCK, Lothar (2002): Lebenskrise als Glücksfall,
in: glanzundelend.de v. 27.04.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

MESCO, Manuela (2014): Immer mehr Frauen in Italien entscheiden sich gegen Kinder,
in: Wallstreet Journal Deutschland Online v. 27.04.

 
       
   

KOCH, Hannes (2014): Schmerzfreie Trennung.
Scheidung: Fünfstellige Euro-Summen geben zerstrittene Paare zum Teil aus, wenn sie vor Gericht um die Scheidung kämpfen. Das muss nicht sein: Finanziell und emotional günstiger ist es, sich im Einvernehmen zu trennen. Doch auch dann entstehen Kosten,
in: TAZ Berlin v. 26.04.

Scheidungen sind insbesondere ein Problem des großstädtischen Aufsteigermilieus, das unsere Selbstverständigungsblätter der neuen Mitte von taz bis FAS lesen. Hier kommt zum psychischen Schmerz oftmals der materielle Schmerz über die Kosten einer Scheidung hinzu. Wenn KOCH eine schmerzfreie Trennung verspricht, dann ist damit eine Minimierung der materiellen Kosten gemeint. Einvernehmliche Scheidung statt Rosenkrieg, heißt die Devise in diesem Scheidungsmilieu.   

 
       
   

DACHSEL, Felix (2014): Brache, Luft und weiter Himmel.
Die These: Der Reiz einer Stadt liegt darin, dass er vergeht,
in: TAZ v. 26.04.

Felix DACHSEL kritisiert die Gentrifizierungskritik als Ausdruck linker Fremdenfeindlichkeit. Tatsächlich ist selbst die linke Stadtforschung in der Tradition von HÄUSSERMANN & Co. im Kern Fremdenfeindlichkeit. Empirie wurde durch Stereotype, die als Theorie verkauft wurden, ersetzt. So wurde in den 1980er Jahre das Feinbild "Yuppie" gepflegt und Singles galten unisono als solche. In Berlin-Kreuzberg bzw. im Hamburger Schanzenviertel kämpften Alternativ/Punk/Autonome-Singles gegen kinderlose Yuppie-Paare. Im Zeichen der Demografiepolitik hat sich dieser Konflikt nun verschoben und verschärft: Eltern werden gegen Kinderlose ("Singles" - ob kinderlos oder nicht!) aufgehetzt und Gentrifizierung gilt nicht mehr als Problem, sondern als Lösung.

"Eine Stadt entsteht nur durch Einwanderung. Man kann sogar sagen: Städte sind Einwanderung",

übertreibt DACHSEL eine im Prinzip richtige, aber verdrängte und tabuisierte Tatsache, die ihre Ursache in der Funktionsweise unserer Gesellschaft hat.

Aber nicht diese Ursache wird mit der Gentrifizierungskritik bekämpft, sondern die Ursache wird personalisiert in Form von Feindbildern. So galten Singles als "Pioniere der Moderne", d.h. sie verkörperten angeblich die Funktionsweise unserer Gesellschaft par Excellenze. Dass sie inzwischen als "Irrweg der Moderne" gelten, ist in dieser Sicht nur konsequent. Singles sind die Sündenböcke einer Gesellschaft, die sich selber hasst. Es gibt eben kein richtiges Leben im Falschen und wer zu feige ist die Konsequenzen daraus zu ziehen, der braucht Projektionsfiguren wie die Singles.

DACHSEL ist von Berlin nach Leipzig umgezogen. Er folgt damit einem Medienhype, denn Gentrifizierung ist in einer Mediengesellschaft zu allererst "symbolische Gentrifizierung".

"Menschen kommen zusammen und suchen ihr Glück. Und die Versprechen, die Städte geben, sind weniger aus Zahlen und Fakten gemacht denn aus Hoffnung",

schreibt DACHSEL. Wer wie Journalisten Medienhypes miterzeugt, der kann für seine nomadische Lebensweise mit dem

"Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein"

belohnt werden. Wer dagegen den Medienhypes in den Mainstream-Medien nur folgt, der kommt in der Regel zu spät.

"Kurz vor dem Verglühen überdreht Berlin: Das Hipstertum ist das letzte nervöse Zucken vor dem Tod."

Während die einen den Hipster elitären Zirkeln zuordnen, der Trends setzt, sieht DACHSEL den Hipster als Teil einer Medien geleiteten Massenbewegung an. Aber gibt es im Internetzeitalter wirklich kein elitäres Wissen mehr?

 
       
   

KALTENBRUNNER, Robert & Olaf SCHNUR (2014): Heimat bauen.
Wohnquartiere als Lifestyle-Produkte: Wohnen bedeutet, sich die Gewissheit des Geschütztseins real und symbolisch zu bewahren. Allerdings ist die Wohnungsfrage nach wie vor eine überindividuelle, weil sie in der Ökonomie wurzelt. Verschiedene Entwicklungen geben Anlass, neu über den Zusammenhang von Architektur und Gesellschaft nachzudenken,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 26.04.

"Passgenauigkeit lassen sich die Lohas (Lifestyles of Health and Sustainability) und Bobos (Bourgeois Bohemians) gerne etwas kosten. Und just hier beginnt der Denksport der Investoren: Was kann man diesen Interessenten anbieten, damit sie und ihr Kapital nicht im modernisierten, aber authentisch gewachsenen Bestand samt «Szenekiez» verschwinden?",

lautet die Ausgangsfrage von KALTENBRUNNER & SCHNUR, die  typische Repräsentanten einer Stadtpolitik der neuen Mitte sind, bei der Gentrifizierung nicht mehr als Problem, sondern als Teil der Lösung gesehen wird. Die Lifestyle-Soziologie ist hier sozusagen eine Soziologie der oberen Mittelschicht, im Gegensatz z.B. zur Soziologie der neuen Klassengesellschaft der Hartz-Gesellschaft und der Postindividualisierung.

Investorenstrategien haben aus der Gentrifizierungsgeschichte gelernt und setzen nun einer "wilden" Gentrifizierung die "geordnete" Gentrifizierung entgegen, d.h. nicht mehr einzelne Häuser in begehrten Quartieren, sondern ganze Quartiere sind Gegenstand von Aufwertungsprozessen.

KALTENBRUNNER & SCHNUR sehen durchaus die Problematik einer solchen Entwicklung, deren Zielgruppe einzig die obere Mittelschicht ist, die sich Distinktionsmöglichkeiten etwas kosten lässt. Nicht Bekämpfung der Investoren, sondern die Eindämmung der Folgeprobleme einer solchen Investorenpolitik ist deshalb ihre Devise:

"Wie inzwischen eine Reihe von Studien belegt, kommen die (...) «Filtering»-Prozesse dort sehr schnell zum Erliegen, wo Klassenunterschiede zutage treten. Und auch die verbreiteten Segregations- und Gentrifizierungstendenzen werden durch Lifestyle-Quartierentwicklung wohl eher ausgelöst als gehemmt – brennende Limousinen und Farbbeutel-Attacken inklusive.
(...).
Was aber kann man tun? Möglicherweise bieten sich Steuerungsinstrumente an, wie es das sogenannte Münchner Modell darstellt: Durch verbilligte Baulandabgabe unter Verkehrswert und einen dadurch vergünstigten Kaufpreis wird eine sozial gestaffelte Wohneigentumsbildung ermöglicht. Investitionen werden so nicht verhindert, aber gleichzeitig die Kundenschicht (nach unten) verbreitert – ganz im Sinne vielfältiger, lebendiger, gemischter und ins weitere städtische Umfeld integrierter Quartiere."

KALTENBRUNNER & SCHNUR sprechen von einer "Instrumentalisierung der Lebensstile" im Dienste der Investoren. Tatsächlich ist die Wohnstandortwahl weniger vom "Lebensstil" geprägt, sondern in erster Linie von Einkommensniveau und Lebensform wie die neuere kritische Lebensstilforschung anmerkt.

 
       
   

HABERL, Tobias (2014): Sonst noch was?
Kind, Karriere und die Freiheit, alles zu tun, was wir wollen: die Politik soll für uns Lösungen finden, wie sich das vereinbaren lässt. Dabei ist das gar nicht möglich,
in: SZ-Magazin Nr.17 v. 25.04.

 
       
   

Die Rentnermacht in der Debatte

WAGSCHAL, Uwe (2014): Rentnerdemokratie: Warum Senioreninteressen gewinnen.
Das größte Armutsrisiko tragen in Deutschland nicht die Alten. Dennoch kümmert sich die Politik vor allem um ihre Interessen. Der Sieg der Älteren über die Jungen wird durch politische Mechanismen begünstigt, auf die die Parteien reagieren - mit schwerwiegenden Folgen für öffentliche Finanzen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.04.

 
       
   

Beziehungen von Frauen mit jüngeren Männern in der Debatte

BLASBERG, Anita & Marian BLASBERG (2014): "Du bist wunderschön".
An den Touristenstränden Ostafrikas begegnen sich ältere Frauen aus Deutschland und junge Männer aus Kenia. Die einen hoffen auf Liebe, die anderen auf das Geschäft ihres Lebens. Eine Geschichte mit zwei Wahrheiten,
in: Die ZEIT Nr.18 v. 24.04.

 
       
   
ZEIT-Thema: Ist Scheidung erblich?
Auch Trennungskinder haben irgendwann Familie. Oft wiederholen sie die Fehler der Eltern. Doch zunehmend gelingt es ihnen, alte Muster zu durchbrechen

SPIEWAK, Martin (2014): Das Trauma überwinden.
Wenn Eltern sich trennen, sind Kinder häufig die Leidtragenden. Endlich drängen Familiengerichte und Jugendämter die Mütter und Väter, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen,
in: Die ZEIT Nr.18 v. 24.04.

SPIEWAK, Martin (2014): Das Recht der Väter.
Im Kampf ums Kind haben auch unverheiratete Männer zunehmend gute Chancen,
in: Die ZEIT Nr.18 v. 24.04.

KUTTER, Inge (2014): Kinder sind flexibel.
Familienrechtlerin Hildegund Sünderhauf über Alltagslösungen für Scheidungskinder,
in: Die ZEIT Nr.18 v. 24.04.

Hildegund SÜNDERHAUF, Professorin an der Evangelischen Hochschule Nürnberg, plädiert für das Wechselmodell, das das gesetzlich geltende Residenzmodell in Deutschland ersetzen soll. Dahinter steht das Ideal des Adultworkermodell, das gleichermaßen von Gleichheitsfeministinnen und der Wirtschaft (Mütter als Reservearmee auf dem Arbeitsmarkt) verfochten wird. Wie aber verträgt sich dieses Wechselmodell mit einer Patchworkfamilie?

"Sünderhauf: Liebevolle Stiefeltern sind viel wert, aber die leiblichen Eltern haben nun einmal eine besondere Rolle. Sie zu kennen und eine Beziehung zu ihnen zu haben ist ein Urbedürfnis des Menschen.
ZEIT: Und wenn das Kind nicht wechseln will?
Sünderhauf: Das sollte erst einmal stutzig machen. Häufig steckt dahinter ein entfremdender Elternteil, denn die meisten Kinder lieben beide Eltern."  

KALLE, Matthias & Tanja STELZER (2014): Glück. Gehabt.
Die Scheidungskinder der siebziger Jahre haben heute selbst Familie. Machen sie es besser als ihre Eltern?
in: ZEITmagazin Nr.18 v. 24.04.

 
       
   

WILLEKE, Stefan (2014): Akif Pirinçci: Wir Dummschwätzer?
Sehr viele ZEIT-Leser regen sich vehement über den Verriss des Bestsellers "Deutschland von Sinnen" auf. Ein Besuch bei den Verteidigern des Krawallautors Akif Pirinçci,
in: Die ZEIT Nr.18 v. 24.04.

"Angenommen, es stimmte, was Temme sagt, dann gäbe es ein Elitenproblem in Deutschland, und die meisten Medien hätten sich zu einem Teil dieses Problems gemacht. Sie hätten das Problem mit erzeugt, es erweitert und etabliert. Temmes Fragen an die Journalisten lauten: Seht ihr uns noch?

Ganz klar: ein Elitenproblem kann es nicht geben, denn wo kämen wir denn da hin? Per Selbstdefinition sind die Medieneliten das gesellschaftlich korrekte Wissen. Der Rest ist Pöbel.

Man muss weder Akif PIRINCCI noch die Wutleser verteidigen, um zu erkennen, dass unsere Eliten ein Problem haben: die Demografisierung gesellschaftlicher Probleme, die von unseren Eliten betrieben wird, schlägt ihnen nun in Form von Wutlesern zurück, wobei dieser Artikel lediglich die Spitze des Eisberges zeigen dürfte.

Was passiert also, wenn die Auflagen der meinungsbildenden Zeitungen/Zeitschriften weiter fallen und der Wohlfühljournalismus für die obere Mittelschicht in unserer neuen Klassengesellschaft immer weniger mit den gesellschaftlichen Verhältnissen der Menschen in unserem Lande zu tun hat? Igeln sich unsere Elitenjournalisten dann wieder in elitären Zirkeln ein? Derzeit läuft es offenbar auf das Ende der Medien wie wir sie kannten hinaus. Die Elite könnte sich nun auch offiziell aus der Gesellschaft verabschieden, denn dank der Wutleser könnte ihr heimlicher Abschied nun endlich glanzvoll inszeniert werden. Zur Postdemokratie gehört konsequenterweise auch der Wandel der Medien zurück zu Elitenzirkeln.

"Sind wir, die Journalisten der großen Zeitungen, unehrlich? Man muss über uns keine Studien anfertigen, um zu erkennen, dass wir stärker zum rot-grünen Milieu tendieren als die meisten Wähler. Natürlich stammt kaum jemand von uns aus einer Hartz-IV-Familie. Natürlich leben wir viel zu oft in denselben bürgerlichen Stadtteilen derselben Großstädte, in Berlin-Prenzlauer Berg oder in Hamburg-Eppendorf. Altbau, hohe Decken, Fischgrätparkett. Natürlich leidet unser Blick auf die Welt unter dem Eppendorf-Syndrom. Aber nur, weil wir selbst in einer Homogenitätsfalle der urbanen Mittelschicht stecken, wird nicht der Umkehrschluss zulässig",

schreibt WILLEKE uns dummen Nicht-Eliten ins Stammbuch. Denn was WILLEKE hier schreibt, das gilt nicht nur für die SARRAZIN-PIRINCCI-Debatten, sondern für alle gesellschaftlichen Debatten. Und eigentlich gehören Journalisten inzwischen weniger zum rot-grünen als zum schwarz-grünen Milieu, das den neuen Nukleus der postdemokratischen Gesellschaft  bildet.

Der Artikel ist aber auch deshalb so emotional, weil der "Pöbel", mit dem sich WILLEKE auseinandersetzt nicht aus der Unterschicht stammt, sondern aus dem eigenen Milieu. Und statt mit einem Rückzug der Eliten meinungsbildender Blätter könnten wir es mit dem Beginn eines Machtkampfes zwischen alter und sich neu formierender Elite zu tun haben...  

 
       
   

Die Pflege in Deutschland in der Debatte

BAUREITHEL, Ulrike (2014): Pflegereform-Lego.
Zukunft: Bisher haben sich alle gedrückt. Nun will der CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe den großen Wurf wagen. Wir zeigen, was sich für wen ändert,
in: Freitag Nr.17 v. 24.04.

 
       
   

BERNAU, Varinia (2014): Leiden, leben, laufen.
SZ-Serie Wo die digitale Welt neu erfunden wird (Schluss): In London und Bangalore, in Peking und in Tel Aviv wird die Zukunft entworfen. Denn dort herrscht jenes Chaos, das Neues entstehen lässt. Was macht eine Stadt zu einer kreativen Stadt? Sieben Antworten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 22.04.

Um die kreative Stadt, die Richard FLORIDA popularisiert hat, dreht sich in unserer orientierungslosen Gesellschaft der Medienhype. Aus der Not wird dadurch eine Tugend der Orientierungslosigkeit. Die Module dieses medialen Hypes heißen Vielfalt (makrosoziologisches Pendant der Lifestyle-Soziologie zur mikrosoziologischen Wahlfreiheit), Talent (das moderne Äquivalent des romantischen Geniekults), Größenwahn (Schein statt Sein), Mut (als anderer Begriff für Sozialstaatsverachtung), Not (als Verklärung der Armut zu Wagemut und Risikobereitschaft), Geld (Start-ups als Vorform des zukünftigen Monopolisten), Freiraum (Sozialpolitik für Kreative)   

 
       
   
SPIEGEL-Titelgeschichte: Späte Eltern.
Vom Kinderkriegen in der zweiten Lebenshälfte

THIMM, Katja (2014): Oh, Baby!
Die Zahl der Paare, die im fortgeschrittenen Alter Eltern werden, steigt. Manche Experten sprechen von einer unterschätzten Entwicklung sie ist ein Segen für die Gesellschaft - und gleichzeitig ihr Fluch,
in: Spiegel Nr.17 v. 19.04.

Späte Elternschaft - Eine Bibliografie

SPIEGEL (2014): "Akt der Emanzipation".
Die Göttinger Medizinethikerin Claudia Wiesemann, 55, hält späte Elternschaft für ein gutes Zeichen: Sie zeige die wachsende Unabhängigkeit von Frauen,
in: Spiegel Nr.17 v. 19.04.

 
       
   
WIRTSCHAFTSWOCHE-Titelgeschichte: Paradies Deutschland

SCHNAAS, Dieter (2014): Das bedrohte Idyll.
Essay: Die Wirtschaft brummt, die Stimmung ist prima, und die Politik feiert sich selbst: Nie zuvor hatten in Deutschland so viele Menschen so große Lebenschancen wie heute. Doch ist unsere Wohlfühl-Gesellschaft tatsächlich ein nachthaltiges Modell?
in: Wirtschaftswoche Nr.17 v. 19.04.

HANDSCHUCH, Konrad (2014): Bleibt Deutschland auf Kurs?
Streitgespräch: Marcel Fratzscher und Hans-Werner Sinn diskutieren über Mindestlohn, Rentenreform, Gefahren für den Standort und über die Frage, ob die Euro-Rettung Erfolge vorweisen kann,
in: Wirtschaftswoche Nr.17 v. 19.04.

Hans-Werner SINN rechtfertigt die Mütterrente und beklagt, dass es kein Elternwahlrecht gibt. Bei der Ablehnung der Rente mit 63 (sollte als Unwort des Jahres 2014 gewählt werden, denn es geht dabei ja keineswegs darum, dass die Menschen jetzt - im Gegensatz zur Rente mit 67 - mit 63 in die Rente gehen dürfen) sind sich Marcel FRATZSCHER und SINN einig.

 
       
   

CLAUSEN, Detlef (2014): Ikone der Bürgerlichkeit.
Gesellschaftstheorie:  Zu seinem 150. Geburtstag ist Max Weber überaus präsent. Dass der Soziologe eine systematische Antwort auf Karl Marx suchte, bleibt aber unterbelichtet,
in: TAZ v. 19.04.

Der Soziologe Detlef CLAUSEN sieht in der derzeit grassierenden neuen Bürgerlichkeit eine Ersatzreligion und zieht Parallelen zu den 1920er Jahren, als - wie heutzutage - eine "Welle des Biografismus" über Deutschland hinwegschwappte. Der Soziologe Max WEBER wird als "klassenbewusster Bourgeois" beschrieben, der seinen eigenen Ansprüchen nicht genügen konnte. Dieser klassenbewusste Geist der protestantischen Ethik weht uns heute aus den Schriften der Generation Berlin um Paul NOLTE und Heinz BUDE entgegen. 

 
       
   

Ildikó von Kürthy - Sternschanze

UNFRIED, Peter (2014): Die Jägerschnitzelfrau.
Warum verweigern Sie one-night-stands, Ildikó von Kürthy? Im Café mit der Bestsellerautorin,
in: TAZ v. 19.04.

 
       
 

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Zu den News vom 08. - 17. April 2014
 

   
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