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Franz M. Sonner: Werktätiger sucht üppige Partnerin

 
       
     
       
   
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    Franz M. Sonner in seiner eigenen Schreibe

     
       
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    Franz M. Sonner: Porträts und Gespräche

     
         
           
       

    Werktätiger sucht üppige Partnerin (2005)
    Die Szene der 70er Jahre in ihren Kleinanzeigen

    (mit Illustrationen von
    Gerhard Seyfried)
    München:
    Antje Kunstmann

     
       
         
     

    Klappentext

    "Anders leben, jetzt, nicht irgendwann! Der große Aufbruch in den 70er Jahren lässt sich nirgends besser nachlesen als in den Kleinanzeigen von damals: ungespritzte Äpfel, Therapiegruppen, Grüße, Kritik, Gibson Les Paul, Kontakte – hier stellt sich die Szene selbst dar, und zwar auf kleinstem Raum. Diese Kleinanzeigen erzählen großartige Geschichten aus dem ganz normalen Leben und haben eine umwerfende Komik. Damals war natürlich alles ernst gemeint: »Mich würde interessieren, was aus der Hodenwärmer-Clique geworden ist. Wahrscheinlich ist bei der Aktion ja gar nichts rausgekommen. Und warum? Weil Männer immer so theoretisch, abstrakt und wissenschaftlich usw. denken (wollen).« Ja, was ist bloß aus der Hodenwärmer-Clique geworden? Was aus der Männergruppe, die »Frauen zum nachts Nacktbaden« gesucht hat? Fragen, die leider offen bleiben müssen. Aber wunderbar kommentiert werden durch Gerhard Seyfrieds Zeichnungen."

     
         
     
           
       

    Rezensionen

    Neu:
    STRASSMANN, Burkhard (2005): Als alle jung waren.
    Gesucht: Orgien! Kefir! Hodenwärmer! Die siebziger Jahre im Format der Kleinanzeige,
    in: Literaturbeilage der ZEIT Nr.12 v. 17.03.

     
       

    Das Buch in der Debatte

    MANGOLD, Ijoma (2005): Gemischte Besetzung.
    Ein humorfreies Urteil zu Texten aus den schrecklichen Siebzigern,
    in: Süddeutsche Zeitung  v. 04.03.

    Ijoma MANGOLD empfindet die 1970er Jahre als ein "besonders widerliches, verächtliches und abstoßendes Jahrzehnt". In dieser Meinung sieht er sich durch Franz M. SONNERs Buch Werktätiger sucht üppige Partnerin mit Kleinanzeigen aus dem Münchner Sponti-Stadtmagazin Blatt bestätigt. Die darin zum Ausdruck kommende "infantile Bedürfnisbefriedigungsregression" kann er nur als andere Seite des RAF-Terrorismus sehen.

    Dies übersieht völlig, dass der heutige Terror der Individualisierungsthese ein direkter Abkömmling des 1970er Jahre Spontiismus ist. Sowohl die Gegner der Individualisierung (von Meinhard MIEGEL bis Herwig BIRG) als auch die Befürworter (HORX) sind im gleichen totalitären Denksystem gefangen. Solange die Debatten in dieser Endlosschleife der festgefahrenen Denkmuster stecken, sind die 1970er Jahre nicht vergangen, sondern bestimmen die Gegenwart. Und ist der Begriff "Frust" nicht immer noch der heimliche Leitbegriff der elitären Krisendiskurse in den Feuilletons der Mitte-Presse? Ständig ist man dort vom Bürger enttäuscht, weil er partout nicht will, was er soll...

     
       

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    Bernd Kittlaus
    webmaster@single-generation.de Erstellt: 03. März 2005
    Update: 25. Mai 2015