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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 11. - 17. August 2005

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Was heute an den demografischen Klagemauern bejammert wird - Geburtenrückgang, Vergreisung, Migration -, sind nicht Irrläufer und Ausläufer der Evolution. Eher kündigt sich darin eine neue Entwicklungsstufe mit neuen Problemlösungen an. Gesellschaften stellten ihre Nachwuchssicherung um: von vielen, riskanten und kurzen auf wenige, sichere und längere Lebensläufe; von Quantitäten auf Qualitäten; von biologischer auf soziokulturelle Reproduktion; von Autarkie auf Arbeitsteilung. Diese neue Arbeitsteilung zwischen produktiven und reproduktiven, kinderarmen und kinderreichen Gesellschaften gilt womöglich nur für eine Übergangsphase von 50 oder 100 Jahren. nach und nach werden alle Kulturen sich umstellen: von einer breiten Reproduktionsbasis mit hoher Sterblichkeit auf eine schmale Basis lang lebender Individuen.
          
Dies zu begreifen und zu akzeptieren, fällt uns schwer."
(Karl Otto Hondrich im Cicero, August 2005)

 
 
 
 
  • Imran Ayata - Hürriyet Love Express

    • FUHRIG, Dirk (2005): Wer braucht einen Sprachkurs?
      Imran Ayatas jedenfalls nicht: Sein Debüt "Hürriyet Love Express" ist federleicht und ohne Attitüde,
      in: Frankfurter Rundschau v. 17.08.

     
 
     
 
  • Vorstellung des 7. Familienberichts

    • FR (2005): Junge Frauen und Männer wollen wählen.
      Ein einkommensabhängiges Elterngeld schafft mehr Möglichkeiten für verschiedene Lebensplanungen
      Auszug aus dem 7. Familienbericht,
      in: Frankfurter Rundschau v. 17.08.

    • SPERBER, Katharina (2005): An der Realität vorbei,
      in: Frankfurter Rundschau v. 17.08.

    • KRAMM, Jutta (2005): Geld macht keine Kinder.
      Rot-Grün ist in der Familienpolitik gescheitert. Die Union kann es nicht besser,
      in: Berliner Zeitung v. 17.08.

    • taz-Brennpunkt

Die Schlagzeilen sind so albern wie die vergreisende Girlie-Kultur! Hat man bei der taz etwa schon den Winterschlaf angetreten? Oder sitzt man noch im Sommerloch fest? Vielleicht ist aber auch nur Wahlkampf...

Das Elterngeld in der Debatte

     
 
     
 
     
 
     
 
Im Forum Humanwissenschaften klärt LÜHE darüber auf, wie unverschämt bislang von Sozialpopulisten beim Thema kinderlose Akademikerinnen gelogen werden konnte.  Für regelmäßige Leser von single-generation.de ist dies nichts Neues, denn hier lesen Sie heute schon was erst übermorgen auch in Ihrer Zeitung stehen wird! Mit Verweis auf den Beitrag von Christian SCHMITT und Ulrike WINKELMANN wird hervorgehoben, dass das Phänomen der Spätgebärenden dazu missbraucht wurde, den Anteil der dauerhaft Kinderlosen zu dramatisieren. Das ist auch der Hintergrund, vor dem das trotzige wir seien Gebärweltmeister und keine Gebärverweigerer (Hilal SEZGIN) gesehen werden muss. Bei den 1950 - 1965 geborenen Akademikerinnen liegt der Anteil der Kinderlosen nicht bei 40 %, sondern nur bei 25 %.

Allein single-generation.de hat bereits 2003 Susanne GASCHKE widersprochen, die dem Jahrgang 1965 Gebärfaulheit vorgeworfen hatte. Inzwischen steht - empirisch nachgewiesen - fest: Der Jahrgang ist keineswegs so gebärfaul wie GASCHKE das behauptet hat. Dies wäre eigentlich Aufgabe eines investigativen Qualitätsjournalismus gewesen. Aber Journalismus ist heute zum Sprachrohrjournalismus degeneriert. Aufklärung war gestern!

     
 
     
 
     
 
  • SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Serie: Wahl 2005 - Die Alternde Gesellschaft (Folge 4)

    • GRAUPNER, Heidrun (2005): Gemeinsam statt einsam.
      Das Drei-Generationen-Modell: In einem Genossenschaftsbau in München erproben Großeltern, Eltern und Kindern ein friedliches, freundliches Zusammenleben,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 16.08.

    • HOFFMANN, Andreas (2005): Die Rente als Rätsel und Angstmacher.
      Andere Länder, ähnliche Probleme: Das System der Alterssicherung kränkelt in vielen Industriestaaten - und nicht nur Deutschland versucht Reformen,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 16.08.

     
 
     
 
     
 
     
 
  • MICHLER, Inga (2005): Gefühlte Gemeinsamkeit mit der Kanzlergattin.
    Was junge Eltern von der deutschen Familienpolitik halten - Teil zwei der WELT-Serie über Wählermilieus,
    in: Welt v. 13.08.

     
 
     
 
  • WIDMANN, Arno (2005): Arbeit, Freiheit, Sicherheit.
    Ulrich Beck über das Ende der Erwerbsideologie, die Schwierigkeiten der Demokratie, die offene Gesellschaft und ihre terroristischen Feinde,
    in: Magazin der Berliner Zeitung v. 13.08.

     
 
  • BENSTEIN, Andrea (2005): Single, na und?!
    WDR 5 spezial,
    in: Stadtgespräch. Sendung des Westdeutschen Rundfunk v. 12.08.

     
 
  • Der 7. Familienbericht der Bundesregierung in der Debatte

    • BERTH, Felix (2005): An der Belastungsgrenze.
      "Seit den siebziger Jahren hat die Bundesrepublik Chancen verpasst". Zeitdruck, Finanznot und eine hilflose Politik: Der neue Familienbericht beschreibt die Lage deutscher Eltern und fordert vom Gesetzgeber pragmatische Korrekturen,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.08.

     
 
     
 
"Kinderlosigkeit, so lautet der unterschwellige Vorwurf, verrät mangelnden Gemeinsinn. Da wird Elternschaft zu einem Akt des Altruismus umgedeutet. Da wird vergessen, dass noch längst nicht erwiesen ist, ob die demnächst zu gebärenden Kinder später unsere Rente erwirtschaften oder nur das Heer der Arbeitslosen vergrößern. Vor allem aber wird das Recht auf freie Wahl eines Lebensmodells geleugnet und ein idealistisches Verantwortungsbewusstsein eingeklagt – ausgerechnet in einem historischen Augenblick, da der Sozialstaat sich am liebsten aus der Verantwortung stehlen würde",

klagt Evelyn FINGER, um dann zu fragen, wie die Kinderlosen auf diese Vorwürfe reagieren:

"Was aber tun die kinderlosen Frauen? Sie rechtfertigen sich, anstatt den Vorwurf des Hedonismus höhnisch lachend zurückzuweisen. Sie lassen sich einschüchtern von den Schreckensvisionen eines einsamen Dahinsiechens, das ihnen ab dem 40. Lebensjahr blühe, anstatt den zynischen Verhältnissen mit Zynismus zu begegnen."

Mit der Erzählung Geschlechtertausch (1975) von Günter De Bruyn und dem Roman Der Report der Magd (1985) von Margaret ATWOOD meint FINGER das nötige Rüstzeug für die Kontroverse Eltern gegen Kinderlose zu haben:

"1985 beschrieb Margaret Atwood in ihrem apokalyptischen Zukunftsroman Der Report der Magd eine fiktive Republik Gilead, deren oberstes Staatsziel die Sicherung der Fortpflanzung ist. Nachdem die »europiden Rassen« jahrelang einen drastischen Geburtenrückgang zu verzeichnen hatten, werden auf der Grundlage einer perversen Verantwortungsethik die Frauen entmündigt und zu Gebärmaschinen degradiert. In Gilead ist das äußerste Mittel zur Erhaltung der Nation zugleich das äußerte Mittel der Unterdrückung. – Nun besteht vielleicht wenig Gefahr, dass Deutschland sich bald in ein Gilead verwandelt. Aber Margaret Atwood erinnert uns daran, dass Kinder Geiseln sein können, die die Mütter daran hindern, sich gegen die bestehenden Machtverhältnisse aufzulehnen. Bei Atwood ist die kinderlose Frau das Andere zum Totalitarismus, der Schrecken der Männer, eine Partisanin, die keine Rücksichten nehmen muss außer auf sich selbst."

Neben dieses heroische Modell der kinderlosen Frau stellt FINGER das Feindbild der kinderlosen Karrierefrau, wie es bereits Mitte der 1980er Jahre in der Kontroverse um das Müttermanifest der Grünen zutage trat. Wie damals Claudi PINL, versucht nun FINGER die Kontroverse zwischen Eltern und Kinderlosen zu beenden und die Energien auf den gemeinsamen Gegner zu lenken:

"Doch solange die Mütter diesen Vorwurf nur den Kolleginnen und nicht auch den Kollegen machen, bleibt der gemeinsame Feind unerkannt: ein politisches System, wo Elternschaft eher bestraft wird als belohnt und wo dem Einzelnen aus dem Gesellschaftsvertrag bald nur noch Pflichten erwachsen könnten, aber keine Rechte mehr."

Am Ende bleibt nur der Appell:

"wichtiger ist es für die Demokratie, Kinderlosigkeit nicht als einen Lifestyle, sondern als Freiheitsrecht zu verteidigen."

Man könnte aber auch sagen, Evelyn FINGER ist ein Opfer der herrschenden Single-Rhetorik, denn Kinderlosigkeit ist nicht einfach ein oberflächliches Lifestyle-Phänomen oder Ausdruck eines heroischen Kampfes, sondern das Ergebnis ganz verschiedener Faktoren.

Lebenslange Kinderlosigkeit ist zudem wesentlich weniger verbreitet als es die Rede vom demografischen Wandel nahe legt. Wer meint, dass Kinderlose eine ernstzunehmende gesellschaftliche Macht seien, der ist den Familienfundamentalisten auf den Leim gegangen. Statt dem gesellschaftlichen Zynismus mit persönlichem Zynismus zu begegnen, sollten sich Singles politisch organisieren und der Single-Lüge in Wissenschaft, Politik und Medien eine neue Sichtweise entgegen setzen. Statt wie Evelyn FINGER, isoliert mit dem Rücken zur Wand zu kämpfen, hilft hier nur eine gemeinsame politische Offensive.     

     
 
     
 
     
 
  • LAU, Jörg (2005): Die Macht der Jugend.
    Jugendkulturen, eine ZEIT-Serie: An die Stelle der großen Jugendbewegungen sind unüberschaubar viele Szenen und Stile getreten. Die meisten davon sind politischer, als es scheint,
    in: Die ZEIT Nr.33 v. 11.08.

     
 
     
 
  • RHEINISCHER MERKUR-SPEZIAL: Glücksfaktor Familie.
    Nur mit Kindern hat Deutschland Zukunft. Alle Parteien beklagen im Wahlkampf den fehlenden Nachwuchs. Doch kein Politiker hat ein wirksames Rezept gegen den Mangel. Was hilft wirklich?

    • MAYER, Tilman (2005): Kostbarer Nachwuchs.
      ROT-GRÜN: Die Familienpolitik hat die Demografie entdeckt – endlich,
      in: Rheinischer Merkur Nr.32 v. 11.08.

    • SCHMID, Josef (2005): Volk des Verschwindens.
      Demografie:
      Neun Bevölkerungsprognosen gibt es für Deutschland. Keine stimmt hoffnungsfroh .Selbst wenn mehr Menschen zuwandern, als heute angenommen wird, nimmt der Anteil der Senioren stetig zu. Doch die Politik schaut weg
      in: Rheinischer Merkur Nr.32 v. 11.08.

Geburtenkrise - Die politische Konstruktion eines Themas
  • LINNEWEBER, Silke (2005): Vorfahrt für Eltern.
    ALTERSVORSORGE: Das umlagefinanzierte System begünstigt ausgerechnet Kinderlose. Eine Alternative wäre die Kinderrente.
    in: Rheinischer Merkur Nr.32 v. 11.08.

Rente nach Kinderzahl - Der nicht erklärte Krieg gegen Singles

  • GIERTH, Matthias (20059: Schusters Spielwiese.
    Stuttgart: Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg will kinderfreundlichste Kommune Deutschlands werden,
    in: Rheinischer Merkur Nr.32 v. 11.08.

     
 

PROSINGER, Wolfgang (2005): Grüner wird's nicht.
Die Rekordhalter, Teil 1. Wo die Parteien bei der letzten Bundestagswahl ihr bestes Ergebnis hatten. Heute: die Grünen,
in: Tagesspiegel v. 11.08.

Wolfgang PROSINGER stellt uns den Neuen Menschen vor. Er wohnt in der grünen Variante der "Gated Community", in Vauban (bezeichnenderweise nach einem französischen Festungsbaumeister benannt), einem Stadtteil von Freiburg:

"Fast 88 Prozent von ihnen haben bei der Bundestagswahl 2002 für Rot-Grün gestimmt. Wobei die SPD mit 18,6 hier entschieden der Juniorpartner ist. (...). Die CDU scheiterte mit 3,7 grandios an der Fünf-Prozent-Hürde, nur 41 Bewohner wählten sie, und die FDP schaffte knapp ein Prozent. Die grünen 69 Prozent sind deutscher Rekord, nirgendwo anders wurde dieses Ergebnis auch nur annähernd erreicht."

Den "Vauban-Menschen" charakterisiert PROSINGER folgendermaßen:

"Zwischen 30 und 40 Jahre sind die meisten Leute hier, sie haben Kinder und ein bisschen Geld. An die 75 Prozent sind hier privates Eigentum, und 55 Prozent verzichten aufs eigene Auto. (...) Arme, Alte, Ausländer ziehen kaum auf Vauban. Gleich und Gleich gesellt sich nirgendwo so gern wie hier, jeder kennt jeden, und jeder kennt auch ein bisschen die Gedanken des anderen: Sie sind ja so ähnlich wie die eigenen. Ein selbst gewähltes Ghetto."

     
 
  • FEDDERSEN, Jan (2005): neokon ist noch lange nicht cool.
    Die Union ist immer noch eine Partei für Lifestyle-Verlierer. Ein Sumpf von quakenden Nörglern. Daran vermag auch eine Kanzlerkandidatin Angela Merkel nichts ändern. Vor allem ihr fehlen die Visionen,
    in: TAZ v. 11.08.

     
 
  • WALTER, Franz (2005): Machiavellistisches Meisterstück.
    Mit einer Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP könnte Gerhard Schröder Kanzler bleiben,
    in: Welt v. 11.08.

     
 
       
   

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Zu den News vom  05. - 10. August 2005

 
 
   
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