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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 26. - 31. Januar 2005

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

"Die liebenswerte Solistin, wie wir sie in »Ally McBeal«, »Sex and the City« oder den »Bridget Jones«-Filmen vorgeführt bekommen, ist ein vergleichsweise neues Klischee. Jahrhundertelang kam ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben für »anständige« Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter nicht infrage. Die Hochzeit war eine Pflichtveranstaltung, und solange der passende Partner nicht gefunden war, lebte man zu Hause unter der Aufsicht der Familie, Frauen, die sich einer Heirat verweigerten und allein lebten, mussten häufig eine Existenz am Rande der Gesellschaft führen - als alte Jungfern, Huren oder Hexen diffamiert. Neben dem nicht gerade hoch angesehenen Dasein als Witwe war die Existenz als Nonne die einzige Möglichkeit, sich auf gesellschaftliche anerkannte Weise einer Paarbeziehung zu entziehen.
      
  Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts verließen immer mehr Frauen ihre Familien, um in den großen Städten als Wäscherinnen, Scheiderinnen, Verkäuferinnen oder Fabrikarbeiterinnen ihr Geld zu verdienen. Allerdings galten diese Ahninnen der modernen Single-Kultur nicht als urbane Trendsetterinen, sondern als bemitleidenswerte Kreaturen, die mangels eines solventen Ehemannes schutzlos und isoliert in der Großstadt schuften mussten.
         An Glanz gewann das Image der Singles  erst im Zuge der gesellschaftlichen Revolution von 1968.
(...).
Bis in die neunziger Jahre hinein wurde der Single als Symbol eines befreiten, erfüllten, genussvollen Lebensstils gefeiert. (...). Doch in den letzten Jahren hat das Klischee vom schwerelosen Single-Leben Risse bekommen. Angesichts hoher Trennungs- und Scheidungsquoten sowie niedriger Geburtenraten wird die fortschreitende »Individualisierung der Gesellschaft« zunehmend kritisch wahrgenommen. »Zurück zur Familie« - diese Losung hört man jetzt wieder häufiger, und zwar nicht nur vom rechten Rand des politischen Spektrums."
«

(aus: Katja Hertin "Lexikon des weiblichen Klischees", 2005, S.32f.)

 
 
     
 
OUTLOOK INDIA-Titelgeschichte: The Single Life
Das Single-Dasein in Indien    
     
 
"Im Zuge der neu entdeckten Bevölkerungspolitik geraten die realen Eltern und deren Kinder in den Hintergrund. Statt dessen wird die Kinderlosigkeit thematisiert",

klagt Frank LÜBBERDING über den Perspektivenwechsel, nur ums selber über die Motive der Kinderlosen zu spekulieren:

"Die Kinderlosigkeit ist keineswegs das Ergebnis von Egoismus, sondern die Folge des herrschenden ökonomischen Diskurses. Es fehlt, (...) an Selbstbewusstsein und Zukunftsvertrauen, sich dem zu widersetzen".

Der Wille zum Kind fehlt uns also, aber LÜBBERDING glaubt selber nicht daran, dass sich durch mehr Selbstbewusstsein die Unsicherheiten der modernen Lebensverhältnisse kompensieren lassen, weswegen er zwar einerseits die ökonomische Debatte beklagt, andererseits jedoch dem ökonomistischen Menschenbild des Homo oeconomicus Tribut zollen möchte.

     
 
  • LOTTMANN, Joachim (2005): "In former times, they have been lions".
    Unser Gesellschaftsreporter Joachim Lottmann berichtet von der Jubiläumsveranstaltung "25 Jahre Grüne" in der Berliner Kulturbrauerei. Joschka Fischer fehlte, dafür waren andere Promis und jede Menge Graue Panther da: Die Grünen sind längst Teil des Methusalem-Komplotts,
    in: TAZ v. 31.01.

Während die Grünen noch immer so tun, als ob sie nicht zum Establishment gehörten und ihre Klientel-Politik als Sache der sozialen Gerechtigkeit darstellen, kennt LOTTMANN keinerlei Zurückhaltung, sondern sagt was Sache ist:

"Ich gebe zu, auf keiner der vielen Foren, Rückblicke, Debatten, Empfänge und Partys gab es etwas Unerwartetes und Spontanes oder gar Lebendiges. Nicht einmal als eine Rednerin (Manuela Rottmann) etwas ungeschickt fragte: »Sollen wir etwa Politik für die neuen Familien am Kollwitzplatz machen, die Bioprodukte kaufen und ihre Kinder in die Waldorfschule schicken?!«, gab es kein lautes, kräftiges, vielstimmiges »Jaaa!«. Und doch ist es so: Für genau diese Leute sitzen die Grünen in der Regierung. Und das ist gut so."

     
 
  • PETER, Joachim (2005): Deutschland braucht Liebe.
    Zuwenig Ehen, zu viele Scheidungen, keine Treue - staatliche Familienpolitik wird das Problem der Kinderlosigkeit nicht lösen, sagt der Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg,
    in: Welt v. 31.01.

  • GRAW, Ansgar (2005): Mit Kindern an die Macht.
    Die CDU will mit einer "Familienkasse" gegen das "Elterngeld" von Ministerin Renate Schmidt angehen. Und damit Wähler gewinnen,
    in: Welt v. 31.01.

  • GRAW, Angar (2005): Kein Gedöns,
    in: Welt v. 31.01.

     
 
     
 
     
 
  • INDRA, Miriam (2005): Jugend, komm bald wieder.
    Die Sehnsucht nach dem ewigen Kinderzimmer hat Mode, Design und Werbung erfaßt. Niemand will mehr erwachsen werden,
    in: Welt am Sonntag v. 30.01.

Claudius SEIDL darf sich freuen. Sein Buch schöne junge welt ist noch nicht einmal auf dem Markt und wird bereits in der Frankfurter Rundschau und heute in der WamS im Rahmen von Beträgen zur angeblich nicht mehr erwachsen werden wollenden Jugend zitiert. Offenbar trifft SEIDL (wie schon Joachim LOTTMANNs "Jugend von heute") den Feuilleton-Zeitgeist.

Diese Peter-Pan-Hysterie ist Ausdruck der Tatsache, dass die Jugend demografisch ins Hintertreffen geraten ist. Keine Jugendbewegung, nirgends! Die 30-50jährigen stellen dagegen die stärkste Bevölkerungsgruppe. Sie sind damit nach traditioneller Sicht im Familienlebensalter. Voilà, da sind wir also wieder beim üblichen Thema der zu niedrigen Geburtenrate. Das ist der Kern dieser Feuilleton-Panikmache. Es zeigt sich jedoch inzwischen, dass das Ausmaß der lebenslangen Kinderlosigkeit - wie von single-generation.de bereits seit längerem behauptet - lange Zeit völlig überschätzt wurde. Stimmen die Angaben der taz, dann hat sich die lebenslange Kinderlosigkeit der 1965Geborenen in den Schätzungen der Demografen von fast 33 % auf 20 % reduziert. Es wird also die Sache der Historiker und Soziologen, und nicht irgendwelcher Feuilletonisten sein, dieses Phänomen richtig einzuordnen.     

     
 
     
 
     
 
     
 
Gisela NOTZ vertritt die Interessen der Doppel-Karriere-Familien: "Vielleicht sollte sich das politische Interesse weniger auf die Bevölkerungsstatistik richten, sondern endlich danach fragen, ob das »klassische Familienmodell« noch zeitgemäß ist. Es ist passend für einen »Haupternährer« und eine »Zuverdienerin«, aber für zwei ebenbürtige Personen versagt es absolut. Ein »neues Rollenverständnis« hat so keine Chance."
     
 
  • Vorstellung der Single-Studie 2005 von Parship

    • SIMON, Violetta (2005): Der Single ist besser als sein Ruf.
      Jeder fünfte Deutsche hat keinen Partner muss mit einer Reihe von Klischees kämpfen, die sich hartnäckig halten - alles Vorurteile!
      in: Süddeutsche Zeitung Online v. 28.01.

Die Süddeutsche schafft erst jene Parallelwelten von Eltern und Kinderlosen, die sie dann im Feuilleton wiederum lautstark beklagen kann! Also: SZ-Zeitung ist einig Familienland, SZ-Internet ist einig Singleland. Wichtigste Botschaft hinsichtlich der Kontroverse Familien contra Singles:

"Laut der Studie hält ein Großteil die finanzielle Mehrbelastung gegenüber Familien für gerechtfertigt, nur ein Drittel ist dagegen".

Dieser Satz mag verblüffen, aber höchstens jene, die Singles mit Alleinlebenden verwechseln und selbst dann nur, wenn man nicht weiß, dass sich das Führen eines Einpersonenhaushaltes und das Kinderhaben keineswegs ausschließen. Wer single-generation.de regelmäßig liest, der weiß dies sowieso.

Einzig Familienfundamentalisten wie Hans-Werner SINN und Verfechter eines Familienwahlrechtes, die durch Umdefinition von Eltern in Kinderlose die wirklichen Machtverhältnisse verschleiern, sind hier anderer Meinung.

  • SIMON, Violetta (2005): "Bin ich auch glücklich genug? - diese Frage ist vermessen."
    Sabine Wery von Limont gibt Parship-Mitgliedern als Singles-Coach Hilfestellungen bei der Partnersuche. sueddeutsche.de hat mit der Diplom-Psychologin gesprochen,
    in: Süddeutsche Zeitung Online v. 28.01.

  • GERHARTZ, Katja (2005): Der Single - das positive Wesen.
    Eine repräsentative Studie korrigiert das gängige Image der Alleinlebenden,
    in: Welt v. 28.01.

    • Nur Journalisten können darüber erstaunt sein. Im Glossar hat single-generation.de von Anfang an das Missverständnis um die Partnerlosen beschrieben. 
     
 
  • DÖSSEL, Christine (2005): Teile und herrsche.
    Die Frauenquote in der Politik. Neueste Zuckungen aus dem Krisengebiet: Feminismus war gestern, Patriarchat vorgestern. Heute begegnen sich Männer und Frauen auf Augenhöhe. Vor allem in der Politik. Angeblich,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 28.01.

     
 
  • HOFMANN, Gunter & Jan ROSS (2005): Deutsche Illusionen.
    Die Macht des Nationalstaates und die Grenze der europäischen Idee: Ein Gespräch mit Lord Ralf Dahrendorf, der zu seinen intellektuellen Anfängen zurückkehrt und eine Forschungsprofessur am Wissenschaftszentrum Berlin übernimmt,
    in: Die ZEIT Nr.5 v. 27.01.

     
 
  • Das Single-Dasein in Frankreich

    • HUWE, Klaus (2005): Der Tod schaut um die Ecke.
      Frankreich. Unsere Nachbarn fürchten den Bevölkerungsschwund in Deutschland,
      in: Rheinischer Merkur Nr.4 v. 27.01.

      • Klaus HUWE stellt - wie bereits die Welt - das Buch Allemagne – chronique d’une mort annoncée von Yves-Marie LAULAN vor.
     
 
     
 
     
 
     
 
  • PETROPULOS, Kostas (2005): Alles gleichzeitig geht nicht,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.01.

    • Das Heidelberger Büro für Familienfragen und Soziale Sicherheit ist ein neokonservativer Think Tank, der sich für die Katholisierung der Republik einsetzt. Kein Wunder also, dass PETROPULOS dem Heimchen am Herd und den drei K's zur Renaissance verhelfen möchte.
       
   

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Zu den News vom  21. - 25. Januar 2005

 
 
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
 
   

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