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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 16. - 20. Dezember 2004

 
 
     
     
     
 
   

Zitat des Monats:

"Herbert behauptet stock und steif, er sei Single. Dabei lebt er seit über zehn Jahren mit seiner Freundin Angelika zusammen. Unsere Gespräche darüber verlaufen stets nach dem gleich Strickmuster:
»Herbert, sieh es einfach ein. Du bist kein Single«
»Natürlich bin ich das. Genau wie du«
»Und was ist mit Angelika?«
»Was soll mit ihr sein?«
»Ihr wohnt seit zehn Jahren in einer Wohnung«
»Na und? Wir haben eine WG. Um genau zu sein, eine Zweier-WG.«
»Natürlich. Und die Tatsache, dass ihr miteinander schlaft, hat wohl auch nichts zu sagen?!«
»Genau. Wir haben Sex miteinander. Deswegen ist man doch in keiner Beziehung. Das müsstest du doch am besten wissen.«
»Ich habe aber nicht seit zehn Jahren Sex mit derselben Frau.«
»Zufall. Es ergibt sich halt so, wenn man zusammenwohnt.«

(aus: Daniel Bielenstein "Die Frau fürs Leben", 2004, S.32f.)

 
 
     
 
  • KOLLER, Christine (2004): Trend zum Teilzeit-Freund.
    Beischlafpartnersuche war gestern – neue Kontaktbörsen vermitteln Freizeit-, Sport- und Reisebekanntschaften,
    in: Focus Nr.52 v. 20.12.

 
  • NORD, Christina (2004): Das Lachen des Tricksters.
    Der Beleidigte rückt auf in die Sprecherposition: Theo van Gogh war kein neurechter Tabubrecher, sondern vielmehr ein Provokateur, dessen Respektlosigkeit die Diskurse durcheinander brachte,
    in: TAZ v. 20.12.

Christina NORD stilisiert den Kanaken-HOUELLEBECQ Feridun ZAIMOGLU zum deutschen Theo van Gogh. Als Beleg zitiert sie eine Stelle aus "Koppstoff":

"Was faselst du deutsches Liebchen? Ein Bein im Bürgerhaus, ein Bein im Schwangerschaftunterbrechen, heute ganz radikales Frontkeckchen und morgen, viel früher schon, Singleschnepfe, und hast vier Altbauzimmer für dich und den Wandschrank mit Lilaschokoagitpop"

 
  • WINKELMANN, Ulrike (2004): Rot-Grün sorgt für Reiche. Ein Regierungsbericht zeigt, dass die Ungleichheit in Deutschland weiter zunimmt: Besserverdienern geht es immer besser, Armen schlechter. Schuld an der Armut sind für Rot-Grün angebliche Schädigungen der Exportwirtschaft,
    in: TAZ v. 20.12.

 
 
THE AMERICAN CONSERVATIVE-Titelgeschichte: Baby Gap.
Beyond Red and Blue
Der Kulturkampf um Ehe und Familie in den USA
 
  • WOLFF, Ingo (2004): Das Fest der Lieben.
    Weihnachten haben Scheidungskinder eine besondere Sehnsucht nach dem fehlenden Elternteil – für Patchwork-Familien ein Problem,
    in: Tagesspiegel v. 19.12.

Seit Joachim BESSING die Familie retten möchte, haben Patchworkfamilien und 68er eine schlechte Presse:

"Selbst der rebellische 68er und der hartherzige Eigenbrötler feiern Weihnachten am liebsten im Kreis der »engen Familie«. Doch was tun, wenn das partout nicht machbar ist, weil Mama und Papa nicht mehr miteinander wohnen? Und die Neue mit der Ex nicht kann, deren Kinder aber auch mit Mama und Papa feiern wollen? Ein Dilemma, ausgerechnet am Fest der Familie.
Patchwork – das sind Familien wie Flickenteppiche. Bunt zusammengestellt, nicht immer sauber vernäht und doch ein Lichtblick für einen Raum, in dem sonst Leere herrschen würde. Aber was sich so liebevoll anhört, wird in der Weihnachtszeit zum Fluch".

 
 
  • FUHR, Eckhard (2004): Männer, die von unten kommen,
    in: Welt v. 18.12.

Eckhard FUHR verkauft den Welt-Lesern die Hartz-Reform als Konsequenz des Lebenswegs von Gerhard SCHRÖDER: "»Wir waren die Asozialen«, sagte der Kanzler kürzlich über seine gesellschaftliche Herkunft. So deutlich hat man das von ihm noch nie gehört. Für einen Sozialdemokraten liegen zwischen proletarischer und subproletarischer Herkunft Welten. Erstere begründet Tradition, Selbstbewußtsein und soziale Zugehörigkeit, letztere die Abwesenheit all dessen. Mit dem Bekenntnis seiner »asozialen« Herkunft gibt Schröder zu verstehen, daß man ihn am Muster eines »typischen« Sozialdemokraten nicht messen soll. Bevor er aufstieg, mußte er erst einmal in eine soziale Welt einsteigen, in der Leistung, Bildung, Verantwortung etwas galten. Man kann Hartz IV auch als Frucht dieser Erfahrung betrachten. In dieser Reform nämlich verdrängt die soziale Disziplinierung die Umverteilung als sozialpolitische Leitidee. Schröder ist zu diesem Traditionsbruch fähig, weil er von ganz unten, vor allem aber von draußen kommt."
 
  • SCHULTE, Jan (2004): Hartz IV - nur Verlierer?
    Eine Untersuchung aus dem Institut für öffentliche Finanzen und Sozialpolitik der FU,
    in: Tagesspiegel v. 18.12.

Jan SCHULTE ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für öffentliche Finanzen und Sozialpolitik der Freien Universität und hat in der Untersuchung Arbeitslosengeld II und Arbeitslosenhilfe: Gewinner und Verlierer für die Empfänger von Arbeitslosenhilfe, die in der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) von 1998 erfasst wurden, die Höhe des Arbeitslosengeldes II und den Unterschied zwischen bisherigem und zukünftigem Nettoeinkommen errechnet. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Daten für die heutigen Verhältnisse viel zu optimistisch sind. Gerade in Bezug auf die Alleinlebenden sind die Aussagen mehr als dürftig, wenn es heißt:

"Paare mit Kindern sind die zweithäufigsten Verlierer, rund die Hälfte der Haushalte in dieser Gruppe werden verlieren; Alleinlebende stehen etwas besser da, ein bisschen mehr als die Hälfte der Alleinlebenden werden in Zukunft mehr Geld zur Verfügung haben.
      
  (...).
Bemerkenswert ist, dass so viele Alleinlebende durch die Reform gar keine Einkommenseinbußen erleiden. Solche mit einem geringen Einkommen erhalten ein wenig mehr, während solche mit einem bisher höheren Einkommen Einbußen hinnehmen müssen. Die Zahlen der Verlierer und die der Gewinner gleichen sich aus. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Verlierer weit mehr verlieren als die Gewinner gewinnen: Der durchschnittliche Gewinn liegt bei knapp 60 Euro, während der durchschnittliche Verlust über 150 Euro beträgt. Im Osten ist der Anteil der Verlierer deutlich höher als im Westen, in keiner Gruppe ist der Unterschied zwischen Ost und West größer."

Dass eine Bewertung der Betroffenheit von Alleinlebenden ohne Differenzierung nach Alter, Geschlecht und Wohnort mehr als fragwürdig ist, das lässt sich aus diesen Passagen ablesen: Keine Kategorie ist so heterogen wie die "Lebensform Einpersonenhaushalt", weswegen Durchschnittswerte über die Probleme spezieller Teilgruppen von Alleinlebenden hinwegtäuschen.

 
 
 
 
  • KNIPPHALS, Dirk (2004): Mein eigener privater Unglaube.
    Gott ist tot? Nicht mehr! Gott existiert also? Wer weiß! Glaubensfragen haben hierzulande den Furor verloren. Religion ist Privatsache, und Gesellschaften tun besser daran, sich nicht auf Glauben oder Werte zu gründen. Wie sie mit dem Unglauben umgehen, ist die viel entscheidendere Frage,
    in: TAZ v. 18.12.

 
 
 
  • ROEDIG, Andrea (2004): Die andere Wut.
    Im Gespräch: Michael Linden über ein altes, neues Krankheitsbild - Verbitterung,
    in: Freitag Nr.52 v. 17.12.

Michael LINDEN wirbt für ein neues klinisches Krankheitsbild, das er als posttraumatische Verbitterungsstörung bezeichnet:

"Wenn ich persönlich die Wahl hätte, eine Angsterkrankung, eine depressive Erkrankung oder eine Verbitterungsstörung zu bekommen, würde ich mit Sicherheit nicht für die Verbitterung optieren, sie ist ein viel schärferes und negativeres Gefühl als Angst oder Depression.
      
  Was macht sie schlimmer?
Verbitterung ist ein Mischaffekt, der gleichzeitig Verzweiflung, Aggression gegen sich selbst, Aggression gegen Dritte, Hoffnungslosigkeit und Denkblockaden einschließt. Sie ist ein sehr viel breiterer und umfassenderer Affekt als Depressivität oder Angst. Bei Angst bleiben noch viele Lebensbereiche übrig, die nicht betroffen sind, Verbitterung aber erfasst alles."

 
 
  • RHEINISCHER MERKUR-SPEZIAL: Die Ehe - Ein Auslaufmodell?
    Frau und Mann, zu zweit, mit Kindern, lebenslang - das Leitbild scheint sich zu einer Variante unter vielen zu entwickeln

Das Fest der Liebe naht und der Rheinische Merkur nutzt die Gelegenheit zu einem Ehe-Spezial aus christlicher Sicht. Von christlicher Ehe- und Familienberatung, über Hochzeiten als Event (Christiane FLORIN), das katholische Heiratsprinzip des unwiderruflichen Einverständnisses und das evangelische Heiratsprinzip mit seiner Möglichkeit des Neubeginns bis zur Scheidung und dem richtigen Verständnis von Ehe (Marie-Luise SCHWARZ-SCHILLING) reicht das Spektrum der Beiträge.

HENRY-HUTHMACHER, Christine (2004): Traut vereint, schnell entzweit.
Gesellschaftstrend. Der moderne Mensch kauft im Beziehungssupermarkt nach dem Prinzip Versuch und Irrtum, 
in: Rheinischer Merkur Nr.51 v. 16.12.

Christine HENRY-HUTHMACHER beschreibt den Niedergang der Ehe mit einer überholten Single-Rhetorik:

"Wie die Sozialwissenschaftler Brüderl und Klein in ihrer empirischen Studie über die Pluralisierung partnerschaftlicher Lebensformen in Westdeutschland nachweisen konnten, hat die Ehe als dominante Lebensform an Gewicht verloren. Während bei den 1950 Geborenen bereits 70 Prozent im Alter von 30 Jahren in erster Ehe verheiratet waren, sind es bei den 1960 Geborenen nur noch 54 Prozent und bei den 1970 Geborenen lediglich 44 Prozent.
Im Gegenzug werden Single-Lebensformen und nichteheliche Lebensgemeinschaften beliebter, ohne allerdings zur vorherrschenden Lebensform zu werden. So ist die Zahl der heute 30-jährigen Singles im Vergleich zur Generation der in den 1950er Jahren Geborenen von 21 Prozent auf 38 Prozent gestiegen."

HENRY-HUTHMACHER zitiert hier - wie es für Sozialpopulisten und Familienfundamentalisten üblich ist - Haushaltszahlen und nicht den Anteil der Alleinlebenden an der gleichaltrigen Bevölkerung. Diese Zahlen gibt es inzwischen, aber aus Gründen der politischen Korrektheit werden sie nicht in den Medien publiziert. Denn dann sehen die Relationen völlig anders aus.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (aktualisierte Tabellen zum Datenreport Die Familie im Spiegel der amtlichen Statistik vom November 2004) waren im Jahr 2003 52,1 % der 30-34Jährigen verheiratet. Nur 20,1 % führten in dieser Altersgruppe einen Einpersonenhaushalt (Alleinlebende). Diese Kategorie schließt jedoch weder zusammenlebende Paare noch Paare ohne gemeinsamen Haushalt trennscharf aus, d.h. das partnerlose Alleinleben wird in der amtlichen Statistik immer noch überschätzt.

Eine Widerlegung populärer Single-Mythen anhand neuerer wissenschaftlicher Daten liefert single-generation.de mit dem Thema des Monats Februar 2005 liefern.   

 
  • KRETSCHMER, Tina (2004): Bei mir zu Hause bin ich König.
    Einzelkinder. Die meisten gelten als verwöhnt und Egoistisch. Experten widerlegen dieses Vorurteil,
    in: Rheinischer Merkur Nr.51 v. 16.12.

 
 
  • SCHULLER, Alexander (2004): Rettet uns der Patriotismus?
    Eine Polemik,
    in: DeutschlandRadio Berlin v. 16.12.

Der konservative Soziologe Alexander SCHULLER profiliert sich als Oswald SPENGLER der Berliner Republik:

"In der Konfrontation zwischen selbstbewussten, totalitären und kinderreichen Gesellschaften sind identitätslose, kinderlose und kindische Gesellschaften zum Untergang verurteilt."

   

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Zu den News vom  11. - 15. Dezember  2004

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

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