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Beate Berger: Bikini

 
       
   
  • Kurzbiographie

 
       
     
       
   

Beate Berger in ihrer eigenen Schreibe

 
       
   
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Beate Berger im Gespräch

 
       
   

SPIEGEL (2004): Klüger werden mit: Beate Berger.
Die 44-jährige Autorin über die Geschichte des Bikinis,
in: Spiegel Nr.16 v. 10.04.

STROBEL, Beate (2006): "Schwieriges Stück".
Modernes Leben: Modeexpertin Beate Berger über das Verhältnis der deutschen Frauen zum Bikini,
in: Focus Nr.27 v. 03.07.

 
       
       
   

Bikini (2004).
Eine Enthüllungsgeschichte
Hamburg: Marebuchverlag

 
   
     
 

Klappentext

"Am 1. Juli 1946 wirft ein amerikanischer B-29 Bomber über einem Atoll im Pazifik die erste Atombombe der Nachkriegszeit ab und leitet damit eine Reihe von Nukleartests ein – vier Tage später wirft der Bademodendesigner Louis Réard in Paris alle Regeln des guten Geschmacks über Bord und zündet damit eine Bombe ganz anderer Art: Er schickt eine Dame auf den Laufsteg, die nur mit vier kleinen Stoffdreiecken bekleidet ist. Benannt ist das Textil nach dem Ort der Atomtests – Bikini.

Es war der Beginn eines beispiellosen Siegeszugs. Als Ursula Andress bei den Dreharbeiten zum ersten James-Bond-Film in einem weißen Baumwollbikini dem Meer entstieg, brach die Filmcrew spontan in Beifall aus. Und nicht nur die Männer waren aus dem Häuschen, auch die Frauen konnten dem gewagten Kleidungsstück eine Menge abgewinnen, brachte der Bikini ihnen doch die Erfahrung einer neuen Freiheit: das Gefühl, Wasser, Wind und bewundernde Blicke direkt auf der Haut zu spüren.

Doch der Bikini war auch Skandalon. 1965, zwei Jahre nach dem spektakulären Auftritt von Ursula Andress, fand sich in Deutschland die 17-jährige Ilonka plötzlich vor dem Münchner Jugendgericht wieder, weil sie es gewagt hatte, an einem heißen Julitag im Bikini über den Viktualienmarkt zu spazieren. Ilonka wurde zu drei Wochenenden Putzen im Altersheim vergattert.
Kaum ein anderes Kleidungsstück hat die Menschen derart begeistert, zugleich aber auch provoziert und empört wie der Bikini.

Die Modeexpertin Beate Berger verfolgt, wie der allmähliche Abschied von Prüderie und Spieß der Adenauer-Zeit den Sittenwandel spiegelt, und erzählt zugleich mit viel Esprit die Erfolgsgeschichte des «hübschen Nichts», das der Erotik neuen Raum eröffnet hat."

Pressestimmen

"Die Autorin Beate Berger hat ein gelungenes Buch nicht nur über das »hübsche Nichts«, das Bikini heißt, geschrieben, sondern hat es verstanden, die jeweiligen kulturellen und politischen Zusammenhänge so klug drumherum zu bauen, daß man in dem Buch herrlich schmökern und dabei noch was lernen kann."
(Barbara Schulz in junge Welt vom 23.06.2004)

"Trotz aller Probleme, die dieses Kleidungsstück macht – was für den Zweiteiler spricht, ist der schöne Umstand, dass es sich beim Bikini um eine der letzten Frauenbastionen handelt. Es gibt die »Bikini-Trägerin«, das ist eine Frau im Bikini, und den »Bikini-Träger«, das ist einfach nur das Band, mit dem das Oberteil gehalten wird; Männer im Bikini kommen am Strand und im Duden einfach nicht vor.
(...).
Es sind (...) (subjektive) Erzählungen, die das Buch ganz besonders liebenswert machen. Und ein eigenes Lob verdient sich die Autorin für die wirklich überzeugende Erkenntnis, dass es zweierlei Typen von Müttern gibt, die Einteiler-Mütter und die Bikini-Mütter. Während Einteiler-Mütter grundsätzlich mit riesigen Proviantkörben voller Capri-Sonnen, Hühnerbeinchen und selbst gebackenen Küchlein am Strand auftauchen, weihen Bikini-Mütter ihren Nachwuchs früh in die Freuden des Pommes-Essens im Strandcafé ein. Mit oft fassungslosem Neid blicken die Töchter von Einteiler-Müttern auf ihre Freundinnen mit den großzügig-hedonistischen Bikini-Müttern. Diese Freundinnen wiederum blicken oft sehnsüchtig auf die Mädchen, die eine liebevoll-gluckende Einteiler-Mutter abbekommen haben. Beate Berger scheint als Tochter einer Einteiler-Mutter mit Bikini-Tante aufgewachsen zu sein. Eine ideale Kombination. Ihre Kulturgeschichte des Bikinis ist jedenfalls eine sachkundige Recherche, die feministisches Basiswissen und weibliche Modeerfahrung integriert und nie den Spaß an der Sache verleugnet. Das Buch gehört an jeden Strand."
(Heike Runge in der Jungle World vom 21.07.2004)

"Seine gesellschaftspolitische Sprengkraft hat der Bikini heute eingebüsst. Im Persönlichen, so illustriert das vorliegende Buch nicht ohne ironischen Unterton, steckt das einstige «Figurwunder» nach wie vor ein weites Feld ab zwischen sommerlichem Wohlgefühl und jenen nackten Tatsachen, denen die alljährlich im Frühjahr auftauchenden Checklisten der Frauenmagazine zu Leibe rücken."
(Claudia Schwartz in der Neuen Zürcher Zeitung vom 11.08.2004)

 
     
 
       
   

Rezensionen

WEICKMANN, Dorian (2004): Am Busen der Zeit.
Beate Berger lustwandelt auf den Spuren des Bikinis durchs 20. Jahrhundert,
in: Süddeutsche Zeitung v. 24.03.

KRUSE, Kathrin (2004): Zeig her, was du verstecken willst!
in: Tagesspiegel v. 25.04.

MÜLLER-ULLRICH, Burkhard (2004): Land der vielen Kokosnüsse.
Nicht zum Schwimmen, zum Gucken: Beate Berger hat eine Kulturgeschichte des Bikini geschrieben,
in: Welt v. 19.06.

SCHULZ, Barbara (2004): Mit oben ohne.
"Bikini" erscheint pünktlich zur ausbleibenden Hitzewelle,
in: junge Welt v. 23.06.

RUNGE, Heike (2004): Nur für Frauen.
Die Kulturgeschichte des Bikinis steckt voller Glamour. Die individuellen Geschichten über das Tragen von Zweiteilern dagegen sind gespickt mit Pannen. von heike runge,
in: Jungle World Nr.29 v. 21.07.

Heike RUNGE liefert eine kurze Kulturgeschichte des Bikinis:

"Für den den französischen Soziologen Jean Claude Kaufmann, der auf die Errungenschaften der 68er-Kämpfe mit demselben Ekel blickt wie der Literat Michel Houellebecq, ist der mit Bikini-Schönheiten gespickte Strand ein Kriegsschauplatz, ein Territorium der Intoleranz voller heimtückischer und erbarmungsloser Klassifikationen und Hierarchien. Kaufmanns Studie über die neuen Regeln des Strands kommt zu dem deprimierenden Schluss: »Keine Rasse, kein Alter, keine Figur ist verboten. Wenn man jedoch genau hinschaut, bemerkt man, vor allem an den großen Stränden, wenige Dicke, Alte oder Hässliche, und wenn, dann haben sie sich häufig schüchtern an den Rand des Strandes verzogen. Denn es ist zwar nicht verboten, jedoch geben Blicke und tausend unhörbare Botschaften denen, die von der Norm abweichen, zu verstehen, dass sie die Zielscheibe der Kritik sind. Sie werden toleriert, sind aber unwiderruflich verurteilt, disqualifiziert.«"

Die nicht genannte Studie von Jean-Claude KAUFMANN heißt Frauenkörper - Männerblicke und ist 1996 beim Konstanzer UVK-Verlag erschienen.

SCHLEICHER, Barbara (2004): A... A... A... A-toll.
Eine kleine Geschichte des Patents Nummer 19.431,
in: Freitag Nr.29 v. 09.07.

SCHWARTZ, Claudia (2004): Der kleine Sprengstoff.
Ein Sittengemälde rund um den Bikini,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 11.08.

 
       
   

Der Bikini in der Debatte

NZZaS-Debatte: Stoff zum Nachdenken.
Der Sommer hat uns viele Antworten geliefert. Auf eine Frage ist er aber noch eine Antwort schuldig geblieben: Bikini oder Badeanzug? Ein Philosoph und ein Kunsthistoriker lancieren die längst überfällige Grundsatzdebatte

SCHMID, Wilhelm (2002): Der Badeanzug legt eine Schicht Surrealismus über die Realität,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 18.08.

WYSS, Beat (2002): Der Bikini bringt das Zeitalter der Werbung auf den Punkt,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 18.08.

Neu:
HEYDEN, Alexa von (2009): Die Geschichte des Bikini.
Stilkunde: Es gibt Dinge, die man nicht verbessern kann. Den Eierpieker, das Ketchup oder den Bikini. Beinahe jede Frau auf der Welt besitzt einen. Bis dahin war es ein langer Weg,
in: zitty online v. 21.06.

 
       
   

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webmaster@single-generation.de Erstellt: 22. August 2004
Update: 11. April 2017