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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 22. - 31. Oktober 2014

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Der Optimierungswahn führt zur genetischen (Klassen)gesellschaft

"Den »Geburtenfatalismus«, von dem Peter Sloterdijk einmal gesprochen hat, wird in absehbarer Zeit eine Zuchtwahl auf wissenschaftlicher Basis ersetzen.
Diese Vision beflügelt die äußerst profitablen Reproduktionszentren. Auch wenn die Befruchtungen mit wachsender Routine preiswerter werden, so lässt sich doch voraussehen, dass die optimierte Menschenherstellung den gebildeten und gut situierten Schichten vorbehalten bleibt, während sich das Volk am Boden auf hergebrachte Weise fortpflanzt. (...).
Die Optimierungsvision, die zugleich ein Optimierungswahn ist, fügt sich gut in die herrschende Ideologie der Selbstertüchtigung um jeden Preis. Lediglich altmodische Christen und wertkonservative Bildungsbürger erheben ihre Stimme."
(Ulrich Greiner in der Zeit Nr. 40 v. 25.09.2014)

 
       
       
   

Das Single-Dasein in China

ANKENBRAND, Hendrik (2014): Chinesinnen wollen den "erschwinglichen Mann".
Heiratsmarkt: Chinesische Frauen ändern bei der Partnerwahl ihre Präferenzen: die Männer müssen nicht mehr viel Geld haben, sondern sich um den Partner kümmern und gut kochen können,
in:
faz.net v. 31.10.

 
       
   
STERN-Titelgeschichte: Lieb & teuer.
Was Kinder heute kosten - und was sie wirklich brauchen

BÖMELBURG, Helen & Katharina KLUIN (2014): Was Kinder wirklich brauchen.
Sie sind uns lieb - und auch sehr teuer: Noch nie haben Eltern so viel Geld in ihren Nachwuchs investiert wie heute, oft ist es ein kleines Vermögen. Zeit und Nerven sowieso. Muss das alles sein?
in: Stern Nr. 45 v. 30.10.

Was zeichnet einen schlechten Artikel aus? Z.B. Studien, deren Erscheinungsdatum nicht genannt wird, woraus sich schließen lässt, dass die Studie bereits vor langer Zeit erschienen ist. So zitieren BÖMELBURG & KLUIN aus der Studie Eltern unter Druck, die bereits im Jahr 2008 veröffentlicht wurde. Das Schaubild Windeln, Spielzeug, Nachhilfe - Was kostet ein Kind? nennt zwar Quellen, aber kein Datum. Zitiert wird aus der "kürzlich erschienenen" Studie Konsumausgaben von Familien für Kinder. Verschwiegen wird dagegen dass es sich dabei um einen Vergleich von Daten aus den Jahren 2003 und 2008 handelt. Vier Experten werden zum Thema befragt: der Soziologe Christian ALT (DJI), der Bildungsökonom Ludger WÖßMANN (IFO-Institut), der Autor der Shell-Jugendstudie Mathias ALBERT und der Kinderpsychologe Herbert RENZ-POLSTER.

SCHNEYINK, Doris (2014): Geld macht keine Kinder.
Warum sind in anderen Ländern die Geburtenraten höher? Ein Vergleich,
in: Stern Nr. 45 v. 30.10.

"Je widersprüchlicher die Rollenerwartungen an Frauen sind, desto weniger Kinder bekommen sie", fasst SCHNEYINK ein Sammelsurium an Momentaufnahmen aus den Ländern Italien, Dänemark, Frankreich und den USA zusammen. Dänemark gilt nun unter den skandinavischen Ländern als Vorbild. Zur Jahrtausendwende war das noch Schweden. Eine Analyse, die den Namen verdienen würde, müsste mehr als eine Momentaufnahme sein und Entwicklungstendenzen aufzeigen.  

 
       
   

Das Single-Dasein in den USA

RÖTZER, Florian (2014): Über die Hälfte der US-Amerikaner sind Singles.
Der Anteil der Menschen, die niemals verheiratet waren und niemals heiraten werden, steigt kontinuierlich an,
in:
Telepolis v. 29.10.

 
       
   

Rahel Jaeggi - Kritik von Lebensformen

SCHEFCZYK, Michael (2014): Wie zu leben sei.
Plädoyer für einen experimentellen Pluralismus,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 28.10.

 
       
   

Sarah Diehl - Die Uhr, die nicht tickt

DIEHL, Sarah (2014): Natürliches Gebären ist auch nicht so toll.
Die Vorbehalte gegen das Social Freezing spiegeln ein romantisiertes Naturbild wider, dessen Verfechtern die wachsende Autonomie der Frau an sich suspekt ist. Social Freezing erlaubt Frauen mehr Lässigkeit bei der Lebensplanung. Warum also dieser Aufschrei? Ein Plädoyer für mehr Entspannung,
in:
Berliner Zeitung v. 28.10.

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

KAILITZ, Susanne & Ulrike PLEWNIA (2014): Leiden fürs Wunschkind.
Tausende Paare in Deutschland wollen ein Baby - sind aber unfruchtbar. Medizinische Hilfe müssen sie sich oft im Ausland suchen, weil veraltete Gesetze Erfolg versprechenden Methoden verbieten,
in:
Focus Nr.44 v. 27.10.

 
       
   

Social Freezing in der Debatte

BAUM, Antonia (2014): Gib alles!
Man müsste schon die Märkte leerfegen, um an der Logik etwas zu ändern, die Frauen dazu bringt, ihre Eizellen einzufrieren,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.10.

 
       
   

BOLLMANN, Ralph (2014): Danke, Ossis!
Deutschland verdankt seinen derzeitigen wirtschaftlichen Erfolg der Wiedervereinigung: Die Misere im Osten zog das ganze Land nach unten und zwang uns zu Reformen. Das zahlt sich heute aus,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.10.

Ralph BOLLMANN singt ein Loblied auf die steigenden Lohnnebenkosten durch die Wiedervereinigung:

"Und die Lasten der Rentenversicherung wuchsen nicht nur durch die massenhafte Flucht in den Vorruhestand, sondern auch durch die wenigen Akademiker und die vielen Frauen in der ostdeutschen Arbeitswelt: Beides sorgte für höhere Rentenansprüche, die nun von den überwiegend westdeutschen Beitragszahlern zu bedienen waren.
Das hatte Folgen. Am Vorabend der Wiedervereinigung lagen die Sozialversicherungsbeiträge noch bei 35 Prozent des Bruttogehalts, Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zusammengerechnet. Bis zum Jahr 1997 stiegen sie auf stolze 42 Prozent. »Der Faktor Arbeit wurde zum Lastesel der Vereinigungskrise«, urteilte jüngst der Freiburger Historiker Ulrich Herbert."

Die Abwälzung der Vereinigungskosten auf die Sozialkassen statt die  Steuern zu erhöhen, wird gefeiert weil dies zur Produktivitätssteigerung per Massenentlassungen zwang. Und gleichzeitig noch die Agenda 2010-Rechtfertigung lieferte.

Man sollte dabei nicht vergessen, dass BOLLMANN der Kaderschmiede taz entstammt.

 
       
   

HANK, Rainer (2014): Ein vernünftiger Linker.
Im Porträt: Er ist einer der wichtigsten Sozialforscher Deutschlands. Dem Kapitalismus hat er nie über den Weg getraut. Heute sieht er sich bestätigt,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 26.10.

Anlässlich seiner Emeritierung beschreibt Rainer HANK den Soziologen Wolfgang STREECK als Aufsteiger, der den Gewerkschaften verbunden ist und lange Zeit SPD-Mitglied gewesen ist (Austritt wegen Thilo SARRAZIN). STREECK war unter Gerhard SCHRÖDER kurze Zeit Politikberater. Populär wurde STREECK gemäß HANK erst 2013 durch sein Euro-kritisches Buch Gekaufte Zeit.

 
       
   

Berlin, Techno und der Easyjetset. Oder wie Techno zur einflussreichsten Hauptstadtkultur geworden ist

BLANNING, Lisa (2014): Wollüstige Energie.
Dancefloor: Wird das Berliner Berghain seinen weltweiten Ruhm als Club überleben oder Mainstream werden?
in:
TAZ v. 25.10.

"Allein dadurch, dass so viele Leute abgewiesen werden, empfinden sich die Eingelassenen als etwas ganz Besonderes", schreibt Lisa BLANNING zum Mythos Berghain.

 
       
   

Social Freezing in der Debatte

SAUERBREY, Anna (2014): Die Frau von heute: Sklavin oder Asset?
Das "Eizellen-Gate" zeigt, dass es in der Gleichstellungspolitik immer seltener um Gerechtigkeit und immer häufiger um Geld geht - und dass die demographische Entwicklung eine große Chance ist. Ein Kommentar,
in:
Tagesspiegel v. 23.10.

 
       
   
ZEIT-Thema: Dürfen Firmen Familien planen?
Frauen sollen ihre Eizellen einfrieren lassen, wenn es ihrer Karriere nützt. Was bislang nur Apple und Facebook fördern, könnte Schule machen. Aber viele junge Deutsche finden das wichtig

RUDZIO, Kolja (2014): Ein Kind von Apple.
US- Firmen zahlen Mitarbeiterinnen Geld, damit sie ihre Eizellen einfrieren und den Kinderwunsch aufschieben. Eine Umfrage der ZEIT zeigt: Viele junge Deutsche halten das Angebot für attraktiv,
in:
Die ZEIT Nr.44 v. 23.10.

NIEJAHR, Elisabeth (2014): Meine Eierstöcke, mein Baby und ich.
Warum ich meine gefrorenen Eizellen aufbewahren ließ - und mich dafür schäme,
in:
Die ZEIT Nr.44 v. 23.10.

 
       
   

PÖRKSEN, Bernhard (2014): Volle Ladung Hass.
Medienverdrossenheit ist in Mode. Medien gelten als Kriegstreiber, Propagandamaschine und Skandalprofiteure, Journalisten als korrupt. Eine Widerrede aus gegebenem Anlass,
in:
Die ZEIT Nr.44 v. 23.10.

Bernhard PÖRKSEN fordert vom "Publikum" Grundvertrauen und Solidarität mit den Journalisten. Medienverdrossenheit sei der falsche Weg. Das "Publikum" wird als "fünfte Gewalt" diffamiert.

Allein die Bezeichnung von Lesern und Zuschauern als "Publikum" sagt schon alles. Auf der einen Seite die Wissenden, auf der anderen Seite die Unwissenden. Ein passives Publikum, das man Wissen eintrichtern muss, weil es dumm ist.

Auf dieser Website wird keine Pauschalkritik geübt, sondern immer wieder aufgezeigt, wie Journalisten konkret Lügen in die Welt setzen, Fakten verfälschen oder einseitig über Themen berichten. Weist man die Zeitungsredaktionen auf Falschmeldungen hin, dann erhält man keine Reaktion darauf und auch die Falschmeldung wird nicht korrigiert. So lange dies der Fall ist, kann Journalismus kein Grundvertrauen erwarten und Solidarität erst recht nicht. Solche angeblichen Qualitätsmedien brauchen stattdessen kritische Leser, die Fakten nicht einfach glauben, sondern selber überprüfen. Das Internet leistet dazu einen wichtigen Beitrag, auch wenn Journalisten das Netz gerne verunglimpfen.   

 
       
   

PINES, Sarah (2014): "An der Empfängnis ist nichts Romantisches".
Beim Interviewtermin in San Francisco wollte Carl Djerassi lieber seine neuen Gedichte vorlesen, als über die Erfindung zu sprechen, die ihn berühmt gemacht hat: Der Chemiker hat 1951 die erste Antibabypille entwickelt,
in:
Jungle World Nr.43 v. 23.10.

 
       
   

Social Freezing in der Debatte

ALBRECHT, Bernhard (Pro) & Helen BÖMELBURG (Contra) (2014): Leben nach Plan.
Das Einfrieren von Eizellen verspricht Frauen größtmögliche Freiheit bei Karriere- und Familienplanung. Facebook und Apple bezahlen ihren Mitarbeiterinnen die Prozedur. Segen oder Fluch?
in:
Stern Nr.44 v. 23.10.

 
       
   

GRÜNDINGER, Wolfgang (2014): Nur wer wählt, der zählt.
Ob volltrunken, dement, schwerstkriminell oder ahnungslos: In Deutschland sind alle Volljährigen im Besitz des Wahlrechts - Kinder und Jugendliche aber nicht. Jetzt soll das Verfassungsgericht grundsätzlich entscheiden, ob der Ausschluss der jungen Generation von der politischen Willensbildung noch zu rechtfertigen ist,
in:
Berliner Republik, Heft 5

 
       
   

BRIGITTE-Dossier: Warum wir keine Kinder wollen.
Es gibt viele Frauen, die nicht Mutter werden wollen und ein Leben ohne Nachwuchs auch nicht als Mangel empfinden. Dafür müssen sie sich erstaunlich oft rechtfertigen. Warum eigentlich?

DIEHL, Sarah (2014): "Bin ich denn ein Freak?"
Wenn Frauen ihr Leben ohne Kinder prima finden, so wie es ist, und auch keine biologische Uhr ticken hören, sind ihnen Nachfragen sicher. Die Autorin fragt sich, was für ein Bild von Weiblichkeit dahintersteckt,
in: Brigitte
Nr.23 v. 22.10.

NIEMANN, Sonja (2014): "Die Einstellung für oder gegen Kinder schwankt über den Lebenslauf".
Die Demografin Dr. Michaela Kreyenfeld über Kinderlosigkeit in Deutschland,
in: Brigitte
Nr.23 v. 22.10.

 
       
   

Social Freezing in der Debatte

FUCHS, Claudia (2014): Danke, Apple! Danke, Facebook!
Ist Social Freezing nur ein weiteres Mittel, das Leben der Frau dem Kapitalismus zu unterwerfen? Nein, meint unsere Autorin Claudia Fuchs. Social Freezing ist ein grandioser Fortschritt auf dem Weg zur weiblichen Selbstbestimmung, so wichtig wie einst die Erfindung der Anti-Baby-Pille,
in:
Berliner Zeitung Online v. 22.10.

SDO (2014): Junge Deutsche zeigen sich offen für Social Freezing.
Die Deutschen spüren kaum Druck des Arbeitgebers auf die Karriereplanung, zeigt eine ZEIT-Umfrage. Ein Drittel kann sich dennoch vorstellen, Eizellen einlagern zu lassen,
in:
ZEIT Online v. 22.10.

 
       
 

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Zu den News vom 17. - 21. Oktober 2014
 

   
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