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Presserundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
   

News vom November 2000
News vom Oktober 2000
News vom September 2000
News vom August 2000
News vom Juli 2000
News vom Juni 2000
News vom Mai 2000
News bis Mai 2000

 
       
   
 
       
   

News vom Dezember 2000

 
       
       
   

PHILIPP, Bernd (2000): Scheiden tut weh.
Trennungen: Noch nie gab es so viele prominente Paare, die auseinandergehen,
in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 31.12.

 
       
     
       
     
       
   
  • Das Single-Dasein in der Schweiz

    • SCHMID, Luzia (2000): Wenn die Grosis stören.
      Was man in den USA "Granny Dumping", das Deponieren der Oma nennt, nimmt auch hier zu Lande zu: Ältere Menschen werden über Weihnachten ins Spital abgeschoben,
      in: Facts Nr.52 v. 28.12.

 
       
   
  • Das Single-Dasein in Österreich

  • GÄCHTER, Sven (2000): Die neue Leid-Kultur.
    Zeitgeist. Bloß keine Gefühle, hieß das Motto der zynischen Vernunft. Doch die zwanghafte Lust an der Ironie zeigt allmählich Verschleißerscheinungen. Sentimentale Ausrutscher häufen sich. Steht eine Renaissance des Pathos bevor?
    in: Profil Nr.52

    Pathos hat Konjunktur und mit ihm die Aufladung der Familie mit übersteigerten Erwartungen oder wie es Botho Strauß ausdrückt:

    "Das Globale ist uns längst vertrauter als das Häusliche. Im herdlosen Raum wächst nun das Fernweh nach vertrauten Verhältnissen"

    (ZEIT Nr.52 v. 20.12.2000). Die Eiseskälte der "Single-Gesellschaft" soll in der Herdhitze der "Familiengesellschaft" geschmolzen werden. Das neue Pathos bedeutet die Ausweitung der Kampfzone "Familie contra Singles" von der Sozialpolitik auf die Kultur. Die Ausweitung dieser Kampfzone hat Michel HOUELLEBECQ vorangetrieben...

    Michel Houellebecq: Scharlatan oder Erlöser? - Die Debatte um die neue Eigentlichkeit in der Kulturindustrie
     
           
       
    • MÜLLER-LISSNER, Adelheid (2000): Gesellschaft im Wandel: Ist die Familie noch heilig?
      Sie gelten als die wichtigste Erziehungsinstanz: Vater und Mutter. Doch nicht nur die Ehen Hera Linds, der Beckers und der Scharpings scheitern. Immer mehr Kinder müssen ohne die klassische Familie groß werden. Nun werden Alternativen gesucht,
      in: Tagesspiegel v. 23.12.

    • MÜLLER-LISSNER, Adelheid (2000): Gesellschaft im Wandel: "Die Familie wird bunter".
      Ein Gespräch mit der Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim,
      in: Tagesspiegel v. 23.12.

     
           
         
           
       
    • FOCUS-Titelgeschichte: Was ist Liebe?
      Annäherungen an ein großes Gefühl

      • THIEDE, Roger (2000): ...und fragst Du mich was mit der Liebe sei.
        Die Hiobsbotschaften häufen sich. Bleibt uns die Liebe im 3. Jahrtausend erhalten? Philosophische Annäherungen an ein großes Gefühl,
        in: Focus Nr.52 v. 22.12.

      • KLONOVSKY, Michael & Roger THIEDE (2000): Entgöttlichte Passion.
        Der Philosoph Peter Sloterdijk vergleicht die moderne Liebe mit den Kundenbindungssystemen der Industrie,
        in: Focus Nr.52 v. 22.12.

     
           
       
    • HEISE, Sebastian (2000): Feiertagsmuffel und Workaholics.
      Rund vier Millionen Menschen in Deutschland arbeiten am Heiligen Abend - Singles springen für Mütter und Väter ein,
      in: Giessener Anzeiger v. 21.12.

    Einmal im Jahr sind Singles keine Schädlinge, sondern Nützlinge.
     
           
       
    • CH (2000): Single Schock
      in: Rheinpfalz v. 21.12.

    Single-Gesellschaft à la Rheinpfalz!

    "Da fährt ein Auto in der Stadt rum. Mittelklasse, gewöhnlich. Eine Aufschrift ziert das Heck: »Just married! (1975)« steht da, darunter ein roter Kussmund. 25 Jahre sind diese Leute also verheiratet. Und tun es auch noch kund, in aller Öffentlichkeit!".

    Dieses Auto, das allen Singles ein Mahnmal sein soll, fährt weiter durch alle Lokalteile der Rheinpfalz. Am 25. September ("Zum Single-Erweichen") wurde es in Neustadt gesichtet, am 8. November in Speyer und heute in Pirmasens.

    Und da dieser Kommentator flexibel ist, hat er diesmal natürlich auch das "Alpha-Pärchen" B. & B. im Text untergebracht. Als Vorbild für solcherart Geniestreich könnte man glatt den Soziologen Ulrich BECK vermuten, der seine Texte zur "Single-Gesellschaft" auch kaum variiert hat.

     
           
       
    • BLUM, Wolfgang (2000): Kalkuliertes Eheglück.
      Glückliche Paare benötigen weder Kontaktanzeige noch Vermittlungsagentur - sie finden sich mithilfe mathematischer Modelle,
      in: Die ZEIT Nr.52 v. 20.12.

    Welche Vorstellungen männliche Mathematiker von der Partnerwahl haben, das kann man bei BLUM nachlesen. Im Focus (siehe Nr.45 v. 06.11.) war bereits zu lesen, was männliche Biologen zum Thema beitragen.

    Bezeichnenderweise wurde die "Hochzeitsmathematik" zuerst in der Kriegsführung angewendet. Einzigstes Kriterium der Partnerwahl ist der "Vogue-Faktor", womit wir wieder bei Michel HOUELLEBECQ wären, der immer noch en vogue ist.

    Barbara DRIBBUSCH (siehe taz v. 14.12.) hat von Ulrich BECKs Risikodiskurs gelernt, wie man dem Schlechten noch etwas Gutes abgewinnen kann:

    "Moralische Appelle gegen den Diskurs von 'Liebe als Markt" (...) helfen nichts (...). Eher ist die Erwartung berechtigt, dass der Diskurs von selbst bröckelt und bricht - an seinem eigenen Paradoxon. (...) Vielleicht entsteht aus der gegenwärtigen, ermüdenden Marktwertdiskussion daher am Ende sogar etwas Neues: Räume für eine Resolidarisierung der Geschlechter - für das Leben und gegen die Ödnis der Märkte."

    Eine Beitrag zum Fest der Liebe.

     
           
       
    • DOINET, Rupp u.a. (2000): Rache, Gier und miese Tricks.
      Wenn die Liebe geht, werden meist die Messer gewetzt. Die Partner kämpfen erbittert um Unterhalt und Kinder - nicht nur im Hause Becker. Die Schamschranken fallen, die Rosenkrieger riskieren sogar ihren guten Ruf,
      in: Stern Nr.52 v. 20.12.

    Der Stern hat alle "Alpha-Paare" (siehe Stern v. 14.12.2000) zu einer Trennungs-Coverstory versammelt, damit "Beta-Pärchen wissen wie man es nicht machen soll. Ansonsten nichts Neues zur seriellen Monogamie und zur Patchworkfamilie.
     
           
       
    • Das Single-Dasein in Österreich

      • WÖLFI, Adelheid (2000): Heim an den Herd.
        Schwarz-Blau. Ein Mann ist Frauenminister. Die Frauenpolitik wird zunehmend von der Familienpolitik inhaliert. Soll die Emanzipation rückgängig gemacht werden?
        in: Profil Nr.51 v. 18.12.

     
           
       
    • GRUBER, Renée & Roland GRÜTER (2000): Madonna hat ihren Traumprinzen gefunden.
      Die Popdiva heiratet ihren Angebeteten Guy Ritchy unter Ausschluss der Öffentlichkeit,
      in: SonntagsZeitung v. 17.12.

    Wer sich nicht an B.B. (siehe Welt am Sonntag v. 17.12.2000) orientieren mag, der hat Madonna als Alternative.
    Madonna - Der Popstar als Leitfigur des BOBOismus
     
           
       
    • Scheidungskinder in der Debatte

    BOENISCH, Julia (2000): Die Verlierer sind immer die Kinder.
    Der Streit um die Kinder wird in vielen Prominenten-Ehen zum öffentlichen Rosenkrieg,
    in: Welt am Sonntag v. 17.12.

    Für "Beta-Paare", die sich an "Alpha-Paaren" (siehe Stern v. 14.12.2000) orientieren möchten. Die anderen können den Artikel ignorieren.
     
           
       
    • Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

      • MEIXNER, Christiane (2000): Der Kampf um Leben.
        In Deutschland kommen jährlich rund 4000 Kinder nach künstlicher Befruchtung zur Welt. Mal voller Hoffnung, mal ängstlich haben viele ihrer Eltern lange auf diesen Augenblick gewartet,
        in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 17.12.

    In Deutschland herrscht Kinderzwang. Paaren, die keine Kinder haben, wird Egoismus unterstellt. Dies führt zu einem Leidensweg von Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben und alles unternehmen, um dies zu ändern.
     
           
       
    • Der demografischen Wandel in Hamburg in der Debatte

    BOMBECK, Nataly (2000): Babyboom in Hamburg,
    in: Hamburger Abendblatt v. 16.12.

    Während Sozialpolitiker und Greencard-Verfechter noch immer vom Aussterben der Deutschen reden, und dies Alice Schwarzer gar auf ihr Konto buchen möchte (siehe Spiegel Nr.41 v. 09.10.), werden Krankenhäuser vom "Babyboom" überrascht.
     
           
       
    • BRUNS, Gabriele (2000): Das verstaubte lila Gewand.
      Oder: Warum sich der Feminismus in Deutschland modernisieren muss.
      Mit dem Feminismus ihrer Mütter oder der Mütter-Generation wollen die heutigen jungen Frauen wenig bis nichts zu tun haben. Wie es zu dieser gegenseitigen Fremdheit gekommen ist, analysiert im folgenden Beitrag Gabriele Bruns. Die 1968 geborene Autorin hat Politikwissenschaft, Anglistik und Internationales Recht studiert und über das politische System Japans promoviert.
      in: Frankfurter Rundschau v. 16.12.

     
           
       
    • Das Online-Dating in der Debatte

      • STUPPE, Andrea (2000): Schweine im Logo.
        Via Internet können kontaktarme Landwirte neuerdings auf Partnersuche gehen. Der clevere Service zweier Landfrauen erfreut sich starken Zuspruchs,
        in: Spiegel Nr.51 v. 16.12.

     
           
       
    • MEISE, Sylvia (2000): Geprüft elternfreundlich.
      Arbeiten und Kinderhaben unter einen Hut zu bringen soll nicht länger nur Müttersache sein. Damit dieses Vorhaben gelingen kann, bietet die gemeinnützige "Beruf & Familie" GmbH eine Firmenberatung an,
      in: TAZ v. 16.12.

     
           
         
           
         
           
         
           
       
    Der Stern passt sich der Boulevardpresse an und spekuliert über die Ehe von B.B.. Dazu passt der Satz aus dem Freitag Nr.51 v. 15.12.:

    "Die Boulevardpresse hat endgültig die traditionellen Meinungsmacher der politischen Magazine abgelöst, Bunte statt Spiegel".

    Die Leser dürfen natürlich mitdiskutieren. Über was wohl?

    "Ist die Ehe fürs Leben ein Auslaufmodell?"

    B.B. & B.B. als "Alpha-Paar", da wissen die "Beta-Paare" endlich wo es lang zu gehen hat.

     
           
       
    • HIRSCH, Wolfgang (2000): Lebensglück auch ohne Nachwuchs,
      in: Informationsdienst Wissenschaft v. 14.12.

    Psychologen aus Jena und Freiburg haben die Folgen von Kinderlosigkeit für 43 - 65jährige Frauen in Paarbeziehungen untersucht. Sie unterscheiden zwischen vier Gruppen:

    "ungewollt Kinderlose, die sich nicht in medizinische Behandlung begaben, solche, die eine - erfolglose - künstliche Befruchtung bzw. Fremdsamenspende auf sich nahmen, gewollt Kinderlose und (...) Familienväter und -mütter. Die Psychologen kommen zu dem Ergebnis, dass bei der Bewältigung von Kinderlosigkeit jene am besten zurecht kommen, die sich "entweder bewusst gegen Nachwuchs entschieden haben oder eine Kinderlosigkeit aufgrund von Fertitlitätsstörungen als Schicksal akzeptieren".

    "Kinderlose Paare sind genauso glücklich und sozial eingebunden, sie sind nicht kränker oder gesünder, haben nicht mehr psychosomatische Störungen, depressive Verstimmungen oder andere Erkrankungen als andere",

    ein solches Fazit wird den Ergebnissen nicht gerecht, ist aber neben der Schlagzeile das einzige, was von solchen Meldungen übrig bleibt und dann wiederum zu Vorurteilen führt: hedonistische Kinderlose als Inbegriff der Spaßgesellschaft.

    Über die Repräsentativität der Studie wird jedoch nichts ausgesagt. Dies wäre aber die Grundvoraussetzung für eine solche allgemeine Aussage. Wurden nur bestimmte Milieus berücksichtigt? Verweigerten jene die Teilnahme, die überhaupt nicht mit ihrer Kinderlosigkeit zurechtkommen? Was ist mit Stadt-Land-Unterschieden? Fragen, die sich stellen, aber nicht beantwortet werden. Das Fazit widerspricht zudem den unterschiedlichen Bewältigungsformen, die im Artikel differenziert werden. Und nicht zuletzt fehlen Angaben über die Größenordnung der einzelnen Gruppen.

     
           
       
    • GRAUPNER, Heidrun (2000): Elf Kinder braucht die Frau,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 13.12.

    Heidrun GRAUPNER wünscht sich einen Aufstand, dessen Frontverlauf eindeutig ist:

    "Wann werden die Jungen gegen die Alten aufstehen, die Familien gegen die Singles, die Frauen gegen die Männer, weil sie sich als Opfer einer ungerechten Rentenreform sehen?"

    Möglicherweise stehen aber auch die "Falschen" auf, weil z.B. die Front Singles contra Familien gar nicht so eindeutig verläuft, wie dies GRAUPNER dem Leser nahelegt.

     
           
       
    • HEER, Klaus (2000): Wenn die Liebe winkt.
      Wie lange soll man warten, bis man sich nach einer Trennung wieder verlieben "darf"?
      in: Brückenbauer Nr.50 v. 12.12.

     
           
       
    • MOHR, Reinhard (2000): Ist denn nichts mehr heilig?
      Boris ohne Babs: Das Ende des Traumpaars der neuen Mitte bewegt die Deutschen, blamiert die Klatschpresse - und zerstört den Glauben ans perfekte Glamour-Liebesglück,
      in: Spiegel Nr.50 v. 11.12.

    • HACKER, Doja (2000): Liebe.
      Auseinander mit Euch! Doja Hacker über das Schöne an Trennungsmeldungen,
      in: Tagesspiegel v. 11.12.

     
           
       
    • MOELLER, Michael Lukas (2000): Bedeutet Ehe auf Zeit das Ende der Familie?
      In Deutschland scheitert jede dritte Ehe. Paar-Therapeut Professor Michael Lukas Moeller hat ein Konzept entwickelt, das Hilfe bietet,
      in: Welt am Sonntag v. 10.12.

    • MARTENSTEIN, Harald (2000): Trennung der Beckers.
      Und jetzt? Harald Martenstein hat 33 Meinungen über Boris Becker,
      in: Tagesspiegel v. 10.12.

     
           
         
           
         
           
         
           
       

    HUMMEL, Manfred (2000): Paare warten mit der Heirat.
    Bayern gehen erst mit 31 Jahren zum Standesamt,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 09.12.

     
           
       
    • GRAW, Eva-Maria (2000): Liebe in Zeiten der Zweifel.
      Popstar Madonna heiratet und gibt allen krisengeplagten Romantikern ihren Glauben wieder,
      in: Welt v. 08.12.

     
           
       
    • CLAUSS, Ulrich (2000): Familie in Not.
      Die moderne Gesellschaft treibt ihre Mitglieder in immer aussichtsloser konkurrierende Ziele - Leitartikel,
      in: Welt v. 08.12.

     
           
       
    • KREITLING, Holger (2000): Die Liebe ist eine Baustelle.
      Die gescheiterte Ehe von Barbara und Boris Becker führt die Krise der Partnerschaft in Zeiten der New Economy vor. Ist die moderne Spaßgesellschaft nicht mehr mit der traditionellen Institution Ehe vereinbar?
      in: Welt v. 07.12.

    • BELLINGER, Andreas (2000): "Einen Schlussstrich gibt es nie".
      Boris Becker über die Gründe der Trennung,
      in: Welt v. 07.12.

    Spiegel hör die Signale! Boris Becker löst eine neue Hysterie aus. Es droht wieder einmal die "Single-Gesellschaft". Wer mit der New Economy in Berührung kommt, der wird vom Trennungsvirus befallen. Boris war sicherlich kein Yettie, denn wer fragt "Bin ich schon drin?", der besteht den Yettie-Test nicht.

    Holger KREITLING hat anscheinend den gestrigen Kommentar auf dieser Website gelesen: "Die Öffentlichkeit macht sich beim Blick auf Home-Storys immer ein gewollt schönes Bild. Vor sechs Wochen titelte der »Spiegel« noch mit »Glücklicher zu zweit« und führte selbstverständlich die Beckers als Kronzeugen für den gesellschaftlichen Trend zur stabilen Bindung mit Trauschein an (...) und im Falle eines Scheiterns gibt es ein Auffangbecken, nämlich die Gewissheit, dass Patchwork-Familien und allein erziehende Mütter und Väter keine Seltenheit, sondern nahezu die Regel sind."

     
           
         
           
       
    • BREMME, Bettina (2000): Mutterbild, verzweifelt gesucht.
      Der Verband der Filmarbeiterinnen tagte,
      in: Berliner Zeitung v. 06.12.

     
           
         
           
       
    • RODEK, Hanns-Georg (2000): Das verflixte siebte Jahr.
      Die Ehe von Barbara und Boris Becker ist überraschend zerbrochen. Offizielle Begründung: "unterschiedliche Prioritäten in unserer Beziehung". Offenbar ist den beiden das gemeinsame Ziel abhanden gekommen,
      in: Welt v. 06.12.

    • GERTZ, Holger (2000): Es war einmal ein Traumpaar.
      Boris und Barbara Becker geben ihre Trennung bekannt,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 06.12.

    Jetzt muss die Spiegel-Titelgeschichte von Marianne WELLERSHOFF "Glücklicher zu zweit" (23.10.2000) umgeschrieben werden:

    "Die Familie mit Kindern, die unerschütterliche Zweierbeziehung mit Hund und Kanarienvogel - sie ist nicht mehr das kleinbürgerliche, fortschrittsfeindliche, lustferne Gefängnis (...). Sie erscheint vielmehr als selige Insel im feindlichen Meer. Das Langzeitehepaar Boris und Barbara Becker - seit sieben Jahren verheiratet, zwei Söhne - lebt das Familien-Ideal mit strahlendem Lächeln vor".

    Wahrscheinlich hat WELLERSHOFF diese Entwicklung vorausgesehen und schnell noch die Flicken-Familie zum neuen Zukunftsmodell der Familie erklärt (Spiegel 04.12.).

     
           
       
    • Alleinerziehende in der Debatte

      • DUBÖ (2000): Imagekampagne "Singles mit Kids" gestartet.
        Chance für Alleinerziehende,
        in: Augsburger Allgemeine Zeitung v. 05.12.

    Die städtische Gleichstellungsstelle und der Arbeitskreis Alleinerziehende wollen das "Bild vom hausbackenen Alleinerziehenden zurecht" rücken. "Singles mit Kids", das klingt nach "LebenskünstlerInnen", "ZeitmanagerInnen", "die echten AbenteuerInnen", die "das Mehr an Lebensfreu(n)den" haben. Das soll potenzielle Arbeitgeber zur Einstellung von Alleinerziehenden bewegen?

    So muss man sich das eher vorstellen, als Will Freeman, der Playboy aus Nick HORNBYs About a Boy, auf die Idee kam, alleinerziehende Mütter als "intelligente, attraktive, willige Frauen" wahrzunehmen, die sich ideal für Affären eignen. Er ist wohl das Opfer einer solchen Imagekampagne geworden.

     
           
       
    Martin ALTMEYER gibt einen Überblick über die Verwendungsweisen des Narzissmusbegriffs seit den 70er Jahren
     
           
         
           
         
           
       
    • GATTERBURG, Angela & Peter STOLLE (2000): Der Genussmensch ohne Herz.
      Wachsendes Unvermögen, gemeinschaftliche Bande zu entwickeln, ein Verlust an Tradition und Identität, wachsende Distanz zwischen den Individuen: Der Ethnologe und Kulturhistoriker Hans Peter Duerr prophezeit neben dem ökologischen auch einen sozialen Kollaps,
      in: Spiegel Nr.49 v. 04.12.

    Hans-Peter DUERR scheint vom HOUELLEBECQ-Virus befallen zu sein. Dieser Krankheit ist kaum noch Einhalt zu gebieten. Eine Grippewelle ist harmlos dagegen. Wie bringt es der Spiegel nur fertig, in ein und demselben Heft einerseits die Hysterie der Deutschen zu beklagen und andererseits Apokalytikern eine Plattform zu bieten? Das nennt man die Dialektik der Marktwirtschaft.
     
           
         
           
       
    • KRÜGER, Michael (2000): Keine Angst vor Hilfe.
      Seelsorge im Internet hat Konjunktur: Immer mehr Menschen suchen per E-Mail bei Geistlichen Rat und manche beichten sogar, was sie sonst niemandem erzählen würden,
      in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 03.12.

     
           
         
           
       

    Die Geschwisterbeziehung und Geschwisterlosigkeit in der Debatte

    BASTIAN, Till (2000): Die Wiederentdeckung der Geschwisterlichkeit.
    "Allein machen sie dich ein!" Diese Erkenntnis ging schon immer dem Zusammenschluss von Gleichaltrigen voraus: In Wohngemeinschaften, Cliquen, Bruderschaften und anderen Gruppierungen ließ sich der Widerstand gegen eine feindliche Welt besser organisieren. Die geschwisterliche Beziehung zwischen Menschen ist eine Ressource, die in der heutigen Leistungs- und Singlegesellschaft wichtiger ist denn je,
    in: Psychologie Heute, Dezember

     
           
       

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