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Wolfgang Welt: Die Ausweitung der Kampfzone in Bochum

 
       
     
       
     
       
   

Nachrufe auf Wolfgang Welt

 
       
   

KLUTE, Hilmar (2016): Pott raus, Glück rein.
Wolfgang Welt war Pop-Journalist, Schriftsteller, Nachtportier - und in Bochum eine feste Größe. Nun ist er gestorben,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 21.06.

BARTELS, Gerrit (2016): Popschriftsteller tot. Wolfgang Welt gestorben.
Lou Reed interviewen, Herbert Grönemeyer doof finden und auf der Mansarde sich einen runterholen: Zum Tod des Bochumer Schriftstellers Wolfgang Welt,
in:
Tagesspiegel v. 21.06.

SCHÄFER, Frank (2016): Hier schrieb der Prolet noch selbst.
Er musste schreiben und wenn er es tat, nannte er sich WoW. Der Musikjournalist und Autor Wolfgang Welt ist mit 63 Jahren gestorben,
in:
TAZ v. 22.06.

 
       
   

Wolfgang Welt in seiner eigenen Schreibe

 
       
   

WELT, Wolfgang (1992): Nacht-Fluch.
Der Autor vor seinem Radio,
in: Der Alltag, Thema: Stadt/Land, Oktober

WELT, Wolfgang (1999): Heinz Rudolf Kunze - Deutsche Lieder,
in: derselbe "Peggy Sue", München: Heyne

Heinz Rudolf Kunze - Der Houellebecq des Rock 'n' Roll

WELT, Wolfgang (2013): Der Ulysses in mir.
Wie ich das eine Buch nie lesen brauchte, weil die, die ich schrieb, doch besser waren,
in:
junge Welt v. 14.03.

Wolfgang WELT erzählt, wie er mit seinen Geschichten, doch noch in den bürgerlichen Medien wahr genommen wurde und was das mit James JOYCE, Diedrich DIEDERICHSEN, Peter HANDKE und Jamal TUSCHIK zu tun hat.

 
       
   

Wolfgang Welt: Porträts und Gespräche

 
       
   

SCHÄFER, Frank (2001): Stiller Freund der vielen Fernen.
Am Bochumer Schauspielhaus hat Wolfgang Welt viele Menschen kommen und gehen sehen. Klar, er ist der Nachtwächter. Früher galt er als der "wichtigste Musikjournalist des Potts". Gerade ist mal wieder ein Roman von ihm herausgekommen,
in:
TAZ v. 08.12.

Infos zu: Frank Schäfer - Autor der Generation Golf

FUCHS, Oliver (2002): Unter Sex leide ich nicht, weil ich keinen haben.
Melancholie, Mode und Verzweifelung im Ruhrpott: Wolfgang Welt ist der manische Chronist der Post-Punk-Ära in Bochum,
in: Süddeutsche Zeitung v. 11.01.

FRÖMBERG, Wolfgang (2006): Wolfgang Welt. Es muss nicht immer Jean Genet sein.
In 300 Spex-Ausgaben steht kein einziger Artikel von Wolfgang Welt. Höchste Zeit für eine Würdigung des "Universaldilettanten", dessen gesammelte Werke nun bei Suhrkamp vorliegen. Ein Besuch in Bochum, zwischen Opel und dem Geist von Buddy Holly,
in: Spex Nr.300, Juli

Wolfgang FRÖMBERG erklärt, warum Wolfgang Welt in der Popliteratur bislang ein stolzer Außenseiter blieb. Er beginnt mit einem Verriss des Romans Peggy Sue durch Diedrich DIEDERICHSEN, der Mitte der 1980er Jahre mit Sexbeat die Szene bestimmte. Die Geschichte des Suhrkamp-Buchtitels reicht bis zum Beginn der 80er Jahre zurück:

"1982 erschien im Kübler Verlag die von Diedrich Diederichsen herausgegebene Anthologie »Staccato - Musik und Leben«. Darin finden sich Beiträge aus dem Umfeld der Zeitschrift »Sounds«, u.a. eine Polemik von Kid P (Andreas Banaski) gegen alles, was gerade angesagt war: »Übrigens, wer hier nicht erwähnt wird, war es nicht wert, nicht mal wert, runtergemacht zu werden.« »Staccato« enthält die erste lange Story von Wolfgang Welt: »Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe«."

Mit Peter HANDKE hat Wolfgang WELT einen Fürsprecher gefunden und der Zeitgeist hat sich mittlerweile gedreht:

"Aus der Position, deren lautester und versiertester Verfechter Diederichsen damals war, nämlich Popstorys mit subjektiven Behauptungen aufzuladen, war ihm eine positive Besprechung von »Peggy Sue« kaum möglich. Denn WoW kennt keine Behauptung und keinen roten Faden außer sich selbst.
          
 Das Zentrum seiner Reflexionen ist das Jugendidol Buddy Holly, das Ziel all seiner Anstrengungen ist die Eroberung des weiblichen Geschlechts. (...). Hinter den Versprechungen der Popindustrie kommt durch Welts »Ehrlichkeit« an der Olympia-Schreibmaschine dröge Jungswelt-Realität zum Vorschein. Diese Qualität der Welt'schen Offenheit durfte ein ausgesprochener Szene-Insider wie DD freilich nicht gutheißen, jedenfalls nicht, dass sie so unvermittelt daherkam."

SÜSELBECK, Jan (2007): Lenz, postmodern.
Eine Begegnung mit Wolfgang Welt, dem Autor der Romansammlung "Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe",
in: Literaturkritik, Februar

SÜSELBECK, Jan (2007): J.R. im Tunnel.
Er tauchte in die Popszene der Achtziger ein und bald darauf ab. Jetzt sind seine Romane bei Suhrkamp erschienen. Eine Begegnung mit Wolfgang Welt, der dem Wahnsinnigwerden ein literarisches Denkmal gesetzt hat,
in: Jungle World Nr.7 v. 14.02.

SCHÖNEBÄUMER, Matthias (2008): Welt lebt im Staccato.
Vergessene Autoren: Ist Wolfgang Welt der erste deutsche Popliterat? Er hat versucht, vom Schreiben über Pop zum Literaten zu werden. Leider ist es ihm nicht ganz gelungen,
in: Zeit online v. 03.06.

Matthias SCHÖNEBÄUMER erinnert an den vergessenen Autor Wolfgang Welt, den er u.a. mit Jörg FAUSER vergleicht, dessen Karriere aber im entscheidenden Moment scheitert:

"Als der Suhrkamp-Verlag Interesse an seinem Romanmanuskript zeigt, kommt Bewegung in die Sache. Einzig Wolfgang Welt kommt nicht voran. Lieber interviewt er Achim Reichel und begleitet Motörhead auf ihrer Englandtour. Danach holt ihn die Wirklichkeit ein: Vollkommen ausgebrannt landet er in der Psychiatrie.
Nach seiner Entlassung will er endlich seine Geschichte aufschreiben, doch ein anderer Autor kommt ihm zuvor.
Statt seiner debütiert nun Rainald Goetz mit Irre bei Suhrkamp. Ein Moment von tragischer Gleichzeitigkeit, der Wolfgang Welt nur ein paar trockene Zeilen wert ist: »Dagegen hatte ich natürlich keine Chance, und es sollte dann noch mal zwanzig Jahre dauern, ehe ich die Story schrieb.« Eine Story, in der eigentlich nichts passiert und doch so unheimlich viel geht.
"

RUNTE, Alexander (2009): Der Anwärter.
Manche halten ihn für den größten Erzähler des Ruhrgebiets - aber Wolfgang Welt ist seit vielen Jahren Nachpförtner. Ein Besuch in Bochum,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 07.02

Alexander RUNTE porträtiert Wolfgang WELT, dessen Roman Doris hilft diesen Monat bei Suhrkamp erscheint. Vor ein paar Tagen hat Klaus WALTER den jung gestorbenen Buddy Holly als Paten aller weißen Nerds beschrieben. Wolfgangs WELTs spätes Debüt bei Suhrkamp hieß, man glaubt es kaum: Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe. Diese Wilhelmshöhe liegt nicht weithin sichtbar über Kassel, sondern bezeichnet eine Zechensiedlung in Bochum. Der Angehörige der Single-Generation arbeitete nach einer gescheiterten Karriere als Popjournalist und mehreren Psychiatrieaufenthalten als Nachtportier im Bochumer Schauspielhaus.

Die literarische Leistung sieht Diedrich DIEDERICHSEN bei Wolfgang WELT darin, dass er "als einer der Ersten das eigene Nerd- und Fantum" stilisierte. So etwas ähnliches sagt DIEDERICHSEN im übrigen über alle, die nicht seinem männlichen Hipsterideal à la Sexbeat entsprachen Willi WINKLER, der ebenfalls bei der Süddeutschen schreibt und  so etwas wie der Gegenspieler von DIEDERICHSEN ist, hat ein Nachwort zu WELTs neuem Buch verfasst. RUNTE bringt die Texte von WELT auf den Punkt:

"In seinen Texten vermischte er die Glamourwelt des Pop mit seinem eigenen Loserleben in Bochum, wo er mit Fußballkumpels soff, immer noch bei seinen Eltern wohnte und sexuell zeit seines Lebens mit Vollgas und im Leerlauf unterwegs war".

Hartz IV als Rentner oder Durchbruch, so beschreibt RUNTE die gegenwärtige Situation von WELT. Könnte er so etwas wie der Paul POTTS der Literaturbranche werden? Wilhelm GENAZINO beschrieb vor 5 Jahren in seinem Roman Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman das Grundprinzip solcher Art von Teilzeitkarriere, die in den goldenen Jahren noch leichter möglich erschien. Anfang der 1980er Jahre war die Gefahr des Scheiterns größer und die Nutzlosigkeit des Erwachsenwerdens machte sich breit. Nicht jeder schaffte den Absprung zum Postpunk, zum Hipster oder ähnlichen Haltungen. Arbeitete nicht auch der 5 Jahre jüngere Peter HEIN - trotz Monarchie und Alltag - als Jobber, bevor er nach der Jahrtausendwende den Wiedereinstieg wagte?

Seit Michel HOUELLEBECQ dem Nerd mit seinen ersten beiden Romanen ein Denkmal setzte, sodass sich neuerdings feministische Frauen notgedrungen mit der Tatsache beschäftigen müssen, dass dem Mann in der Krise eine Sympathie entgegen gebracht wird, denen Feministinnen bislang wenig entgegen zu setzen hatten. Es scheint  einen wachsenen Markt zu geben, den es zu bedienen gilt. Heinz STRUNK hat mit Fleisch ist mein Gemüse gezeigt wie es geht. Im Gegensatz zu STRUNK scheint WELT jedoch den im Literaturbetrieb üblichen Standards nicht zu genügen. Es bleibt also eine spannende Frage, wie es mit dem Nerd aus Bochum weiter geht.

SCHÄFER, Frank (2009): Mutti seufzte nur.
Die Romane von Wolfgang Welt sind drastisch und manisch – das Gegenteil der deutschen Schreibschul-Literatur. Jetzt ist sein viertes Buch erschienen. Ein Porträt,
in:
Zeit Online v. 24.02.

DEBES, Herbert (2009): Welt-Literatur aus Bochum.
Wie Wolfgang Welt mit seiner autobiographischen Trilogie des Scheiterns nach zwanzig Jahren doch noch bei Suhrkamp gelandet ist und nun sogar einen neuen Roman geschrieben hat »Doris hilft«,
in: glanzundelend.de v. 19.03.

"Wolfgang Welts Geschichte ist mehr als eine Trash-Komödie mit regionalem Flair. Sein »Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe« ist ein dem Leben abgerungener, tragikkomischer Bildungsroman eines Möchtegerns, und als solcher authentisches Dokument einer Zeitspanne zwischen Anything goes - but nothing happens", meint Herbert DEBES.

KÜSTER, Hanns (2009): Der Narr im Wunderland.
Ein Besuch bei dem Bochumer Schriftsteller Wolfgang Welt,
in: Am Erker Nr.58, Dezember

 
       
       
   

Ich schrieb mich verrückt (2012).
Texte von Wolfgang Welt 1979–2011. Mit einem Vorwort von Peter Handke
(herausgegeben von Martin Willems

Klartext Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"In seinen Romanen ( Peggy Sue , Der Tick , Der Tunnel am Ende des Lichts , Doris hilft ) beschäftigt sich Wolfgang Welt auf vielfältige Weise mit dem Ruhrgebiet und dessen Kultur. Ausdrucksmittel des Autors ist seine schnörkellose Tagebuchprosa als eigenwillige Spielart der Popkultur (Marc Degens). In den letzten Jahren hat in der Literaturwissenschaft eine verstärkte Auseinandersetzung mit seinem Werk stattgefunden. So sieht etwa der Germanist Thomas Hecken in Welt den einzige(n) Berührungspunkt zwischen dem Ruhrgebiet und der großen Pop-Welt.

Lange bevor Welt begann, Romane zu veröffentlichen, war er als Journalist tätig. In den Jahren 1979 1984 veröffentlichte er über 200 Musik-, Literatur- und Theaterkritiken, Reportagen sowie Konzertberichte. In dieser Zeit, seiner journalistischen Hochphase, legte er den Grundstein für seine schriftstellerische Laufbahn. Welts Kurzformen sind zu großen Teilen unbekannt, jedoch haben Auszüge aus diesem Schaffensbereich Eindruck hinterlassen so wurde Wolfgang Welt etwa als einer der entscheidenden Wegbereiter des Popjournalismus bezeichnet. Diese hier ausgewählten Texte dürfen als popkultureller und zeitgeschichtlicher Schatz gelten, fallen doch eine Vielzahl der Arbeiten in die Phase der Pop-Euphorie, die Jahre 1980-1982. Hinzu kommen weitere Beiträge, die im Zeitraum 1982-2011 in Anthologien, Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Wolfgang Welt im Jahr 2012 seinen 60. Geburtstag begeht, ist es an der Zeit seine journalistische Arbeit zugänglich zu machen."

 
     
 
       
   

Rezensionen

THELEN, Tom (2012): Wenn der Verriss diktiert wird,
in: WAZ Online v. 21.10.

Neu:
SCHÄFER, Frank (2013): Wozu Argumente, wenn man eine Meinung hat?
Rockkritik: Grob gedrechselte Hasslatten: Der Band "Ich schrieb mich verrückt" versammelt journalistische Texte des Universaldilettanten Wolfgang Welt und zeichnet dessen Weg vom Zeilenschmierer zum professionellen Gonzo-Reporter nach,
in: TAZ v. 07.01.

 
       
       
   

Doris hilft (2009).
Mit einem Nachwort von Willi Winkler
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"»Doris hilft« steht an einer Wand der Bochumer Uni, an der Wolfgang Welt in seinem Wahn vorbeiläuft. Doris, so hieß doch die Bedienung in seinem Stammlokal, die er geliebt hatte – Doris hilft ist der vierte Roman, den Welt seinem Leben als Autor, Biertrinker, Dauersohn und Nachtwächter auf der Bochumer Wilhelmshöhe und in deren Umgebung widmet. Lauter Nachrichten aus der Wirklichkeit (um 1990), aber es braucht jemanden wie Welt, den »größten Erzähler des Ruhrgebiets« (Willi Winkler), der sie uns aufgreift, »anleuchtet«, sichtbar macht.

Im Anhang: »Bob Dylan & Buddy Holly. Kein Vergleich«, einer der besten Artikel des Musikjournalisten Wolfgang Welt aus dem Jahr 1991."

 
     
 
       
   

Rezensionen

SCHÄFER, Frank (2009): Doris hilft,
in: Rolling Stone, April

"Welt ist skrupellos gegen sich selbst und gegen andere. Er schreibt auf, was die meisten weglassen würden. Und es gibt anders als bei Heinz Strunk et al auch keine ironische Hintertür, durch die der Leser sich aus dieser Plebejer-Hölle davonstehlen könnte", meint Frank SCHÄFER.

SCHOLZ, Gabriele (2009): Kreuzehrlich,
in: Jungle World Nr.14 v. 02.04.

RÜDENAUER, Ulrich (2009): Ich Studie im Bochumer Bermudadreieck,
in: DeutschlandRadio v. 04.05.

 
       
       
   

Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe (2006)
Frankfurt a/M: Suhrkamp

 
   
     
 

Klappentext

"Aus kleinen Verhältnissen stammend und mit einem abgebrochenen Studium im Gepäck gerät Wolfgang Welt als Musikjournalist Anfang der achtziger Jahre in die Pop-Maschinerie. New Wave, Neue Deutsche Welle, Marabo, Sounds, Musik Express, Rockpalast, Herbert Grönemeyer, Dallas, Frauengeschichten, DJ-Dasein und immer wieder Buddy Holly sind Begleiterscheinungen einer kurzen, steilen Szenekarriere. Sie endet im Wahnsinn. Welt wird verhaftet und in die Psychiatrie gesteckt. Wieder halbwegs normal, schreibt er in großen Abständen drei autobiographische Romane, die hier vereint vorgelegt werden, der dritte als Erstveröffentlichung. 2002 erhält er ein Stipendium der Hermann- Lenz-Stiftung. Seit langen Jahren arbeitet er als Nachtportier im Schauspielhaus seiner Heimatstadt Bochum und hört regelmäßig WDR 4.
Wolfgang Welt, geboren 1952 in Bochum, lebt dort (in seinem Elternhaus in der Bergarbeitersiedlung Wilhelmshöhe). Peggy Sue, erschienen zuerst 1986 im Konkret Literatur Verlag, kam 1997 erweitert und mit einem Vorwort von Leander Haußmann als Taschenbuch heraus. Der Tick wurde 2001 veröffentlicht. Der Tunnel am Ende des Lichts ist, wie gesagt, eine Erstveröffentlichung"

 
     
 
       
   

Rezensionen

  • KLAHN, Andrej (2006): "Mein Lebensziel ist erreicht".
    Neuer Roman des Bochumer Nachtpförtners Wolfgang Welt,
    in: Welt am Sonntag v. 30.07.

  • DEGENS, Marc (2006): Mit Mutters Butters.
    Die Wolfgang-Welt-Werkausgabe im Suhrkamp Verlag,
    in: junge Welt v. 19.09.

  • SCHÄFER, Frank (2006): Sich seiner eigenen Raserei stellen.
    Ausflüge in Welts Welt: Die ersten drei Romane von Wolfgang Welt liegen gesammelt vor - "Buddy Holly auf der Wilhelmshöhe",
    in: TAZ v. 11.11.

    • "Dieser Band versammelt das vorläufige belletristische Gesamtwerk vom Lester Bangs des Ruhrpotts, der in den frühen Achtzigern drauf und dran war - mit einer gehörigen Portion Chuzpe, Größenwahn, aber eben auch Können -, ein Star und eine echte Zierde der Zunft zu werden", meint Frank SCHÄFER.

TUSCHICK, Jamal (2007): Endlich in der Bundesliga,
in: Textem v. 06.02.

"Der Autor adelt den Alltag mit einer vollkommen unironischen Aufmerksamkeit. Das erscheint dem Zuhörer/Leser zum Schreien absurd", berichtet Jamal TUSCHICK anlässlich einer Lesung.

 
       
   

Das Buch in der Debatte

MARTENS, René (2010): Umsonst wird am meisten gelesen.
Alternativkultur: Einst waren sie Bausteine der kulturellen Identität einer Stadt: die Stadtmagazine. Ihr Niedergang erzählt vom Bedeutungsverlust durch Anpassung,
in: TAZ, v. 21.04.

Für René MARTENS vermittelt Peggy Sue Einblicke in die Stadtmagazin-Szene Anfang der 1980er Jahre:

"Einen Eindruck von den frühen Jahren der Stadtmagazine vermittelt Wolfgang Welt in seinem 1986 erstmals veröffentlichten dokumentarischen Roman »Peggy Sue«. Er beschreibt hier die Verhältnisse der Bochumer Zeitschrift Marabo zu Beginn der 1980er-Jahre. Es war eine Zeit, in der inhaltlich alles möglich war, etwa eine Titelgeschichte über eine Fabrikbesetzung, die die »Chaoten«, wie sie bei Welt heißen, selbst schreiben dürfen. Dennoch war es eine nicht nur rosige Phase: Welt muss oft monatelang auf sein Geld warten. Die miserable Bezahlung von Mitarbeitern ist eine Konstante in der Geschichte dieses Zeitschriftensegments."

 
       
       
   

Der Tick (2001)
München:
Heyne

 
   
     
 

Klappentext

"»Wolfgang Welt, der größte Autor des Ruhrgebiets« (SZ), hat ein neues Buch geschrieben. »So wie ich es sehe, mögen Mädchen einen Kerl mit einem kreativen Touch. Deswegen habe ich angefangen zu schreiben, um ein bisschen Reklame für mich zu machen und mir zu Bettgenossinnen zu verhelfen.« Darum geht es!"

Stimmen zum Buch

"Anstatt das Erlebte und Gehörte mit zeitgeistiger Kulturtheorie aufzupeppen oder zu ironisieren, bedient sich Welt einer phantastisch schnörkellosen, charmant-prolligen Sprache, die dem mythisch überhöhten Beruf des Musikjournalisten jeglichen Glamour raubt. Gerade das ist es, was den »Tick« von der Masse der belanglosen Retro-Romane abhebt und so etwas wie »Authentizität« verleiht."
(Kito Nedo in fluter.de vom April 2002)

 
     
 
       
   

Rezensionen

NEDO, Kito (2002): Wolfgang Welt: Der Tick.
Die Kunst sich selbst auf die richtige Art ernst zu nehmen,
in: fluter.de, April

 
       
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 15. Januar 2002
Update: 30. Dezember 2017