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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
   
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News 15.-18. Mai 2018
News 09.-14. Mai 2018
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News 19.-31. Januar 2018
News 06.-18. Januar 2018
News 01.-05. Januar 2018
 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom 25. - 31. Mai 2018: [25.05.] [26.05.] [27.05.] [28.05.] [29.05.] [30.05.] [31.05.]

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Urban Birding als coole Beschäftigung der Stadtmenschen

Rotkehlchen in der Großstadt, Foto: Bernd Kittlaus 2018

"Lindo sagt: »Urban Birding ist der neue Rock'n'Roll.«
Es gab auch schon vor ihm Menschen, die wussten, dass es in Städten Rotkehlchen und Amseln gibt (...).
Braucht Natur diesen neuen Anstrich?
»Ja, unbedingt«, sagt Derk Ehlert. Er ist seit 18 Jahren Wildtierreferent der Stadt Berlin (...). Wer nur Tauben und vermooste Wegplatten vor Augen hat, wenn er an Natur in der Stadt denkt, wird auch nur diese sehen, wenn er auf die Straße tritt. Dabei gibt es in Berlin 20.000 nachgewiesene Tier- und Pflanzenarten, mehr als auf gleicher Fläche im ländlichen Brandenburg."
(Claudia Fromme "Wild in der City", Süddeutsche Zeitung v. 05.05.2018)

 
       
       
   

31.05.2018

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

FERBER, Michael (2018): Finanzmarkt rettet Pensionskassen.
Die starke Aktienperformance übertüncht die Probleme in der Vorsorge,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 31.05.

 
       
   

30.05.2018

 
       
   

Reproduktionsmedizin und Fruchtbarkeitskrise

BERNARD, Andreas (2018): Kinder machen.
Vor 40 Jahren wurde das erste Kind im Labor gezeugt. Die Angst vor dieser Technik ist dem Zwang zur Fruchtbarkeit gewachsen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.05.

 
       
   

Soziale Herkunft, Bildungsaufstiege und soziale Mobilität in der Debatte

BÖLLING, Rainer (2018): Die Mär von der sozialen Ungerechtigkeit.
Wer zu Hause mit Büchern aufgewachsen ist, hat es leichter im Bildungssystem. Das ist nicht nur in Deutschland so, auch wenn die OECD das überhaupt nicht wahrhaben will,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.05.

Der Historiker Rainer BÖLLING, Jahrgang 1944, kritisiert die Interpretation der Pisa-Studien durch die OECD:

"Offensichtlich geht es der Organisation bei der Interpretation ihres Zahlenmaterials weniger um seriöse wissenschaftliche Erkenntnis als um griffige Statements für die Öffentlichkeit, mit denen sie Politik macht. Die Behauptung man gebe nur Tatsachen wieder, ist pure Verschleierung."

BÖLLING kritisiert in seinem Artikel die Interpretation von Zahlen. Dummerweise geschieht so etwas in der FAZ nur, wenn die Interpretation zur politischen Blattlinie passt. Warum aber geschieht diese Trennung zwischen Zahlen und Interpretation nicht in allen Fällen? Es ist doch unwahrscheinlich, dass "tendenziöse Darstellung" nur hier passiert und nicht auch in allen anderen Fällen? Aufklärung würde bedeuten, dass in JEDEM Artikel die Interpretation von Zahlen beleuchtet wird - und nicht nur, wenn sie ins eigene Weltbild passt!

Fazit: Der FAZ geht es um die Verteidigung des dreigliedrigen Schulsystems, weshalb hier auf der Interpretationsebene argumentiert wird, während das in anderen Fällen unterlassen wird und stattdessen Interpretationen zu Fakten geadelt werden!

 
       
   

Die Lebensversicherer als Akteur der Altersvorsorge: Von vollmundigen Versprechungen zur Entledigung der Altlasten

KROHN, Philipp (2018): Politisch umstrittene Versicherer.
Die Assekuranz nimmt das Angebot zum Dialog über ein neues Standardprodukt an. Unterschätzt sie, wie politisch sensibel das Thema ist?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 30.05.

 
       
   

Die betriebliche Altersvorsorge in der Debatte

JUNG, Markus (2018): Streit um Betriebsrente holt Zulieferer TMD Friction ein.
Haftet neuer Eigentümer für Ansprüche vor der Insolvenz?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.06.

 
       
   

Die Kinderbetreuung in der Debatte

NEIßE, Wilfried (2018): Kleine Kinder demonstrieren in großer Hitze.
Brandenburg: Rot-rote Koalition hat kein Verständnis für die Unzufriedenheit mit der teilweisen Abschaffung von Kitagebühren,
in: Neues Deutschland v. 30.05.

Die Brandenburger SPD/Linkspartei-Koalition rechtfertigt den Einstieg in die Beitragsfreiheit, die heute vom Landtag beschlossen werden soll. Das Entlastungsgesetz kommt hauptsächlich den Gutverdienern zu Gute, weshalb sich zu Recht Kritik am Gesetz entzündet hat. Die neoliberale Privatstiftung Bertelsmann hat im Vorfeld eine Broschüre veröffentlicht, die sich gegen die allgemeine Gebührenfreiheit richtet.

Angesichts der steigenden Geburtenzahlen in Deutschland sollte die Gesetzgebung die Prioritäten auf den Ausbau der Grundversorgung und die Entlastung von armen Haushalten legen, statt die Akademikerfamilien unnötig zu subventionieren. In den nächsten Jahren werden sich die Probleme verschärfen, weil Deutschland auf den Geburtenanstieg nicht vorbereitet ist!

 
       
   

Der Immobilienmarkt in Deutschland in der Debatte

BALCEROWIAK, Rainer (2018): Die Platte kommt zurück.
Verbände wollen Wohnungsmangel mit seriellem Bauen bekämpfen,
in: Neues Deutschland v. 30.05.

 
       
   

Die Linke und die soziale Frage in der Debatte

SCHÄFER, Velten (2018): Hach, was ist das interessant!
Sind Ostdeutsche auch Migranten? Ein Lehrstück über Liberale Öffentlichkeit - und doch eine wichtige Debatte,
in: Neues Deutschland v. 30.05.

 
       
   

Die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung in der Debatte

BUNTENBACH, Annelie (2018): Schluss mit Kürzungen!
Bei der Rente vertrete der DGB falsche Ideen, schrieb ZEIT-Redakteur Roman Pletter kürzlich. Doch er irrt,
in: Die ZEIT Nr.23 v. 30.05.

"Wegen (der)(...) Kürzungsorgie liegt der Beitragssatz bei 18,6 Prozent - so niedrig wie seit 23 Jahren nicht mehr. Seit 1995 ist die Zahl der Rentnerinnen und Rentner aber um fast sechs Millionen auf heute 21 Millionen gestiegen. (...). Wegreformiert wurde eine angemessene Alterssicherung, zu Lasten der Jungen wie der Alten. Entlastet wurden vor allem die Arbeitgeber. (...). In einem der reichsten Länder der Welt müssen wir die Frage beantworten, wollen wir das Modell »Falschensammeln« oder das Modell »Altern in Würde«",

meint Annelie BUNTENBACH vom DGB. Sie kritisiert zudem das Rentenkommissionsmitglied Axel BÖRSCH-SUPAN, das die vom DGB vertretene Stabilisierung des Rentenniveaus mit einem Horrorszenario als "unfinanzierbar" diffamiert hat:

"Bei ihm sehen die Ausgaben doppelt so hoch aus, weil er die realen Rentenerhöhungen der kommenden 40 Jahre einrechnet. Aber in dieser Zeit würden sich auch die Löhne verdoppeln, real wäre die Belastung halbiert.
Ja, ein stabiles Renteniveau kostet Geld, volkswirtschaftlich unbezahlbar ist es nicht."

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

ENZ, Werner (2018): Swiss Life spürt Renditedruck im BVG-Geschäft,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 30.05.

 
       
   

29.05.2018

 
       
   

Die Broschüre ElternZOOM 2018 in der Debatte

ROSSBACH, Henrike (2018): Ungleich belastender.
Bei ärmeren Familien reißen die Kita-Gebühren ein größeres Loch in die Haushaltskasse als bei wohlhabenderen. Die Bertelsmann-Stiftung rät, nur diese Gruppe von den Kosten zu befreien - und in mehr Qualität zu investieren,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.05.

Henrike ROSSBACH berichtet über eine fragwürdige Umfrage unter Eltern über die Belastung durch Kita-Gebühren. Angeblich handelt es sich um eine repräsentative Umfrage, tatsächlich wurde keine Zufallsstichprobe, sondern nur eine Quotenstichprobe gezogen. Inwieweit die Umfrageergebnisse mit anderen Erhebungsmethoden und Statistiken übereinstimmen, wird nicht einmal diskutiert.

"Bis Ende 2021 will die Bundesregierung (...). 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen (...).
Der Städtetag geht (...) davon aus, dass die geplanten 3,5 Milliarden Euro nicht reichen werden. Sie rechneten mit einer Mehrbelastung von deutlich mehr als zehn Milliarden Euro jährlich für die angestrebte Qualitätsverbesserung, hieß es. Auch die Bertelsmann-Stiftung beziffert die Kosten für Beitragsfreiheit und Qualitätsausbau auf 15,3 Milliarden Euro im Jahr",

berichtet ROSSBACH. In ihrer Broschüre ElternZOOM 2018 heißt es zur Zusammensetzung dieser Kosten:

"Für einen kindgerechten Personalschlüssel müssen bundesweit zusätzlich 4,9 Mrd. Euro aufgewendet werden (Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2017). Für eine angemessene Leitungsausstattung sind weitere 1,3 Mrd. Euro (Qualitätsausbau in KiTas 2017) sowie für ein kostenfreies Mittagessen für alle Kinder jährlich zusätzlich 1,8 Mrd. Euro erforderlich (Is(s) KiTa gut? 2014). Demnach entstehen für den Qualitätsausbau jährlich mindestens zusätzliche Kosten in Höhe von 8 Mrd. Euro.
Auf der Grundlage dieser Berechnungen kosten eine komplette Beitragsfreiheit für den KiTa-Besuch sowie die benannten Maßnahmen für den Qualitätsausbau jährlich insgesamt 15,3 Mrd. Euro." (S.11f.)

Im Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2017 heißt es zum "kindgerechten Personalschlüssel:

"Die Bertelsmann Stiftung empfiehlt bereits seit 2008 für die Krippengruppen einen Personalschlüssel von 1 : 3 sowie für die Kindergartengruppen von 1 : 7,5, und zwar als bundeseinheitliche Standards, um für jedes Kind unabhängig von seinem Wohnort die strukturellen Rahmenbedingungen für eine »gute« KiTa-Qualität zu ermöglichen (vgl. Bock-Famulla 2008)." (2017, S.9)

Was jedoch jetzt verschwiegen wird. Dort heißt es auch, dass die 4,9 Mrd. Euro aufgrund des Geburtenanstiegs und der "Kinder mit Fluchterfahrungen" weiter steigende Ausgaben für das Personal erforderlich machen:

"Nach Berechnungen der Bertelsmann Stiftung müssen bundesweit für einen qualitätssichernden Personalschlüssel zusätzlich 107.200 vollzeitbeschäftigte Fachkräfte rekrutiert und weitere 4,9 Milliarden Euro jährlich bereitgestellt werden; zudem ist ein zusätzlicher Bedarf an Fachkräften und KiTa-Plätzen aufgrund einer Trendwende bei den Geburtenzahlen und einer zunehmenden Anzahl an Kindern mit Fluchterfahrungen absehbar. Um allen Leitungskräften in Deutschlands KiTas die von uns empfohlene Ausstattung an Leitungszeit zur Verfügung zu stellen, fehlen für die Leitungsebene umgerechnet 21.800 Vollzeitkräfte bundesweit. Dies bedeutet einen Anstieg der Personalkosten um jährlich bis zu 1,3 Milliarden Euro." (Vorwort)

Fazit: Deutschland hat den Geburtenanstieg verschlafen - ein Thema, das in den Mainstreammedien meist noch totgeschwiegen oder durch andere Themensetzungen verschleiert wird. In Zukunft wird sich dieses Problem jedoch nicht mehr leugnen lassen. Die neue Bundesfamilienministerin wird mit ihrem blauäugigen Kita-Qualitätsgesetz die jetzige Misere noch zusätzlich verschärfen. Die SPD wird sich damit keinen Gefallen tun!

HAUSER, Jan & Dietrich CREUTZBURG (2018): Kita-Ausbau soll Vorrang vor Gebührenabschaffung haben.
Beides kostet laut einer Studie 15 Milliarden im Jahr,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.05.

Konservative interessiert die Gebührenfreiheit nicht. Der familienpolitische Sprecher der CDU, Marcus WEINBERG, wird dementsprechend mit dem Verdikt "unbezahlbar" zitiert. Bei der SPD wird Katja MAST, stellvertretendes Mitglied im Familienausschuss, zitiert, die keinen Vorrang des Ausbaus vertritt, sondern beides für wichtig hält. Leider steht die SPD nur für leere Worte, und nicht für dem Problem angemessene Taten.   

 
       
   

Die Babyboomer in der Debatte

BRAUNBERGER, Gerald (2018): Die Macht der Babyboomer.
Die Demographie spielt eine wichtige Rolle für die Zinsen, die Löhne und die Inflation,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 29.05.

Gerald BRAUNBERGER behauptet, dass die Bedeutung der Babyboomer in der Debatte unterschätzt werde, was beim Blick in die Zeitungen jedoch keineswegs der Fall ist. Im Gegensatz wird das Babyboomer-Phänomen weit überschätzt. Das hat Gründe, die in der neoliberalen Ideologie und dem vorherrschenden Finanzkapitalismus liegen. Mit dem Schlagwort von der "säkularen Stagnation" wurde das Demografiephänomen in der Ökonomie popularisiert. Weil Ökonomen keinen guten Ruf als Prognostiker haben, greifen sie gerne auf die Demografie als angeblich sicherer Hafen zurück. Die Bevölkerungsentwicklung hält sich jedoch selten an die Prognosen, weshalb die Halbwertzeit von Bevölkerungsvorausberechnungen immer kürzer wird, auch wenn das Statistische Bundesamt das Problem inzwischen auszusitzen versucht!

BRAUNBERGER kann auch keinerlei Belege für die Richtigkeit seiner Annahmen nennen, denn aus den üblichen Korrelationsstudien ("zeitliche Koinzidenz") lassen sich keine Kausalursachen ableiten, was nichtsdestotrotz von Ökonomen gerne gemacht wird:

"Aber Überlegungen von Ökonomen lassen ebenso wie empirische Untersuchungen einen kausalen Zusammenhang vermuten",

schreibt BRAUNBERGER. Dies ist eigentlich ein Offenbarungseid, aber in der Ökonomie reichen bekanntlich reine Vermutungen, um Zusammenhänge zu konstatieren, wenn sie ins Weltbild passen.

BRAUNBERGER geht von einer Trendwende bei Zinsen und Löhnen aus, wenn die Babyboomer in Rente gehen:

"Mit dem Eintritt in den Ruhestand dürfte die Ersparnisbildung der Babyboomer deutlich abnehmen, während die ihr nachfolgend Generation zwar auch sparen möchte, aber weitaus weniger zahlreich ist. (...). Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht geht der Eintritt der Babyboomer in den Ruhestand daher mit einem sinkenden Kapitalangebot einher, das tendenziell zinssteigernd wirken wird."

Man könnte das auch anders sagen: Weil von einer bevorstehenden Zinswende ausgegangen  wird, sollen dafür die Babyboomer und ihr Eintritt in den Ruhestand verantwortlich gemacht werden. Oder anders formuliert: Es geht hier um eine selbsterfüllende Prophezeiung. Zu einem Phänomen (Zinswende") wird verzweifelt eine Ursache gesucht. Was aber wenn die Zinswende ausbleibt? Oder wenn sie zwar eintritt, aber ganz andere Ursachen hat, die durch den Sündenbock "Babyboomer" nur verschleiert werden soll?

Fazit: Demographismus (Christian RADEMACHER) ist ein weit verbreitetes Phänomen, das empirische Forschung eher verhindert als fördert!       

 
       
   

Der Standortwettbewerb in der Debatte

KLÄSGEN, Michael (2018): Grenzenlos stark.
SZ-Serie Gipfelstürmer: Für Start-ups ist die kulturelle und wirtschaftliche Vielfalt in der Vierländer Region von Vorteil. Sie ermöglicht ihnen, schnell zu wachsen und den gesamten deutschsprachigen Raum zu bedienen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 29.05.

 
       
   

Michael Angele - Schirrmacher

NEFF, Benedict (2018): Aufzeichnungen für einen Toten.
Michael Angeles Biografie über den "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher ist ein merkwürdiges Buch,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 29.05.

Benedict NEFF stellt in seiner Rezension der SCHIRRMACHER-Biografie den Biograf in den Mittelpunkt. Da heißt es, dass man das Buch lesen soll, weil es "ein interessantes Buch geworden ist", aber gleichzeitig bekommt man ein Psychogramm des Autors geliefert, das ambivalent ist:

"Es mangelt an Empathie. Gleichzeitig ist es auch eine Schreib-Attitüde. Unter dem Mangel der Leidenschaftslosigkeit verbirgt sich eine leicht gekränkte Zugeneigtheit, die vielleicht überhaupt die Voraussetzung ist, um sich der Hagiografie Schirrmachers so konsequent zu entziehen."

NEFF ist zudem nicht ganz unvoreingenommen, denn er kennt die Rezensionen in der SZ und der ZEIT. Die Motive des FAZ-Vorabdruck des Buchs kann er nicht ganz einordnen:

"Diese Massnahme bleibt immer etwas uneindeutig: Will sich Schirrmachers Zeitung mit einem Urteil zurückhalten, oder ist Angeles Artikel das Urteil der Zeitung?"

NEFF selber gehört einerseits zu den Bewunderern SCHIRRMACHERs, wenn er schreibt:

"Er nahm nicht Debatten auf, er drängte sie den Leuten auf. Aus dem Thema der alternden Gesellschaft machte er eine grosse Kiste."

Andererseits bleibt von SCHIRRMACHERs Feuilleton wenig übrig, das die Zeit überdauert:

"All das, was die Feuilleton-Szene damals elektrisierte, wirkt heut, in der Retrospektive, nicht mehr so gewaltig. Auch Schirrmacher war wie fast alle Journalisten eine Gegenwartsfigur. Sie leben mit und in den Nachrichten. Und sie gehen mit ihnen."

 
       
   

Der ländliche Raum und Mittelstädte im demografischen Wandel

FRITSCHE, Andreas (2018): Klettern am Kraftwerkskessel.
Brandenburg: Ein Buch versammelt Geschichten zum Strukturwandel im Lausitzer Revier,
in: Neues Deutschland v. 29.05.

 
       
   

Brandenburg im demografischen Wandel

NEIßE, Wilfried (2018): Brandenburg - so einfach ist es nicht.
Brandenburg: Im Vorfeld umstrittene neu Imagekampagne des Bundeslandes offiziell vorgestellt,
in: Neues Deutschland v. 29.05.

Rot-Rot gibt lieber Millionen für die Subventionierung einer Werbeagentur aus, statt das Geld sinnvoller in die Infrastruktur des Landes zu stecken. Warum sollte jemand ausgerechnet wegen bunter Bildchen zurückkehren, wenn das Land in weiten Teilen marode ist?  

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

SCHÖCHLI, Hansueli (2018): Das Grosspaket ist geschnürt.
Die Ständeratskommission schlägt bei der Steuervorlage Pflöcke ein,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 29.05.

SCHÖCHLI, Hansueli (2018): So hebelt man die Volksrechte aus.
Kommentar: Verknüpfung von Firmensteuern und AHV,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 29.05.

STALDER, Helmut (2018): Die AHV erhält etwas Luft für kurze Zeit.
Der AHV-Fonds würde vier Jahre später ins Minus rutschen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 29.05.

 
       
   

Das Single-Dasein in Italien

KRIEGER, Regine (2018): Ein IWF-Mann soll Italien regieren.
Carlo Cottarelli: Der Ökonom soll ein Experten-Kabinett führen. Mit den Populisten von Fünf Sterne und Lega hat er sich bereits angelegt,
in: Handelsblatt v. 29.05.

BRAUN, Michael & Eric BONSE (2018): Für Europa gefährlich.
Nach der Absage an den eurokritischen Schatzminister Paolo Savona und damit an eine Regierung aus Lega und M5S steht nicht nur Italien vor Neuwahlen, sondern die EU auch vor erheblichen Hürden bei Reformen,
in: Handelsblatt v. 29.05.

 
       
   

28.05.2018

 
       
   

Die Ruhrgebietsstädte in der Debatte

WERNICKE, Christian (2018): Voll verpennt.
Kaputte Heizungen, Asbest, keine Lehrer, kein Geld: So desolat wie in Nordrhein-Westfalen sind nur wenige Schulen in Deutschland. Warum trotzdem nicht alles zusammenbricht? Ein Besuch in Essen-Nord,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.05.

Christian WERNICKE beschreibt das Viertel, in dem die Gesamtschule Nord in Essen liegt, folgendermaßen:

 "Norden von Essen. Das ist jene Hälfte der Stadt, in der die alten Zechensiedlungen stehen und die geduckten Mietskasernen. Grüner Wald wächst zehn Kilometer entfernt im reichen Stadtteil Bredeney, im Süden. Die Gesamtschule Nord aber liegt in Vogelheim. Da, wo seit jeher die Malocher wohnen. Wo Kohle und Stahl Arbeit schufen, und der Strukturwandel sie wieder nahm. Hierhin hat es in den vergangenen dreißig Jahren viele Fremde verschlagen und Deutsche, die sich bessere Gegenden nicht leisten können. Zuletzt kamen die Flüchtlinge, die schickte die Stadtverwaltung.
»Relegationszonen« nennt der Bochumer Sozialwissenschaftler Klaus Peter Strohmeier solche Viertel. (...). Die Menschen im Norden fühlen sich abgehängt. In Vogelheim, wo die Schule liegt, bekam die AfD zuletzt so viele Stimmen wie sonst nirgendwo in Essen: 22,3 Prozent."

Die Gesamtschule, die rund 950 Kinder besuchen, ist unterbesetzt. Landauf, landab schwadronieren zwar alle Parteien darüber, dass Bildung wichtig sei. Die SPD nimmt gerne das Wort von der kompensatorischen Bildung bei Sonntagsreden in den Mund, überlässt die Bildung aber in Regierungen gerne dem Koalitionspartner, so dass sie die Versprechungen nicht einlösen muss.

"Im Stellenplan stehen für die Kinder der Gesamtschule Nord nicht mehr Lehrer als für die Kinder wohlhabender, gebildeter Familien. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) redet gern vom »Chancenland NRW«. Dafür gibt er 6.000 Euro aus pro Jahr je Schüler. Das ist bundesweiter Minusrekord",

berichtet WERNICKE, der kritisiert, dass Inklusion zwar allseits gefordert wird, aber dies nichts kosten darf.

"Praktisch fehlen in NRW Hunderte Sonderpädagogen. Und Tausende Lehrer. Das Ministerium verspricht jetzt vage »neue Qualitätsstandards« bei der Inklusion - aber ohne mehr Personal?"

kritisiert WERNICKE. Kein Wort dazu, dass die Lage derzeit noch entspannt ist, weil sich der Geburtenanstieg in Deutschland erst in ein paar Jahren in den Grundschulen wirklich bemerkbar machen wird. Deutschland hat den Geburtenanstieg verschlafen und das wird sich rächen. Wenn Inklusion schon heute für die Schulen vielfach Überforderung bedeutet. Was passiert dann, wenn die Schülerzahlen rasant steigen? Diese Herausforderung haben die Medien noch nicht auf ihrem Radar, weil sie immer noch auf das Schrumpfen fixiert sind!    

 
       
   

Das Single-Dasein in Irland

KAHLWEIT, Cathrin (2018): Irischer Erdrutsch.
In Dublin feiern Liberale nach dem Referendum am Wochenende das Ende des strengen Abtreibungsrechts. Bis zum Jahresende will die Regierung das neue Gesetz einbringen. Spannung verspricht der baldige Papstbesuch,
in: Süddeutsche Zeitung v. 28.05.

 
       
   

27.05.2018

 
       
   

Die Ökonomen-Elite und die Ökonomie in der Debatte

PETERSDORFF, Winand von (2018): Angst essen Seele auf.
Der Sonntagsökonom: Verhaltensökonomen ziehen aus Ängsten die falschen Schlüsse. Was sind ihre Theorien wert,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.05.

Winand von PETERSDORFF berichtet über die Kritik am Konzept der Verlustaversion, das der Psychologe Daniel KAHNEMANN und der Ökonom Richard THALER popularisiert haben. Letzterer wurde gar mit dem Nobelpreis geehrt, weil das daraus abgeleitete Opting Out gerade zum Zeitgeist der Finanzialisierung passt.

Alle Bürger sollen den Kapitalmärkten ausgeliefert werden, egal ob es für den Einzelnen vernünftig ist oder nicht. Die Verhaltensökonomie wurde dadurch zur neuen Rechtfertigungslehre, die die Glaubwürdigkeit des Wissenschaftssystems weiter untergraben könnte. Was passiert, wenn sich der zeitgeistige Finanzialisierungsglaube als Sackgasse erweist? Wird das nicht erst recht dazu führen, dass das Wutbürgertum sich schneller wie ein Lauffeuer verbreitet?  

 
       
   

Die Medienkultur als Problem

KIESERLING, André (2018): Versende dich.
Das Internet erlaubt es auch dem kleinen Mann, sich öffentlich zu artikulieren, so hoffte manch ein Kritiker elitärer Verhältnisse. Natürlich wurde daraus nichts,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.05.

 
       
   

Das Single-Dasein in der Schweiz

RITTER, Johannes (2018): Verlassen am Hang.
Ein verwunschenes Dorf in einem malerischen Tessiner Tal droht zu sterben. Ein ungewöhnliches Projekt soll die Rettung bringen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 27.05.

 
       
   

26.05.2018

 
       
   

Einsamkeit in der Debatte

LENZEN-SCHULTE, Martina (2018): Wird der Einsame krank oder der Kranke einsam?
Der Psychiater Manfred Spitzer will die Antwort auf diese Frage lieber nicht so genau wissen. Sie könnte sein Weltbild trüben, in dem der wahre Verantwortliche für die Misere längst feststeht,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.05.

 
       
   

Die betriebliche Altersvorsorge in der Debatte

BRANDSTETTER, Barbara (2018): Mehr Rente für Staatsangestellte
Die Vermögensfrage: Wer eine Rente von der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder oder anderen Zusatzversorgungskassen bezieht und sich vor 2010 scheiden lassen, kann Geld zurückfordern. Denn laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs wurde der Kürzungsbetrag beim ausgleichspflichtigen Ehepartner falsch berechnet,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 26.05.

 
       
   

Die Kinderbetreuung in der Debatte

FRITSCHE, Andreas (2018): Kitas sind staatliche Kernaufgabe.
Meine Sicht zu frühkindlicher Bildung und Volkswirtschaft,
in: Neues Deutschland v. 26.05.

 
       
   

Die AfD-Hochburg Sachsen in der Debatte

NIMZ, Ulrike 2018): Stolz statt Vorurteil.
Dirk Neubauer war einmal Journalist, jetzt ist er Bürgermeister einer Kleinstadt in Sachsen, in der fast jeder Dritte AfD wählt. Über einen, der versucht die Stimmung zu drehen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 26.05.

 
       
   

Die Linke und die soziale Frage in der Debatte

LINDHOFF, Alicia (2018): "Wir brauchen klare, nach links und rechts polarisierte Blöcke".
Weg von einer liberal-kosmopolitischen Grundhaltung? Der Politikwissenschaftler Andreas Nölke empfiehlt eine "linkspopuläre" Politik als Gegenmittel zur AfD,
in: Frankfurter Rundschau v. 26.05.

Der Politikwissenschaftler Andreas NÖLKE erklärt seine links-kommunitaristische Sicht, die sich dezidiert mit Verteilungsfragen und dem Schutz des Sozialstaats gegen kosmpolitische und rechts-kommunitaristische Politiken abgrenzt. Was manche überraschen mag: NÖLKE zählt die Linkspartei zur kosmopolitischen Linken. Tatsächlich steht die Linkspartei als Regierungspartei im Osten der neoliberalen SPD näher als mancher glaubt. NÖLKE beklagt ein links-kommunitaristisches Vakuum, das dazuführt, dass einerseits Nicht-Wähler nicht mobilisiert werden können und andererseits die eigenen Wähler in Scharen zur AfD überlaufen. NÖLKE befürchtet, dass die AfD mit einem Schwenk von der derzeitigen rechts- zur links-kommunitaristischen Politik der Linken noch mehr Wähler abspenstig machen könnte. Diese Gefahr ist nicht aus der Luft gegriffen, denn insbesondere im Osten, wo 2019 Landtagswahlen anstehen, ist ein solcher Schritt nicht ausgeschlossen. Die EU sieht NÖLKE kritisch:

"Anders als etwa unser Grundgesetz, das wirtschaftspolitisch neutral ist, hat die EU (...) den Wirtschaftsliberalismus in ihre Verfassung eingeschrieben, sie hat strukturell eine wirtschaftsliberale Schlagseite und ist beispielsweise eine treibende Kraft in der Deregulierung der Finanzmärkte."

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

ENZ, Werner (2018): Zurich Schweiz will die Schlagzahl erhöhen.
Juan Beer zielt auf den Rückgewinn von Marktanteilen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 26.05.

 
       
   

25.05.2018

 
       
   

Die Kinderbetreuung in der Debatte

MENKENS, Sabine (2018): Aufstand der Eltern.
In Berlin fehlen Tausende Betreuungsplätze für Kinder - eine Folge von Zuzug und Fachkräftemangel. Dutzende Mütter und Väter reichen deshalb vor Gericht Klage ein,
in: Welt v. 25.05.

Berlin Prenzlauer Berg gehört nicht zu den Regionen, in denen der Kita-Mangel am größten ist, das Quartier beherbergt jedoch medial gut vernetzte Promi-Mütter, die ihre Probleme besonders lautstark herumposaunen können. Das gilt auch für die gestrige Titelgeschichte des Berliner Stadtmagazins zitty.

Der Begriff "Fachkräftemangel" ist ebenfalls falsch, denn Deutschland hat den Geburtenanstieg verschlafen, weshalb nicht rechtzeitig ausgebildet wurde:

"Um die 5.500 zusätzliche Kita-Erzieher bräuchte Berlin bis Ende 2021, diesen Sommer werden 2500 mit der Ausbildung fertig. Aber ob diese Kräfte alle in Berlin bleiben, ist dahingestellt - Erzieher werden bundesweit gesucht, und in Berlin wird besonders schlecht bezahlt."

Es gibt also keinen Fachkräftemangel, sondern die Politik hat versäumt Ausbildung und Bezahlung attraktiver zu machen. Dazu hätte man Zeit gehabt, wenn die deutsche Politik mitsamt Wissenschaft und Medien nicht auf das Aussterben der Deutschen fixiert gewesen wären, sondern den Geburtenanstieg der letzten 5 Jahre angemessen berücksichtigt hätten.

Fazit: Was jetzt an politischen Maßnahmen passiert, sind letztlich nur Notfallmaßnahmen, die zur Entschärfung der Probleme in den kommenden Jahren völlig ungeeignet sind. Die neue, hochgelobte Familienministerin tut zudem alles, um das Problem noch zu vergrößern, wenn sie von Kita-Qualitätsgesetzen schwadroniert, wenn noch nicht einmal die Grundversorgung gewährleistet ist.

 
       
   

Die Rente ab 63 in der Debatte

SCHWENN, Kerstin (2018): Mehr Bürger als erwartet wollen die Rente mit 63.
Beliebtheit wirkt sich auf die Kosten aus,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.05.

Das RV-Leistungsverbesserungsgesetz (kurz: Rentenpaket) aus dem Jahr 2014 (BT-Drucksache 18/909) war Neoliberalen von Anfang an ein Dorn im Auge. Insbesondere die Rente ab 63 - obwohl wesentlich günstiger als die Mütterrente - galt den Lobbyisten der Arbeitgeber als Irrweg. Dass mehr Bürger als erwartet die Rente ab 63 nutzen, ist deswegen nur der Sichtweise Neoliberaler geschuldet. Auch was die Kosten betrifft, sind diese für Neoliberale immer zu hoch.

"Das Bundesarbeitsministerium schätzte die »Mehrkosten« ursprünglich auf 2 Milliarden Euro pro Jahr",

behauptet Kerstin SCHWENN. Tatsächlich steht das so gar nicht im Gesetz, sondern es wird von Kosten bis zu 3,1 Mrd. Euro im Jahr 2030 ausgegangen (vgl. BT-Drucksache 18/909, S.3)

GÖBEL, Heike (2018): Der Rentenschlager.
Kommentar,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.05.

"Seit Mitte 2014 dürfen alle, die 45 Pflichtjahre nachweisen (dazu zählen, auch von der Allgemeinheit finanzierte Zeiten der Arbeitslosigkeit, Pflege oder Kindererziehung), ohne Renteneinbuße zwei Jahre vor der regulären Altersgrenze mit der Arbeit aufhören",

kläfft Heike GÖBEL. Zeiten der Arbeitslosigkeit werden jedoch nur sehr beschränkt angerechnet. Im Gesetz heißt es dazu:

"Besondere Härten aufgrund kurzzeitiger arbeitslosigkeitsbedingter Unterbrechungen in der Erwerbsbiografie werden vermieden, da Zeiten, in denen Arbeitslosengeld bezogen wurde, für den Anspruch berücksichtigt werden. Das heißt, auch Leistungen bei Arbeitslosigkeit, bei beruflicher Weiterbildung, bei Kurzarbeit oder Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers können dazu beitragen, die Voraussetzungen für die abschlagsfreie Rente ab Vollendung des 63. Lebensjahres zu erfüllen. Nicht berücksichtigt werden dagegen Dauer- und Langzeitarbeitslosigkeit." (vgl. BT-Drucksache 18/909, S.2)

GÖBEL hat keine eigene Meinung, sondern sie hält sich an die BDA-Sicht, wenn sie behauptet, dass durch die Rente ab 63 ein Fachkräftemangel entstehen würde. Das ist falsch. Es gibt keinen Fachkräftemangel, sondern schlechte Arbeitsbedingungen und Bezahlung sind die Ursachen, wenn Arbeitgeber keine Arbeitskräfte finden.

ROSSBACH, Henrike (2018): Früher in Ruhestand.
Eine Million Anträge für vorzeitige Rente ohne Abschläge,
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.05.

 
       
   

Die Lebensversicherer als Akteur der Altersvorsorge: Von vollmundigen Versprechungen zur Entledigung der Altlasten

KROHN, Philipp (2018): Darf sich ein Versicherer "Die Bayerische" nennen?.
Konkurrent Versicherungskammer protestiert dagegen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.05.

 
       
   

Die Ökonomen-Elite und die Ökonomie in der Debatte

PIPER, Nikolaus (2018): Wetterbericht.
Pipers Welt: Die Ökonomen haben den Meteorologen für Konjunkturschätzungen einige Methoden abgeschaut. In unsicheren Zeiten können kurzfristige Prognosen mit Namen "Nowcasting" für ein klareres Bild sorgen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 25.05.

Die Prognosen von Ökonomen haben keinen guten Ruf, weshalb sie oftmals Langfristvorhersagen der Demografen bevorzugen, denn diese lassen sich nicht so schnell widerlegen und lassen sich zudem  leicht zu Horrorszenarien aufblasen. Nun propagiert Nikolaus PIPER das Gegenteil: Nowcasts:

"Der Vorteil bei Nowcastern (...) liegt darin, dass man binnen weniger Wochen weiß, ob sie nun recht hatten oder nicht."

Wie wäre es, wenn sich Ökonomen auf Nowcasts beschränken würden? Dann ließe sich schnell zeigen, was ihre Prognosen wirklich Wert sind! 

 
       
   

Das WZB-Diskussionspapier Wie brüchig ist die soziale Architektur unserer Städte? in den Medien

LAMBECK, Fabian (2018): Amerikanische Zustände im Osten.
Eine aktuelle Studie zeigt, wie sich die Armut in ehemaligen DDR-Neubauvierteln konzentriert,
in: Neues Deutschland v. 25.05.

"Den höchsten Anstieg (der Segregation) verzeichneten (...) Rostock, Schwerin, Potsdam und Erfurt. Diese Städte verfügen über große, zu DDR-Zeiten entstandene Neubauviertel, die oft an den Stadträndern errichtet wurden. In Rostock lebten zur Wendezeit rund 70 Prozent der Einwohner in solchen Großsiedlungen, in Schwerin immerhin noch 57 Prozent. Viele der einstmals beliebten Plattenbauquartiere seien nach der Wende zu Brennpunkten geworden", berichtet LAMBECK über die WZB-Studie.

 
       
   

Die Altersvorsorge in der Schweiz in der Debatte

ENZ, Werner (2018): Der Axa-Konzern tritt im BVG-Geschäft kürzer.
Hohe Umverteilung auch im letzten Jahr mit der Vollversicherung,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 25.05.

ENZ, Werner (2018): Aufbruch in eine neu-alte Welt.
Kommentar: Axa und die BVG-Vollversicherung,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 25.05.

SCHÖCHLI, Hansueli (2018): Weniger Sozialkosten für ältere Arbeitnehmer.
Expertenvorschlag zur Kostensenkung in der beruflichen Vorsorge zugunsten der über 50-Jährigen,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 25.05.

 
       
   

Das Single-Dasein in Japan

NYFFENEGGER, Manuela (2018): Ein Rentnerpaar mit modischem Flair.
Mit seinem eigenwilligen Partnerlook verzückt ein japanisches Ehepaar auf Instagram 730.000 Folower,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 25.05.

 
       
   

Das Single-Dasein in Irland

SOTSCHECK, Ralf (2018): Mit "Ja" für die Selbstbestimmung.
taz-Serie Abtreibung in Europa (4): Irland hat eins der strengsten Abtreibungsgesetze Europas. An diesem Freitag stimmen die Menschen dort darüber ab, ob das seit 1983 in der Verfassung festgeschriebene Verbot gelockert werden soll. Der noch vor zwei Monaten deutliche Vorsprung der Ja-Seite ist kurz vor der Abstimmung auf wenige Prozent zusammengeschrumpft, der Ausgang des Referendums hängt an den Unentschlossenen. Ein Überblick,
in: TAZ v. 25.05.

 
       
   

Die Ära Macron in Frankreich

WIEGEL, Michaela (2018): Macron und die Legitimität des weißen Mannes.
Die Rede des Präsidenten über die Banlieues hat die Bürgermeister der Vorstädte empört - und Marine Le Pen überrascht,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 25.05.

 
       
 

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Zu den News vom 19. - 24. Mai 2018
 

       
   
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