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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 22. - 28. Februar 2005

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Mit (...) spitzen Fingern sollte die Angabe »ein Drittel aller Frauen bleibt kinderlos« angefasst werden, die seit der jüngsten Allensbach-Umfrage (taz, 12. 1. 2005) wieder kursiert. Hier sind die Wiesbadener Schätzer auch schon vorsichtiger geworden. Im jüngsten Bevölkerungsbericht heißt es etwa: »Die um 1965 geborenen Frauen werden zu ca. 20 Prozent kinderlos bleiben.« Das ist ein Fünftel."
(Ulrike Winkelmann in der taz vom  21.01.2005)

 
 
     
 
SPIEGEL-Titelgeschichte: Evas Männer (Adams Frauen).
Die Biologie der Partnersuche
  • BETHGE, Philip (2005): Der liebende Affe.
    Forscher entschlüsseln die Biologie der Liebe: Partnerwahl, Seitensprung und Eifersucht erklären sie aus dem Diktat der Hormone. Für die Ehe sind Männer wie Frauen nicht geschaffen. Kehrt der Mensch zu den stammesgeschichtlichen Wurzeln zurück? Heißt das Zukunftsmodell Treue auf Zeit?
    in: Spiegel Nr.9 v. 28.02.

Die biologistische Weltsicht reduziert den Menschen auf seine Fortpflanzung, weswegen in dieser Sicht auf die Partnerwahl die Partnerschaft der Elternschaft untertan ist.  Die kulturelle Entkopplung von Partnerschaft und Elternschaft hat in diesem vormodernen Denksystem also keinen Platz. Der Spiegel predigt in guter neoliberaler Manier das egoistische Gen:

"Das einzige Ziel des ganzen Wahnsinns: die eigenen Gene in die nächste Generation zu befördern".

Der zweite Glaubenssatz heißt:

"Es liegt in der Natur des Menschen, nur so lange mit einem Partner zusammen zu bleiben, bis ein gemeinsames Kind aus dem Gröbsten raus ist".

Eine andere evolutionsbiologische Sicht auf die Partnerwahl, die - politisch unkorrekt - auch Kinderlosigkeit berücksichtigt, bietet dagegen Andreas HEJJ. Beim Spiegel herrscht Gleichberechtigung (Das Cover gibt es deshalb gleich in zwei Ausführungen): Die Anthropologin Helen FISHER darf die weibliche Sicht vertreten und der Evolutionsbiologe David BUSS vertritt die männliche Sicht. Die Ehe wird als Produkt der Demokratie  beschrieben, die im Grunde wider die Natur ist:

"»Monogamie ist eine Folge der Gleichberechtigung unter Männern«, bilanzieren Barash und Lipton. Ein bislang »wenig anerkanntes« Beispiel des »Triumphs der Demokratisierung« sei die Einehe, bei der »noch der Erfolgloseste Chancen auf eine Partnerin« habe."

Der männliche Pöbel wurde in dieser patriarchalen Sicht also durch eine Ehefrau besänftigt. Michel HOUELLEBECQ beklagt in seinen Romanen, dass der Neoliberalismus dieses System zerstört hat. Philip BETHGE behauptet nun, dass dieser männliche Waffenstillstand inzwischen obsolet ist:

"Frauen taugen nicht mehr zum willfährigen Handelsgut maskuliner Allmacht. Eigene Jobs machen sie unabhängig vom Gegängel der Männer. Der alte Geschlechtervertrag ist damit aufgekündigt, die Christenformel »bis dass der Tod euch scheidet« obsolet."

Wenn es nach Gerhard MATZIG geht, dann sind die Neocons gerade dabei diesen alten Geschlechtervertrag zu restaurieren. Das letzte Wort hat bei BETHGE nicht die Biologie, sondern die Sexualwissenschaft. Gunter SCHMIDT darf die Ergebnisse seiner Studie präsentieren. Nicht erwähnt wird im Spiegel jedoch, dass die Ergebnisse nicht für die katholische Bevölkerung (gilt als rückständig) und nicht für ländliche Gebiete repräsentativ sind, sondern nur für nicht-katholische urbane Zentren.

SCHMIDT hält das Liebespaar auf Zeit (Günter BURKART) für das neue Modell. Paare sind in dieser Sicht Erlebnisteams. Serielle Monogamie gewährleistet dabei ein Optimum an Zufriedenheit in Partnerbeziehungen.

  • SPIEGEL (2005): "Der stärkste Trieb der Welt".
    Die US-Anthropologin Helen Fisher über die Hormone der Liebe, die Ehe mit Verfallsdatum und den Zusammenhang zwischen dem Gefühl der Verliebtheit und dem aufrechten Gang,
    in: Spiegel Nr.9 v. 28.02.

     
 
     
 
     
 
  • BIRG, Herwig (2005): Mängel der Sozialversicherung.
    Grundkurs Demographie - Sechste Lektion,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 28.02.

     
 
     
 
     
 
  • STEPHAN, Cora (2005): Abschied von den Grünen,
    in: Signale. Sendung des DeutschlandRadio Berlin  v. 27.02.

     
 
     
 
     
 
  • RAUCH, Renate (2005): Die Termine müssen rollen,
    in: Berliner Zeitung  v. 26.02.

    • "Frau Maria Engel, 40 Jahre alt, ledig, keine Kinder, arbeitslos, hat den Notruf missbraucht", beginnt RAUCH ihren Bericht über die Sucht nach Aufmerksamkeit für ein verkorkstes Leben.
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
  • BIRG, Herwig (2005): Deutschlandbericht.
    Grundkurs Demographie - Vierte Lektion,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 25.02.

     
 
     
 
Stephan LEBERT sieht mit der Mitte der 80er Jahre einsetzenden Debatte um die neue Mütterlichkeit den Beginn einer Wende zum Schlechteren. Damals bekam die "Generation der nach innen gekehrten Egozentriker" Kinder. LEBERT sieht damit einen zunehmenden Verlust der selbstverständlichen Elternschaft einhergehen. Mit dem Auftritt der so genannten Neuen Väter hat das Spektakel des Klagekonzerts der Eltern einen neuen Höhepunkt erreicht:

"viel (wird) geredet von den neuen Vätern, wie einfühlsam sie seien, wie anders als ihre Väter. Es gibt eine Zahl, mit der sich diese Eigenthese überprüfen lässt, und zwar die Zahl der berufstätigen Männer, die einen Vaterschaftsurlaub antreten. Die Zahl liegt unter drei Prozent und bleibt seit Jahren konstant. (Aber etwa 80 Prozent dieser drei Prozent schreiben ein Buch über diese Zeit.)"

LEBERT sieht im Klagekonzert der Eltern einen Grund dafür, dass Kinderlose auf keinen Fall Eltern werden möchten:

"Kinder haben keine Lobby, heißt es. Eigentlich wären die Eltern die geeigneten Leute dafür. Doch sie versagen völlig. Dabei wäre jeder Lobbyist froh, könnte er, um die Sprache der Wirtschaft zu benutzen, für so ein wunderbares Produkt werben. Was könnten Eltern für lustige, anrührende, begeisternde Geschichten erzählen. Sie müssten dafür aber für einen Moment sich selbst vergessen. Kollege Bernd Ulrich hat vergangene Woche in der ZEIT geschrieben, die Kinderlosen würden vor allem wegen diffuser Lebensangst keine Kinder bekommen. Da ist sicher was dran. Aber noch größer ist eine andere Furcht: die vor den Eltern. Sie möchten nicht werden wie sie."

Feindbild Single als Identitätsstabilisator für unzufriedene Eltern 
     
 
  • BURGER, Reiner (2005): Der trügerische Babyboom.
    In Sachsen wurden 2004 so viele Kinder geboren wie lange nicht - und doch schrumpft der Freistaat,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 24.02.

     
 
     
 
  • DÜWEKE, Peter (2005): Schöner Schein.
    Auch Frauen lassen sich bei der Partnersuche vor allem vom Aussehen leiten,
    in: Tagesspiegel  v. 23.02.

     
 
     
 
  • KRÖGER, Martin (2003): Die Linke stellt ein.
    Viele alternative und soziale Projekte wollen Ein-Euro-Jobs anbieten. Diskussionen über die staatlich subventionierte Nischenökonomie werden schärfer,
    in: Jungle World Nr.8  v. 23.02.

    • KRÖGER beschreibt wie sich linke Projekte an der Schaffung des Niedriglohnsektors beteiligen, denn nur Ein-Euro-Jobs annehmen ist dumm, Ein-Euro-Jobs anbieten dagegen ist clever...
     
 
  • KNIPPHALS, Dirk (2005): Nach den Projektionen.
    Es gibt Fortschritte auf dem langen, gewundenen Weg der Emanzipation von 68: Wer Wolfgang Kraushaars neue Studie über Rudi Dutschke gelesen hat, für den sehen die bisherigen Abgrenzungsdebatten von der Studentenrevolte ganz schön alt aus,
    in: TAZ  v. 23.02.


 
     
 
 
     
 
  • SCHIRRMACHER, Frank & Dieter BARTEZKO (2005): Wir altern im wachsenden Schatten von Riesen.
    Was bedeutet die Vergreisung Deutschlands für die Städte? Man wird in Gespensterquartieren hausen und die vitalen Metropolen der Dritten Welt beneiden. Ein Gespräch mit Albert Speer,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 23.02.

     
 
  • BIRG, Herwig (2005): Die Logik der Trägheit.
    Grundkurs Demographie: Zweite Lektion,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung  v. 23.02.

     
 
     
 
  • KNEIST, Sigrid (2005): Partner müssen zahlen.
    Hartz IV: Arbeitsagentur rechnet Einkommen bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften weiter an,
    in: Tagesspiegel  v. 22.02.

Entgegen der Rechtsprechung des Sozialgerichts in Düsseldorf (siehe taz von gestern), sollen Partnereinkommen heterosexueller Paare weiterhin angerechnet werden.
  • EUBEL, Cordula (2005): Ist Hartz IV verfassungswidrig?
    Partner werden ist nicht schwer,
    in: Tagesspiegel  v. 22.02.

  • RATH, Christian (2005): Auch Homos haben wilde Ehen.
    Nur das Bundesverfassungsgericht kann im Streit um ein Gerichtsurteil aus Düsseldorf klären, ob Hartz IV verfassungswidrig Homobeziehungen bevorzugt,
    in: TAZ v. 22.02.

     
 
  • PENZEL, Matthias (2005): Dr. Gonzo, bitte übernehmen Sie!
    Journalismus als Rock’n’Roll – und ein starker Abgang: zum Tod des Beat-Autors Hunter S. Thompson,
    in: Tagesspiegel  v. 22.02.

     
 
     
 
       
   

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