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Presserundschau:

News zum Single-Dasein

 
       
   

News vom September 2000
News vom August 2000
News vom Juli 2000
News vom Juni 2000
News vom Mai 2000
News bis Mai 2000

 
       
   
 
       
   

News vom Oktober 2000

 
       
       
     
   
  • DORN, Thea (2000): Deutschland, Leiche, Mutter.
    Montags links oben. Thea Dorn über die Angst der Deutschen vorm eigenen Aussterben,
    in: Tagesspiegel v. 30.10.

 
   
  • MEINHOLD, Philip (2000): Betr.: Der Wertewandel des Wertewandels.
    Der "Spiegel" singelt in die Zweisamkeit,
    in: TAZ v. 26.10.

Philipp MEINHOLD hat die Single-Titelgeschichte vom 04.03.2000 mit der Titelgeschichte vom 23.10. verglichen und wundert sich über die Schnelligkeit gesellschaftlicher Wertewandelprozesse.

Vielleicht hätte MEINHOLD auch die Autorenschaft vergleichen sollen. Er hätte festgestellt: der Frühjahrstitel repräsentiert die männliche Sichtweise und der Herbsttitel die weibliche Sichtweise. Und wir wissen ja seit einigen Jahren: Männer kommen vom Mars und Frauen von der Venus, auch wenn sie für das gleiche Blatt schreiben...

 
   
  • HOLCH, Christine (2000): Der Führerschein fürs Eheglück.
    Gestern noch verliebt, heute ernüchtert, morgen schon geschieden? Mit neuartigen Testverfahren gelingt es Paarberatern, diese Abwärtsspirale anzuhalten. Am besten, die Brautleute prüfen ihre Beziehung schon vor der Ehe auf Herz und Nieren!,
    in: Chrisma. Das evangelische Magazin Nr.11 v. November

 
   
SPIEGEL-Titelgeschichte: Die neue Zweisamkeit.
Sehnsucht nach der Beziehungsidylle

WELLERSHOFF, Marianne (2000): Glücklicher zu zweit.
Der flotte Single, viele Jahre fast eine Kultfigur der Gesellschaft, ist plötzlich out, ebenso der lässige Seitensprung. Eine neue Sehnsucht nach Bindung, nach stabiler Zweisamkeit bewegt vor allem die Jüngeren. Eine Reaktion auf Tempo und Kälte der globalisierten Ökonomie?
in: Spiegel Nr.43 v. 23.10.

Marianne WELLERSHOFF hat einen Trend zur neuen Zweisamkeit für den Spiegel ausfindig gemacht. Was soll daran jedoch neu sein? Lifestyle-Magazine haben bereits Ende der 1980er Jahre den Single auf die Liste der aussterbenden Arten gesetzt und außer Ulrich BECK und der harte Kern der Individualisierungstheoretiker, die sich auf die amtliche Statistik berufen haben, haben alle empirischen Single-Studien, die einen differenzierteren Single-Begriff verwendet haben, nachgewiesen, dass von einer "Single-Gesellschaft" keine Rede sein kann.

Bereits die erste Spiegel-Titelgeschichte zur "Single-Gesellschaft" Ende der 1970er Jahre hatte herausgefunden, dass viele "Singles" in festen Partnerschaften lebten, für die sich der Begriff "Living apart together" einbürgerte. Wenn der Single zur "Kultfigur der Gesellschaft" geworden ist, dann liegt das auch an der Spiegel-Berichterstattung. Der Soziologe Günter BURKART spricht stattdessen vom "Mythos Single". Dies trifft den Sachverhalt genauer.

Wenn sich also überhaupt etwas geändert hat, dann ist das die Berichterstattung der Medien über Singles. Es gibt da einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Durchsetzung sozialpolitischer Reformen und der Single-Berichterstattung. Warten wir also auf die nächste Runde in der sozialpolitischen Debatte. Dann wird man sich beim Spiegel bestimmt wieder auf die "Single-Gesellschaft" besinnen...

WELLERSHOFF, Marianne (2000): "Single-Frauen sind isoliert".
Der Zürcher Psychotherapeut Jürg Willi über Liebesbeweise und vorschnelle Trennungen,
in: Spiegel Nr.43 v. 23.10.

MOELLER, Michael Lukas (2000): "Der Schatz der Eifersucht".
Der Paarexperte Michael Lukas Moeller über Seitensprünge und deren Bedeutung,
in: Spiegel Nr.43 v. 23.10.

 
   
  • SCHEUCH, Erwin K. (2000): Meistens kommt es anders.
    Über die Haltbarkeit von Voraussagen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 21.10.

 
   
  • METZNER, Monika M. (2000): Wenn Oma streikt.
    Großmütter lassen für die Kinder ihrer Kinder alles stehen und liegen? Es gibt auch andere. Und die stricken ihr Leben ganz und gar nicht nur um die Enkel,
    in: Frankfurter Rundschau v. 21.10.

 
   
  • GASCHKE, Susanne (2000): Mehr Männerförderung!
    Die SPD braucht eine neue Familienpolitik. ZEIT-Gespräch mit Renate Schmidt,
    in: ZEIT Nr.43 v. 19.10.

 
   
  • VINCENZ, Sabine (2000): "Wenn man jung ist, sieht man alles lockerer".
    Die eine ist mit 45 schon zweifache Großmutter. Die andere hat mit 40 ihr erstes Kind bekommen: Zwei Mütter sprechen über ihre sehr unterschiedlichen Erfahrungen
    in: Brigitte Nr.22 v. 18.10.

Wenn es nach Alice SCHWARZER ginge, dann dürften Frauen keine Brigitte lesen (siehe 09.10.)
 
   
  • HAMER, Eberhard (2000): Dinkies und Singles als Rentenproblem
    in: Welt am Sonntag v. 15.10.

 
   
  • HARTMANN, Martin (2000): Goldregen für alle.
    Individualisierung - auch out of München theorietauglich?
    in: Frankfurter Rundschau v. 12.10.

Martin HARTMANN bezeichnet den Ansatz des Soziologen Ulrich BECK als "Yuppiesoziologie. Die Anhänger der Individualisierungsthese, so der Einwand, meinen im Grunde immer nur die mehr oder weniger wohlhabende Sicht junger, urbaner Manager, die von Termin zu Termin jetten, um abends dann von New York aus der fernen Freundin per Handy mitzuteilen, dass man sich am nächsten Morgen doch in Florenz treffen könne. In seinem Artikel bezieht sich HARTMANN auf das Interview mit Markus SCHROER in der ZEIT Nr.36 v. 31.08.
 
     
   
  • DPA (2000): Konkurrenzdruck macht krank.
    Psychische Zusammenbrüche am Arbeitsplatz nehmen zu,
    in: Frankfurter Rundschau v. 10.10.

Die WHO hat den 10. Oktober zum "Tag des psychischen Wohlbefindens" erklärt, um das Tabu psychischer Krankheiten auf die Tagesordnung zu bringen.

Sie haben aber vergessen Michel HOUELLEBECQ zu engagieren, weswegen das niemand mitbekommen wird. Wer sich für das Thema interessiert, dem sei die Spiegel-Titelgeschichte als Einstieg empfohlen:

LAKOTTA, Beate (2000): Todesangst an der Käsetheke.
Die Hamburger Verhaltenstherapeutin Ulrike Lupke über ihren Praxisalltag, den Horrorfilm im Kopf ihrer Patienten und Hausaufgaben gegen Panikattacken,
in: Spiegel Nr.36 v. 04.09.

 
   
  • Das Single-Dasein in Österreich

    • ROTTENBERG, Thomas (2000): Zu Besuch bei alten Damen.
      Die "Gesellschafterin" soll Einsamkeit vertreiben helfen,
      in: Standard v. 09.10.

 
     
   
  • HOLLSTEIN, Walter (2000): Männer in anderen Umständen.
    Der Bücherherbst hat sein Thema gefunden: Die Krise des Mannes. Nach alten Werten erzogen, bekommt er zunehmend Schwierigkeiten mit den Anforderungen der modernen Welt,
    in: Berliner Illustrierte Zeitung, Beilage zur Berliner Morgenpost v. 08.10.

Schon wieder Michael! Diesmal wird er vom weiblichen Imago des Soziologen Walter HOLLSTEIN, die er Christine nennt, aus dem Paradies der Ehe verjagt. Er hat sich zu wenig an Hausarbeit und Kindererziehung beteiligt, obwohl er doch gezwungenermaßen bereits in die Männergruppe gegangen ist ( Aber wahrscheinlich wurde da nur gesoffen, über Autos und blöde Tussis gelabert und zuhause etwas vom "Neuen Mann" gefaselt?).

HOLLSTEIN ist dennoch überzeugt: der Weg zum Glück des Mannes führt durch die Männergruppen der Republik. Ehemänner werden nach der Lektüre wohl eher verhindern, dass ihre Ehefrauen ins Fitness-Studio gehen, um dort wenigstens eine neue Liebschaft ("Neue Männer" gibt es dort auch nicht!) zu finden oder sie gehen selber ins Fitness-Studio...

 
   
  • BERNACK, Jenny (2000): Die Zukunft der Singles im Alter.
    Alleinlebende sind ein wertvolles Potential für den Bereich der Ehrenämter,
    in: Süddeutsche Zeitung v. 06.10.

Jenny BERNACK spielt den Freizeitpapst Horst W. OPASCHOWSKI gegen den Biografie- und Milieuforscher Günter BURKART aus, um eine Emnid-Umfrage über die Stabilität der Partnerschaft (haben wohl vor der Umfrage gerade in der Zeitung gelesen, dass es um die Partnerschaft schlecht steht) an den Leser zu bringen. Zum Schluss wird auch noch die Studie der Bamberger Familienforscher erwähnt. Für jeden etwas dabei...
 
     
   

Single-Magazine in der Debatte

 
       
       
   

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