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Kathrin Röggla: Die Heterogenität der Lebensformen

 
       
     
       
   
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    Kathrin Röggla in ihrer eigenen Schreibe

     
       
    • RÖGGLA, Kathrin (2002): EIne Stimme mit Eigensinn,
      in: TAZ v. 14.02.
      • Inhalt:
        Eine Hommage an Alexander KLUGE.
    • RÖGGLA, Kathrin (2002): das letzte hemd.
      überlegungen zur kinogier,
      in: Frankfurter Rundschau v. 01.06.
      • Inhalt:
        Wir "leben in einer zeit, die bestimmt ist von dem gefühl eines gewaltigen realitätsverlustes und dem daraus resultierenden hunger nach dem 'wirklichen leben'", schreibt Röggla.
                 Michael RUTSCHKY hat dies für seine Generation 1980 als "Erfahrungshunger" beschrieben. Sein Ausgangspunkt war wie bei RÖGGLA die 70er Jahre.
                 Die Autorin schreibt über das Autorenkino von Alexander KLUGE, GODARD und FASSBINDER, um es am heutigen "Realfilm" zu messen. RÖGGLA sieht sich mit einem Rückfall in Zeiten konfrontiert, die als überwunden galten:
                 "wir befinden uns in einer zeit der widereinschreibung in traditionelle geschlechterrollen, der wiederaufnahme von mustern und riten, die man aus zeiten einer repressiven alltagskultur kennt, und es wird von werten gesprochen, als ob diese unseren bedürfnissen, ja, unseren möglichkeiten entsprächen. zudem läuft man immer mehr gefahr zu verschwinden, wenn man in diesen farbrahmen nicht passt."
                 Im herrschenden Neoliberalismus sieht RÖGGLA die Ursache dieses Wertekonservatismus:
                 "'ist es nicht so', sagte eine freundin kürzlich zu mir, 'dass alle gesellschaftlichen gewinne privatisiert werden und alle verluste vergesellschaftet?' plötzlich hat sie mit einem satz auf den punkt gebracht, was mir die ganze zeit durch den kopf gegangen und nicht stillzustellen war: da findet eine neuorganisation der zusammenhänge statt, eine gewaltige umverteilung, und man ahnt: all diese veränderungen geschehen nicht von alleine, dennoch ist es ein gefühl der ohnmächtigkeit, welches sich ausbreitet.
    • RÖGGLA, Kathrin (2005): gesundheitsapostel,
      in: poetenladen.de
    • RÖGGLA, Kathrin (2007): Krisenproduktionsmaschine.
      Katastrophen als kapitalistisches Machtinstrument: Naomi Klein betreibt Systemkritik,
      in: Tagesspiegel v. 17.09.
      • Inhalt:
        "Nach dem »militärisch-industriellen Komplex« der 70er und 80er Jahre, dem Casino-Kapitalismus der 90er jetzt also der Katastrophen-Kapitalismus-Komplex. Ein wenig klingt das schon nach altem Wein in neuen Schläuchen, doch Naomi Klein geht es nicht darum, ein neues Label zu erfinden, sondern, und das gelingt ihr sehr überzeugend, die Genese eines weltumspannenden Systems zu erzählen, welches sich durch ein herausstechendes Merkmal auszeichnet: Es produziert Katastrophen, nicht nur, um Profit daraus zu ziehen, sondern um sich als herrschende Machtstruktur fix zu installieren, bis aus dem militärisch-industriellen Komplex jenes Regierungsunternehmen wird, dem jeder Bewohner dieses Planeten unterworfen ist", meint Kathrin RÖGGLA zum Buch "Die Schock-Strategie" von Naomi KLEIN.
    • RÖGGLA, Kathrin (2007): die wiedergänger. In: Johannes Ullmaier (Hg.) Schicht! Arbeitsreportagen für die Endzeit, Frankfurt a/M: Suhrkamp, S. 291-320
     
           
       

    Kathrin Röggla im Gespräch

     
         
           
       

    die alarmbereiten (2010)
    Frankfurt a/M:
    Fischer Verlag

     
       
     
     

    Pressestimmen

    "Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? In sieben Prosastücken erzählt Kathrin Röggla von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft.

    Brennende Wälder, fliehende Tiere, Panikeinkäufe. Experten, Schaulustige und Beteiligte stieren auf die Katastrophe. Und fragen sich: "hat man jetzt überlebt?". Entwarnung wird nicht gegeben. Eine Welt im Ausnahmezustand: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Entführungsfälle - das Leben wird zum Worst-Case-Szenario. Und dadurch dramatisch. Eine gespenstische Hetzjagd. Oder sind diese Panikszenen eine große Fiktion? Kennen wir diese bedrohlichen Sicherheitslücken, spektakulären Rettungsaktionen und exklusiven Berichterstattungen nicht aus den Filmen des Hollywood-Kinos? Sind wir die Helden in einem Katastrophenfilm? Kathrin Röggla spielt diese Katastrophen-Szenen durch und entlarvt ihre Dramaturgie. In acht Prosastücken erzählt sie von der Bedrohung und der Magie einer Welt in Alarmbereitschaft. Schlau und gewitzt führt sie uns die trügerischen und verführerischen Geschichten unserer panischen Gegenwart vor Augen."

     
     
     
           
         
           
       

    Wir schlafen nicht (2004)
    Frankfurt a/M:
    Fischer Verlag

     
       
     
     

    Pressestimme

    "Was man gegen Ende des Wirtschaftswunders in Deutschland als »Literatur der Arbeitswelt« kennen lernte, kehrt  mit »wir schlafen nicht« zu Zeiten der New Economy zurück. Der Titel sagt es bereits: Anders als in der Ford-Taunus-Ära ist es heutigen Desktop-Arbeitern verwehrt, nach ihrer betrieblichen Dienst-Leistung den Feierabend zu ehren: (...) Sie leben und arbeiten nach der Stechuhr der Selbstversklavung.
    Getreu dem Bild, das der US-Soziologe Richard Sennett 1998 im »flexiblen Menschen« zeichnete, ist (...) der Arbeitnehmer selbst sein schlimmster Sklaventreiber."
    (Christiane Zintzen in Literaturen vom Juli/August 2004)

     
     
     
           
         
       
    • Rezensionen

    • NÜCHTERN, Klaus (2004): Kathrin Röggla: wir schlafen nicht.
      Mit ihrem Roman "wir schlafen nicht" liefert Kathrin Röggla eine unsentimentale Bestandsaufnahme neuer Arbeitsverhältnisse, in denen menschliche Grundbedürfnisse großzügig restrukturiert werden,

      in: Falter Nr.13
    • HAAS, Alexander (2004): Ein Leben unter Zombies.
      Ihre Frage: Was spricht da, wenn ich rede? Ihr Ziel: die Konfrontation (mit dem Effizienzdenken
      im Neoliberalismus). Die Schriftstellerin Kathrin Röggla schreibt über Arbeits- und Medienjunkies,

      in: TAZ v. 17.03.
    • HILLGRUBER, Katrin (2004): Immerhin der Konjunktiv lebt.
      Kathrin Rögglas Roman "wir schlafen nicht" kombiniert hysterischen Redefluss mit der guten alten Entfremdung,
      in: Frankfurter Rundschau v. 24.03.
    • Inhalt:
      HILLGRUBER stellt RÖGGLA in die Tradition des Wirtschaftsromans:

               "»Die Poesie dort suchen, wo niemand sie finden will«, lautete das Motto von Ernst-Wilhelm Händlers Unternehmerinnen-Roman Wenn wir sterben (2002). Er demonstriert den fließenden Übergang von ökonomischen Prämissen zu Wahnvorstellungen und entlarvt die hohlen Motivationstermini der Management-Philosophie, bei gleichzeitig anhaltender Faszination durch den Kapitalismus. Urs Widmer beackerte das öde Feld dramatisch mit Top Dogs über Führungskräfte im »Outplacement«, ebenso Rolf Hochhuth mit McKinsey kommt. Ingo Niermann protokollierte zuletzt die Minusvisionen gescheiterter Jungunternehmer.
      Lobenswerterweise hat sich Kathrin Röggla mit ihrem außergewöhnlichen sprachlichen Sensorium nun auch auf jenes unpoetische Terrain begeben, das unsere Wirklichkeit immer stärker bestimmt. Sie präpariert Wortungetüme (...), erspürt den latenten Kriegszustand, die »verschiedenen unwirklichkeitsgrade«, die Intrigen und Verstellungen ihrer sechs talking heads.
      "
    • NOLTZE, Holger (2004): Klettern im Kontrollgebirge.
      Ohne Auszeit: Kathrin Röggla nimmt die Wirtschaft zu Protokoll,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.04.

    • KRAMATSCHEK, Claudia (2004): Schöne neue Wirtschaft.
      Kathrin Röggla: wir schlafen nicht,
      in: fluter.de v. 19.04.
    • FELIXBERGER, Peter (2004): Schlaflos in Germany.
      wir schlafen nicht - der neue Roman von Kathrin Röggla,
      in: changeX.de v. 03.05.
    • JANDL, Paul (2004): Vom Lebensgefühl der Untoten.
      Kathrin Rögglas Roman "wir schlafen nicht",
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 05.05.
    • LANGER, Phil C. (2004): Auf der Suche nach Arbeit.
      Ökonomisierung der Sprache. Kathrin Rögglas neuer Roman "wir schlafen nicht",
      in: Freitag Nr.25 v. 11.06.
    • BEIKÜFNER, Uta (2004): Die traurigen Telefonistinnen.
      Kathrin Röggla porträtiert eine gestylte Welt in gestyltem Textformat,
      in: Berliner Zeitung v. 17.06.
    • ZINTZEN, Christiane (2004): Leergutreden.
      Literatur der Arbeitswelt. Kathrin Röggla singt Loblieder auf das Leistungsprinzip, um die New Economy und deren Personal zu kritisieren,
      in: Literaturen, Nr.7/8, Juli/August
     
       
    • Das Buch in der Debatte

    • HARTWIG, Ina (2004): See(len)krankheiten.
      Dieser Bücherfrühling gehört den Frauen: Was aber wollen sie?
      in: Frankfurter Rundschau v. 18.05.
    • Inhalt:
      Ina HARTWIG resümiert den diesjährigen Bücherfrühling:

               "Ein gemeinsames Anliegen verfolgen die Autorinnen nicht. Wir haben: zwei gesellschaftskritische Österreicherinnen - Kathrin Röggla und Marlene Streeruwitz -, die ihre decouvrierende Haltung mit einer auf unterschiedliche Weise experimentellen Sprache kombinieren; zwei westdeutsche Autorinnen - Ulrike Draesner und Felicitas Hoppe -, die gegensätzlicher nicht sein könnten in der Erschließung des Profanen und des Poetischen; schließlich haben wir in Angelika Klüssendorf eine ostdeutsche Schriftstellerin, die über den Verdacht der DDR-Nostalgie, nicht aber über den der Sentimentalität erhaben ist."
    • BÖTTIGER, Helmut (2004): Der Wahnsinn ist konkret.
      Key Account Managerinnen, IT-Supporter und Frau Röggla,
      in: Tagesspiegel v. 11.07.
    • Infos zu:
      Helmut Böttiger - Autor der Single-Generation
     
       
    • Theater-Kritik

    • KEIM, Stefan (2004): Die Kraft der Überwindung.
      Szenen der Beraterbranche: Kathrin Rögglas Stück "Wir schlafen nicht" als Uraufführung in Düsseldorf,
      in: Frankfurter Rundschau v. 10.04.
     
           
       

    Irres Wetter (2000)
    Salzburg: Residenz Verlag
    (Taschenbuchausgabe:
    Fischer Verlag, 2002)

     
       
     
     

    Klappentext

    "Von dem, was man so leichtfertig unter »Gegenwart« zusammenfasst, handeln diese Texte. Orte werden mit darin abgelagerten Gesprächspartikeln, Gesten und Riten verschränkt, so entstehen »mental maps«, Skizzen einer in sich stark verändernden Stadt und Gesellschaft"

     
     
     
           
         
       
    • Kathrin Röggle in der Debatte

    • GENAZINO, Wilhelm (2001): superfrösche der gegenwart.
      Ankommen im propagierten Augenblick: Laudatio auf Kathrin Röggla zur Verleihung des Italo-Svevo-Preises,
      in:
      Frankfurter Rundschau v. 31.03.
    • Infos zu:
      Wilhelm Genazino - Autor der 68er-Generation
     
           
       

    Weiterführende Links

     
         
       
     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 22. Juni 2002
    Update: 19. Oktober 2013