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Tom Holert: Angst in der Kontrollgesellschaft

 
       
     
       
     
       
   

Tom Holert in seiner eigenen Schreibe

 
   

HOLERT, Tom (2001): "Einsamkeit ist gut für die Ökonomie".
Nachdenken über die Zukunft der Arbeit - Ein Besuch bei dem kanadischen Schriftsteller Douglas Coupland,
in: Literaturen Nr.2, Februar

Douglas Coupland - Generation X und die Entstehung der Bobos

HOLERT, Tom (2001): Angst essen Seele auf.
Nie war sie so wertvoll wie nach dem 11. September: Angst ist die Schlüsseltechnologie der Kontrollgesellschaft
in: Jungle World Nr.45 v. 31.10.

Tom HOLERT betrachtet Angst als "Machttechnologie des Kapitalismus". In seiner Sozialgeschichte der Angst nimmt HOLERT auch Bezug auf den Zusammenhang zwischen Angststeuerung und Lebensform:

"In den fünfziger Jahren wurde sie nicht nur von oben verordnet, sondern machte zugleich von unten als »(German) Angst«, als »malaise« oder als »Ekel« im internationalen Beatnik- und Existenzialismus-Underground Furore. Sie popularisierte nicht nur die festungsähnlich formierte Kleinfamilie, sondern auch Subjektpositionen wie jene von Binx, des an einer gottlosen Welt erkrankten Protagonisten aus Walker Percys Roman »The Moviegoer«."

Diese Angststeuerung der Menschen, die an der "Materialität des Körpers und seiner Praktiken selbst" ansetzt, trifft auf doppelt überforderte, individualisierte Menschen

 "durch seine psychische Befreiung bei gleichzeitigen sozialen Ansprüchen an Souveränität und grenzenloser Persönlichkeitsentfaltung. Und vor dieser doppelten Überforderung erscheint auch jenes »Testament der Angst« so plausibel, das uns Blumfeld in diesem Jahr hinterlassen haben",

meint HOLERT. Nicht die Angststeuerung an sich erscheint ihm problematisch, sondern die neoliberale Aufgabe des öffentlichen Raumes, die er rückgängig machen möchte (siehe hierzu auch Martin WENTZ in der FR v. 29.10.2001).

Von der Spaßgesellschaft zur Angstgesellschaft?
 
       
   

Tom Holert im Gespräch

 
   

Neu:
JURT, Pascal (2014): "Man traut der Kunst vielleicht zu viel zu".
Die Kunstkritik unterhält eine ambivalente Beziehung zu ihrem Gegenstand. Sie versucht einerseits eine Reflexion, was Distanz gegenüber ihrem Objekt voraussetzt, ist aber zugleich produktionsästhetisch, institutionell und diskursiv mit ihrem Gegenstand verbunden. Ein Gespräch mit dem Berliner Kunsttheoretiker und Künstler Tom Holert,
in:
Jungle World Nr.34 v. 21.08.

 
       
   

Übergriffe (2014).
Zustände und Zuständigkeiten der Gegenwartskunst
Philo Fine Arts Stiftung

 
   
     
 

Klappentext

"Die Kunst der Gegenwart ist ein Unternehmen der permanenten Neuordnung von Zuständigkeiten. Überzeugt, dass Reflexivität und Materialität in der Kunst seit den 1950er Jahren ebenso grundlegend verschränkt sind wie Ästhetik und Politik, untersucht Tom Holert in seinen Beiträgen, wie Kunst ihre Reichweite verändert, Formen des Wissens und Handelns beansprucht und transformiert, die lange außerhalb ihres Einzugsgebiets verortet wurden. Das deskilling der nachmodernen Kunst, der Verlust eines verbindlichen Kanons der Medien, Fragestellungen und Verfahren, hat zu einer Expansion der Themen und Methoden geführt. Entsprechend verlagerte sich die kunstkritische Diskussion von einer Erörterung der Begriffe der Kunst hin zu einer Aufzeichnung ihrer Übergriffe. Der Band enthält ausgewählte, in internationalen Zeitschriften, Katalogen und Sammelbänden veröffentlichte Texte sowie Originalbeiträge aus fünfzehn Jahren kunstkritischer und kunsthistorischer Produktion, oft in enger Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern entstanden. Dabei liegt der Akzent auf monografischen Studien zu Sanja Ivekovi, Kai Althoff, Stephen Prina, Jeff Wall, Mark Lewis, Jeroen de Rijke und Willem de Rooij, Omer Fast, Danica Daki, Josephine Pryde und anderen."

 
     
 
       
   

Rezensionen

fehlen noch

 
       
   

Entsichert (2002).
Krieg als Massenkultur im 21. Jahrhundert
(zusammen mit
Mark Terkessidis)

Köln: Kiepenheuer & Witsch

 
   
     
 

Klappentext

"Seit einiger Zeit hat der Krieg auch unseren scheinbar so friedlichen Alltag erobert, zumindest was die Sprache und die Medien betrifft: Tag für Tag hören wir von »Scheidungskriegen« und »Tennis-Kriegen«, von »Terror-Pollen«, »Horror-Kids«, »Killer-Viren«, »@-Bomben«, »Produktoffensiven« und »feindlichen Übernahmen«. Und seit die USA nach dem 11. September den »war on terrorism« erklärt haben, befinden sich die Staaten des Westens auch real auf einem Feldzug ohne Grenze in Zeit und Raum.
Wie sollen wir dieses symbolische und reale Eindringen des Krieges in die Eingeweide der Gesellschaft nennen? Im Übergang zum 21. Jahrhundert ist eine völlig neue Form des Krieges entstanden. Die Autoren nennen das Phänomen den »massenkulturellen Krieg«. In »Entsichert« befassen sie sich zum einen mit der immer kriegerischer anmutenden Konsumkultur im Westen, einer Art mentaler Aufrüstung. Zum anderen haben sie in den letzten Jahren ehemalige und aktuelle Kriegsschauplätze wie Vietnam, die Staaten des ehemaligen Jugoslawiens und auch das New York nach dem 11. September besucht. In einer Mischung aus Reportage und Kulturkritik durchleuchten sie sowohl unseren Alltag, in dem der Krieg als Spektakel erscheint, als auch das Leben in jenen Gebieten, wo der Krieg buchstäblich Alltag geworden ist.
"

 
     
 
       
   

Rezensionen

WALTER, Klaus (2002): Bildmaschinen bei der Arbeit.
Kriegsführung und Massenkultur durchdringen sich wechselseitig, sei es an Oder und Elbe, sei es in Bad Reichenhall oder Erfurt. "Entsichert" beschreibt, wie diese Vereinigung den Medien zu verdanken ist und schon vor dem 11. September begann,
in: TAZ v. 24.09.

 
   

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Update: 21. August 2014