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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 22. - 31. Juli 2016

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Das Verhältnis zwischen Jung und Alt hat sich in der Vergangenheit massiv verschlechtert und trotzdem ist der Wohlstand gestiegen 

"(I)m Jahr 1900 haben 12,4 Erwerbsfähige für eine alte Person gearbeitet, fünfzig Jahre später waren es noch 6,9 und zur Jahrtausendwende lediglich 4,1 Personen. Das Verhältnis zwischen Jung und Alt hat sich massiv verschlechtert, trotzdem ist der Wohlstand aber gestiegen und die Sozialversicherungssysteme wurden ausgebaut. Für die Zukunft muss uns deshalb nicht bange werden."
(Daniel Baumann & Stephan Hebel "Gute Macht-Geschichten", 2016, S.62)

 
       
       
   

Freiwillige Einzahlungen in die Rentenversicherung in der Debatte

SIEMS, Dorothea (2016): Frührente für alle.
Die große Koalition plant ein konkurrenzlos günstiges Angebot zur Finanzierung des Vorruhestands,
in:
Welt am Sonntag v. 31.07.

Dorothea SIEMS berichtet wie bereits Thomas ÖCHSNER in der SZ über die geplante Möglichkeit durch Extrazahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung mit 63 Jahren abschlagfrei in Rente gehen zu können. Diese Möglichkeit besteht bereits jetzt für bestimmte Gruppen von 55-Jährigen und Älteren, soll jedoch mit dem geplanten Gesetzt zur Flexi-Rente ausgeweitet werden. Werner SIEPE hat für die WamS ausgerechnet, was dies für Besserverdienende der Geburtsjahrgänge 1953 und jünger (150 Prozent des Durchschnittsverdienstes: 2016 ca. 54.400 Bruttolohn) kosten würde.

Lediglich der CDU-Rentenpolitiker Peter WEIß wird als Befürworter der Regelung zitiert. Zudem soll diese Möglichkeit per Renteninformation auch offensiv vermarktet werden.

Als Gegner dieser Regelung werden Bert RÜRUP und Lutz GOEBEL, Präsident des Verbandes der Familienunternehmer zitiert.

"Mit solchen Extrazahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung erzielt man eine Rendite, an die derzeit keine private Altersvorsorge heranreicht",

zitiert SIEMS den Finanzmathematiker SIEPE. Es wird sich deshalb zeigen müssen, ob sich diese Regelung, die der mächtigen Finanzdienstleisterlobby zuwiderläuft, am Ende tatsächlich im Gesetz zur Flexi-Rente wiederfinden wird oder ob sie nicht noch gestrichen bzw. abgeschwächt wird.

 
       
   

Die Ruhrgebietsstädte in der Debatte

GASSMANN, Michael (2016): Das kraftlose Land.
Nordrhein-Westfalen hat den Anschluss verloren: Das bevölkerungsreichste Bundesland findet keinen Ausweg aus dem fatalen Mix von Strukturkrise und hausgemachten Fehlern,
in:
Welt am Sonntag v. 31.07.

"Wenn es doch nur Opel wäre. Aber ganz Bochum ist gebeutelt. 2009 hat der Handyhersteller Nokia geschlossen, ein paar Jahre später das Edelstahlwerk, dann zahllose Zulieferer und Weiterverarbeiter der Metallindustrie. Jetzt bedroht die Stahlkrise 2000 Jobs in zwei Walzwerken von ThyssenKrupp.
Und wenn es doch nur Bochum wäre. Tatsächlich steckt das ganze Ruhrgebiet in der Krise. Duisburg-Marxloh wird zur No-go-Zone, in Dortmund marschieren die Neonazis, in Gelsenkirchen liegt die Arbeitslosenquote bei 14,9 Prozent – Schlusslicht in ganz Deutschland.
Und wenn es doch nur das Ruhrgebiet wäre. Doch der Pott ist nur die sichtbarste Schwäche Nordrhein-Westfalens. Das ganze Bundesland steckt im Krisenmodus, auch wenn die Landespolitik das nicht zugeben mag. NRW war 2015 das einzige Bundesland, in dem die Wirtschaft stagnierte, die Statistik weist eine Veränderung der Wirtschaftsleistung von 0,0 Prozent aus. Auch auf mittlere Sicht ist die Bilanz mau",

beschreibt Michael GASSMANN Nordrhein-Westfalen als Schlusslicht Deutschlands, als ob wir schon mitten im Landtagwahlkampf wären. Uns wird die gesamte Arbeitgeberlobby präsentiert vom IW über RKI bis zu Klientelpartei FDP.

 
       
   

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Wochenthema: Neue Familien.
Eizellspenden, Doppelväter, Co-Mütter - die moderne Medizin ermöglicht viele Konstellationen . Für Eltern und Kinder kann dies belastend sein, auch weil die Politik manche Veränderungen verschlafen hat

JANISCH, Wolfgang (2016): Eltern auf Abruf.
Vielen Partnerschaften werden die Gesetze nicht mehr gerecht - das soll sich ändern,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 30.07.

Wolfgang JANISCH berichtet über drei Gerichtsurteile des BGH zur Anerkennung des Elternstatus, bei denen die Reproduktionsmedizin mitwirkte, und der dem deutschen Recht widerspricht. Sein Fazit:

"Der BGH ist zum Reparaturbetrieb für Versäumnisse des Gesetzgebers geworden."

Dies soll sich zukünftig ändern, was uns JANISCH anhand der aktuellen Entwicklungstendenzen und politischer Aktivitäten aufzeigt. Während z.B. das Verbot der Eizellspende nicht mehr zeitgemäß sei, gilt die Leihmutterschaft immer noch als unerwünscht.  

HEIDENREICH, Ulrike (2016): "Spender? Vater? Heiliger Geist?"
Wie Familien, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind, ihre Situation empfinden. Zwei Protokolle,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 30.07.

 
       
   

Die Finanzialisierung in der Debatte

WILLMROTH, Jan (2016): Es lebe das Sparschwein.
Geldwirtschaft: Vielen fällt es schwer, sich mit Geld und Vorsorge zu beschäftigen. Und jetzt ist Sparen auch noch so unattraktiv. Warum es sich dennoch lohnt, ein kleines Vermögen zu schaffen,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 30.07.

Die Finanzdienstleistungslobby hat viel Mühsal darauf verwendet, um uns die Notwendigkeit der kapitalgedeckten Altersvorsorge vor Augen zu führen. Ständig werden wir mit Umfragen bombardiert, in denen uns erklärt wird, dass wir zu wenig für das Alter vorsorgen. Die SZ macht sich nun mit der Serie Geldwirtschaft zum willigen Helfer dieser Finanzdienstleistungslobby.

"Menschen neigen dazu, finanzielle Informationen zu vermeiden, die unangenehme Gefühle hervorrufen."

haben Lobbyisten herausgefunden, erzählt uns Jan WILLMROTH. Deshalb wird uns hier Lust verordnet. Die Lobbyisten haben die Vielfalt der Produkte als Problem entdeckt, weshalb der sanfte Zwang zum Königsweg erklärt wird - nicht etwa um das Angebot lukrativer zu machen, sondern um die Verbreitung der Altersvorsorge zu erhöhen!

Verhaltensökonomen sind die neuen Psychotherapeuten in Zeiten der Finanzialisierung, weshalb uns WILLMROTH Matthias SUTTER ("Die Entdeckung der Geduld") vorstellt. Wir Leser werden von WILLMROTH als besonders begriffsstutzige und widerspenstige Zeitgenossen betrachtet, denen man wie einem kleinen Kind noch das 1 x 1 der Finanzialisierung beibringen muss.

"Es gibt mehrere an der Chicagoer Universität entstandene Studien, die zeigen, dass Menschen dann am effektivsten Sparen, wenn sie mit einer Form der betrieblichen Altersvorsorge dazu gezwungen werden",

erklärt uns WILLMROTH. Das überlässt er dann doch seinen Journalistenkollegen, die für das große 1 x 1 zuständig sind.

 
       
   

Alice Schwarzer in der Debatte

BEYER, Susanne & René PFISTER (2016): "Zu selten geweint".
Spiegel-Gespräch: Die Feministin Alice Schwarzer über Frauen in Spitzenämtern, die Wut der Männer und die verspätete Einsicht in eigene Fehler,
in: S
piegel Nr.31 v. 30.07.

 
       
   

Die Mütterrente in der Debatte

COS (2016): Mehr Mütterrente für Westfrauen.
Union: Streit um neuen Wohltaten für Seniorinnen,
in: S
piegel Nr.31 v. 30.07.

Statt die Ausweitung der Mütterrente, fordert Karl-Josef LAUMANN ("Chef des Arbeitnehmerflügels CDA") Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente. Mit Daten der Deutschen Rentenversicherung werden Westfrauen als Profiteure der Mütterrente präsentiert.

 
       
   

Das Positionspapier der Grünen zur Altenpolitik in den Medien

REINSCH, Melanie (2016): Positionspapier zur Alterspolitik.
Die Grüne Bundestagsfraktion setzt auf Teilhabe, Selbstbestimmung und Mobilität,
in:
Frankfurter Rundschau v. 30.07.

"Im September wird die Bundesregierung ihren neuen Altenbericht vorlegen - ein Bericht zur Lage der älteren Generationen in Deutschland. Seit 1993 wird dieser in jeder Legislatur erarbeitet und veröffentlicht.
Die Grünen-Bundestagsfraktion greift diesem Bericht nun mit einem eigenen Positionspapier vor, das der Frankfurter Rundschau exklusiv vorliegt",

erklärt uns Melanie REINSCH. Der Altenbericht sollte nicht mit dem Alterssicherungsbericht verwechselt werden, der ebenfalls im Herbst veröffentlicht wird.

 
       
   

Die Altersvorsorge in Japan in der Debatte

WELTER, Patrick (2016): Japans Pensionsfonds meldet großen Verlust,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.07.

 
       
   

Das Single-Dasein in Spanien

MÜLLER, Ute (2016): Totes Kapital und eingefrorene Finger.
Ein Drittel aller spanischen Haushalte lebt von Renten. 30.000 Haushalte begingen 2014 Sozialbetrug, in dem sie Pensionen verstorbener Angehöriger kassierten,
in:
Welt v. 30.07.

 
       
   

Die globalisierte Dienstleistungsgesellschaft in der Debatte

BAUER, Patrick (2016): Stets zu Diensten.
Der moderne Alltag berufstätiger Eltern wäre ohne Helfer nicht zu bewältigen. Dass diese Menschen viel zu schlecht bezahlt werden? Ist oft Nebensache,
in: S
Z-Magazin Nr.30 v. 29.07.

 
       
   

Die Ostrentenangleichung in den Medien

BOHSEM, Guido (2016): "Kein Spielraum".
Finanzminister Schäuble stellt sich gegen Nahles' Rentenpläne,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 29.07.

BOHSEM, Guido (2016): Leicht zu sagen, schwer zu machen.
Kommentar zu Renten,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 29.07.

Guido BOHSEM sieht im Einklang mit Andrea NAHLES und der Deutschen Rentenversicherung die Ostrentenangleichung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und nicht der Beitragszahler. Er weist zudem auf die geplante Schlechterstellung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Gegensatz zu den Bestandsrentnern hin.

HAERDER, Max & Christian RAMTHUN (2016): Das bisschen Einheit?
Rentenpolitik: Die Koalition ringt. Sollen Osten und Westen gleich behandelt werden? Das wäre im Prinzip richtig - aber sehr teuer und oft ungerecht,
in:
Wirtschaftswoche Nr.31 v. 29.07.

 
       
   

Die Pressekonferenz Zusammenleben von Generationen des Statistischen Bundesamtes in den Medien

SIEMS, Dorothea (2016): Generationen leben kaum noch zusammen.
Umfrage: Distanz scheint familiärem Klima gut zu tun,
in:
Welt v. 29.07.

SCHWENN, Kerstin (2016): Immer seltener unter einem Dach.
Neue Generationen-Daten des Statistischen Bundesamtes,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.07.

ÖCHSNER, Thomas (2016): Lieber ohne Oma und Opa.
Immer weniger Menschen leben mit der Großfamilie in einer Wohnung zusammen, viele Kinder bleiben den Eltern aber nahe,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 29.07.

 
       
   

FRANKFURTER RUNDSCHAU-Tagesthema: Viele Frauen entscheiden sich gegen Nachwuchs - denn sie wissen, dass es noch immer keine Gleichberechtigung gibt

ERKEN, Rebecca (2016): Generation der Enttäuschten.
Junge Frauen entscheiden sich oft gegen Kinder - weil sie Nachteile im Job fürchten,
in:
Frankfurter Rundschau v. 29.07.

Rebecca ERKEN berichtet über die Studie Was junge Frauen wollen von Carsten WIPPERMANN im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung.

Man würde eigentlich annehmen, dass die Studie nur kinderlose Frauen befragt hat, denn alle anderen haben sich schließlich schon für Kinder entschieden. Stattdessen wird uns eine Studie vorgestellt, mit der die Einstellungen von Frauen zwischen 18 und 40 Jahren (1975 - 1997 Geborene) untersucht wurden. Entsprechend lässt sich nun auch nicht nachvollziehen, warum es angeblich viele Frauen gibt, die sich gegen die Familiengründung entscheiden, diese Frage aber gar von ERKEN erörtert wird.

Es ist längst bekannt, dass die Gründe gegen Kinder andere sind als gegen weitere Kinder. Und das gilt auch für zweite oder dritte Kinder. Nichtsdergleichen liest man bei ERKEN. Stattdessen wird uns die Sicht des Familienministeriums untergejubelt.

Die Studie soll angeblich für die Gesamtbevölkerung repräsentativ sein. Auch das interessiert ERKEN nicht. Es wird uns eine Akademikerin ("selbständige Anwältin" wie Redakteurinnen Angehörige des "gesellschaftlichen Leitmilieus") präsentiert und eine alleinerziehende Geringverdienerin, die von WIPPERMANN als "Benachteiligte" dem "gesellschaftlichen Mainstream" zugeordnet wird. Diese merkwürdige Einordnung hängt damit zusammen, dass WIPPERMANN keinen Klassen- bzw. Schichtansatz, sondern einen Ansatz politischer Milieus präferiert.

Hat ERKEN die Studie überhaupt gelesen oder nur die zentralen Befunde wie es scheint und daraus Häppchen herausgepickt, die gerade zur Zeitungslinie passen? Wäre dies ein Deutschaufsatz, dann würde darunter stehen: Thema verfehlt!    

REINSCH, Melanie (2016): Lohngleichheit und geteilte Familienarbeit.
Die Bundesregierung will die Geburtenrate mit verschiedenen Lösungsansätzen steigern,
in:
Frankfurter Rundschau v. 29.07.

Melanie REINSCH stellt uns Projekte vor, die angeblich die Geburtenrate steigern sollen: An erster Stelle das umstrittene Lohngleichheitsgesetz, das einem Elitefeminismus geschuldet ist. Erst an zweiter Stelle der viel entscheidendere Kitaausbau, der aufgrund falscher medialer Darstellungen zur Geburtensituation lange Zeit verzögert werden konnte. Auch die weiteren beiden Projekte sind dem Elitefeminismus geschuldet: Elterngeld und Familiengeld.

Familiengründung fängt jedoch nicht erst mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie an, sondern mit der Vereinbarkeit von Beruf und Partnerschaft. Wer nur ersteres fördert, der vergrößert die Kluft zwischen Kinderlosen und Eltern, weshalb dann nur noch als letztes Mittel die Bestrafung von Kinderlosigkeit bleiben wird.

Die Zunahme der nationalkonservativen Strömung und die Erfolge der AfD zeigen, dass Elitefeminismus letztlich in der Reaktion enden wird. Es wird Zeit, dass die Linke endlich erwacht, statt weiterzuträumen.

 
       
   

Regretting Motherhood in der Debatte

SCHMITT, Uwe (2016): Darf man seine Kinder bereuen?
Kommentar: Made in Germany,
in:
Welt v. 29.07.

OESTREICH, Heide (2016): Eltern, die bereuen.
Zweifel: Laut einer Studie würden sich ein Fünftel aller deutschen Mütter und Väter nicht noch einmal für ihre Kinder entscheiden. Dei Gründe dafür sind vielfältig,
in:
TAZ v. 29.07.

OESTREICH, Heide (2016): Diversität ist angesagt.
Über "Regretting Parenthood",
in:
TAZ v. 29.07.

 
       
   

Der Wandel des Parteiensystems in Deutschland in der Debatte

BUTTERWEGGE, Christoph (2016): Aufs Marktsubjekt reduziert.
Populismus: Die AfD ist auch deswegen so erfolgreich, weil bei ihr der Neoliberalismus und der Rechtspopulismus eine Synthese eingehen,
in:
TAZ v. 29.07.

Im Gegensatz zu den Gesundbetern im Mainstreamjournalismus, die in der AfD keine Gefahr mehr sehen, weil sie sich angeblich selbst zerlegen würde, sieht Christoph BUTTERWEGGE die AfD dagegen auf dem Sprung in den Bundestag. Er führt dies auf die Synthese von Neoliberalismus und Rechtspopulismus zurück.

 
       
   

Die Ostrentenangleichung in der Debatte

SCHWENN, Kerstin & Manfred SCHÄFERS (2016): Ostrenten: Merkel gegen Rosinenpickerei.
Koalition ist über die Finanzierung uneins. Neue Debatte über höhere Mütterrenten,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.07.

THELEN, Peter (2016): Nahles' Rentenpläne ungewiss.
Angleichung Ost-West,
in:
Handelsblatt v. 29.07.

 
       
   

Regretting Motherhood in der Debatte

THURM, Frida (2016): Hätten wir mal lieber nicht.
"Skandal!" riefen viele, als Frauen in der israelischen Studie "Regretting Motherhood" sagten, sie bereuten ihre Entscheidung für ein Kind. Jetzt ergründete eine Umfrage, wie viele deutsche Eltern so empfinden,
in:
Die ZEIT Nr.32 v. 28.07.

 
       
   

Die Krise des Finanzkapitalismus in der Debatte

SCHIERITZ, Mark (2016): Der Kapitalismus.
Die Mächtigen der Welt haben ein neues Projekt: Sie wollen den Gegnern der Globalisierung mit Umverteilung den Wind aus den Segeln nehmen,
in:
Die ZEIT Nr.32 v. 28.07.

 
       
   

Die Mütterrente in der Debatte

SCHWENN, Kerstin (2016): CSU will die Mütterrente noch einmal aufstocken.
Bayern Sozialministerin erarbeitet Rentenkonzept unabhängig von der CDU. 6,5 Milliarden Euro Kosten jährlich,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.07.

GÖBEL, Heike (2016): Mütterrente, zum Dritten.
Kommentar,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 28.07.

Heike GÖBEL wendet sich gegen eine Ausweitung der Mütterrente - einzig aus finanziellen Gründen.

 
       
   

Die neuen Väter in der Debatte

HEIDENREICH, Ulrike (2016): Die Legende von den neuen Vätern.
Zwar nehmen immer mehr Männer Elternzeit, doch das alte Familienmodell hält sich,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 28.07.

Ulrike HEIDENREICH berichtet über das DJI-Bulletin Neue Väter, Legende oder Realität? Nr.112/2016.

 
       
   

Freiwillige Einzahlungen in die Rentenversicherung in der Debatte

ÖCHSNER, Thomas (2016): Früher flexibel.
Von 2017 an kann bereits jeder 50-Jährige seine Rente durch Extrabeiträge aufstocken,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 28.07.

 
       
   

Die Gesellschaft der Hundertjährigen in der Debatte

PALM, Henriette (2016): Hundertjährige gesünder als erwartet.
Heidelberger Gerontologen sehen Chancen für mehr Lebensqualität durch gezieltes Training,
in:
Neues Deutschland v. 28.07.

"Menschen, die über 80 Jahre oder älter sind, stellen in den meisten Ländern, die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe dar. Die Anzahl der deutschen Hundertjährigen ist zwischen 2000 und 2011 von 5.937 auf 13.445 gestiegen, was einer Zunahme von 126 Prozent entspricht",

erläutert uns Henriette PALM. Ob diese Zunahme auch realistisch ist, darf bezweifelt werden, denn mit dem Zensus 2011 wurden vor allem Korrekturen bei den Hochaltrigen vorgenommen.

Hinzu kommt, dass die Heidelberger Hundertjährigen-Studie aufgrund ihrer sehr selektiven Auswahl an Probanden (sie mussten zwei Weltkriege und ihre Folgen überleben, was für zukünftige Hochaltrige voraussichtlich nicht der Fall sein wird) skeptisch betrachtet werden muss.

"Die Studie bestätigt auch, dass mehr Ältere nicht automatisch höhere Kosten verursachen. Die rund sechs zusätzlichen Lebensjahre, die seit 1965 für den Durchschnittsdeutschen dazukamen, sind nicht sechs zusätzliche Jahre mit vielen teuren Krankheiten. Vielmehr hat sich gezeigt: Die höchsten Behandlungskosten fallen im letzten Jahr vor dem Tod an. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob dies mit 72 oder 82 Jahren geschieht",

meint PALM. Auch in dieser Hinsicht kann die Studie höchstens Tendenzen aufzeigen wegen der Selektivität der Probanden.

 
       
   

Die Krise des Finanzkapitalismus in der Debatte

BIEBER, Friedemann (2016): Wieviel Gleichheit bekommt der Gesellschaft?
Thesen zur sozialen Ungleichheit sind heute so umstritten wie vor hundertfünfzig Jahren. Es fehlt ein verbindlicher Maßstab und ein Konsens über das Gleichheitsideal,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.07.

 
       
   

Das Elterngeld in der Debatte

WIEDUWILT, Hendrik (2016): Bundessozialgericht zählt Elterngeld als Einkommen.
Die Anrechnung auf existenzsichernde Leistungen ist nicht verfassungswidrig,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.07.

WIEDUWILT, Hendrik (2016): Was Eltern zusteht.
Kommentar,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.07.

 
       
   

Die Ostrentenangleichung in der Debatte

HASELOFF, Reiner (2016): Den Osten nicht abkoppeln.
Fremde Federn,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.07.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

PAPON, Kerstin (2016): Hohe Immobilienpreise machen das Umland attraktiv.
Pendler entlasten die Wohnungs- und Häusermärkte in den Städten deutlich. Frankfurt als Pendlerhochburg,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.07.

"Nach Daten des Frankfurter Bürgeramtes Statistik und Wahlen waren zum Jahresende 2015 fast 725.000 Menschen in Frankfurt gemeldet. Und laut Bundesagentur für Arbeit kommen täglich gut 350.000 Menschen in die Stadt am Main, um hier zu arbeiten. Sie wird dadurch zur Millionenstadt", berichtet Kerstin PAPON.

 
       
   

Das Elterngeld in der Debatte

AHRENS, Regina & Irene GERLACH (2016): Familienpolitik auf (fast) gutem Weg.
Gastbeitrag: Beim Elterngeld bewegt sich die Politik in die richtige Richtung. Aber im Detail steckt hier und da noch der Teufel,
in:
Frankfurter Rundschau v. 27.07.

AHRENS & GERLACH betrachten die Familienpolitik unter neoliberalkonformen elitenfeministischen Gesichtspunkten. Sie loben deshalb das zum 1. Juli 2015 in Kraft getretene ElterngeldPlus:

"Ein schnellerer beruflicher Wiedereinstieg sowie die partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit werden dadurch attraktiver."

Negativ beurteilen die Autorinnen den unzureichenden Ausbau an Betreuungsplätzen für Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ausgeblendet bleibt hier, dass diese Art der Politik in erster Linie auf Akademikerinnen zugeschnitten ist. Während die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen zurückgeht, nimmt sie dagegen im Rest der Bevölkerung zu. Wenn das kein Erfolg von Thilo SARRAZIN ist!

 
       
   

Die Ostrentenangleichung in der Debatte

DOEMENS, Karl (2016): Die Tücken der Gleichheit.
Leidartikel: Bis heute werden die Renten in West und Ost unterschiedlich berechnet. Das will die Bundesregierung jetzt ändern. Aber sorgt sie damit automatisch für mehr Gerechtigkeit?
in:
Frankfurter Rundschau v. 27.07.

 
       
   

Das Renteneintrittsalter und die Erhöhung der Erwerbsquote von Älteren in der Debatte

DRIBBUSCH, Barbara (2016): "Wichtig sind Motivation und Erfahrung".
Zukunft: Immer mehr Ältere arbeiten noch im Rentenalter. Aber die Chancen zur Weiterarbeit sind ungleich verteilt, sagt der Altersübergangsforscher Martin Brussig,
in:
TAZ v. 27.07.

Barbara DRIBBUSCH interviewt anlässlich der geplanten Flexi-Rente den Soziologen Martin BRUSSIG vom Institut für Arbeit und Qualifikation der Universität Duesburg-Essen. BRUSSIG sieht die Erwerbstätigen im Rentenalter vor allem im Segment der Hochqualifizierten und Selbständigen:

"Unter den hochqualifizierten Männern zwischen fünfundsechzig und neunundsechzig Jahren in Westdeutschland sind es bis zu zwanzig Prozent, die noch erwerbstätig sind."

Die von Altersarmut besonders bedrohten Langzeitarbeitslosen sieht BRUSSIG nicht als jene an, die jenseits des Rentenalters plötzlich erwerbstätig werden. BRUSSIG sieht die Gefahr, dass mit der Flexi-Rente zukünftig Rentenkürzungen gerechtfertigt werden könnten.

THELEN, Peter (2016): Unklug und Lebensfremd.
Die Modellrechnung zur Rente mit 73 hilft wenig bei der aktuellen Reformdebatte,
in:
Handelsblatt v. 27.07.

Peter THELEN kritisiert die Modellrechnung von Susanne KOCHSKÄMPER, die von den Medien im Zusammenhang mit der Meldung zur Rentenbezugsdauer 2015 hervorgekramt wurde.

Zum einen spreche die derzeitige Beschäftigungsquote älterer Menschen dagegen und zum anderen wäre die Berechnung unlauter, weil es ein Worst-Case-Szenario darstelle. THELEN verweist hier nur darauf, dass lediglich auf die Variante mit 100.000 statt mit 200.000 Menschen Zuwanderungssaldo zurückgegriffen wurde. Dabei ist auch die Geburtenrate zu niedrig angesetzt.

 
       
   

Die Pflege in Deutschland in der Debatte

TELGHEDER, Meike (2016): Hoher Bedarf im Pflegemarkt.
Demografie,
in:
Handelsblatt v. 27.07.

"Bis 2030 - also in 14 Jahren - braucht Deutschland bis zu 321.000 neue stationäre Pflegeplätze. 80 Milliarden Euro an Investitionen werden bis dahin für den Bau neuer Altenheime benötigt, zeigen die Prognosen des Pflegeheim-Rating-Reports aus dem vergangenen Jahr",

erklärt uns Meike TELGHEDER. Der Pflegeheim Rating Report 2015 vom 15. Dezember 2015 ist eine lukrative Einnahmequelle, die u.a. von der neoliberalen Lobbyorganisation RWI mitverfasst wurde. Auf welcher Basis der Bedarf ermittelt wurde, wird uns nicht erklärt.

"Von den 2,6 Millionen Pflegebedürftigen, die es nach der aktuellsten Statistik von 2013 in Deutschland gab, werden rund 71 Prozent von ihren Angehörigen versorgt. In Heimen dagegen wurden 764.000 Menschen betreut",

erläutert TELGHEDER die dürftige Datenlage. TELGHEDER beschreibt den Pflegemarkt als kleinteilig, in den nun französische Betreiber expandieren, weil Deutschland als lukrativer Wachstumsmarkt gilt. Zusätzlich gibt es noch ein Interview mit der französischen Managerin Sophie BOISSARD vom französischen Pflegeheimbetreiber Korian, dem Marktführer in Europa.

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

SCHÖNBACH, Miriam (2016): Sieben Jahre Görlitz-Experiment.
Mit kostenlosem Probewohnen sollten Neubürger gewonnen werden - der Erfolg ist mäßig,
in:
Neues Deutschland v. 27.07.

 
       
   

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Serie (Teil 7): Die Lebensversicherung war nie als private Altersvorsorge gedacht

KRIEGER, Friederike & Patrick HAGEN (2016): Umstrittene Policen.
SZ-Serie Unsere Zukunft, unsere Rente (7): An die 90 Millionen Lebensversicherungsverträge liegen in den Schubladen der Deutschen. Die meisten garantieren den Kunden eine lebenslange Rente und zwingen zum Sparen. Doch es gibt Zweifel,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 26.07.

KRIEGER & HAGEN lassen zuerst ein Lobbyisten der GDV zu Wort kommen, der uns den Vorzug der klassischen Lebensversicherung erklärt. Demnach können sich diejenigen unter uns glücklich schätzen, die besonders lang leben. Die Versicherungswirtschaft hat dazu eigens eine Kampagne geschaltet, denn angeblich werden wir viel älter als wir glauben.

In Zeiten des Niedrigszinses wollen die Versicherer die Risiken auf die Versicherten verlagern. Dazu wurden "kapitalmarktnahe Produkte" erfunden:

"Damit meinen sie meistens Investmentfonds, die sie in einen Versicherungsmantel packen. Als Garantie versprechen sie nur noch den Kapitalerhalt. Das Risiko, am Kapitalmarkt Geld zu verlieren, trägt bei Klassik-Angeboten der Versicherer; bei den neuen Verträgen liegt das Risiko zum größten Teil beim Kunden."

Einer, der immer zitiert wird, ist Axel KLEINLEIN vom Bund der Versicherten (BdV), der von "kapitalbildenden Lebensversicherungen" nichts hält (nur für wenige wegen Steuerspareffekten interessant) und stattdessen Risikolebensversicherungen propagiert:

"Bevor sich Verbraucher um die Altersvorsorge Gedanken machen, sollten sie zunächst Schulden tilgen und sich gegen existenzbedrohende Risiken absichern",

heißt sein Credo. Niels NAUHAUSER von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg fordert eine höhere Beteiligung der Versicherten an den Gewinnen der Lebensversicherer:

"Gewinne, die entstehen, weil nicht alle Versicherten so lange leben wie erwartet, müssen komplett und zeitnah den überlebenden Versicherten gutgeschrieben werden. Zurzeit bekommen sie mindestens 90 Prozent dieser Gewinne, der Versicherer maximal zehn Prozent."

Zum Schluss kommt mit Carsten ZIELKE, Jahrgang 1968, wieder ein Lobbyist der Finanzdienstleistungsbranche zu Wort ("Beratung und Lobbyarbeit in Regulierungsfragen" heißt es dazu in seiner Kurzvita auf seiner Unternehmensseite). Er wird uns als Berater der EU-Kommission präsentiert. Seine Vorschläge könnten aber genauso gut von Versicherern stammen. Und er verherrlicht den Zwang zum Vorsorgesparen in Form von Lebensversicherungen. Zentral ist jedoch der Kampf gegen die Regulierung. Die Verpflichtung zu Rückstellungen soll aufgeweicht werden, weil sonst Leistungskürzungen drohen würden.

"Der GDV und die Verbraucherschützer des BdV drängen die Regierung deshalb dazu, die Berechnungsmethode für diese Reserve zu ändern."

ZIELKE geht das nicht weit genug, sondern er will den Garantiezins abschaffen und risikantere Anlagemöglichkeiten erlauben. Dazu soll die Zinszusatzreserve in Eigenkapital umgewandelt werden und eine Kapitalerhöhung durch die Eigner durchgeführt werden. Warum dies in dieser Form erfolgen soll, verrät uns der Artikel nicht, sondern Philipp KROHN

 
       
   

Das Single-Dasein in Brasilien

MONTENEGRO, Darlan (2016): Ein, zwei, viele Mittelklassen.
SZ-Serie Bewegte Mitte (5): Warum in Brasilien eine chronisch zersplitterte Schicht das ganze Land in Aufruhr versetzt,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 26.07.

 
       
   

Die Meldung Rentenbezugsdauer steigt 2015 der Deutschen Rentenversicherung in den Medien

CREUTZBURG, Dietrich (2016): Rätselraten über die Rente mit 73.
Die Lebenserwartung steigt, die Rentenbezugsdauer hat sich verdoppelt. Modellrechnung leuchtet Folgen aus,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.07.

LAMBECK, Fabian (2016): Es gibt Alternativen zur 73.
Über die neuen Forderungen der Arbeitgeber zur Rente,
in:
Neues Deutschland v. 26.07.

Fabian LAMBECK kritisiert in seinem Kommentar anlässlich eines Bildzeitungsinterview von Hubertus BARDT, dem Geschäftsführer des IW Köln, die Rente mit 73 und verweist stattdessen auf die gestiegene Arbeitsproduktivität und die Ausweitung des Beitragszahlerkreises als Aspekte, die eine Rente mit 73 obsolet machen. 

SIEMS, Dorothea (2016): Deutsche bekommen immer länger ihre Rente.
Bezugsdauer ist 2015 auf Rekordniveau geklettert. Ökonomen fordern gesetzliche Altersgrenze von 73 Jahren,
in:
Welt v. 26.07.

 
       
   

Das Renteneintrittsalter und die Erhöhung der Erwerbsquote von Älteren in der Debatte

GRÄBER, Berrit (2016): Die Rente reicht nicht - was können Sie machen?
Weiterarbeiten, Dazuverdienen oder Hilfe vom Staat: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Leben im Alter. Manchmal lauern Fallen,
in:
Welt v. 26.07.

 
       
   

Die Pensionskassen in der Debatte

SCHICK, Gerhard (2016): Nicht noch länger warten.
Gastkommentar: Forderung nach einer frühen und fairen Verteilung der Lasten für die durch die Niedrigzinsen belasteten Pensionskassen,
in:
Handelsblatt v. 26.07.

Gerhard SCHICK, der als "finanzpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen" ausgewiesen wird, kritisiert Leistungskürzungen von Pensionskassen wie z.B. bei Neue Leben, die Kundenansprüche um bis zu 16 Prozent kürzt. Stattdessen fordert er, dass die Eigentümer nicht geschont werden - was immer damit gemeint sein soll. Mehr Fakten, statt Vagheit würde den Grünen nicht schaden!

 
       
   

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Serie (Teil 6)

MÜLLER, Benedikt (2016): Selbstversuch ohne Testsieger.
SZ-Serie Unsere Zukunft, unsere Rente (6): Was ein Berufseinsteiger erlebte, als er sich zur Altersvorsorge beraten ließ,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 25.07.

Benedikt MÜLLER beschreibt uns Beratungen zu Altersvorsorgeprodukten bei Commerzbank, Sparkasse und HUK Coburg. Die Zielgruppe:

"Berufseinsteiger, Mitte 20 (...). Jeden Monat könnte der Kunde 200 Euro zur Seite legen. Bislang habe er weder eine Lebensversicherung noch einen Bausparvertrag".

Die drei Beratungen werden von Andreas BECK ("Leiter des Instituts für Vermögensaufbau in München") und Niels NAUHAUSER ("Verbraucherzentrale Baden-Württemberg") bewertet. Der Leser wird also mit fünf Meinungen konfrontiert und einem Fazit, das wohl kaum befriedigend ist:

"Wer sich wirklich aufrafft, einen Teil seines Einkommens anzulegen, der hat immerhin einen ersten Schritt gemacht. Der größte Fehler wäre wohl, vor lauter Verunsicherung gar nichts zu unternehmen."

 
       
   

Die Lebensversicherer in der Debatte

FROMME, Herbert (2016): Notwendige Pleiten.
Kommentar zur Versicherungswirtschaft: Jeder Verbraucher ist für seine Auswahl selbst verantwortlich,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 25.07.

 
       
   

Die Ökonomen-Elite und die Ökonomie in der Debatte

WEIMANN, Joachim (2016): Die Ökonomik ist weiter als manche ihrer Kritiker.
So pluralistisch wie heute waren die Wirtschaftswissenschaften schon lange nicht mehr,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.07.

Joachim WEIMANN verteidigt die ökonomische Theologie des Neoliberalismus:

"(D)ie neoklassische Theorie (liefert) mit ihren Idealwelten die Benchmarks, die man braucht, um erkennen zu können, wo die Realität von idealen Zuständen abweicht und was man dagegen tun kann."

Was aber, wenn schon das Ideal nur eine Rechtfertigungslehre für die  Ungleichheit ist? Märkte sind keine Naturgesetze, sondern das Ergebnis von Machtstrukturen und ihren Akteuren. Die entscheidende Frage ist, wem dient der ideale Zustand?

 
       
   

Die Krise des Finanzkapitalismus in der Debatte

HAUSER, Jan (2016): Auch Städte verdienen an ihren Schulden.
Banken vergeben Minus-Zinsen für Kassenkredite,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.07.

 
       
   

Das Single-Dasein in Spanien

WIELAND, Leo (2016): Tote Seelen unter Spaniens Rentnern.
Die Lebenserwartung steigt, die Rentenbezugsdauer hat sich verdoppelt. Modellrechnung leuchtet Folgen aus,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.07.

 
       
   

Das Renteneintrittsalter und die Erhöhung der Erwerbsquote von Älteren in der Debatte

BAUMANN, Daniel (2016): Lichtblick für Ältere.
Arbeitslosenzahl erstmals seit Jahren gesunken,
in:
Frankfurter Rundschau v. 25.07.

 Daniel BAUMANN rechnet uns die Arbeitslosigkeit Älterer schön:

"Obwohl immer mehr Mensch in Deutschland einen Job haben, ist die Zahl der arbeitslosen Älteren jahrelang gestiegen: von 474.000 Menschen im Jahr 2007 auf 580.000 Menschen im Jahr 2014. Ein Plus von mehr als einem Fünftel, bei insgesamt rückläufiger Arbeitslosigkeit. (...). 2015 gab es nun erstmals einen Rückgang."

Absolute Zahlen sind jedoch wenig aussagekräftig, denn der Anstieg der Arbeitslosenzahl könnte mit dem Anstieg der Älteren zu tun haben. Und was heißt Rückgang?

"Im Jahresdurchschnitt gab es 2015 rund 568.000 Arbeitslose zwischen 55 und 64 Jahren. Das waren rund 12.000 weniger als ein Jahr zuvor."

Betrachtet man dagegen die Arbeitslosenquote, d.h. den Anteil der Arbeitslosen an den Älteren, dann ergibt sich ein anderes Bild. Denn die Arbeitslosenquote der 55- bis 64-Jährigen ist seit 2010 rückläufig. Hinzu kommt, dass die Arbeitslosenstatistik durch eine Änderung der Erhebungsprinzipien im Jahr 2008 verzerrt wurde. Denn vorher wurden Arbeitslose über 58 Jahre gar nicht mehr erfasst.

Das Problem von BAUMANNs Darstellung: Die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit Älterer wird hier ausgeblendet. Peter THELEN schreibt dazu im Handelsblatt:

"Die Hälfte aller Arbeitslosen über 55 ist mehr als zwölf Monate auf Jobsuche, jeder Zehnte länger als fünf Jahre."

Zu den möglichen Ursachen dieser Langzeitarbeitslosigkeit schreibt BAUMANN:

"Einer Studie der Uni Duisburg-Essen zufolge hat im Alter von etwa 61 Jahren bereits die Hälfte aller Arbeitnehmer den gelernten Beruf aufgegeben. Gehen diese Menschen nicht in den Ruhestand, müssen sie umsatteln. Das ist nicht einfach."

Während BAUMANN dieses Problem nur den Firmen zuschreibt, ist es auch ein hausgemachtes Problem der Arbeitsagentur, die ihre Gelder lieber anderweitig einsetzt als zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt, wie eine Anfrage der Grünen Brigitte POTHMER ergab. Noch dramatischer ist das Problem jenseits der Regelarbeitsgrenze, wie Martin BRUSSIG in der taz aufzeigt. Hier zeigt sich dann, dass Deutschland eine Klassengesellschaft ist. Im Alter tritt dies stärker zutage als bei den Jungen.

 
       
   

Der Fachkräftemangel in der Debatte

RÖVEKAMP, Marie (2016): Deutschland zieht die blaue Karte.
Vor allem Inder kommen als hochqualifizierte Arbeitskräfte. Doch noch reicht die Zuwanderung an Fachkräften nicht aus,
in:
Tagesspiegel v. 25.07.

 
       
   

Beziehungen von Frauen mit jüngeren Männern in der Debatte

FRIESE, Julia (2016): Das muss ja schief gehen.
Er ist alt und sie ist jung - je größer der Altersunterschied bei einem Paar ist, desto mehr wird getuschelt. Und wenn die Frau älter ist, gilt das erst recht. Aber warum?
in:
Welt kompakt am Sonntag v. 24.07.

 
       
   

Die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung in der Debatte

BOLLMANN, Ralph (2016): Lust auf mehr Rente,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 24.07.

Ralph BOLLMANN verkürzt die Rentendebatte auf das Feindbild Gewerkschaft und SPD und die Seligsprechung der Agenda 2010 - einen Mehrwert an Neuigkeit vermisst man dagegen.

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

SCHREP, Bruno (2016): Das vertauschte Leben.
Medizin: Als Kristina V. im Reagenzglas gezeugt wurde, passierte ein Fehler. Nun sucht sie nach ihren leiblichen Eltern. Der verantwortliche Arzt konnte bislang nicht helfen,
in:
Spiegel Nr.30 v. 23.07.

 
       
   

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG-Serie (Teil 5): Samstagsessay.
Sinkendes Rentenniveau: Die Kaufkraft im Ruhestand wird trotzdem steigen
Junge Beitragszahler: Mehr Kinder erhöhen die Leistungen
Flüchtlinge: In die Ausbildung muss viel investiert werden

BÖRSCH-SUPAN, Axel & Friedrich BREYER (2016): Vorsicht, Falle!
SZ-Serie Unsere Zukunft, unsere Rente (5): Von Riester bis Babyboom. Eine nüchterne Betrachtung der Tagsachen ist angebracht. Die fünf meistverbreiteten Irrtümer in der Rentendebatte,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 23.07.

 
       
   

Die Ostrentenangleichung in der Debatte

MENKENS, Sabine (2016): Gemeinsam nach Hause reiten.
Die Sozialministerin macht dem Osten ein Geschenk - und deutlich, warum sie als Führungsreserve ihrer darbenden SPD gelten kann,
in:
Welt v. 23.07.

CREUTZBURG, Dietrich (2016): Rentenangleichung sät Zwietracht.
Streit über Kosten und ein Privileg für Ost-Beschäftigte,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.07.

 
       
   

Die Zusatzrente im öffentlichen Dienst in der Debatte

BRANDSTETTER, Barbara (2016): Zankapfel Zusatzversorgung.
Die Vermögensfrage: Nach einem neuen BGH-Urteil können Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf eine höhere Zusatzrente hoffen. Die entscheidende Frage ist, wann und in welcher Höhe sie kommt. Um das Thema wird seit dem Jahr 2002 gestritten,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.07.

Barbara BRANDSTETTER berichtet über den Stand der Dinge zur Umstellung der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst zum 1. Januar 2002. Damals wurde zwischen rentennahen und rentenfernen Jahrgängen (55 Jahre und älter) unterschieden. Klagen richteten sich gegen die Startguthaben der rentenfernen Jahrgänge, die als zu niedrig erachtet werden. BRANDSTETTER zitiert dazu Fälle aus der Studie Startgutschriften - Quo vadis? von Friedmar FISCHER & Werner SIEPE (mehr auch hier). Bereits zweimal 2007 und 2016 wurden die Regelungen der Tarifparteien durch die Gerichte für unwirksam erklärt, weshalb nun weiter verhandelt werden muss.

 
       
   

Das Wahlrecht in der Debatte

PETER, Tobias (2016): Plädoyer für mehr Generationengerechtigkeit.
Demokratieforscher empfiehlt mehr Sozialkundeunterricht und eine Senkung des Wahlalters,
in:
Frankfurter Rundschau v. 23.07.

"Während die Rentner im Osten davon profitieren würden, sollen die jungen Arbeitnehmer dort Einbußen bei ihren Altersbezügen hinnehmen",

kritisiert Tobias PETER den Gesetzesentwurf von Andrea NAHLES zur Ostrentenangleichung. Merkwürdig ist lediglich, dass im Gegensatz zur sonstigen Rentendebatten, die Höhe der Einbußen nicht beziffert werden, die junge Arbeitnehmer hinnehmen müssten. Offenbar, weil das dem Totschlagargument Generationengerechtigkeit schaden könnte. PETER nutzt jedenfalls die Gelegenheit, um den Generationenkämpfer Wolfgang GRÜNDINGER ins Gespräch zu bringen. Neues erfährt man dazu nicht.

 
       
   

Die Angleichung der Ostrenten in den Medien

ÖCHSNER, Thomas (2016): Gleiches Recht für alle.
Bis 2020 soll auch bei der Rente die deutsche Einheit kommen - davon profitieren die Ruheständler im Osten,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 22.07.

Einigkeit besteht in den Mainstreamzeitungen, dass die Zuleitung eines Gesetzesentwurfs für ein Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz ans Bundeskanzleramt im Zusammenhang mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern steht (mehr hier).

Die Zahlenangaben der einzelnen Zeitungen zu den Kosten der Ostrentenangleichung widersprechen sich. Sie können folgendermaßen in Tabellenform gebracht werden:

Jahr Mehrkosten der Angleichung gemäß
unterschiedlicher Zeitungsaussagen
Schritt 1 Schritt 2 Gesamt
2018 1,8 Mrd. Euro
(alle außer ND)
   
2019 1,8 Mrd. Euro
(alle außer ND)
   
2020 1,8 Mrd. Euro
(Handelsblatt)
2,1 Mrd. Euro
(alle außer ND,
Handelsblatt)
oder
3,9 Mrd. Euro
(Handelsblatt)
5,7 Mrd. Euro
(Handelsblatt)
2018-
2020
    5,7 Mrd. Euro
(ND)
7,5 Mrd. Euro
(SZ/FAZ)
oder
9,3 Mrd. Euro
(Handelsblatt)
2021     3,9 Mrd. Euro
oder
5,7 Mrd. Euro
(Handelsblatt)

ÖCHSNER spricht von 7,5 Mrd. Euro in den Jahren 2018 bis 2020. Demnach wären die 3,9 Mrd. Euro, die uns das Handelsblatt als Kosten von Schritt 2 bezeichnen, lediglich 2,1 Mrd. Euro. Dies gilt auch für die Sicht von CREUTZBURG & SCHWENN. Neues Deutschland rechnet insgesamt mit Gesamtkosten von 5,7 Mrd. Euro. Das Handelsblatt rechnet dagegen für 2020 mit 5,7 Mrd. Euro, was Gesamtkosten von 9,3 Mrd. Euro für die Jahre 2018 bis 2020 bedeuten würde.

Wer hat hier also etwas falsch verstanden? Und warum erhält die Öffentlichkeit keine Informationen vom Bundesarbeitsministerium und ist dadurch auf die widersprüchlichen Aussagen unserer angeblichen Qualitätszeitungen angewiesen?

Zumindest, dass die Kosten gemäß Andrea NAHLES der Bund zahlen soll, das berichten alle Mainstreamzeitungen und auch, dass dies möglicherweise nicht von allen so gesehen wird. Insbesondere der Finanzminister Wolfgang SCHÄUBLE gilt als Hürde. Die FAZ weist auf die fehlende Mitteleinstellung in der mittelfristigen Finanzplanung von SCHÄUBLE hin. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) steht dagegen hinter NAHLES.

ÖCHSNER erwähnt als Kritiker des Gesetzesentwurfs die ostdeutschen Abgeordneten und die Linkspartei (Wegfall der Höherwertung auf Kosten jüngerer Arbeitnehmer) und die Arbeitgeber im Osten:

"Für sie steigen die Lohnnebenkosten, weil die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu denen vom Lohn Sozialbeiträge fällig sind, dann ebenfalls einheitlich sein wird. Derzeit liegt sie im Osten in der Rentenversicherung bei monatlich 5400 Euro, im Westen bei 6200 Euro."

ÖCHSNER, Thomas (2016): Die Mär vom armen Ossi-Rentner.
Kommentar Altersbezüge,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 22.07.

WORATSCHKA, Rainer (2016): Nahles: Ostrente 2020 auf Westniveau.
Arbeitsministerin rechnet mit Kosten von 7,5 Milliarden Euro - nach der Bundestagswahl,
in:
Tagesspiegel v. 22.07.

WORATSCHKA, Rainer (2016): Die Kosten sind sicher.
Für Andrea Nahles ist die Rentenanpassung die "Vollendung der Einheit" - nach der Bundestagswahl,
in:
Tagesspiegel v. 22.07.

LAMBECK, Fabian (2016): Angleichen ohne auszugleichen.
Rentenwert Ost soll auf West-Niveau steigen, die Höherwertung der Löhne aber entfallen,
in:
Neues Deutschland v. 22.07.

LAMBECK, Fabian (2016): Ost nähert sich West.
In zwei Schritten sollen die Renten angeglichen werden,
in:
Neues Deutschland v. 22.07.

DECKER, Markus (2016): "Nachteile für künftige Rentner".
Kritik an Plänen für die Angleichung der Ost-Renten,
in:
Frankfurter Rundschau v. 22.07.

DOEMENS, Karl (2016): Teure Rentenpläne.
Was Nahles' Reformpaket für Ostrentner bringt und was Schäuble davon hält,
in:
Frankfurter Rundschau v. 22.07.

DOEMENS, Karl (2016): Gute Chancen für Ost-Renten.
Kommentar,
in:
Frankfurter Rundschau v. 22.07.

THELEN, Peter (2016): Rauf auf Westniveau.
Ost-Renten,
in:
Handelsblatt v. 22.07.

SCHWENN, Kerstin (2016): Renteneinheit?
Leitartikel,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.07.

CREUTZBURG, Dietrich & Kerstin SCHWENN (2016): Nahles will Ostrenten bis 2020 angleichen.
Die deutsche "Renteneinheit" soll 8 Milliarden Euro kosten. Die Arbeitsministerin will die Rentenkasse damit nicht belasten, der Bund soll zahlen - doch Finanzminister Schäuble hat dafür noch keine Mittel eingestellt,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 22.07.

 
       
   

Die Rentenanpassungen in der Debatte

SAUER, Stefan (2016): Arm, obwohl die Rente steigt.
Das Arbeitsministerium reformiert den Zahlungsmodus für arme Rentner, so dass die noch weniger Geld haben,
in:
Frankfurter Rundschau v. 22.07.

Stefan SAUER kritisiert, dass durch Rentenerhöhungen für Menschen, die eine Grundsicherung im Alter erhalten, eine einmalige Rentenkürzung erfolgen kann, weil Sozialämter und Rentenversicherung unterschiedliche Auszahlungstermine haben. SAUER erwähnt zudem, dass die Linkspartei mit einem Antrag zur Verfahrensänderung des "Zuflussprinzips" bereits zwei Mal gescheitert sei.  

 
       
   

Die Riester-Rente in der Debatte

THELEN, Peter & Frank SPECHT (2016): "Ich würde an Riester überhaupt nichts ändern".
Der Ex-Arbeitsminister Walter Riester verteidigt die private Vorsorge und erwartet, dass Andrea Nahles sich gegen Rentenerhöhungsfantasien stemmt,
in:
Handelsblatt v. 22.07.

Walter RIESTER beklagt immer noch, dass die Riester-Rente keine Pflichtveranstaltung ist, womit alle Probleme gelöst wären. Die Niedrigzinsphase ist für den 72-Jährigen kein Problem:

"Wer heute 30 ist, kann noch 37 Jahre in eine kapitalgedeckte Vorsorge einzahlen. So lang wird die Niedrigzinsphase schon nicht anhalten."

Gegen eine Stärkung der gesetzlichen Rente wie sie z.B. von der IG Metall gefordert wird, wendet RIESTER lediglich die Kosten ein:

"Jeder Prozentpunkt Erhöhung kostet zehn Milliarden Euro."

 
       
 

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Zu den News vom 14. - 21. Juli 2016
 

   
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