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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 17. - 23. April 2012

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Mythos Kultur der Kinderlosigkeit

"Der Kanon in der öffentlichen Debatte geht in Richtung, dass der hohe Anteil von Kinderlosen einer »Kultur der Kinderlosigkeit« oder einem »Lebensstil kinderlos« geschuldet ist (...). Meine Analysen bestätigen dies nicht, sondern stellen vielmehr heraus, dass die sozialstrukturelle Positionierung im Sozialgefüge, basierend auf den vertikalen Ungleichheitsdimensionen Bildung, Ausbildung, Berufsprestige und letztlich in der sozialen Schichtzugehörigkeit, wichtige Determinanten sind, die im Paar wirksam werden und das Fertilitätsverhalten beeinflussen - nicht aber die Lebensführung. Es scheint vor diesem Hintergrund nicht zuzutreffen, was exemplarisch die Welt am Sonntag schreibt:

»Wir werden dreißig, fünfunddreißig, vierzig beim Grübeln im Drei-Zimmer-Single-Appartement über die Frage, ob der derzeitige Partner wohl der Richtige ist und ob ein Kind mit drei Reisen pro Jahr vereinbar sein könnte.« (Keese 2006:2)

Auch wenn diese vielgetätigte Vermutung, dass der gewählte Lebensstil eine Familiengründung verhindert, unseren Erfahrungen im Alltag partiell entspricht, so muss doch konstatiert werden - wie die empirische Analyse hier zeigt - dass sie vielleicht nur einer phänomenologischen Alltagsbeschreibung für bestimmte soziale Gruppen entsprechen."
(aus: Rabea Krätschmer-Hahn "Kinderlosigkeit in Deutschland", 2012, S.216)

 
 
       
   

ACKEREN, Margarete van/GOFFART, Daniel/RANDENBORGH, Katrin van (2012): Deutschland wird mini.
Mit einer großen Demografie-Strategie will Kanzlerin Merkel die drohenden Folgen von Überalterung und Jugendmangel dämpfen. Doch CDU und CSU streiten um Grundsätze wie Zuwanderung und Kinderbetreuung. Verliert Merkel an Autorität?
in:
Focus Nr.17 v. 23.04.

Der Focus berichtet über die Kabinettsvorlage Jedes Alter zählt, die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Das Thema Demografie hatte in Deutschland zwischen 2001 und 2006 Hochkonjunktur. Seit der Einführung des Elterngeldes war mehr oder weniger Ruhe an der Demografiefront. Das ändert sich nun wieder. Der letzte Vorstoß zu einer "Demografie-Rücklage" wurde insbesondere von der alten Mitte und hier besonders von der FAZ publizistisch forciert (mehr hier und hier).

Jetzt folgt also eine Demografie-Strategie der Bundesregierung. Innenminister Hans-Peter FRIEDRICH erläutert dazu in der gestrigen Welt am Sonntag:

"Am Mittwoch wird die Demografiestrategie der Bundesregierung verabschiedet. Sie beruht auf der Bestandsaufnahme des Demografieberichts vom Oktober 2011 und benennt Chancen und Risiken der demografischen Entwicklung. Gleichzeitig berücksichtigt sie Beispiele des wegweisenden Umgangs mit dem demografischen Wandel in vielen Kommunen Ostdeutschlands."

Es stellt sich die Frage, wieso nun ein - auf völlig veralteten Daten beruhender Demografiebericht - zur Grundlage genommen wird, statt die Volkszählungsdaten abzuwarten, die voraussichtlich unser Bild von Deutschland ziemlich durcheinanderwirbeln könnten.

Der Demografiebericht, der im Oktober 2011 veröffentlicht wurde, beruht auf einer Fortschreibung der Bevölkerungszahl des Jahres 2009. Schon im Oktober 2011 zeigten sich deutliche Abweichungen zwischen Vorausberechnung und tatsächlicher Entwicklung. Die im Januar 2012 veröffentlichten Daten zur Bevölkerungsentwicklung gehen von einer Erhöhung statt von einer Schrumpfung der Bevölkerungszahl für 2011 aus. Auch die Daten zur Geburtenentwicklung werden zu pessimistisch veranschlagt.

Nichts steht davon im Focus, stattdessen bunte Bildchen, die angeblich den Niedergang durch Vergreisung dokumentieren sollen. Kaffeesatzleserei wird betrieben, wenn dem Jahr 2010 die Situation im Jahr 2060 gegenüber gestellt wird. Bereits vor 2 Jahren wollte der Focus ein Schreckensszenario für das Jahr 2030 zeichnen, was grandios misslang.

Es wird vorgerechnet, dass es im Jahr 2030 ca. 6,3 Millionen Menschen weniger im erwerbsfähigen Alter geben soll als 2010. Im  erwerbsfähigen Alter sind die 20-64 Jährigen, obwohl mit 20 kaum schon jemand arbeitet und mit 64 kaum noch jemand. Dazwischen gibt es das Heer der Arbeitslosen, Hartz-IV-Empfänger, in Umschulungsmaßnahmen steckende Menschen usw. usf. Hier wird also mit Zahlen jongliert, deren Aussagekraft mehr als dürftig ist.

Im Demografiebericht wird für den Zeitraum 1991 bis 2010 zwischen Gesamtbevölkerung, Erwerbstätigen, Erwerbsfähigenquote (20-64Jährigen) und Arbeitslosen differenziert. Dabei lässt sich erkennen, dass zwischen Demografie und Arbeitsmarkt kein direkter Zusammenhang besteht. So gab es z.B. im Jahr 1996 zwar ca. 1 Million mehr Erwerbsfähige im Alter zwischen 20 und 65 Jahren als 2009, aber erwerbstätig waren 2009 ca. 2,7 Millionen mehr Menschen als 1996. Die Arbeitslosigkeit war zudem 1996 um ca. eine halbe Million Menschen höher. Vor diesem Hintergrund stellt sich viel eher die Frage, ob mit dem angeblichen Schreckgespenst Demografie nicht von der zunehmenden Ungleichheit innerhalb der Generationen abgelenkt werden soll.

Schaubild: Bevölkerung (in Tausend) und Arbeitsmarkt
Datenquelle: Demografiebericht, 2011, S.101

Wie sehen die Gegenstrategien aus? Da ist neben der Erhöhung der Frauenquote, Erhöhung der Lebensarbeitszeit und der Zuwanderung Hochqualifizierter, der Kampf gegen die späte Elternschaft zu nennen, der hier schon seit einiger Zeit beobachtet wurde und zu dem es im Focus heißt:

"Erfrischend deutlich wird die um Nachwuchs besorgte Koalition nur an der Stelle, an der sie die Studentinnen zum Kinderkriegen auffordert. (...). Auf Deutsch: Beeilt euch Mädels und Jungs, und wartet nicht mehr so lange mit dem Nachwuchs! Ausbildung und Studium sollen Kinderfreuden nicht mehr bremsen."

Schwarzmalern wie Elisabeth NIEJAHR ist die Sicht der Kabinettsvorlage zu schönfärberisch.    

 
       
   

KLINGNER, Susanne (2012): Schluss mit der Diskussion.
Die Farbe Lila: Kristina Schröder will das Ende des feministischen Terrors,
in:
TAZ v. 23.04.

 
       
   
PROFIL-Titelgeschichte: So verletzten Sie Ihr Kind.
Scheidungen, Streit der Eltern, Gewalt - Traumata der Kindheit wirken lebenslang nach

BUCHACHER, Robert/GOEBEL, Tina/HAGER, Angelika/HOFER, Sebastian (2012): Das traumatisierte Kind.
Scheidungsdramen, Beziehungskriege, Vernachlässigung und Gewalt – die Wege zum kindlichen Trauma sind vielfältig. Die Auswege nicht. Die Folgen dramatisch: Kindliche Traumata wirken ein Leben lang nach – psychisch wie physisch,
in:
Profil Nr.17 v. 23.04.

 
       
   

Kristina Schröder - Danke, emanzipiert sind wir selber!

BAUM, Antonia (2012): Jeder, wie er will - aber so nun nicht.
Familienministerin Kristina Schröder hat ein weitgehend unverständliches Buch über den Feminismus geschrieben,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.04.

 
       
   

MECK, Georg (2012): Herdprämie.
Das Betreuungsgeld konserviert die alte Gesellschaft: Küche, Kinder, Kirche. Wirklich? Die Frauen in Bayern erzählen eine ganz andere Geschichte,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.04.

 
       
   

RÖTTGEN, Norbert (2012): Wir Babyboomer.
Wir dürfen nicht länger auf Kosten unserer Kinder leben. Es geht im Kern um einen neuen Gesellschaftsvertrag zwischen den Generationen. Das ist zentrales Projekt meiner Zeit,
in:
Welt v. 21.04.

Wir sollten den Generationenrhetorikern aller Couleur die rote Karte zeigen und stattdessen dem Klassenkampf von oben den Kampf ansagen. Ziel ist: mehr Lebensqualität in einer Gesellschaft der Langlebigen.

 
       
   

Christiane Rösinger - Liebe wird oft überbewertet

GRUBER, Georg (2012): Zweisamkeit ist Illusion.
Seit Jahrzehnten macht Christiane Rösinger Musik, sie schreibt allerdings auch. Jetzt ist ihr zweites Buch erschienen, und der Titel fasst auch schon die zentrale These zusammen: Liebe wird überbewertet, alleine lebt es sich eigentlich viel besser. Das Buch gibt es nun auch als Hörbuch,
in:
DeutschlandRadio v. 20.04.

 
       
   

Kathrin Fischer - Generation Laminat

BARTELS, Gerrit (2012): Wir retten die Welt in fünf Schritten.
Generationenbuch: Vertrieben aus der Komfortzone: Die Autorin Kathrin Fischer analysiert in "Generation Laminat" den herrschenden Zeitgeist der Mittelschicht. Das ist aller Ehren wert,
in: ZEIT Online v. 20.04.

 
       
   

Mark Greif u.a. - Hipster: eine transatlantische Debatte

HEIDBRINK, Stefanie & Sylvie KÜRSTEN (2012): Der Hipster, das unbekannte Wesen.
Ignorieren geht nicht mehr - aspekte klärt auf,
in:
Aspekte. Sendung des ZDF v. 20.04.

 
       
   

KLOPP, Tina (2012): Wie angle ich mir einen jungen Mann?
Online-Partnerbörsen: Sie können faltig, grauhaarig, dickbäuchig sein: Geld und interessante Jobs lassen Männer trotzdem sexy wirken. Und erfolgreiche Frauen? Werfen wir einen Blick in Online-Partnerbörsen, dem neuen Forschungsparadies für Partnerstudien,
in:
Cicero Online v. 19.04.

 
       
   

MONATH, Hans (2012): Eine Frau im politischen Abseits.
Kristina Schröder: Politik gegen die Mehrheitsmeinung zu machen, ist schwierig. Vor allem, wenn man Ministerin ist. Trotzdem hält Kristina Schröder auch in ihrem Familienressort an ihrem Leitsatz fest: "Emanzipiert sind wir selber",
in:
Tagesspiegel v. 19.04.

 
       
   

GEYER, Christian (2012): Der Fischer und seine Frau.
Beim Betreuungsgeld geht es ums Ganze: Der Streit eskaliert und die Gegner haben schweres Geschütz aufgefahren. Dabei besteht die Gefahr, dass Familienplanung als solche in Verruf gerät,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.04.

 
       
   

Ralf Bönt - Das entehrte Geschlecht

HAMANN, Sibylle (2012): Hey, Schmerzensmann, wir sitzen doch im selben Boot.
Der Schriftsteller Ralf Bönt hat ein Manifest für den Mann verfasst. Warum er darin den Feminismus als Feindbild sieht, bleibt unklar,
in:
Falter Nr.16 v. 18.04.

 
       
   

WINTERSEEL, Alfons (2012): Kochen in der Gemeinschaft.
Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen. Gemeinsames Kochen erhält und fördert die Gemeinschaft. Zum Beispiel beim "Singlekochkurs",
in: WAZ
Online v. 17.04.

 
       
   

SCHMOLLACK, Simone (2012): Dem Regierungschaos sei dank.
Über das wahrscheinliche Aus des Betreuungsgelds,
in:
TAZ v. 17.04.

BARENBERG, Jasper (2012): Das Betreuungsgeld ist beschlossene Sache.
Christine Haderthauer im Gespräch: Staatsrechtlerin fordert Reform der Ehe- und Familienpolitik,
in: DeutschlandRadio
v. 17.04.

 
       
   

TIMM, Ulrike (2012): "Das Konzept, das fehlt beim Betreuungsgeld".
Frauke Brosius-Gersdorf im Gespräch: Bayerns Familienministerin zum Streit in der Koalition,
in: DeutschlandRadio
v. 17.04.

 
       
 

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Zu den News vom 14. - 16. April 2012

   
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