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Die popkulturelle Bohème

Pop als Lifestyle

 
       
   

Verzeichnis: Die popkulturelle Bohème

Hinweis: Das Verzeichnis ist noch im Aufbau begriffen!

 
       
   

Die Pop-Theoretiker

 
   

Der Lifestyle-Typus des Sammlers in der Literatur

 
   

Popkultur in der Wissenschaft

 
   

Das Musikmagazin SPEX

 
   

Spex. Das Buch (2013).
33 1/3 Jahre Pop
(herausgegeben von Max Dax und Anne Waak)
Metrolit Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Die besten Texte über Musik und Popkultur aus über drei Jahrzehnten: Diedrich Diederichsen, Dietmar Dath, Clara Drechsler, Rainald Goetz, Christoph Gurk, Barbara Kirchner, Jutta Koether, Joachim Lottmann, Hans Nieswandt, Tobias Rapp, Klaus Theweleit u. a."

 
     
 
       
   

Das Buch in der Debatte

JURT, Pascal (2013): "So obskur, wie es gerade noch ging".
Die Anfang der achtziger Jahre in Köln gegründete Zeitschrift Spex prägte wie kaum ein anderes Medium das Schreiben über Pop und Kultur in Deutschland. Diedrich Diederichsen erzählt von seinen Spex-Jahren,
in: Jungle World Nr.9 v. 28.02.

Pascal JURT fragt Diedrich DIEDERICHSEN u. a. warum sein Text The Kids Are Not Alright nicht ins Spex-Buch aufgenommen wurde:

"Das ist im Vorwort vielleicht missverständlich dargestellt. Der Text ist mehrfach überarbeitet worden, und andere Versionen sind wesentlich besser als die, die damals in der Spex stand. Es gibt insgesamt vier veröffentlichte Versionen und die sind alle allgemein zugänglich. Außerdem war dieser Text auch Bestandteil einer internen Debatte, die es damals in der Spex gegeben hat, und den Kontext dieser Debatte hätte man dann mitdokumentieren müssen. Das ist das eine. Das andere ist, dass dieser andere Text, »Hören, Wiederhören, Zitieren«, der im Vorwort erwähnt wird und im Buch auch abgedruckt ist, ein Text ist, auf den ich ständig angesprochen werde, der aber bis jetzt ausschließlich in einer alten Spex-Ausgabe aus dem Jahr 1997 zu finden war"

BARTELS, Gerrit (2013): Eine sentimentale Erziehung.
Vom Magazin zum Kultobjekt: Ein Buch dokumentiert die Geschichte der "Spex" und 33 1/3 Jahre Pop - und wie diese Zeitschrift das Denken und Schreiben über die Popkultur veränderte,
in:
Tagesspiegel v. 07.03.

"Der legendäre Ruf des Blattes, der gute Name bis heute basiert auf einem Zeitraum bis in die frühen neunziger Jahre. Bis zum Mauerfall war die Welt relativ überschaubar, auch die der Popkultur. Es gab Gut und Böse (oder Schlecht), es gab den Mainstream und die Subkultur, es gab zwar schon viel elektronische Musik, aber noch keinen Techno. Als in Rostock und Hoyerswerda bei den rassistischen Überfällen auf Asylbewerberheime junge Leute gesichtet wurden, die »Malcolm-X«-Kappen und Public-Enemy- oder Dinosaur-Jr-T-Shirts trugen und Diedrich Diederichsen seinen Aufsatz »The Kids are not alright« schrieb, wurde offensichtlich, dass die Subkultur nicht mehr per se politisch korrekt ist.",

beschreibt BARTELS den Anfang des schleichenden Niedergangs der Zeitschrift. Mit dem Aufkommen eigener Magazine für elektronische Lebensaspekte (z.B. De:bug) und dem Entstehen eines Popjournalismus in den bürgerlichen Feuilletons hat für BARTELS die Spex ihre Schuldigkeit getan und ihre Notwendigkeit verloren. Zudem die Gegenöffentlichkeit mittlerweile längst ins Netz abgewandert sei.

STAUN, Harald (2013): Die Zauberformeln des Pop.
Ein Sammelband will die Geschichte des Musikmagazin "Spex" im Stil eines "Greatest Hits"-Albums erzählen. Nichts liegt dem Wesen der Zeitschrift ferner,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.03.

FASTHUBER, Sebastian (2013): Begeisterung, Bluff und Behauptungen.
Pop: Ein dicker Band versammelt Texte aus der langlebigen deutschen Popkulturzeitschrift Spex,
in:
Falter Nr.11 v. 13.03.

STREICH, Juliane (2013): Laut geschrien wird ohnehin immer.
Eine Musikjournalistin und drei Generationen von "Spex"-Chefredakteuren plaudern über Vergangenheit und Gegenwart der Musikzeitschrift. Der Anlass ist ein neuer Reader, der "Spex"-Texte aus den letzten 33 Jahren versammelt,
in:
TAZ v. 30.03.

FANIZADEH, Andreas (2013): Als Kölner noch Kölner waren.
Leuchten der Menschheit: Das ist aber nicht alright: Diedrich Diederichsen und "Das Buch. Spex. 331/3 Jahre Pop",
in:
TAZ v. 30.03.

 
       
   

Die Zeitschrift in der Debatte

BARTELS, Gerrit (2000): Cooles Wissen in Dauerkrise.
Schluck! "Spex", das Traditionsorgan der Popweltanschauung, wurde an einen Münchner Verlag namens Piranha verkauft,
in: TAZ v. 26.01.

TERKESSIDIS, Mark (2000): Langer Abschied vom Anderssein.
"Spex" galt einmal für viele Leute als "die beste Band Deutschlands". Doch der Niedergang für das Zentralorgan der Popdissidenz begann schon in den frühen Neunzigern. Ein Rückblick aus beteiligter Sicht,
in: TAZ v. 17.02.

KLANTEN, Robert (2000): "Spex". Der Sieg des Konzepts.
Pop-Standort Deutschland: Die Zeitschrift wird 20,
in: Tagesspiegel v. 15.08.

KIRCHNER, Barbara (2000): Die Spex wird zwanzig.
Ein melancholisch-feministischer Geburtstagsgruß,
in: Frankfurter Rundschau v. 17.08.

MAYE, Harun (2004): Living in a Magazine.
Spex sozialdemokratisiert den Pop,
in: Ästhetik & Kommunikation, Heft 122/123, S.161-166

DAX, Max (2005): Die Last der lebenden Legende.
Medien: Nachruf auf die Bibel des Popjournalismus - die Musikzeitschrift "Spex" feiert ihren 25. Geburtstag,
in: Welt am Sonntag v. 21.08.

Max DAX erinnert an die goldenen Zeiten der Zeitschrift Spex:

"»Spex« wurde 1980 von Gerald Hündgen gegründet, aber erst unter Diedrich Diederichsen und dessen theoretischer Führung entwickelte sich »Spex« ab 1983 zum verbindlichen Medium für jene Generation, die keine Revolutionen und keine Verteilungskämpfe mehr zu führen hatte. Dieses Vakuum füllte die »Spex«-Redaktion mit einer ebenso tief empfundenen wie hedonistisch ausgelebten Gegnerschaft gegen den musikalischen Mainstream und die allzu behäbige und selbstzufriedene Republik.
          (...).
Die Leser liebten die Achterbande Diedrich und Detlef Diederichsen, Clara Drechsler, Jutta Koether, Ralf Niemczyk, Lothar Gorris, Dirk Scheuring und Michael Ruff für ihren Anspruch, jede Musik als Spiegelbild der jeweiligen Zeit und ihrer gesellschaftlichen Verhältnisse zu sehen.
          
(...).
Für die Generation Spex waren Diederichsen und Konsorten daher das, was für ihre linksliberalen Eltern
Hans-Magnus Enzensberger mit seinem »Kursbuch« und Jörg Schröder vom März-Verlag gewesen sein mögen - Aufrechte, die für das Wahre und Gute kämpften."

SUNDERMEIER, Jörg (2005): Das coole Wissen.
Vor 25 Jahren wurde die Spex gegründet. Sie gab vor, was man kaufen, hören, lesen musste,
in: Jungle World Nr.34 v. 24.08.

RÜTHER, Tobias (2005): Botaniker.
Das Musikmagazin "Spex" wird 25 Jahre alt,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 28.08.

FRÖMBERG, Wolfgang (2007): Kerstin Grether/Jörg Heiser.
Es nennt sich leider Popdiskurs,
in:
Intro, August

Kerstin GRETHER rechnet u. a. mit der ehemaligen Spex-Avantgarde ab: "Die Spex-Zeit der mittleren 90er kriegt man oft verklärend nachgetragen. Das ist nett, aber es herrscht davon eine falsche Vorstellung. Ich war damals - in meinen zwei, drei Jahren als Kulturredakteurin - sehr jung und habe es als meine Aufgabe gesehen, den sogenannten Theorie-Import in der Zeitschrift stattfinden zu lassen. Die Redaktion wurde von etablierten Egomanen getragen, die für sich die Wahrheit, den Diskurs, die Theorie, die Musik und die Gegenbewegung gepachtet hatten. Sie haben behauptet, im Prinzip könne keiner, außer ihnen, den »großen Kulturartikel« schreiben. Das stelle sich mal einer vor: Jörg, Dietmar Dath, Sandra Grether, Barbara Kirchner und alle, die wir gut fanden - Leute wie Sascha Kösch, Mark Sikora oder Mercedes Bunz -, sollten den großen Kulturartikel nicht schreiben können! Ich fand das total lächerlich und anmaßend und auch den überradikalsierten Spex-Begriff von Avantgarde zum Kotzen."

 
   

Das Versandhaus Zweitausendeins

 
   

POLITYCKI, Matthias (1998): Pop-Ereignis, Trostbüchlein, Tertiärliteratur.
Der große Merkheft-Roman der Bundesrepublik liegt jetzt in 156 Folgen vor,
in: Frankfurter Rundschau
v. 25.11.

Infos zu: Matthias Politycki - Autor der Single-Generation

DOTZAUER, Gregor (2001): Sammler des verlorenen Schatzes.
Wie ein Buch- und Plattenversand die Kultur nach '68 prägte - und die Zukunft der Branche,
in: Tagesspiegel v. 02.01.

HAGEDORN, Volker (2001): Zurück in die Zukunft,
in:
Göttinger Tageblatt v. 03.01.

 
   
 
   

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Update: 19. März 2015