[ News-Hauptseite ] [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]

 
   

Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
     
       
   
 
       
   

News vom April 2001

 
       
     
       
       
   
  • GERSTL, Sonja & Angelika HAGER (2001): Mama Unser!
    Muttertag. Was muss die moderne Mutter können? Warum fordern selbst Ur-Feministinnen ein neues Mutterschafts-Bewusstsein? profil analysierte einen neuen alten Trend und zeichnet ein Panorama von Müttern in ihren Epochen,
    in: Profil Nr.18 v. 30.04.

 
   
  • PINL, Claudia (2001): Men's Health.
    Was heute als Familienpolitik verkauft wird, ist nichts anderes als patriarchale Bevölkerungspolitik. Die Frauen werden weiterhin aus dem Berufsleben gedrängt,
    in: TAZ v.30.04.

 
   
  • HOLLSTEIN, Walter (2001): Der Mythos vom "starken Geschlecht".
    "Männerforschung" begreift männliches Leben als spezielle Sozialisation und eigenes soziales Handeln. Seit unter diesem besonderen Blickwinkel geforscht wird, sind wichtige Problembereiche von Männern überhaupt erst öffentlich geworden,
    in: Badische Zeitung v.30.04.

 
   
  • KÖHLER, Manfred (2001): "Die Ungleichheit der Einkommen ist notwendig".
    Otto Schlecht, Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung, über den Armutsbericht, die Familienpolitik und Steffi Graf,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.29.04.

 
   
  • MÜLLER, Marion (2001): Unterm Hammer.
    Wenn in der Eifel am 30. April die unverheirateten Frauen von der männlichen Dorfjugend ersteigert werden, haben weibliche Wesen keinen Zutritt. Eigentlich. Doch unserer Autorin gelang es, zu der rituellen Auktion als Beobachterin zugelassen zu werden,
    in: TAZ v.28.04.

 
   
  • KASTNER, Ruth (2001): Keine Lust auf Kinder?
    Wer in Deutschland Kinder erzieht, leistet Arbeit für die Allgemeinheit und wird dafür bestraft. Nun ist der Staat gefordert, mehr für die Familien zu tun. Die Experten sind sich einig: 600 Mark Kindergeld, kostenfreie Betreuung und Ganztagesschulen sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber die Politiker kneifen,
    in: Hamburger Abendblatt v. 28.04.

 
   
  • DOEMENS, Karl (2001): "Jedes Kind ist gleich viel wert".
    Stolterfoht will Familien-Zuschüsse zur Pflegeversicherung,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.04.

 
   
  • HART, Klaus (2001): Die Mauer in unseren Betten.
    War Honnecker erotischer als Kohl? Oder anders gefragt: Tötet der Kapitalismus die Lust? Auch heute noch liegt der Osten in den Betten vorn, sagen Experten,
    in: Frankfurter Rundschau v. 28.04.

 
   
  • Die Bobos als globale Klasse

    • RIMSCHA, Robert von (2001): Die Ceranfeld-Republik.
      Deutschlands neue Elite hat aus Boheme und Bourgeoisie ein neues Lebensgefühl destilliert, das die Parteien in postideologische Verwirrung stürzt - vor allem die Grünen und die Liberalen,
      in: Tagesspiegel v. 28.04.

 
   
  • EVA (2001): Singles wollen ins Augsburger Rathaus.
    Peter Merk (36) plant Gründung einer neuen Wählervereinigung für Kommunalwahl 2002,
    in: Augsburger Allgemeine v. 27.04.

Die "Single-Partei" lag nach dem Verfassungsgerichtsurteil und der Forcierung der Kontroverse "Familien contra Singles" in der Luft. In der Süddeutschen Zeitung vom 25.04.2001 hat sich Feridun ZAIMOGLU in einem anderen Zusammenhang gegen "Parteigründungen zum Zwecke einer Interessenvertretung für Partikulargruppen" ausgesprochen, auch wenn dies eine ausgesprochen einfache Sache wäre:

"In Deutschland benötigt man für die Gründung einer Partei nur drei Mitglieder. Es werden sich ohne Mühe ein Karrierist, ein Politcretin und ein besserer Gemüsehändler auftreiben lassen. Ich werde, obwohl von meiner (...) Disposition her hervorragend dafür geeignet, von einer Mitgliedschaft absehen und einen Teil meiner Energie darauf verwenden, einem solchen Abschottungskomitee den Kampf anzusagen."

Seine Kritik beruht u.a. darauf, dass eine solche Partei sich weder auf eine soziale Gruppe noch auf eine soziale Bewegung berufen könnte. Dies gilt erst recht für die statistische Gruppe "Single". Oder kann sich jemand ernsthaft vorstellen, dass Auszubildende; Wohngemeinschaftsmitglieder, schwangere Frauen; Zahlväter; ungewollt Kinderlose; allein wirtschaftende Familienväter; allein für sich wirtschaftende Paare; allein wirtschaftende Partner, die mit einer familienwirtschaftenden Alleinerziehenden zusammenwohnen (die Liste ließe sich noch einige Zeit fortführen) eine Koalition gründen könnten? Dazu müssten sie erst einmal wissen, dass sie statistisch zu den Singles gehören. Es dürfte in Deutschland sehr viele statistische Singles geben, die sich ihres Singleseins gar nicht bewusst sind. Sie fühlen sich eher als potenzielle Eltern, werdende Eltern oder Eltern, selbst wenn ihre Kinder ausgezogen sind und sie selten besuchen. Man sollte in Deutschland einmal statistische Singles danach befragen, ob sie sich zu den Kinderlosen oder Eltern zählen. Man würde sehr wahrscheinlich erstaunliche Ergebnisse erhalten.

Das Statistische Bundesamt hat eine virtuelle Gruppe entstehen lassen, die von Politik und Medien am Leben erhalten wird, weil sie sich gut für die Durchsetzung der angestrebten Bevölkerungspolitik eignet. Jetzt hat sich ein unausgelasteter, No-Name-Politiker dieser virtuellen Gruppe angenommen. Drei Freunde reichen aus, um ihr eine ausreichende physische Basis zu geben. Man braucht kein Prophet zu sein, um ihm eine rasante Karriere vorauszusagen. Die Familienrhetoriker haben schon lange auf so jemanden gewartet. Und die Medien freuen sich auf Quoten. Denjenigen, die sich zunehmenden Stigmatisierungsprozessen ausgesetzt sehen, wird das jedoch nicht helfen. Im Gegenteil. Aber auch das Schicksal solcher Parteigründungen sieht nicht gerade hoffnungsvoll aus, wenn man ZAIMOGLU glauben darf:

"Der radikale Grundgestus der Anfangszeit wich schnell einem Vereinslokalaktivismus, und natürlich war die Mehrheitsgesellschaft für fünfeinhalb Minuten neugierig auf den Haufen von Exzentrikern, die viel Gewese machten um das Ende der Kollaboration mit der herrschenden Meinung. Die Parteiführer riefen eine Neue Ära aus und hielten Pressekonferenzen ab, sie wollten keine Zeit mehr mit Höflichkeiten verlieren und drohten den Lautemperierten mit dem groben Viehstachel, sie forderten Macht ein und zwar sofort. Alle diese Parteien hat ohne Ausnahme das gleiche Schicksal ereilt."

 
   
  • SCHMIDT, Kathrin (2001): Kreuzung.
    Die alte Gemeinschaft wird zum zeitweiligen Aufenthaltsort,
    in: Freitag Nr.18 v. 27.04.

 
   
  • GREVEN, Ludwig (2001): Land ohne Kinder.
    Die Alten-Republik. Not-Aktion Zuwanderung: Millionen Ausländer sollen kommen - dennoch vergreist und schrumpft das Volk dramatisch,
    in:
    Die Woche Nr.18 v. 27.04.

 
   
  • MONHEIM, Heiner (2001): Mehdorns Kahlschlag.
    Sabotage mit System,
    in: Freitag Nr.18 v. 27.04.

Die Mobilitätsanforderungen der Gesellschaft haben ihren Niederschlag im Paarbildungsprozess gefunden. Wochenendbeziehungen sind immer öfter Teil dieses Prozesses. Die Bahnreform ist für viele Fernliebende ein wichtiges Thema.
Freymeyer & Otzelberger - In der Ferne so nah. Lust und Last der Wochenendbeziehungen
 
   
  • FR-Thema: Lustlos. Euro-Tisch

    • GAMILLSCHEG, Hannes (2001): Im Wagen liegt selten ein eigenes Baby.
      In Dänemark ist alles auf die berufstätige Frau zugeschnitten, aber finanziell sind Familien nicht auf Rosen gebettet,
      in: Frankfurter Rundschau v. 27.04.

      BREMER, Hans-Hagen (2001): Ein Paradies für Kinder.
      Frankreich: Die französische Regierung gibt weit mehr Geld für die Eltern aus als andere europäische Länder,
      in:
      Frankfurter Rundschau v. 27.04.

      VEIEL, Axel (2001): Stiller Streik gegen Machos.
      Das katholische Spanien liegt bei den Geburten hinten,
      in:
      Frankfurter Rundschau v. 27.04.

 
   
  • GLESS, Florian & Walter WÜLLENWEBER (2001): Volk ohne Zukunft. Deutschland im Jahr 2030.
    Unser Land - eine Greisenrepublik. Die Sozialkassen sind implodiert, die Märkte zusammengebrochen. Fotograf Tom Nagy und stern-Redakteur Florian Gless setzen die Welt von morgen in Szene. Walter Wüllenweber beschreibt, was wir heute tun müssen, damit es nicht so kommt,
    in: Stern Nr 18 v. 26.04.

 
     
     
     
   
  • BERTH, Felix (2001): Münchner CSU-Chef fordert: Vermieter dürfen Kinder nicht diskriminieren.
    Singhammer will Immobilien-Inserate verbieten, in denen kinderlose Paare und Alleinstehende bevorzugt werden,
    in: Süddeutsche Zeitung v.25.04.

 
     
   
  • SCHOLZ, Ernst-G. (2001): So leben die Hamburger.
    Nur in jedem fünften Haushalt werden noch Kinder großgezogen,
    in: Hamburger Abendblatt v.25.04.

Ernst-G. SCHOLZ liefert nur solche Daten, die dem Leser garantiert nicht den eigenen Nachvollzug ermöglichen. Er kann der Argumentation zustimmen oder nicht, aber überprüfen kann er sie nicht.
  • SCHOLZ, Ernst-G. (2001): Leben in Hamburg. Kinderlose Gesellschaft
    in: Hamburger Abendblatt v. 25.04.

 
     
   
  • KNAUER, Roland (2001): Gefährdete Renten, glückliche Natur?
    Wie sich der Geburtenrückgang in Deutschland auf das Ökosystem auswirkt,
    in: Süddeutsche Zeitung v.24.04.

"Hilfe, die Deutschen sterben aus! Dieser Panikruf war in der vergangenen Woche vielfach zu hören",

schreibt Roland Knauer. Warum sagt ihm keiner, dass im Feuilleton gerade mal wieder ausgestorben wird? Möglicherweise verwechselt man bei der SZ etwas. Wenn die Leser der SZ aussterben, dann sterben die Deutschen deshalb noch lange nicht aus!

 
     
     
   
  • LOVENBERG, Felicitas von (2001): Film-Tagebuch einer englischen Katastrophe.
    "Bridget Jones's Diary" ist ein Phänomen. Die Bilder-Bibel der Singles aller Welt im Kino: "Bridget Jones's Diary" mit Renée Zellweger und Hugh Grant ist der Film zum Buch vom Phänomen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 23.04.

 
   
  • LEHMING, Malte (2001): Was ist "compassionate conservatism"?
    Die Neuerfindung des Mitgefühls. Ein Buch über Träume und Albträume der US-Unterschicht inspirierte George W. Bushs Sozialprogramm,
    in: Tagesspiegel v. 23.04.

 
     
   
Ein kleines Gedankenexperiment zu den Folgen der steigenden Lebenserwartung
 
   
  • Das Single-Dasein in der Schweiz

    • SENN, Martin A. (2001): Lieblingskind Familie.
      Wirtschaft und Parteien haben ein neues politisches Zielpublikum gefunden - die Familie, die es finanziell zu entlasten gilt,
      in: SonntagsZeitung v. 23.04.

 
     
   
  • DROBINSKI, Matthias (2001): Das Kreuz mit den Kindern,
    in: Süddeutsche Zeitung v.21.04.

  • HOFFMANN, Andreas (2001): Im Dschungel der Ideen.
    Mehr Kindergeld, weniger Sozialbeiträge, ein Familiengehalt - Vorschläge gibt es viele, doch der Spielraum für die Politik bleibt eng,
    in: Süddeutsche Zeitung v.21.04.

  • SCHNEIDER, Jens (2001): Für drei Kinder ein volles Gehalt.
    Eine gute Idee mit wenig Chancen,
    in: Süddeutsche Zeitung v.21.04.

 
   

Beiträge zum TAZ-Kongress "Wie wollen wir leben?"

  • KNIPPHALS, Dirk (2001): Warten auf den Knall.
    Glaubt man dem öffentlichen Diskurs, so sind die 1968 Geborenen ganz anders als ihre einst rebellischen Eltern: gesetzter, aber auch bindungsgestört, orientierungslos. Hat da wer versagt?
    in: TAZ v. 21.04.

Eine Einführung in die Generationendebatte mit weiterführenden Links
  • GOEHLER, Adrienne (2001): Traumvilla Hügel.
    Luxus ist gesund - sollte aber besser umverteilt werden. Etwa so: vier Monate Kreativität und süßes Leben im Süden, acht Monate Arbeit am gesellschaftlichen Fortschritt. Ein Wunschzettel,
    in: TAZ v. 21.04.

Ein Beitrag zu Lebensstilen in der Neidgesellschaft

  • DRIBBUSCH, Barbara (2001): Management der Triebe.
    Sexualität wird in intimen Details immer öffentlicher behandelt - in Talkshows, Presse und Psycholiteratur. Längst besteht die öffentliche Moral nicht mehr im Verschweigen, sondern im grenzenlosen Ausplaudern des Geschlechtlichen. Eine neue Politik der sexuellen Befreiung muss deshalb über eine neue, individuelle Schamkultur verhandeln. Denn Scham ist notwendig. Nicht um das Begehren zu unterdrücken - sondern um es zu retten,
    in: TAZ v. 21.04.

Mit dem Wandel der Scham (im Gegensatz zum angeblichen Verlust der Scham) haben sich die Soziologen Sighard NECKEL und Gerhard SCHULZE beschäftigt

Ein Beitrag zu den Liebesidealen der Gegenwart:
Hanif Kureishi - Rastlose Nähe

 
   
  • Wohngemeinschaften in der Debatte

    • LOHSE, Andreas (2001): Gemeinschaft mit Tücken.
      Wer eine Wohngemeinschaft bildet, sollte auf Fallstricke bei der Vertragsgestaltung achten,
      in: Tagesspiegel v. 21.04.

 
   
  • Deutschlands Zukunft im Spiegel der Öffentlichkeit

    • HEINLEIN, Stefan (2001): Der menschenleere Osten - reale Zukunftsvision?
      Stefan Heinlein im Gespräch mit Harald Ringstorff, Ministerpräsident in Mecklenburg-Vorpommern (SPD),
      in: Informationen am Morgen. Sendung des Deutschland Radio v. 20.04.

 
   
Es ist ein alljährliches Ritual geworden. Die Haushaltsstatistik ist das ideale Instrument, um Politik im Sinne "Familien contra Singles" zu betreiben. Solange das Statistische Bundesamt nicht die Haushaltsstrukturstatistik mit der Bevölkerungsstruktur verknüpfen muss, d.h. sagen muss, dass in den 13,7 Millionen Single-Haushalten NUR 13,7 Millionen Menschen und damit ca. 69 Millionen Menschen NICHT in Single-Haushalten leben, wird ein verzerrtes Bild der tatsächlichen Lebensverhältnisse in Deutschland vorgetäuscht. Denn ca.
85 % der Bevölkerung lebt NICHT in Single-Haushalten!
 
     
   
  • ADAM, Konrad (2001): Die Flucht der Jungen aus dem Land der grauen Köpfe.
    Mit der staatlich subventionierte Rücksichtslosigkeit gegen Familien und Kinder muss Schluss sein,
    in: Welt v.19.04.

 
   
  • SZ (2001): Auf Wiedersehen, Kinder!
    Zehn Thesen zum Verschwinden der Deutschen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 18.04.

Die SZ spielt im Feuilleton schon mal den Fall durch, was passiert wäre, wenn die Familienpolitik, die in den anderen Teilen der Zeitung angepriesen wird, Erfolg hätte:

"Wer den Missmut im Gesicht der deutschen Durchschnittsfamilie sieht, der kann rasch auf die Idee kommen, es sei wohl besser diesen Teil der Weltbevölkerung nicht unbedingt zu vermehren. Subversiv wirkt, wer sich dem vermeintlichen Gebot der Stunde verweigert: es lebe daher der bevölkerungspolitische Blindgänger!"

Vielleicht sollte man lieber eine andere Zeitung lesen, aber welche?

 
     
     
   
  • SCHUMACHER, Oliver (2001): Trendwende ins Ungewisse.
    Die Suche nach der besten Familienpolitik,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 17.04.

Oliver Schumacher bleibt in seiner Analyse der Wählerinteressen zu sehr dem Scheinkonflikt "Singles contra Familien" verhaftet. Er differenziert zwar ausführlich zwischen verschiedenen Wählergruppen der relativ altershomogenen Familienhaushalte. Die Haushalte ohne Kinder, die er knapp als "mit Abstand größte Wählergruppe" bezeichnet, spart er jedoch bei seiner weiteren Analyse aus.

Diese Ignoranz könnte zu einer gravierenden Fehleinschätzung hinsichtlich der Anforderungen an eine moderne Familienpolitik führen. Die "Haushalte ohne Kinder" sind ein altersheterogenes Wählerpotential, das so gegensätzliche Gruppen wie Auszubildende, Studenten, schwangere Frauen, Zahlväter oder Trümmerfrauen umfasst.

Wer von einem unüberbrückbaren Konflikt zwischen Eltern ("Familie") und Kinderlosen ("Singles") ausgeht, der könnte jene Spaltung in zwei Lebensmodelle erst herbeiführen, die angeblich verhindert werden soll.

Die Zunahme von Haushalten ohne Kinder, die sich in einer Lebenslaufperspektive meist als Abfolgen von Single-Dasein, Paar- und Familienleben darstellt, könnte darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei um veränderte Familienbildungsprozesse handelt. Wer den Eintritt in die Familienphase weiter erschwert, lässt z.B. unberücksichtigt, dass der "Nestbau" gewöhnlich vor der Realisierung des Kinderwunsches steht. Eine Umverteilung von Geldern zwischen Phasen der Familienbildung könnte also gerade dort das Geld wegnehmen, wo es ebenso benötigt wird. Eine Familienpolitik, die Kinderlose vorschnell der Kategorie "lebenslang Kinderlose" zuordnet, ist für die überwiegende Mehrheit der Noch-Kinderlosen kontraproduktiv.

 
   
  • KNAPP, Ursula (2001): Milchmädchenrechnungen.
    Steuernachlässe helfen vielen Familien wenig oder gar nicht,
    in: Frankfurter Rundschau v. 17.04.

 
   
  • FNP (2001): Mehr als 52 000 Frankfurter sind schwerbehindert,
    in: Frankfurter Neue Presse v. 17.04.

Der Sinn des Satzes "Der Zuwachs an Behinderten ist der Studie zufolge auch eine Konsequenz aus der steigenden Zahl der Ein-Personen-Haushalte" dürfte dem Verfasser klarer sein als dem Leser. Aber er erinnert an ähnlich lautende Sätze in anderen Zusammenhängen, da hält man sich sowieso nicht lange mit Nachdenken auf...
 
   
  • VOWINKEL, Heike (2001): Rabenvater Staat.
    Familie von Kitzing hat sechs Kinder. In Deutschland ist das kein Segen - das erfährt sie täglich. Darum geht sie vor Gericht,
    in: Welt am Sonntag v. 15.04.

 
     
     
   
  • JOA, Norbert (2001): Hausmänner sind die Ausnahme.
    "Drei Jahre nur daheim, das würde ich nicht machen". Nur in manchen Familien klappt es, dass sich Mann und Frau die Hausarbeit und Kinderpflege teilen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 14.04.

 
   
  • KRAUEL, Torsten (2001): Der Sozialstaat löst die Familie auf.
    Die Ökonomie als Maxime der Familienpolitik,
    in: Welt v. 14.04.

Torsten KRAUEL hält die Ehe für wenig leistungsfähig und bangt deshalb, dass diese einem ökonomischen Vergleich mit anderen Lebensformen, in denen Kinder aufwachsen, nicht standhalten könnte. Aus diesem Grund wendet er sich gegen die ökonomische Betrachtungsweise von Familienleistungen und möchte sich stattdessen auf eine geschützte "Werteinsel" zurückziehen.
 
   
  • DURCHDENWALD, Thomas (2001): Immer mehr Menschen leben allein - vor allem Ältere.
    Zahl der Single-Haushalte hat sich in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt - Anteil der Kinder geht zurück,
    in: Stuttgarter Zeitung v. 12.04.

  • LSW (2001): Immer mehr Menschen im Land leben allein.
    Statistik: Die meisten Singles sind Senioren,
    in: Stuttgarter Zeitung v. 12.04.

 
     
   
  • RIKLIN, Mark (2001): Familie: Doch kein Auslaufmodell.
    Der Konstanzer Familiensoziologe Kurt Lüscher über den Wandel der Familie,
    in: St. Galler Tagblatt v. 10.04.

 
     
   
  • GESTERKAMP, Thomas (2001): Väter ohne Spielraum.
    Die Väter-Kampagne von Familienministerin Bergmann ist gut gemeint, aber wirkungslos. Sie ignoriert die Realitäten. Eine neue Männerpolitik steht noch aus,
    in: TAZ v. 10.04.

 
     
   
SPIEGEL-Titelgeschichte: Zurück zur Familie.
Verfassungsgericht verurteilt die Politik
 
   
  • Die Partnersuche per Kontaktanzeige in der Debatte

    • DEPPE, Julia/dpa (2001): Reicher Mann sucht schöne Frau.
      Studie: Die Selbstdarstellung der Geschlechter in Kontaktanzeigen hat sich in den vergangenen 100 Jahren nicht geändert,
      in: Frankfurter Rundschau v. 07.04.

 
   
  • MAKOWSKY, Jutta (2001): Opavater und Enkeltante.
    Gemischte Verwandtschaftsverhältnisse mit neuen und alten Kindern und Stiefgeschwistern und Vettern und Basen,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 07.04.

 
   
  • STICKLER, Ines (2001): "Das machen wir selbst".
    Die Tochter pflegt den Vater oder: Warum im Hause Schmidt der Generationenvertrag Tag für Tag funktioniert,
    in: Frankfurter Rundschau v. 07.04.

 
     
   
  • Euro-TAZ: Familie und Staat (06.04.)

    • HAHN, Dorothea (2001): Kinderkriegen ist keine Privatsache (Paris),
      in: TAZ v. 06.04.

    • LESSER, Gabrielle (2001): Mütter dürfen nicht obdachlos werden (Warschau),
      in: TAZ v. 06.04.

 
   
  • Das Single-Dasein in den USA

    • DIETSCHI, Irène (2001): Heiraten! Es lohnt sich.
      Zwei amerikanische Soziologinnen sind angetreten, die Ehe zu rehabilitieren. Ihr Argument: Kein Deal ist profitabler als der Bund fürs Leben,
      in: Weltwoche Nr.14 v. 05.04.

 
     
     
     
   
  • SCHRÖDER, Gerhard (2001): Im Schatten des Gesetzes.
    Diesseits des Staates: Das "soziale Kapital",
    in: Süddeutsche Zeitung v. 04.04.

 
   
  • BENTELE, Uli (2001): "Spaghetti Pronto" mit Jürgen Röber.
    Berlin ist angeblich die Hauptstadt der Singles: Ein Buch will Lebenshilfe bieten - in erster Linie ist es überflüssig,
    in:
    Welt v. 04.04.

Wer sich selbst von der Qualität überzeugen möchte, der findet in der BIZ v. 01.04.2001 einen Auszug aus dem Buch von Corinna PHILLIPS.
 
   
  • GÖTTINGER TAGEBLATT (2001): Singles nicht störender als Familien,
    in:
    Göttinger Tageblatt v. 04.04.

Die Stigmatisierung von Singles lässt sich an dieser Meldung über einen gerichtlichen Streitfall ablesen:

"Nachbarn hatten den Bau der Häuser verhindern wollen, weil sie meinten, in die zwangsläufig kleineren Wohnungen zögen vorwiegend Singles ein. Diese sorgten für ein höheres Verkehrsaufkommen und seien weniger rücksichtsvoll gegen Kinder."

Solche Argumentationen sind Ausdruck der zunehmenden Vorurteile gegenüber Singles und sind Folge der sozialpolitisch motivierten Single-Debatte seit Anfang der 1990er Jahre.

 
   
 
   
  • FRANZEN, Günter (2001): Das Märchen von der Schnabeltasse.
    Versorgt auf grüner Wiese: Auch Pflegeheime sind ein Weg, im Alltag das Altern zu leugnen,
    in: Welt v. 03.04.

 
   
  • HAGER, Angelika & Nina HOROWITZ (2001): Solange wir uns lieben!
    Abenteuer Familie. Die traditionelle Kleinfamilie stirbt langsam, aber sicher aus. Die Zukunft bringt ein spannendes Spektrum neuer Miteinander-Formen: die interessantesten Modelle, Prognosen und wie's in der Praxis funktionieren kann,
    in: Profil Nr.14 v. 02.04.

  • HORX, Matthias (2001): "Mehr Intensität, mehr Selbstbefreiung".
    Zukunftsforscher Matthias Horx über die familiäre Splitterwelt. Ein Auszug aus seinem im Mai erscheinenden Buch "Smart Capitalism",
    in: Profil Nr.14 v. 02.04.

  • PROFIL (2001): "Ein Kind ist kein Postpaket".
    Max Friedrich, Professor für Kinderpsychiatrie, analysiert die neuen Familienmodelle aus der Sicht des Kindes,
    in: Profil Nr.14 v. 02.04.

 
   
  • PHILIPPS, Corinna (2001): Ausgebremst.
    Fast jeder zweite Berliner lebt allein. Die Autorin Corinna Philipps hat Singles in unserer Stadt zu ihrer Situation befragt. Wie die 35-jährige Karrierefrau, die noch auf der Suche ist nach dem richtigen Mann,
    in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 01.04.

 
   
  • LATUSSECK, Rolf H. (2001): Treue der Frauen liegt in Hormonen.
    Wie lange eine Ehe hält, ist im Blut nachweisbar. Hohe Cortisolwerte verraten die Neigung zur Scheidung,
    in: Welt am Sonntag v. 01.04.

    • Aprilscherz, ja oder nein?
 
       
       
   

[ zum Seitenanfang ]

Zu den News vom März 2001

 
       
   
  • Rezensionen zum Single-Dasein finden sie hier

 
   
 
   

Bitte beachten Sie:
single-generation.de ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten

 
   
 
    [ Glossar ] [ Übersicht der Themen des Monats ] [ Homepage ]  
   
 
   
© 2002-2015
Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Stand: 26. August 2015 Counter Zugriffe seit
dem 03.Juni 2002