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Johannes Ullmaier: Popliteratur für die Neue Mitte

 
       
     
       
     
       
   

Johannes Ullmaier in seiner eigenen Schreibe

 
   
fehlt noch
 
       
   

Schicht! (2007).
Arbeitsreportagen für die Endzeit
Frankfurt a/M:
Suhrkamp Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Arbeit gab es nicht von Anfang an, sondern erst seit der Ausquartierung aus dem Paradies. Entsprechend muß man die Historie der Arbeit insgesamt als große ABM-Initiative sehen, der irgendwann die Evaluation ins Haus steht. Und wirklich treffen aus der ferneren Zukunft Botschaften ein, in denen eine Kommission behauptet, von höchster Warte mit einer finalen, alle Erdteile und Phasen einschließenden Begutachtung der Arbeitswelt betraut worden zu sein – als Grundlage für die Entscheidung, ob und wie es damit weitergehen soll. Sie bittet Schriftsteller, Expeditionen in die Arbeitswelt der Gegenwart zu unternehmen. Und diese geben Antwort: von Großkonzernen, Online-Sexportalen und Bestattungsinstituten, von Ziegenhirten, Superköchen und moderner Bettelei."

 
     
 
       
   

Beiträge des Buches

Betreff: This job is for you

ZEH, Juli - Joe Happy

CAILLOUX, Bernd - Der Wendekreis des Käfers. Der Zukunftsforscher und die Gegenwart: Sich kratzen, bevor es juckt

ZAIMOGLU, Feridun - Peepshow 2

KALERNDER, Barbara & Jörg SCHRÖDER - Der Bericht des braven Zöllners Sascha

GENAZINO, Wilhelm - Momentweise betäubt. Über das Betteln

ENSSLIN, Felix - UdL 50

KÖHLER, Herriet - L'apprenti sorcier. Als Lehrling in der Spitzengastronomie

GOETTLE, Gabriele - Das ewige Lamm. Aus dem Leben eines Ziegenhirten

GLASER, Peter - Arbyte. Drei Portraits aus den digitalen Arealen

KLEIN, Georg - Nacht mit dem Schandwerker

KAPIELSKI, Thomas - BfA. Otto Nerst befragt Kapielski

RÖGGLA, Kathrin - die wiedergänger

KUBICEK, André - Ende eines Arbeitslebens

SCHMITT, Oliver Maria - Letzte Gänge, kurze Wege. Das Ehrenamt in der Gesellschaft der Alten

RAAB, Thomas  - Kleines Finale

DATH, Dietmar - Contra naturam
 
   

Rezension von single-generation.de

Neu:
Schicht! Arbeitsreportagen für die Endzeit.
Die Arbeitswelten werden sich in den nächsten Jahrzehnten weiter verändern. Der Reportageband liefert wichtige Einblicke in Entwicklungstendenzen.

 
   

Weitere Rezensionen

BARTELS, Gerrit (2007): Freibierparasiten.
In "Schicht! Arbeitsreportagen aus der Endzeit" erkunden Schriftsteller die moderne Arbeitswelt. Sie berichten aus Großkonzernen, Online-Sexportalen und Bestattungsinstituten, von Ziegenhirten, Superköchen und moderner Bettelei,
in: Tagesspiegel v. 16.11.

"Es ist ein ungewöhnliches Projekt, das der Literaturwissenschaftler und Suhrkamp-Lektor Johannes Ullmaier da in Angriff genommen und umgesetzt hat: Er fragte Schriftsteller nach Texten über das Arbeitsleben. Diese sollten jedoch nicht ihre eigenen, bekanntermaßen schwierigen und seltsamen Arbeitsbedingungen reflektieren, sondern ausschwärmen und sich umsehen in der Arbeitswelt zu Anfang des neuen Jahrtausends.
            Genazino ist die Ausnahme, weil er eben nur vor seine Haustür zu gehen brauchte (wiewohl er die Welt der kleinen und mittleren Angestellten genauso wie die der »Zivilisationsapokalyptiker« und »Ekel-Referenten« kennt und beschrieben hat)", erläutert BARTELS.

BISKY, Jens (2007): Komm in die totgesagte Arbeitswelt und schau.
Haben sich etwa die Konflikte ins Innere, ins Ich verlegt? Gibt es überhaupt noch das normale Schuften in der Industrie oder im Einzelhandel? Siebzehn deutsche Schriftsteller besuchen die Werktätigen der Gegenwart und beschreiben ihr Tun, ihre Erwartungen, ihren Verzicht auf Erfüllung, 
in: Literaturbeilage der Süddeutschen Zeitung v. 20.11.

SUNDERMEYER, Jörg (2007): Trauriger kochen mit Jamie Oliver und Tim Mälzer.
Wenn Schriftsteller in die Hände spucken, ist irgendwann Schichtende: Ein Sammelband rackert sich an der schönen neuen Arbeitswelt ab,
in: TAZ v. 21.11.

PELTZER, Ulrich (2007): Arbeit ist das halbe Leben.
Glück und Absturz: Das Buch "Schicht!" erzählt von deutschen Verhältnissen,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 02.12.

 
       
   

Von Acid nach Adlon und zurück (2001).
Eine Reise durch die deutschsprachige Popliteratur
Mainz:
Ventil Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Vor dem Hintergrund einer inzwischen über dreißig Jahre währenden, sehr wechselhaften Liaison von Literatur und Pop in Deutschland schlägt Johannes Ullmaier mit dem vorliegenden Band einen Bogen vom jüngsten Popliteratur-Boom zurück zu den Anfängen in der deutschen Beat-Dichtung Ende der 60er über Neubeginn und Fortentwicklung im Zuge der Punk-Explosion Ende der 70er bis zum aktuellen Underground der Prenzlauer-Berg-, Social-Beat- und Slam-Poetry-Szene.
»Von Acid nach Adlon und zurück« fußt auf einer vierteiligen Sendereihe des Hessischen Rundfunks und liegt nun in einer aufwendig gestalteten, um zahlreiche Originalzitate und Abbildungen vermehrten Buchfassung vor. Dem Buch beigelegt ist eine über 70minütige CD mit original Ton-Dokumenten aus über 30 Jahren deutschsprachiger Popliteratur.
"

 
     
 
       
   

Rezensionen

KLOPOTEK, Felix (2001): Wer spinnt? Wir oder die?
Testcard-Mitherausgeber Johannes Ullmaier schlägt sich durch die Geschichte der deutschsprachigen Popliteratur und kommt darin um
in:
Jungle World Nr.34 v. 15.08.

LINTZEL, Aram (2001): Anlehnung und Ablehnung,
Zwei Bücher zur Geschichte der deutschen Popkultur,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 15.11.

REICHENBACH, Peter & Daniel BESKOS (2001): Pop und Nichtpop und Antipop.
Johannes Ullmaier schreibt DAS Buch zur deutschsprachigen Popliteratur,
in: Literaturkritik.de, Nr.12, Dezember

 
   

Das Buch in der Debatte

MESSMER, Susanne (2001): Helden wie wir.
Popliteratur war schon immer affirmativ, allein mit Moralargumenten ist ihr nicht beizukommen. Von Rolf Dieter Brinkmann bis zu Christian Kracht - eine kleine Ehrenrettung des Genrebegriffs
in: TAZ v. 11.08.

Susanne MESSMER gibt sich als Angehörige der Generation Golf zu erkennen:

"Popliteraten wie Benjamin von Stuckrad-Barre, Christian Kracht oder Florian Illies haben es geschafft, dass deutsche Literatur sich seit vier, fünf Jahren nicht mehr im Deutschunterricht, in Günter Grass und Patrick Süskind erschöpft - sondern dass endlich mal jemand darüber schreibt, was uns interessiert. Übers Jungsein, diesen privilegierten Zustand des Nicht-mehr-und-noch-nicht. Sie haben es erreicht, dass wir uns endlich mal wieder unterhalten, verstanden und manchmal sogar vertreten fühlen."

Die Autorin verteidigt die Popliteraten gegenüber jenen, die Popliteratur als unkritisch einstufen:

"Wenn Moralisten mit ihrer Kritik an der Popliteratur davon ausgehen, dass nur der zu schreiben ein Recht hat, der etwas zu erzählen hat und also etwas Interessantes, Substanzielles erlebt haben muss, dann hauen sie voll daneben. Dann knüpfen sie an ein antimodernes und hochideologisches Konzept von Realismus an, wie es sonst nur noch von konservativen Literaturkritikern propagiert wird.
            Kracht, Stuckrad-Barre und Co. aufgrund ihrer Saturiertheit eine affirmative Haltung vorzuwerfen, trifft nicht den Punkt. Es sind eher ihr formal langweiliger Ansatz, ihr begrenzter Blickwinkel und ihr oft gradliniger Plot, die ihre Literatur nicht vieldeutig genug machen."

Von Christian KRACHT wird im Oktober der Roman 1979 veröffentlicht. Seit seinem Debüt Faserland im Jahre 1995 gilt er als der umstrittenste Popliterat. Für Thomas ERNST begründete der Roman Faserland gar eine neue Ära in der Popliteratur. Die spannende Frage wird deshalb sein, ob sein neuer Roman 1979 ebenfalls eine neue Ära einleiten kann.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. Dezember 2001
Update: 17. März 2015