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Beat Fux: Generationenbeziehungen und Sozialpolitik

 
       
     
       
     
       
   

Beat Fux in seiner eigenen Schreibe

 
   
  • FUX, Beat (1998) Die Familie im westeuropäischen Kleinstaat.
    Belgien, die Niederlande und die Schweiz haben im Laufe der Geschichte konkordanzdemokratische Formen entwickelt, die auch die jeweiligen Wohlfahrtsstaaten prägten. Eine Studie soll jetzt aufzeigen, inwiefern sich die Sozialpolitiken dieser drei Länder auf den Familienwandel auswirken,
    in: Uni Magazin, Zeitschrift der Universität Zürich, Heft 2
 
       
   

Beat Fux im Gespräch

 
   
  • HAEMMERLI, Thomas (2003): Die weisse Illusion.
    Heiraten sei "en vogue" und klassisch "in", verkünden die Illustrierten. Doch das täuscht, sagen die Experten,
    in: SonntagsZeitung v. 04.05.
    • Kommentar:
      HAEMMERLI hat u.a. Familiensoziologen wie Beat FUX befragt. Diese Berufspessimisten sehen die Ehe nur aus der Sicht der Familie, zudem hängen sie einem Ideal der bürgerlichen Familie an, vor dessen Hintergrund die "moderne Ehe" nur defizitär sein kann.
 
       
   

Der familienpolitische Diskurs (1994).
Eine theoretische und empirische Untersuchung über das Zusammenwirken und den Wandel von Familienpolitik, Fertilität und Familie.
Sozialpolitische Schriften Heft 64
Berlin: Duncker und Humblot

 
   
 
 

Inhaltsverzeichnis

Einführung

A. Zur Genese des Struktur-Kultur-Paradigmas
B. Interdependenz von Mikro- und Makroebene aus handlungstheoretischer Perspektive
C. Entwicklungslinien der Familiensoziologie (Exkurs)

I. Einleitung
II. Entwicklungslinien der familiensoziologischen Forschung

1. Vorläufer der Familiensoziologie
2. Die Familie aus der Sicht der historischen ideologischen Formationen

a) Die Familie in der konservativen Perspektive
b) Die Familienauffassung im Sozialismus
c) Die Familie aus der Sicht des Liberalismus

3. Die Konzeptionen Durkheims, Parsons und Königs im Kontext der Familiensoziologie unseres Jahrhunderts

4. Zum heutigen Stand der Debatte

III. Rekapitulation

D. Soziodemographische Theorien zur Erklärung der Fertilität (Exkurs)

I. Einleitung
II. Zur Entwicklung der soziodemographischen Fertilitätsforschung
III. Mikrosoziologische Ansätze zur Erklärung generativen Verhaltens und Handelns

1. Mikroökonomische Modelle der Fertilität
2. Sozialpsychologische und psychologische Modelle der Fertilität
3. Mikrosoziologische Modelle der Fertilität

IV. Makrosoziologische und komplexe Ansätze

1. Das Konzept des Demographischen Übergangs
2. Fertilität im Prozeß der modernen Verhaltensrationalisierung (Modernisierungstheorien)
3. Fertilitätsentwicklung im Industriesystem
4. Theorie der säkularen Nachwuchsbeschränkung

V. Rekapitulation

E. Der Zusammenhang Familie - Familienpolitik - Fertilität in der soziologischen Diskussion (Exkurs)

I. Einleitung
II. Familienpolitik im Spannungsfeld zwischen Familiensoziologie und Politikberatung

1. Familienpolitik, Bevölkerungspolitik, Sozialpolitik (einige Begriffsbestimmungen)
2. Das Thema Familienpolitik in den "klassischen" Familiensoziologen
3. Neuere Ansätze in der soziologischen Familienpolitik-Forschung
4. Grundkonzepte für eine Theorie familienpolitischer Interventionen

III. Rekapitulation

F. Eine soziologische Theorie des familienpolitischen Diskurses
G. Überlagerung kultureller Faktoren - Primat der Kultur und Sättigung struktureller Spannungen
H. Entwicklungen der Fertilität und ihrer Komponenten sowie der Institution Familie im langfristigen Prozeß
I. Der familienpolitische Diskurs: Zur Geschichte und Wirkungsweise der Familienpolitik
J. Zusammenfassung und Ausblick

Zitate:

Familienpolitische Denkstile

"Im Verlauf der Modernisierung treten jeweils besondere Strukturprobleme auf, auf die sich sowohl einzelne Akteure wie auch Gruppen in all ihren Handlungen beziehen. Gemäß Karl Mannheim begründen die Bezüge zu konkreten Problemlagen bestimmte Denkstile. Die These, die sich hier anschließt, und auf welcher wir unsere empirischen Untersuchungen aufbauen werden, besagt, daß je nachdem, ob der Staat, die Familie oder das Individuum im Brennpunkt des kollektiven Denkens steht, sich drei fundamental unterschiedliche Denkstile voneinander abgrenzen lassen. Es sind dies die Denkstile des Etatismus, des Familialismus und des Individualismus." (S.204)

Familialismus - Definition und Merkmale des familialistischen Denkstils

"Unter Familialismus verstehen wir ein Verhältnis von Familie und Gesellschaft, das eine weitreichende Isomorphie zwischen diesen beiden sozialen Gebilden behauptet. Es handelt sich um einen Denkstil, welcher die Gesellschaftsstrukturen aus der Familienorganisation zu begründen versucht. Daraus resultiert sein starkes Bedürfnis, politisch gegen jegliche Destabilisierung der Familie vorzugehen. Der familialistische Denkstil antwortet auf einen makrostrukturellen Konflikt, der nicht mehr im Klassenantagonismus zu finden ist, sondern im Bedürfnis gründet, die erreichte Systemsicherheit zu konsolidieren. Konservatismus vs. Fortschrittsoptimismus kann als die zentrale Konfliktlinie erkannt werden. Das politische Handeln setzt im Unterschied zum Etatismus nicht mehr beim Staat ein, sondern setzt die Familie in den Brennpunkt politischen Agierens. Dominant scheint die Zielvorstellung, Geborgenheit (Gemeinschaft) zu realisieren. Ausdrucksform des Familialismus ist die Unter-Schutz-Stellung der Familie - nota bene einer Institution, welche das einzelne Individuum über Normen ins familiale und indirekt ins politische System integrieren möchte. Daraus erhellt sich weiter auch das Interesse an horizontaler Gerechtigkeit. Der Familienlastenausgleich stellte die wohl wichtigste policy dar, aber auch eine Zivilstandspolitik (die gezielt die Ehe fördert) oder das Interesse an natalistischen Strategien sind weitere familienpolitische Arrangements, die wir letztlich dem Geist des Familialismus verdanken." (S.209)

Individualistischer Denkstil

"Er setzt das Einzelindividuum ins Zentrum seiner Betrachtungen sowie in den Brennpunkt politischen Handelns und wehrt sich gegen Destabilisierungen des Persönlichkeitssystems und ist bestrebt, durch die Vergrößerung individueller Handlungsspielräume den Einzelnen individuelle Sicherheit zu erwirken. Der neue Denkstil stellt nicht nur die normativen Zwänge der Parsonsschen Familie in Frage, sondern intendiert vor allem auch die zunehmende Integration der Frau ins Bildungssystem und ins Erwerbsleben. Die Kritik an der alleinigen Gültigkeit einer bestimmten Familienform, welche durch die Ehe institutionalisiert wird, die Rationalisierung der Familienplanung, aber auch der Drang hin zu konsumistischen und hedonistischen Lebensweisen, sind Epiphänomene dieses Wandels im politischen Denkstil." (S.209f.)

 
 
       
     
   
  • Rezensionen

  • WALTER, Wolfgang (1995): Beat Fux: Der familienpolitische Diskurs,
    in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, H.3, S.569-570
 
   
  • Beat Fux in den Medien

  • DRIBBUSCH, Barbara (2001): Viel Job, wenig Liebe.
    Die Leistungsgesellschaft führt zum heimlichen Gebärstreik. Jede dritte 35-Jährige ist kinderlos - die meisten bleiben es,
    in: TAZ v. 02.02.
  • BÜRER, Barbara (2001): Ohne Partner leben, ist im Trend. Aber nicht jedes Singledasein ist frei gewählt. Vier Frauen berichten,
    in:
    Das Magazin. Beilage des Tages-Anzeiger v. 30.06.
    • Inhalt:
      Neben den Erfahrungsberichten der Partnerlosen werden Daten über die Alleinstehenden bzw. Alleinlebenden in der Schweiz geliefert. Es werden die Zürcher Soziologen Beat FUX & Doris BAUMGARTNER sowie Anne-Françoise GILBERT zitiert.
  • Neu:
    ALTHAUS, Nicole (2004): Wozu noch Babys?
    Sie sind laut, Zeit raubend, unverschämt teuer: Kinder bedeuten in der Multioptions-Gesellschaft die Wahl, die am meisten einschränkt. Und nun zeigen Studien, dass Eltern keineswegs glücklicher leben als kinderlose Paare. Sind Mamas und Papas hoffnungslose Romantiker?
    in: Facts Nr.19 v. 05.05.
 
     
   

weiterführende Links

 
     
   
 
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 12. Oktober 2004
Update: 12. Oktober 2004
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