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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-generation.de
 
       
       
   

News vom 22. - 24. März

 
       
     
       
   

Zitat des Monats:

Die Dramatisierung des Geburtenrückgangs durch die Vorwärts-zurück-zur-Sonderrolle-der-Frau-Fraktion

"Es war um 1900, als in Deutschland der erste Geburtenrückgang einsetzte. Nachdem dann in den 1950er und frühen 1960er Jahren kurzfristig ein Babyboom verzeichnet wurde, begann im Jahr 1965 das, was die Bevölkerungswissenschaftler als zweiten Geburtenrückgang bezeichnen: Die Geburtenzahlen ging zurück, sanken weiter und sind seit einigen Jahren annähernd konstant geblieben - freilich auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2005, so meldete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, hat diese langfristige Entwicklung nun aber einen symbolträchtigen neuen Tiefpunkt erreicht, nämlich weniger als 676 000 Geburten, und das bedeutet: »Im Vergleich zum Jahr 1964, als in der Bundesrepublik und in der DDR mit insgesamt 1,357 Millionen Kindern ein Geburtenrekord erreicht wurde, hat sich die Zahl der Babys sogar halbiert«.
            
Solche Zahlen klingen beeindruckend, doch bei näherer Betrachtung sind sie mit einem Schönheitsfehler behaftet. Zu dem Zeitpunkt, als die Meldung den Weg durch die Medien nahm, lagen noch keine gesicherten Daten vor, erst vorläufige Schätzungen. Und es gab andere Schätzungen, etwa zeitgleich vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung vorgelegt, wonach die Geburtenzahlen etwas höher ausfielen. Tatsächlich, so hat sich inzwischen gezeigt, lag die letztere Schätzung richtig, es wurden 686 Kinder geboren.
            
(...). Deutschland weltweit am untersten Ende, wie das Berlin-Institut behauptete? Das ist ein Mythos, entstanden durch die bereits genannte Publikation des Berlin-Instituts, die von einem sehr groben Meßwert ausging, nämlich Geburten je 1.000 Einwohner. Nimmt man dagegen den in der Demographie üblichen, nämlich zuverlässigeren Meßwert - die durchschnittliche Kinderzahl je Frau -, verschiebt sich das Bild. Dann kann, so das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, »keine Rede davon sein, daß ... Deutschland Spitzenreiter im negativen Sinn bei den Geburtenzahlen sei«. Dann gibt es eine Reihe von Ländern - insbesondere in Südeuropa und Osteuropa -, wo die Geburtenzahlen noch niedriger liegen.
            
(...).
So gesehen ist die
aktuelle Dramatisierung des Geburtenrückgangs wesentlich ein Medienereignis, offensichtlich entstanden aus der Konkurrenz um Aufmerksamkeit, Schlagzeilen, Verkaufszahlen; nicht zuletzt auch eine gezielte Werbekampagne, um eine neue Publikation prominent zu plazieren und zum Bestseller zu machen. Und wer sich in der Geschichte ein wenig auskennt, der weiß: Ähnliche Debatten hat es auch schon früher gegeben. Schirrmacher, SPIEGEL und Co haben das Thema Geburtenrückgang zwar wiederaufgegriffen und medienwirksam gestaltet - aber es hat lange davor schon manche Konjunkturen erlebt. Die aktuelle Erregungskurve hat ihre historischen Vorläufer, pointiert zusammengefaßt: »Wir sterben immer wieder aus«.

( aus: Elisabeth Beck-Gernsheim "Die Kinderfrage heute", 2006, S.9-12)

 
       
       
   
  • SYLVESTER, Regine (2007): Die Stille vor dem Kuss.
    Warum es so schwer ist, den Richtigen zu finden,
    in: Magazin der Berliner Zeitung v. 24.03.

Regine SYLVESTER arbeitet sich - wie bereits Susie REINHARDT in der aktuellen Psychologie Heute-Titelgeschichte - am Single-Mythos, indem sie  falsche Zahlen über die Anzahl von Alleinlebenden (Partnerlosen) verbreitet:

"Die Zahl der Alleinlebenden steigt. Sie hat sich in den letzten dreißig Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt (...). In einigen deutschen Großstädten bilden Alleinlebende inzwischen die Hälfte der Bevölkerung",

behauptet SYLVESTER. Single-generation.de hat die Entwicklung der Alleinlebenden im Thema des Monats Februar differenzierter behandelt und kommt dabei zu einem anderen Ergebnis:

"Im Jahr 1972 lebten 13,4 % der erwachsenen Frauen im Einpersonenhaushalt, aber nur 5,9 % der Männer. Während sich der Anteil der Männer bis zum Jahr 2003 auf 15,4 % fast verdreifachte, erhöhte sich der Anteil der Frauen gerade einmal auf 19,2 %."

Während in den Medien vor allem die allein lebende Frau das Thema ist, ist einzig der Anteil der Männer an den Alleinlebenden stark gestiegen.

Es kann auch keine Rede davon sein, dass in den Großstädten (z.B. Berlin, München oder Hamburg) bereits die Hälfte der Bevölkerung allein lebt, sondern es sind nur ca. ein Drittel. Dieser Strukturwandel hat sich jedoch in Westdeutschland bereits vor 1990 vollzogen.

"Auf einen männlichen Single zwischen 60 und 69 Jahren kommen in Deutschland drei weibliche. Frauen werden älter, und Männer gehen nach einer gescheiterten Beziehung viel schneller eine neue ein, meistens mit einer jüngeren Frau, besonders dann, wenn der Mann einen ansprechenden sozialen Status hat",

behauptet SYLVESTER. SYLVESTER tischt uns hier einen Mythos aus der Nachkriegszeit mit seiner hohen Zahl von Kriegerwitwen auf. Heutzutage wird dagegen das Alleinleben im Alter männlicher, wie single-generation.de aufgezeigt hat:

"Im Vergleich zu den 70er Jahren ist das Alleinleben insgesamt männlicher geworden. Dies liegt einerseits an den Rückgängen bei den über 55jährigen Frauen, aber auch an den Zuwächsen der Männer in allen Altersgruppen, wobei die Zuwächse bei den Männern unter 55Jahren am größten sind."

Das Übergewicht der älteren Frauen ist bei den Alleinlebenden in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen und es wird weiter zurückgehen, weil sich das Muster der Partnerwahl hin zur Beziehung Gleichaltriger geändert hat und die Lebenserwartungen von Mann und Frau sich ebenfalls angleichen. Das Doris-Prinzip (älterer Mann findet junge Frau) ist doch eher ein Medienereignis, das in der Realität nur selten anzutreffen ist. Wer im Internet auf der Suche nach dem Partner fürs Leben ist, der sollte sich nicht wundern, wenn er nur eine Journalistin findet, die gerade über das Thema recherchiert:

"Heerscharen von Journalisten und Autoren haben über das Thema Partnersuche im Internet geschrieben und sich vorher zum Selbstversuch eingeloggt. Ich auch",

schreibt SYLVESTER.

 
       
     
       
   
  • LANG, Susanne (2007): Ich-Kampfschriften pro familia.
    Iris Radisch, Eva Herman, Udo Di Fabio, Frank Schirrmacher - alle schreiben dicke Bücher über die Familie, als sei sie ein von der Moderne wegrationalisiertes Paradies. Das Panorama einer privilegierten Generation im Stadium der Torschlusspanik,
    in: TAZ v. 24.03.

 
       
   
  • WALTER, Franz (2007): Ergraut und erfolgreich.
    Die Zukunft der Linkspartei liegt darin, dass sie nicht so jugendlich ungestüm ist wie frühere linke Bewegungen. Ihre sozialkonservative Haltung beschert ihr neue Chancen,
    in: TAZ v. 24.03.

 
       
     
       
   
  • Debatte um das Unterhaltsrecht

    • BIRNBAUM, Robet (2007): Vorfahrt für Kinder.
      Kompromiss beim Unterhaltsrecht,
      in: Tagesspiegel v. 24.03.

    • DRIBBUSCH, Barbara & Ulrike HERRMANN (2007): Neue Rangfolge der Schwachen.
      Reaktionen auf das neue Unterhaltsrecht sind zwiespältig. "Väteraufbruch" lobt Verbesserung für Männer. Anwältin beklagt, dass "serielle Monogamie des Mannes begünstigt" werde. Verband der Alleinerziehenden rügt: Mindestunterhalt sinkt,
      in: TAZ v. 24.03.

    • PRANTL, Heribert (2007): Das Kind lebt nicht vom Rang allein.
      Warum das neue Unterhaltsrecht lügt,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 24.03.

 
       
   
  • SIEMS, Dorothea (2007): Angriff auf die Ehe.
    Mit zahlreichen neuen Gesetzen will die große Koalition die Familienpolitik umbauen. Die Konservativen in der Union fürchten um den besonderen Schutz der Ehe,
    in: Welt v. 24.03.

 
       
     
       
     
       
   
  • MÜLLER, Martin (2007): Nur die Mutter zählt.
    Ursula von der Leyen setzt bei den fehlenden Krippenplätzen nun auf Tagesmütter. Sie sollen die Finanzierung der Kinderbetreuung sichern. Sieht so der neue "konservative Feminismus" aus?
    in: TAZ v. 23.03.

 
       
     
       
   
  • WAGNER, Gert G. (2007): Zähneputzen auf einem Bein.
    Ein Band der Max-Planck-Gesellschaft erkundet die "Zukunft des Alterns" in vielen Facetten. Klar ist: Die alten Menschen können ein gutes Leben haben, weil ihnen moderne Technik immer mehr hilft. Doch sie müssen eben auch selbst immer mehr beitragen, um möglichst lange gesund zu bleiben,
    in: TAZ v. 22.03.

 
       
   
  • SCHIMMANG, Jochen (2007): Helden in peinlichen Situationen.
    "Minibar": Kolja Mensing schreibt dreißig Variationen eines aktuellen Adoleszenzromans und findet damit eine angemessene Form fürs Niemandsland im Alter zwischen dreißig und vierzig. So wie früher unter dem Pflaster der Strand lag, liegt hinter der Strenge und Lakonie nun die Traurigkeit,
    in: TAZ v. 22.03.

    • "Seit etlichen Jahren kennen wir den Begriff der verlängerten Adoleszenz und wir kennen auch die Gründe dafür: Veränderung familiärer Strukturen, Veränderungen bei den Ausbildungswegen und auf dem Arbeitsmarkt. Das ist die Hintergrundfolie, vor der Mensing seine Geschichten erzählt, die am Ende eben diesen Roman der verlängerten - tendenziell unendlichen - Adoleszenz ergeben", erläutert Jochen SCHIMMANG zum Buch Minibar" von Kolja MENSING.
 
       
     
       
     
       
     
       
   
  • Das Single-Dasein in der Schweiz

    • SOMM, Markus (2007): Familienpolitische Sandkastenspiele.
      Die SP will ein paar Milliarden Franken an Eltern verteilen, die ihre Kinder in Krippen schicken. Man verspricht sich mehr Geburten, mehr Wachstum, mehr Steuereinnahmen, mehr Frauen im Erwerbsleben. Die Hoffnungen sind nicht einzulösen,
      in: Weltwoche Nr.12 v. 22.03.

 
       
   

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Zu den News vom   17. -  21. März 2007

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

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