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Frank Schäfer: Only a Man in der niedersächsischen Provinz

 
       
     
       
     
       
   

Frank Schäfer in seiner eigenen Schreibe

 
   

SCHÄFER, Frank (2000): Kult oder Kanon.
Acht Thesen zum Kultbuch,
in: Jungle World
Nr.16 v. 12.04.

Was haben Jerome D. SALINGERs Der Fänger im Roggen, Douglas ADAMS' Per Anhalter durch die Galaxis und Douglas COUPLANDs Generation X gemeinsam? Sie sind nach der Definition von Frank SCHÄFER Kultbücher.

SCHÄFER, Frank (2001): Der Müllmann.
Douglas Coupland hat weder 57 Katzen noch Zeitungsberge in seiner Wohnung, aber ein Kulturmessie ist er schon. Frank Schäfer befragte den Autor zu dessen neuem Roman "Miss Wyoming",
in: Jungle World
Nr.12 v. 14.03.

Infos zu: Douglas Coupland - Autor der Single-Generation

SCHÄFER, Frank (2001): Wie im Kaufhaus.
In Frank Goosens Poproman "Liegen lernen" läuft die Musik nur im Hintergrund,
in:
Jungle World Nr.13 v. 21.03.

Infos zu: Frank Goosen - Autor der Generation Golf

SCHÄFER, Frank (2001): Stiller Freund der vielen Fernen.
Am Bochumer Schauspielhaus hat Wolfgang Welt viele Menschen kommen und gehen sehen. Klar, er ist der Nachtwächter. Früher galt er als der "wichtigste Musikjournalist des Potts". Gerade ist mal wieder ein Roman von ihm herausgekommen,
in:
TAZ
v. 08.12.

Infos zu: Wolfgang Welt - Autor der Single-Generation

SCHÄFER, Frank (2002): Erzählen aus dem Geist der Plattensammlung.
Das Plattenarchiv erweist sich in der Pop-Literatur als biographisches System,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 30.05.

Rezension zu Moritz Baßler - Der neue Poproman

SCHÄFER, Frank (2002): Ein Karneval für harte Jungs.
Der anhaltende Boom des Nu Metal provoziert kontroverse Meinungen,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 27.06.

SCHÄFER, Frank (2002): Kranker geht's nicht.
In seinem neuen Roman plottet sich Douglas Coupland um Kopf und Kragen,
in: Jungle World Nr.44 v. 23.10.

Infos zu: Douglas Coupland - Autor der Single-Generation

SCHÄFER, Frank (2002): Im Angesicht des Stroboskops.
Das Orwell-Jahr lag mittendrin, Mark Knopfler flüchtete von der Strat zur Les Paul, wir waren die, vor denen uns unsere Eltern gewarnt haben. Ein Blick zurück nach vorn aus aktuellem Anlass, denn: Wir wollen auch vom Achtziger-Revival profitieren!,
in: TAZ v. 13.11.

SCHÄFER, Frank (2003): Bloß weg hier!
Heute Übach-Palenberg, morgen die ganze Welt. Zwei neue Bücher verhandeln die eigentümliche Beziehung zwischen Pop und Provinz,
in: Jungle World Nr.5 v. 22.01.

Der Berlin-Hype ist vorbei, die Provinzler der Generation Berlin wandern aus Berlin ab und damit hat auch wieder das Nachdenken über das Verhältnis von Provinz und Metropole Konjunktur. Frank SCHÄFER erwähnt das Buch Wie komme ich hier raus? von Kolja MENSING eher nebenbei. Im Zentrum steht das Buch Lovers Club von HOLLAND-MORITZ. SCHÄFER stellt bei seiner Betrachtung die Mentalität der Provinzler in den Vordergrund:

"Ein Defizit schafft Verlangen, ist somit Motivation für außergewöhnliche Leistungsfähigkeit. Vielleicht lässt sich das in dieser gerade noch zulässigen Verallgemeinerung übertragen auf die Provinz als solche. Ihr eingeschrieben ist schließlich allemal eine Defiziterfahrung und also auch der Wunsch, diese marginalisierte, gering geschätzte Region um jeden Preis zu verlassen. Diesen Mangel an Herkunft wettzumachen durch Flexibilität, gesteigerte Assimilationsbereitschaft, Durchsetzungskraft und Pragmatismus, mit anderen Worten durch die Übererfüllung des Solls an primär urbanen Tugenden, wird dem Provinzler eingebläut."

Diedrich DIEDERICHSEN hat in Sexbeat ebenfalls eine Variante dieser Provinz-Metropolen-Beziehung ausgeführt, in der dem Hip-Intellektuellen eine zentrale Rolle zugeschrieben wird:

"Der Hip-Intellektuelle bringt aus seinem angeborenen, eingeborenen Exil die Fähigkeit und unüberwindbare Neigung zur Projektion und Überhöhung mit sich, er ist der bürgerliche In-die-Tasche-Lügner par excellence, aber der großartigste. Denn nicht nur ist sein Ziel das Ehrenwerteste, die Quelle seines Projektionstriebs ist (...) der Geschlechtstrieb selbst. So entsteht der Hip-Intellektuelle. Intellektuell ist er von Haus aus, im Laufe der Pubertät geworden oder just by accident. Aber er weiß, wie alle klugen Menschen, daß die schönsten und beten Leute, vor allem Mädchen, in der Stadt sind, und zwar nicht irgendwo in der Stadt, sondern in den Revieren von Bohemia. Er weiß, daß er dahin will. Aber er ist nicht aus der Stadt. Er ist kein Hipster, wie wir den nach Bohemia hineingeborenen Leichtfuß, der von Haus aus Zugang zu den geheimen Revieren hat, nennen. Er ist der natürliche Konkurrent des Hipster.
          
 (...).
Der Hip-Intellektuelle, der Bohemia Wort und Selbstverständnis gab und gibt, sowie er seit Urzeiten aus der Provinz in ihren Zentren auftaucht, ist gleichzeitig Agent provocateur, der bestimmte Praktiken erst erfindet oder benennt" (S.64f.).

SCHÄFER, Frank (2003): Angeschossen.
Für Bon Scott die Zunge in der Backe: Die neue Surrogat-Platte macht alles klar,
in: junge Welt v. 12.02.

"Das Trio um Patrick »Größer als Gott« Wagner trägt Camouflage-Kampfjacken wie weiland Accept, klaut seine Riffs vorzugsweise von AC/DC, nimmt ein paar triste Elektronik-Addenda von der Neuen Deutschen Welle, kopiert die Omnipotenz-Attitüde und Hybris diverser Rockikonen, und die Texte sind beinahe-dadaistische Montagepoesie, die Stupidität des Rock’n’Roll grandios und bis ins Absurde ausstellend, oft albern und genauso oft sehr komisch, eine Tour de Horizon durch die rocklyrische Idiomatik der letzten Jahrzehnte sozusagen", meint SCHÄFER zum Album Hell in Hell von Surrogat.

SCHÄFER, Frank (2003): Das Wissen um die Begrenztheit.
"31 Songs" - Nick Hornbys Aufsätze über die Ästhetik der Popmusik,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 20.03.

SCHÄFER, Frank (2003): Das Echo des Rawums.
Peter Glaser gehörte zu den Grenzgängern zwischen Musik, Literatur und Journalismus in den Tagen des Punk. Jetzt erlebt er sein Comeback als Autor,
in: Jungle World Nr.51 v. 10.12.

SCHÄFER, Frank (2004): Alles Rohstoff.
Ein vielseitiger Stilist und Melancholiker, der keinen Unterschied zwischen dem Schreiben und dem Leben kannte, weil "das Leben, sofern es würdig ist, zum Schreiben führt, und das Schreiben, sofern es wahrhaftig ist, zum Leben": Diese Woche wäre Jörg Fauser 60 Jahre alt geworden. Eine Würdigung,
in: TAZ v. 13.07.

Frank SCHÄFER charakterisiert Jörg FAUSER als Schriftsteller mit Widersprüchen:

"Das sind die Widersprüche dessen, der kein geschlossenes Weltbild hat und schon gar keine Ideologie, der keine Gewissheiten kennt, der nichts gelten lässt als die Welt da draußen und die Erfahrungen, die man in ihr gefälligst zu machen hat. So kann er immer nur von Fall zu Fall entscheiden."

SCHÄFER, Frank (2004): Die ewigen Nächte.
Joachim Lottmann ist der Jugend von heute hart auf den Fersen,
in: junge Welt v. 29.11.

Rezension des Buches Die Jugend von heute von Joachim LOTTMANN.

SCHÄFER, Frank (2005): Schnitzeljagd.
William Gibsons »Mustererkennung« ist Science-fiction, die eigentlich keine ist,
in: junge Welt v. 24.01.

SCHÄFER, Frank (2006): Schreiben wie Filme,
Irmgard Keuns Roman "Das kunstseidene Mädchen" liegt nun endlich wieder in seiner ursprünglichen und kühnen Fassung von 1932 vor. Eine Entdeckung,
in: TAZ v. 14.01.

SCHÄFER, Frank (2006): Vergangenheitskünstler.
Der Schriftsteller Andreas Mand zieht seine künstlerische Unabhängigkeit dem großen Erfolg vor und bleibt lieber ein Autor für Eingeweihte,
in: Rolling Stone, März

SCHÄFER, Frank (2006): Sich seiner eigenen Raserei stellen.
Ausflüge in Welts Welt: Die ersten drei Romane von Wolfgang Welt liegen gesammelt vor - "Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe",
in: TAZ v. 11.11.

SCHÄFER, Frank (2009): Mutti seufzte nur.
Die Romane von Wolfgang Welt sind drastisch und manisch – das Gegenteil der deutschen Schreibschul-Literatur. Jetzt ist sein viertes Buch erschienen. Ein Porträt,
in:
Zeit Online v. 24.02.

SCHÄFER, Frank (2009): Die Einheit von Picknick und Revolution,
in: junge Welt v. 15.08.

 
       
   

Woodstock '69 (2009).
Die Legende
Residenz Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Wer die 60er-Jahre verstehen will, muss Woodstock verstehen. Das Buch zu der Legende von einem der besten Musikjournalisten Deutschlands.

»3 days of peace and music« verhieß ein rotes Plakat mit einer Friedenstaube auf einem stiliserten Gitarrenhalts. Die gleichzeitig im ganzen Land geschaltete Zeitungsannonce wurde noch ein bisschen konkreter: »Geht mal drei Tage lang spazieren, ohne einen Wolkenkratzer oder eine Verkehrsampel zu sehen. Lasst einen Drachen steigen, legt auch in die Sonne. Kocht euch das Essen selber und atmet saubere Luft.« Und erst die Musik: Mit Jimi Hendrix, Janis Joplin, The Who, Joan Baez u. a. war diese »Aquarian Exposition« hochkarätig besetzt. Und so pilgerten am 15. August 1969 zwischen 400.000 und 500.000 Besucher in die Catskill Mountains. Der Verkehr brach zusammen, die Versorgungslage war katastrophal, es fehlte an allem, außer an Dope. Der Gouverneur von New York drohte, den Ausnahmezustand auszurufen, alle Welt erwartete eine Katastrophe.

In Woodstock wurde der Hippie-Traum von Liebe, Friede, Brüderlichkeit, Ekstase und Transzendenz für drei volle Tage Wirklichkeit. Hier feierte die Gegenkultur ihr letztes großes Fest, und das im Angesicht Vietnams. Woodstock ist der legendäre Kulminationspunkt der Hippiebewegung und zugleich ihre größtmögliche Verdichtung."

 
     
 
       
   

Rezensionen

DIECKMANN, Christoph (2009): Diesseits von Eden.
Auf ein weiteres Buch zur Woodstock-Legende hat eigentlich niemand gewartet. Und trotzdem gelingt es Frank Schäfer, das Festival so zu rekonstruieren, dass man sich festliest,
in: ZEIT Online v. 12.08.

KRÜGER, Michaela (2009): Woodstocks Erben.
Von Blumen- und Krisenkindern,
in: Frankfurter Rundschau
v. 14.08.

KOTHENSCHULTE, Daniel (2009): Der Rausch geht weiter.
Regisseur Ang Lee spricht im FR-Interview über seinen neuen Woodstock-Film, die Inszenierung des Chaos und Bilder, die wie LSD-Trips wirken,
in: Frankfurter Rundschau
v. 14.08.

DOBLER, Franz (2009): Das Bad in Gottes Freudentränen.
Business-Hippies: Wer erfahren will, wie es zu Woodstock kam, kann nun auf Deutsch über die Geschichte des Festivals lesen, "erzählt von denen, die es bezahlt haben". Über das, was auf der Bühne geschah, informiert wiederum eine Neuerscheinung von Frank Schäfer,
in: TAZ v. 14.08.

Neu:
HENTZ, Stefan (2009): Utopie und Geschäft.
Vom 15. bis 18. August 1969 fand das legendäre Open-Air-Musikfestival von Woodstock statt,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 15.08.

GROß, Thomas (2009): Die größte Party der Welt.
Ein kathartisches Spektakel aus Glück und Schlamm: Auch 40 Jahre danach ist der Geist von Woodstock immer noch unter uns,
in: Tagesspiegel Online v. 15.08.

  • Der Text von Thomas Groß ist zuerst in der ZEIT Nr.32 v. 30.07.2009 erschienen.
 
       
   

Die Welt ist eine Scheibe (2001)
Münster:
Oktober-Verlag

 
   
     
 

Pressestimmen

"Die Geschichte spielt in den 80er Jahren, also zu der Zeit, als Heavy Metal in der Jugendkultur dominant war – natürlich nicht überall, aber in bestimmten Gegenden, z.B. in der niedersächsischen Provinz, im Bermuda-Dreieck zwischen Hannover, Braunschweig und Lüneburg. Und genau da lebt Friedrich Pfäfflin, kurz vor dem Abitur stehend und Gitarrist in einer Band, deren größtes Manko ist, daß ihr Sänger Bernie wie der »Scorpions-Suppenkasper Klaus Meine« (O-Ton Schäfer) klingt.
(...)
Im wesentlichen ist Schäfer ein witzig erzähltes Buch über Jugendkultur und provinziell bedingte Langeweile geglückt. "
(Axel Klingenberg in der Jungen Welt vom 05.01.2002)

 
     
 
       
   

Rezensionen

SCHEUFENS, Volker (2001): Frank Schäfer: Die Welt ist eine Scheibe,
in: U-Lit, November

EL KURDI, Hartmut (2001): Frank Schäfers literarische Rock'n'Roll-Ernte,
in: Subway, Dezember

KLINGENBERG, Axel (2002): Neben dem Hammer.
Frank Schäfer schreibt über untergegangene niedersächsische Abiturientenwelten,
in: Junge Welt
v. 05.01.

CAVELTY, Gieri (2002): Headbangers Ball.
Frank Schäfers Rockroman "Die Welt ist eine Scheibe",
in: Neue Zürcher Zeitung v. 07.02.

 
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 15. Januar 2002
Update: 07. Februar 2015