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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 20. - 29. Februar 2004

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

"Es wird rückblickend zu den großen gesellschaftlichen Verschiebungen in Deutschland gezählt werden, daß seit dem vergangenen Jahr der demographische Wandel in allen Facetten in das Bewußtsein der Bevölkerung eindringt. Zahlreiche sozialwissenschaftliche Doktorarbeiten werden darüber abzufassen sein, wie es möglich war, daß Kindermangel, Stadtschrumpfung und kollektive Alterung derart lange tabuisiert geblieben sind. Von »verlorenen Jahrzehnten« ist nun dramatisierend die Rede"
(Christian Schwägerl in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27.01.2004)

 
       
       
   
  • ZIEGLER, Helmut (2004): Das reine Konzentrat.
    Japans Kultautor hat einen neuen Roman geschrieben: ein Wegweiser durch Murakamis Universum,
    in: SonntagsZeitung v. 29.02.

 
       
   
Es ist noch keine 6 Monate her, da veröffentlichte die taz ein Dossier über den demografischen Wandel. Damals wurde der Generation Golf ihre Gebärfaulheit vorgeworfen. Bereits damals hat single-generation.de darauf hingewiesen, dass dieser Vorwurf nicht haltbar sei, und es sich hierbei um eine politische Strategie der Unterdrückung von Informationen handelt, die der Durchsetzung der Agenda-Gesetze dient. (Siehe hierzu auch neuerdings die Kritik von Gerd BOSBACH an der Bevölkerungsvorausberechung des Statistischen Bundesamtes.) Nun liest man in der taz:

"Bei den 12,6 Millionen Familien in Deutschland dominiert noch heute die »Normalfamilie«. Vier von fünf Kindern wachsen bei ihren verheirateten Eltern auf. Gerade die schnöselige Generation Golf beginnt seit kurzem in großem Stil mit dem klassischen Nestbau."

Dies liest sich, also ob es sich dabei um eine Sensation handeln würde. Das Gegenteil ist der Fall. Die Debatte um die Single-Gesellschaft hat den Blick auf die Familiengesellschaft verstellt. Nun scheint jedoch das Paradigma der Individualisierungsthese - auch in der ehemals linken Gemeinde - immer weniger Anhänger zu haben. Es ist inzwischen auch bei den Ex-Linken chic sich zur Familie zu bekennen.        

  • UNFRIED, Peter & Jan FEDDERSEN (2004): "Und dann wird Merkel Kanzlerin".
    Die Krise von Rot-Grün ist offensichtlich, die Unterstützung für ihre Reformpolitik erodiert. Die Deutschen wollen ihre Ruhe. Erleben wir nun die Renaissance alter Familienwerte? Werden wir alle konservativ, wie Heinz Bude, Soziologe am Hamburger Institut für Sozialforschung, behauptet? Ein Gespräch über linke Horrorszenarien und die Nöte einer visionären Sozialpolitik,
    in: TAZ v. 28.02.

Die Rückkehr der Klassengesellschaft - Der lange Abschied von den Individualisierungsverheißungen
 
       
   
  • KNOTT, Thilo (2004): Kategorischer Ackermann.
    Die Deutsche Bank fordert in ihrer Studie "Mehr Wachstum für Deutschland" einen neuen Wertekanon - wegen der Deutschen (träge) und ihrer Politiker (machtbesessen). Ausgerechnet!
    in: TAZ v. 28.02.

 
       
   
  • MUES, Gabor & Bastienne MÜLLER (2004): Abschied von der Gelehrtenrepublik.
    Warum wir keineswegs mehr Studenten brauchen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 28.02.

    • Ein Beitrag zum Klassenkampf von Oben. In der Jungle World wurde bei bereits im Januar die Proletarisierung der zukünftigen Eliten beklagt. MUES & MÜLLER knüpfen daran an. Die Einschränkung des Zugangs zu den Universitäten - wie sie von MUES & MÜLLER vertreten wird, ist jedoch ein zentraler Baustein eines Klassenkampfes von oben, der nicht die Kinder der Eliten vom Studium abhält, sondern die unliebsame Konkurrenz durch die Kinder von Nicht-Eliten noch stärker einschränken soll. 
 
       
   
  • MATZIG, Gerhard (2004): Vom Ende der Zukunft.
    Heimatfilme, Schuluniformen, Benimm-Fibeln: Die Ästhetik der heranziehenden Gerontokratie ist der Nostalgie gewidmet – und der Angst,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 28.02.

 
       
   
  • NEUE ZÜRCHER ZEITUNG-ZEITFRAGEN: Glückssuche

    • HOF (2004): Glückssuche,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 28.02.

    • HOFMANN, Markus (2004): "Das Glück gehört zum Gesamtprogramm der Moderne".
      Ein Gespräch mit dem Philosophen Dieter Thomä,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 28.02.

    • DURRER, Stephan (2004): "I did it my way".
      Lebenshilfe-Ratgeber als Kompass des modernen Individuums,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 28.02.

 
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
   
  • Maxim Biller - Esra

    • LUFT, Hans (2004): Wem gehört der Text?
      Und wieso ist Mischen jetzt strengstens verboten? Die neuen Schwierigkeiten des Lebens mit der Literatur,
      in: Frankfurter Rundschau v. 26.02.

    • MICHALZIK, Peter (2004): Rada, Elena und Maxim: Neues aus Billerbü.
      Dichtung statt Wahrheit - Reden und Schweigen in einer Schriftstellerfamilie,
      in: Frankfurter Rundschau v. 26.02.

 
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
   
Geburtenkrise - Die politische Konstruktion eines Themas
 
       
   
  • RULFF, Dieter (2004): Arme Bürgergesellschaft.
    Das neue Loblied auf Flexibilisierung und Selbsthilfe ist trügerisch. Denn die Freiheit, die da gepriesen wird, hat einen Haken: Sie ist Zwang,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

 
       
   
  • RUTSCHKY, Katharina (2004): Leben im Zeichen des Geizes.
    Die meisten Deutschen glauben, dass es abwärts geht, und das Schlaraffenland ist in die Ferne gerückt. Kleiner Versuch über die gefühlte Armut,
    in: Tagesspiegel v. 22.02.

 
       
   
FOCUS-Titelgeschichte: generation ratlos.
Die Mittdreißiger. Zwischen Jobkrise, Zukunftsangst und Beziehungschaos
  • BODE, Katja Nele & Angelika STEFFEN (2004): Generation ratlos.
    Die Kinder der 68er sollten längst erwachsen sein - doch sie stecken fest in der Adoleszenz, einem starren System und Zukunftsangst,
    in: Focus Nr.9 v. 21.02.

"Die erste Generation, die für ihr Überleben nicht zwingend arbeiten musste",

dieser Satz schränkt die Generation Golf bereits auf das Segment der Privilegierten dieser Altersgruppe ein. Was dann kommt ist ein einziges Jammertal, das von dem üblichen halben Dutzend  Repräsentanten dieser Generation abgeleitet wird. Aus dem »Kursbuch: Die 30-Jährigen« wird Malin SCHWERDTFEGER, das selbsternannte Über-Wir der Generation Golf, zitiert und das FAZ-Krisenopfer Stefanie FLAMM, deren Entlassungsstory bei den Lesungen gerne goutiert wird, denn man ist dort unter seinesgleichen.

Wenn es um die Mittdreißiger geht, dann ist Volker MARQUARDT nicht weit, der mit Das Wissen der 35-Jährigen ein Buch über diese Altersgruppe verfasst hat. Darin geht es zwar nicht um die Kerngruppe der Generation Golf (Juristen und BWLer), sondern um ehemalige Alternativler, die nun die Annehmlichkeiten des Bobo-Lebensstils genießen.

Für die Außenansicht der Generation Golf sind der Psychoanalytiker Wolfgang SCHMIDBAUER aus der 68er-Generation und der Soziologe Reimer GRONEMEYER zuständig. Einzig der Berliner Soziologe Hans BERTRAM bringt den gesellschaftlichen Aspekt des Phänomens zur Sprache. Für ihn ist der Maßstab der 1950er Jahre, der an die Generation Golf angelegt wird, nicht mehr zeitgemäß:

  • "Die Gesellschaft erwartet, dass sie ihr Leben zwischen 30 und 55 voll gelebt haben".

Angesichts der gestiegenen Lebenserwartung ist das fürwahr ein hoffnungslos antiquiertes Denken. Leider wird dieser Ansatz im Artikel nicht weiter gedacht, sondern es überwiegt das Lamento, bei dem die Generation Golf zu einer verlorenen Generation stilisiert wird. Dabei ist die Akademikerarbeitslosigkeit im Vergleich zur Arbeitslosigkeit anderer Milieus ein elitäres Luxusproblem.

Florian Illies für Eilige - Generation Golf zwei
Sibylle Berg - Ende gut
 
       
   
  • VILLIGER HEILIG, Barbara (2004): Schöne neue Welt.
    Houellebecqs "Elementarteilchen" im Theater Basel,
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 21.02.

Barbara VILLIGER HEILIG hält die Elementarteilchen-Inszenierung von Albrecht HIRCHE am Basler Theater für harmlos: "Der Regisseur illustriert hier lediglich eine von Houellebecqs provokanten Thesen: diejenige vom Ende der Erotik - im weitesten Sinn."
Michel Houellebecq - Theaterinszenierungen
 
       
     
       
   
  • ALANYALI, Iris (2004): Die beste Freundin der Nation.
    Sie ist die einflussreichste Vielleserin Deutschlands. Wie wird man das? Ein Gespräch mit Elke Heidenreich über eine schwierige Kindheit, überschätzte Katzen, unverschämte Verlage, wichtige Romane und noch wichtigere Opern,
    in: Welt v. 21.02.

Elke HEIDENREICH gilt FAZ-Feuilleton-Chef Frank SCHIRRMACHER als Beleg für die Männerdämmerung. HEIDENREICH über ihr schlechtes Image:

"Neulich war in der Sonntags-»FAZ« eine Liste mit »Frauen, die wir niemals heiraten möchten«. Ich war auch dabei. Wenn Ihr wüsstet!, hab ich da gedacht. Meine beiden Männer waren sehr glücklich mit mir. Der eine fünf, der andere 25 Jahre lang. Ich bin eine gute Ehefrau. Ich koche, und ich mach es sehr gemütlich. Es gibt immer Blumen, ich kann Pfannkuchen backen, und ich verweigere mich auch nicht!"

 
       
     
       
     
       
   

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Zu den News vom 15. - 19. Februar  2004

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

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