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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 16. - 30. November 2011

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Familien mit mehr als zwei Kindern sind häufig Patchwork-Familien

"Wenn nach der Geburt des zweiten Kindes eine neue Partnerschaft begonnen wurde, ist die Übergangsrate zu dritten Kindern beider Geschlechter deutlich erhöht - und zwar nicht nur im Vergleich zu denjenigen, die nach der Geburt des zweiten Kindes partnerlos sind, sondern eben auch im Vergleich zu denjenigen, die (ihre zum Zeitpunkt des zweiten Kindes bereits existierende) Partnerschaft kontinuierlich weiterführen. Auch Partnerschaftsneugründungen nach der ersten Geburt erhöhen bei beiden Geschlechtern die Drittgeburtneigung. Wenn also nach der ersten Geburt eine neue Partnerschaft begann, die zur Geburt eines zweiten Kindes führte, dann ist die Wahrscheinlichkeit vergleichsweise hoch, dass noch ein drittes Kind geboren wird. Insgesamt also deuten die Ergebnisse (...) darauf hin, dass höhere Kinderzahlen von mehr als 2 Kindern dann vergleichsweise oft erreicht werden, wenn sich die Kinder auf mehr als eine Partnerschaft verteilen."
(aus: Jan Eckhard "Partnerschaftswandel und Geburtenrückgang", 2010, S.156)

 
 
       
   

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Tagesthema: Wer soll künstliche Befruchtung bezahlen?

BRAUN, Stefan & Guido BOHSEM (2011): Kinder der Politik.
Mit zehn Millionen Euro will Ministerin Schröder Paaren helfen, die nur durch künstliche Befruchtung Eltern werden können,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 29.11.

FRANK, Charlotte (2011): "Wie der Verlust eines nahen Angehörigen".
Psychologe Tewes Wischmann über die seelischen Nöte von kinderlosen Paaren und das Vorurteil, sie seien an ihrem Schicksal selber schuld,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 29.11.

BERNDT, Christina (2011): Zwischen Traum und Albtraum.
Risiken für Mutter und Kind,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 29.11.

 
       
   

WIRZ, Claudia (2011): "Die Partnerwahl ist das Ergebnis einer komplexen Arithmetik".
Der Soziologe Thomas Klein über die Partnerwahl im Zeitalter der Online-Singlebörsen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 28.11.

 
       
   

KISTER, Cornelie (2011): Kleine Kinder, große Fragen.
Arbeiten? Zu Hause bleiben? Wie lang stillen? Ab wann Kita? Man sollte meinen, Mütter helfen sich da gern mit Rat und Tat. Von wegen: alles ein einziger Konkurrenzkampf,
in: SZ-Magazin Nr.47 v. 25.11.

 
       
   

SCHRÖER, Wolfgang & Elisabeth TUIDER (2011): Transnational Care.
Zur Entgrenzung von Sorge in der zweiten Moderne,
in: Transnational Social Review, Heft 1

 
       
   

HAGMANN, Jannis (2011): "Im Internet ist es leichter".
Religiöses Online-Dating: Ob Juden, Christen oder Muslime – auf die Online-Partnersuche gehen sie alle. Das gemeinsame Ziel lautet Eheschließung, meistens zumindest,
in: TAZ Online v. 24.11.

 
       
   

GRÜTER, Thomas (2011): Die Intelligenzgesellschaft.
Der Intelligenzquotient als Fetisch: Intelligenzverstärker und der Glaube an eine "kognitive Elite" ,
in: Telepolis v. 24.11.

 
       
   

Fernbeziehungen - Wie der veränderte Arbeitsmarkt unsere Liebesbeziehungen prägt

KERBUSK, Simon (2011): "Liebe über Ländergrenzen".
Soziologie: Das Soziologen-Ehepaar Beck hat ein Buch über Fernbeziehungen geschrieben. Ein Gespräch über Unterschiede und Nähe,
in: ZEIT Campus Nr.6

 
       
   

Julia Franck - Rücken an Rücken

MEYER, Frank (2011): Alles für den Sozialismus, nichts für die Kinder.
Julia Franck über ihren DDR-Roman "Rücken an Rücken",
in: DeutschlandRadio v. 22.11.

 
       
   

Katja Kullmann - Echtleben

KULLMANN, Katja (2011): Man muss sie nicht hassen.
Die Piraten sind ein Interessenclub für das neue WLan-Bürgertum. Ihr Wahlerfolg in der "Kreativhauptstadt" Berlin ist plausibel. Ein neues Bürgertum sucht sich selbst,
in: Perlentaucher v. 22.11.

 
       
   

Florian Illies - Generation Golf

PREUSS, Sebastian (2011): Florian Illies.
Vom Top-Journalisten zum Kunsthändler,
in: Berliner Zeitung v. 22.11.

 
       
   
FOCUS-Titelgeschichte: Warum wir ab 40 glücklicher werden.
Neue Studien: Karriere, Liebe, Lifestyle - Wissenschaftler entschlüsseln das Lebensgefühl der Generation Lässig

BRAND, J.U./HASLAUER, A./HARTMANN-WOLFF, E./RUZAS, S./SCHINDLER, S./VOLKMANN, I. (2011): Generation Lässig.
Gelassen, erfahren und mit sich selbst im Reinen: Forscher entschlüsseln, warum sich die meisten Menschen jenseits der 40 immer besser fühlen,
in: Focus Nr.47 v. 21.11.

Im Jahr 2007 musste man gemäß Focus noch Mitte 50 werden, um zufriedener und gelassener zu werden. Nun soll das bereits mit Mitte 40 der Fall sein.

Hat das damit zu tun, dass die 40- bis 50-Jährigen die größte Bevölkerungsgruppe sind?

 
       
   
STUTTGARTER ZEITUNG-Tagesthema: Deutschland vergreist.
Demografen warnen: Die Altersstruktur der Bevölkerung verschiebt sich dramatisch. Betroffen sind vor allem ländliche Gebiete und der Osten

LINK, Christoph (2011): Angst vor der großen Leere.
Demografie: Der starke Rückgang der Bevölkerung trifft zuerst strukturschwache Gebiete. Im Süden steht die Region Pirmasens beispielhaft für das Problem. Man erprobt in der Pfalz längst Strategien gegen Abwanderung - seit Jahrzehnten ist man betroffen,
in: Stuttgarter Zeitung v. 21.11.

KISTER, Stefan (2011): "Alterung findet vor allem im Kopf statt".
Interview: Der Sozialwissenschaftler Axel Börsch-Supan hält von demografischen Horrorszenarien wenig. Bedrohlicher als die Vergreisung sei die Verschuldung,
in: Stuttgarter Zeitung v. 21.11.

 
       
   
PROFIL-Titelgeschichte: Traumberuf Hausfrau?
Jede zweite junge Österreicherin denkt an den Rückzug zu Kindern und Küche

HAGER, Angelika & Sebastian HOFER (2011): Traumberuf Hausfrau?
Jede zweite junge Österreicherin kann sich ein Leben als Hausfrau vorstellen. Ursache für die schleichende Reanimierung der Traditionsrolle ist jedoch kein neuer Konservativismus, sondern die Wirtschaftskrise, erschöpfte Emanzen-Mütter und das Versagen des Staats bei der Kinderbetreuung,
in: Profil Nr.47 v. 21.11.

 
       
   

HEß, Ralf (2011): Sie wurden bestellt und nicht abgeholt.
Über studierende Arbeiterkinder und "Klassismus",
in:
Telepolis v. 20.11.

 
       
   

MAYER, Verena (2011): "Ich werde ständig von Feministinnen attacktiert".
Seit Strauss-Kahn schaut die Welt genauer auf den französischen Mann. Elisabeth Badinter streitet schon länger: über die Frauen, das Stillen und Prostitution,
in:
Tagesspiegel v. 20.11.

 
       
   

BARTELS, Gerrit (2011): Die großen Grenzen.
Literaturbetrieb: Was macht einen Schriftsteller eigentlich zum Schriftsteller? Und warum machen sie nie die Politik zum Thema ihrer Bücher? Oder schreiben so wenig gegenwartsnah? Von den Schwierigkeiten junger Autorinnen und Autoren,
in:
Tagesspiegel v. 20.11.

Gerrit BARTELS verteidigt die Debütanten der Generation @ gegen Matthias POLITICKY, den Möchtegern-Großschriftsteller der Single-Generation, der in einem ZEIT-Aufsatz seine altbekannten Ansichten aufgefrischt hat:

"Trost könnten junge Autoren und Autorinnen finden, wenn sie einen Roman wie Wolfgang Herrndorfs »Sand« lesen. Von Gegenwärtigkeit kann hier keine Rede sein, um einen relevanten Realismus, um »Leben« (auch so eine Kategorie) schert Herrndorf sich nicht die Bohne. Grenzen aber überschreitet er von der ersten bis zur letzten Zeile (und unterhaltsam ist er zudem). (...). Weshalb es für junge Autoren nur heißen kann: locker machen, weitermachen, an sich selbst glauben. Und vielleicht einmal die Bücher von Matthias Politycki studieren. Sonntagsreden sind nämlich das eine. Sie aber in die Tat, die eigene Prosa umzusetzen, das andere."

 
       
   

WAGNER, Joachim (2011): Gegen das Braune in uns.
Ein Jahr nach Thilo Sarrazins Skandalbuch schockieren rechte Terroristen das Land. Umso dringender muss die Integrationsdebatte fortgesetzt werden,
in:
Tagesspiegel v. 20.11.

Joachim WAGNER stilisiert Thilo SARRAZIN zum Märtyrer ("Politisch-publizistische Vernichtung des Tabubrechers").

 
       
   

A. F. Th. van der Heijden - Tonio

KÄMMERLINGS, Richard (2011): Es gibt keinen Trost.
Monument der Liebe und des Leids: Der Schriftsteller A. F. Th. van der Heijden hat ein Requiem auf seinen Sohn geschrieben. "Tonio" gehört zum Stärksten, Mächtigsten, was der menschliche Geist gegen sein Gegenteil, den Tod, das Nichts, aufbieten kann,
in: Welt am Sonntag v. 20.11.

 
       
   

WELT AM SONNTAG-Stil-Thema: Alter

STROHMAIER, Brenda (2011): Endlich über 70.
Älter werden war nie attraktiver als heute - weil die Welt voller wundervoller Vorbilder ist. Deshalb steht dieser Stil-Teil ganz im Zeichen derer, die schon genau wissen, dass besser wird, was lange währt,
in: Welt am Sonntag v. 20.11.

STROHMAIER, Brenda (2011): "Ich bin kein Luder".
Elfriede Vavrik machte sich im Alter von 79 auf die Suche nach Sex - und landete einen Bestseller. Mit 82 sehnt sie sich nun nach Liebe. Im Interview erzählt sie von ihrem Abenteuer,
in: Welt am Sonntag v. 20.11.

 
       
   
NEW YORK TIMES MAGAZINE-Titelgeschichte: Teaching Good Sex.
 

ABRAHAM, Laurie (2011): Teaching Good Sex.
Introducing pleasure to the peril of sex education,
in: New York Times Magazine v. 20.11.

 
       
   

Ralf Westhoff - Shoppen

FINK, Günter (2011): Speed-Dating - Ein Mann fürs Leben in fünf Minuten.
In "Shoppen" spielt Andrea Lüdke ("Großstadtrevier") eine Single-Frau beim Speed-Dating. Die Methode ist zur Partnersuche besser als ihr Ruf, findet sie,
in:
Welt Online v. 19.11.

 
       
   

ANONYMA (2011): Die Angst und ich.
Soziale Phobie: Bin ich gut genug? Warum lachen die jetzt? Soll ich was sagen? Warum bin ich nicht wie die anderen? Jeder kennt diese Fragen, aber unserer Autorin nehmen sie den Atem und die Lust am Leben,
in:
Magazin der Berliner Zeitung v. 19.11.

Ist, wer an einer sozialen Phobie leidet, ein Mensch ohne oder mit wenig sozialen Kontakten? Das öffentliche Bild von Menschen mit sozialen Ängsten wird geprägt von Einzelgängern, Sonderlingen bzw. Nerds. Die Autorin beschreibt u. a. das Unverständnis ihres sozialen Umfeldes:

"Viele reagierten ungläubig, angesichts dessen, was ich in meinem Leben alles schon geschafft hatte, eine Karriere im Kulturbereich, viele Freunde und Bekannte, immer bereit, Neues zu probieren. Einige wollen es immer noch nicht glauben. Was mich dazu führt, immer ausdrücklicher auf die Angst hinzuweisen und darauf, dass es sie wirklich gibt, sie wissenschaftlich untersucht wird, sie einen Namen hat. Aber hilft es mir wirklich, dass ich ein Etikett auf diese Krankheit kleben kann?"

Menschen, die unter sozialen Ängsten leiden, können auch einen Partner finden. Kontaktanzeigen und neuerdings auch das Internet ermöglichen ein Kennenlernen auch für Menschen mit sozialen Ängsten. Die Herausforderungen einer Partnerschaft beginnen danach:

"Hatte in den letzten zehn Jahren gefühlte Millionen Versuche mit Männern, die ich meistens über Kontaktanzeigen kennen gelernt habe. Dort hält sich die Angst seltsamerweise in überschaubaren Grenzen und ich gehe fast völlig furchtlos zu den ersten Treffen mit unbekannten Männern. Habe auf diesem Weg Wessis und Ossis, Arbeitslose und Ingenieure kennengelernt, Männer, in die ich mich verliebt habe, darunter Männer, die die Liebe in einer Alkoholpfütze ertränkten, andere, die ihre Trennungskinder so gewissenhaft überbetreuten, dass keine Zeit mehr übrig blieb, Männer, die mit dem Leben selbst nicht zurechtkamen und eine Mutti-Krankenschwester-Psychologin brauchten, und Männer, die logen, dass sich die Balken bogen. Manchmal waren die Männer vielleicht auch genau die Richtigen, bei denen habe ich das Gefühl dann manchmal einfach so verloren und nie wieder gefunden.

Begegnungen der besonderen Art, aus denen nichts gewachsen ist außer ab und an mal ein- oder dreimonatige Versuche. Ein ganzer Friedhof voller Liebesleichen."

Für die Autorin ist die Mutter-Kind-Beziehung eine der wenigen angstfreien Beziehungen:

"Einer der wenigen Menschen, mit denen ich angstfrei zusammenleben kann, ist mein Sohn. Alles ist echt an ihm und an mir, wenn wir zusammen sind. Ich muss mich nicht anstrengen und so tun, als wäre ich jemand anderes. Wir können wortlos frühstücken, ohne dass es peinlich ist, es gibt keinen Druck. Er wird groß und immer größer, und ich schaue ihm glücklich dabei zu. Kraftquelle nennt man so was wohl, und das ist es auch."

 
       
   

Julia Franck - Rücken an Rücken

MAIER, Anja (2011): Brüderchen und Schwesterchen.
Schaudern: In ihrem Roman "Rücken an Rücken" lässt Julia Franck ihre Figuren stürzen und sinken. Und keiner hilft ihnen,
in:
TAZ v. 19.11.

 
       
   

ROßBACH, Henrike (2011): Absurde Familienpolitik.
Bekommen Eltern bald eine Entschädigung, wenn ihr Kind nicht auf die Universität geht? Es würde zu einer Koalition passen, die das Prinzip Kuhhandel in Perfektion lebt,
in:
faz.net v. 19.11.

 
       
   

FÜCHTJOHANN, Jan & Jens-Christian RABE (2011): Die kulturelle Zeitenwende.
Was das Kunstwerk der Gegenwart leisten muss, seit das Internet die Macht des Kanons gebrochen hat,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 18.11.

Wenn die popkulturelle Elite zur Feder greift, dann darf es nichts weniger als eine Zeitenwende, ein Epochenbruch oder sonst etwas auf diesem Niveau sein, so auch bei den Möchtegern-Hipstern im Gewande des Hipster-Kritikers. Blöd nur, dass hier nichts anderes als pseudointellektuelles Bescheidwissen präsentiert wird:

"Die Bücher, Platten und Filme, über die alle redeten, hatten - mehr oder weniger - auch wirklich noch alle gelesen, gehört und gesehen. Es war die Zeit, als Kolumnen in Magazinen wie Tempo, die alles besser, cooler, lässiger machen wollten als die drögen etablierten Medien, noch '100 Zeilen Hass' heißen und ernsthaft literarische Nachwuchsstars demontieren konnten",

möchten uns FÜCHTJOHANN & RABE weismachen. Das war 1985ff, also jene Zeit, in der massenhaft über etwas gelabert wurde, ohne es je gelesen, gesehen oder gehört zu haben. Bluffen und blenden hieß das um diese Zeit. Für Christian SCHÜLE begann damals die Postmoderne, so etwas wie das Gegenteil von Kanon, nämlich anything goes! Jenseits der insularen Hochkultur zerfiel die Welt in Szenen. Das Internet konnte also gar keinen Kanon mehr brechen. Erlebnisgesellschaft hieß das dann in den 1990er Jahren. Nach der Jahrtausendwende konnte dann vor diesem Hintergrund der Kanon zum Distinktionsmerkmal der neubürgerlichen Elite werden. Lediglich aus dem Blickwinkel dieses Milieus gilt das Internet als Bedrohung des neubürgerlichen Kanons.

"'Von Beginn der Zivilisation an bis zum Jahr 2003', so hat der Google-CEO Eric Schmidt die Lage einmal beschrieben, 'wurden etwa fünf Exabyte Information produziert. So viel entsteht heute alle zwei Tage",

begründen FÜCHTJOHANN & RABE den Epochenbruch durch das Internet. Die fünf Exabyte reduzieren sich jedoch ganz schnell, wenn man die millionenfachen Wiederholungen von stupiden Agenturmeldungen und ihre massenmediale Aufblusterung auf ihre Quellen zurückführt. Dann bleibt nicht mehr viel Neues übrig. Die Massenmedien wie die SZ verstopfen also das Internet mit redundanter Information, um uns das dann wieder als Informationsoverload zu präsentieren. Prägnant hat die Motive für die Verwendung es Begriffs Information Roland KAEHLBRANDT in dem Buch Deutsch für Eliten beschrieben:

"Information ist heute nicht mehr notwendigerweise an Neues oder Unbekanntes geknüpft. Zwar bewahrt der Begriff noch einen Rest seiner alten Bedeutung, was ihn denn auch insbesondere für jene interessant macht, die wenig Neues mitzuteilen haben, gleichwohl aber bemerkt werden wollen." (2001, S.66)

Damit wäre alles zu FÜCHTJOHANN & RABE gesagt.

 
       
   

RAETHER, Elisabeth (2011): "Alte Liebe rostet nicht".
Sprichwörter im Praxistest: Die Psychologin Nancy Kalish ist Expertin für Jugendlieben und das, was im Alter daraus wird. Ihre Langzeitstudien zeigen: Eine gemeinsame Vergangenheit verbindet,
in:
ZEITmagazin Nr.47 v. 17.11.

 
       
   

Antonia Baum - Vollkommen leblos, bestenfalls tot

MANGOLD, Ijoma (2011): "Eine Welt voll Scheiße".
Antonia Baum gibt in ihrem Debüt "Vollkommen leblos, bestenfalls tot" dem wütenden Affen Zucker,
in: Die ZEIT  Nr.47 v. 17.11.

 
       
   

Wolfgang Herrndorf - Sand

BARTELS, Gerrit (2011): Der Wums der Wüste.
Spasski gegen Moleskine: Wolfgang Herrndorfs großartiger Unterhaltungsroman "Sand",
in:
Tagesspiegel v. 17.11.

 
       
   

Nachrufe auf Franz-Josef Degenhardt

SUNDERMEIER, Jörg (2011): Der Standhafte.
Nachruf: Er war nicht die Stimme einer Generation - er war ihr Gewissen: Franz Josef Degenhardt, einflussreicher linker Liedermacher und Romanautor, ist tot,
in:
TAZ v. 16.11.

JÄHNER, Harald (2011): Väterchen Franz kämpft nicht mehr.
Franz Josef Degenhardt hat seinem Liedermacherkollegen und Antipoden Wolf Biermann schon immer gerne dazwischengefunkt. Nun wird der 75. Geburtstag Biermanns begleitet von Degenhardt-Nachrufen. Zum Tod des Liedermachers.,
in:
Berliner Zeitung v. 16.11.

 
       
   

Thomas Melle - Sickster

SCHNEIDER, Wolfgang (2011): Höllenritt durch ein absurdes Berlin.
Ein schnöseliger Jungmanager, ein gescheiterter Drehbuchautor und das Kreativ-Milieu von Berlin Mitte: Thomas Melles Romandebüt ist heißlaufende Literatur zwischen Party und Psychose. Es erzählt von Einsamen, Verstörten, Verrückten - und ihrem selbstquälerischem urbanen Hedonismus,
in:
DeutschlandRadio v. 16.11.

 
       
 

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Zu den News vom 06. - 15. November 2011

   
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