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Patrick Wagner: Rock den Houellebecq

 
       
   
  • Kurzbiographie

    • Anfang der 70er Jahre geboren
    • 2000 Album "Rock"
    • 2003 Album "Hell in Hell"
    • Sänger, Promoter und Manager der Band "Surrogat"
 
       
     
       
   

Surrogat im WWW

 
     
       
   

Patrick Wagner im Gespräch

 
   
  • ZWIRNER, Heiko (2000): Underground Resistance.
    Elektrowave mit Attitude vs. Berliner Deutschrock-Größenwahn. SPEX führte CHICKS ON SPEED und SURROGAT zusammen, um zu erfahren, was sie eint, unterscheidet und wie sie eine Welt retten wollen, die größer als Gott und wichtiger als die universelle Liebe: der Underground,
    in: SPEX Nr.4, April
  • EBERT, Sandra (2000): Bescheidenheit war gestern.
    Jetzt gibt es Surrogat. Die Berliner Band schreibt Rock ganz groß. Und weiß, wie gut sie ist,
    in: Kölner Stadt-Anzeiger v. 29.04.
  • GLIETSCH, Stephan (2003): Surrogat.
    Go get sloganzized,
    in: Spex Nr.1/2, Januar/Februar
 
       
   

Surrogat: Hell in Hell (2003)
Motor Music

 
   
 
 

Patrick Wagner zum Album

"Mir geht es auch darum, bestimmte Aussagen zu treffen, wie etwa »Ich hasse meine Generation«. Aber im Mittelpunkt steht die Überwindung von Angst. Das Angstelement gibt's auf »Hell in Hell« einfach nicht mehr"
(Patrick Wagner in SPEX Nr.1/2, 2003)

 
 
 
       
   
  • CD-Kritiken

    • Neu:
      HARTMANN, Andreas (2003): Voller Bollerfaktor.
      Größer als Gott: Fette Sprüche gehören zum Konzept der Berliner Rockband Surrogat. Doch vom Größenwahn zum Dorfdeppentum ist es nur ein Schritt,
      in: TAZ v. 08.02.
      • Kommentar:
        Anders als SCHRÖDER, bleibt sich Patrick WAGNER treu.

                    Auf der letzten CD "Rock" sang er im Song "Gib mir alles": "Gib mir Kitty-Yo/ gib mir Daimler Benz/ gib mir alles muss zerstört werden."
                    Für "Hell in Hell" hat WAGNER Kitty-Yo den Rücken gekehrt. Im linken Juste Milieu gilt er deshalb als Verräter.
                    Also ein glatter Verriss von Andreas HARTMANN. Er schließt sich damit Jens BALZER von der Berliner Zeitung (06.02.2003) an, der schon mal ganz prollmäßig werden kann, wenn er dem selbst erklärten Rocker WAGNER mädchenhaftes Posing vorwirft:
                    "Patrick Wagner verfügt zwar über stramme Unterarme, an denen die noch strammeren Unterarmadern beim Gitarrespielen ganz redlich hervortreten können. Ansonsten aber hält er die Gitarre (siehe dazu auch unsere Fotografie) wie ein Mädchen: den Gitarrenhals hält er zu weit nach oben gerichtet, den Anschlag vollzieht er wie mit gespreizten Fingern". So ungefähr muss man in den 70er Jahren bei den Alt-Linken argumentiert haben, damals als Svende MERIAN noch nicht den Tod des Märchenprinzen verkündet hatte und Eric BURDON ("When I was young") den Feministinnen Stoff für die Verdammung des Machos lieferte.
 
       
   

Surrogat: Rock (2000)
Kitty Yo (Neuveröffentlichung bei Motor Music)

 
   
 
 

Zitate aus dem Album "Rock"

"Mal ehrlich
Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen
Als wir uns getrennt haben
Im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben
Muß ich doch 'mal sagen
Als wir uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt haben.
Ist auch besser so
Du kannst Karriere machen
Ich auch irgendwie
Wir müssen uns ja schließlich weiterentwickeln
So jeder für sich
Mir geht's auch wirklich gut
Ich hab' ein sogenanntes gutes Umfeld
Freunde und so weiter
Die fangen mich echt gut auf
(...)
(...)
Und übrigens...
Ich vermiss dich
Ich vermiss dich"
(aus: Und übrigens, Surrogat, 2000)

"Wir sind seit 3 Jahren zusammen (4x)

Wir haben uns nicht viel zu sagen (4x)

Wir leben seit 4 Jahren zusammen (4x)

Wir sind deshalb zu dem Schluß gekommen (4x)

Ich fühl' nichts mehr."
(aus: Emotionale Vergletscherung, Surrogat, 2000)

"ECKHART NICKEL Im Rock liegt die Zukunft".
(aus: Joachim Bessing (Hg.) Tristesse Royale, 1999, S.146.)

Pressestimmen zu "Rock"

"Sound, der eine gewisse Amtlichkeit (oder einigen wir uns auf Mainstream) mit Wärme, Größe und Coolness verbindet. Nach all den popkulturellen Diskursen nun einfach: Rock"
(Jan Wigger im Rolling Stone v. April, 2000)

"Gebellte Texte über »Emotionale Vergletscherung«, einem offenen Zwiespalt zum Geld und andere Schwächen und Widersprüche. Und mit Gespür für Kleinigkeiten füllt er lebensnah unter der Floskel »Und übrigens« die größten Gefühle mit den meisten Zeilen ab."
(Oliver Hüttmann im Rolling Stone v. April, 2000)

"Bei Surrogat und »Rock« geht es neben anderem um Berlin-Mitte, die vergangenen zehn Jahre und was man jetzt damit anstellt. Es geht um Selbstbestimmung. Wo fängt die Macht an, was ist Establishment, wie weit kann man sich unterwerfen, wie geht Selbstermächtigung? Und solche Fragen kann man ernsthaft erst dann stellen, wenn sie jenseits der üblichen Verdächtigen jemand hört."
(Tobias Rapp in der Jungle World v. 05.04.2000)

"Rock lag (...) in der Luft, war eigentlich überfällig (...). Auch die Dandydarsteller vom "popkulturellen Quintett" - Leute, mit denen Wagner im Leben nichts zu tun haben möchte - führten Rock bereits im Repertoire, als sie am Kamin über Unverbrüchliches in beschleunigten Zeiten sinnierten
(...).
Rock (...) ist ein romantischer Einspruch gegen das Raumschiff Berlin-Mitte, dessen Vergnügungskultur über den Dingen schwebt und dessen wortlose Tracks jegliche Möglichkeit, die Welt doch nicht so dufte zu finden, preisgegeben haben."
(Thomas Gross in der ZEIT v. 13.04.2000 )

"Alles auf dem neuen Album (...) klingt nach Ausrufezeichen – die Worte, der Gesang, die Musik, selbst das Plattencover sieht so aus.
(...)
Fanal gegen die Gleichgültigkeit im alltäglichen Club- und Style-Zirkus"
(Marc Deckert in der Süddeutschen Zeitung v. 28.04.2000 )

"Lebensgefühl einer Generation, die mit wenig Geld in der Tasche die Freiräume der offenen Nachwendestadt besetzte"
(Heiko Zwirner im Tagesspiegel v. 21.08.2000)

"Wagner singt über Beziehungsprobleme - davon, dass Männer und Frauen sowieso nicht zusammenpassen, über Berlin, Liebe und Geld."
(Martin Schlögl in der FTD v. 01.12.2000)

 
 
 
       
   
  • Porträts

    • BARTELS, Gerrit (2000): Der andere Berlin-Roman.
      Satanic Rock Thing gegen Soundtapeten für Mitte-Bars: Für Patrick Wagner und seine Band Surrogat ist Ironie wirklich vorbei. Ein paar Widersprüche pro Minute drehen trotzdem mit,
      in: TAZ v. 31.03.
    • WIGGER, Jan (2000): Mit brennendem Größenwahn.
      Aufbruch aus dem Indie-Getto: Das Berliner Trio Surrogat kokettiert auf seinem vierten Album ernst und aufgekratzt mit ehedem verpönten Rockismen,
      in: Rolling Stone Nr.4, April
    • RAPP, Tobias (2000): Gib mir Alles.
      Was tun, wenn sich die Dinge ändern: Surrogat stellen sich der Machtfrage,
      in: Jungle World Nr.15 v. 05.04.
    • GROSS, Thomas (2000): Chose 2000.
      Die Berliner Band Surrogat arbeitet an der Wiederkehr des Verpönten: Rock,
      in: Die ZEIT Nr.16 v. 13.04.
    • DÖRING, Björn (2000): Instrumentalmusik ist Fundamentalkritik.
      Das dachte man früher. Aber jetzt erscheint auf dem Kitty-Yo-Label wieder richtiger Rock,
      in: Berliner Zeitung v. 18.04.
    • DECKERT, Marc (2000): Rock als vernünftige Reaktion.
      Die Berliner Band "Surrogat" entdeckt harte Musik als Fluchtweg aus den Zwängen der Hipness,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 28.04.
    • ZWIRNER, Heiko (2000): "Surrogat".
      Die Berliner Rock-Band will beides. Erfolg und Authentizität,
      in: Tagesspiegel v. 21.08.
    • SCHLÖGL, Martin (2000): Ein Mann mit vielen Saiten.
      Der Berliner Patrick Wagner liebt deutschsprachigen Gitarrenrock und ist mit seinem Label Kitty-Yo von Erfolg zu Erfolg geeilt - jetzt will er New York erobern,
      in: Financial Times Deutschland v. 01.12.
    • SCHNELL, Andreas (2000): "Ich bin Prediger".
      Surrogat wollen alles. Sänger Patrick Wagner erklärt, warum,
      in: TAZ Bremen v. 07.12.
 
   
  • CD-Kritiken

    • HÜTTMANN, Oliver (2000): Geistige Wende: Drei Berliner Indie-Theoretiker wollen jetzt richtig rocken,
      in:
      Rolling Stone Nr.4, April
 
   
  • Konzert-Vorschauen und Kritiken

    • HEINDEL, Martin (2000): Geheimste Geheimsache. Die Freischwimmer.
      "Surrogat" im Münchener Club 2,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 19.05.
    • FREUDENTHALER, Marion (2000): Hipper Rock von Surrogat.
      Sie haben mit "Rock" das deutsche Album des Jahres produziert und damit ein ganzes Genre wieder salonfähig gemacht,
      in: Fritz. Magazin der Salzburger Nachrichten, Nr.11
 
   
  • Dokumentarfilm "Größer als Gott" (Deutschland, 2000)

    • DAUERER, Verena (2000): Rockmodell Mitte.
      Tom Kimmig hat einen Film über Patrick Wagner gedreht - und das Surrogat-Video "Berlin liebt dich",
      in: TAZ Berlin v. 07.04.
 
   
  • Surrogat und die Debatte um die "Berliner Schule"

    • ZWIRNER, Heiko (2001): "Dann lassen wir uns suchen, übers Radio".
      Mythos Schule: Berlin ist zur Pop-Hauptstadt geworden, doch einen einheitlichen Stil gibt es nicht,
      in: Tagesspiegel v. 21.01.
      • Inhalt:
        ZWIRNER schreibt über die Entstehung der Lebensstile aus dem Geiste der Single-Gesellschaft und den Untergang der "guten" und "schlechten Mitte" im Berlin-Hype der "Neuen Mitte".
    • LINTZEL, Aram (2001): Im Klub mit der Regierung.
      Generation Berlin und ihre Popkultur in Berlin-Mitte.
      Berlin-Mitte ist ein Reagenzglas, in dem Pop und Establishment, Mainstream und Underground stets neue Mischungsverhältnisse bilden. Dabei hat es den Anschein, als entstehe hier die nächste Generation jener Bobos
      («Bourgeoise Bohemians»), die der Amerikaner David Brooks beschreibt,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 07.06.
      • Kommentar:
        LINTZEL mixt einen Berlin-Mitte-Cocktail aus Patrick WAGNER's Surrogat "Rock", David BROOKs "Bobo"-Konzept und Heinz BUDEs "Generation Berlin". Herausgekommen ist der "«Bopo» («bourgeoisen Pop-Unternehmer»)." Wenn man das Endprodukt aus Hamburger Perspektive betrachtet, dann kann man mit Jochen DISTELMEYERs Blumfeld sein "Testament der Angst" machen. Das ist Pop-Zeitgeist aus Zürich.
    • MÜLLER, Kai (2001): Die neue Ordnung.
      Ich steh auf Berlin oder Wie ein Mythos besungen wird: in zwölf Songs von der Mauerstadt bis zur Neuen Mitte,
      in: Tagesspiegel v. 10.06.
 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. Februar 2001
Update: 25. Dezember 2007
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