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Dirk von Lowtzow & Tocotronic: Pure Vernunft darf niemals siegen

 
       
     
       
     
       
   

Dirk von Lowtzow in seiner eigenen Schreibe

 
       
   
fehlt noch
 
       
   

Dirk von Lowtzow im Gespräch

 
   
MUSIKEXPRESS-Titelgeschichte: Tocotronic.
Aber hier leben: Nein danke!

HANEKAMP, Tino (2005): Harmonie, wohin man schaut.
Während alle den Kopf einziehen, fordern Tocotronic Leidenschaft, mehr Wut, weniger Vernunft. Mit der Nation werden sie sich nie anfreunden, dafür haben sie einen größenwahnsinnigen Amerikaner eingesammelt. Auch auf den flogen nun die Dosen,
in: Musikexpress, Januar 2005

THOMAS, Tobias (2005): Tocotronic.
Please Let Me Be Misunderstood,
in: Spex Nr.284, Januar/Februar

ZIEMER, Jürgen (2005): Kritiker der reinen Vernunft.
Pop kann komplexe Dinge nicht einfach machen - Tocotronic aus Hamburg haben schon vor zehn Jahren davon gesungen, wurden wurden aber lange als Konsens-Band missbraucht. Heute erzählen sie vom Leben im Zwielicht - und in Deutschland,
in: Rolling Stone, Januar

BAHNERS, Patrick/ROSENFELDER, Andreas/UNGERER, Klaus (2005): Die Welt ist im Prinzip langweilig.
Ein Gespräch mit Dirk von Lowtzow und Jan Müller über "Pure Vernunft darf niemals siegen", das neue Album von "Tocotronic",
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.01.

LINTZEL, Aram (2005): Tocotronic.
Bald fliegt der ganze Schwindel auf,
in: Intro Nr.124, Februar

GRAW, Isabelle (2005): Ein Abend im Münzclub.
Ein After-Hours-Gespräch mit Dirk von Lowtzow,
in:
Texte zur Kunst, H.57, März

Isabelle GRAW und Dirk von LOWTZOW plaudern über die Berliner Club-Kultur mit ihren In- bzw. Exklusionsregeln...

RECHEL, Ulrike (2005): "Wir sind stramm links sozialisiert".
Dirk von Lowtzow von Tocotronic über peinlich politische Songs und die neue Heimatliebe,
in: Frankfurter Rundschau  v. 02.03.

Dirk von LOWTZOW bekennt sich ohne wenn und aber zur Linken:

"Wenn man sich als Musiker plötzlich einem politischen Lager klar zurechnet, haben Sie keine Bedenken davor, sich damit einzuzementieren?
      
  Ganz ehrlich gesagt: Vor vielleicht fünf Jahren noch hätte ich dieses »Links-Sein« vermutlich ambivalenter gesehen als heute und hätte überlegt, ob man sich überhaupt als politisch betrachten muss. Kurz: Noch vor fünf Jahren waren wir viel weiter, weil der Diskurs aufgespaltener war. Doch in den letzten zwei Jahren hat es einen extremen Backlash Richtung Neokonservativismus und Reaktion gegeben. Wenn plötzlich alle um einen herum anfangen, die Heimat, und das schöne Deutschland für sich zu erkennen, und wenn du Zeitschriftentitel siehst, wo draufsteht "Kopf hoch, Deutschland" (Anm.: gemeint ist die Titelgeschichte des Magazins NEON vom September 2004), dann wandert man schon durch die Welt und denkt: Was ist denn bitte jetzt los? Auf die Gefahr hin, dass Kritiker so eine Haltung als tendenziell paranoid ansehen und sagen »Aber, man wird doch mal …«"

HAUBOLD, Josefine (2007): "Mich nervt die Harmlosistan-Kultur".
Tocotronic ist eine der am meisten beachteten deutschsprachigen Bands. Dieser Tage erscheint ihr neues Album. Ein Gespräch mit dem Sänger Dirk von Lowtzow über Kapitulation, Pop, Politik, Natur und die Jungle World,
in: Jungle World Nr.26 v. 27.06.

 
       
   

Tocotronic in der Debatte

 
   

WAGNER, David (2005): Schluss mit dem Parkplatz-Realismus.
Jung, empfindsam, sehnsüchtig? Nach zwölf Jahren klingt die deutsche Erfolgsband Tocotronic erwachsen – und ziemlich verrätselt,
in: Tagesspiegel v. 02.04.

Der Schriftsteller David WAGNER schreibt über die 12jährige Geschichte der Band Tocotronic, deren kürzlich erschienenes Album Pure Vernunft darf niemals siegen einen Wendepunkt in der Bandgeschichte markiert. Am Ende fragt sich David WAGNER, wohin das führen könnte:

"»Tag der Toten« ist ein Allerheiligenlied und das katholisch-romantische »Mein Prinz« (»Es ist für den, der uns begleitet/ Der unserer Schritte lenkt und leitet«) könnte mit wenigen Korrekturen auch ein Lied über Jesus sein. So genau lässt sich das nicht mehr entscheiden, eins zu eins ist längst vorbei. »Ich habe Stimmen gehört« muss auch der, der diesen Liedern lauscht, erst einmal sagen. Kann Tocotronics Weg in die artifizielle Transzendenz oder den spirituellen Naturalismus, wie Huysmans ihn sich ausgedacht hat, noch aufgehalten werden? (...).
         Gleiten Tocotronic am Ende in den Katholizismus? Gehen Tocotronic den Weg von Bob Dylan und Friedrich Schlegel? Werden sie wie Joris-Karl Husymans, der 1892, nachdem er sich in Sachen Dekadenz und Teufelsanbetung ausgetobt hatte, zum Katholizismus konvertierte, Laienbrüder in einem Benediktinerkloster werden? Vielleicht erleben wir noch Überraschungen."

 
       
   

Berichte zum neuen Album "Kapitulation"

 
   

Neu:
BALZER, Jens & Max DAX (2007): Tocotronic.
Unter weissen Fahnen,
in: Spex, Nr.309, Juli/August

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Tocotronic: Pure Vernunft darf nicht sterben (2005)
L'Age d'or

 
   
     
 

Songtitel

01. Aber hier leben, nein danke
02. In höchsten Höhen
03. Der achte Ozean
04. Keine Angst für niemand
05. Gegen den Strich
06. Angel
07. Pure Vernunft darf niemals siegen
08. Cheers for fears
09. Alles in allem
10. Mein Prinz
11. Tag der Toten
12. In tiefsten Tiefen
13. Ich habe Stimmen gehört

Songzitate:

Gegen den Strich

"Völker! Auf zum Gefecht!
Die Illusion wird Menschenrecht
Ich bin nicht allein in meiner Sucht
Vor den Spießern auf der Flucht

Du denkst an mich
Ich denk' an Dich
Gegen die Welt
Gegen den Strich
Und unser Denken
Verbündet sich
Gegen die Welt
Gegen den Strich"

Pure Vernunft darf niemals siegen

"Pure Vernunft darf niemals siegen
Wir brauchen dringend neue Lügen
Die uns den Schatz des Wahnsinns zeigen
Und sich danach vor uns verbeugen
Und die zu Königen uns krönen
Nur um uns heimlich zu verhöhnen
Und die uns in die Ohren zischen
Und über unsere Augen wischen
Die, die uns helfen wollen bekriegen
Pure Vernunft darf niemals siegen

Dirk von Lowtzow über das Album

"Eure Reaktion auf das allgemeine In-sich-Zurückziehen ist Eskapismus und Leidenschaft.
DIRK: Es geht auch darum, gegen diese Harmlosigkeit mit pubertärem Trotz vorzugehen. Alles ist so extrem langweilig! Warum nicht mal über die Stränge schlagen, durchdrehen und den Kopf verlieren?"
(Musikexpress, Januar 2005)

Pressestimmen

"»Pure Vernunft« ist ein musikalischer Frontalangriff auf die Wirklichkeit von beinahe Handkeschen Ausmaßen. Die ironischen Spiegelfechtereien vergangener Tage, als Tocotronic-Stücke wie Innenweltgrußkarten einer empfindsamen Knaben-Clique klangen (»Ich glaube, ich habe meine Unschuld verloren«), ist einem artifiziellen, hochtrabenden Ernst gewichen".
(Kai Müller im Tagesspiegel vom 14.01.2005)

"»Aber hier leben will ich nicht.«
Das ist nicht nur wieder ein exzellenter Slogan; man kann diesen Satz auch als Statement der Band zu den aktuellen Diskussionen um (...) Wir - sind - wieder - wer - Pop verstehen. Tocotronic finden deutsch sein überhaupt nicht sexy"
(Elke Buhr in der Frankfurter Rundschau vom 15.01.2005)

"In einer Zeit, in der fast nur noch pragmatisch gedacht wird, singen sie: »Wir brauchen dringend neue Lügen.« Ihr Unbehagen am Zeitgeist geht weiter, sie zitieren die Band Ton, Steine, Scherben »Keine Angst für Niemand«. In Zeiten, in den mit Terror und Angst Politik gemacht wird, erscheint die Vorstellung eines Ortes ohne Furcht als konsequente Aktualisierung der altlinken Utopie von Rio Reiser."
(Daniel Boese in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 16.01.2005)

 
     
 
       
   

CD-Kritiken

MÜLLER, Kai (2005): Hier leben, nein danke.
Frontalangriff auf die Wirklichkeit: Tocotronic veröffentlichen ihr siebtes Album und bekennen sich zur Romantik,
in: Tagesspiegel v. 14.01.

BUHR, Elke (2005): Im Walde.
"Pure Vernunft darf niemals siegen" fordern Tocotronic auf ihrer neuen CD - und gehen die Blaue Blume pflücken,
in: Frankfurter Rundschau v. 15.01.

Infos zu: Elke Buhr - Autorin der Generation Golf

BOESE, Daniel (2005): Roh zu sein, bedarf es wenig.
Die Hamburger Band Tocotronic sucht den Rausch und findet sich selbst,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 16.0.1

PETERS, Harald (2005): Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
"Hier leben, nein Danke": Tocotronic verweigern sich ihren Fans und flüchten tief in den deutschen Wald,
in: Welt am Sonntag v. 16.01.

SAWATZKI, Frank (2005): Pflege den Exzess!
Die Band Tocotronic spielt gegen das Dienstleistungsdenken im Pop an,
in: Die ZEIT Nr.4 v. 20.01.

SAWATZKI stellt Tocotronic als Band vor, die einst für ihre graffitireifen Slogans berühmt war:

"Im aktuellen siebten Tocotronic-Album tauchen hitverdächtige Identifikationsmuster nur noch kurz auf und verschwinden sodann ohne Donnerhall im Fluss der Poesie. In den Sphären, in denen Tocotronic 2005 denken und spielen, steht die Idee über der Geschichte, Abstraktion über Erlebtem. Gegen den Strich heißt ein Titel, ein verquastes Stück über Ich-und-die-Welt-Beziehungen, das sich beim letzten politischen Kampflied bedient, das in fast alle Sprachen der Welt übersetzt wurde: »Völker, auf zum Gefecht, die Illusion wird Menschenrecht«. Zwei Songs weiter der Tocotronic-Stammbucheintrag 2005: »Pure Vernunft darf niemals siegen, wir brauchen dringend neue Lügen, die uns durchs Universum leiten und uns das Fest der Welt bereiten.« Schön gesagt, Dirk von Lowtzow."

NICKEL, Eckhart (2005): Wummse, Adieu,
in: Neon Nr.2, Februar

"Das neue Album ist zutiefst zu tief - und zu ernst, um ernst genommen zu werden", meint der Tristesse Royale-Ernstler NICKEL.

 
   

Tocotronic im WWW

www.tocotronic.de
 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 22. Dezember 2004
Update: 19. Oktober 2014