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Gabriele Gerngroß Haas: Anders leben als gewohnt

 
       
     
       
     
       
   

Anders leben als gewohnt (2005).
Wenn verschiedene Frauen unter ein Dach ziehen
Ulrike Helmer Verlag (vergriffen)

 
   
     
 

Klappentext

"Immer häufiger leben Frauen in Gemeinschaft mit anderen Frauen. Sie setzen auf Wahlverwandtschaft statt auf Kleinfamilie oder Seniorenresidenz; sie übernehmen soziale Verantwortung füreinander. Um Abhängigkeiten, Isolierung und Alterseinsamkeit aktiv etwas entgegenzusetzen, haben sie, jung oder alt, eine beeindruckende Vielfalt an Wohnformen entwickelt. Für selbstorganisiertes, zum Teil generationenübergreifendes Wohnen entscheiden sich Frauen, die jetzt oder später nicht im Single- oder Doppelhaushalt leben möchten, alleinerziehende Mütter oder auch lesbische Frauen. Gabriele Gerngroß-Haas hat sie interviewt und erfahren: Wo die Kleinfamilie nicht ein Leben lang trägt oder von vornherein nicht als Modell gilt, birgt gemeinschaftliches Wohnen eine Menge Chancen. Ob aber im Landhausstil oder mit großstädtischem Wohnambiente: Entscheidend ist vor allem das ausgewogene Verhältnis von Nähe und Distanz. Deswegen haben die Bewohnerinnen neben gemeinschaftlichen Räumen meist auch eigene Wohnungen. In der Frage der Bewohnerinnenzahl oder finanzrechtlichen Regelungen haben die Wohnprojekte jedoch ganz unterschiedliche Profile entwickelt. Das Gleiche gilt für den Umgang mit männlichen Bewerbern und Besuchern: Manche schließen Männer kategorisch aus, andere sind gemischtgeschlechtlichen Konstellationen gegenüber offen. Eines aber steht für nahezu alle Frauen fest: Geschlechtsspezifische Versorgungsleistungen wollen sie nicht mehr erbringen. Anders leben bedeutet für sie vor allem, sich von einengenden »Aufgabenteilungen« zu befreien und ihr Leben selbst zu bestimmen – auch im Alter. Gabriele Gerngroß-Haas gibt allen an neuen Wohn- und Lebensformen interessierten Frauen einen Überblick über die vorhandenen Projekte. Sie beschreibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die persönlichen Erfahrungen der Bewohnerinnen sowie Vor- und Nachteile von Wohn-Gemeinschaften. Das vorliegende Buch basiert auf ausführlichen Gesprächen mit Bewohnerinnen ausgewählter Wohnprojekte. Authentische Einblicke in das Zusammenleben machen den Band zu einem persönlichen und kurzweiligen Handbuch."

 
     
 
       
   

Die Beginen in der Debatte

FELSING, Monika (2000): Die Beginen sind nicht auf Rosen gebettet.
Expo-Projekt bisher ohne finanzielle Unterstützung/Kosten: 34 Millionen Mark/Richtfest im Februar,
in: Bremer Zeitung v. 15.12.

FELSING berichtet über das Wohnprojekt Bremer Beginenhof. Der Beginenhof knüpft an eine mittelalterliche Wohnform an, deren Kennzeichen ist, dass alleinstehende Frauen unter einem Dach leben und arbeiten. Alleinerziehende und weibliche Singles sind die modernen "Beginen", die von diesem Projekt profitieren. Im Spiegel Nr.10 v. 06.03.2000 wurde das Wohnprojekt als Beispiel für den Trend zu "Geschlechter-Ghettos" genannt.

BYN, Heike (2000): Unabhängig, selbständig und frei.
Von Frauen für Frauen: Das Bremer Beginenhof-Projekt bietet Platz zum Wohnen und Arbeiten,
in: Süddeutsche Zeitung v. 30.12.

HORSTMANN, Angela (2001): Die starke Gemeinschaft der Frauen.
Die Beginen-Bewegung erwacht zu neuem Leben,
in: Bonner Rundschau v. 18.05.

"'Wir sind nicht gegen Männer, sondern für Frauen.' Und so sind Männer bei den Veranstaltungen der Kölner Beginen (...) willkommen. Die modernen Beginen seien eben alles andere als 'ahl Bejin', wie es das kölsche Schimpfwort für alte Jungfern vermuten lässt",

lernen wir von HORSTMANN. Ob dann auch Männer im geplanten Kölner Beginenhof wohnen dürfen, oder ob so weit die Toleranz dann doch nicht geht?

FISCHER, Frauke (2001): Beginenhof gilt bei der UN als vorbildhaft.
Die Finanzlage ist ungeklärt, doch die Bremer Vision hat Zukunft in anderen Ländern,
in: Weser Kurier v. 28.06.

KAHLWEIT, Cathrin (2001): Frauenkommune in Bremen.
Männer müssen draußen bleiben,
in: Süddeutsche Zeitung v. 10.08.

Catrin KAHLWEIT berichtet über das Finanzierungsproblem des Beginenhofes in Bremen, einem Modellprojekt des 70er-Jahre-Feminismus. Im letzten Dezember lasen sich die Berichte über das Projekt noch optimistischer.

STENGEL, Eckhard (2001): Gemeinschafts-Wohnprojekt geht das Geld aus.
Ein bundesweit offenbar einmaliges Frauenwohnprojekt, der kürzlich eröffnete 38 Millionen Mark teure Bremer "Beginenhof", ist finanziell gescheitert - die Betreiberinnen meinen wegen nicht eingehaltener Förderzusagen des Landes Bremen.

in: Frankfurter Rundschau v. 15.08.

RÜFFER, Anita (2001): Schatten über dem Beginenhof.
Das hochgelobte Bremer Frauenwohnprojekt ist pleite - doch seine Bewohnerinnen sind voller Kampfgeist,
in: Badische Zeitung v. 27.08.

DDP (2002): 40 Mieterinnen - und kein einziger Mann.
Beginenwerk plant Wohnprojekt für Frauen,
in: Berliner Zeitung v. 22.04.

Um das Bremer Projekt "Beginenhof", das mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen hat, ist es still geworden. Nun geht der Kreuzberger Verein www.beginenwerk.de an die Öffentlichkeit...

HANSTEIN, Melanie (2002): Das Erbe der Frauen,
in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung v. 29.11.

OCHS, Birgit (2003): Der kleine Unterschied.
Erst kam die Theorie, dann folgen die Projekte. Inzwischen ist die Hochzeit der Frauenwohnmodelle vorbei, doch vieles gilt als wegweisend,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 06.04.

Birgit OCHS berichtet über städtebauliche Frauenprojekte. Darüber hat Barbara ZIBELL von der Universität Hannover die Studie Auf den zweiten Blick veröffentlicht. OCHS berichtet über zwei unterschiedliche Ansätze frauen- bzw. müttergerechten Wohnens.

Zum einen geht es um den Beginenhof in Bremen, der von der Witwe Erika RIEMER-NOLTENIUS initiiert wurde, weil sie im Alter nicht allein leben wollte. Mit dem Verständnis zwischen den Generationen ist es gemäß OCHS nicht gut bestellt.

Als zweites Projekt wird die Wohnanlage Hugenmatt in Lörrach vorgestellt. Diese steht in der Tradition des sozialen Wohnungsbaus und ist besonders ideal für alleinerziehende Mütter.

TRAUB, Ulrich (2008): Bei Gottes Haushälterinnen.
Beginen waren fromme und zugleich emanzipierte Frauen. So schmuck sind ihre Häuser und Höfe in Flandern, dass sie zum Weltkulturerbe gehören,
in: Tagesspiegel v. 27.06.

SPONAR, Karla (2006): Haushälterinnen Gottes.
Rezension des Buches "Die Beginen" von Helga Unger,
in: DeutschlandRadio v. 04.01.

RASCHE, Uta (2006): Die Beginen beginnen.
In sechs Höfen in Deutschland wohnen nach mittelalterlichem Vorbild wieder viele Frauen zusammen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.06.

BERNAU, Nikolaus (2008): Der Schwung von Kreuzberg.
Wenn eine Frau für Frauen plant: das Reformwohnprojekt des Beginenhofs,
in: Berliner Zeitung v. 26.01.

GOETTLE, Gabriele (2012): Arbeit für 0,00 Euro.
Das soziale Ehrenamt als kostenlose Ressource,
in:
TAZ v. 04.06.

Gabriele GOETTLE porträtiert die Sozialwissenschaftlerin Gisela NOTZ, die in einem Beginenhof in Berlin-Kreuzberg wohnt.

Neu:
MÜSSIGMANN, Lena (2014): Der Duft nach Waschmittel.
Hausbesuch: Sie wollte nicht allein sein. Deshalb zog sie ins Beginenhaus. Bei Elke Vogt-Sauer in Tübingen,
in: TAZ v. 08.02.

 
   

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Bernd Kittlaus
webmaster@single-generation.de Erstellt: 04. Oktober 2013
Update: 27. September 2015