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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 11. - 21. Mai 2004

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

"Es stimmt nicht mehr, dass westliche Staaten eine sinkende Geburtenrate haben.
(...).
In 13 der 58 europäischen Länder (...) hatten Frauen, die gegen 1960 geboren wurden, durchschnittlich mindestens zwei Kinder bis zum Jahr 2001, wenn sie die 40 überschritten hatten.
(...).
Der niedrige deutsche Durchschnittswert hat sich knapp unter 1,7 stabilisiert. Dem werden sich die Durchschnittswerte von Spanien, Italien und
Österreich bald anschließen, wenn sie ihn nicht sogar untertreffen, denn in diesen Ländern hat der Abwärtstrend bis 2001 angehalten und liegt bei deutlich unter zwei Kindern.
(...).
Es gibt ein gewisses Einvernehmen darüber, dass das »echte« Fertilitätsniveau eher höher ist, als es in den meisten Ländern den Anschein hat."
(aus: David A. Colemann "Im Angesicht des 21. Jahrhunderts: Neue Entwicklungen und alte Probleme. In: pro familia magazin,  2004, H.1, S.23)

 
       
       
   
  • FÜLBERTH, Georg (2004): Lichtblick,
    in: Freitag Nr.22 v. 21.05.

Georg FÜLBERTH berichtet über die neue Ökonomie-Zeitschrift Intervention: "Es überwiegt ein radikaler Keynesianismus, von einem der Autoren als »Post-Keynesianismus« bezeichnet. Es mag sein, dass er das Äußerste ist, was gegenwärtig nach dem wissenschaftlichen Standard, der hier vorgegeben ist, dargestellt werden kann. Insofern wäre diese Zeitschrift auch eine Herausforderung an Marxisten, hier aufzuholen. Ganz offenbar führt kein Weg darum herum, die neoklassischen Annahmen zunächst auf ihrer eigenen Grundlage zu zerlegen. Marx hat das nicht viel anders gemacht.
Layout und Druck der Zeitschrift entsprechen dem Anspruch, den Keynes »Fine Printing« genannt hätte. Intervention erscheint halbjährlich. Das nächste Heft wird einen Schwerpunkt zu finanzpolitischen Fragen haben. - Die Zeitschrift ist ein Lichtblick. Möge sie lange bleiben und gedeihen.
"
 
       
   
  • BOEING, Niels & Gruppe "km 21.0" (2004): Grenzen einreißen, jeden Tag.
    Offenheit, Gewaltlosigkeit, Leidenschaft. Zwischen bourgeoisem Jet-Set und proletarisiertem Kleinbürgertum gedeiht der Transkapitalismus,
    in: Freitag Nr.22 v. 21.05.

 
       
   
  • MERSCHMANN, Helmut (2004): Man wünscht sich andere Wünsche.
    (Alp)-Traum einer Konsumenten-Demokratie. Auf dem neunten "Trendtag" in Hamburg wurde über Billigangebote, Konsumenthaltung und "Kontingenz" debattiert,
    in: Freitag Nr.22 v. 21.05.

Helmut MERSCHMANN bietet einen Blick hinter die Fassaden des Trendtags, der sich mit der angeblichen "Konsumenten-Demokratie" beschäftigte. Die Anbieter dürfen sich auf den zwar technisch aufgerüsteten, aber immer noch außengesteuerten, Konsumenten freuen:

"In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) rangieren Politiker und Markenprodukte mit nur 14 Prozent Glaubwürdigkeit an gleich niedriger Stelle. Mit über neunzig Prozent sprechen die Befragten dagegen ihren Freunden und der Familie das Vertrauen aus.
Das Internet hat diesen Impuls längst aufgegriffen und Rankings und Bewertungen in die Kaufabwicklung eingeführt. Neue und erfolgreiche Handelsplattformen wie Amazon und Ebay bitten jeden Käufer um eine Benotung des Verkäufers. Websites für Paarungs- und Beziehungswillige wie Match.com, für Leute auf Freundessuche wie Friendster.com oder für kommunikative Hundehalter (www.dogster.com), die von Wippermann »Socialware« genannt werden, weil sie eine »Rationalisierung der sozialen Beziehungen« betreiben, basieren allein auf Kommunität und Weiterempfehlung.
"

 
       
   
  • FRANKFURTER RUNDSCHAU-Tagesthema: Die Babylücke

    • MIES, Petra (2004): Kind oder Karriere.
      Nicht jede Frau wünscht sich Nachwuchs - und wenn, dann stehen oft Berufspläne oder betriebliche Realität im Weg,
      in: Frankfurter Rundschau v. 21.05.

Das neue Tabuthema: gewollte Kinderlosigkeit

  • BEBENBURG, Pitt von & Monika KAPPUS (2004): "Betreuung ist wichtig".
    Gespräch mit der Bundesfamilienministerin Renate Schmidt,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.05.

Bert Rürup - Nachhaltige Familienpolitik

  • MAYER, Tilman (2004): Ein neues Verteilungsproblem ist geboren.
    Die Babylücke ist Fakt, die Disproportion in der Alterspyramide in Deutschland bekannt. Längere Lebensarbeitszeit, Zuwanderung und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie könnten helfen,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.05.

  • LINK, Christoph (2004): Entschieden.
    Porträt: Charity Ngilu,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.05.

 
       
     
       
   
  • HABERMAS, Jürgen (2004): Ein Ruck muss durch Europa gehen,
    in: Weltwoche Nr.21 v. 19.05.

Der Ruck-Rhetorik wird so mancher inzwischen überdrüssig, nichtsdestotrotz geht es hier um ein wichtiges Thema. Jürgen HABERMAS begründet in einem langen Essay - entgegen der herrschenden Doktrin der ökonomischen Integration - die Notwendigkeit einer europäischen Identitätsbildung:

"Die Systemintegration und eine Verwicklung der Eliten in pfadabhängige Entscheidungen scheinen ein gemeinsames europäisches Bewusstsein überflüssig zu machen. Soweit eine soziale Integration über Werte und Normen überhaupt nötig sein sollte, würde sie sich als eine Art Beiprodukt von selbst einstellen.
Ich möchte zeigen, warum sich die Erklärungskraft dieser sozialwissenschaftlichen Hypothesen erschöpft hat (...) und wie der Einigungsprozess heute an der Schwelle einer fehlenden europäischen Identität stockt
".  

 
       
   
  • MNE (2004): Er war hier.
    Benjamin von Stuckrad-Barre hat einen Film gedreht,
    in: Tagesspiegel v. 19.05.

    • Bericht über den Dokumentarfilm "Ich war hier": "In dem Film geht es um die unzähligen Varianten der Ichwarhiers, die Menschen gerne hinterlassen. Stuckrad-Barre nennt sie »Versuche, einen Daseins-Beweis zu erbringen, unsterblich zu sein «."
 
       
   
  • WIARDA, Jan-Martin (2004): Die Ohnmacht der Väter.
    Plötzlich war sein Sohn weg. Die Mutter hatte ihn einfach mitgenommen. Seither kämpft Peter Döring um das Sorgerecht,
    in: Tagesspiegel v. 19.05.

    • Jan-Martin WIARDA porträtiert den 47jährigen Ethnologen und unverheirateten Trennungsvater Peter DÖRING, der seit einem Jahr Berliner Landesvorsitzender des Selbsthilfevereins "Väteraufbruch für Kinder" ist.
 
       
   
  • HONDRICH, Karl Otto (2004): Die mittleren Jahre.
    Wie kann der einzelne sich ein langes Leben in Wohlstand leisten, wenn er (demnächst) nur noch ein Viertel seines Lebens lang selbst Wohlstand schafft? Aufs Ganze gesehen: Können die beruflichen Leistungsträger in ihren besten Jahren,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.05.

 
       
   
  • MAROLDT, Lorenz (2004): Genau zwischen die Augen.
    Nach sieben Jahren wieder ein neues Album: Morrissey, der Poet des Pop, kann noch kämpfen,
    in: Tagesspiegel v. 17.05.

Lorenz MAROLDT stellt die vielen Facetten des Steven Patrick MORRISSEY vor, u.a.:

"Morrissey, der scheue Einzelgänger, der Enthaltsame, das sexuelle Rätsel: The woman of my dreams, she never came along, the woman of my dreams, well – there never was one."

Für Sasha CAGEN, die in den USA eine neue Single-Bewegung ins Leben gerufen hat, ist MORRISSEY gar ein typischer Quirkyalone.

 
       
   
Christian Gasser - Mein erster Sanyo 
 
       
   
  • FLOW (2004): Chronisch belastet.
    Den Gerontologen gehört die Zukunft,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 17.05.

 
       
   
  • JEISMANN, Michael (2004): Das Ende der Schonzeit.
    Er fragte für den kleinen Mann und für eine bessere Republik: Zum Tod von Günter Gaus,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 17.05.

    • Michael JEISMANN porträtiert den verstorbenen Günter GAUS als Gegner von SCHRÖDERs Basta-Politik und als jemanden, der Widersprüche offenlegen wollte: "So hatte das Wort von der »Gnade der späten Geburt«, das von Gaus stammte (...) keinen wohlgemuten Unterton, sondern drückte die Skepsis gegenüber der besseren eigenen Einsichtsfähigkeit unter anderen historischen Umständen aus."
 
       
   
  • FOCUS-Titelgeschichte: Die MUTTIerung.
    Wie aus Frauen Mütter werden und wie Männer darunter leiden

    • BORGEEST, Bernhard (2004): Mutterrolle rückwärts.
      Urknall Kind: Jäh krempelt der Nachwuchs das Leben um - und verwandelt oft emanzipierte Frauen in brave Muttis,
      in: Focus Nr.21 v. 17.05.

Bernhard BORGEEST schreibt über den "Urknall Kind". Über die Entscheidung Karriere oder Kind wird viel geschrieben. Was passiert, wenn die Entscheidung gefallen ist, davon handelt die Coverstory. Kind oder Sex, das ist u.a. das Dilemma der Vaterfrage wie sie der Focus sieht.
  • FOCUS (2004): "Sexkurve steil nach unten".
    Wo bleiben die Väter? Wassilios E. Fthenakis über den Mann zwischen starrem Rollenmodell, sozialen Ängsten und Liebesentzug,
    in: Focus Nr.21 v. 17.05.

 
       
     
       
   
Berufsmobilität und Lebensform
 
       
   
Die neuen Bürgerbewegungen  
 
       
   
  • CASATI, Rebecca (2004): Die Herren der Trauringe.
    Aus dem Album der Arten,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 15.05.

"Was soll man mit dem abgelegten Ring machen? (...). Es hat, wissen Forscher, ab einem gewissen Alter seinen Vorteil, einen Ring zu tragen. Gebund wirkt man angeblich attraktiver auf das andere Geschlecht, auch vertrauenserweckender. Joschka Fischer, obwohl viermal verheiratet, wirkt demnach nicht etwa bindungsunfähig, sondern - freudig."
 
       
   
  • SCHLAFFER, Hannelore (2004): Die Erotik des Wirtschaftswunders.
    Martin Walsers Roman "Ehen in Philippsburg",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 15.05.

    • "1957 (...) führte Martin Walser den Bürgern in ihren niedrigen Neubauwohnungen jene große Welt vor, von der sie nur träumen konnten, von der sie aber in Zukunft abhängig sein sollen."
 
       
   
  • GRAUPNER, Heidrun (2004): Armut im Reichtum,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 15.05.

    • "»Das Soziale neu denken« schrieb die katholische Kirche (...). Mit dem Bild des arbeitsscheuen Sozialschmarotzers folgt die Kirche der Politik und hilft mit, das Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes auszuhöhlen", kritisiert Heidrun GRAUPNER angesichts der geplanten Sozialhilfereform.
 
       
     
       
   
"After half a century of obscurity, population issues are resurfacing in headlines, bestseller lists and talk shows",

lobt der britische Economist die Enttabuisierung der Bevölkerungspolitik durch die Mitte-Eliten. Single-generation.de hat bereits vor 2 Jahren darauf hingewiesen, dass mit dem Pflegeurteil des Bundesverfassungsgericht in Deutschland faktisch Bevölkerungspolitik betrieben wird. Die Enttabuisierung der Bevölkerungspolitik hat single-generation.de bereits im Jahr 2002 prognostiziert. Der nächste, konsequente Schritt ist die Forcierung der Kontroverse Familien contra Singles. Die nachhaltige Familienpolitik, die Kinderlosigkeit als Problem definiert muss entschieden gegen Kinderlose Front machen, wenn sie ihr Ziel erreichen will. Im Economist werden das private Berlin-Institut und Frank SCHIRRMACHERs Buch Methusalem-Komplott als Schrittmacher der bevölkerungspolitischen Debatte gewürdigt. Das im Herbst erscheinende Buch Die Altenrepublik von Elisabeth NIEJAHR wird ebenfalls in diese Reihe gestellt.  

 
       
     
       
     
       
     
       
   
  • EHRENSTEIN, Claudia (2004): "Ich will dem Alter die Würde und die Lebensfreude zurückgeben".
    Der Vorsitzende der Senioren-Union kämpft für mehr Gerechtigkeit zwischen den Generationen und droht mit einer Klage beim Bundesverfassungsgericht,
    in: Welt v. 14.05.

    • Otto WULFF, der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, kämpft für den Wegfall des Renteneintrittsalters: "Der demographische Wandel erfordert meiner Ansicht nach auch einen Verfassungswandel. Die heute 60-Jährigen sind so leistungsfähig wie einst die 50-Jährigen. 70-Jährige sind so fit wie 60-Jährige. Die Politik muss die veränderte Realität endlich zur Kenntnis nehmen und reagieren. Nicht das Alter, sondern die Gebrechlichkeit darf ein Kriterium sein, um in den Ruhestand zu gehen. Das gilt für einen 40-Jährigen ebenso wie für einen 60-, 70- oder 80-Jährigen. Viele junge Menschen sind gesundheitlich anfälliger und weniger belastbar als mancher Alte. Ich wehre mich dagegen, dass die Alten nur wegen ihres Alters aus dem Berufsleben herausgedrängt werden. Das muss stets individuell entschieden werden."
 
       
   
Christian Schmitt - Kinderlose Männer in Deutschland
 
       
     
       
     
       
   
  • KÜNZLER, Hanspeter (2004): Der Mann mit den Gladiolen.
    Nach längerem Schweigen gelingt Morrissey mit «You Are The Quarry» ein Comeback,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 13.05.

    • KÜNZLER u.a. über die Bedeutung von The Smiths: "Niemand wird den schockierenden Moment vergessen, als The Smiths zum ersten Mal in «Top Of The Pops» erschienen. Damals, im November 1983, galten Synthis und Michael Jackson als die Zukunft. Hier aber war ein linkischer junger Mann, aus dessen Hosentasche Gladiolen hingen und der mit der japsenden Stimme eines jungen Hundes den Charme eines jungen Mannes besang. Fünf grossartige Alben lang waren The Smiths die provokativste und bewegendste Band Grossbritanniens. «Morrissey rettete die Popmusik nicht nur, indem er sie wieder lyrisch und melodisch machte, sondern auch intellektuell und literarisch», heisst es in «Saint Morrissey»."
 
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
   
  • BEBBER, Werner van (2004): Literatur aus dem Bauch der Macht.
    Ulla Schmidts Sprecher schrieb ein Buch über das Alter, Feridun Zaimoglu lud ihn ein
    in: Tagesspiegel v. 12.05.

    • Feridun ZAIMOGLU hat Klaus VATER, den Sprecher von Ulla SCHMIDT und Hobbyschreiber, in sein literaturwissenschaftliches Seminar an der FU Berlin eingeladen. VATER hat sich eine andere Art von Methusalem-Komplott einfallen lassen. Offenbar ist neuerdings das Ausarbeiten von Horrorszenarien eine Art Initiationsritus, der den Zugang zu unserer männlichen Elite sichert...   
 
       
   
  • MAGOLEY, Nina (2004): Für mehr Freude am Gebären.
    Der familienfreundliche Busfahrplan ist da: Lokale "Bündnisse für Familie" sollen das Leben für Eltern erleichtern. Auf die Wirkung der Initiative von Familienministerin Renate Schmidt darf man gespannt sein - denn Geld gibt es nicht,
    in: TAZ v. 12.05.

 
       
   
Renate RUBACH über die Folgen der Hartz-Reformen für allein stehende Frauen: "Viele Frauen arbeiten halbtags oder weniger. Das sind alles Arbeiten, die jetzt als Mini- oder Midi-Jobs angeboten werden. Dadurch haben die Frauen keine soziale Absicherung mehr, etwa im Alter. Mit den Summen, die da in die Rente eingezahlt werden, erreichen Sie später nicht mal mehr das Sozialhilfeniveau.
Die Regierung sagt umgekehrt, dass Minijobs jetzt erstmals abgesichert sind.
Das nützt aber gar nichts. Die Regierung sagt nun: Toll, wie viele Frauen jetzt arbeiten. Dabei sind das alles prekäre Jobs. Damit sind die Frauen auf die ZuverdienerInnen-Rolle abonniert. Wenn diese Ehen getrennt werden, dann haben die Frauen keine Absicherungen. Das erlebe ich gerade am eigenen Leib. Ich bin auch getrennt und werde kaum Rente bekommen.
"
Der subsidiäre Sozialstaat - Das Feindbild "Single-Gesellschaft" als Folge der Katholisierung der Berliner Republik
 
       
   
  • Das Single-Dasein in Frankreich

    • ZITZMANN, Marc (2004): Vom Ghetto ins Wörterbuch.
      Die Sprache von Frankreichs Banlieue-Jugend,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 12.05.

Marc ZITZMANN bringt uns erst einmal den französischen Mythos Banlieue näher, um ihn zugleich zu relativieren:

"Frankreichs Banlieue hat einen schlechten Ruf. Aber die Banlieue gibt es eigentlich gar nicht; nur sehr verschiedene Vorstädte: solche, wo Millionäre hausen, solche, wo Kleinbürger Tomaten ziehen, solche, wo Katzenzüchtervereine und Rentnerklubs gedeihen, und solche, wo Arme, Arbeitslose und Ausländer am Existenzminimum kratzen. Was letztere Kategorie betrifft: Besteht eine solche Vorstadt aus einem Ensemble von Hochhäusern, das in den sechziger oder siebziger Jahren aus dem Boden gestampft wurde und heute zu einem Gutteil von Maghrebinern und Schwarzafrikanern bewohnt wird, so nennt man sie eine «Cité» und macht einen weiten Bogen um sie herum. Im Fall der schlimmsten Cités tun das sogar die Busfahrer, Postboten und Polizisten - aber das Fernsehen mag da auch übertreiben.
Nicht übertrieben, sondern tagtäglich auf der Linie B der Grosspariser Schnellbahn RER zu verifizieren ist hingegen, dass die Jugend der Cités eine eigene Sprache spricht. Ein raues Idiom, in bellendem Tonfall rasend schnell skandiert. Jedes banale Gespräch klingt wie grimmiger Streit. Die Enge, der Druck und der Schweiss der Cités schwingen mit: «le bruit et l'odeur»
".

ZITZMANN zeichnet in dem Artikel nach wie der neue Jugendslang in den Medien salonfähig wird. U.a. wird auf die ethnographischen Studie  «Cœur de banlieue. Codes, rites et langages» von David Lepoutre hingewiesen, deren zweiter Teil die «Sprache der Strassenkultur» untersucht. Der Autor hat nach ZITZMANN "zwanzig Monate lang neben der berüchtigten Cité des Quatre-Mille bei Paris gewohnt und dort in der Schule unterrichtet."

 
       
     
       
   

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Zu den News vom 05. - 10. Mai  2004

 
       
   
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