[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]

   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 08.-13. Januar 2005
News 01.-07. Januar 2005
News 25.-31.Dezember 2005
News 21.-24.Dezember 2005
News 16.-20.Dezember 2005
News 13.-15.Dezember 2005
News 05.-12.Dezember 2005
News 01.-04.Dezember 2005
News 27.-30.November 2005

News 20.-26.November 2005
News 05.-19.November 2005
News 01.-04.November 2005
News 23.-31. Oktober 2005
News 19.-22. Oktober 2005
News 13.-18. Oktober 2005
News 09.-12. Oktober 2005
News 01.-08. Oktober 2005
News 09.-30. September 2005

News 02.-08. September 2005
News 01. September 2005
News 27.-31. August 2005
News 24.-26. August 2005
News 18.-23. August 2005
News 11.-17. August 2005
News 05.-10. August 2005
News 01.-04. August 2005
News 25.-31. Juli 2005
News 20.-24. Juli 2005
News 16.-19. Juli 2005
News 11.-15. Juli 2005
News 06.-10. Juli 2005
News 01.-05. Juli 2005
News 28.-30. Juni 2005
News 20.-27. Juni 2005
News 01.-19. Juni 2005
News 01.-10. Juni 2005
News 24.-31. Mai 2005
News 18.-23. Mai 2005
News 10.-17. Mai 2005
News 06.-09. Mai 2005
News 01.-05. Mai 2005
News 27.-30. April 2005
News 19.-26. April 2005
News 12.-18. April 2005
News 07.-11. April 2005
News 01.-06. April 2005
News 29.-31. März 2005
News 23.-28. März 2005
News 12.-22. März 2005
News 08.-11. März 2005
News 04.-07. März 2005
News 01.-03. März 2005
News 22.-28. Februar 2005
News 18.-21. Februar 2005
News 10.-17. Februar 2005
News 05.-09. Februar 2005
News 01.-04. Februar 2005
News 26.-31. Januar 2005
News 21.-25. Januar 2005
News 16.-20. Januar 2005
News 11.-15. Januar 2005
News 01.-10. Januar 2005
 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 20. - 31. Januar 2006

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Jener bereits erwähnte Wirtschaftsforschungsinstitutsleiter schrieb: »Wenn alle Menschen gleich viele Kinder hätten, brauchte man die Rentenversicherung eigentlich nicht, denn jeder könnte seine Rente von den eigenen Kindern beziehen.« Die eigenen Kinder, die eigenen Alten, das Eigene...
          
Moderne Gesellschaftspolitik stellte der persönlichen Solidarität einen vergesellschafteten Solidarverband an die Seite, um die »eigenen« privaten Risiken von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Kinderlosigkeit usw. zu mindern - ein Vorgehen, das umso gerechtfertigter war und ist, als die Nöte der individuellen Lebensgeschichte von der herrschenden Ökonomie und Ökologie mitverursacht sind.
           Eine Politik, welche die soziale Solidarität in die familiären Bahnen zurückdrängen möchte, widerspricht der gesellschaftlichen Entwicklung, in deren Verlauf sich Solidarität von biologischen Fesseln befreit hat. Eine Rückkehr zu vormodernen Verhältnissen würde die Gestaltungs- und Freiheitsräume der Menschen verengen und ihre Unterworfenheit unter die Natur wieder festigen. Moderne Länder wie Deutschland würden durch vormoderne Experimente das verschleudern, was die Länder des Südens aufgrund der Abnahme familiärer Solidarität erst aufzubauen versuchen."
(Judith Klein in der Zeitschrift Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Nr.12, Dezember 2005)

 
 
 
 
     
 
     
 
     
 
     
 
  • MISHRA, Robin (2006): Mütter, Courage!
    Elterngeld und Steuervorzüge bei der Kinderbetreuung sind „unsozial“. Nur deshalb wirken sie. Renate Schmidt und Ursula von der Leyen haben die ausgetretenen Pfade verlassen. Mit ihren Plänen könnten sich Akademiker und Arbeitswelt ändern,
    in: Rheinischer Merkur Nr.3 v. 19.01.

     
 
"Es ließe sich hier ein ganzer Roman darüber einschieben, wie sehr in der Literatur die ursprüngliche und naturwüchsige Beziehung zwischen Mutter und Kind in Frage gestellt wird. (...). Es geht (...) darum, zu bestreiten, daß in den meisten Fällen zwischen Mutter und Kind eine tiefe und unmittelbare Beziehung entsteht, die ein Leben lang prägend ist. Und es wird versucht, abzumildern, daß diese Beziehung (...) der wichtigste Nährgrund für die Psyche des heranwachsenen Kindes ist.
           Ein Ersatz für diese Beziehung zeichnet sich aber auch heute nirgendwo ab! (...). Die Diskussion über die Mütter (...) dient unterschwellig dazu, dem Mann einen Platz zu schaffen, den er in der Regel weder voll ausfüllen kann und will." ("Frauenzimmer", 1985, S.58f.)

Dies schrieb die 68erin Gisela ERLER, die den ersten westdeutschen Frauenbuchverlag Frauenoffensive mitbegründete und in den 1980er Jahren eine Vorreiterin des Differenzfeminismus wurde, der 1987 im grünen Müttermanifest seinen originären Ausdruck fand.

Wenn Christa MEVES die defizitäre Väterlichkeit der Naturwüchsigkeit der Mutter-Kind-Beziehung entgegenstellt, um damit die Väterkomponente des Elterngeldes abzulehnen, dann spricht sie damit auch jene konservative Frauenbewegung an, wie sie im Umkreis des grünen Aufbruchs in den 80er Jahren vertreten wurde. Gemeinsam ist beiden auch die Kritik am Lebensstil des lohnarbeitszentrierten Industrialismus, bei dem Arbeit und Leben geografisch getrennt sind. MEVES begründet in dem Artikel die Überlegenheit der Mütter folgendermaßen:

"Darüber hinaus setzt das Familienministerium nun auf den Vater. (...). Welch ein geradezu romantischer Ansatz!
          
Selbst wenn es dem Vater möglich ist, sich vom 10. bis zum 12.Lebensmonat seines Kindes beurlauben zu lassen, während seine Frau an ihren außerhäuslichen Arbeitsplatz zurückeilt, ist das für das Kind durchaus bedenklich, etwa wenn er vorher nicht ständig in der Familie lebte, er dem Kind also kaum vertraut ist. Nicht selten ist das heute so, zum Beispiel bei einem weit entfernten Arbeitsplatz.
          
(...). Auf diese Weise wird nicht nur die Bedeutsamkeit des Vollstillens während des ersten Lebensjahres ignoriert, sondern auch die Tatsache, dass die hormonelle Ausstattung der jungen Mutter auf die Pflege von Säuglingen besonders zugeschnitten ist. Mütter reagieren zum Beispiel schneller und hellhöriger auf die Lebensbedürfnisse des Säuglings als Männer. Frauen können besser riechen. Sie haben einen Sprechfluss, der im statistischen Mittel dreimal so hoch ist wie der des Mannes. Und gerade die Fülle der dem Kind dargebotenen verbalen Ansprache ist es, die die Hirnentwicklung in ihrer entscheidenden Phase optimal fördert. Die Familienpolitik sollte sich auf den Boden der natürlichen Realität begeben."   

     
 
     
 
     
 
Die FR dokumentiert die Rede von Horst KÖHLER in Auszügen. KÖHLER bedient - politisch korrekt alle gesellschaftlichen Gruppen. In der taz freut sich deshalb Heide OESTREICH, dass auch die Homoehe nicht ausgegrenzt wird. Selbst die Kinderlosen werden von KÖHLER onkelhaft bedacht:

"Es gibt viele Gründe, warum Menschen keine Kinder haben. Und es gibt viele Kinderlose, die sich für Kinder engagieren: Denken wir an den Nachbarn, der babysittet; an die Tante, die Nachhilfeunterricht erteilt; an den spendablen Patenonkel; den Betreuer im Sportverein."

     
 
  • SCHLOEMANN, Johan (2006): Lächelnde Fürsorge.
    Kampf den fünfziger Jahren: Die Konservativen und die Familie,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 18.01.

Johan SCHLOEMANN hat - wie bereits zuvor Cordt SCHNIPPEN - die Schizophrenie der Konservativen entdeckt:

"Der Ruf nach mehr staatlicher Kinderbetreuung folgt eindeutig dem wirtschaftlichen, nicht dem weltanschaulichen Impuls der Konservativen.
          
Tief im Innern widerspricht er dem Traum von Familie, mit dem konservative Denker wie Udo Di Fabio, Paul Kirchhof und Meinhard Miegel und auch Unionspolitiker wie Horst Köhler und Jürgen Rüttgers imprägniert sind - und doch sind es dieselben, die kaum eine Gelegenheit auslassen, mehr Marktdynamik und Mobilisierung von Arbeitskraft einzufordern.
          
Darin liegt ein Problem, das lange noch nicht gelöst ist: Man kann nicht die doppelt arbeitenden, hochmobilen Arbeitnehmerpaare, die der Globalisierung trotzen, und die familiäre Geborgenheit nach alter, rheinischer Manier gleichzeitig haben. Auch nicht, wenn man noch so viel lächelt."

  • BERTH, Felix (2006): Gutschein für die Tagesmutter.
    Hans Bertram rät zu britischem Modell,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 18.01.

     
 
  • REINECKE, Stefan (2006): "Die Platzeck-SPD setzt auf Werte".
    Die SPD visiert eine neue Form von Wohlfahrtsstaat an, der sich auf Bildung konzentriert. Das sieht etwas diffus aus, ist aber taktisch und auch langfristig sinnvoll, um die SPD neu zu positionieren, meint der Parteienforscher Uwe Jun,
    in: TAZ v. 18.01.

     
 
     
 
     
 
  • NIEMANN, Norbert (2006): Diesseits von rechts und links.
    Bei allem Pragmatismus: Hinter den Kulissen der großen Koalition erinnert die politische Stimmung an das gesellschaftliche Klima während der ersten Industrialisierung. Damals bildeten sich die politischen Lager heraus - heute kann man immer noch nicht auf sie verzichten. Ganz im Gegenteil,
    in: TAZ v. 16.01.

     
 

LOOß, Annekatrin (2006): Verwilderung.
Singles brauchen den Rat von Freunden, damit sie vermittelbar bleiben. Nicht den der Ufo-Hotline,
in: Berliner Illustrierte Zeitung. Magazin der Berliner Morgenpost v. 15.01.

     
 
  • PLATZECK, Matthias (2006): Für eine Partei der Zupacker.
    Matthias Platzeck entwirft vor der Klausurtagung des SPD-Vorstands das Bild einer erneuerten Sozialdemokratie, die weder sozialnostalgisch noch marktradikal auftritt
    von Matthias Platzeck,
    in: Welt am Sonntag v. 15.01.

Matthias PLATZECK, der neue Parteivorsitzende der SPD, übernimmt das nationalkonservative Deutungsmuster von Herwig BIRG u.a. , wenn er er von "Unterjüngung" als dem demografischen Hauptproblem spricht.
     
 
     
 
     
 
  • ESCH, Christian (2006): Ich bin meine eigene Enzyklopädie.
    Vor fünf Jahren ging das Lexikon Wikipedia online. Es ist ein Riesenerfolg - vom Umfang her,
    in: Berliner Zeitung v. 14.01.

ESCH berichtet u.a. darüber, dass bei Wikipedia vor allem Singles mitarbeiten:

"Männer (v. a. jüngere, Studenten) stellen 88 Prozent der Mitarbeiter, Singles 50 Prozent. Ihre Interessen schlagen sich in der Themengewichtung nieder (vgl. Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld). Skeptiker sehen in Wikipedia das »Weltwissen der 15jährigen«. Wer Lok-Typen, Softwarefragen und Startrek-Biografien sucht, ist gut bedient. Das gilt wohl auch für Naturwissenschaftliches. Wer mehr über das Konzil von Konstanz oder August Ludwig Schlözer wissen will, ist aufgeschmissen."

     
 
  • Das Online-Dating in der Debatte

    • BEINER-LEHNER, Jutta (2006): Liebe auf den ersten Klick.
      Im Internet finden viele einen Partner - Doch die Beziehungen halten nicht lange,
      in: Welt v. 14.01.

     
 
     
 
     
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom   08. - 13. Januar 2006

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
 
  [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]
 
   
© 2000-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 08. Februar 2017 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002