[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]

 
   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
News 11.-19. Juni 2006
News 01.-10. Juni 2006
News 25.-31. Mai 2007
News 21.-24. Mai 2007
News 08.-20. Mai 2007
News 01.-07. Mai 2007
News 20.-30. April 2007
News 10.-19. April 2007
News 01.-09. April 2007
News 25.-31. März 2007
News 22.-24. März 2007
News 17.-21. März 2007
News 09.-16. März 2007
News 06.-08. März 2007
News 01.-05. März 2007
News 21.-28. Februar 2007
News 17.-20. Februar 2007
News 10.-16. Februar 2007
News 07.-09. Februar 2007
News 01.-06. Februar 2007
News 23.-31.Januar 2007

News 16.-22.Januar 2007
News 09.-15.Januar 2007
News 01.-08.Januar 2007
News 23.-31.Dezember 2006
News 14.-22.Dezember 2006
News 07.-13.Dezember 2006
News 01.-06.Dezember 2006
News 18.-30.November 2006
News 09.-17.November 2006
News 07.-08.November 2006
News 01.-06.November 2006
News 21.-31. Oktober 2006
News 18.-20. Oktober 2006
News 11.-17. Oktober 2006
News 05.-10. Oktober 2006
News 01.-04. Oktober 2006

News 01.-30. September 2006
News 25.-31. August 2006
News 19.-24. August 2006
News 12.-18. August 2006
News 07.-11. August 2006
News 01.-06. August 2006

News 29.-31. Juli 2006
News 20.-28. Juli 2006
News 14.-19. Juli 2006
News 11.-13. Juli 2006
News 05.-10. Juli 2006
News 01.-04. Juli 2006
News 29.-30. Juni 2006
News 22.-28. Juni 2006
News 14.-21. Juni 2006
News 01.-13. Juni 2006
 
       
   
Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 20. - 26. Juni

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Der langfristige Wandel partnerschaftlicher Lebensformen im Spiegel des Mikrozensus

"Entgegen weit verbreiteten Auffassungen kann ein genereller Trend zur Abkehr von festen, verbindlichen partnerschaftlichen Beziehungen nicht festgestellt werden. Ein Vergleich der Lebensverläufe verschiedener Kohorten zeigt aber, dass partnerschaftliche Bindungen zunehmend später und bis zum mittleren Erwachsenenalter auch seltener eingegangen werden. Im höheren Alter nimmt hingegen der Anteil derer, die in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft leben, zu, was vor allem auf die Veränderung der Alters- und Geschlechterstruktur der älteren Bevölkerung zurückzuführen ist."
(Andrea Lengerer & Thomas Klein in der Zeitschrift "Wirtschaft und Statistik", April 2007, S.433)

 
       
       
     
       
   

KÖHLER, Angela (2007): Großer Schatz.
Teil 2: Japans Antwort auf die Volksvergreisung: Jeder soll künftig so lange arbeiten, wie er mag,
in: Wirtschaftswoche Nr.26 v. 25.06.

 
       
     
       
   
"Im alten Szenebezirk Kreuzberg stagnieren die Schülerzahlen, aber in Friedrichshain steigen sie durch Zuzüge stark an. »Zunehmend junge Familien kaufen Wohneigentum, bereits jetzt gibt es 300 Kleinkinder mehr als vor zwei Jahren«, sagt Schulstadträtin Monika Herrmann (Grüne). Betroffen sind die Gebiete Alter Schlachthof, die Halbinsel Stralau und der Rudolfplatz", berichtet die Berliner Zeitung.
 
       
   
  • NDR (2007): Muttersöhne.
    Ein Film von Wolfgang Minder,
    in: NDR Fernsehen v. 24.06.

 
       
     
       
     
       
   
  • OSTERMANN, Hanns (2007): Göring-Eckardt: Bund soll Kinderbetreuungskarte finanzieren.
    Grünen-Politikerin für bundesweit einheitliche Lösung,
    in: DeutschlandRadio v. 22.06.

 
       
   
  • BAUREITHEL, Ulrike (2007): Erprobtes Zuspiel.
    Pflegekompromiss: Mit gezielter Irreführung haben die Finanzjongleure der großen Koalition den "großen Wurf" verhindert,
    in: Freitag Nr.25 v. 22.06.

  • KLATT, Thomas (2007): Abgehängt und abhängig.
    Gut ist, was für alle gut ist: Eine Tagung diskutiert alternative Wohn- und Pflegekonzepte und fordert einen umfassenderen Pflegebegriff,
    in: Freitag Nr.25 v. 22.06.

 
       
     
       
     
       
   
  • FÜHNER, Ruth (2007): Aura der Freiheit.
    Zwei Fälle von Kindstötung im 18. Jahrundert weisen über die Schranken ihrer Zeit hinaus,
    in: Frankfurter Rundschau v. 22.06.

FÜHNER berichtet über zwei Studien, die sich mit Kindstötungen von armen, unverheirateten Dienstmägden im 18. Jahrhundert beschäftigen:

"Kindsmord, so befand einst Freud einem träumenden Patienten gegenüber, Kindsmord könne nur eine Frau - eine Mutter - begehen. Schon diese Behauptung entlarvt Prosperi als historische Konstruktion - mit Verweis auf all jene Gesellschaften, in denen die Beseitigung überflüssigen Nachwuchses im familiären Verbund stattfand.
             Die von christlichen Theologen vorangetriebenen Dispute über den Charakter der Kindstötung - Sünde oder Verbrechen? -, die zunehmende Kriminalisierung, die damit einhergehende Isolation der Täterinnen (vor allem, soweit sie, wie Lucia und Susanna, arme Dienstmägde und ohne männlichen Schutz waren), die Frage nach dem Seelenheil der ungetauft Getöteten und der sündigen Mütter, nach Maske und Substanz der Einzelnen, der Machtkampf zwischen Kirche und weltlicher Gewalt - das ist der riesige Horizont".

 
       
   
  • SPERBER, Katharina (2007): Unterhalt für Kinder sinkt.
    Richter orientieren sich an niedrigeren Nettolöhnen. Aufschwung bleibt unberücksichtigt,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.06.

  • SPERBER, Katharina (2007): Arme Kinder,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.06.

 
       
     
       
   
 
       
   
Wie funktionieren Seilschaften in der Familienpolitik? So wie beim DeutschlandRadio: Jürgen LIMINSKI vom Europäischen Institut zur Aufwertung der Erziehungsarbeit, das gemäß einem Spiegel-Bericht zum erzkonservativ-christlichen Familiennetzwerk gehört, interviewt Jürgen BORCHERT, Mitbegründer des Heidelberger Familienbüros, das gemäß Claudia PINL ebenfalls zu den Unterstützern des Familiennetzwerkes gehört.
 
       
   
Tom SCHIMMECK, ehemaliger Tempo-Mitarbeiter, sieht sich selber in der Tradition der 68er als investigativer Journalist. Aus dieser selbstgefälligen Sicht kritisiert er den Popjournalismus der Generation Golf:

"Der Zeitgeist. Da bin ich Experte. Schon weil ich vor 20 Jahren einmal kurzfristig Redakteur eines damals neuen »Zeitgeist-Magazins« mit dem flotten Namen »Tempo« war. Seither verfolge ich die Wirrungen des so genannten »Popjournalismus« mit einer gewissen Faszination. Betrieben wird er meist von Söhnen und Töchtern aus gutem Hause, die viel Freude an Markenprodukten und der narzisstischen Umkreisung des eigenen Bauchnabels haben. Sie unterscheiden streng zwischen »in« und »out«. Ersteres sind in der Regel sie selber, Letzteres alle anderen, insbesondere »Prolls«, »Alt-68er« und all dieses irgendwie albern engagierte Volk. Politisch endet der Popjournalist nach allerlei Pirouetten verlässlich und sehr pragmatisch irgendwo zwischen Guido Westerwelle und Roland Koch. Sein Feind ist der »Gutmensch« im schlecht sitzenden Anzug. »Gutmensch« ist überhaupt eines seiner liebsten Schimpfwörter. Weil er nämliche jede Art von Haltung zutiefst verachtet.
             Die Stärke dieser Subspezies Journalist ist ihr üppiges, zuweilen ins Großkotzige changierende Selbstvertrauen. In panischer Angst, einen Trend zu verpassen, am Ende gar die Jugend zu verlieren, haben viele deutsche Chefredakteure solche nassforschen Popper eingekauft. Warum auch nicht? Die sind in der Regel emsig und stören nicht, und deshalb heute in allen Zeitungen und Zeitschriften von Rang vertreten. Manch fruchtbaren Textacker haben sie komplett umgepflügt. Freien Autoren, wie ich einer bin, fällt das regelmäßig auf, wenn sie sich mal wieder fragen: Wo nur bringe ich diese große Reportage noch unter? Oder gar einen richtig analytischen Text? Das ist sehr, sehr schwierig geworden."

Bereits Ende der 1980er Jahre brachte Tom SCHIMMECK unkritisch die 68er-Sicht des Stadtforschers Hartmut HÄUßERMANN im Spiegel unters Volk. Die undifferenzierte Gleichsetzung von Singles und Yuppies ist Teil jener Single-Lüge, die seit den 1990er Jahren den pseudokritischen Diskurs sowohl der Individualisierungsjünger als auch der -verächter prägt. Die Kollateralschäden dieser Debatte, die im Buch Die Single-Lüge beschrieben sind, werden in den nächsten Jahren deutlich sichtbar hervortreten.

 
       
   
Der Trendforscher Matthias HORX entdeckt - nachdem sich die Zielgruppe Single-Haushalt als Flop herausgestellt hat - die Zielgruppe Frauen. Dass es sich mit den Singles als Konsumenten nicht so einfach verhält, wie es Marketingleute gerne hätten, darauf hat single-generation.de bereits frühzeitig aufmerksam gemacht. Nun aber eine undifferenzierte Zielgruppe durch eine andere zu ersetzen, das ist keineswegs die Lösung. Der nächste Flop ist dadurch bereits vorprogrammiert...
Die Single-Industrie und die Bedeutung der Single-Kultur in der paar- und familienorientierten Gesellschaft
 
       
   
Spätestens seit dem Buch Der Mythos von den Leistungseliten (2002) des Soziologen Michael HARTMANN ist bekannt, dass die Herkunft den Lebenslauf stärker bestimmt als die individuelle Leistung. Im April-Heft der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie haben Marek FUCHS und Michaela SIXT Ergebnisse ihrer Studie zur Nachhaltigkeit von Bildungsaufstiegen präsentiert. Danach hat der Einfluss der Herkunft auf die Bildungschancen in den Nach-68er-Generationen zugenommen:

"Während bei den zwischen 1948 und 1952 geborenen Neuakademikern noch 81 Prozent der Kinder die Hochschulreife erreichten, sinkt der Wert auf 71 Prozent bei den zwischen 1951 und 1957 Geborenen und erreicht bei den zwischen 1958 und 1962 geborenen Neuakademikern nur noch 56 Prozent (...). Bei den traditionellen Akademikern hingegen ist eine Verringerung des Anteils ihrer Kinder mit Hochschulreife nicht nachweisbar".

Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse des Studentenwerks keineswegs überraschend. FUCHS & SIXT haben auch den Zusammenhang zwischen Bildungsauf- bzw. -abstiegen und Kinderlosigkeit untersucht.

Die Rückkehr der Klassengesellschaft - Oder der lange Abschied von den Individualisierungsverheißungen
 
       
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom   11. -  19. Juni 2007

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
    [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]  
   
 
   
© 2000-2017
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 06. Februar 2017 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002