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François Höpflinger: Familienbildung im Lebenslauf

 
       
     
       
     
       
   

François Höpflinger in seiner eigenen Schreibe

 
   

HÖPFLINGER, François (1987): Wandel der Familienbildung in Westeuropa, Frankfurt: Campus.

HÖPFLINGER, François & ERNI-SCHNEUWLY, Denise (HG.) (1989): Weichenstellungen - Lebensformen im Wandel und Lebenslage junger Frauen, Bern: Haupt

HÖPFLINGER, François (1991): Neue Kinderlosigkeit - Demographische Trends und gesellschaftliche Spekulationen,
in:
Acta Demographica, S.81-100.

Das Problem der Erfassbarkeit von Kinderlosigkeit

HÖPFLINGER, François (1997): Haushalts- und Familienstrukturen im intereuropäischen Vergleich. In: Stefan Hradil & Stefan Immerfall (HG.) Die westeuropäischen Gesellschaften im Vergleich, Opladen: Leske & Budrich, S.97-138.

HÖPFLINGER, François (1997): Entwicklung der Elternschaft in europäischen Ländern. In: Laszlo A. Vaskovics (HG.) Familienleitbilder und Familienrealitäten, Opladen: Leske & Budrich, S.168-186.

HÖPFLINGER, François (1999): Generationenfrage. Konzepte, theoretische Ansätze und Beobachtungen zu Generationenbeziehungen in späten Lebensphasen, Lausanne: Réalités Sociales

HÖPFLINGER, François (1999): Singles am laufenden Band.
Fremde sehen unsere Stadt (4). Die Experten der Entwicklungshilfeorganisation Hope lassen kein Zürcher Tabu unberührt; ein weiterer Ausschnitt aus dem geheimen Bericht,
in: Tages-Anzeiger v. 27.07.

Die Verfremdung ist näher an der Realität als die meisten wissenschaftlichen Beschäftigungen mit dem Thema. Und die Erkenntnis, dass "die Analyse städtischer Singles am "Yeti-Syndrom" leidet: Alle wissen, dass sie existieren, jeder beschreibt sie völlig anders, und keiner hat sie gesehen" ist so falsch nicht.

 
       
   

François Höpflinger im Gespräch

 
   

BINZEGGER, Lilli (1999): Singlefrauen sind klüger als Singlemänner.
Immer mehr Leute leben allein. Droht unsere Gesellschaft in vereinzelte Individuen zu zerfallen? Oder sind Singles der Beweis dafür, dass man beides haben kann: Unabhängigkeit und Partnerschaft? Ein Interview mit François Höpflinger,
in: NZZ Folio. Die Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung
Nr.5, Mai

Neu:
FLEISCHMANN, Daniel (2001): Man ist nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt.
Auch zwischen 40 und 60 Jahren ist man vor Lebenskrisen nicht gefeit. Ein Gespräch mit Soziologieprofessor François Höpflinger,
in: Schaffhausener Nachrichten v. 19.06.

Der Familiensoziologe HÖPFLINGER nennt Gründe für das neue Interesse an den 40-60jährigen:

"Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen steigt die Zahl der über 40-jährigen und der über 50-jährigen Frauen und Männer aus demografischen Gründen rasch an; gleichzeitig handelt es sich bei den 40- bis 60-Jährigen oft um wohlhabende Frauen und Männer, welche auch die Werbung entdeckt. Zum anderen erfordern gesellschaftliche und technische Wandlungen in dieser Lebensphase verstärkte Neuorientierungen. Immer mehr Frauen und Männer wechseln nach 40 ihren Beruf, und immer mehr Personen fühlen sich auch mit 50 und 60 Jahren durchaus aktiv, leistungsbereit oder modisch ausgerichtet."

Das Problem der Vierzigjährigen umreißt HÖPFLINGER folgendermaßen:

"Erstens verschiebt sich die Lebensperspektive, weil das Leben, welches vor einem liegt, kürzer sein wird als das bisherige. Man ist nicht mehr «jung», aber auch noch nicht «alt». Die postmoderne Version einer «midlife crisis» kann sich daraus ergeben, dass endgültig von einer jugendnahen Freizeitwelt Abschied genommen werden muss. Zweitens erfahren viele Menschen zwischen 40 und 60 Jahren das Erwachsenwerden ihrer Kinder und das Altern und Absterben ihrer eigenen Eltern. Plötzlich gehört man selbst zur «ältesten Generation». Drittens werden in dieser Lebensphase biografische Festlegungen erstmals in ihrer ganzen Härte sichtbar. Die einen sehen, dass ursprüngliche berufliche und familiäre Ziele nicht mehr erreichbar sind. Im Beruf wird man von Jüngeren überholt, und man kommt an seine Karrieregrenzen. Die anderen realisieren umgekehrt, dass sie zwar fast alles erreicht haben, was sie sich in der Jugend erträumt haben - gutes Einkommen, hohes Ansehen -, aber sie merken, dass sie damit am Sinn des Lebens vorbeigelebt haben. Beides - Misserfolg oder hohler Erfolg - kann zu einer «midlife crisis» beitragen."

Möglicherweise ist die fatalistische Sichtweise der Generation Luhmann Ausdruck ihrer "midlife-crisis"...

 
       
   

François Höpflinger in der Debatte

 
   

CRZ (2001): Generationengraben in einer "langlebigen" Gesellschaft.
Vom Mangel an Beziehungen Jung - Alt,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 10.04.

KLUY, Alexander (2004): Fenster oder Gang?
Jüngste Studien und Projekte belegen: Architekten stehen vor der Herausforderung, sich verstärkt mit einer für das Alter angemessenen Architektur zu beschäftigen,
in: Frankfurter Rundschau v. 21.06.

Alexander KLUY berichtet u.a. von einer Studie des Schweizer Soziologen François HÖPFLINGER: "Ein Befund wird weitgehend ausgeblendet, auf den der Schweizer Soziologe und Altersforscher François Höpflinger in unakademischer Deutlichkeit verweist: »Die ältere Gruppe ist alles andere als eine homogene Gruppe mit einheitlichen Lebens- und Wohnvorstellungen. Dies gilt insbesondere für die Gruppe von Menschen, die lebenslang gelernt haben, ihre Individualität zu pflegen. Dementsprechend sind alle Lebens- und Wohnprojekte, die von einem einheitlichen Typ älterer Menschen ausgehen, von vornherein zum Scheitern verurteilt.«
Im Auftrag der in der Schweiz beheimateten Age Stiftung hat Höpflinger unter dem Titel Age Report 2004 - Traditionelles und neues Wohnen im Alter (Seismo Verlag) nun eine fundierte Studie herausgegeben."

 
       
   

Bevölkerungssoziologie (2012).
Eine Einführung in demographische Prozesse und bevölkerungssoziologische Ansätze (2. Auflage)
Weinheim:
Beltz Verlag

 
   
     
 

Klappentext

"Nachdem die Soziologie demographische Größen lange Zeit vernachlässigt hat, zählen Bevölkerungsprozesse und die damit zusammenhängenden Kategorien der Generationenabfolge und des Lebenslaufs heute zu den zentralen und gegenwärtig fruchtbarsten theoretischen Themenbereichen der Soziologie. Dieser Band bietet eine zusammenfassende und kritische Darstellung wichtiger bevölkerungssoziologischer Ansätze und bedeutsamer sozio-demographischer Entwicklungen."

Zitat:

Die Kinderlosen in Deutschland

"Kinderlosigkeit bzw. ein Erwachsenenleben ohne Kinder wird - in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern - vermehrt zu einer attraktiven Wahloption. Namentlich in urbanen Regionen entstand (und konzentriert) sich eine wachsende Gruppe, die aufgrund individualistischer Orientierungen (z.B. mit Kindern kann man das Leben nicht mehr so genießen) eine Elternschaft schon früh ausschließt. So zeigt die Analyse von Kerstin RUCKDUSCHEL (2004) zu den Determinanten des Kinderwunsches in Deutschland, dass Selbstverwirklichungsstreben und Wohlstandsdenken den Wunsch nach Kindern reduzieren. Eine Untersuchung von unter 40-jährigen deutschen Ehepaaren belegt zudem, dass auch ein geringer wahrgenommener affektiver Wert von Kindern den Übergang zu einem ersten Kind negativ beeinflusst (Henz 2008). Zumindest einige Gruppen von Frauen und Männer verlängern zudem ihr jugendnahes Erwachsenenalter jenseits des dritten Lebensjahrzehnts. Zu erwähnen sind beispielsweise langjährige und spät Studierende oder freizeitorientierte urbane Personen, die in ihren bisherigen Freizeit- und Konsummilieus verharren und mit der Zeit wenige Anreize erleben, eine Familie mit Kindern zu gründen und die dazu notwendige langfristige elterliche Verantwortung zu übernehmen. Eine weitere Gruppe, die - aus anderen Gründen - in einem kinderlosen Lebensmilieu verbleibt, sind homosexuelle Männer und Frauen, die vor allem in urbanen Gebieten eine eigene - oft stark jugend- und körperbetonte - Erwachsenenkultur pflegen. Daneben sind im Einzelnen auch Geschlechtsrollenzugehörigkeit und Partnerschaftsverläufe von Bedeutung. So kann die gestiegene Trennungshäufigkeit von Partnerschaften die Geburtenhäufigkeit negativ beeinflussen (Eckhard 2006), ebenso wie ein Trend zu spätem Wegzug aus dem Elternhaus (Nesthocker-Syndrom) oder eine ausgedehnte jugendorientierte Lebensgestaltung. Kinderlos gebliebene Frauen und Männer umfassen deshalb eine sozial heterogene Gruppe, und die Gründe für Kinderlosigkeit können im Einzelnen biologische, biographische oder wertorientierte Ursachen aufweisen.
Soziologisch bedeutsam ist die Feststellung, dass sich heute durchaus eine urbane Kultur kinderlosen Erwachsenenalters entwickelt hat, die dadurch gestärkt wird, als durch die demographische Alterung Familien bzw. Haushalte mit Kindern in immer mehr Regionen zu einer soziodemographisch wie soziokulturellen Minderheit werden. Nach Ansicht von Jürgen Dorbritz (2005: 389) sind es individualistisch deutbare
»Gründe, bei denen sich diejenigen ohne Kinder und ohne Kinderwunsch am stärksten von denen unterscheiden, die sich für ein Leben mit Kindern entschieden haben. Es ist nach diesen Ergebnissen eine Gruppe in der Bevölkerung vorhanden, die sich aufgrund individualistisch geprägter Orientierungen gegen Kinder entscheiden.«" (2012, S.74f.)

     
 
       
   

Rezensionen

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Jenseits des Zenits (2000)
Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte
herausgegeben zusammen mit Pasqualina Perrig-Chiello
Bern:
Haupt

 
   
     
 

Klappentext

"Die mittlere und höhere Lebensphase ist in den Sozialwissenschaften lange Zeit vernachlässigt und erst in den letzten Jahren zunehmend thematisiert worden, doch aufgrund der demographischen Veränderungen und der zunehmenden Lebenserwartung wird ihre Bedeutung immer grösser.
Experten aus verschiedenen Disziplinen untersuchen die in ihrer Entwicklung sehr divergente und variantenreiche Lebenszeit unter bestimmten Gesichtspunkten:
- Wann beginnt überhaupt das Alter? Wie gehen die Leute mit Altersveränderungen um?
- Welche Auswirkungen hat die unterschiedliche Lebensdauer von Männern und von Frauen?
- Wie sind die Altersbilder in Kunst und Literatur?
- Werden Partnerschaft in langjährigen Beziehungen, Scheidung nach der Silberhochzeit, Liebe und Sexualität im Alter von Männern und von Frauen unterschiedlich erlebt?
Auf eindrucksvolle Art wird so das facettenreiche und faszinierende Bild einer im Alltag und in der Wissenschaft eher vernachlässigten und doch sehr zentralen Lebensphase vermittelt.
"

     
 
       
   

Rezensionen

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Bevölkerungssoziologie (1997).
Eine Einführung in bevölkerungssoziologische Ansätze und demographische Prozesse
Weinheim: Juventa

 
   
     
 

Zitat

"Der Anteil kinderlos bleibender Frauen in Deutschland war schon in früheren Generationen beträchtlich. So blieb von den 1901/1905 geborenen Frauen fast jede vierte Frau kinderlos (was mit zur damals vergleichsweise geringen Geburtenhäufigkeit beitrug): Eine Reduktion der Kinderlosigkeit ergab sich primär bei den Frauengenerationen, die während den ersten Nachkriegsjahrzehnten - den Jahren des Wirtschaftswunders - ins gebärfähige Alter eintraten. Der 'Baby-Boom' der Nachkriegsjahre war im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass mehr Frauen überhaupt eine Familie gründeten und Kinder zur Welt brachten; eine Beobachtung, die auch für andere europäische Länder gilt (Festy 1979). Bei den jüngsten Frauengenerationen - d.h. Frauen, die in den 1970er und 1980er Jahren ins 'gebärfähige Alter' kamen - stieg der Anteil der Kinderlosen erneut an. Bei der jüngsten Frauengeneration dürfte wiederum rund jede vierte Frau ganz auf Kinder verzichten.
(...)
In bezug auf Kinderlosigkeit scheint (West-)Deutschland so etwas wie eine europäische 'Sondersituation' einzunehmen, was sich z.B. auch in ausgeprägten öffentlichen Diskussionen um Individualisierung und Kinderfeindlichkeit widerspiegelt." (S.55f.)

     
 
       
   

Beitrag von single-generation.de zum Thema

Sterben die Deutschen aus? - Die Rhetorik des Aussterbens und ein Alternativszenario
 
   

François Höpflinger im WWW

http://www.hoepflinger.com

Online-Texte von Höpflinger:
Sociology in Switzerland: Lifestyle, Family and Gender Studies

 
   

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Update: 20. Juni 2015