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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 21. - 28. Februar 2006

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Während weibliche Kinderlosigkeit vor allem ein Phänomen höherer Bildungsschichten ist, zeigt sich die männliche Kinderlosigkeit vor allem bei den unteren Bildungsschichten. Je prekärer die Arbeitssituation, desto verbreiteter ist bei Männern die Kinderlosigkeit. (...). Dies deutet auf die Wirksamkeit des normativen Modells des männlichen Familienernährers hin. Wer diesen Status nicht ausfüllen kann, wird seltener Vater.
           Angelika Tölke vom Deutschen Jugendinstitut in München ergänzte vor dem Hintergrund des DJI-Familien-Surveys 2000 diese empirischen Befunde. Es sind nicht nur Männer mit niedrigem Schulabschluss, die eher ohne Kinder sind, sondern ebenso die männlichen Selbständigen und Teilzeitbeschäftigten, die dies betrifft. Offenbar erweist sich die fehlende sichere berufliche Etablierung für Männer als ein entscheidender Faktor, der Vaterschaft biografisch verzögert oder aber auch völlig verhindert."
(Lotte Rose im "Tagungsbericht: »Kinderlosigkeit - nur eine Frage der Demografie?«" in der Zeitschrift Feministische Studien Nr.2, November 2005, S.331)

 
 
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
     
       
   
  • HAMMELEHLE, Sebastian (2006): "Meine Leute sind die Deutschen".
    Gibt es auch in Deutschland einen Kulturkampf zwischen Christen und Muslimen? Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu sagt nein und warnt vor öffentlicher Hysterie. Ein Gespräch über seinen neuen Roman "Leyla", den Karikaturenstreit, die Thesen von Botho Strauß und eine Grundschullehrerin namens Hüve,
    in: Welt am Sonntag v. 26.02.

 
       
   
  • JESSEN, Philip (2006): Mutter Natur ist stärker als wir.
    Jeder Sohn hat zu seiner Mama ein ganz besonderes Verhältnis - ist er deshalb ein Muttersöhnchen?
    in: Welt am Sonntag v. 26.02.

 
       
   
  • JÄHNER, Harald (2006): Das globale Poesiealbum.
    Die Internetseite myspace.com macht 50 Millionen Menschen miteinander bekannt,
    in: Berliner Zeitung v. 25.02.

Harald JÄHNER hat mit der Website myspace die Zukunft gesichtet: "ein Triumph des Narzissmus. Die Größe des Raumes fällt mit einer fein getunten geistigen Enge zusammen: In Deutschland wird myspace auffällig häufig von Gothics, Punks und Antinazi-Skins frequentiert, von Leuten also, deren Freundeskreis kulturell akribisch ausgesteuert sein muss, damit sie das Gefühl haben, im Milieu geistig zu gedeihen.
          
Zur geistigen Sortierung dienen Listen: Meine Lieblingsfilme, Lieblingsmusik, Lieblingsbücher, Lieblingshelden bilden aufgelistet einen geistigen Lebensraum, der zum Kommunizieren und Abgrenzen einlädt. Dazu präsentiert man sich in myspace mit einem sogenannten Persönlichkeitsprofil (...).
          
Mit den Profilen kann man auf sich aufmerksam machen wie die Nachtigall mit ihrem Gesang und der Pudel mit seinem Gestank. Und wie im klassischen Poesiealbum sind Freunde die Währung von myspace."
 
       
   
FOCUS-Titelgeschichte: Liebe & Zoff.
Stress, Streit, keine Zeit? So überlebt Ihre Beziehung den Alltag
  • GERBERT, Frank (2006): Liebe.
    Paare suchen Hilfe gegen Alltagsärger und Streit,
    in: Focus Nr.9 v. 25.02.

 
       
     
       
     
       
   
  • HAARHOFF, Heike (2006): Die Quelle ist versiegt.
    100 Tage Schwarz-Rot: Was die Grüne Klientel denkt.
    Gartenzäune sind laut Satzung in der Ökosiedlung Waldquelle bei Bielefeld verboten. Fast 20 Jahre leben hier nun Menschen, denen Ökologie und die Grünen ein Anliegen waren. Heute wirken sie müde - "die Luft ist raus", heißt es. Und selbst Angela Merkel kommt gar nicht so schlecht an,
    in: TAZ v. 25.02.

 
       
   
  • UNFRIED, Peter (2006): Rock gegen gar nichts.
    Für die, die es nicht wissen: Erdmöbel sind eine große Band. "für die nicht wissen wie" ist ein großes Album. Eine Begegnung mit Sänger und Lyriker Markus Berges. Und ein Gespräch über die neue Bürgerlichkeit des Rock 'n' Roll,
    in: TAZ v. 25.02.

Angesichts der überfälligen Anpassung der Rhetorik an den längst gepflegten Verhaltensstil von Ex-Linken, der in den Feuilletons fälschlicherweise als Verbürgerlichung beschrieben wird, fragt UNFRIED den Songschreiber Markus BERGES von der Band Erdmöbel:

"Der wirtschaftliche gefragte und politisch propagierte Lebensstil ist Individualismus zum Zwecke der Stärkung der eigenen Ökonomie. Was, wenn die halbwegs gut verdienende Mittelschicht, zu müde oder zu intelligent, sich die Namen von monatlich neuen 20-jährigen Rebellen aus England zu merken, seine Songs dazu nutzte, um sich in der Besitzstandswahrung zu bestätigen? Oder sich zu entspannen, um morgen wieder voller Elan diese individuellen ökonomischen Ziele verfolgen zu können. Wenn das die Funktion von Erwachsenenmusik im 21. Jahrhundert wäre?"

Die Antwort ist typisch für jene smarten Neubürgerlichen, bei denen immer noch eine Kluft zwischen öffentlicher Rhetorik und persönlichem Lebensstil besteht. Wer wie BERGES "eine Frau, zwei Kinder" hat, um sich dann von Erwachsenenpop zu distanzieren, der gehört zu den Indifferenten der schönen jungen welt.

 
       
     
       
   
  • KLOPOTEK, Felix (2006): Einfach weitermachen.
    Im Schatten des Erfolgs britischer Rockmusik hat der amerikanische Indierock seine Hipness verloren. Kein Wunder. Hier wird das Gefühl verhandelt, mit der ganz großen Karriere werde es nichts mehr. Das öffnet aber Raum für ganz eigene Entwürfe,
    in: TAZ v. 24.02.

Felix KLOPOTEK, der für das Glossar der Gegenwart die Selbsttechnologie Projekt beigesteuert hat, kritisiert die Klassenfrage in der britischen Indie-Szene, für die zwei "authentische" Musiker-Typen-Klischees stehen:

"englische Rockmusik, die seit zwei Jahren so schrecklich hip ist, wird nicht zuletzt unter dem Aspekt der Klassenzugehörigkeit rezipiert. Entweder haben wir den Typ »proletarische Aufsteiger» samt den entsprechenden Kritikerklischees(...). Oder den Typ »gehobene Mittelklasse« - auch dazu fallen einem sofort die passenden Zuschreibungen ein: »Kunststudenten« - "ironische Gebrochenheit (zur eigenen halb privilegierten Herkunft, aber auch zu den Proleten)" -  »arrogante Intelligenz« - »kokette Musik mit salonbolschewistischer Attitüde«."

In den USA war das anders, erklärt uns KLOPOTEK. Dort stand Anfang der 90er Jahre nicht die Verarbeitung der sozialen Herkunft, sondern der Behauptungswille im Vordergrund:

"Anfang der Neunziger waren die Interessen anders verteilt. Der typische Indierock-Nerd war Amerika-orientiert, für ihn klangen britische Bands aus Prinzip nach den Beatles oder den Stones, also uninteressant. Was an Typen wie Gelb oder Watt oder den Chicagoer Postrockern oder den Emocore-Bands aus Washington oder New York begeisterte, war nicht die Verarbeitung ihrer sozialen Herkunft, sondern ihr Behauptungswille: Wie schaffen es eigentlich diese Typen aus dem piefigen Seattle, so einen geilen Sound zu spielen? Das passte alles ganz gut zu hiesigen studentischen Lebensentwürfen: Man hat viel Zeit, man wird schon einen Job finden, man wird sich dafür nicht totschuften".

In Zeiten, in denen sich Angehörige der jungen kreativen Elite als urbane Penner oder als "Lebenspraktikanten" beschreiben, gibt es jedoch kein einfaches Zurück mehr. Für KLOPOTEK ist deshalb die neue Bescheidenheit angesagt, für die nun der US-amerikanische Indie-Rock steht:

"Dass es mit den großen Karrieren nichts (mehr) wird, dürfte die Grundstimmung der amerikanischen Indie-Szenen sein und die Ursache für eine ungeahnte Experimentierlust und eine fast atemberaubende Beiläufigkeit ausmachen".

 
       
   
  • Georg Franck - Mentaler Kapitalismus

    • SCHANDL, Franz (2006): Glänzend oder lackiert?
      Aufdringlichkeit:
      Mit seinem Buch "Mentaler Kapitalismus" denkt Georg Franck in die richtige Richtung, nur nicht weit genug, 
      in: Freitag Nr.8 v. 24.02.

 
       
   
  • Oskar Roehler - Elementarteilchen

    • KREKELER, Elmar (2006): Verwirrte Männer.
      Weichgespült: Oskar Roehler verfilmt und verformt Michel Houellebecqs Bestseller "Elementarteilchen",
      in: Welt v. 23.02.

    • MÜLLER, Katrin Bettina (2006): Große Verschwendung.
      Ein bisschen Komödie, ein bisschen Kitsch und viele Hiebe auf die emanzipatorischen Projekte der Vergangenheit: Oskar Roehler hat aus Michel Houellebecqs Roman "Elementarteilchen" ein pathetisch verlängertes Pubertätsdrama gemacht,
      in: TAZ v. 23.02.

 
       
     
       
   
  • MEYER, Stefan (2006): Der iPod und seine Peripherie.
    Diedrich Diederichsen lebt mittlerweile in Berlin, lehrt in Stuttgart Visuelle Kommunikation und sucht demnächst in Armerika nach neuen Trends. Anlässlich seiner Textsammlung "Musikzimmer" stand der Vielgefragte dem tip Rede und Antwort,
    in: tip Nr.5 v. 23.02.

    • Diedrich DIEDERICHSEN u.a. über Trends: "tip: Gibt es geheime Mechanismen, nach denen Trends gemacht werden oder anders: warum finden den alle eigentlich gleichzeitig The Strokes, Maximo Park, Arcade Fire, Blumfeld oder Tomte cool? Wie entstehen eigentlich solche Trends und warum darf man manches nicht gut finden?
                
      Diederichsen: Da ich keine Bestechungsgelder mehr erhalte, weiß ich das auch nicht."
 
       
     
       
   
  • Paul Nolte - Riskante Moderne

    • ARNING, Matthias (2006): Ohne Risiko.
      Paul Nolte, Vordenker der Neokonservativen, enttäuscht mit seinen Reflexionen über die "riskante Moderne",
      in: Frankfurter Rundschau v. 22.02.

 
       
     
       
   
  • LEBER, Sebastian (2006): Verwende deine Jugend.
    Die Fehlfarben sind eine Pop-Institution. Das Jubiläums-Album „26 ½“ zeigt, wohin das führt,
    in: Tagesspiegel v. 22.02.

LEBER porträtiert Peter HEIN, der mit der Band Fehlfarben das wichtigste deutsche Punkalbum Monarchie und Alltag aufnahm. Nun erscheint das Jubiläumsalbum "26 1/2":

"18 Lieder sind auf dem neuen Album. Eingespielt von den Fehlfarben, jeweils mit einer fremden Stimme. Herbert Grönemeyer macht mit, Schauspieler Peter Lohmeyer, Sven Regener von Element of Crime und Tocotronics Dirk von Lowtzow auch. Ja, sogar Helge Schneider. "     

 
       
   
Die Band Einstürzende Neubauten veröffentlicht zurzeit nur noch Alben für Unterstützer. Ist das die Speerspitze der Gegen-Ökonomie als Alternative zum urbanen Penner, wie Mercedes BUNZ die junge kreative Elite Berlins nennt?
 
       
     
       
     
       
   
  • PENZEL, Matthias (2006): Kontrapunkt, aber kein Hit.
    Ein Büchlein über das Glück,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.02.

Matthias PENZEL stellt das Buch Das zerbrechliche Glück von Eberhard STRAUB vor:

"Straub erinnert an Standpunkte des Anarchisten Bakunin, an Aldous Huxley und überrascht eher en passant mit der Beobachtung, dass außer den Massenmedien auch der gern alles ordnende Staat in die Privatsphäre eingreift und Eheschließungen wie Nuklearfamilien - anstelle eigenständiger Lebensformen und Individuen - fördert.
          
Straub macht sich stark für Liebe und Lust, wobei er Ehe und Treue eher nebenbei mitschleppt."

 
       
     
       
     
       
   

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