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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 22. - 31. Dezember 2013

 
 
     
 
   

Zitate des Monats:

Das Elterngeld verstärkt den Trend zur späten Mutterschaft und das ist gut so!  

"Der Anstieg der Geburten bei Akademikerinnen ab 30 und besonders ab 35 Jahre hat erheblich dazu beigetragen, dass die geschätzte TFR bei den Akademikerinnen bis 2011 das Niveau der mittleren Bildungsgruppe erreicht hat".
(Martin Bujard & Jasmin Passet in der Zeitschrift für Familienforschung, Heft 2, 2013, S.229)

"Das Elterngeld ist (...) parallel zu einer Verschiebung der Geburten im Verlauf und zu einem Aufholen der Geburten bei Akademikerinnen eingeführt worden. Die ASFR-Befunde zeigen einen deutlichen Geburtenanstieg für die Kombination der Merkmale Alter und Bildung. Aufgrund der gezeigten Daten und theoretischen Erwägungen ist es plausibel, dass das Elterngeld diese beiden Entwicklungen unterstützt bzw. beschleunigt hat."
(Martin Bujard & Jasmin Passet in der Zeitschrift für Familienforschung, Heft 2, 2013, S.231f.)

"Folgt man diesem Befund, lässt sich folgende These aufstellen: Familienpolitische Maßnahmen, die eine spezifische Zielgruppe anvisieren (Akademikerinnen), mit weiteren Maßnahmen in Einklang stehen (Kinderförderungsgesetz) und einem spezifischen demografischen Trend Rechnung tragen (Recuperation, Kinderphase nach dem Berufseinstieg) können Fertilitätseffekte zeitigen. Der letzte Punkt ist zentral, denn eine Maßnahme mit Anreizen gegen den Recuperation-Trend, beispielsweise in Richtung eines früheren Timings, wäre vermutlich verpufft."
(Martin Bujard & Jasmin Passet in der Zeitschrift für Familienforschung, Heft 2, 2013, S.233f.)

 
 
       
   
TAZ-Sonderausgabe: Emanzipation

FEDDERSEN, Jan (2013): "So haben sie warm".
Heiraten: Keine Institution war umstrittener als die Ehe. Inzwischen ist klar: Die Hochzeit ist ein emanzipativer Akt,
in:
TAZ v. 31.12.

WACKWITZ, Stephan (2013) Postkarten im Abendlicht tiefen Glücks.
Rollenbilder: Forever young - wie uncool ist das denn? Eine Emanzipationsbewegung des Alterns müsste sich eher daran versuchen, Coolness und Weisheit miteinander zu verknüpfen. Leonard Cohen und Marlene Dietrich wären mögliche Vorbild,
in:
TAZ v. 31.12.

BOSSONG, Nora (2013): Die Sehnsucht nach dem Puppenheim.
Ideale: Der Rückzug ins Private - Backlash der Frauenbewegung oder die Emanzipation auf nächsthöherer Stufe? Auf jeden Fall ist es an der Zeit, über Gehen und Bleiben in Beziehungen nachzudenken,
in:
TAZ v. 31.12.

"Mittlerweile wird Noras Erbe in der Pi mal Daumen fünften Generation durchgespielt, von Frauen der 1980er Jahrgänge, die in den ins Heute übersetzten Verhältnissen von Ibsens Nora leben. Frauen aus dem Bürgertum also, oder für die, denen dieser Begriff zu sehr 19. Jahrhundert ist, aus der Mittelschicht, und von der Mittelschicht eher nicht die untere Hälfte. Die meisten von ihnen haben studiert, einige sind von den Eltern über Bafög-Niveau durch die Semester finanziert worden, die meisten kaufen weder bei KiK noch bei Prada ein, sondern irgendwo dazwischen, und das, was sie dort kaufen, darf gern figurbetont sein und weiblich. Latzhosen haben sie zuletzt im Sandkasten getragen. Dass sie beruflich vorankommen wollen, müssen sie nicht mehr mit theoretischem Überbau erkämpfen, es wird vielmehr von ihnen erwartet, und wenn sie beim Aufstieg gegen die gläserne Decke stoßen, hilft ihnen auch keine linke Lektüre. (...). Die Mütter gaben ihnen gern den Namen Nora, weil sie das Gehen so wichtig fanden für das Leben. Oder zumindest für ihr eigenes. Das Gehen scheint heute als Möglichkeit vorausgesetzt. Der einstige, auch ökonomisch begründete Zwang, in einer Paarbeziehung zu bleiben, ist durch den Zwang, zu gehen oder zumindest ans Gehen zu denken ersetzt. Man geht schneller, als man ankommt, ist immer schon ein bisschen gegangen, und man geht mit erhobenem Haupt. Es ist ganz sicher kein so radikal progressiver Befreiungsschlag mehr, als der es sich 1879 auf der Bühne zeigte. Wäre es da nicht an der Zeit, nach dem Bleiben zu fragen?"

Willkommen im Neuen Bürgertum! Wir sind gekommen um zu bleiben - zumindest was das Ideal betrifft. Cornelia KOPPETSCH hat das als Wiederkehr der Konformität beschrieben. Gehen war eine Option in der Aufstiegsgesellschaft, Bleiben dagegen die Option in unserer Abstiegsgesellschaft. Lediglich in den weich abgefederten Milieus spielen die Individualisierungsverheißungen noch eine Rolle. Beispiele wie Knochenarbeit, Echtleben oder Generation Laminat sind Dokumente des Einrichtens in der neuen Gesellschaftsordnung des flexiblen Kapitalismus.

KAPPERT, Ines (2013): Erfolgreich, sportlich, attraktiv, charmant. Und einsam.
Chefinnen: Was haben neue Fernsehserien mit Emanzipation zu tun? Zweierlei. Sie haben sich vom Fernsehen emanzipiert. Und sie verhandeln Emanzipation: Wie nie zuvor in der TV-Geschichte bieten sie weiblichen Hauptfiguren eine Plattform. Allerdings gibt es da einen großen Haken,
in:
TAZ v. 31.12.

SCHMOLLACK, Simone (2013): Volle Kanne Leben.
Mut: Was hindert uns eigentlich daran, uns zu emanzipieren? Ein Plädoyer gegen die beruhigende Vollkaskomentalität,
in:
TAZ v. 31.12.

 
       
   

Das Single-Dasein in China

QUINT, Nicole (2013): Kuppelpartys bringen verzweifelte Singles zusammen.
China: In einem Land, in dem Männer, weil sie die Mehrheit stellen, oft keine Partnerin finden und Frauen bereits ab 28 Jahren als zu alt fürs Heiraten gelten, erstaunt es nicht, dass das Kuppeln boomt,
in:
Welt Online v. 31.12.

 
       
   

PEHRKE, Jan (2013): Der ideelle Gesamtjournalist.
Die großen Pressehäuser tauschten in diesem Jahr kräftig Personal durch,
in:
Telepolis v. 30.12.

Jan PEHRKE begutachtet den Mitte-Journalismus von taz bis Welt, in dem die taz so etwas wie die Kaderschmiede für den flexiblen Mitte-Journalismus geworden ist:

"Fast überall sitzen heute Top-Journalisten mit 'taz'-Biographien, ihnen Haltungslosigkeit vorzuwerfen, wäre lächerlich. Noch dazu bei der momentanen Wirtschaftslage, in der junge Journalisten mit allzu unbiegsamem Rückgrat irgendwo am Existenzminimum vor sich hin arbeiten", zitiert er einen Kollegen.     

 
       
   

RESCH-TREUWERTH, Jutta (2013): Singles allein zu Haus.
Unter vier Augen,
in: junge Welt
v. 28.12.

"Vor allem die Großstädte sind zu ausgesprochenen Hochburgen der Singles geworden. 40 bis 50 Prozent leben hier in Einzelhaushalten. Es wimmelt wie in einem Wespennest. Man müßte nur hineinstechen.
Das könnte jedoch gründlich schiefgehen, denn wer sagt denn, daß ein Mensch, der einen Einpersonenhaushalt führt, auch allein ißt, trinkt, duscht und schläft. Es gibt heute viele Gründe, nach dem Motto zu leben: Gemeinsam genießen, getrennt wohnen. Die eigene kleine Wohnung hält Abstand und Nähe in wohltuender Balance oder ist ein Trick, sich nicht in einer Bedarfsgemeinschaft materiell schröpfen zu lassen. Wo Single dran steht, ist eben nicht immer Single drin",

erklärt uns Jutta RESCH-TREUWERTH. Nett, dass da jemand zwischen Paaren ohne gemeinsamen Haushalt und alleinwohnenden Partnerlosen unterscheidet. Weniger nett ist, dass lediglich Motive des living apart together, also Paare mit getrennten Wohnungen in derselben Stadt und "Sozialschmarotzer" genannt werden, während die überwiegende Zahl dieser Paare ohne gemeinsamen Haushalt Fernliebende sind, d.h. Fernbeziehungen aufgrund beruflicher Gründe führen. Erst langsam kommt diese Spezies durch Forschungen zur Multilokalität in den Blick, denn die amtliche Statistik ignoriert immer noch moderne, haushaltsübergreifende Lebensformen, die sich aus den Zwängen des flexiblen Kapitalismus ergeben.

Aber im Grunde geht es RESCH-TREUWERTH sowieso nur um die Partnersuche:

"Es stimmt also gar nicht, daß wir zu einer Gesellschaft alleinlebender, paarungsunwilliger Einzelgänger werden. Lediglich etwas über vier Millionen dieser Spezies bekennt sich mit vollster Überzeugung zum Singleleben. Ich behaupte, viele tragen das nur wie ein Schutzschild vor sich her, um damit lästige Kuppelversuche von Freunden abzuwehren."

Alle Partnerlosen sind also lediglich Partnersuchende? Sicherlich stimmt das vor allem für jüngere Alleinlebende, deren überzeugtes Single-Dasein lediglich bis zum nächsten Partner dauert, während sich vor allem Frauen im Familienlebensalter mit ihrem Single-Dasein arrangiert haben. Liebschaftsorientierte Singles - ob Männer oder Frauen - haben ebenfalls keinen Grund ihr Single-Dasein zu beklagen.

Das Online-Dating gehört mittlerweile zum Alltag der Netzgeneration, weswegen der Medienhype um die Partnersuche auch bevölkerungspolitischen Motiven geschuldet ist:

"Auf dem spärlichen Nachwuchs der Deutschen, den neu heranwachsenden Singles, kann ja niemand mehr ein Geschäft aufbauen."

RESCH-TREUWERTH hat offenbar noch nicht mitbekommen, dass die Geburtenrate der jüngeren Deutschen steigt und die Bevölkerung wächst, obwohl alle Prognosen der vergangenen Jahrzehnte das Gegenteil behauptet haben. Und dann ist die Frage, wie viel Wachstum überhaupt notwendig ist, noch gar nicht gestellt.

 
       
   

Patchworkfamilien in der Debatte

NIEMANN, Julia (2013): Von Baum zu Baum zu Baum.
Patchwork: Warum meine Schwester für mich mehr Weihnachten ist als alle Kekse und Geschenke,
in:
TAZ v. 24.12.

 
       
   

Festtage und Feiern in der Debatte

ELSNER, Katharina (2013): Scheinheilig Abend.
Dauersingle, Langzeitpaar, Frischgetrennter: Egal welchen Beziehungsstatus du gerade hast - an Weihnachten mit der Familie wird alles besonders schlimm. Eine Handreichung zum Überleben des Feiertags-Martyriums,
in:
jetzt.sueddeutsche.de v. 23.12.

ELSNER, Katharina (2013): Das Geschäft mit der Liebe zum Fest der Liebe.
Allein unterm Christbaum: Immer mehr Menschen in Bayern teilen dieses Schicksal. Dabei hilft mittlerweile ein ganzes Heer professioneller Helfer bei der Suche nach der großen Liebe,
in:
Welt Online v. 22.12.

 
       
 

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Zu den News vom 13. - 21. Dezember 2013
 

   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

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