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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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News vom 16. - 21. Juli 2004

 
 
     
     
     
 
   

Zitat des Monats:

"Als gewollt Kinderloser sollte man sich beizeiten ein dickes Fell zulegen. (...).
Der »Egoismus«-Vorwurf ist (...) der wohl populärste und dennoch nur das erste Glied in einer langen Kette von Vorurteilen und Vor-Verurteilungen, denen sich die Kinderlosen ständig ausgesetzt sehen. Wohl denen, die da wenigstens alleine sind, greift doch bei ihnen das double-income-no-kids-Argument nicht sogleich, wenn die Gegnerschaft auch nicht müde wird zu betonen, dass Steuern zahlen allein den Generationenvertrag ja wohl nicht retten könne. Jetzt sind wir also auch noch Schuld an der Unsicherheit der Renten. All denen, die daran glauben, sei hier mitgeteilt, dass auch
unsere Altvorderen vom Beginn bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts es nicht zum, für einen funktionierenden Generationenvertrag entscheidenden, Reproduktionsniveau schafften. Heißt, schon vor 70 Jahren wurden nicht genügend Kinder geboren, um das Bevölkerungsniveau konstant zu halten.
Ein anderes Vorurteil, das sich so hartnäckig hält wie vermeintliche Eisenanteile in Spinat, ist die Einsamkeit der Kinderlosen im Alter. Ein echtes Ammenmärchen. Schließlich ist alles andere als bewiesen, dass Kinderreiche per se im Alter besser dran wären, was die Quantität und Qualität ihrer Sozialkontakte oder die Bereitschaft ihrer Kinder zur Versorgung und Pflege anginge. Längst ist nicht mehr selbstverständlich, dass die eigenen Kinder im Alter für Betreuungsaufgaben zur Verfügung stehen, und in den wenigsten Familien leben mehr als zwei Generationen dauerhaft unter einem Dach.
"
(Mattias Winkler in der Wochenzeitung Freitag Nr.29/30 vom 09.07.2004)

 
 
     
 
  • ENKE, Julia (2004): Der Zeitlupenmensch.
    Am Ende bleibt man immer unbefriedigt zurück: Ein Video für Houellebecq-Verehrer,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 21.07.

Julia ENKE berichtet von dem Video Plateforme - Une Lecture des Journalisten Michel MEYER, der eine Lesung des Buches Plattform in Karlsruhe dokumentiert hat. Außerdem weist ENKE darauf hin, dass im Herbst bei Fayard der neueste Roman, Arbeitstitel Une ile" (Eine Insel), erscheint.
 
 
 
  • CAVELTY, Gieri (2004): Variabel.
    Daniel Goetschs Roman "X",
    in: Neue Zürcher Zeitung v. 21.07.

Daniel GOETSCH befasst sich in dem Roman X mit der Frage, was passiert, wenn Schüchternheit bzw. Sozialphobien medikamentös behandelt werden. Gieri CAVELTY schildert die Handlung der "in weiten Teilen durchaus anregend zu lesende Geschichte eines postmodernen Rip Van Winkle und Don Quijote in Personalunion" folgendermaßen:

"Der anonyme Ich-Erzähler, «Kind der Vorstadt» und verkrachter Student, kehrt aus einer überlangen Schlafkur ins aktive Leben zurück. Während seiner Absenz indes scheint «ein Ruck durch meine Umwelt gegangen» zu sein. Sein Seelenbruder Luk ist vom harmlosen Stubenhocker zum unnahbaren Szenegänger mutiert und betreibt einen schwunghaften Medikamentenhandel. Weit schlimmer empfindet er das spurlose Verschwinden der angeblichen Geliebten. Auf der Suche nach seiner Dulcinea wie überhaupt nach einer Zukunft erliegt unser Held stetig Sinnestäuschungen und dem «Gefühl, es sei nicht mein Film, der hier abspult». Er wähnt sich von Klonen umgeben, wird dabei aber seinerseits zusehends zu Luks Kopie. Stress und Verzweiflung drängen ihn in die Pillensucht und in den Dunstkreis von Drogenhändlern. Anderer Leute Unglück hilft dem Protagonisten schliesslich wieder auf die Beine: Von der ans Spitalbett gefesselten Mutter erbt er die Wohnung in der zwar trostlosen, trotzdem aber irgendwie heimeligen Agglomeration. Und vom verstorbenen Luk übernimmt er die Freundin, die seiner abhanden gekommenen Angebeteten glücklicherweise sehr ähnlich sieht."

 
 
 
 
 
  • GUDE, Hubert (2004): Falscher Flirt.
    Ein Insider berichtet, wie ein Hamburger Dienste-Provider mit professionellen Chat-Moderatoren SMS-Kunden systematisch abzockt,
    in: Focus Nr.30 v. 19.07.

Hubert GUDE berichtet wie Lonely Hearts mit SMS-Flirts abgezockt werden. Bezeichnenderweise werden die Praktiken politisch korrekt anhand einer "einsamen" Karrierefrau erläutert, während am Ende des Artikels geschrieben wird, dass es sich bei den Betrogenen überwiegend um Männer handelt.
 
  • Martin Walser - Der Augenblick der Liebe

    • BRAND, Jobst-Ulrich (2004): "Mir fehlt es an Zurückhaltung".
      Deutschlands streitbarster Autor, Martin Walser, hat einen neuen Erotikroman geschrieben, wehrt sich gegen Kritikerschelte und leidet mit dem Kanzler in der Krise,
      in: Focus Nr.30 v. 19.07.

 
 
  • BECKER, Lisa (2004): Mehr Krippen machen uns auch nicht kinderfreundlich.
    Bis 2010 soll es in Westdeutschland 170 000 neue Kinderbetreuungsplätze geben. Bringt nichts, sagen Wissenschaftler: Zumindest nicht für die Geburtenrate,
    in: Frankfurter Allgemeine  Sonntagszeitung v. 18.07.

Lisa BECKER verteidigt die Interessen der alten Mitte-Eliten und damit die Managerehe. Mit Gary BECKER fordert sie die Privatisierung der Kinderbetreuung. Die Vertreter neokonservativer Think-Tanks (so z.B. Rainer KLINGHOLZ vom Berlin-Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung oder Stefanie WAHL, die Meinhard MIEGEL ab und an öffentlich vertreten darf) dürfen ihrer Geringschätzung öffentlicher Kinderbetreuung Ausdruck verleihen. Gewiss ist es richtig, dass die Infrastruktur für berufstätige Mütter nur für ein bestimmtes Milieu bedeutsam ist, weshalb es sich hier um einen Kulturkampf der Eliten handelt, bei dem der Rest der Bevölkerung die negativen Folgen zu tragen hat.

Lisa BECKER schreibt, dass in Deutschland im Gegensatz zu Frankreich die gewollte Kinderlosigkeit bei zwei Dritteln der Deutschen ein erstrebenswerter Lebensentwurf sei. Wann und von wem diese Umfrage durchgeführt wurde, wird jedoch nicht erwähnt.

Dagegen läßt sich inzwischen empirisch nachweisen, dass auch in Deutschland das Ende des Geburtenrückgangs eingesetzt hat. Der Bevölkerungswissenschaftler DORBRITZ hat in den aktuellen BIB-Mitteilungen geschrieben:

"Die bislang für einen westdeutschen Geburtsjahrgang niedrigste endgültige Kinderzahl wird mit 1439 für die 1968 geborenen Frauen geschätzt. Für die danach geborenen Frauen (1969, 1970) erwarten wir mit 1456 bzw. 1472 leichte Anstiege der endgültigen Kinderzahl. Der Rückgang der endgültigen Kinderzahlen, der bereits seit dem Jahrgang 1933 (2224) bestand, ist damit abgeschlossen."

 
 
  • Martin Walser - Der Augenblick der Liebe

    • KUNCKEL, Susanne (2004): "Sich wehren mit jedem Satz".
      Er trainiert das Nicht-Recht-Haben und schreibt um sein Leben. Martin Walser über Philosophie, Segeln auf dem Bodensee und seinen neuen Roman,
      in: Welt am Sonntag v. 18.07.

 
 
 
 
 
  • VESTRING, Bettina & Uwe VORKÖTTER (2004): Verworrenes liegt mir nicht.
    Angela Merkel über ihren Führungsstil, Umgang mit Macht, deutsche Zukunftschancen und wie es ist, 50 zu werden,
    in: Berliner Zeitung v. 17.07.

Angela MERKEL sieht einen Generationenkonflikt und seine Lösung: "Wir dürfen denen, die die Republik aufgebaut haben, nicht alles nehmen. Wir dürfen aber auch den Jüngeren nicht die Luft zum Atmen nehmen. Wenn sie sich nur noch um ihr eigenes Leben kümmern können, bekommen sie ja erst recht keine Kinder. Ohne Wirtschaftswachstum ist dieses Problem nicht zu lösen.
Es handelt sich also weniger um einen Verteilungskonflikt als um ein Wachstumsproblem?
Ohne Wachstum wird der Verteilungskampf nicht zu gewinnen sein. Deshalb ist es falsch, dass Rot-Grün leichtfertig aus bestimmten Zukunftstechnologien aussteigt. Ich halte es beispielsweise für unverantwortlich, dass man an der grünen Gentechnologie vorbei geht, aus der Kernenergie aussteigt oder der Pharmaindustrie immer neue Lasten aufbürdet. Wir brauchen mehr Beschäftigung, das kann ich gar nicht oft genug sagen. Und zwar nicht nur im unteren Lohnbereich, wo die Leute keine Steuern und kaum Abgaben zahlen, sondern in hoch qualifizierten und gut bezahlten Jobs. Alles andere führt uns in die Irre.
"
 
 
  • SCHINDHELM, Michael (2004): Halbschwester von Parsifal.
    Morgen wird Angela Merkel 50. Deutungen aus gemeinsamen Jahren,
    in: Welt v. 16.07.

Michael SCHINDHELM schreibt erst einmal darüber wie er durch seinen Roman Roberts Reise für die an Angela MERKEL interessierte Öffentlichkeit wichtig wurde:

"Man war so gut befreundet, wie es möglich war für zwei Kollegen, die derselben Generation angehörten und die über ein paar sie interessierende Dinge ähnlich dachten.
Das hätte alles so bleiben können, wäre nicht (für unsereinen gerade noch rechtzeitig) die DDR untergegangen. Und alles anders geworden. Trotzdem wechselte die Perspektive zwischen Angela Merkel und mir erst in ihrem Schlüsseljahr 2000. Sie hatte sich in einer Figur meines soeben erschienenen Romans »Roberts Reise« wiedererkannt. Im Roman hatte der Ich-Erzähler von einer Renate behauptet, sie hätte ihm zum Abschied »Tote Seelen« von Gogol geschenkt, mit der Widmung »Geh ins Offene«. Nachdem die Merkel auf dem Parteitag in Essen in ihrer Rede zum Amtsantritt als Bundesvorsitzende diese Geschichte erzählte und dem akklamierenden Auditorium »Geht ins Offene« zurief, hatte ich eine Weile keine ruhige Minute mehr. Die Öffentlichkeit wollte es jetzt wissen. Wie ist sie? Die Power? Der Mut? Die Intrige? Der Osten? Die Frau? Und: die Frisur?
"

Nach dieser Selbstdarstellung schreibt SCHINDHELM über seine Hoffnung bezüglich einer Kanzlerin MERKEL:

"Vielleicht wird sie eine Ikone wie einst Margaret Thatcher. Frauen haben dazu anscheinend eher das Zeug.
Der Aufstieg von Angela Merkel markiert den Fall von Männern (...). Ist Schröder der nächste?
"

Die Hoffnungen von SCHINDHELM könnten zunichte gemacht werden, wenn - wie Franz WALTER dargelegt hat - in Deutschland erfolgreich eine Linkspartei etabliert werden kann... 

 
   

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Zu den News vom  11. - 15. Juli  2004

 
 
   
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