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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 25. - 31. Januar 2011

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Ein neuer Vertrag der Generationen?

"Zwei soziale Gruppen haben das soziale Spektrum postindustrieller Gesellschaften in letzter Zeit bereichert: junge Müßiggänger, die das von ihren Eltern und Großeltern akkumulierte Vermögen verzehren, ohne noch irgendeiner »ordentlichen« Beschäftigung nachzugehen, und Langzeitarbeitslose und Sozialhilfeempfänger (...). Beide sind »vor der Zeit« Rentiers - die einen schneiden Coupons, die anderen warten auf die Wohlfahrtsschecks. Beide Fälle demonstrieren drastisch das Ende der industriegesellschaftlichen Normalbiographie (...). Immer noch suggerieren die gebräuchlichsten statistischen Nomenklaturen, dass Personen zwischen 15 und 65 im »erwerbsfähigen« Alter seien (...). Die geschilderten Fälle in den obersten und unteren Etagen werden in der heutigen Sozialpyramide der postindustriellen Gesellschaften von Post-Adoleszenten und Früh-Pensionären ergänzt, die die Fiktion eines normalen, um die Erwerbstätigkeit herum gruppierten »Arbeitslebens« Lügen strafen. (2010, S.352)

"Die älteren Generationen - in Deutschland die »Flakhelfer« und die 68er - sollten ihre Versorgungsansprüche im Blick auf die Zukunft ihrer Enkel und Kinder weniger egoistisch im Auge behalten, die Jüngeren sollten, im Blick auf ihr eigenes Alter, der Versuchung widerstehen, die Alten als lästige Kostgänger abzuschieben." (2010, S.354)
(Claus LEGGEWIE in "Ihr kommt nicht mit bei unseren Änderungen!" 2011, S.344-365)

 
 
       
   
KULTURAUSTAUSCH-Thema: Weniger ist mehr.
Über das Wachstum und seine Grenzen

ENGELMAN, Robert  (2011): Überlassen wir es den Frauen.
Die Weltbevölkerung wächst rasant. Wie viele dürfen wir sein?
in: Kulturaustausch,
Heft 1

Robert ENGELMAN, Vizeprogrammdirektor des Worldwatch Institute, sieht das Problem der "alternden Gesellschaften" gelassen und kritisiert das derzeitige bevölkerungspolitische Denken aus ökologischer Perspektive:

"Was ist (...) eine verantwortungsvolle Handlungsoption? Zunächst sollte man den sinnlosen Debatten über eine optimale Bevölkerungsgröße und darüber, ob Konsum oder Überbevölkerung das »echte« Problem hinter Klimawandel und Ressourcenschwund sind, weniger Aufmerksamkeit schenken und sich stattdessen lieber den vielfältigen und katalytischen Nutzen einer Weltbevölkerung vergegenwärtigen, die nur langsam wächst, dann früher den Gipfel der Kurve erreicht und allmählich wieder schrumpft. Nicht nur werden Emissionen und der globale Konsum ähnliche Verläufe nehmen, auch werden Völker, die besonders von Klimafolgen betroffen sind, eher in der Lage sein, sich den klimatischen und ökologischen Veränderungen anzupassen, die wir jetzt schon nicht mehr verhindern können."

 
       
   

SCHMUNDT, Hilmar  (2011): Im Netz der Nähe.
Gehörlose entdecken das Telefonieren, Großeltern sehen ihre weit entfernten Enkel aufwachsen, Psychologen therapieren über den Computer - Videogespräche verändern den Alltag,
in:
Spiegel Nr.5 v. 31.01.

 
       
   

DIEZ, Georg  (2011): Der Homer der Hipster.
Mehr als 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung ist die unredigierte Originalfassung von Jack Kerouacs legendärem Roman "On the Road" erschienen, die er auf einer knapp 40 Meter langen Papierrolle schrieb. Es ist dieselbe Geschichte, aber ein neues Buch,
in:
Spiegel Nr.5 v. 31.01.

 
       
   

KNOLLE, Julia  (2011): Na, wie sehe ich heute aus?
Beim ersten Date gelten andere Regeln: Julia Knolle hat ein paar unverzichtbare Kleidungsempfehlungen für die wichtigste aller Verabredungen zusammengestellt,
in:
Welt am Sonntag v. 30.01.

 
       
   

BRAUN, Maria  (2011): Die Liebe des Lebens.
Geschwister hassen, lieben und prägen sich. Mit ihnen verbindet uns die längste Beziehung unseres Lebens. Sie beeinflusst sogar das Glück in unserer Partnerschaft,
in:
Welt am Sonntag v. 30.01.

 
       
   

DOWIDEIT, Anette  (2011): Land der Schlüsselkinder.
Ein Ausbau der Nachmittagsbetreuung nach der Schule könnte eine halbe Million mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt bringen,
in:
Welt am Sonntag v. 30.01.

 
       
   

SCHAAF, Julia  (2011): Mein heimlicher Neid.
Eine chinesische "Tigermutter" schreibt einen Bestseller, und ich frage mich beklommen: Machen wir es unseren Kindern zu leicht?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.01.

 
       
   

JELLEN, Reinhard  (2011): Lifestylepark für die Bionaden-Bourgeoisie.
Interview mit Christoph Twickel über Gentrifizierung,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.01.

 
       
   

KAUFFMANN, Lissy  (2011): Suche den perfekten Mann.
Partnerwahl per Gentest: Aussehen? Charakter? Quatsch. Auf die Gene kommt es an. Behauptet zumindest eine Agentur und bietet Partnersuche per DNA-Test an. Unsere Autorin  hat es ausprobiert,
in:
Frankfurter Rundschau v. 29.01.

 
       
   

Herfried Münkler - Mitte und Maß

POSENER, Alan  (2011): Herfried Münkler.
Tischgespräch: Dialektik der Mitte - Der Ideengeschichtler wählt Petersiliensuppe und rosa Kalbstafelspitz,
in:
Welt v. 29.01.

 
       
   

POSENER, Alan (2011): "Zu viele Eltern sind konfliktscheu".
Bernhard Bueb gilt als Tabubrecher. Mit seinem Bestseller "Disziplin" löste der frühere Schulleiter des Elite-Internats Salem einen Eklat aus. Nun empfiehlt er Amy Chuas Buch "Mutter des Erfolgs",
in: Welt Online v. 27.01.

 
       
   

EVERT, Hans (2011): Deutschland hat eine neue Single-Hauptstadt.
Überraschende Erkenntnisse einer neuen GfK-Studie: Deutschland hat eine stabile Mittelschicht, viele Seniorenhaushalte – und eine neue Hauptstadt der Singles,
in: Welt Online v. 27.01.

Die Meldung, dass Regensburg die neue Single-Hauptstadt Deutschlands ist, ist über ein Jahr alt!

Bereits am 12. Januar letzten Jahres meldete die Mittelbayerische Zeitung: Regensburg ist deutsche Single-Hauptstadt. Die Soziologin Sonja DEML hat anhand einer empirischen Studie über Regensburger Singles die gängigen Mythen über unsere angebliche Single-Gesellschaft widerlegt. 1990 hat der großmäulige Soziologe Ulrich BECK noch prophezeit:

"Ich bin sicher, daß auch dann, wenn 70 % der Haushalte in Großstädten Einpersonenhaushalte sind (und das ist nicht mehr lange hin), unsere tapfere Familiensoziologie mit Millionen Daten beweisen wird, daß diese 70 % nur deshalb allein leben, weil sie vorher und nachher in Kleinfamilien leben."

20 Jahre nach dieser Rede auf dem Deutschen Soziologentag liegen die deutschen Großstädte mit unter 55 % Anteilen an Einpersonenhaushalten abgeschlagen hinter einer deutschen Mittelstadt. Und obwohl unermüdlich die Falschmeldung, dass heute jeder zweite Großstädter in einem Single-Haushalt lebt, verbreitet wird, ist wenig übrig geblieben von dem, was Anfang der 1990er Jahre über Singles geschrieben wurde.

Wie lügen uns Journalisten wie EVERT an? Indem sie lückenhaftes Datenmaterial präsentieren:

"Senioren dominieren bereits. In 34,5 Prozent der Haushalte leben Menschen, die 60 Jahre oder älter sind. Danach kommt die Altersklasse der 40- bis 49-Jährigen (21,4 Prozent) gefolgt von den potenziellen Frühruheständlern im Alter zwischen 50 und 59 (17,1 Prozent). Junge Haushalte, bewohnt von Menschen unter 30, kommen auf einen Anteil von 11,6 Prozent."

Senioren dominieren bereits, behauptet EVERT. Auf solche Zahlen kann er nur kommen, weil er die 15,3 % der 30-40Jährigen unterschlägt. Würde man sie zu den 40-49Jährigen dazu zählen, dann wären die größte Gruppe mit 36,8 % die 30-49Jährigen. Zudem werden die 50-59Jährigen als Frühruheständler abgestempelt, obwohl das durchschnittliche Renteneintrittsalter gestiegen ist. Das Statistische Bundesamt schreibt:

"2008 (lag) das Durchschnittalter für diejenigen, die in den Altersruhestand gingen, bei 63,5 Jahren. Wer hingegen aus gesundheitlichen Gründen seine Erwerbstätigkeit aufgeben musste, tat dies im Schnitt bereits mit 55,1 Jahren." (DESTATIS 21.09.2010; als PDF-Datei hier downloadbar)

Zählt man also die 50-55Jährigen noch zu den Erwerbstätigen, dann vergrößert sich die Gruppe der Nicht-Senioren nochmals. Von der Dominanz der Senioren bleibt dann nichts mehr übrig.

 
       
   

Amy Chua - Die Mutter des Erfolgs

THADDEN, Elisabeth von (2011): Wer hat Angst vor dieser Frau?
Mit ihrem Buch über eine Erziehung der Härte regt eine chinesische Mutter alle auf. Der ehrgeizigen Professorin geht es nur um den Erfolg ihrer Kinder,
in: ZEIT Nr.5 v. 27.01.

KINDERMANN, Kim (2011): Stofftiere ins Feuer und Pinkelverbot,
in: DeutschlandRadio v. 27.01.

 
       
   

DORBRITZ, Jürgen (2011): Kinderzahlen bei Frauen mit und ohne Migrationshintergrund im Kontext von Lebensformen und Bildung,
in: Bevölkerungsforschung aktuell v. 26.01.

 
       
   

KURIANOWICS, Tomasz (2011): Ehe ist subversiv.
Singles in den Großstädten, Dating-Börsen im Internet, die Bindungsfähigkeit geht verloren. In unserer postmodernen Welt des Exzesses sind die Verheirateten die eigentlich subversiven Menschen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.01.

KURIANOWICS langweilt mit einem alten Hut:

"Wenn Susanne GASCHKE auf die Frage »Was ist heute radikal?« mit »Die Familie« antwortet (ZEIT Nr.38/1998) und Benjamin von STUCKRAD-BARRE in »Tristesse Royale« (1999) Heiraten als Rebellion gegen die Rebellion auffasst, dann deutet dies auf generationsspezifische Legitimationsmuster von Lebensformen hin".

Dieser Satz ziert seit 2003 die Homepage von single-generation.de. Wenn jetzt KURIANOWICS die Modeintellektuellen Slavoj ZIZEK und Zygmunt BAUMAN zitiert, dann ist das keine Sensation, sondern der x-te Versuch den Neo-Spießer als Avantgarde zu verkaufen.
            In einem gerade erschienenen Buch über die Sozialfiguren der Gegenwart schreibt Laura KAJETZKE über den postmodernen Spießer, den es in zwei Ausführungen gibt: zum einen den neuen Bürgerlichen (Na und-Variante) und in der postironischen Variante à la Bauspar-Spot. Vor dem Hintergrund der Individualisierungsprosa und der Bastel-Existenzen heißt es nun:

"Es ist sozial akzeptabel geworden, »ein bisschen Spießer« in sich zuzugeben."

Im gleichen Band schreibt Stefan HRADIL über den Single, der die Hintergrundfolie medialer Identitätsanrufungen von Lifestyle-Designern, zu denen vor allem Journalisten gehören, bildet.
            Wenn unsere Journalisten schreiben würden, dass 2009 nur 10 von 1000 bestehenden Ehen geschieden wurden, wie das Statistische Bundesamt vor kurzem auch gemeldet hat, dann würde offenbar werden, dass Beziehungen auch heutzutage noch viel stabiler sind als es die Mythen des individualisierten Milieus gerne hätten. Jede zweite Ehe wird angeblich in Großstädten geschieden, obgleich dies lediglich eine Schätzung ist, die man durchaus bestreiten könnte. Dahinter steckt aber eine ganze Dienstleistungsindustrie, die von dieser Angst hervorragend lebt. Der Single wird von HRADIL deshalb vor allem als Phantasma der Nicht-Singles beschrieben. Ohne den Single als Motor unserer Angstindustrie wäre das Neo-Spießerdasein nur halb so schön und aufregend.

 
       
   

APFL, Stefan (2011): "Der Kanake ist tot, es lebe der Muselman".
Der deutsch-türkische Autor Feridun Zaimoglu über das Feindbild Islam, "Fiffis" wie Strache und seine eigene wilde Vergangenheit,
in: Falter Nr.4 v. 26.01.

 
       
   

OTT, Clara & Michael CÖLLEN (2011): Gibt es die wahre Liebe im Netz?
Ein Drittel aller Beziehungen beginnt im Internet. Doch bestehen sie auch in der Realität? Diskussion in unserer Videokolumne,
in: ZEIT Online v. 25.01.

 
       
   
LEHMKUHL, Dieter (2011): Eigentum verpflichtet!
Starke Schultern müssen in Deutschland endlich mehr tragen. Die Gerechtigkeitsdebatte mit dem Begriff "Sozialneid" abzutun, ist inzwischen nicht mehr möglich,
in: Tagessspiegel v. 25.01.

Dieter LEHMKUHL, Mitinitiator einer Initiative von Vermögenden, die eine Vermögensabgabe fordern, meint:

"Wohlhabende und Banken, die während der Boomphase von der Finanzmarktspekulation profitiert haben, blieben bisher verschont und profitieren von der öffentlichen Verschuldung. Die Zeche begleichen überwiegend die Kleinen und die Mittelschicht"

 
       
   

Amy Chua - Die Mutter des Erfolgs

STEIN, Hannes (2011): Der Rohrstock hat uns doch damals auch nicht geschadet.
Wir haben Frau Sarrazin, Amerika hat Amy Chua: Über das Ende der Kuschelpädagogik,
in: Welt v. 25.01.

 
       
 

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Zu den News vom 16. - 24. Januar 2011

   
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