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Medienrundschau:

News zum Single-Dasein

 
   
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News 10.-17. Februar 2014
News 01.-09. Februar 2014
 
 
   
Medienberichte über single-generation.de
 
 
 
   

News vom Februar 2015

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Die Erforschung moderner, multilokaler Lebensformen wird durch die vormoderne amtliche Statistik behindert, sodass über die Ausbreitung dieser modernen Lebensformen Unklarheit besteht

"In Deutschland wird zur Quantifizierung von Multilokalität u.a. auf Einwohnermeldedateien zurückgegriffen. Hiernach handelt es sich mit 3,4 % der Personen, die über einen Zweitwohnsitz verfügen, eher um ein randliches Phänomen (Sturm und Meyer 2009, S.16). Da die Werte in Städten mit Zweitwohnsitzsteuer deutlich niedriger liegen als in Städten ohne dieser Steuer wird die Aussagekraft solcher Daten zu Recht angezweifelt (Dittrich-Wesbuer und Föbker 2013, S.393). Andere Datenquellen und Studien kommen zu sehr unterschiedlichen, aber in der Regel weit über der amtlichen Statistik liegenden Werten. Andrea Dittrich-Wesbuer und Stefanie Föbker (2013, S.399f.) ermittelten in einer Haushaltsbefragung in Großstadtregionen, dass 14,2 % der Haushalte multilokal leben, gehen jedoch davon aus, dass es sich bei diesem Wert eher um eine Untergrenze handelt. Peter Weichhart (2014b) spricht daher sogar von einem »Massenphänomen«, das in den meisten Gesellschaften und bei Mitgliedern aller sozialen Klassen auftritt."
(Maike Didero & Carmella Pfaffenbach in der Geographischen Rundschau, Nr.11, November 2014, S.5)

 
       
       
   

SCHULZ, Thomas (2015): Das Morgen-Land.
Internet: Im Silicon Valley formt sich eine neue Elite, die nicht nur bestimmen will, was wir konsumieren, sondern wie wir leben. Sie will die Welt verändern und keine Vorschriften akzeptieren. Müssen wir sie stoppen?
in:
Spiegel Nr.10 v. 28.02.

 
       
   

KÄMMERLINGS, Richard (2015): Apocalypse new.
Postpragmatismus: Warum der Weltuntergang ganz selbstverständlich ist. Über einen neuen Ton in der deutschsprachigen Literatur aus Anlass von Leif Randts drittem Roman "Planet Magnon",
in:
Welt v. 28.02.

Richard KÄMMERLINGS stilisiert den Roman Planet Magnon von Leif RANDT zur Avantgarde eines neuen Trends bei dem nicht mehr die Geschichte, sondern die Zukunft unsere Gegenwart deutlicher hervortreten lassen soll. Begonnen habe dieser Trend mit Dorothee ELMIGERs Roman Einladung an die Waghalsigen.

Ein weiterer Schritt in Richtung Postdemokratie, in der sich unsere Eliten abschotten? Passend dazu der aktuelle Spiegel-Titel. Wir brauchen jedoch gar nicht ins Silicon Valley zu schauen - die neuen Eliten mit ihrer Verachtung nationaler Bevölkerungen sind bereits mitten unter uns. Ausdruck findet diese Verachtung in der Demografisierung gesellschaftlicher Probleme...   

 
       
   

FEDDERSEN, Jan (2015): Ausdruck sozialer Verbitterung.
Angst: Heinz Bude über Zukunftsfurcht und die besondere Dimension der Entwertungsgefühle,
in:
TAZ v. 28.02.

 
       
   

WOHLFARTH, Isabell (2015): "30- bis 40-Jährige sind die überforderte Generation".
Mit Anfang 30 muss plötzlich alles schnell gehen: Karriere festigen, Kinder kriegen, fürs Alter vorsorgen. Wie soll man das bloß alles schaffen? Die heute 30- bis 40-Jährigen sind eine "überforderte Generation", sagt Soziologie-Professor Hans Bertram,
in:
Berliner Zeitung v. 27.02.

 
       
   

LANGHAMMER, Rolf J. (2015): Die Alten widersetzen sich globalen Regeln.
In alternden Volkswirtschaften wird die Globalisierung zunehmend als Bedrohung und immer weniger als Chance verstanden. Die Bundesrepublik ist ein gutes Beispiel,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 27.02.

Galt unserer Elite um die Jahrtausendwende noch der Jugendwahn als Problem, so geißelt sie nun den angeblichen Altersstarrsinn. In dieses Schwarz-Weiß-Bild unserer denkfaulen Elite passt es nicht, dass demografischer Wandel einen evolutionären Sinn haben könnte. Verherrlicht werden statt dessen angeblich überlegene "junge" Bevölkerungen". Der Soziologe Karl Otto HONDRICH nimmt dagegen in seinem Buch Weniger sind mehr seinen Ausgangspunkt nicht bei der Demografie, sondern bei den Problemlösungskompetenzen. Dann erscheint die Demografisierung gesellschaftlicher Probleme nicht als Lösung, sondern als Problem. Diese Sichtweise hat den Vorteil, dass nicht vorab per Altersdurchschnitt entschieden ist, welche Bevölkerungen die besten Problemlösungskompetenzen haben, sondern genau hingeschaut werden muss. Ist die Bevölkerung überhaupt das Problem oder nicht vielmehr unsere denkfaule Elite, die keineswegs innovativ ist, sondern lediglich fatalen Traditionen folgt.

Innovativere Wissenschaftler nehmen nicht wie LANGHAMMER das chronologische Alter zum Ausgangspunkt ihrer Überlegungen, sondern die steigende Lebenserwartung. Diese Sichtweise ist zwar immer noch dem Paradigma der Demografisierung gesellschaftlicher Probleme verhaftet, zeigt aber, dass Altersgrenzen keine biologischen Konstanten sind wie denkfaule Eliten annehmen, sondern in erster Linie gesellschaftlichen Konventionen unterliegen.

Wer wie LANGHAMMER alle Bevölkerungen über einen Kamm schert, der leugnet die großen Unterschiede zwischen nationalen Bevölkerungen und den jeweiligen Bedingungen innerhalb von Ländern.

Statt also den Argumenten von LANGHAMMER kritiklos zu folgen, wäre es angebracht, dessen unangemessenen, impliziten Annahmen zu hinterfragen. Wer heutzutage das Alter als unhinterfragte Selbstverständlichkeit benutzt, der folgt fatalen Traditionen und ist nur scheinbar up to date.

Unterlegt ist der Artikel mit einem Bild, das Alte als Touristen zeigt. Die Bildunterschrift lautet: Reife Kreuzfahrer: Neugierig auf die Welt nur aus sicherem Abstand. Allein dieses Altersbild zeigt die mangelnde Neugier unserer Eliten auf die Vielfalt der Welt...    

 
       
   

HUTT, Felix (2015): Jennys Seele.
Dirk sucht sein ganzes Leben vergebens nach der richtigen Frau. Dann kauft er eine Silikonpuppe. Die Geschichte einer anderen Liebe,
in:
Stern Nr.10 v. 26.02.

 
       
   

SKORA, Thomas/RÜGER, Heiko/SCHNEIDER, Norbert F. (2015): Räumliche Mobilitätserfahrungen im Lebenslauf und der Übergang in die Erstelternschaft,
in:
Bevölkerungsforschung Aktuell Nr.1 v. 25.02.

 
       
   

RÖTZER, Florian (2015): Migration in Europa.
Die Menschen ziehen auch weiterhin vom Land und von kleineren Städten in Großstädte und aus dem Süden und Osten in den Norden und den Westen Europas,
in:
Telepolis v. 25.02.

 
       
   

Antje Schmelcher - Feindbild Mutterglück

SCHMELCHER, Antje (2015): Jeder Säugling soll allein sein.
Das Bild der fürsorglichen Mutter ist für viele Feministinnen nur Nazi-Propaganda. Sie fordern stattdessen eine moderne, emanzipierte Form von Mutterschaft,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

 
   

BUDRAS, Corinna (2015): Familien in Raumnot.
Junge Familien haben es in den großen Städten schwer. Große Wohnungen sind rar, und Kinder sind bei Vermietern äußerst unbeliebt. Auch die Politik kümmert sich lieber um den Schutz der alteingesessenen Mieter,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

Weil inzwischen alteingesessene Family-Gentrifier jungen Familien den Wohnraum streitig machen, will Corinna BUDRAS lieber nicht über Gentrifizierung sprechen:

"Auf dem Wohnungsmarkt tobt gerade ein Konflikt, den niemand gerne offen anspricht: alteingesessene Mieter gegen junge Familien. Denn hinter dem bösen Wort der »Gentrifizierung«, der Verdrängung von ärmeren Haushalten aus einem Stadtteil, stecken nicht nur Immobilienhaie und Finanzbosse. Sondern eben auch viele junge Familien, meistens in der Kombination mit zwei arbeitenden Akademikern. Rechtsanwälte, Banker oder auch IMMs (Irgendwas mit Medien) drängen in die hippen Gegenden. Der Prenzlauer Berg in Berlin ist voller schwäbischer Kleinfamilien, die in der Metropole Großstadtluft schnuppern wollen - und es sich auch leisten können."

Stattdessen sollen Senioren Platz machen. Diesen gedenkt man mit Umzugprämien kleinere Wohnungen schmackhaft machen zu können. Die Wohnungssuche wird dadurch von BUDRAS zur "Generationenfrage" stilisiert. Senior ist jedoch nicht Senior, sondern vor allem Eltern, deren Kinder ausgezogen sind, wohnen in zu großen Wohnungen und nicht etwa Kinderlose, die angeblich auf dem Mietwohnungsmarkt bevorzugt werden. Dabei ist es eher so, dass Familien sich Wohnungen oder gleich Häuser kaufen - zumindest jene, die BUDRAS im Blick hat. BUDRAS stilisiert Frankfurt zur "Singlehauptstadt", was nicht belegt wird (weil es nicht stimmt).

BUDRAS kritisiert, dass Frankfurt den Milieuschutz vorantreiben will. Hier wird dann auch klar, welche Familien sie im Blick hat: Family-Gentrifier und nicht etwa arme Familien. Oder wer kann es sich leisten, zwei Wohnungen zu einer mit mehr als 130 Quadratmeter-Wohnung in einer Großstadt wie Frankfurt ausbauen zu wollen?

"die jungen Familien (...) wollen in das pulsierende Zentrum, damit die Elternschaft und die damit einhergehenden Unannehmlichkeiten wenigstens mit einem Caffè Latte um die Ecke versüßt werden können."

KULS, Norbert (2015): Die Mietpreisbremse, intelligent gemacht.
In New York werden erschwingliche Apartments in teure Immobilien integriert. Der Staat lockt Bauherren mit Steuerersparnissen und Bauerleichterungen,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

Norbert KULS preist ausgerechnet die hypergentrifizierte Single-Stadt New York als Vorbild an!

 
       
   

OCHS, Birgit (2015): Der verführerische Hauskauf.
Die Preise für Wohnimmobilien steigen ohne Unterlass. Und doch scheinen Häuser und Wohnungen erschwinglicher als früher. Das ist auf den ersten Blick verrückt, auf den zweiten aber riskant,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

Wer treibt die Preise nach oben? Kapitalanleger oder Selbstnutzer? Die Gefahren jedenfalls gehen für Birgit OCHS in erster Linie von Kleinanlegern aus, die sich über die Risiken nicht klar sind:

"Es ist eine Kuriosität, dass der Zusammenbruch des Häusermarkts in den Vereinigten Staaten vor acht Jahren, der erst eine Wirtschafts- und dann eine Finanzkrise auslöste, Anleger und Eigennutzer nun in Scharen ihr Heil in Häusern und Wohnungen in Deutschland suchen lässt - und dies immer mehr auch deshalb, weil Geld so günstig zu haben ist."

 
       
   

ADORJÁN, Johanna (2015): Dies alles, mein Kind, wird keinmal dir gehören.
Der letzte Wille meiner Tante Dagmar,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

 
       
   

WEHNER, Markus (2015): Die drei Leben des Alexander Gauland.
Erst war er in der CDU ein diskreter Mann im Hintergrund. Dann wurde er Publizist, den auch die Linken lobten. Seit zwei Jahren ist er Vizechef der AfD. Hat ihn das verändert?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

 
       
   

PERGANDE, Frank (2015): Zu viel Demokratie schadet der Demokratie,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 22.02.

Postdemokratie wird unsere Zeit genannt. Neben den Sozialabbau tritt seit einiger Zeit der Demokratieabbau als nächste Stufe des neoliberalen Zeitgeistes. 

 
       
   

SCHOLZ, Leander (2015): Warum wir endlich echte Väter werden müssen.
Viele Politiker betrachten die Elternzeit nur unter ihrem ökonomischen Nutzwert. Wir müssen endlich zulassen, dass Kinder unsere Welt verändern. Ein Bericht von einer extremen Erfahrung,
in:
Welt v. 21.02.

 
       
   

SCHÄFER, Christoph (2015): Mama.
Das gibt es kaum noch in Deutschland: Familien mit vier oder fünf Kindern. Sie haben politisch keine Lobby und brauchen ein Vermögen. Drei ganz unterschiedliche Großfamilien erzählen, warum für die Karriere gerade keine Zeit ist,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.02.

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

SCHMOLLACK, Simone (2015): "Trend geht zur offenen Spende".
Kinder: Diplom-Psychologin Doris Wallraff begrüßt das Urteil des Bundesgerichtshofs, nach dem auch Minderjährige die Identität ihres Samenspenders erfahren dürfen,
in:
TAZ v. 20.02.

 
       
   

RADA, Uwe (2015): Reich, aber nicht sexy.
Urbanität: Südlich des Spittelmarkts entsteht ein schickes Quartier, in dem es kaum noch Geschäfte gibt. Bezirk und Architekten schieben sich den Schwarzen Peter zu. Für Stadtforscher ist es ein Hinweis, dass Käufer teurer Wohnungen ihre Ruhe haben wollen,
in:
TAZ Berlin v. 20.02.

 
       
   

Die Migration in Deutschland in der Debatte

DESTATIS (2015): Zuwanderung nach Deutschland im 1. Halbjahr 2014 erneut angestiegen,
in: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes v. 19.02.

 
       
   

BAUREITHEL, Ulrike (2015): Sicherheit ist längst nicht alles.
Schwangerschaft: Behinderungen können künftig schon mit einem Bluttest erkannt werden. Das wird unsere Gesellschaft verändern,
in:
Freitag Nr.8 v. 19.02.

 
       
   

Die Kommunen im demografischen Wandel in der Debatte

VEYDER-MALBERG, Thyra (2015): Leipzig ist nicht Anti-München.
Die Zeiten des großen Leerstands sind in Leipzig vorbei. Auch dort lohnt sich mittlerweile das Immobiliengeschäft. Die Georg-Schwarz-Straße ist ein gutes Beispiel für die Entwicklung,
in:
Jungle World Nr.8 v. 19.02.

 
       
   

SCHLEIM, Stephan (2015): Kapitalismus und psychische Gesundheit.
Warum man einen Zusammenhang nicht bestreiten kann,
in:
Telepolis v. 19.02.

Stephan SCHLEIM kritisiert den Artikel Macht der Kapitalismus depressiv? von Martin DORNES & Martin ALTMEYER in der Zeit vom 22. Januar 2015.

 
       
   

HESSE, Michael (2015): "Pegida war eine Art Lackmus-Test".
Der Soziologe Heinz Bude spricht im FR-Interview über Pegida, Unterschiede in West- und Ostdeutschland und Ängste insbesondere in der sogenannten Mitte der Gesellschaft,
in:
Frankfurter Rundschau v. 18.02.

 
       
   

BARTH, Tomas (2015): IZA: Neoliberaler Think Tank unter Druck.
Das Institut für Zukunft der Arbeit und Lobbyismus-Vorwürfe,
in:
Telepolis v. 17.02.

 
       
   

SCHWESIG, Manuela (2015): Die leise Revolution in den Familien.
Moderne Familien- und Generationenpolitik setzt bei den Lebenswünschen und der Lebenswirklichkeit der Menschen an. Männer und Frauen sollen Zeit für ihre Familie und Zeit für ihren Beruf haben. Deshalb müssen wir die Debatte über die Familienarbeitszeit offensiv führen,
in:
Berliner Republik, Heft 1 v. 16.02.

 
       
   

HAEMING, Anne (2015): "Man muss raus aus der Komfortzone".
Auch Geeks können beziehungsfähig sein: Comic-Fan Eric Smith über die Liebe zwischen Nerds und Normalos,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 15.02.

 
       
   

PFISTER, Simona (2015): Welches Kunstwerk wären Sie gern?
Gestern war Valentinstag. Horror für einsame Singles. Heute melden sich wieder viele bei Partner-Portalen im Internet an. Dort geben sie alles für das große Glück.l Und verhindern es damit,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 15.02.

 
       
   

WEIDENBACH, Vera (2015): Partner auf Augenhöhe.
Am Valentinstag geht es um die Liebe. Aber kann man sich heutzutage eigentlich noch hochheiraten?
in:
Tagesspiegel v. 14.02.

FIEDLER, Maria (2015): Rechnung statt Liebe.
Partnervermittlungen machen ihren Kunden die Kündigung schwer. Ein Abschied kann teuer werden,
in:
Tagesspiegel v. 14.02.

 
       
   

LUZ, Christine (2015): Mein Süßtönender, mein Spatzerl.
Valentinstag: Eva Wyss hütet das Liebesbriefarchiv in der Koblenzer Unibibliothek. Weder Telefon noch Internet konnten den Herzensbotschaften bislang den Garaus machen. Im Gegenteil,
in:
TAZ v. 14.02.

 
       
   

LUZ, Christine (2015): Das Bildungsbürgertum bleibt unter sich.
Habitus: Die Herkunft spielt zunehmend wieder eine Rolle dabei, wer Professor wird - und wer nicht. Dass Aufsteiger seltener werden, erklärt Soziologin Christina Möller mit Unterschieden im sozialen Gespür,
in:
TAZ v. 14.02.

 
       
   
SZ-MAGAZIN-Thema: Ein Heft über die Liebe

CADENBACH, Christoph (2015): Erst das Kind, dann die Liebe.
Aminah war Single und wollte ein Baby. Sie entschied sich für eine anonyme Samenspende - lernte den Mann dazu aber doch noch gut kennen,
in:
SZ-Magazin Nr.7 v. 13.02.

JOEL, Antje (2015): Mensch, Bernhard.
Er war ihre große Liebe und auch wieder nicht. Er war ihr bester Freund und auch wieder nicht. Die Geschichte eines Mannes und einer Frau, die sich immer nah waren und die sich doch verpasst haben,
in:
SZ-Magazin Nr.7 v. 13.02.

BÄRNTHALER, Thomas (2015): Späte Bekehrung.
Mehr als zwanzig Jahre lang war John J. Smid der Chefideologe einer Anti-Schwulen-Bewegung in den USA. Seine Überzeugung war lange: Schwulsein ist Sünde und kann therapiert werden. Jetzt hat er einen Mann geheiratet,
in:
SZ-Magazin Nr.7 v. 13.02.

 
       
   

Gentrifizierung - Eine Zwischenbilanz. Von der Gentrifizierung zur Gated Community? Oder neuere Entwicklungen in deutschen Großstädten

NOWAK, Peter (2015): "Der Abschied von der subkulturellen Identität ist notwendig".
Über die möglichen Perspektiven von Hausbesetzungen heute - ein Gespräch mit Armin Kuhn,
in:
Telepolis v. 12.02.

 
       
   
BERLIN TIP-Titelgeschichte: Berlin 2030.
Wie wir leben wollen: So wird die Stadt der Zukunft

HEIER, Erik (2015): Wie wir leben wollen.
Berlin hat mit Zukunftsprognosen durchwachsene Erfahrungen. Aber warum nicht auch mal optimistisch nach vorn blicken? Solange die Stadt eines nicht vergisst: was ihren Reiz ausmacht,
in: Berlin Tip v. 12.02.

BRAUN, Iris (2015): Wir brauchen lebendige, gut durchmischte Wohnquartiere.
Stadtplanung: Diverse Wohnungsbauarten, Reurbanisierung der Ausfallstraßen: Stadtplaner Harald Bodenschatz sieht für die Zukunft des Städtebaus viele Chancen - aber auch einige Risiken,
in: Berlin Tip v. 12.02.

GRÜNBERG, Karl (2015): In den Clubs wird 2030 noch mehr Englisch und Spanisch gesprochen.
Demografie: Berlin braucht die Zuwanderer, sagt der Bevölkerungsforscher Klemens Maget. Sie bremsen auch den demografischen Wandel,
in: Berlin Tip v. 12.02.

 
       
   

STUMBERGER, Rudolf (2015): Handverlesene Professoren.
Warum sich bei der Uni-Karriere vor allem die soziale Herkunft lohnt,
in: Telepolis v. 11.02.

 
       
   

ROTH, Jenni (2015): Von "Herdprämie" und Wahlfreiheit.
Unter dem Titel der Familienpolitik fliesst viel Geld. Dabei entstehen auch Fehlanreize. Ein Blick nach Deutschland,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.02.

ROTH, Jenni (2015): "Da würde uns das ganze System um die Ohren fliegen".
Der Ökonom Stefan Sell über Probleme und Fehlanreize der staatlichen Familienförderung - und die Medien,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 09.02.

 
       
   

ERDMANN, Nicola (2015): Der Wille zur Liebe.
Singles sind auf der Suche nach romantischer Verliebtheit, Schmetterlingen und sprühenden Funken – dabei führt der Weg zum dauerhaften Beziehungsglück über den Kopf statt den Bauch,
in: Welt am Sonntag v. 08.02.

 
       
   

Das Single-Dasein in Großbritannien

KASTILAN, Sonja (2015): Das gewisse Extra.
Großbritannien genehmigt eine Methode, die Kindern das Erbgut von drei Eltern verschafft,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 08.02.

 
       
   

RÖTZER, Florian (2015): Der Aufstieg der kreativen Klasse verändert die Städte.
Nach einer Studie von Richard Florida und Kollegen verdrängt die kreative Klasse die Angestellten und Arbeiter aus den Innenstädten, die urbane Bevölkerung wird homogener,
in: Telepolis v. 08.02.

 
       
   
Sind Singles schuld an der Wohnungsnot in Deutschland?

RADA, Uwe (2015): Ein heißes Eisen.
Prämie: Rentner sollen 5.000 Euro bekommen, wenn sie in eine kleinere Wohnung ziehen. Das fordert der Chef der IG BAU. Ein unrealistischer Vorschlag für ein sehr reales Problem,
in: TAZ v. 06.02.

Auch die taz verwendet die politisch korrekte, aber irreführende Sprachregelung an. Das BIB hat in seiner Grafik des Monats Juli 2013 darauf hingewiesen, dass "hochbetagte Frauen" mit fast 70 qm im Jahr 2010 die größte Wohnfläche zur Verfügung haben. Dabei handelt es sich in erster Linie um alleinlebende Witwen. Der Zensus 2011 belegt:

"Überdurchschnittlich viel Platz pro Person hatten allein lebende verwitwete Seniorinnen und Senioren: Witwen lebten auf 82 m², Witwer sogar auf durchschnittlich 86 m".

Es gibt jedoch aufgrund der höheren Lebenserwartung der Frauen und dem Partnerwahlverhalten wesentlich mehr alleinlebende Witwen als Witwer. Im Jahr 2011 gab es gemäß dem Statistischen Bundesamt (siehe Tabellenanhang, Tabelle 6) 3,876 Millionen alleinlebende Witwen, aber nur 726.000 alleinlebende Witwer.

Auch die taz packt also nicht wirklich das heiße Eisen an. Vor allem argumentiert RADA mit deutschlandweiten Werten, um dann davon auf Berlin zu schließen:

"Ein Senior hat laut Statistischem Bundesamt deutschlandweit sogar 65 Quadratmeter zur Verfügung. In Paris, London oder Warschau reiben sie sich die Augen, wenn sie das hören."

Wenn überhaupt, hätte RADA die Fläche für Berlin, Hamburg oder München nennen müssen, aber offensichtlich ist Recherche der taz zu teuer.

Statt einer Umzugsprämie fordert RADA die Verhinderung von Mietpreissteigerungen:

"ein Umzugsmanagement, etwa der kommunalen Wohnungseigentümer, das garantiert, dass die verlassene große Wohnung, ebenso wie die kleine neue zum selben Preis vermietet wird wie an die Vormieter. Passiert dies nicht, treibt, Mietbremse hin oder her, jeder Umzug wieder die Mietpreisspirale an."

Auch das ist eher Augenwischerei, denn wer in einer zu großen Wohnung lebt, der wohnt entweder im Eigentum oder besonders preisgünstig. Eine günstige kleinere Wohnung müsste also subventioniert werden, um für Ältere attraktiv zu sein.

Wie dem auch sei: Mit Mittelwerten zu Wohnungsflächen ist wenig gedient. Schließlich müssten die Wohnungen dort verfügbar sein, wo Wohnungsnot herrscht. Dazu müssten zuerst einmal Fakten präsentiert werden. Leider sind die Statistiken zum Wohnflächenverbrauch unbrauchbar, weil sie weder kleinräumig genug, noch detailliert nach Alter, Geschlecht und Lebensform zur Verfügung gestellt werden. Wir haben es hier also mit einer Debatte zu tun, bei der nicht mit offenen Karten gespielt wird...

 
       
   

SPRECKELSEN, Tilman (2015): Die Lösung der Wohnungsnot.
Alte Menschen blockieren große Wohnungen. Und für viele Familien ist es schier unmöglich, innerhalb der Städte eine vernünftige Bleibe zu finden. Ein Gewerkschaftschef meint die Lösung zu kennen: Geld gegen Umzug,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.02.

"Aber wo steht geschrieben, dass in die durch den staatlichen Zuschuss frei gewordene Fünf-Zimmer-Wohnung tatsächlich eine Familie zieht und nicht das kinderlose Pärchen?",

wendet Tilman SPRECKELSEN ein. Wo steht aber geschrieben, dass ein "kinderloses Pärchen" kinderlos bleiben muss? In der Regel zieht man nicht um, wenn das Kind bereits geboren ist. Und was von einer Statistik zu halten ist, die Kinderlosigkeit nicht erfassen kann, das lässt sich an der Debatte nach der Jahrtausendwende ablesen, als angeblich 40 % der Akademikerinnen lebenslang kinderlos sein sollten, bzw. zwei Drittel der 1965 geborenen Frauen.

 
       
   

RHEIN-NECKAR-ZEITUNG-Tagesthema: Platz machen für die nächste Generation?
Die IG Bau schlägt eine Umzugsprämie für Senioren vor, damit diese in kleinere Wohnungen ziehen können und Familien die frei werdenden Immobilien übernehmen

BUCHSTEINER, Rasmus (2015): "Ältere nicht rausdrängen".
Die Sozialpolitikerin Ulrike Mascher hält nichts von einer Umzugsprämie für Senioren,
in:
Rhein-Neckar-Zeitung v. 06.02.

Ulrike MASCHER, Präsidentin des VdK Deutschland, sieht kein Massenphänomen vorliegen. Die Anzahl der alleinlebenden Witwen über 64 Jahre entspricht in etwa dem Anteil lediger 25-45jähriger lediger Alleinlebender, die als kinderlose Karrierefrauen seit Jahrzehnten die Öffentlichkeit erregen. Wenn das eine kein Massenphänomen wäre, dann dürfte es das andere auch nicht sein! Ein anderer Einwand ist dagegen durchaus ernst zu nehmen:

"Wer heute bei uns in München eine größere Wohnung mit einem 30 Jahre alten Mietvertrag hat, zahlt unter Umständen viel weniger, als heute für eine kleinere Wohnung an Miete verlangt wird. Da liegt das Problem. Am Ende zahlt man drauf, wenn man umzieht. Ältere Menschen, die sich verändern wollen, suchen meist nach Wohnraum im gleichen Stadtviertel. Und die sind meistens kaum erschwinglich."   

ALBERS, Petra (2015): Wenn die Wohnung zu groß wird...
...
dann sollte der Staat Senioren den Umzug bezahlen, schlägt die IG Bau vor - Ein Pro und Contra,
in:
Rhein-Neckar-Zeitung v. 06.02.

Dpa-Presseagentur-Meldung wie sie heute in etlichen Tageszeitungen in ähnlicher Weise veröffentlicht wird. 

 
       
   
FREITAG-Wochenthema: Diese Leistung lohnt sich.
Der Staat hilft kaum. Wir zweifeln. Und wollen doch: Kinderkriegen

WELDING, Malte (2015): Die wollen mehr als nur spielen.
Familienplanung: Deutschland ist ein altes Land - und das schafft eine Realität, in der Kinderkriegen alles andere als selbstverständlich ist. Warum man es dennoch wagen sollte,
in:
Freitag N.6 v. 05.02.

LÖFFLER, Juliane (2015): "Ein historisches Versehen".
Im Gespräch: Eine bewusst kinderlos lebende Frau stellt unser Mütterideal in Frage. Davon können auch Frauen mit Kindern profitieren, meint Sarah Diehl,
in:
Freitag N.6 v. 05.02.

 
       
   

Die Reproduktionsmedizin und die Fruchtbarkeitskrise

WERDERMANN, Felix (2015): Die Angst vor der Unterhaltspflicht.
Samenspenden: Auch minderjährige Kinder haben ein Recht zu erfahren, wer ihr biologischer Vater ist. Bleiben nun die Samenspender weg? Nein – wenn man Unterhalts- und Erbrecht ändert,
in:
Freitag N.6 v. 05.02.

 
       
   

BMAS (2015): Arbeitsmarktprognose 2030.
in: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales v. 05.02.

 
       
   

DPA (2015): Senioren sollen Wohnungen für Familien räumen.
Senioren sollen nach Vorstellungen der IG Bau in kleinere Wohnungen ziehen, um Platz für Familien zu machen. Eine staatliche Umzugsprämie könnte den Wechsel attraktiver machen,
in:
faz.net v. 05.02.

Die Bild titelt "Rentner", faz.net spricht von "Senioren". In Wahrheit wohnen in erster Linie ältere Witwen bzw. Mütter in großen Wohnungen

 
       
   

BRIGITTE-Dossier: Alleinerziehend - Arm dran?
Wie Single-Mütter heute leben

PFERSDORF, Silke (2015): "Du bist ja gar nicht richtig alleinerziehend".
Wie allein muss man sein, um "richtig alleinerziehend" zu sein? Silke Pfersdorf hat den Wettbewerb unter Single-Müttern ums härteste Schicksal erlebt,
in:
Brigitte N.4 v. 04.02.

WIEBE, Silia (2015): "Und jetzt hast du nichts mehr!"
Aus Bequemlichkeit bei einem Mann bleiben? Susanne M., 39, hat anders entschieden. Sie lebt allein mit ihrer neunjährigen Tochter Anna. Die Trennung war für sie finanziell und sozial ein Absturz,
in:
Brigitte N.4 v. 04.02.

KLEINSCHMIDT, Carola (2015): "Die meisten Frauen funktionieren erst mal perfekt".
Denn die psychischen Folgen einer Trennung zeigen sich erst Jahre später, sagt Alexandra Widmer, Expertin für Burn-out-Prävention für Alleinerziehende,
in:
Brigitte N.4 v. 04.02.

KLEINSCHMIDT, Carola (2015): "Da ist niemand, der mich bremst".
Dolores Preiß, 44, hatte niemals Angst davor, alleinerziehend zu sein. Vielleicht ist das der Grund, warum ihr in ihrem Leben allein mit ihren Töchtern nichts fehlt - schon gar kein Mann,
in:
Brigitte N.4 v. 04.02.

BAUMGARTEN, Silke (2015): "Die schwerste Unterschrift meines Lebens".
Sie hatten sich schon getrennt, bevor ihre Tochter geboren wurde. Jetzt plötzlich beantragte der Vater das gemeinsame Sorgerecht. Für Kristina D., 37, eine Katastrophe,
in:
Brigitte N.4 v. 04.02.

KIRSCH, Claudia (2015): Im Stich gelassen.
Was die Politik für Alleinerziehende tut - und was nicht. Eine Bilanz,
in:
Brigitte N.4 v. 04.02.

 
       
   

Gentrifizierung - Eine Zwischenbilanz. Von der Gentrifizierung zur Gated Community? Oder neuere Entwicklungen in deutschen Großstädten

NOWAK, Peter (2015): "Ohne sie hätte die Verdrängung viel früher eingesetzt".
Besetzerszene: Armin Kuhn hat ein Buch über Häuserkampf geschrieben und vergleicht darin die Besetzungsbewegung vor und nach dem Mauerfall,
in:
TAZ Berlin v. 04.02.

 
       
   

Nachrufe auf Carl Djerassi

STEINBERGER, Karin (2015): "Ein männlicher Feminist".
Die Trennung von Sex und Fortpflanzung war sein Lebensthema, die Mitentdeckung der Pille seine bekannteste Leistung. Carl Djerassi wurde 91 Jahre alt und hatte eigentlich noch viel vorgehabt im Leben,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 02.02.

JÄGER, Lorenz (2015): Kunst und Pille.
Zum Tod Carl Djerassis: Die Entkopplung von Sexualität und Fortpflanzung machte ihn berühmt. Die Antibabypille brachte ihm zwar nicht den Nobelpreis, aber großen Reichtum. Zum Tod des kalifornischen Wieners Carl Djerassi,
in:
faz.net v. 01.02.

 
       
   

HINCK, Gunnar (2015): Schweden - Der Traum ist aus,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Februar

 
       
   
PSYCHOLOGIE HEUTE-Titelgeschichte: Die Angst vor Nähe.
Was steckt hinter Bindungsproblemen - und wie kann man sie überwinden?

USTORF, Anne-Ev (2015): Komm mir nicht zu nahe!
Bindungsangst: Sie sehnen sich nach Nähe und Geborgenheit - doch wenn ihr Wunsch in Erfüllung gehen könnte, ziehen sie sich zurück. Menschen, die unter Bindungsangst leiden, haben große Schwierigkeiten, wirklich "in Beziehung" zu anderen zu treten. Und sie bereiten jenen, die sie lieben, oftmals großes Leid. Was steckt hinter der Angst vor Nähe? Und kann man sie überhaupt überwinden?
in: Psychologie Heute, Februar

Bindungsangst darf nicht mit dem Single-Dasein verwechselt werden, denn Menschen mit Bindungsangst führen

"durchaus langjährige Beziehungen und kinderreiche Ehen, in denen sie aber auf Distanz bleiben müssen, um ihren Fluchtimpuls im Griff zu haben."

Der Psychologe Jürgen vom SCHEIDT prägte dafür bereits in den 1980er Jahren den Begriff "Krypto-Single", wobei dieser Begriff noch nicht die negative Konnotation von "Angst vor Nähe" hatte, sondern in erster Linie auf interindividuell unterschiedliche Bedürfnisse verwies. Anne-Ev USTORF stellt in dem Beitrag die Sichtweise der Psychotherapeutin Stefanie STAHL vor:

"Die Angst vor Nähe kann sich ganz unterschiedlich zeigen. Oft »versteckt« sie sich, erklärt Stahl. In ihrem Buch Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen skizziert die Expertin einige Prototypen bindungsängstlichen Verhaltens: Der Jäger etwa, der potenzielle Partnerinnen nur so lange interessant findet, wie sie unerreichbar sind, die Prinzessin, die stets Schwächen an ihren neuen Partnern entdeckt und dann die Beziehung beendet, der Maurer, der Nähe und Distanz in seiner Partnerschaft durch übermäßiges Arbeiten oder zeitintensive Hobbys reguliert."

Die Bindungsforschung sucht die Gründe für dieses Verhalten in der frühen Kindheit:

"Die renommierten deutschen Entwicklungspsychologen Karin und Klaus E. Grossmann untersuchten in einer 22-jährigen Längsschnittstudie 49 Familien in Bielefeld und konnten belegen, dass sich schon die Qualität der mütterlichen und väterlichen Fürsorge im Kleinkindalter als ausschlaggebend für die spätere Partnerschaftsqualität des Kindes erwies".

Der Psychoanalytiker Gerd RUDOLF unterscheidet drei Grundkonflikte, die er unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Kindheit zuordnet: den Grundkonflikt der Nähe, der Autonomie und den depressiven Grundkonflikt.

Entsprechend dieser Ursachendiagnose erwächst dem Menschen mit Bindungsangst seine spezielle Herausforderung in einer Partnerschaft:

"Aufgabe der Bindungsängstlichen ist also, sich mit den Ursprüngen der Näheangst, also den bedrückenden Kindheitserfahrungen von Abhängigkeit und Ausgeliefertsein auseinanderzusetzen."

Zum Schluss wird darauf hingewiesen, dass frühkindliche Bindungserfahrungen durch neue Bindungserfahrung in der aktuellen Partnerschaft relativiert werden können. Diese Veränderung von Bindungsmustern kommt jedoch bei schweren traumatischen Erlebnissen an seine Grenzen.

Ausgeblendet bleiben bei dieser psychologischen Perspektive die gesellschaftlichen Bedingungen, die z.B. durch Mobilitätszwänge und multilokale Lebensweise die Nähe-Distanz-Balance von Partnerschaften beeinträchtigen können.

NUBER, Ursula (2015): "Ich bin erstaunt, wie viele Unverschämtheiten sich die verzweifelten Partner bieten lassen".
Wenn ein Partner Angst vor Nähe hat, dann ist das Leben für den anderen oftmals eine leidvolle Achterbahnfahrt. Die Frage, ob die Beziehung überhaupt eine Zukunft hat, steht fast immer im Raum. Ein Gespräch mit der Psychotherapeutin Stefanie Stahl,
in: Psychologie Heute, Februar

Für Stefanie STAHL ist der Maurer in erster Linie ein bindungsängstlicher Mann, mit dem langjährige Beziehungen oder Ehen gelingen können. Für den Umgang mit diesem Typus gibt STAHL den folgenden Ratschlag:

"Anstatt dem Bindungsängstlichen hinterherzulaufen, konzentriert man sich auf seine persönliche Weiterentwicklung. Zudem rate ich den Partnern, sich auf Aktivitäten zu besinnen, die sie unabhängig vom Bindungsängstlichen glücklich machen."

Für solche Ratschläge braucht man jedoch nicht unbedingt zum Psychotherapeuten oder Coach, sondern es genügt eventuell bereits ein guter Freund/gute Freundin oder der gesunde Menschenverstand...

 
       
   

GIELAS, Anna (2015): "Ich war zuerst da!".
Geschwister kann man sich nicht aussuchen. Und viele Erstgeborene kämen ganz gut ohne sie aus. Oft reagieren sie eifersüchtig auf die Konkurrenz. Dazu haben sie aber wenig Grund: Viele Eltern bevorzugen unbewusst ihr erstes Kind,
in: Psychologie Heute, Februar

 
       
   

WEISBROD, Lars (2015): Loslabern!
Small Talk ist nicht oberflächlich, sondern produktiv. Wir haben uns von Konversationsprofis ein paar Ratschläge für das Gespräch vor dem Gespräch geholt,
in: Neon, Februar

 
       
   

KITTLITZ, Alard von (2015): Künstliche Liebe.
Kann man mit einem virtuellen Partner wirklich glücklich werden? Unser Autor hat es ausprobiert,
in: Neon, Februar

 
       
   

LIERE, Judith & Christoph KOCH (2015): "Nur weil ich Feministin bin, muss ich nicht im Blaumann rumlaufen".
Die "Girls"-Erfinderin Lena Dunham ist die beste Freundin einer ganzen Generation. Im Interview verrät sie, warum sie ihr Schamgefühl aktiv bekämpft und ob sie bald eine TV-Serie "Boys" drehen wird,
in: Neon, Februar

 
       
   

BUCHHOLZ, Jenny (2015): "Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in der Klapse lande".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon, Februar

 
       
 

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Zu den News vom 17. - 31. Januar 2015
 

   
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